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Fanfiction

A new spin on an old story - 2 – Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

von Nitsrek

2 - Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

Ein uralter Streit dreht sich darum, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Wenn man an die Evolution glaubte, könnte man glauben, es wäre das Ei. Wenn man an die Schöpfung glaubte, könnte man sagen, das Huhn. Wenn es einem piepegal war, würde man Brathähnchen mit Eiern zu Abend essen.

Montagmorgen saß Hermine in ihrem Büro und las zur Kontrolle den Artikel von einem der neuen, freiberuflichen Autoren. Sie würde diesen Autor noch treffen müssen, aber er hatte ihr diesen Artikel als Antwort auf einen Artikel, den sie selbst geschrieben hatte, geschickt und sie fand ihn sehr gut. Hermine hatte tatsächlich Spaß am Lesen. Es ging darum, dass Frauen ihre Erwartungen zu hoch setzten und nach ?Mr. Right' suchten, obwohl sie lieber nach ?Mr. Hier und Jetzt' suchen sollten. Der Titel dieses Artikels war „Ein Streicheln der Wange“ und handelte auch davon, dass Männer manchmal kleine Gesten machen, die unschuldig wirkten, damit Frauen sie bemerkten, in Wirklichkeit aber so viel mehr bedeuteten. Hermine konnte sich damit identifizieren. Der Artikel des Mannes war eine Antwort auf einen Artikel „Warum sind Männer blind, wenn eine tolle Frau den Raum betritt?“, den Hermine unter einem Pseudonym geschrieben hatte. Apropos blind: Sie war blind, was die Beweggründe von Männern betraf. Sie würde diesen Artikel abdrucken, dem Mann einen dicken Scheck senden und nach mehr fragen.

Lavender steckte ihren Kopf zur Tür herein und sagte, „Hey Boss, hast du Zeit für ein Mittagessen?“

„Wahrscheinlich nicht, Lav, ich werde in der Mittagspause Wohnungen suchen, weißt du noch?“, erklärte sie. Hermines derzeitiges Appartement lag in Muggel-London. Es würde in Zukunft zu einer Eigentumswohnung werden und da Hermine ihre Wohnung nicht kaufen wollte, war sie gezwungen, sich nach einem neuen Zuhause umzusehen.

Lavender setzte sich in den Stuhl gegenüber von Hermines Schreibtisch und fragte, „Übrigens, warum bist du von der Party neulich so schnell verschwunden?“

„Ich habe das neue Jahr eingeläutet“, erklärte Hermine und sah von ihrem Artikel auf.

Lavender rollte mit den Augen und sagte, „Ja, und dann bist du gegangen.“ Sie stand auf, lief zu Hermines Fenster hinüber und blickte nach draußen. „Da draußen liegt eine ganze Welt, Schatz, voller lächelnder, glücklicher Menschen und du solltest einer von ihnen sein.“ Sie wandte sich wieder zu Hermine um und fuhr fort, „Weißt du, was dein Problem ist?“

„Nein, aber ich bin mir sicher, dass du mir das gleich sagen wirst“, sagte Hermine lächelnd.

„Du bist zu selbstgefällig. Du gibst gerne vor, mit den Dingen zufrieden zu sein so wie sie sind, aber du bist es nicht.“

„Und du bist dir sicher, dass du weißt, was das Wort bedeutet?“, fragte Hermine scherzhaft.

„Ja, und du bist es und das weißt du auch. Ich habe deinen Artikel gelesen, weißt du. Du tust so, als gäbe es keine guten Männer da draußen, aber in Wirklichkeit gibt es welche und du bist nur zu blind, um sie zu sehen. Du willst den strahlenden Prinzen und bist zufrieden damit, hier zu sitzen und zu warten, selbst, wenn er niemals kommt.“

„Und das ist schlecht weil…?“, fragte Hermine.

