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Fanfiction

What they never knew... - Jahr 4

von Nitsrek

Jahr 4

Es war bereits Mitte November. Die Schüler aus Durmstrang und Beauxbatons hatten sich inzwischen gut eingelebt und die drei Champions fürs Trimagische Turnier waren gewählt worden. Naja, vier.

Der Gedanke an Harry verursachte ein mulmiges Gefühl in meiner Magengrube. Ich glaubte ihm (im Gegensatz zu Ron), dass er seinen Namen nicht selbst in den Feuerkelch geworfen hatte. Aber wer hatte es dann getan? Und weshalb? Wer sollte einen Grund dafür haben?

Damit Harry nicht ganz so verloren und ahnungslos war, versuchte ich, in der Bibliothek Informationen zu den bisherigen Trimagischen Turnieren zu finden. Irgendetwas, was Aufschluss darüber gab, was auf ihn zukommen könnte.

Ron regte sich zwar darüber auf, dass ich… wie nannte er es… „keine Stellung bezog“ (und damit meinte er nur, dass ich nicht zu ihm hielt), aber das war mir egal. Mir lag Harrys Leben am Herzen.

Abgesehen davon nervte mich Ron sowieso gerade. Bald fand der große Weihnachtsball statt und ich hoffte, dass er mich fragen würde, ob ich als seine Begleitung mit ihm dorthin möchte. Aber wahrscheinlich würde die Hölle eher zufrieren… Und um nicht sinnlos meine Zeit mit Warten zu vergeuden, saß ich wieder einmal in der Bibliothek.

Was weder Harry noch Ron jemals wussten:

Ich war der festen Überzeugung, dass ich vielleicht sogar etwas Brauchbares in den Büchern gefunden hätte, wenn ich nicht ständig beobachtet und abgelenkt worden wäre.

Nie war ich allein in der Bibliothek. Abgesehen von mir hatten noch zwei weitere Dauergäste scheinbar ihre Zelte dort aufgeschlagen: Viktor Krum (der Durmstrang-Champion) und – zu allem Überfluss – die blonde Pest aus Slytherin.

Seitdem ich ihm letztes Jahr mehr oder weniger mitgeteilt hatte, dass er mich in Ruhe lassen sollte, hatte er nicht mehr mit mir gesprochen.

Halt! An der Quidditch-Weltmeisterschaft hatte er Harry und Ron darauf hingewiesen, dass sie mich vor den Todessern in Sicherheit bringen sollten. Und auch, wenn er dabei seinen typisch sarkastischen Unterton hatte, wurde ich das Gefühl nicht los, dass er es – wie damals bei der Sache mit Ginny und Tom Riddles Tagebuch – als Warnung gemeint hat.

Ich seufzte und sah ihn über den Rand meines Buches hinweg an, wobei ich natürlich versuchte, unauffällig zu wirken. Zumindest unauffälliger als Viktor Krum. Ich fragte mich, warum er immer wieder zu mir rüber sah.

Ob er dachte, dass er mich über Harry aushorchen könnte? Da hatte er sich aber geschnitten.

Ich war so mit meinen Gedanken beschäftigt, dass ich meine Vorsicht außer Acht ließ und offenkundig starrte. Dummerweise auf Malfoy, der ja auch nicht dämlich war und mir plötzlich in die Augen sah.

Ich schnappte nach Luft, spürte, wie ich rot wurde und brannte mit meinen Augen ein Loch in die Buchseiten.

Es war unbestreitbar, dass er gut aussah. Inzwischen hatte er immerhin diese alberne Gelfrisur aufgegeben und die Strähnen seines Ponys fielen im locker in die Stirn. Wenn er doch nur nicht so ein Vollidiot wäre.

Auch wenn ich meine Augen fest auf mein Buch geheftet hatte, merkte ich, dass er mich immer noch ansah. Ich konzentrierte mich auf den Absatz, den ich nun zum achten Mal las, als ich plötzlich eine Bewegung aus Malfoys Richtung wahrnahm.

Oh Gott, er würde doch nicht aufstehen und hierher kommen???

Vorsichtig hob ich meinen Blick und bemerkte erstaunt, dass Viktor Krum mir die Sicht auf Draco versperrte.

Mit einem schüchternen, fragenden Blick sah ich zu ihm hoch. „Hallo! Kann ich dir helfen?“

„Ich binne Viktor Krum“, sprach er langsam und leise.

