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Fanfiction

Die Ausgestoßenene - Kapitel 15 - Ron, du kannst es nicht lassen...

von pada

Sie verblieben noch lange in dieser Position. Der Mond warf mittlerweile sein fahles Licht durch die hohen Fenster des Krankenflügels und bahnte sich einen Weg durch den Raum.

In Ginny und, vor allem in, Hermine stiegen ungeahnte Gefühle auf. Wie ist es zwischen ihnen passiert, was die Bande gestärkt hat und sich sie somit noch näher gebracht hat.

Hermine spürte, dass sich etwas in ihr veränderte. Doch diese Wandlung nahm sie nur verschwommen wahr und sie konnte nicht sagen, wo sie hinführte, daher machte sie sich darüber keine Gedanken.

Schon bald lösten sie sich von einander und Hermine kroch in ihr Bett zurück.
„Wie lange bin schon hier?“, fragte Hermine, dabei kuschelte sie sich wieder in ihr Bett.

„Seit einer Woche, um genau zu sein“, antworte Ginny trocken und ohne eine Mine zu verziehen.

„Echt solang schon?“ Hermine klang erstaunt, doch dies legte sich schnell wieder. „Wenn man bedenkt, was genau passiert ist, ist dies nicht verwunderlich“, stellte sie fest.

Diesmal lachte Ginny laut auf: „Oh ja, unsere alte Hermine ist wieder da. Wenigstens etwas.“
Hermine konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Doch sie merkte, dass das Ganze sie sichtlich erschöpfte, da sie sich noch nicht vollständig vom Unfall erholt hatte.

„Ich werde mich jetzt schlafen legen. Gute Nacht und bis Morgen Ginny!“, flüsterte sie leise.
„Gute Nacht Hermine!“

Während Hermine schon eingeschlafen war, blieb Ginny noch aufrecht im Bett sitzen und folgte dem Weg des Mondscheins, wie dieser seinen Weg übers Bett von Hermine und zu ihrem Gesicht bahnte.

Da sie mit ihren Augen diesem Weg folgte, war der Blick in Hermines Gesicht unausweichlich. Ihr Gesicht glänzte silbern, als es von Mond angestrahlt wurde.

Ihr Blick auf dem Gesicht hängen. Ginny vergewisserte sich, ob Hermine wirklich schlief und achtete deswegen auf ihren ruhigen und gleichmäßigen Atem.
„Diese Mine… Mit ihr erlebt man immer etwas Neues… und doch bin ich froh, dass es ihr wieder besser geht. Die ersten paar Tage hab ich mir doch viele Sorgen gemacht. Doch zum Glück waren diese schlussendlich unbegründet.“ Ginny atmete tief durch. „Sie hat schon ein süßes Gesicht, wenn ich es mir so im Angesicht des Mondscheins betrachte…“

„Aber genug geredet… morgen ist auch noch ein Tag.“ Ginny gähnte noch einmal herzhaft, ehe sie sich auf ihr Bett lag und einschlief.

Während der Mond schweigsam seine Bahn weiter zog, huschte ein Lächeln über Hermines Gesicht. Sie hatte jedes Ginnys Worten verstanden und sie freute sich vor allem über das Kompliment, was sonst eigentlich nicht Ginnys Art war.

Doch für heute hatte sie genug und so schlief auch sie letztendlich ein.

Der nächste Morgen kam für beide früher als gedacht und so wurden sie von den ersten Sonnenstrahl, und durch Madam Pomfrey „sanfte“ Stimme, geweckt.
Sie wurden schon sehnlichst erwartet. Vor ihren Betten standen Luna, Neville, Ron und Harry.

„Guten Morgen ihr Zwei!“, erklang es wie aus einem Chor. „Guten Morgen, Leute!“, gaben die beiden Angesprochenen etwas verschlafen zurück.

„Hermine! Endlich bist du wach!“ Rons Augen strahlten vor Freude, die anderen schienen auch erleichtert.
„Und wie geht es dir? Hast du noch Schmerzen? Kann ich was für dich tun? Brauchst du etwas? Hast du alles? Soll ich dir was bringen? Weißt du was passiert ist?“, sprudelte es aus Ron heraus, dabei wirkte er sehr hibbelig.

„Ron, schalt mal ein paar Gänge zurück. Mit mir ihr ist alles in Ordnung. Nein, ich habe keine Schmerzen mehr. Momentan nicht. Nein, ich brauche momentan nichts, da ich alles hier habe. Brauchst du nicht. Ja, Ginny hat mir alles erzählt. Also von ihrer heldenhaften Rettung. Danke nochmals.“ Dies war typisch für Hermine, da sie generell zu jeder Frage eine passende Antwort parat hatte.
Die letzten Worte waren an Ginny gerichtet, die etwa errötete, was aber niemand außer ihr bemerkt hatte.

„So hat sie das“, stellte Ron kühl fest. Überrascht sah Ginny ihren Bruder an, der den Blick mit kühlen Augen erwiderte. „Ron? Welche Laus ist dir jetzt über die Leber gelaufen?“, fragte Hermine. Dasselbe wollte auch Ginny fragen, doch Hermine kam ihr zuvor.

