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Fanfiction

A new spin on an old story - 1 – Wenn dir ein Baum auf den Kopf fallen würde, würde das dann weh tun?

von Nitsrek

1 - Wenn dir ein Baum auf den Kopf fallen würde, würde das dann weh tun?

Ein altes Sprichwort lautet „Wenn ein Baum im Wald umfällt und niemand dort ist, um den Sturz zu hören, würde es ein Geräusch geben?“

Nach den Gesetzen der Physik gäbe es nur ein Geräusch, wenn jemand dort wäre, um es zu hören. Kein Empfänger hieße, dass niemand da wäre, um die Schallwellen zu empfangen, folglich gäbe es kein Geräusch. Hermine Granger saß an ihrem Schreibtisch auf der Arbeit und stellte sich die Frage: Wenn ihr ein Baum mitten im Wald auf den Kopf fallen würde und niemand dort wäre, um ihren Schrei zu hören, hieß das dann, dass sie für den Rest ihres Lebens allein sein würde? Ja, es waren wirklich komische Gedanken, die ihr durch den Kopf gingen. Sie seufzte und nahm sich ihre Tasche und ihren Mantel und entschied, dass es keine Rolle spielte, da ihr die Gesetze der Physik keinen Pfifferling wert waren. Die Antwort war, dass niemand sie schreien hören würde, da sie ganz allein war, und ohne Empfänger für das Geräusch gäbe es kein Geräusch und ohne Jemanden an ihrer Seite würde sie wahrscheinlich mit zertrümmertem Schädel sterben. Eines Tages würde sie diese Theorie prüfen müssen, aber nicht heute Abend. Heute Abend würde sie zu einer Sylvester-Party gehen, die Lavender Brown in irgend einem noblen Nachtclub schmiss.

Sie arbeitete mit Lavender für die Zeitung. Der Tagesprophet, den Hermine einst für Müll hielt, war nun ihr Müll. Sie war Assistenz-Herausgeberin, allerdings auf dem besten Weg zur Herausgeberin. Lavender hatte eine Schönheitsrubrik und arbeitete direkt unter Hermine. Da sie so unterschiedlich waren, waren sie während der Schulzeit niemals Freunde gewesen, aber in den letzten Jahren hatten waren sie eng zusammengewachsen.

Lavender versuchte seitdem, Hermine mit einem Mann zu verkuppeln. Hermine wollte jemand Besonderen in ihrem Leben. Sie würde nicht so tun, als wäre sie mit weniger zufrieden; aber das war leichter gesagt als getan. Ab und zu hatte sie Verabredungen, aber niemand reizte sie wirklich. Niemand entfachte ihr Interesse. Sie hatte keine Schmetterlinge im Bauch. Lavender erzählte ihr, dass das manchmal erst mit der Zeit kam, aber Hermine wollte nicht warten. Wenn sie nicht von Anfang an diese magische Anziehung spürte, gab es für sie keinen Grund, ihre Zeit zu verschwenden.

In der Zwischenzeit heiratete jeder, den sie kannte. Ron heiratete Luna. Harry heiratete Ginny und Lavender würde im kommenden Sommer ihren langjährigen Freund Mike heiraten. Sie würde niemals heiraten. Wenn sie heiraten würde, wäre sie ja nicht mehr allein im Wald, wenn der Baum fallen und sie auf den Kopf schlagen würde.

Sie erinnerte sich, dass Mike Draco Malfoy zur Weihnachtsfeier der Zeitung mitgebracht hatte, und Hermine spürte ein kleines, minimales, winziges „Gefühl“ für den Mann, den sie früher nicht gemocht hatte. Er war gut aussehend, charmant, und nun ja, gut aussehend. Ja, er war dermaßen gut aussehend, dass zwei Erwähnungen nötig waren. Er nahm sie nicht einmal wahr, abgesehen von einem „Hallo, Granger“, als er kam und einem „Frohe Weihnachten, Granger“, als er ging.