Ich schloss mein Buch und musste glucksen. „Das weiß ich.“ Ich lächelte ihn an. „Es gibt wohl kaum Zauberer oder Hexen, die das nicht wissen… Ich bin Hermine Granger.“

Er verbeugte sich leicht vor mir und ich spürte, wie es mir plötzlich seltsam warm wurde.

Eine kleine Stille breitete sich zwischen uns aus, sie war jedoch nicht unangenehm. Ganz im Gegenteil.

„Kann ich etwas für dich tun?“, fragte ich nach ca. 30 Sekunden.

„Ich… wollte fragen, ob du willst eine Tee? Du sitzest hier schon sehr lange“, brachte er mühsam, aber irgendwie süß, hervor.

Ich blinzelte ihn ein wenig verlegen an.

„Danke, das wäre sehr nett“, antwortete ich mit einem Lächeln.

Viktor verbeugte sich erneut, sagte dann, „Ich binne gleich wieder dah“ und verschwand.

Verwundert sah ich ihm nach.

„Oooh, haben wir etwa einen Freund, Granger? Zu süß… Ich glaube, mir wird schlecht“, hörte ich eine vertraute, ätzende Stimme und drehte meinen Kopf in die Richtung, aus der sie kam.

„Komisch, Malfoy, genau das Gleiche glaube ich auch immer, wenn ich dich sehe.“

Er zog eine Augenbraue hoch, grinste jedoch amüsiert, schloss sein Buch und schlenderte zu mir rüber.

Ich verschränkte meine Arme und trommelte mit den Fingern meiner linken Hand auf meinem rechten Oberarm.

Als er nichts weiter sagte, sondern mich nur mit seinen Augen durchbohrte, schlug ich mein Buch wieder auf und fragte, „Noch etwas oder ist unsere angenehme Unterhaltung schon vorbei? Das wäre wirklich schade.“

Malfoy kaute auf seiner Unterlippe herum und knackte mit seinen Fingerknöcheln. Schön, wieder etwas, was ich absolut nicht leiden konnte. Als hätte er ein sicheres Gespür für diese Dinge.

„Albern, dieser Weihnachtsball, oder?“, fragte er und ich konnte nicht genau sagen, ob er mit mir oder sich selbst sprach.

Ich zuckte mit den Schultern. „Ich finde, es ist mal etwas Anderes. Und ich persönlich tanze gern.“ Ich warf ihm einen abschätzenden Blick zu. „Du musst ja nicht hingehen, wenn du nicht willst.“

„Ich will!“, antwortete Malfoy sehr abrupt und ich musste lachen.

„Malfoy, du stehst hier nicht vor dem Altar… Aber schön, dass du schon einmal übst. Mit ein bisschen Glück wirst du irgendwann eine Frau finden, die hirnlos genug ist, um freiwillig den Rest ihres Lebens mit dir verbringen zu wollen.“

Er warf mir einen bösen Blick zu.

Ich rollte mit den Augen. „Jetzt sei nicht gleich beleidigt. Ich hab dir auch schon Schlimmeres an den Kopf geworfen.“

„Mit wem gehst du?“

Die Frage traf mich unerwartet und ich wusste einen Moment lang nicht, was ich antworten sollte. Würde ich die Wahrheit sagen (bisher mit Niemandem), würde ihn das nur zu irgendwelchen dummen Bemerkungen auffordern. Würde ich ihm sagen, dass ich mit Ron gehen würde, könnte sich das erstens im Nachhinein als falsch herausstellen und zweitens würde es ihn nur zu irgendwelchen dummen Bemerkungen auffordern. Im Prinzip käme es also aufs Gleiche raus.

Ich seufzte. „Es gibt da jemanden, der mich hoffentlich noch fragen wird.“

Malfoy lachte höhnisch. „Gott, Granger, sag nicht, dass du mit Weasley auf den Ball gehen willst. Damit würdest du die allgemeine Meinung zu deiner Person noch tiefer sinken lassen.“

Ich funkelte ihn wütend an und trat ihm dann gegen sein Schienbein. Déjà-vu. Lustig.

Malfoy verkniff sich seinen Schmerzensschrei, rieb sich jedoch über sein Bein. Er wollte gerade etwas sagen, als ich ihn unterbrach.

„Das geschieht dir ganz recht… Und du?“

Er blinzelte ein paar Mal verdutzt und ich merkte, dass er keine Ahnung hatte, was diese Frage sollte.

„Mit wem gehst du?“, fragte ich deshalb ein wenig deutlicher und ausführlicher.

Malfoy zuckte lässig mit den Schultern.

