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Fanfiction

A new spin on an old story - 5 - Man kann ein Pferd an die Tränke führen, aber wo liegt der Sinn darin, wenn es gar nicht durstig ist

von Nitsrek

5 - Man kann ein Pferd an die Tränke, aber wo liegt der Sinn darin, wenn es gar nicht durstig ist?

Hermine Granger könnte ihre Liebe für Draco Malfoy verkünden, bis sie alt und grau war. Sie könnte sie vom höchsten Berggipfel schreien, bis sie heiser davon war. Sie könnte eine Anzeige darüber in ihrer eigenen Zeitung veröffentlichen. Sie könnte es auf ihren Hintern tätowieren lassen, aber wo lag der Sinn darin, ihm ihre Liebe zu erklären, wenn das nicht notwendigerweise bedeutete, dass er diese Liebe erwiderte? Man kann ein Pferd an die Tränke führen, aber wo liegt der Sinn darin, wenn es gar nicht durstig ist?

Nach dem Abendessen am vorigen Tag sprach er von seiner Arbeit, seinem neuen Rennbesen und seiner Lieblingsquidditch-Mannschaft. Er hatte sie nicht noch einmal berührt oder gar an ihr gerochen. Sie hätte am liebsten geweint oder ihm vielleicht eine saftige Ohrfeige verpasst.

Sie befand sich wieder in ihrer Schulzeit, als sie so Hals über Kopf fünf Jahre lang für Ron geschwärmt hatte, bevor er endlich mehr als nur eine Freundin in ihr gesehen hatte. Sie hatte weder die Zeit noch die Energie, um darauf zu warten, dass Draco in ihr endlich mehr als nur eine Freundin sah. Sie konnte das einfach nicht noch einmal durchmachen. Der einzige Unterschied war, dass Ron damals schließlich ihre Gefühle erwidert hatte und in Wirklichkeit schon von Anfang an die gleichen Gefühle gehabt und sie nur verleugnet hatte. Bei Draco war es anders. Sie spürte, dass er ihre Gefühle niemals erwidern würde, und sie liebte ihn ja auch gar nicht wirklich. Oder doch? Wie konnte sie? Sie war keine bemitleidenswerte Närrin, die jemanden unerwidert liebte. Sie war einfach nur in ihn vernarrt und in die Idee, verliebt zu sein, verliebt.

Nachdem er fertig war mit Reden, hatte er sie endlich gefragt, ob sie nicht langsam schlafen sollten, da sie morgen ihre großen Dates haben würden. Sie stimmte zu, während sie sich damit abfand, dass sie nur Freunde waren. Man konnte nie genug Freunde oder Geld haben, und Draco schien beides en masse zu haben.

Am nächsten Tag machte sie zwei Stunden früher Feierabend, um sich für das Date fertig zu machen, das erst um 7 Uhr begann. Sie musste so gut aussehen, wie es nur möglich war. Immerhin könnte nun Michael Corner ihr zukünftiger Ehemann sein. Dieser Gedanke machte sie traurig statt glücklich. Joe kam vorbei, um ihr beim Aufbrezeln zu helfen. Sie hatte gerade geduscht und er frisierte sie im Badezimmer, als er sagte: „Wir sollten deine Beine wachsen.“

„Ich habe sie gestern rasiert.“ Sie hob ein Bein in die Luft, um es anzusehen.

Er stand hinter ihr, Zauberstab in der Hand, und formte ihre Haare zu kleinen Locken. „Hast du sie mit einer stumpfen Klinge rasiert? Du hast Stoppeln.“ Er berührte ihr Bein. „Michael wird dich mit einem Bären verwechseln.“

„Egal. Niemand wird meine Beine sehen. Ich trage heute Abend eine Hose.”

Er zog an ihren Haaren. „Du, meine naive kleine Freundin, wirst ein Kleid tragen und wir werden deine Beine, deine Achseln und vielleicht auch noch andere Stellen wachsen. Was, wenn du einen schönen Abend mit Michael hast, ihn mit nach Hause nimmst und loslegen willst?“

„Mit was?“, fragte sie und sah zu ihm auf. Er zog erneut an ihren Haaren. „Aua, hör auf damit. Ich weiß, was du meinst, aber das würde ich nie beim ersten Date machen, nicht einmal mit Draco Malfoy.“

„Du bist so eine Heuchlerin! Du kannst nicht hier sitzen und versuchen, mir einzureden, dass du beim ersten Date nicht mit Draco Malfoy schlafen würdest, wenn er dich wollen würde. Du weißt, dass du es tun würdest!“

„Sicher nicht! Egal - Ich habe beschlossen, dass Draco von nun an ein böses Wort ist, also hör bitte auf, es zu benutzen.“

Er neigte sich zu ihrem Ohr. „Draco, Draco, Draco.“ Sie drehte sich auf ihrem Badezimmerstuhl zu ihm um und warf ihm einen bösen Blick zu.

