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Fanfiction

Die Ausgestoßenene - Kapitel 21 - Kampf um Ginnny

von pada

Dies war für Fang das Startsignal. Schlagartig rannte er los und wurde dabei von Hermine verfolgt. Dabei brachte sie ihren Zauberstab mit einem lässigen Schlenker zum Leuchten. Mittlerweile musste Hermine nicht mehr „Lumos“ sagen.

Hermine hatte Mühe mit Fang mit zuhalten. Er rannte durch dichtes Unterholz, was Hermine immer wieder behinderte im vollen Tempo zu laufen.
Dennoch schaffte sie es irgendwie ihm zu folgen.

Hermine folgte Fang immer tiefer in den Wald. Die verschiedensten Geschöpfe beobachteten das ungleiche Duo aus dem dichten Wald heraus. Aber Hermine schenkte ihnen keine Beachtung.
Schließlich war ihre beste Freundin in Gefahr und sie wusste nicht, was das Monstrum mit ihr vorhatte. Daher rannte sie, so schnell sie konnte.

Das Gestrüpp forderte seinen Tribut und so bestand Hermines Umhang nur noch aus Fetzen. Sie merkte, dass er nicht mehr sehr hilfreich gegen die Kälte war, daher streifte sie ihn, im vollen Lauf, über und warf ihn achtlos auf den Boden.

Lange würde sie nicht mehr durchhalten und die Erschöpfung nagte an ihr. Sie spürte, dass Fang langsamer wurde. Hermine passt sich Fangs Tempo an und blieb so alsbald stehen.

Vor ihnen ragte ein riesiger, dichter Busch, welchen Fang nun beschnüffelte. Ein leises Knurren war zu hören und Hermine war sich sicher, dass sich ihren Zielort nun erreicht hatten.
Schnell löschte sie das Licht ihres Zauberstabs und ging neben dem Hagrids Hund in die Hocke.

Obwohl der Busch relativ dicht war, war es dennoch möglich durch ihn hindurch zu sehen. Dank des Vollmondes, welcher spärliches Licht bot, war es für Hermine einfacher das, vor ihr liegende, Gelände zu erkunden.
Vor ihr befand sich eine kleine Lichtung, die in einen silbrigen Glanz gehüllt war. Es war still und sie konnte keine Bewegungen sehen.

Sie ließ ihren Blick weiterhin über die Lichtung schweifen in der Hoffnung, dass sie Ginny bald finden würde. Auf der anderen Seite der Lichtung, an einem relativ großen Baum, sah sie plötzlich eine dunkle Gestalt.
Bei genauerem hinsehen, konnte Hermine feststellen, dass es sich bei dieser Gestalt zweifellos um ihre Freundin Ginny handelte.

Fang fing an zu knurren, gerade als sie den Busch verlassen und Ginny retten wollte.
„Was ist los Fang?“, wisperte sie.
Ihr Blick folgte dem des Hundes und sie sah einen großen Schatten. Zweifellos war es derselbe Schatten, der Ginny entführt hatte. Die Gestalt stand nun plötzlich nicht unweit von Ginny entfernt.

Regungslos blieb sie stehen und betrachtete das Ding vor ihr nun etwas genau. Der Schatten war relativ groß, größer als ein Werwolf und lief dennoch auf zwei Beinen. Hermine konnte anhand seines Schattens seine exakten Umrisse ausfindig machen. Es hatte muskulöse Arme und Beine. Anstelle von Fingern oder Zehen hatte das Wesen lange, und höchstwahrscheinlich scharfe Krallen. Es wirkte sehr bullig.
Alles in allem eine fürchterliche Bestie.

Das Ungetüm schritt nun langsam auf sein wehrloses Opfer zu und stand nun neben mir. Hermine beobachtete noch immer die gesamte Szenerie, während sich Fang zum Angriff bereit machte.
Mit seiner Klauenbewehrten Pfote riss es den rechten Ärmel von Ginnys Schuluniform weg.
Hermine konnte nicht genau sehen, was die Bestie nun tat, doch irgendwas tat sie, denn Ginny zuckte kurz und sank dann wieder zusammen.