„Weiß noch nicht genau. Mich haben bereits drei Mädchen gefragt, aber irgendwie gefallen sie mir alle nicht so recht.“

Ich schnaubte. Drei Mädchen? In seinen Träumen vielleicht. Wer glaubte er denn, wer er ist?

„So wählerisch, Malfoy? Am Schluss wirst du allein gehen, wenn du dich nicht entscheiden kannst“, warnte ich ihn deshalb.

Er schüttelte den Kopf. „Ich hätte eine Kandidatin, mit der ich gern gehen würde. Ich weiß nur nicht, ob ich sie wirklich fragen soll.“

Was für ein Feigling! Ich grinste schadenfroh. „Hat da etwa jemand Angst vor einer Abfuhr?“

Malfoy wippte nervös mit seinem Fuß und sah aus dem Fenster. „Wenn sie wirklich mit mir zum Ball gehen würde, wäre das irgendwie ein ziemlich sicheres Zeichen, dass ihre Klugheit nur ein Gerücht ist.“

*Klick* Mein Mund öffnete sich überrascht. Er konnte nicht meinen, was ich glaubte, dass er meinte. Oder doch?

Er warf mir von der Seite einen unsicheren Blick zu und ich merkte, wie mein Herz schneller schlug. Bis zum Hals hinauf. Bevor ich wusste, was ich dazu sagen (oder fragen) sollte, kam die ersehnte Rettung.

„Herr-minne?“

Zwischen zwei Regalen hervor trat Viktor mit zwei Tassen Tee. Er blickte Malfoy einmal skeptisch von oben bis unten an (woraufhin dieser sich wieder an seinen Platz begab) und setzte sich dann zu mir.

Ich lächelte und nahm meine Tasse in die Hand. „Vielen Dank.“

Viktor grinste verlegen.

Für eine Weile saßen wir einfach nur da und tranken unseren Tee bzw. ließen ihn erst einmal abkühlen. Ich spürte, dass Viktor mich ansah, war mir aber auch bewusst, dass Malfoy mich beobachtete.
Nach einer Weile begann Viktor zu erzählen, „Ich binne schon ofter hier gewesen. Ich habe dich beobachten.“

Ich errötete, unterbrach ihn jedoch nicht.

„Ich wollte dich etwas frage, wusste aber nicht, wie. Ich habe nicht mich getraute.“

Ich pustete sanft über meinen Tee, damit er abkühlte und sah Viktor aufmerksam an.

„Herr-minne… Willst du gehen auf den Ball mit mir?“

Ich wusste nicht genau, ob es daran lag, dass mir in diesem Moment klar wurde, dass Ron mich sowieso nicht fragen würde oder daran, dass ich ganz genau wusste, dass Malfoy mich immer noch anstarrte. Aber ich spürte, dass es auf diese Frage nur eine passende Antwort gab.

„Ja, sehr gerne“, erwiderte ich mit einem Lächeln.

Viktor grinste.

Wir schreckten beide auf, als nicht weit von uns ein Stuhl laut über den Steinboden schrammte, ein Buch auf den dortigen Tisch geworfen wurde und Malfoy mit einem letzten arroganten Blick davon stapfte.

-----

Endlich war der Abend des Balls. Ich hatte mich angezogen, meine Haare gemacht, stand vor dem Spiegel und… fühlte mich absolut unwohl. Als hätte ich eine Verkleidung an. So konnte ich doch nicht auf den Ball gehen.

Der blaue Festumhang ließ mich wirken wie eine Fee oder eine Meerjungfrau oder irgendeine andere märchenhafte Figur, die ich eigentlich nicht war. Meine Haare waren zu einem eleganten Knoten in meinem Nacken geschlungen und ließen mich sehr viel erwachsener wirken. Zudem gaben sie auch noch den Blick auf mein Gesicht frei. Ich war es nicht gewöhnt, mich nicht hinter einem Haufen Haare verstecken zu können.

Aber es half nichts. Ich hatte eine Verabredung, ich war fertig, und der Zeitpunkt war gekommen. Ich holte einmal tief Luft und machte mich dann auf den Weg zur Großen Halle.

Kurz vor der riesigen Marmortreppe, die nach unten führte, hielt ich inne und spitzte um die Ecke. Zum Glück waren die meisten schon im Saal.

Nur noch Fleur und ihr Begleiter, Cedric und Cho, Harry und Parvati und Viktor standen dort unten. Ich zwang mein Herz, sich zu beruhigen und trat um die Ecke.