„Oh, werd mal locker, Hermine.“

„Ich möchte nicht locker sein. Ich bin gerne überspannt.”

„Gut, aber ich werde trotzdem dafür sorgen, dass du heute Abend gut aussiehst. Deine Frisur wird perfekt sein, dein Outfit das schönste von allen und du wirst nicht ein einziges Härchen an deinen Beinen haben. Wir wachsen! Wir könnten die Haare auch auf magische Art entfernen, aber Wachs funktioniert besser. Zumindest trägst du heute Abend zusammenpassende Unterwäsche. Dieses Pünktchenmuster ist niedlich. Du würdest keine süße, knappe Unterwäsche besitzen, wenn du nicht damit rechnen würdest, flachgelegt zu werden, und ich werde meinen Teil dazu beitragen, dass es auch passiert.”

„Tut wachsen nicht weh?“

„Nein, das ist nur ein Ammenmärchen“, log er. „dennoch werde ich sehr vorsichtig sein.“ Er vollendete ihre Frisur, lief ins Wohnzimmer und kam mit einer kleinen schwarzen Tasche zurück. „Also, an die Arbeit.“

Draco lief die Treppen von seinem Büro runter und hielt an Hermines Wohnungstür inne. Er fragte sich, ob sie schon daheim war. Normalerweise kam sie nicht vor sechs oder sieben Uhr nach Hause. Er bemerkte so etwas. Sie ging auch für gewöhnlich recht früh zur Arbeit. Er bemerkte viele Dinge an ihr, zum Beispiel, wie ihre Augen funkelten, wenn sie ihm von ihrem Arbeitstag erzählte und wie ihre Augen sich verengten, wenn sie sich auf etwas konzentrierte. Er mochte, wie sie sich in die Backen biss, wenn sie besorgt war oder scharf nachdachte, was oft vorkam, und wie sie ihren Mund verzog, wenn sie sich darüber aufregte, dass er etwas Dummes sagte.

Ihm dämmerte, dass er wirklich alles an ihr mochte. Als dieser Gedanke seinen Kopf füllte, versuchte er schnell, ihn zu verdrängen. Sie waren nur Freunde, und er sollte nicht so viel Zeit damit verbringen, an sie zu denken. Er war gern mit ihr befreundet. Er würde das jetzt nicht ruinieren, nicht, nachdem er so viele Jahre darauf gewartet hatte, dass sie ihn endlich so akzeptierte, wie er war.

Er wollte gerade an ihre Tür klopfen, überlegte es sich jedoch anders und entschied sich, runter in seine Wohnung zu gehen. Er stieg noch eine Etage nach unten, zu der Tür, die zu seinem Schlafzimmer führte. Er benutzte diese Tür normalerweise nicht. Sie war eigentlich nur für Notfälle. In Wahrheit hatte er sie immer magisch verriegelt, doch seitdem Hermine bei ihm wohnte, verschloss er sie nur noch auf die herkömmliche Art. Für den Fall, dass sie ihn jemals brauchen sollte. Man weiß ja nie, es könnte nachts einen Notfall geben, wie zum Beispiel einen Wasserrohrbruch, eine kaputte Sicherung, einen Räuber oder einen eingerissenen Fingernagel. Er öffnete die Tür mit seinem Zauberstab, betrat durch sein Schlafzimmer sein Bad und zog sich aus.

Als er seine Boxershorts auszog, hörte er Stimmen aus dem Badezimmer über ihm. Sie WAR zu Hause, aber scheinbar nicht allein. Wer war bei ihr? Es klang nach einem Mann.

Er zog seine Boxershorts hoch, stellte sich neben seine Badewanne und brachte sein Ohr so nah er konnte an das Heizungsrohr, damit er zuhören konnte.

„Ich will das nicht, bitte!“, hörte Draco Hermine sagen.

„Es wird nicht wehtun, versprochen, und ich werde sanft sein.“ Die Stimme des Mannes kam ihm vertraut vor, doch Draco konnte sie nicht genau zuordnen. Moment mal, es war dieser Joe-Typ, dieses Arschloch.