Wie auch immer, sie versuchte den ganzen Abend, ihn nicht anzusehen, jedoch wahrscheinlich erfolglos. Nachdem Lavender anfing, Hermine Single-Männer aufzuzeigen (Lavenders Lieblingsbeschäftigung), zeigte sie auf Draco und sagte „Was ist mit ihm? Er ist klug, reich und gut aussehend, außerdem kennst du ihn schon. Was ist mit Draco? Kannst du dir vorstellen, mit jemandem wie ihm zusammen zu sein?“

Und in einem Moment vorübergehender Geistesschwäche antwortete Hermine, „Ja, das kann ich mir vorstellen. Um ehrlich zu sein ist das der Mann, den ich eines Tages heiraten werde.“

Lavender lachte und sagte, „Na dann, geh besser rüber und sprich ihn an oder so was.“

Hermine war es so peinlich, dass sie erklärte, „Das war ein Witz.“ Das Witzige daran war: war es nicht. Sie dachte es zuerst, aber in jenem Moment fühlte sie tatsächlich so und seitdem dachte sie ständig darüber nach. Sie hoffte, er würde nicht zur Sylvester-Party kommen, aber ,da er ein Freund von Mike war, wahrscheinlich schon.

Sie wollte nicht hingehen. Sie wollte nach Hause, sich in die Wolldecke ihrer Großmutter kuscheln, einen Liebesroman lesen, etwas Popcorn essen, und wenn die Uhr Zwölf schlug, würde sie ihrem großen, fetten, weißen Kater Iggy ein 'Frohes neues Jahr!' wünschen. Das wollte sie tun. Manchmal sind es jedoch zwei Paar Schuhe, was eine Person möchte und was sie wirklich bekommt.

Lavender war nach Hogwarts eine gute Freundin geworden, also würde sie zu dieser verdammten Party voller Idioten, die sie nicht kannte, gehen und Spaß haben, verflucht! Sie lief zu den Aufzügen und zupfte ihren Rock zurecht. Sie wusste, dass alle Anwesenden fein herausgeputzt wären, und da stand sie nun und wagte es, in ihrer Arbeitskleidung zu der Party zu gehen. Vielleicht hatte sie noch Zeit zum Umziehen? Vielleicht könnte sie bei dem Geschäft die Straße runter Halt machen und sich ein neues Kleid kaufen. Vielleicht würde sie nicht einmal schreien, wenn in den Wäldern ein Baum auf ihren Kopf fallen würde, weil sie sofort sterben würde. Was für ein makabrer Gedanke. Nein, sie würde tragen, was sie anhatte, da es in Ordnung aussah. Schwarzer Rock, weißer Pullover, schwarze Pumps. Wen interessierte es überhaupt? Sicher nicht den Baum, der auf ihre Birne fallen würde.

Sie erreichte den Nachtclub und erklärte dem Mann am Eingang, dass sie zur Brown-Party gehörte. Er musterte sie von oben bis unten, wobei sie leicht erschauderte, und führte sie zu der geschlossenen Privatparty im Hinterzimmer. Die Party war in vollem Gange und sie war spät dran. Es gab laute Musik, laute Unterhaltung und überall floss Alkohol. Sie bemerkte einen sehr langen Tisch und das war alles. Es gab drei leere Stühle, die unbesetzt zu sein schienen, da keine Mäntel über den Lehnen hingen und kein Essen auf den Tellern davor lag, und auch niemand auf ihnen saß. Sie entschloss, sich auf den entferntesten Stuhl zu setzen, als Lavender zu ihr lief, anscheinend bereits angetrunken.

„Hermine!, sagte sie und küsste ihre Wange. „Du bist spät dran, Schatz!“

„Tut mir leid“, sagte sie demütig. Es würde sowieso keiner merken, oder?

„Setz dich, iss was und trink, Liebes“, forderte Lavender auf.

Hermine nickte und setzte sich auf den Stuhl, den sie sich bereits ausgesucht hatte. Sie hängte ihre Jacke über die Rückenlehne, stellte ihre Tasche unter den Stuhl und bestellte beim Kellner einen Salat und eine Cola.