„Weil“, fing Lavender ihre Erklärung an, „diese Selbstzufriedenheit keine Herausforderungen mit sich bringt, keinen Spaß, kein Abenteuer. Sie ist langweilig. Du musst ausgehen, Liebes. Du musst dich chic machen und Leute treffen. Das Outfit, dass du auf der Party getragen hast, sah aus wie etwas, dass du auch zur Arbeit hättest anziehen können.“

Hermine lachte in sich hinein. „Wenn du nur wüsstest“, sagte sie. „Hör zu, ich weiß, dass du gute Absichten hast, aber die Welt dreht sich nicht um gute Absichten. Mein Leben ist okay, nichts ist kaputt und nichts muss repariert werden.“

Lavender zeigte auf sie und sagte, „Du brauchst einen Mann.“

Hermine würde das normalerweise bestreiten, doch sie gab ihr sogar Recht, also hätte das keinen Sinn. Sie wollte auch einen Mann. Sie war sich nicht sicher, ob sie einen Mann BRAUCHTE, aber sie wollte einen. Natürlich muss man wollen, was man braucht und brauchen, was man will, also gingen die beiden vielleicht Hand in Hand. Das Problem war: Sie wusste nicht, wo sie anfangen sollte. Sie war seit fünf Jahren Single und die meiste Zeit auch irgendwie damit zufrieden. Sie erzählte dauernd ihrer Mutter und ihren Freunden, dass sie nicht einsam war und dass es ihr gut ging. Aber war das die Wahrheit? War sie allein, weil sie einsam war oder war sie einsam, weil sie allein war? In ihrem Kopf drehte sich alles, wenn sie nur daran dachte.

Sie widmete sich wieder dem Artikel.

„Warum hast du gesagt, dass du eines Tages Draco heiraten wirst, wenn du nicht einmal etwas in die Richtung unternimmst? Ich habe gehört, dass du das auf der Party sogar zu Dracos Sekretärin gesagt hast“, sagte Lavender.

Hermine würde dieses kleine mausgraue Mädchen, das neben ihr gesessen hatte, umbringen. „Sie hat ganz vergessen, mir zu erzählen, dass sie für Malfoy arbeitet“, erklärte Hermine. „Sie hat gesagt, dass sie ihn auch heiraten will, und ich habe wirklich nur einen Witz gemacht. Ich glaube, ich hatte schon immer eine Schwäche für ihn, und ich weiß, dass das dumm ist, weil er in der Schule so furchtbar gewesen ist. Er war ein wirklicher Tyrann und ein verzogener, voreingenommer Rotzlöffel.“

„Es gibt aber Sinn“, sagte Lavender. „Während alle anderen von uns in Harry Potter verknallt gewesen sind, war er ja dein bester Freund, also konntest du nicht auf ihn stehen. So wie Harry für uns alle unerreichbar gewesen ist, war Draco unerreichbar für dich, so als Reinblüter und alles.“

„Ja, dieses ganze Sohn-eines-Todessers-Ding wäre dazwischen gekommen“, antwortete Hermine lächelnd.

„Draco Malfoy hat Mike gesagt, dass du dich verändert hast“, meldete Lavender und Hermine legte den Artikel zur Seite.

„Wie habe ich mich verändert? Was meinte er?“, fragte sie. „Und seit wann bin ich Gesprächsthema zwischen Mike und Draco Malfoy?“

„Nach der Party und ich weiß nicht, wie er es gemeint hat“, behauptete sie.

„Was waren seine genauen Worte?“

„Junge, die hat sich verändert.“

„Wie hat er es gesagt?“

„Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei.“

Hermine hielt ihr ihr Handy hin und sagte, „Ruf Mike an und find's heraus. Hat er es selbstgefällig gesagt, hat er es gesagt, als ob er Mitleid mit mir hätte, oder hat er es auf eine nette Art gesagt?“

Lavender drückte das Telefon weg und fragte, „Warum rufst du nicht Draco an und fragst ihn, wie er es gemeint hat? Er ist dein zukünftiger Ehemann.“