„Mit mir? Mit mir ist alles in Ordnung. Ich frage mich eher was mit euch los ist. Erst kamt ihr so spät vom Quidditch Training zurück und nun das!“
Die anderen Anwesenden bemerkten plötzlich, wie die freudige Stimmung kippte.

Das war zu viel des Guten. Ginny stieg die Röte ins Gesicht, doch dies geschah aus Wut. „Sag mal, Ron. Was bildest du dir bitte ein?! Deine Freundin hätte sterben können und das einzige, was dich interessiert ist, was Hermine und ich machen? Aber sonst gehst dir noch gut. Ich frag mich gerade echt, warum Hermine noch mit so jemanden wie dir zusammen ist.“

Das hatte gesehen. Diesmal lief Ron vor Wut an und verschwand aus dem Zimmer, ohne etwas zu sagen.

„Idiot!“, warf Ginny ihm hinterher, doch Rons einzige Reaktion war das Zuknallen der Tür.
„Was bildet der sich ein?“; fragte Ginny in die Runde.

Harry, der bemüht war, seinen Freund in Schutz zu nehmen und antworte: „Wahrscheinlich hat er nur überreagiert. Schließlich hast du Hermine gerettet und nicht er, so fühlt er sich in seinem Stolz als Freund und Beschützer von Hermine verletzt.“

„Das ist doch Schwachsinn!“, gab Ginny zurück, als sie sich wieder etwas beruhigte.

„Ja, ich weiß. Aber du kennst doch Ron. Er ist ja dein Bruder…“

„Das bezweifle ich manchmal.“, sagte Ginny, doch diesmal lachte sie dabei. Auch wenn sie die Sache nicht so ganz glaubte, konnte sie die Reaktion ihres Bruders dennoch nachvollziehen. Er war ja auch am Tage des Unfalls auf dem Feld, doch er war zu weg um ihr helfen zu können.

„Keine Sorge, dass wird wieder. Wenn es mir besser geht, werde ich mit ihm reden.“ Diesmal zog Hermine die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich. „Es wird wahrscheinlich so gewesen sein, wie Harry es sagte.“

„Aber so hast du den Sturz gut überstanden Hermine. Hattest wohl ein paar hydrophobische Krachzenschlucker auf deiner Seite“, sagte eine Luna, die verträumt an Hermine vorbei aus dem Fenster blickte.

„Ein paar was?“, frage Hermine und zog die Augenbrauen hoch.
„Hydrophobische Krachzenschlucker. Hörst du nicht gut?“
„Doch ich höre gut. Und was sind das für Dinger?“
„Das sind keine Dinger… Das sind hydrophobische Krachzenschlucker. Wie oft denn noch?“
„Ja, das weiß ich nun auch und was machen die genau? Das wollte ich wissen.“
„Na dann sag das gleich. Das sind kleine spezielle Tierchen, die sehr Menschenscheu sind und sich immer unsichtbar machen, wenn Menschen in der Nähe sind.
Daher sind sie auch so selten. Jedenfalls versammeln sich diese Wesen um Stürze von Menschen abzufangen. Diese Wesen werden generell bei Quidditch Spielen eingesetzt. Doch dass ist alles strenggeheim. Warum weiß ich aber auch nicht.“

Luna wurde von allen ungläubig angeblickt, was diese überhaupt nicht wahrnahm. Alle hielten dies für ausgemachten Schwachsinn, doch aus Respekt vor ihr, und da sie es wirklich glaubte, sagten sie nichts.

„Na ja, ist ja halb so wild. Ich…“ Mehr konnte Hermine nicht sagen, da Madam Pomfrey plötzlich neben Neville stand, was diesem einen gehörigen Schreck einjagte.

„Hermine, Ginny. Ich habe gute Nachrichten für euch. Ihr werdet jetzt aus dem Krankenflügel entlassen und könnt nach dem Mittagessen gleich am Unterricht teilnehmen.

Die Reaktionen von Ginny und Hermine hätten nicht unterschiedlicher sein können. Hermine freute sich auf den Unterricht und strahlte, während Ginny das Gesicht zu einer Fratze verzog.

„Wir müssen dann los. Aber wir sehen uns ja heute Mittag. Tschau!“ Luna, Neville und Harry verabschiedeten sich und machten sich auf den Weg zum Unterricht.

Währenddessen standen Ginny und Hermine aufstanden und zogen die Vorhänge, die um die Krankenbetten angebracht waren, zu, sodass sie sich umziehen konnten.

Diesmal war es Hermine, die sich beeilte. Sie zog sich blitzschnell um, nachdem sie neue Sachen herbeizauberte.

Beide waren recht fix angezogen und verließen nun auch den Krankenflügel.
Sie bedankten und verabschiedeten sich von Madam Pomfrey und beschlossen erstmal zum Gemeinschaftsraum zu gehen, um ihre Bücher zu holen.

So begaben sie sich auf den Weg.


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