„Cola?“, lachte ein Mann neben ihr. „Hi, ich bin Joseph.“

„Hi“, sagte sie schnell.

„Bist du eine von Lavenders Freundinnen?“, fragte er, „Oder gehörst du zu Mike?“

„Lavender“, antwortete sie. „Du?“

„Mike“, antwortete er. Er deutete auf Lavenders Freund, einen großen, breiten Kameraden, der im Moment mit Draco Malfoy sprach. Der Mann fragte, „Weißt du, wer das ist? Der Kerl, mit dem Mike spricht?“

„Ja, den kenne ich“, sagte sie und stützte ihr Kinn auf ihre Hand.

„Ein Traum, nicht wahr?“, fragte er. „Ich denke, ich werde ihn ansprechen.“ Der Mann stand plötzlich auf und verließ den Tisch.

Hermine hob ihre Augenbrauen und fragte sich selbst, „Habe ich etwas Falsches gesagt?“ Dann wandte sie ihren Blick wieder Mike und Draco Malfoy zu. Wow, Draco Malfoy. Er war so attraktiv, so vornehm und anscheinend der Freund einer langbeinigen Rothaarigen, die derzeit ihre Hand auf seinem Po hatte und nun ihre Zunge in seinem Rachen.

Okay, Schluss jetzt.

Sie fing an, ihren Salat zu essen, als eine farblose, kleine Frau neben ihr sagte, „Die beiden sollten sich ein Zimmer nehmen.“

Hermine sah wieder zu einem knutschenden Malfoy und seinem Rotschopf und antwortete, „Allerdings.“

„Mein Name ist Marie McCormick“, erzählte das Mädchen.

„Hi, Hermine Granger“, erwiderte sie.

„Oh, ich weiß, wer du bist“, sagte das Mädchen. „Lavender arbeitet mit dir. Sie hat erzählt, ihr seid schon ewig befreundet, aber keine von uns hat ihr geglaubt. Bist du immer noch die beste Freundin von Harry Potter?“

Hermine hätte gern geschrien. Es war zehn Jahre her! Genug jetzt! „Wenn ich ihn mal sehe, schon. Passiert aber nicht oft“, log sie. Sie traf ihn regelmäßig, aber es war leichter, das hier den Leuten zu erzählen, falls sie von ihr wollten, dass sie ein Autogramm oder etwas ähnlich Abgedroschenes besorgte.

„Oh, schade“, sprach das Mädchen. „Du bist also auch mit Draco Malfoy zur Schule gegangen, nehme ich an?“

„Leider“, antwortete sie.

„Ich finde, er ist ein Traum“, erzählte das Mädchen. „Du etwa nicht?“

„Sicher, ein Traum“, gab Hermine als Antwort, ohne es zu meinen. Anscheinend hatte sie einen ganzen Haufen Konkurrenz, was Dracos Zuneigung anbelangte: den langbeinigen Rotschopf, den Mann, der neben ihr gesessen hatte, und nun dieses mausgraue kleine Ding. Sie konnte ebenso gut vergessen, ihn eines Tages zu heiraten. Dieser Gedanke ließ sie beinahe lächeln, aber nur fast. Sie sah wieder rüber, als die Rothaarige davon tanzte, und Draco Malfoy Hermine direkt ansah. Er hob sein Glas als Zeichen der Anerkenntnis und formte mit seinen Lippen lautlos die Worte 'Frohes neues Jahr'. Hermine sah schnell weg. Sie war sich sicher, dass sie rot geworden war.

„Ich will ihn eines Tages heiraten“, sagte Hermine plötzlich. Warum hatte sie das gesagt? Das andere Mädchen kicherte.

„Ich auch.“

„Nein, ich habe das nicht so gemeint“, erklärte sie. „Ich meine, oh, egal.“

„Was?“, fragte Marie.