Hermine legte ihren Kopf auf ihren Schreibtisch. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass er das gehört hat! Er muss mich für bemitleidenswert halten. Das ist mir so peinlich. Er würde sowieso nie mit mir ausgehen wollen.“

Lavender lachte. „Vielleicht denkt er, dass du sein Stalker wirst. Oder vielleicht denkt er überhaupt nicht über dich nach.“

Sie huschte aus dem Büro und Hermine stützte ihr Gesicht in ihre Hand und dachte, „Wahrscheinlich hat sie Recht, wahrscheinlich denkt er überhaupt nicht an mich.“ Warum sollte er, er hatte diese langbeinige, rothaarige Schlampe, an die er denken konnte. Sie widmete sich wieder ihrem Artikel, als Lavender zurück ins Büro trat und sagte, „Ich hatte gerade eine großartige Idee! Warum ziehst du nicht in Mikes Wohnung?“

„Es stört dich nicht, wenn ich mit deinem Freund zusammen lebe?“, scherzte Hermine.

Lavender lachte. „Mike ist gerade erst in mein Haus gezogen, also warum mietest du nicht seine Wohnung? Sie wäre perfekt. Es ist immer noch in Muggel-London, ist aber voll auf magische Mieter ausgelegt, ans Flohnetzwerk angeknüpft, Schutzzauber und so weiter. Selbst der Vermieter ist ein Zauberer.“

„Ich bin mir sicher, dass es zu teuer wäre. Bewohnt er nicht die komplette dritte Etage eines vierstöckigen Stadthauses? Das kann ich mir sicher nicht leisten“, sagte Hermine.

„Hör zu: Schau sie dir mal mit Mike nach der Arbeit an, okay? Ich richte ihm aus, dass er dich dort treffen soll. Ich muss los. Ich muss einen Artikel abgeben und mein Herausgeber ist ein Tyrann.“ Sie ging wieder. Diesmal nahm Hermine ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Tür, die sich daraufhin schloss und verriegelte.

Nach der Arbeit traf sie sich mit Mike bei seiner Wohnung. Das Gebäude war aus weißen Backsteinen und vier Stockwerke hoch. Es war ein wunderschönes, altes Bauwerk mit einem schwarzen, schmiedeeisernen Zaun um einen kleinen Vorgarten und auf beiden Seiten von anderen beeindruckenden Stadthäusern flankiert. Sie sah zur Fassade des Hauses auf und fragte, „Mike, wie viele Personen leben hier?“

„Nun, es wurde zu nur zwei Wohnungen umgebaut. Der Eigentümer lebt in den ersten beiden Stockwerken. Deine Wohnung befände sich in der dritten Etage, die vierte benutzt der Eigentümer als Büro“, erklärte er.

„Wer ist der Eigentümer?“

„Oh, ein ganz netter Kerl“, sagte er nur. Er benutzte ein paar Schlüssel, um die Eingangstür zu öffnen, die in einen kleinen Hauseingang führte. Dort lag noch eine Tür, die in einen Flur, hinter dem eine Treppe mit Doppeltür lag, führte. „Das ist sein Appartement. Lass uns die Treppen hoch gehen und einen Blick auf mein altes werfen. Das war das Einzige, was ich hier gehasst habe: die ganzen Stufen.“

„Du könntest apparieren“, antwortete sie.

„Habe ich auch normalerweise auch“, bestätigte er. Sie erklommen die Stufen zur zweiten Etage. Er erklärte, „Dort drüben führt eine Tür von seinem Appartement auf diese Etage.“ Er zeigte auf eine Tür. „Noch eine Treppe.“

Sie stiegen die letzten Stufen hinauf und er zeigte auf eine weitere Treppe. „Die führt zu seinem Büro.“ Er öffnete die Tür zu seiner Wohnung. Es war mehr, als sie sich erhofft hatte: Dunkle Holzböden, große Seitenfenster mit verbleitem Glas an der Spitze und ein großer Marmorkamin. Hinter dem Wohnzimmer lag ein Esszimmer mit zwei Geschirrschränken zu beiden Seiten eines großen Mahagoni-Kamins. Ein kleiner Flur führte durch eine Tür in eine kleine Küche, ein Badezimmer und am Ende des Korridors in ein großzügiges, geräumiges Schlafzimmer mit einem weiteren Kamin und einem riesigen Kleiderschrank. Es gab sogar eine Tür, die auf eine Dachterrasse führte.