„Ich will nicht die ganze Nacht Schmerzen haben! Dieses Date ist mir so wichtig“, antwortete sie. Draco fragte sich, zu was dieses Arschloch Hermine überreden wollte, vor allem in ihrem Badezimmer!

„Hermine Granger“, sagte der Mann, „Es ist mir scheißegal, was du willst. Es ist nur wichtig, was ich will! Wenn ich dich zwingen muss, bitte!“ Draco war nun etwas beunruhigt.

„Bitte hör auf, Joe! Jetzt hast du mein süßes, neues Höschen vollgetropft!“

„Dann zieh es aus und leg dir das Handtuch hier um! Und wenn du schon mal dabei bist, zieh auch gleich deinen BH aus.“

Draco fragte sich, was zur Hölle da oben vor sich ging. Für einen Moment herrschte Stille, dann sagte der Mann: „Du musst zugeben, dass sich das hier gut anfühlt.“

„Es ist okay, aber ein bisschen warm und klebrig“, antwortete sie.

WARM UND KLEBRIG? Draco fing an, zu bereuen, dass er sie belauschte, doch er konnte nicht aufhören. Es schockte ihn noch mehr, als er hörte, wie sie rief: „OH GOTT, OH GOTT! Hör auf! Das tut so weh! Ich will nicht! Bitte zwing mich nicht” Draco wohnt direkt unter mir und wird mich schreien hören!”

„Ist mir egal, ob er dich hört! Er kann gerne hochkommen und mich aufhalten, wenn er Manns genug ist“, lachte dieser Joe-Kerl.

Draco war so wütend wie schon lange nicht mehr. Er hatte jedoch keine Zeit, seinen Ärger aufzuarbeiten, als er hörte „Aua, stop, bitte, ich flehe dich an! Ich gebe dir, was du willst, Geld, Schmuck, alles, aber hör auf, mir weh zu tun!“

„Ich bringe dich schon nicht um! Manche Frauen mögen das hier sogar. Du tust so, als wäre es dein erstes Mal! Wenn du deinen Mund halten würdest, würde es dir sogar gefallen“, sagte der Mistkerl.

Für eine Minute herrschte Stille, dann fuhr Joe fort: „So, ein fester Ruck, dann ist es draußen und ich bin fertig.“

Dann gefror Dracos Blut in seinen Adern. Er hörte Hermine schreien, ein Furcht einflößender Schrei, gefüllt mit Schmerz und Angst.

Er packte seinen Zauberstab, rannte aus seinem Badezimmer, durch das Schlafzimmer, rutschte auf dem Parkett aus und stolperte zu der Tür, die auf die zweite Etage führte. Merlin sei Dank! Er hatte sie für den Notfall unverschlossen gelassen. Er stürzte die Treppen hinauf, drei Stufen auf einmal nehmend, sprengte ihre Tür auf, eilte ihren Korridor entlang und setzte seinen Zauberstab ein, um die Badezimmertür in Kleinholz zu verwandeln. Was er sah, machte ihn krank. Der Bastard kniete über ihr, sie lag auf dem Boden, nur in ein Handtuch gewickelt. Er sah ein hübsches Paar Unterwäsche neben ihr auf dem Boden. Das war sein letzter bewusster Gedanke, das Letzte, an das er sich erinnerte.

Wie ein Barbar oder ein Muggel, zerrte er den Mann von ihr und warf ihn aus dem Badezimmer. Dann zog er seinen Zauberstab und hetzte einen Fluch auf den Mann, so dass er bewusstlos zu Boden fiel. Hermine setzte sich auf dem Boden auf, benommen und verwirrt. Draco lief zurück ins Badezimmer, hob sie vom Boden hoch und trug sie ins Schlafzimmer. Als er sie auf ihr Bett setzte, löste sich das Handtuch und fiel zu Boden. Er war jedoch so besorgt um sie, dass er es nicht bemerkte.

Er legte seine Hand auf ihr Gesicht und versuchte, sie zu beruhigen. „Bist du in Ordnung? Hat dich dieser Mistkerl verletzt?“ Sie schubste ihn weg, gedemütigt, dass sie vor Draco Malfoy in Person nackt war. Sie hob nicht einmal das Handtuch auf. Sie schrie, während sie ihn weiter aus ihrem Schlafzimmer schubste, schlug und sogar trat, und dann knallte sie die Tür zu.