Hermine kannte das Mädchen nicht und würde sie wahrscheinlich nie wieder sehen, also warum nicht ehrlich sein. „Das letzte Mal, als ich ihn auf einer Party - ähnlich wie diese - gesehen habe, habe ich Lavender gegenüber die Vorhersage getroffen, dass ich ihn eines Tages heiraten würde. Ich weiß weder, warum ich es damals, noch, warum ich es diesmal gesagt habe.“

„Ich möchte ihn auch eines Tages heiraten, also könnten wir ihn uns vielleicht teilen“, sagte das Mädchen lachend.

Hermine lächelte sie an. Sie mochte dieses Mädchen.

„Arbeitest du mit Lavender für die Zeitung?“, fragte das Mädchen.

„Ja, aber ich bin nicht wie sie Reporterin. Ich bin die Assistenz-Herausgeberin. Was tust du?“, fragte sie.

„Langweilige Sachen für langweilige Menschen“, antwortete Marie. Sie erzählte Hermine, dass sie als Marktforscherin für eine private Verkaufsfirma arbeitete. Es war nicht furchtbar aufregend, wurde aber gut bezahlt. Sie handelten mit Antiquitäten, kauften, verkauften, usw.

Hermine begann, dem Mädchen von ihrem Job zu erzählen, doch Marie hatte sich bereits weggedreht und sprach mit jemand anderem.

Hermine fragte sich, ob es überhaupt irgendjemanden hier stören würde, wenn in diesem Partyzimmer ein Baum auf ihren Kopf stürzen würde, da die Leute sie andauernd stehen ließen. Sie trank noch einen Schluck Cola und stand auf. Sie bückte sich, um ihre Tasche aufzuheben, und als ihr Kopf wieder auftauchte, stand ihr zukünftiger Ehemann (der nichts davon wusste, natürlich) direkt vor ihr.

„Du gehst doch nicht, oder? Du bist gerade erst gekommen, Granger“, sagte er.

„Hallo, Draco Malfoy“, antwortete Hermine. Warum hatte sie beide Namen gesagt? Sie fühlte sich so dumm. Sie stellte ihre Tasche auf den Tisch und kämpfte sich in ihren Mantel. Der dämliche Ärmel war umgekrempelt und es fiel ihr sehr schwer.

„Du ziehst dich wohl nicht so oft an, Hermine Granger“, lachte er. Er sprach ihren kompletten Namen in einem trällernden Tonfall aus, da er es scheinbar amüsant fand, dass sie seinen vollen Namen gesagt hatte. „Im Ernst, es ist erst Zehn Uhr. Willst du nicht wenigstens den Jahreswechsel abwarten?“

„Ich denke nicht“, erklärte sie und drückte immer noch heftig ihren Arm in den Mantel. Er zog den Mantel von ihrem Arm, zog den Ärmel raus und gab ihn ihr zurück. „Danke“, sagte sie beschämt.

Die Rothaarige, Hermine würde sie vorläufig 'Schlampe' nennen, kam hinzu und erklärte, „Draco, Dan hat mir gerade die lustigste Geschichte überhaupt erzählt. Komm mit und hör sie dir an. Wenn ich sie erzähle, bringe ich nur was durcheinander. Das passiert mir immer, weißt du?“

„Kristen, das ist Hermine Granger, wir sind zusammen zur Schule gegangen“, sagte Draco und deutete auf Hermine.

„Ehrlich? In einer höheren Jahrgangsstufe?“, fragte Kristen, 'die Schlampe'.

„Nein, wir waren im gleichen Jahr“, antwortete er mit einem Lächeln.

Hermine runzelte die Stirn. Die Tussi zog an Dracos Arm und sagte, „Komm schon, bevor Dan geht. Es ist so lustig.“

„Okay, Liebes“, antwortete er. „Nun, nett, dich mal wieder zu sehen, Hermine Granger. Frohes neues Jahr.“

„Sicher, was auch immer“, gab sie als Antwort. Sie nahm ihre Tasche und lief in Richtung Tür. Sie drehte sich einmal um, als Draco und die Schlampe über etwas lachten, was Dan anscheinend zu sagen hatte. Dumme lachende Menschen!