Plötzlich raschelte der Busch und Hermine hörte, wie Fang aufjaulte. Das Biest drehte sich herum und somit war nun auch das Gesicht erkenntlich. Hermine blickte in das Gesicht der Bestie, welches vom Mond angeleuchtet wurde und schluckte vor Überraschung.
Es besaß keine Augen, dafür aber ein großes Maul mit scharfkantigen Reißzähnen, zudem sah sie eine verhältnismäßig große Nase, die wie die eines Hundes aussah. Die Ohren waren aufgerichtet, während es zu schnüffeln schien.
Das restliche Gesicht war von schwarzem Fell bedeckt.

Obwohl das Tier einem Werwolf ähnlich sah, war es doch wesentlich größer und massiger.

Doch viel mehr Zeit zum Beobachten hatte Hermine nicht. Fang schoss plötzlich aus dem Busch heraus und stürmte auf das Ungetüm zu.
Mit offenem Maul und lauten Knurren sprintete er. Doch das Tier hatte sich auf den Angriff einstellt, da es sich in Richtung fang drehte.

Fang wollte gerade zum Sprung ansetzen, als ihm der Boden unter den Füßen weggerissen wurde. Die Bestie schlug mit dem rechtem Arm und vollführte einen vertikalen Hieb, mit dem es Fang voll getroffen hatte.

Der arme Hund wurde einige Meter durch die Luft gewirbelt. Doch zum Glück wurde sein Aufprall von weichem Gras abgefangen. Dennoch rutschte er darauf noch einige Meter weiter.

Die Bestie gönnte dem Hund keine Verschnaufpause. Es setzte sich in Bewegung stand binnen weniger Sekunden neben Fang. Seine linke Klaue schwebte, wie eine Sense, bedrohlich über Fang und war bereit das Leben des Hundes auszulöschen.

Während der Szenerie war Hermine noch immer regungslos. Viel zu sehr war sie geschockt von der brachialen Kraft des Ungetüms. Dennoch schluckte sie ihre eigene Angst herunter trat aus dem Gebüsch, um Fang zu retten.

Kaum hatte sie diesen verlassen, feuerte sie zwei Flüche auf die Bestie.
Dieser war auf den Angriff wiederum nicht gefasst, daher schaffte er es nur knapp dem ersten Fluch auszuweichen. Doch der Zweite traf ihn am rechten Arm, welcher nach kürzester Zeit versteinerte.

Die Bestie schnüffelte erneut und machte die Stelle ausfindig an der Hermine stand.

Es rannte direkt auf Hermine los, doch die Braunhaarige reagierte sofort und schleuderte einen weiteren Versteinerungsfluch auf das Monster – allerdings ohne Erfolg. Die Bestie war dem Fluch mit einer Hacke geschickt ausgewichen.

Kurz vor Hermine setzte es zu einem gewaltigen Sprung an. Mit den kräftigen Hinterbeinen stieß das Tier sich vom Boden ab, während es seinen linken Arm nach vorne streckte um Hermine zu durchbohren.
Diese schaffte es aber gerade noch so ihren Körper zu Boden zu reißen, um so in der Klaue auszuweichen. Die Klauen verfehlten sie nur um haaresbreite, während das gesamte Ungetüm über sie hinweg flog.

Adrenalin wurde durch ihren gesamten Körper gepumpt und ihr Herz raste. Dennoch war sie Herrin der Lage und reagierte daher blitzschnell, was für Hermine eigentlich ungewohnt war. Ron und Harry waren schon immer die besseren Duellanten gewesen.
Doch die Rettung von Ginny und der Kampf auf Leben und Tod mit dem Tier schenkten Hermine eine ungeahnte Reaktionsgabe und blitzschnelle Entscheidungsgewalt.

Die Bestie landete auf seinen Hinterbeinen und drehte sich direkt herum um zu einem neuen Sprung anzusetzen.
Doch Hermine hatte die wenigen Sekunden genutzt und stand nun an einer gänzlich anderen Stelle.

Währendessen war Fang wieder auf den Beinen und hatte die gesamte Szenerie benommen wahrgenommen. Langsam schärften sich wieder seine Sinne.
Er wirkte etwas ramponiert und sein Fell war verzaust. Dennoch trottete er zu Hermine um sie zu unterstützen.

