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Fanfiction

A new spin on an old story - 9 – Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer grüner

von Nitsrek

Sie blieb in der Küche, lehnte sich gegen die Theke und versuchte, sämtliche Ereignisse seit ihren Verabredungen geschehen waren und zu diesem Punkt geführt hatten, zu verarbeiten.

Der Abend hatte damit begonnen, dass Draco ihr zur Hilfe kam, um sie vor dem bösen Wachs zu erretten. Würde ein Freund so etwas tun? Wahrscheinlich. Okay, also wollte er mit ihr nur befreundet sein.

Dann kam dieser peinliche Moment, als er sie nackt gesehen hatte, ihr mehr oder weniger gesagt hatte, dass das doch keine große Sache wäre und sie hatte ihm gesagt, dass sie nicht mit ihm befreundet sein wollte. Okay, sie wollte also nicht mit ihm befreundet sein.

Danach hatten sie sich vertragen, sich gegenseitig entschuldigt, und waren zur Galerie aufgebrochen, wo er definitiv mit ihr geflirtet hatte! Er hatte ihr Bein berührt, um Himmels Willen! Er hatte ihr mit einem Augenzwinkern gesagt, er würde sie wärmen. Dann hatte er sie den ganzen Abend angestarrt. Nichts davon würden Freunde normalerweise machen.

Draco hatte definitiv mit ihr geflirtet. Sie war sicher, dass er sie sogar noch einmal geküsst hätte, hätte er nicht die Flasche zerschlagen. Hatte er letztendlich festgestellt, dass sie mehr als nur eine Freundin war oder lag es daran, dass Michael sie mochte und ihn der Wettbewerb, die Jagd reizte? Genauer gesagt: Der Draco Malfoy, wie sie ihn kannte, war egoistisch und verwöhnt und wollte sie wahrscheinlich nur, weil jemand anders sie wollte. Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras immer grüner.

Sie hörte, wie er rief, dass er ‚glaubte, sich in die Hand geschnitten zu haben’. Entweder er hatte sich geschnitten oder nicht. Wie kann jemand ‚glauben’, sich die Hand geschnitten zu haben? Sie waren heim gekommen, hatten zuviel Bier getrunken, er hatte ihre dämliche Wange berührt, ihre dämlichen Lippen geküsst und sich jetzt die Hand geschnitten. Fantastisch!

„Hermine?“, sagte er vom Türrahmen aus. Er hielt seine rechte Hand mit der linken fest. Mist, er hatte sich tatsächlich in die Hand geschnitten.

„Oh Mann, Draco Malfoy!“ Sie packte seine Hand und führte ihn zum Spülbecken. Sie drehte das kalte Wasser auf und hielt seine lädierte Hand darunter. „Bleib so.“ Sie holte ihren Zauberstab. Als sie in die Küche zurückkam, saß er auf dem Boden, der Wasserhahn lief noch und er hielt wieder seine Hand.

„Ich fühl mich nicht so gut“, sagte er.

Er WAR betrunken und damit war nichts, was heute Abend zwischen dem Ende ihrer Dates und jetzt passiert war, real. Er hatte in der Galerie zuviel Champagner getrunken, war dann in eine Bar gegangen und hatte schließlich hier fast zwei Bier getrunken. Sie drehte den Wasserhahn zu, öffnete den Schrank über ihrem Herd, nahm ihren Erste-Hilfe-Kasten und setzte sich neben ihn.

„Wie hast du es geschafft, dich zu schneiden?“, fragte sie ihn.

„Ich weiß nicht.“ Er atmete tief ein und schloss die Augen.

„Bist du betrunken?“, fragte sie, während sie seine Wunde reinigte. Sie musste es einfach wissen. Ihre Zukunft hing von seinem Nein ab.

„Ich glaube schon“, antwortete er ehrlich.

Sie runzelte die Stirn. „Dann spielt heute nichts eine Rolle, oder?“

Er war nicht zu betrunken, um nicht zu wissen, worauf sie hinaus wollte. „Alles spielt eine Rolle, Granger. Du, ich, und was vorhin fast im Wohnzimmer passiert ist.“

Sie richtete ihren Zauberstab auf seine Hand, warf einen Heilzauber darauf und verband sie, während er sprach. Als er geendet hatte, sah sie ihn an. „Was fast im Wohnzimmer passiert ist?“ Sie befestigte den Verband und ließ seine Hand los. Weiterhin auf den Knien sitzend beugte sie den Kopf, um die übrigen Pflaster wieder in den Erste-Hilfe-Koffer zu legen. Dabei fielen ihr die Haare wie ein Vorhang vors Gesicht und verbargen sie vor seinem Blick.