Hermine setzte ihren Weg fort, bis Lavender sie anhielt. „Wohin, denkst du, gehst du? Du bist keine zwanzig Minuten hier.“

„Ich habe andere Pläne“, log Hermine. Lavender musste ja nicht wissen, dass sie Eis und ihren Kater beinhalteten.

„Draco Malfoy ist hier“, erzählte sie Hermine.

„Und warum muss das extra betont werden?“, fragte Hermine.

„Naja, ich weiß, dass du eine Schwäche für ihn hast“, sagte sie.

Hermine schubste ihre Freundin und antwortete, „Habe ich nicht!“

„Doch, hast du. Das letzte Mal, als du ihn gesehen hast, hast du gesagt, dass du ihn heiraten wirst. Als ich ihn neulich bei der Zeitung getroffen haben, habe ich ihn nur deinetwegen eingeladen“, erklärte sie.

Hermine wollte schreien. „Hast du auch die rothaarige Schlampe eingeladen?“

Draco stand hinter ihr und antwortete, „Nein, die Schlampe hat sich selbst eingeladen.“

Hermine zog scharf die Luft ein. Wie viel hatte er gehört? Scheinbar genug um zu wissen, dass sie seine Schlampe meinte, als sie 'die Schlampe' gesagt hatte. Großer Gott. Sie konnte sich noch nicht einmal umdrehen. Lavender zwinkerte ihr zu und lief davon. Hermine fragte sich, ob Draco wohl noch immer hinter ihr stand. Sie konnte nicht ewig so da stehen. Sie könnte seitlich zum Ausgang laufen, aber das würde möglicherweise merkwürdig aussehen.

Sie spürte ein Klopfen an ihrer Schulter. Sie drehte sich nicht um. „Ich bin immer noch hier, weißt du“, sagte er.

„Wirklich?“, fragte sie und drehte sich immer noch nicht um. Jetzt fühlte sie sich sogar noch dümmer, weil sie mit dem Rücken zu ihm mit ihm sprach.

„Du hast also eine Schwäche für mich?“, fragte er nach und lachte auf.

„Nein, sie hat jemand anderen gemeint“, sagte Hermine, immer noch mit dem Rücken zu ihm. Er legte seine Hand auf ihre Schulter und sie wollte schmelzen. Er drehte sie um.

„Jemand anderen namens Draco?“, fragte er grinsend.

„Vielleicht, ich bin mir sicher, dass es andere Menschen namens Draco gibt“, antwortete sie.

„So wie es auch andere Menschen namens Hermine gibt“, spottete er, immer noch lachend.

„Genau“, sagte sie und blickte nach unten.

Er neigte seinen Kopf, um ihr in die Augen zu sehen und fragte, „Du hast Lavender gesagt, dass du mich eines Tages heiraten wirst? Ich fühle mich geschmeichelt, Granger.“ Er lachte wieder. „Wann wirst du mir den Antrag machen?“

Das hatte er also auch gehört, nicht nur den 'Schlampen'-Kommentar. Sie atmete tief ein, kramte ihren alten Gryffindor-Mut hervor, blickte ihm ins Gesicht und sagte, „Wie bitte?“

Okay, das war nicht sehr mutig. Hermine blickte tatsächlich an die Decke hoch. Wenn ihr jetzt ein großer Baum auf den Kopf stürzen würde, würde sie es begrüßen. Bevor er ein weiteres Wort sagen konnte, kam der Mann von vorhin, wie immer er hieß, zu ihnen und fragte, „Hey Schätzchen, möchtest du tanzen?“

Er sprach mit Draco, der aussah, als hätte man ihn versteinert, also nahm Hermine die Hand des Mannes und sagte „Sicher“, auch wenn er nicht sie gefragt hatte. Sie interessierte sich wirklich nicht für Dracos Befangenheit, sie dachte nur daran, verdammt schnell verdammt weit von ihm wegzukommen.