„Ich liebe diese Wohnung“, sagte sie und ihre Stimme hallte durch die leeren Räume. „Aber ich kann mir das niemals leisten.“

„Er will gar nicht so viel dafür. Er hat mir nur gesagt, ich solle eine Hexe oder einen Zauberer als Nachmieter finden, und zwar einen, der keinen Ärger macht und rechtzeitig zahlt und vernünftig und ruhig ist - und ich musste sofort an dich denken“, sagte Mike lachend.

„Ich bin gar nicht so ruhig. Vielleicht werde ich hier oben wilde Orgien feiern, man kann nie wissen“, antwortete Hermine mit dem Rücken zur Schlafzimmertür.

„Granger, ich stoße immer an den peinlichsten Stellen deiner Gespräche dazu“, sagte Draco hinter ihr.

Sie schloss ihre Augen und zuckte zusammen. „Steht Draco Malfoy hinter mir?“, fragte sie Mike.

„Ja“, antwortete Mike belustigt.

„Ist er der Eigentümer?“, fragte sie, als es ihr langsam dämmerte.

„Ja“, erwiderte Draco. Sie drehte sich um.

„Du lebst hier?“

Er zeigte auf den Boden. „Ich lebe da unten und in der untersten Etage.“

Sie atmete tief ein und lief an ihm vorbei, zurück auf den Gang. Sie war sich sicher, dass ihr Gesicht gerötet war. Sie schluckte angestrengt und wollte gerade gehen, als Mike hinter sie trat. Er flüsterte. „Nimm die Wohnung, Hermine. Du weißt, dass du das willst.“

Sie drehte sich um. „Gut, ich nehm' sie.“

Draco kam ins Wohnzimmer und sagte, „Es ist auch viel praktischer, in der Nähe deines zukünftigen Ehemannes zu wohnen, findest du nicht auch?“

Mike und Draco lachten. Sie wollte fortlaufen. „Das war übrigens ein Witz, Draco Malfoy.“

„Ich weiß, Hermine Granger, ich auch“, antwortete Draco.

Warum sprichst du mich immer mit vollem Namen an?“

„Ich weiß es nicht“, antwortete sie wahrheitsgemäß.

„Und du klingst so streng, wenn du es sagst, als wäre ich ein ungezogener Junge oder so was. So wie eine Mutter beide Namen sagt, wenn man etwas Böses angestellt hat. 'Hör auf, die Hauselfen an den Ohren zu ziehen, Draco Malfoy!' oder 'Warte, bis dein Vater von dem Todesser-Treffen nach Hause kommt, Draco Malfoy!'“, sagte er lachend.

„Wann möchtest du einziehen?“, fragte Mike.

„Vielleicht dieses Wochenende“. Hermine ging zum Fenster und sah hinaus. „Wie hoch ist die Miete?“ Sie drehte sich wieder um, doch die beiden Männer unterhielten sich im Esszimmer. Gut, sie würde es später noch herausfinden. Sie lief zurück ins Esszimmer, lehnte sich hinein, während sie sich am Türrahmen der Doppeltür festhielt und erklärte, „Mike, ich glaube, ich gehe jetzt.“

Er kam zu ihr und küsste sie auf die Wange. „Bis zum Wochenende. Ich helf' dir beim Umziehen.“

Sie küsste ihn auch auf die Wange und wandte sich dann Draco zu. „Bye, Draco Malfoy.“

Sie begann ihren Weg die Treppen hinunter, als Draco aus der Wohnungstür ins Treppenhaus trat. „Hey, Hermine.“

Sie sah von den Stufen auf. „Ja?“

„Nur als Hinweis: Wenn du beschließt, Sauforgien zu veranstalten, vergiss nicht, mich einzuladen, okay?“ Er kehrte lachend in die Wohnung zurück.