Er strich ihr mit seiner unverletzten Hand eine Locke beiseite und sagte: „Das hier.“ Dann legte er eine Hand an ihren Halsansatz und zog sie, von seinem Platz am Boden aus, zu sich, über seinen Schoß und küsste sie, mit seiner Hand fest an ihrem Hinterkopf in ihren Haaren vergraben, auf die Schläfe. Sie errötete und legte ihre Hände auf seine Schultern. Sie war ihm vollkommen ausgeliefert.

„Und vielleicht auch das“, fuhr er fort und platzierte eine kleine Reihe von Küssen ihren Kiefer entlang… erst ein Kuss, dann zwei, dann drei. Ihre Brust kribbelte vor Aufregung. So, wie sie auf seinem Schoß saß, konnte sie seine Erektion an ihrem Hintern fühlen, also war auch er wenigstens auch etwas erregt. Sie versuchte, sich enger an ihn zu schmiegen, ihr Gewicht etwas von ihm zu nehmen, indem sie leicht an seinen Schultern zog und drückte dabei ihre Brüste, die nur von einem dünnen T-shirt bedeckt waren, an seine Brust. Sie steigerte seine Not, ohne es zu merken, und Hitze durchfuhr ihn wie ein Energiestoß, beginnend in seiner Leistengegend und direkt in seinen Kopf. Er war ein Mann, dem jegliche Vernunft fehlte und er bewegte sich ungeschickt, legte sie auf den Teppich vor der Spüle und sich neben sie.

„Und definitiv das hier.“ Er senkte seinen Mund auf ihren, doch sie drehte ihr Gesicht zur Seite. Er legte einen Finger an ihr Kinn und drehte es wieder zu sich. „Was?“

„Wage es nicht, mich zu küssen.“ Mit aller Kraft drückte sie mit den Händen gegen seine Brust, um ihn von sich fernzuhalten.

Er lächelte. „Wieso nicht?“

„Du hast gesagt, du wärst betrunken. Ich will nicht, dass du bei unserem ersten Kuss betrunken bist.“

„Du hast dir Gedanken über unseren ersten Kuss gemacht?“

„Nein“, log sie.

„Aber du willst, dass wir einen ersten Kuss haben, oder?“

Sie wandte ihr Gesicht wieder ab.

Was soll’s, wenn er betrunken war, dachte er. Sie war rüde und das frustrierte ihn. Er legte ein Bein über ihren Körper und benutzte diesmal seine ganze Hand, um ihr Gesicht wieder zu sich zu drehen.

„Ich will dich so küssen, wie du geküsst werden musst, Granger.“ Hermine atmete so schwer, dass er leicht alarmiert war. Hatte sie einen Asthmaanfall oder etwas in der Art? Dann sah er die Tränen in ihren Augen. Verdammt, verdammt und doppelt verdammt. Er ließ den Kopf in ihre Halsbeuge fallen und nahm sein Bein von ihrem Körper, hielt sie jedoch am Boden. „Nicht weinen. Wein’ niemals meinetwegen, Hermine. Sag mir, was los ist. Willst du mich nicht küssen?“ Er hob seinen Kopf wieder von ihrer Schulter und sah ihr tief in die Augen.

„Natürlich will ich dich küssen“, gab sie zu.

„Und ich will dich küssen, also wo liegt das Problem?“

„Das Problem ist, dass du das Problem nicht siehst.“

„Bitte, mein Kopf dreht sich, also red’ bitte keinen Unsinn.“ Er legte seine Stirn an ihre und atmete tief ein.

„Warum interessierst du dich plötzlich für mich?“

Er hob seinen Kopf und blickte ihr in die Augen. „Ich würde nicht ‚plötzlich’ sagen. Ich dachte, es war von Anfang an klar.“

„Es war von Anfang an klar, dass du mich als eine Freundin betrachtest.“

„Vielleicht jetzt nicht mehr.“

„Vielleicht ist es jetzt zu spät“, sagte sie. „Du kannst nicht immer alles haben, was du willst.“

Er lachte. „Oh, süße, kleine Hermine. Doch, ich bekomme immer, was ich will.“

„Diesmal nicht.“ Sie versuchte, ihn von sich zu schubsen, doch er war einfach viel zu stark und zu schwer und sie gab auf. Sie konnte nur ihren Kopf drehen und anfangen, zu weinen. „Ich glaube, wir haben beide zuviel getrunken“, sagte sie schließlich.