Ausgerechnet in diesem Moment musste sich Parvati umdrehen und starrte wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Ich sah, wie sie irgendetwas murmelte, konnte aber nicht verstehen, was es war.

Auf jeden Fall brachte es Harry dazu, sich umzudrehen. Ich bemerkte, wie sich Staunen auf seinem Gesicht ausbreitete und lächelte ihn verlegen an, während ich die Treppen hinunter stieg.

Auf halbem Weg kam Viktor mir entgegen, begrüßte mich mit einem Handkuss und einer Verbeugung und bot mir schließlich seinen Arm an.

Ich errötete tief.

Nachdem der Einmarsch der Paare und der erste Tanz vorbei waren, waren wir Gott sei Dank nicht mehr alleine auf der Tanzfläche.

Ich suchte den Saal während einem langsamen Walzer nach Ron ab, konnte ihn jedoch nirgends entdecken.

Stattdessen sah ich Malfoy, der mich – scheinbar widerwillig – anstarrte. An seinem Arm hing Pansy Parkinson. Wer auch sonst?

Innerlich schalt ich mich dafür, was ich in der Bibliothek gedacht hatte. Ich hätte doch wissen müssen, das Malfoy mich nur provozieren wollte. Wahrscheinlich hätte er sich kringelig gelacht, wenn ich darauf reingefallen wäre.

Nach fünf weiteren Tänzen erklärte ich Viktor, dass ich gerne mal an die frische Luft gehen würde. Er hängte mir seinen Mantel um die Schultern und begleitete mich dann nach außen.

Was weder Harry noch Ron jemals wussten:

Auf dem Weg in die Gärten hätte ich schwören können, dass ich beobachtet wurde, als ich mich umsah, konnte ich jedoch niemanden entdecken. Was soll’s.

Die frische Luft tat meinem leicht benebelten Kopf gut und ich wollte mich gerade Viktor zuwenden und eine Unterhaltung anfangen, als ich seinen Mund auf meinem spürte.

Ich war etwas überrumpelt und trat deshalb ein, zwei Schritte zurück.

Viktor sah mich ein wenig enttäuscht an. „War das schlecht?“, fragte er mich mit einem nervösen Unterton.

Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ist schon in Ordnung. Es war nur…“ Es war nur ganz anders als damals mit Malfoy. Dieser Gedanke entsetzte mich.

Ich raffte meinen Umhang, murmelte „Entschuldige mich bitte“ und lief zurück Richtung Schloss.

Die Eichentür der Großen Halle war bereits wieder in Sichtweite, als mich aus einem Seitengang zu meiner Rechten eine Hand packte und mich dorthin zog.

Ich wollte gerade aufschreien, als die Hand meinen Mund bedeckte.

„Du musst nicht gleich schreien“, motzte Malfoy mich an.

Ich biss in seinen Finger und er zog seine Hand zurück. „Tut mir Leid, ich bin es nicht gewöhnt, einfach so in dunkle Gänge gezerrt zu werden!“, antwortete ich etwas hitzig und entfernte mich ein Stück von ihm.

Malfoy musterte mich von oben bis unten. „Du siehst…“

Ich verdrehte die Augen. „Was? Albern? Hässlich? Falsch? Was?

Er räusperte sich etwas verlegen. „Du siehst hübsch aus.“

Mir klappte die Kinnlade herunter. Malfoy musste betrunken sein. Komisch, es war noch recht früh und offiziell gab es keinen Alkohol auf dem Ball.

„Danke“, murmelte ich, nachdem ich mich wieder gefasst hatte.

„Wie läuft’s mit Krum?“, fragte er mit rauer Stimme.

Ich kniff meine Augen zusammen. „Was ist das denn für eine Frage?“

„Naja, ihr verschwindet zu zweit vom Ball, keiner weiß, wo ihr seid… Ihr geht raus in den Garten, wo es dunkel ist und ihr ungestört seid…“

Wut kochte in mir auf. „Und? Worauf willst du hinaus?“

Malfoy schien mit sich zu ringen. Er wirkte unsicher, seine Wangen waren leicht gerötet. Nach einer Minute antwortete er, „Hat er dich geküsst?“

Ich musste träumen. Vorsichtshalber zwickte ich mich unter meinem Festumhang. Leider tat es ziemlich weh, also musste ich wach sein.

„Würde dich das stören?“, fragte ich, langsam etwas ungeduldig.