Mit rotem Kopf drehte sie sich um und rannte die Treppen hinunter.

Draco kehrte in die Wohnung zurück und fragte Mike, „Also, was ist mit ihr los?“

„Inwiefern?“

„Sie scheint, ich weiß auch nicht, anders zu sein.“

„Das hast du bereits an Neujahr gesagt“, lachte Mike.

„Warum ist sie nicht verheiratet?“, fragte Draco.

„Vielleicht wartet sie auf dich“, grinste Mike, „aber mal im Ernst: Was läuft mit dir und Kristen?“

„Wem?“, antwortete Draco grinsend.

XXXXXXXXXXXXXXX

Hermine platzierte Fotos auf dem Sims ihres neuen Marmorkamins in ihrer neuen Wohnung, als es an der Tür klopfte.

„Komm rein“, sagte sie. Sie trat zurück und schüttelte ihren Kopf. „Ich weiß nicht, irgendetwas passt nicht.“

„Das Bild von Narbengesicht sollte nach links“, antwortete Draco hinter ihr.

„Warum schleichst du dich immer an mich heran, Draco Malfoy?“ Sie wirbelte zu ihm herum.

„Eigentlich hast du mich diesmal aufgefordert, rein zu kommen, also bin ich nicht geschlichen. Du hast nur nicht aufgepasst. Gefällt's dir hier?“

„Ja, aber du hättest es nicht extra neu streichen lassen müssen“, sagte sie.

„Habe ich nicht, das hat Mike gemacht“, erklärte er wahrheitsgemäß.

„Oh, ich verstehe, du bist also gar nicht rücksichtsvoll. Du hast mir bisher übrigens nicht gesagt, wie hoch die Miete ist.“

Er ignorierte sie und ging auf die Fotos zu, die sie hingestellt hatte. Auf einem stand sie in einem lachsfarbenen Kleid neben einem Baum und lächelte. Er nahm es und sah es an, dann drehte er sich zu ihr um. „Du siehst auf dem hier hübsch aus.“

„Du meinst im Vergleich zu sonst?“, fragte sie verwirrt.

Er zuckte mit den Schultern und stellte das Bild in die Mitte des Kaminsimses. Sie lief zu ihm und stellte es zurück an die Seite, etwas hinter ein anderes Foto. Er nahm es wieder und stellte es zurück in die Mitte. „Hör auf damit“, sagte sie und stellte es wieder an die Seite. Sie bückte sich und hob eine große Kiste hoch.

Er nahm sie ihr ab und fragte, „Wohin willst du sie haben?“

„Schlafzimmer.“

Er lächelte eigenartig und antwortete, „Du bist immer so suggestiv.“

„Der Karton gehört wirklich ins Schlafzimmer, Draco Malfoy“, sagte sie, während sie drückte gegen seinen Rücken drückte, um ihn den Flur entlang zu schieben.

„Im Ernst“, fing er an und stellte die Kiste auf den Schlafzimmerboden, „Warum nennst du mich immer Draco Malfoy?“

Sie kicherte. „Ich weiß nicht. Es scheint dich etwas zu ärgern und ich habe mich einfach daran gewöhnt. Es ist mein neuer Spitzname für dich.“

„Es ist mein voller Name, wie soll das ein Spitzname sein?“ Er fing an, für sie die Kiste auszuräumen und hielt ein Höschen aus Seide hoch. „Deins?“

Ihr Gesicht wurde rot und sie schnappte ihm das Höschen weg. „Ich kann selbst auspacken, danke.“

„Granger, ich habe Mike gesagt, dass du dich verändert hast“, sagte er und lehnte sich gegen den Fuß ihres Bettes.