„Morgen, wenn ich nüchtern und du weniger emotional bist, werde ich dich küssen, Hermine.“ Er stand, unter Schwierigkeiten, auf, und ließ sie auf dem Küchenboden liegen. Dort lag sie eine Zeit lang. Sie hatte keine Tür gehört, also nahm sie an, dass er noch nicht gegangen war. Sie stand auf und trat ins Wohnzimmer. Sie hatte Recht. Er lag auf ihrer Couch und schien tief und fest zu schlafen. Sie räumte die kaputte Flasche auf und wischte das verschüttete Bier auf. Dann schloss sie die Wohnungstür ab, machte das Licht aus und ging zurück zum Sofa. Dort nahm sie die Decke von der Rückenlehne und breitete sie vorsichtig, so wie er es neulich Nacht gemachthatte, über seinem Körper aus. Sie wollte gerade gehen, als er sie am Handgelenk packte.

Seine Augen waren immer noch geschlossen, doch sie wusste nun, dass er nicht schlief. „Ich habe dir einen Gute-Nacht-Kuss auf die Wange gegeben, als ich dich zugedeckt habe“, sagte er.

„Das war dein erster Fehler.“ Er hatte ihr Handgelenk immer noch eisern umklammert. Sie setzte sich schließlich neben seine Hüfte, auf das bisschen Platz, die sein großer Körper auf dem Sofa noch übrig ließ, und er öffnete seine Augen.

„Was war mein zweiter Fehler?“, fragte er.

Sie antwortete nicht, sondern stellte selbst eine Frage. „Was willst du wirklich von mir?“

„Du wirst mich hassen, wenn ich es dir sage.“ Er sagte das, weil er ganz ehrlich mit ihr befreundet bleiben wollte. Wirklich, weil ihm alles, was darüber hinausging, Angst machte. Er war niemals verliebt gewesen, nicht richtig. Er hatte haufenweise Beziehungen, viele Affären, einige Onenightstands und er hatte zu keiner dieser Frauen noch Kontakt. Wenn er ihre Freundschaft verlieren würde, würde er innerlich sterben. Trotzdem: Wenn er mit ihr nicht sein Glück versuchen sondern sie gehen lassen würde, was sagte das über seinen Charakter aus? Er war in einer Zwickmühle und wollte mit ihr als Freundin darüber sprechen und fragen, was er tun sollte, aber da sie das Problem war, war das wohl kaum eine Option.

Sie dachte über seine Antwort nach und wusste, dass sie es nur hassen würde, wenn er weiterhin nur mit ihr befreundet sein wollte und sie dann trotzdem küssen würde. Er konnte nicht beides haben. Sie atmete rasselnd ein, stieß die Luft langsam aus und sagte, „Sag es einfach.“

„Darf ich dich zuerst was fragen?“ Sie nickte und strich ihm die Haare aus der Stirn.

„Als du Lavender an Weihnachten und dann noch mal an Neujahr gesagt hast, dass du mich eines Tages heiraten wirst, warum hast du das gesagt?“

Sie war zu verlegen, um zu antworten. Warum sollte sie ihre Gefühle zugeben, bevor er es tat? Sie trug ihr Herz vor sich her und jeder konnte es sehen! Nur Draco Malfoy war zu blind. Sie konnte nichts dagegen tun, dass er seine Gefühle unter Verschluss hielt. Sie spürte wirklich, dass sie ihn eines Tages heiraten wollte, deshalb hatte sie es gesagt, aber das konnte sie ihm unmöglich sagen.

Sie schmiegte sich an seinen Körper, um neben ihm Platz auf dem Sofa zu haben. Er rückte ein Stück zur Seite, um ihr Platz zu machen. Er legte seine Fingerspitzen auf ihre Lippen und fuhr sie nach. Sie legte die Hand auf seine Wange und hielt sein Gesicht leicht fest. Hermine fand, dass er diese ganze „intime Geste“-Nummer auf ein neues Level brachte. Sie legte ihre Hand auf seine und führte sie von ihrem Mund weg.

