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Fanfiction

Die Ausgestoßenene - Kapitel 11 - Ein neuer Ron?

von pada

Gut gelaunt und erfrischt kam Hermine aus dem Bad und stand wieder im Mädchenschlafsaal. Der Raum war mittlerweile komplett von frischen Morgenluft erfüllt und damit etwas kühler als zu vor.

Sie blickte auf ihre beiden Mitschülerinnen und sah, dass Lavender mittlerweile senkrecht im Bett saß und sich dabei die letzte Müdigkeit abschüttelte, während Parvati vor sich hin döste.

„Guten Morgen Lavender.“ Die Angesprochene schaute erst jetzt auf und sah eine fröhliche Hermine, sie mit ihrem warmen Lächeln anstrahlte. Lavender hatte Hermine selten so fröhlich morgens gesehen. Dies war meist nur dann, wenn sie eine wichtige Prüfung bestanden hatte. Doch dies war nicht der Fall, da in letzter Zeit nichts geschrieben wurde.

„Guten Morgen“, entgegnete Lavender noch etwas verschlafen und rieb sich dabei den letzten Sand aus den Augen.
„Du bist aber heute sehr fröhlich. Hast wohl sehr gut geschlafen?“ bemerkte sie.
„Ja und heute ganz besonders.“

Hermine ging wieder zu ihrem Kleiderschrank, warf sich eine Schülerrobe über, schob dabei ihren Zauberstab in eine Innentasche und marschierte quer durch den Schlafsaal auf die Wendeltreppe zu.

Als sie an der Treppe ankam, drehte sie sich kurz herum und rief: „Ich bin schon mal beim Frühstück bis später. Ich hoffe wir gewinnen heute!“ Wieder lächelte sie über beide Backen. Irritiert blickte Lavender zu Hermine, doch diese war mittlerweile verschwunden.

Schnell war Hermine im Gemeinschaftsraum, indem es nicht mehr ganz so leer war, wie in der Nacht zuvor. Sie sah vor allen jüngere Schüler, wobei sie nicht erkennen konnte, welcher Klassenstufe sie angehörten, da sie alle fast gleich groß waren.

Belustigt blieb sie noch im Türrahmen stehen und schauten dem illustren Treiben der Kleinen zu. Einige spielten Schach, während manche versuchten ihre Hausaufgaben zu machen. Doch ihre Aufmerksamkeit erregten zwei Jungen die wild mit ihren Zauberstäben herumfuchtelten und dabei versuchten einem, aus Papier gebastelten, Schwan zum leben zu erwecken. Doch es schossen nur gelbe Funken aus ihren Stäben und der Schwan bewegte sich keinen Meter.

Als sie sahen, dass der Schwan sich nicht bewegen würde, fingen sie an gleichzeitig zu reden und wild mit ihren Stäben zu gestikulieren. Beide versuchten den jeweils Anderen davon zu überzeugen, dass sie selbst Recht hatten. Doch sie bemerkten nicht, dass sie beide im Unrecht waren und so musste Hermine dabei grinsen.

Mittlerweile erregten die Beiden auch die Aufmerksamkeit der anderen Anwesenden. Schnell schritt Hermine zu den beiden um Streitereien zu verhindern. Schließlich war dies ihre Aufgabe als Vertrauensschülerin. Sie nahm diese Aufgabe sehr ernst doch. Doch Ron, der andere Vertrauensschüler, nahm sie nicht so ernst. Er schikanierte ab und an die kleineren Schüler, was Hermine missbilligte.

„Kann ich euch behilflich sein?“ Erschrocken blickten die zwei Jungen auf, die in ihren Streit vertieft waren und die sich nähernde Hermine erst wahrnahmen, nachdem sie neben ihnen stand.

„Ja, kannst du. Er glaubt mir nicht, dass ich Recht habe“, antwortete der Eine.
„Nein, ich hab Recht!“, schoss es aus dem anderen heraus.

Sie begannen wieder zu streiten. Doch Hermine hob ihre Stimme an und sprach: „Und was ist wenn ihr beide Unrecht habt?“ Abwechselnd schaute sie auf die beiden Kleinen.

Wieder blickten sie auf und schienen wie in Erfurcht zu erstarren. Doch Hermine machte nur eine kurze Pause und fügte hinzu: „Ihr schwingt beide den Zauberstab falsch. Geht mal bitte beiseite.“

Beide traten einen Schritt zurück und schauten, wie Hermine ihren Zauberstab herauszog und ihn begann zu schwingen. Dabei schauten nicht nur die Beiden zu, sondern auch die anderen Anwesenden.

„Elwecko!“, sprach sie und schwang ihren Zauberstab mehrmals nach rechts, bevor sie den Papierschwan antippte. Nachdem Hermine die Worte sprach, begann der Schwan sich zu rühren und breitete dabei die Flüge aus, ehe er abhob. Er flog anmutig über die Köpfe der erstaunten Jungen. Begeistert fingen die anderen Anwesenden an zu klatschen.

Hermine schaute kurz die kleine Menge an und verbeugte sich ihnen als Zeichen der Dankbarkeit.