Sie sah von ihrem Karton auf. „Hab ich gehört, aber inwiefern?“

„Ich weiß nicht, orientierungslos oder hektisch oder verzweifelt.“

„Wow.“ Sie drehte sich wieder um und lief aus dem Schlafzimmer und in die Küche. Er folgte ihr. Sie drehte den Wasserhahn an und nahm sich ein Glas Wasser. Sie trank einen Schluck und wandte sich ihm wieder zu. „Das ist ein merkwürdiges Urteil. Und weder sehr nett, noch sehr passend.“

„Tut mir Leid, ich möchte nicht grausam sein, ich dachte nur. Du hast immer selbstsicher und zuversichtlich gewirkt.“

„Weißt du, du hast mich seit der Schule nur ein paar Mal getroffen, also hast du nicht das Recht, mich zu verurteilen“, entgegnete sie.

„Ich habe Augen und kann sehen. Weißt du, was dein Problem ist, Granger?“, fragte er.

Sie rollte mit den Augen. „Anscheinend kennt jeder mein Problem. Also sag mir, Draco Malfoy, was ist mein Problem?“

„Du suchst nach etwas und willst es doch nicht wirklich finden.“

„Und was heißt das auf Deutsch?“

„Du wirst nie Mr. Right finden, wenn du Mr. Perfect suchst.“

„Ich soll mich mit weniger zufrieden geben, als ich will?“, fragte sie.

„Weißt du überhaupt, was du willst?“

„Ich will jemanden, der meine miesen Tage schön macht, meine Beweggründe in Frage stellt, ohne mich zu verurteilen, der mich immer wieder herausfordert und Schmetterlinge in meinem Bauch verursacht, wenn er mich berührt. Ich möchte vor Erleichterung seufzen, wenn er den Raum betritt. Ich werde mich nicht mit weniger zufrieden geben.“

„Vielleicht wirst du das müssen, weil es diesen Menschen eventuell nicht gibt. Zumindest nicht für dich.“

„Noch mehr Komplimente und mein Kopf schwillt an“, sagte sie sarkastisch. Sie stellte das Glas Wasser auf die Theke, obwohl sie es ihm wirklich gern ins Gesicht geworfen hätte. Dann lief sie zur Tür. „Bitte geh.“

„Hör mal - Granger: Such nicht nach etwas, was nicht da ist.“

„Ich will nicht mit Hinz und Kunz zusammen sein, ich will Liebe, Draco Malfoy. Liebe, die meine Zehen kribbeln lässt, und mir ist egal, ob ich wählerisch bin, ich weiß, was ich will.“ Sie wollte ?Ich will dich' hinzufügen.

Er lief in Richtung Tür, drehte sich jedoch noch einmal um.
„Du bist besser als diese oberflächlichen, verzweifelten, hohlköpfigen Dummchen da außen, soviel gestehe ich dir zu, aber das solltest du bereits wissen. Du verdienst wirklich einen Kerl, der all das tut, was du aufgezählt hast. Bleib am Ball, Granger. Nichtsdestotrotz sage ich dir, dass du manchmal erst den Menschen finden musst, bevor du dich verliebst, und es hört sich so an, als ob du dich erst verlieben und dann den Menschen dazu suchen willst, und das ist unmöglich. Da könntest du genauso gut sagen, dass das Huhn vor dem Ei da war, obwohl jeder weiß, dass das Ei zuerst kam. Finde erst den Mann, dann verlieb' dich.“

Er lehnte sich gegen den Schrank und sie sagte, „Was ist mit dir? Warum bist du nicht verheiratet? Wo ist deine Miss Right, Hühnerjunge?“

„Ich habe sie noch nicht gefunden, aber ich bin nicht allzu wählerisch. Zwei Arme, zwei Beine, zwei Augen, zwei Brüste, das ist alles, was ich verlange“, erklärte er lächelnd.

„Daher die Schlampe neulich nachts.“

Er lachte. „Oh, sie hatte nicht von allem zwei.“

„Nein, die Schlampe hatte nur eine Gehirnzelle“, witzelte Hermine.