Er rettete sie vor sexuellem Missbrauch und so dankte sie ihm dafür? Auf keinen Fall! Er schlug gegen ihre Tür. „Granger! Was zur Hölle ist los? Bist du verletzt oder nicht?”

„Du hast mich nackt gesehen!“, kreischte sie. Sie sprang auf der Stelle auf und ab und schrie. „Was hast du getan?“

„Ich habe dich gerettet!“, schrie er zurück. War sie vorübergehend geisteskrank?

„Vor was? Heißwachs?“

Was hat sie gesagt? Er lehnte sich an die Tür. „Heißwachs?“

Joe kam den Flur entlang, seine Hand an seinem verletzten Kopf. „Ja, du Dummkopf. Ich habe sie gewachst!“

Er hatte keine Ahnung, was das bedeutete. Er drehte sich verwirrt zu Joe. „Was hast du mit ihr getan?“

Er hörte Hermine aus dem Schlafzimmer brüllen. „Er hat meine Beine gewachst, Malfoy! Joe hat nur meine Beine enthaart!“

Joe deutete auf Draco. „Ich mag dich nicht mehr. Vielleicht bist du eines Tages Mr. Hermione Granger, aber du wirst niemals Mr. Joe Mullins.“ Joe lief zur Schlafzimmertür. „Süße, ich geh. Ich muss zu St. Mungos und meinen Kopf behandeln lassen. Tut mir Leid, dass wir nicht fertig geworden sind, bevor der dumme Mann kam und mich bewusstlos gehext hat. Wir machen das andere Bein wann anders.“ Er wandte sich wieder Draco zu. „Ich schicke dir die Rechnung! Du bist auf keinen Fall gut genug für sie.“

Der Mann ging, Hermine war immer noch in ihrem Zimmer eingesperrt und Draco war verblüffter als je zuvor. Was ging hier vor? Er stellte sich direkt an ihre Tür. „Hör zu, Hermine - es tut mir wirklich leid. Ich verstehe immer noch nicht so ganz, was passiert ist, aber als ich gehört habe, wie du gesagt hast, dass er aufhören soll, dass es wehtut, und dass du es nicht willst und warm und klebrig, dachte ich, dass der Kerl dich sexuell belästigt. Als du geschrieen hast, habe ich nicht länger über das Rohr zugehört, meinen Zauberstab gepackt und bin hierher gekommen, um dich zu retten.“ Er setzte sich auf den Boden. „Ich dachte, ich tue etwas Edles, weißt du, wie Potter. Dich retten und so.“

Hermine öffnete ihre Tür. Sie hatte wieder das Handtuch um. Sie öffnete die Tür nur einen Spalt und sah ihn an. „Oh ja, du hast mich vor dem fiesen Heißwachs gerettet. Erstens: Ich habe Harry im Laufe der Jahre viel öfter gerettet als er mich. Zweitens: Hör auf, dich mit Harry zu vergleichen. Ihr seid zwei völlig unterschiedliche Menschen. Drittens: Moment - was meinst du, wenn du sagst, du hast nicht länger über das Rohr zugehört? Welches Rohr?“ Das beleidigte sie mehr als die Tatsache, dass er sie nackt gesehen hatte, denn sie begann allmählich, die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen.

„Warum hast du das gedacht?“, fragte sie ihn.

„Ich hab's doch gesagt: Ich habe euch belauscht“, erklärte Draco.

Plötzlich fühlte sie sich beschämt. „Du hast mich belauscht…Wie?“

„Ich kann dich in meinem Badezimmer hören, wenn du in deinem bist“, gab er zu, immer noch auf dem Boden sitzend.

Sie war mehr als verlegen. Sie schlug ihre Schlafzimmertür zu und schrie. Dann öffnete sie sie wieder. „WAS?“

Er stand auf und hielt seinen Zauberstab für den Notfall vor sich. „Tut mir Leid, Granger. Ich kann dich durch den Heizungsschacht hören.“

„Was?“, flüsterte sie erstickt.

Er fühlte sich plötzlich sehr klein. Er hätte sie nie belauschen dürfen, niemals. „Ich höre dich nur manchmal singen. Nicht, wenn du auf dem Klo bist oder so.“

„Du hörst mich duschen? Singen?“ Sie schloss wieder ihre Tür, setzte sich auf ihr Bett und fühlte sich völlig taub. Er schlüpfte durch ihre Tür.

„Tut mir Leid. Ich weiß, dass das falsch war.“

„Geh“, sagte sie leise.