Er schnaubte. „Klar, Granger. Es gäbe nichts auf der Welt, was mich mehr stören würde“, erklärte er sarkastisch. „Mach dich nicht lächerlich.“

Ich zuckte mit den Schultern. „Na dann… Ja, hat er.“

Malfoys Kopf schnellte nach oben und er sah mir tief in die Augen. Eis auf Feuer.

„Ich habe Pansy geküsst.“

Ich konnte nicht anders, als los zu prusten. „Klasse! Soll ich dir jetzt eine Medaille dafür geben?“

Malfoy funkelte mich wütend an. Ich hielt seinem Blick stand. Ich würde nicht die Schwächere sein.

„Herr-minne?“

Beim Klang meines Namens drehte ich meinen Kopf zur Seite.

„Ich muss gehen“, murmelte ich eher für mich und trat wieder auf den großen Korridor hinaus.

„Hier, Viktor. Entschuldige, ich musste mich kurz frisch machen.“

Gemeinsam mit Viktor betrat ich wieder den Festsaal und er bot an, uns etwas zu trinken zu holen.

-----

Endlich entdeckte ich auch Harry und Ron und setzte mich zu ihnen.

„Wo ist Vicky?“, fragte mich Ron mit einem bissigen Unterton.

Ich zog fragend eine Augenbraue nach oben. „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?“

„Hermine, du verbündest dich mit dem Feind!“

Auch wenn ich wusste, dass Rons Aussage auf Viktor und nicht auf Malfoy bezogen war, traf sie mich wie eine Ohrfeige. Schuldbewusstsein, zusammen mit einem schlechten Gewissen, loderte in mir auf und ich schnappte empört nach Luft.

„Dem Feind???“

Ich warf Harry, der so wirkte, als wäre er jetzt gerne unsichtbar oder an einem anderen Ort, einen erstaunten Blick zu. Nein, anscheinend war das nicht seine Meinung.

„Ron, hier geht es um Teamgeist, Spaß, Freundschaft…“, fuhr ich ihn an, doch Ron rollte nur mit den Augen.

„Klar, Freundschaft. Ich vermute, Vicky hätte da auch ganz andere Sachen im Sinn…“

Ich merkte, wie mir die Tränen in die Augen stiegen und entschied, zu gehen, bevor ich Ron noch eine Ohrfeige verpassen würde.

Was weder Harry noch Ron jemals wussten:

Ich erhob mich von meinem Stuhl und rannte aus der Großen Halle und direkt in Malfoys Arme. Naja, nicht ganz richtig. Malfoys und Parkinsons Arme.

Ich taumelte zwei Schritte zurück und bemerkte, dass sie sich eng umschlungen hielten und Malfoy Spuren von Pansys Lippenstift um seinen Mund hatte.

Ich ließ meiner Wut freien Lauf und schrie sie an, „Natürlich, zerstört mir ruhig ALLE diesen Abend!“
Ich schubste die beiden zur Seite und rannte an ihnen vorbei zu meinem Schlafsaal.

„Granger?“

Ich fuhr herum, als eine Hand meine umschloss, und sah mich Malfoy gegenüber.

„Kannst du mich nicht einmal jetzt in Frieden lassen?“, fragte ich erschöpft, während mir die Tränen übers Gesicht liefen.

„Kann ich…?“, setzte er an, doch ich ließ ihn nicht ausreden.

Ich schluchzte und wischte mir mit einer Hand übers Gesicht, während ich den Kopf schüttelte.

„Geh doch zurück zu deiner Pansy… Sie wartet sicher schon.“

Malfoy blieb einen Moment unentschlossen stehen, drehte sich dann jedoch nach einem erneuten „Geh!“ meinerseits um und kehrte zur Großen Halle zurück.

Erst jetzt bemerkte ich den kleinen Zettel in meiner Hand. Ich blinzelte die Tränen fort und faltete das Stück Pergament auseinander.

Ich lächelte traurig.

Er ist es nicht wert.



+++++

@Kairi Weasley: Schön, dass ich dich zum Lachen bringe.

@Evelin1: Ich werd noch ganz rot! ;) Danke!

@morla79: Juhu, du bist auch "da"! Das freut mich aber :) Und noch mehr freut mich, dass dir die Geschichte gut gefällt

Hier also Kapitel 4. Es ist, denke ich, etwas kürzer, konzentriert sich aber auf Hermines "großes Erlebnis". Ist meiner Meinung nach in Band 4 für sie das Hauptereignis. Ich hoffe, dass es Euch auch diesmal wieder gefällt.

Liebe Grüße und bis bald,

Nitsrek


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