Sie zog ihren Mantel wieder aus, legte ihre Tasche auf den Tisch, der Mann führte sie in den für alle zugänglichen Teil des Nachtclubs, und sie tanzte und tanzte und tanzte verdammt nochmal, bis ihre Füße schreien wollten.

Um 23:50 Uhr, begleitete ihr neuer Freund, der wirklich sehr nett und sehr schwul war und dessen Name, wie sie sich nun erinnerte, Joseph war, der aber lieber Joey genannt werden wollte, sie zurück zum Partyzimmer. Die Gäste waren noch lauter als vorher. Lavender fragte, ob sie Spaß hatte und sie gab zu, dass sie sich amüsierte.

Sie sah sich nach Draco und der Schlampe um (was ihrer Meinung nach ein guter Name für ein Buch wäre, „Draco und die Schlampe“) und setzte sich, nachdem sie sie nicht finden konnte. Ihre Füße taten so weh. Sie schlüpfte aus ihren Schuhen und trat sie unter den Stuhl. Sie legte ihren Kopf auf den Tisch. Obwohl sie keinen einzigen Schluck Alkohol getrunken hatte, fühlte sie sich benebelt. Sie schloss ihre Augen. Sie öffnete sie einen kurzen Moment, als sie alle herunterzählen hörte… Zehn, neun, acht, sie setzte sich auf und bückte sich nach ihren Schuhen, sieben, sechs, fünf, vier, drei, sie schlüpfte mit den Füßen hinein, zwei, eins… „FROHES NEUES JAHR!“ Die Meute im Raum brach in Applaus und Jubel aus. Hermine wirbelte ihren Finger in der Luft und sagte „Ja, frohes verdammtes neues Jahr.“

Sie stand auf, um zu gehen, doch Joey packte sie an der Taille und drückte einen schnellen Kuss auf ihren Mund. „Frohes neues Jahr, Hermine!“

Bald wurde sie wie ein Joint auf einem Grateful Dead Konzert herumgereicht. Sie wurde auf den Mund geküsst, auf die Backe, die andere Backe, und eine Person verfehlte ihren Mund völlig und küsste ihre Nase. Sie wurde geschoben, gezogen, und fand sich schließlich in einer Ecke des Raumes wieder. Sie schüttelte ihren Kopf um ihren verwirrten Verstand zu klären und neigte ihren Kopf. In der Hoffnung, dass niemand mehr versuchen würde, sie zu küssen, machte sich auf den Weg zur Tür.

Sie hatte gerade die Tür erreicht, als sie Draco sah, mit ihrer Tasche und Jacke. „Vergiss die hier nicht, Granger. Oh, und frohes neues Jahr.“ Er neigte sich zu ihr und küsste ihre Wange. Sie fühlte sich ehrlich betrunken, und das nur von einem Wangenkuss von ihm! Sie konnte nicht sprechen (wusste sie überhaupt, wie das geht?), also nickte sie nur. Er sagte, „Was, keinen Kuss für deinen zukünftigen Ehemann?“

„Hör zu, Malfoy, also…“, fing sie an.

Er lachte. „Ja?“

Sie sah ihn nur an. Zur Hölle, wem machte sie etwas vor? Sie hatte es so gemeint, als sie es gesagt hatte, also würde es nichts bringen, nun das Gegenteil zu behaupten, von daher sagte sie nur „Frohes neues Jahr.“ Sie beugte sich vor, legte eine Hand auf seine Brust und küsste seine Wange. Sie drehte sich um und verließ den Raum. Er stand da und beobachtete sie, seine Hand an seiner Wange.

„Frohes neues Jahr“, erwiderte er, doch sie war weg.

+++++

Hallo ihr lieben Leser!
Erfreulicherweise hat AnneM mir erlaubt, diese Story zu übersetzen. Sie ist sehr süß und lustig, jedoch nicht dieses typische Dramione. Ich hoffe, sie gefällt euch trotzdem.
Ich freue mich über Kommentare!

Vielen lieben Dank an Heily für ihr Beta-Debut! Ich freue mich sehr, in ihr eine sehr gute Unterstützung gefunden zu haben!

LG
Nitsrek


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