„Die Schlampe hat einen Namen und war nur ein Date, keine Freundin, und vor allem nicht zum Heiraten geeignet.“

„Ich glaube nicht, dass du mir eine Predigt über Beziehungen halten solltest, bis du selbst eine hast. Du behauptest, ich solle weniger wählerisch sein? Und ich sage, du solltest höhere Anforderungen stellen.“

„Wir sollten uns gegenseitig jemanden aussuchen“, sagte er. „Hey, weißt du was? Das ist keine schlechte Idee. Du bist einsam, ich bin allein, also warum verkuppeln wir uns nicht gegenseitig?“

Sie wollte ihn fragen, warum er nicht schlussfolgerte, dass sie zusammen ausgehen sollten, aber das konnte sie ihn wirklich nicht fragen, selbst, wenn sie das wollte. „Warum sagst du, dass ich einsam bin, du aber nur allein?“

„Kommt aufs Gleiche raus“, antwortete er, obwohl er anders dachte. Er trat in den Flur. „Treffen wir eine Abmachung. Wir versuchen beide, den perfekten Partner für den Anderen zu finden, okay? Wir arrangieren Verabredungen für nächsten Freitag. Und am Samstag treffen wir uns hier in deiner Wohnung, nach einem Date, das wir uns nie selbst gesucht hätten, und vergleichen, was uns so aufgefallen ist. Wir machen einen Wettbewerb daraus. Schließlich wirst du deinen Traumpartner nicht finden, wenn du jeden Abend allein in deiner Wohnung sitzt.“

„Und wenn wir bis nächstes Wochenende nicht den perfekten Partner finden?“

„Dann suchen wir weiter. Machen wir es lohnender: Wer zuerst seinen perfekten Partner findet, muss der anderen Person geben, was sie verlangt, egal was.“

„Wir könnten lügen und behaupten, wir hätten die Liebe unseres Lebens gefunden“, sagte sie.

„Über sowas würdest du nicht lügen, stimmt's?“

Ein großer, weißer Kater kam in den Raum und rieb sich an Dracos Hosenbein. „Hey, im Vertrag steht: Keine Haustiere.“

„Hey, ich habe den Vertrag bisher nicht gesehen. Ich kenne noch nicht einmal die Miete.“ Sie bückte sich und hob ihren Kater hoch. „Das ist außerdem kein Haustier, es ist mein bester Freund.“

„Du hast also Ersatz für Potter gefunden?“, grinste er. „Er sieht klüger aus als Potter, wie heißt er?“

„Ignatius Thistlewhite der Erste“, sagte Hermine plötzlich verlegen. Sie hielt seine Ohren zu. „Er ist empfindlich, was seinen Namen angeht, also nenne ich ihn einfach Iggy.“

„Er ist fett.“

„Nein, ist er nicht“, schnappte sie zurück. sie streichelte die Ohren des Katers und sagte, „Ignorier den gemeinen Mann, mich mag er auch nicht.“

„Lüg den Kater nicht an, Granger.“ Sie setzte ihn wieder auf den Boden. „Gut, behalte ihn.“

„Hätte ich sowieso. Wegen der Miete, Malfoy“, begann sie.

„Sie ist zum Monatsersten fällig.“

„Wie hoch ist sie?“

Er lief auf sie zu. „Du hast da etwas an deiner Wange.“ Er strich leicht mit seinem Daumen über ihre Wange. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch machten Überstunden.

Er lächelte. „Bis zum nächsten Wochenende, Granger.“

+++++

Hier nun Kapitel 2. Freue mich über Kommentare! Lieben Dank, Heily! Du bist die Schnellste und Beste! ;)

LG Nitsrek


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Das, was Harry so liebenswert macht, sind, glaube ich, seine charakterlichen Stärken, die wir selbst gerne hätten, und es sind auch seine Schwächen, die wir nur allzu gut verstehen.
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