Das Tier brauchte einen kurzen Moment um sich neu zu orientieren. Ein kurzer Schnüffler genügte und es wusste, wo sich Hermine befand.
Hermine, welche sich währenddessen auf Fang konzentrierte, verpasste sie die günstige Gelegenheit.

Das Ungetüm täuschte einen erneuten Sprung an. Hermine duckte sich schlagartig. Doch zu ihrer Überraschung sprang die Bestie nicht..
Das Monster stürmte, mit dem versteinerten Arm voran auf Hermine los. Hermine war auf seine Finte hereingefallen.

Die Angegriffene, welche noch in der Hocke war, schaffte es nicht mehr auszuweichen und auch für einen Zauber war es zu spät. Der Zusammenstoß war schmerzhaft und Hermine wurde durch den Aufprall durch die Luft geschleudert.

Nun hatte das Tier die Oberhand und sprang im Bruchteil derselben Sekunde, mit Vorangestreckten Klauen, hinterher.

Hermine wirbelte durch die Luft und ihr war es nicht möglich einen Verteidigungszauber auszuführen. Sie sah wie die Bestie ihr hinter her sprang.
Ihr unvermeidliches Ende stand bevor. Tränen kullerten und wurden tröpfchenartig aus ihrem Gesicht getragen.

„Es tut mir Leid, Ginny. Ich habe versagt und kann dich nicht retten.“, dachte sich Hermine und bereitete sich auf das Unvermeidliche vor und schloss die Augen.

Plötzlich schrie die Bestie vor lauter Schmerz auf, während Hermine unsanft auf dem Boden aufprallte und sich dabei einige Kratzer im Gesicht zu. Nach ihrem Aufprall riss sie die Augen auf und war erstaunt über das Bild vor ihr.

Ca. 5 Meter neben ihr kniete die Bestie und schlug mit ihrem linken Arm verzweifelt um sich. Der Grund dafür war einfach: Fang hatte sein Maul tief die linke Seite des Ungetüms gebohrt. Blut floss an Fangs Maul herunter. Das Tier jaulte mehrmals lauft auf

Mit dem massigen Arm schlug es verzweifelt um sich um Fang weg zuschlagen. Doch es half nichts, da sein Arm zu bullig war, erreichte er den Hund nicht.

Lange Zeit zum Staunen hatte Hermine nicht, denn Fang Kraft wich konstant und er würde sich nicht mehr lange halten können.
Hermine stand auf und spürte, wie ihr einiges wehtat. Zum Glück war sie, bis auf ein paar Kratzer an ihrer Wange, unverletzt. Ihr Blick vertrübte sich, als sie aufstand und sah alles nur noch schemenhaft.

Ihren Zauberstab hatte sie die gesamte Zeit fest umklammert und nicht los gelassen.
Hermine versuchte auf das Biest zu zielen, was sichtlich schwer war.

Mit aller Macht schrie sie: „Expodium valenztra.“ Ein violetter Lichtblitz schoss aus ihrem Zauberstab und flog direkt auf die Bestie zu.

Während der Fluch auf die Bestie zu flog, verließ Fang die Kraft und sein Biss lockerte sich. Das Tier erkannte seine Chance und schleuderte den Hund mit einer geschickten Drehung weg. Es machte sich für einen neuen Angriff bereit - doch zu spät. Der Lichtblitz traf das Tier mitten auf die Brust.

Dieser Fluch war anders als der „Petrificus totalus“. Der Petrificus versteinerte nur die Haut des Opfers. Die lebenswichtigen Organe und die Blutzirkulation blieben davon verschont. Aber der Expodium versteinerte das Opfer komplett. Bei diesem Vorgang starb das Opfer aber nicht. Mann musste das versteinerte Opfer erst zertrümmern.
Der Fluch hatte aber eine große Schwäche. Er war mit Wasser sozusagen „abwaschbar“. Wasser hob die Versteinerung auf. Daher schaffte er sicht auf die Liste der unverzeihlichen Flüche.

Erschöpft ließ Hermine den Zauberstab fallen und sank zu Boden. Ihr Adrenalinspiegel sank langsam.

Fang, der sich kaum noch auf seinen Pfoten halten konnte, nahm neben der Gewinnerin platz.


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Emma Watson