Sie drehte sich so, dass sie zur Decke sehen konnte, weg von ihm. „Ich werde dir irgendwann eine Antwort geben, aber nicht jetzt. Sag mir, was du von mir willst und sag nicht nur, dass mich küssen willst.“

Er fragte sich, ob sie hellsehen konnte, denn das wollte er gerade. Da er aber wusste, dass er ihr wehtun würde, wenn er sagen würde, er wolle mit ihr befreundet bleiben und da er sie auch unbedingt küssen wollte, fehlte ihm die Antwort. Er war sich nicht sicher, was letztlich die Wahrheit war, also würde er ihr einfach nur sagen, dass er durcheinander war. Er wollte ihr auch wirklich sagen, dass er sie küssen wollte, aber das hatte sie ihm verdorben, indem sie gesagt hatte, er solle das nicht tun.

Stattdessen und wegen der Anfänge verworrener, alkoholbedingter Kopfschmerzen, zusammen mit einer verletzten Hand, sagte er, was er ursprünglich hatte sagen wollen. Zur Hölle mit seiner verlogenen, rückgratlosen Seele. „Ich will einfach nur mit dir befreundet sein.“

Sobald er den Schmerz in ihren Augen sah, wusste er, dass das die falsche Wahl gewesen war. Sie stand auf und seine Arme taten plötzlich weh, weil sie sich leer anfühlten. Er stützte seinen Körper auf dem Sofa auf und beobachtete, wie sie in Richtung Flur lief.

Sie wandte sich noch einmal um und sagte, „Wenn du mit mir befreundet sein willst, ist das okay. Das werden wir auch sein, aber Freunde kuscheln nicht auf dem Sofa. Freunde küssen sich nicht oder berühren gegenseitig ihre Beine und Wangen. Freunde lügen sich auch nicht an. Darüber solltest du besonders nachdenken. Wenn du auf meinem Sofa übernachten willst, bitte. Gute Nacht.“ Sie verließ das Zimmer, ging zu ihrem Schlafzimmer und verschloss die Tür. Dann fing sie an, zu weinen. Sie kramte ein Stück Pergament hervor und schrieb einen offenen Brief an den geheimnisvollen männlichen Autor. Sie fragte ihn, warum Männer so verwirrend waren. Sie fragte ihn, warum Männer immer wollten, was sie nicht haben konnten und es nicht wollten, wenn sie es haben konnten. Sie fragte ihn alles Mögliche und weinte dabei/beim Schreiben die ganze Zeit.

Er kletterte vom Sofa, setzte sich außen vor ihre Tür und wünschte den Stillezauber, den sie auf ihre Tür gelegt hatte, zur Hölle. Warum hatte er ihr gesagt, dass er nur mit ihr befreundet sein wollte? Es war die Wahrheit, aber nur zum Teil. Er wollte mehr als nur ein Freund sein, doch zuerst musste er sich ihrer Absichten sicher sein. Er wollte ihr Freund sein, ihr Liebhaber, ihr Partner und ihr… nein, egal. Er war gerade so verwirrt, dass er nicht wusste, was er wollte. Er wollte eigentlich nur, dass sie aufhörte, zu weinen. Er lag auf dem harten Holzboden ihres Flurs und versuchte zu schlafen, während die sanften Klänge ihrer Schluchzer in sein Hirn hämmerten und er träumte die ganze Nacht von zerberstenden Türen, Wangen, die berührt wurden, davon, wie er Michael Corner umbrachte und Hermine Granger küsste.

+++++

Vielen lieben Dank an Heily :) Leider hat es diesmal etwas länger gedauert, da ich etwas im Umzugsstress war. Ich hoffe, ihr seid nicht böse. Freue mich über Kommentare :)

LG
Nitsrek


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Ich will mehr wie jeder andere, dass Joanne K. Rowling mit meiner Luna zufrieden ist, denn es ist ihr Charakter. Ich hatte schon einen Albtraum davon, auf der After-Show-Party zu sein, Jo zu treffen und sie schüttelt nur ihren Kopf und schaut traurig. Das ist mein Irrwicht. Aber bis jetzt hat sie sich mir gegenüber positiv verhalten, also bin ich optimistisch.
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