Sie blickte wieder zu den beiden Jungen und sagte: „So geht das. Macht Das nach und es wird garantiert klappen.“ Hermine lächelte beide an. „Ich muss aber nun, bis bald.“

Sie erreichte das Portraitloch und kletterte hindurch. Die Korridore waren, wie der Gemeinschaftsraum, durch das Sinnenlicht hell erleuchtet. Die Sonne schien durch die großen Fenster.
Sie bahnte sich ihren Weg durch mehrere Geheimgänge und war, innerhalb kürzester Zeit, vor dem großen Speisesaal.

Ohne Zögern betrat sie den Saal und sah schon einige wenige Schüler an den jeweiligen Tischen sitzen und frühstückten. Wieder blieb sie im Eingang stehen und war, wie jedes Mal, von der magischen Decke fasziniert.
Der Morgenhimmel war in die Farben rot und grün unterteilt. Ein Zeichen für das bevorstehende Quidditch-Spiel von Gryffindor gegen Slytherin.

Ihr Blick wanderte von der Decke zum Gryffindortisch. Dabei ließ sie ihn über die dort sitzenden Schüler wandern. Sie sah Ginny, Ron und Harry und sie saßen, zur ihrer eigenen Überraschung, alle beisammen.

Als die Drei Hermine sahen, winkten sie mit ihren Armen und riefen ihren Namen. Schnell schritt sie zu den dreien und stand nun neben Ron, der gegenüber von Harry und Ginny saß.

Hermine wollte sich gerade hinsetzen, als Ron aufstand und sie ihn die Arme schloss und ihr einen Kuss auf den Mund gab. Überrascht, aber glücklich, ließ sich Hermine in die Arme und in den Kuss von Ron fallen und vergaß für einen Moment den Ärger von gestern Abend.

Ron und Hermine zogen die Blicke einiger Schüler auf sich und auch von Dumbledore, der einzige anwesende Lehrer, auf sich. Während die Schüler anfingen zu tuscheln, blickte dieser Ron und Hermine mit großen, und strahlenden, Augen durch seine Halbmondbrille an.

Als Harry sich räusperte, kam Hermine wieder zu sich und sah, dass sie von allen angestarrt wurde. Schnell löste sie sich von Ron und beide setzten sich.

Als die Szenerie beendet war, ließen die Blicke nach.

„Guten Morgen, ihr…“ Doch mehr konnte sie nicht sagen, da sie von Ron unterbrochen wurde. „Hermine!“ Überrascht schaute die Angesprochene ihren Freund an. „Entschuldigung wegen gestern. Ich hab mich wie der letzte Idiot benommen. Tut mir leid. Das wird nie mehr passieren. Das schwöre ich.“

Hermine bemerkte, dass es ihr Freund ernst meinte und ihr fiel ein Stein vom Herzen, als sie sah, dass Ron seinen Fehler einsah und eingestand.

Ihr Blick fiel auf Harry und Ginny, die beide grinsten. Hermine erkannte, dass die beiden ganze Arbeit geleistet hatten und wohl auf Ron eingeredet haben. Jedenfalls hat es gewirkt.
Sie formte ein Dankeschön mit ihren Lippen, dass nur Harry und Ginny sehen konnten, was beide umso mehr strahlen ließ.

„Ron, ich nehme deine Entschuldigung natürlich an. Ich freue mich, dass du alles einsiehst.“
Hermine begann daraufhin zu essen und so wurde es zwischen den Vieren still.

Immer wieder blickte Hermine kurz zu Ginny und wurde dabei unfreiwillig an ihren Traum erinnert. Ginny bemerkte davon nichts und aß seelenruhig weiter.

Die Stille, und damit auch Hermines Erinnerung, wurden durch Harry unterbrochen. „Heute ist ja das große Spiel. Ich hoffe ihr könnt heute gut spielen Ron und Ginny. Ich will nicht gegen Malfoy und seine Slytherins verlieren.“

„Nein, wir werden gewinnen!“, gaben die Weasley Geschwister zurück. Hermine fühlte sich etwas eingeschüchtert, da sie die Entschlossenheit und den Kampfgeist von Harry, Ginny und Ron nicht nur sah, sondern auch deutlich spürte.
Sie war aber auch dankbar, dass Harry das Thema gewechselt hat.

Alle Vier schauten plötzlich auf, als sie Trompeten und Fanfaren hörten vom Eingan her hörten.
Dort stand Malfoy und die Quidditch Mannschaft. Dabei wurden sie von Slytherin Schülern umringt. Diese Schüler hielten giftgrüne Banner in die Luft, auf denen eine Schlange den Buchstaben S formte.

Die Schüler, die am Slytherintisch schon saßen, begannen wie wild zu klatschen und zu jubeln über den Auftritt ihrer Mannschaft.

„Wer hätte das gedacht. Bescheiden und Malfoy passen nicht zusammen“, bemerkte Ginny, die nun auch endlich etwas sagte.
Alle Vier begannen daraufhin zu lachen, schauten dabei immer noch auf die Mannschaft aus Slytherin, die immer noch im Eingang standen.

Plötzlich gingen die Bannerschwinger beiseite und ließen Malfoy aus ihrer Mitte heraus.
Dieser überblickte die große Halle, während sein Blick bei Harry und Konsorten hängen blieb. Als er sah, dass sie ihn ansahen, legte das typische Malfoygrinsen auf.
Als er anfing zu sprechen, erstarb die Musik der Trompeten und Fanfaren.


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Zitat
Mir gefällt an Harry vor allem, dass er kein Held im klassischen Sinne ist, kein unüberwindlicher Superman.
Daniel Radcliffe über seine Rolle