„Es tut mir wirklich Leid!“, rief er verzweifelt. „Mit dir befreundet zu sein ist mir so wichtig, dass ich es nicht einmal in Worte fassen kann.“

Wenn er nur wüsste, dass diese Worte sie mehr demütigten als die Tatsache, dass er sie nackt gesehen hatte, und ihr mehr weh taten, als er es verstehen würde. „Du hast mich nackt gesehen.“ Sie würde die Probleme der Reihe nach angehen.

Er setzte sich neben sie aufs Bett. Er wusste nicht, was er ihr sagen sollte. Es war alles so schnell passiert, und er war so in Eile gewesen, um zu sehen, ob es ihr gut ging, dass er kaum bemerkt hatte, dass sie nackt war. Er wollte ihre Verlegenheit nicht denunzieren, und er glaubte irgendwie, dass sie ihn, wenn er ihr sagen würde, dass es keine große Sache war und er wirklich nichts gesehen hatte, nur noch mehr hassen würde als sie es jetzt sicherlich sowieso schon tat. Vielleicht würde sie ihn wieder so sehr hassen wie zu Schulzeiten.

Ihre Hände wanderten zu ihrem Gesicht und sie wiederholte, „Draco Malfoy hat mich nackt gesehen.“

Er stieß mit seiner Schulter gegen ihre. „Nur ein bisschen. Hat Potter dich nie nackt gesehen?“

„Natürlich nicht“, antwortete sie, fast zu ruhig für seinen Geschmack.

„Willst du mich nackt sehen? Ich kann sofort meine Boxershorts runterziehen und wir wären quitt.“

„Oh, Draco Malfoy, behalt deine Boxershorts an und geh einfach. Du hattest gute Absichten, selbst wenn du ein Idiot bist. Ich werde sofort einen Stillezauber sprechen, damit du mich nie wieder singen oder wachsen hörst.“ Sie stand auf und zeigte auf ihre Schlafzimmertür. „Geh jetzt, okay, und sag Michael, dass es mir Leid tut, dass ich nicht komme.“

Er stand auf. „Nein, du kannst nicht absagen. Es ist nicht Michaels Schuld. Lass es nicht an ihm aus! Du bist auf mich wütend. Wie kann ich es wieder gut machen?“ Er packte sie an den Schultern und schüttelte sie.…. „Wir kriegen das schon wieder hin, bitte, Hermine“, flehte er sie vorsichtig an.

„Da gibt es nichts zum Hinkriegen, Draco, aber ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr auf all das. Die Wette, hier wohnen, all das…“

„Hermine?“, fragte er.

„Geh, Draco“, sagte sie resigniert.

Er mochte es nicht, wenn sie ihn nur 'Draco' nannte. Er vermisste ihr 'Draco Malfoy'. Was sollte das heißen? Er beschloss, genau das zu fragen. „Was soll das heißen, Hermine?“

„Ich meine, dass ich nicht mehr mit dir befreundet sein will“, sagte sie schließlich. Sie hatte von Anfang an nicht mit ihm befreundet sein wollen. Sie wollte so viel mehr, doch sie war endlich aus ihrem Traum erwacht und erkannte, dass sie nie mehr sein würden. Folglich gab sie kampflos auf. Nun konnte Draco Malfoy ebenso sehr leiden wie sie und es war ihr sogar egal.

Er lief den Korridor entlang, drehte sich noch einmal zu ihr um und beobachtete, wie sie ihre Schlafzimmertür schloss. Er lief drei Schritte darauf zu und hörte, wie sie anfing, zu weinen. Er realisierte etwas: Sein plötzlicher Statuswechsel zurück zu ihrem Feind hatte mehr Hintergründe als die simple Tatsache, dass er sie nackt gesehen und singen gehört hatte, und er hatte nicht die geringste Ahnung, was es war, aber zur Hölle noch mal, er würde es herausfinden. Er würde nicht die einzige Frau, die er je gemocht hatte, wegen Heißwachs und belauschter Worte verlieren.

+++++
So, hier nun Kapitel 5. Vielen Dank an Heily, die wie immer super schnell war.
@morla79: Bitte, gern geschehen. Aber da müsstet ihr eigentlich der Autorin für die Erlaubnis danken (habs ihr schon ausgerichtet.
@Mia: Schön, dass es dir gefällt.
@Josy: Bitte ;)
@Emilia1990: Ja, sehr lustig und romantisch und süß (wie versprochen ;)

LG
Nitsrek


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