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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 37

von Nitsrek

Hermine starrte sie nur an. Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte.

„Also, los“, sagte Pansy, packte Hermine und zog sie buchstäblich hinter sich her.

„Warte... aber... warte eine Minute!“, stammelte Hermine und bremste sich mit den Fersen ab, aber Pansy war - trotz ihrer zierlichen Figur und ihrem mädchenhaften Aussehen - wirklich ziemlich stark, also wurde Hermine noch ein paar Schritte weitergezerrt, bis sie es schaffte, das andere Mädchen zu bremsen.

„Willst du es hier machen, wo uns alle sehen können oder dort?“, fragte Pansy kühl und deutete auf ein leeres Zimmer. „Ich könnte nämlich gut auf Publikum verzichten.“

Hermine stöhnte ergeben und lief an Pansy vorbei in das Zimmer. Super. Genau was sie brauchte, damit der Tag noch besser wurde - ein geheimes Treffen mit Malfoys eifersüchtiger Exfreundin.

„Was willst du, Parkinson?“, fragte sie, als Pansy ihr gefolgt war und die Tür hinter ihnen geschlossen hatte.

„Habe ich dir schon gesagt - ich will dir das Armband wegnehmen.“

„Und wie hast du das vor?“, fragte Hermine und verschränkte ihre Arme. Pansy zu sagen, dass sie es anbehalten wollte, würde nur zu einem weiteren Streit führen, ohne den Hermine eigentlich sehr gut leben konnte.

„Naja, meine erste Wahl wäre natürlich, dir die Hand abzuhacken, aber ich denke, das würde nicht unbemerkt bleiben, also habe ich diese Idee aufgegeben... vorerst.“

Hermine rollte mit den Augen. „Vergiss es. Du kriegst es nur weg, wenn du Malfoy überzeugst, es mir abzunehmen.“

Pansy hob eine perfekt gezupfte Augenbraue. „So formell. Was? Er kann mit dir rummachen, aber du darfst seinen Vornamen nicht benutzen?“

„Das will ich gar nicht. Ich will nur, dass ihr verdammten Slytherins mich endlich in Ruhe lasst!“

„Oh, ich denke, ich spreche für die meisten von uns, wenn ich sage: Wir wollen auch nicht unbedingt unsere Zeit mit dir verbringen. Aber ich will, dass du dieses Ding los bist.“

Sie war näher gekommen und ihre manikürte Hand packte ziemlich gewaltsam Hermines Handgelenk, um das Armband zu inspizieren. Hermine ließ es zu, wissend, dass sie nichts tun konnte, und denkend, dass es einfacher sein würde, Pansy das selbst feststellen zu lassen.

Während sie darauf wartete, dass die Slytherin-Schülerin zu irgendeinem Schluss kam, betrachtete Hermine sie. Wirklich. Das hatte sie bisher nie getan. Sie war immer nur die nervige Blondine gewesen, die zu Malfoys Anhängern gehörte.

Sie war tatsächlich hübsch. Wirklich hübsch.

Ihre Haare waren glatt, hatten eine schöne blonde Farbe und wirkten sehr weich. Sie benutzte wahrscheinlich Spülungen und hundert andere Produkte, damit es so schön war. Ihre Ohren hatten Löcher und sie trug kleine Diamantanhänger an... war das Silber oder Platin? Hermine kniff die Augen zusammen und überlegte. Sie konnte immer noch keinen klaren Unterschied erkennen. Sie trug sogar ein dezentes Make-up, das man kaum bemerkte, das ihre Vorzüge aber nur noch mehr betonte. Hermine nahm den schwachen Duft eines unzweifelhaft sehr teuren Parfums wahr.

Sie verglich sich mit ihr. Sie wusch und kämmte ihre - langweiligen, mausbraunen und hoffnungslos wilden - Haare nur, und versagte beim Kämmen oft genug. Sie benutzte keine Spülung. Sie trug keine Ohrringe. Sie zupfte nicht ihre Augenbrauen. Ihre Maniküre bestand daraus, ihre Fingernägel auf eine tolerierbare Länge zu kürzen. Sie trug niemals Make-up. Auch kein Parfum.
Warum zur Hölle fühlte Parkinson sich bedroht? Offensichtlich war sie diejenige, die jeder Junge wollen würde. Hübsch und gepflegt, wohlriechend und... mädchenhaft. Hermine war nur eine Art Klumpen, gefüllt mit Bücherwissen. Die einzige Art, auf die ein Junge sie bemerken würde, wäre durch eine vorhergehende Freundschaft.

Nicht, dass sie das stören würde, rief sie sich ins Gedächtnis. Beziehungen, die auf Freundschaften beruhten, waren besser, tiefer, stabiler, weniger oberflächlich... aber sie würde immer im Schatten schönerer Mädchen stehen. Mädchen wie Lavender Brown oder Pansy Parkinson.

„Ich denke, ich hab’s“, sagte Pansy plötzlich und zog ihren Zauberstab.

Hermine hatte kaum Zeit, sie beunruhigt anzublicken, bevor Pansy etwas murmelte, leicht das Armband mit dem Zauberstab berührte und einen Funken erzeugte, der Hermine schmerzerfüllt zurückzucken ließ und ein dunkelrotes Mal hinterließ.

Sie entriss Pansy fauchend ihre Hand.

„Okay, anscheinend nicht“, sagte Pansy und zog ein Stück Pergament aus ihrer Tasche. „Aber ich habe noch ein paar Ideen...“

„Nein!“, sagte Hermine aufgebracht. „Keine weiteren Ideen!“

„Sei kein Weichei“, schimpfte Pansy. „Du willst es doch auch los sein, oder?“ Ihre Stimme wurde am Ende schrill und hinterließ eine versteckte, wenn auch deutliche, Warnung.

„Nein, will ich nicht! Es ist eine Abmachung. Was auch immer du für Probleme mit Malfoy hast, klär sie mit ihm. Aber wenn nicht er derjenige ist, der mich freilässt, behalte ich das an!“

Pansy kniff ihre Augen zusammen. „Also stimmt es? Du bist verrückt genug, es tragen zu wollen?“

„Verrückt?“, fragte Hermine leicht verwirrt.

„Hör mir zu“, zischte Pansy leise. „Du bist Draco vielleicht zum Rummachen gut genug; du hast immerhin diese verbotene Aura, nehme ich an. Aber am Ende des Tages bist du immer noch nur ein durchschnittlich aussehendes, gewöhnliches Schlammblut. Er wird sich nie mit irgendwas davon abfinden, mal ganz zu schweigen vom Gesamtpaket.“

Hermine verschränkte wieder ihre Arme, diesmal nicht nur wütend, sondern auch verletzt von Pansys Urteil, auch wenn es ihrem eigenen ähnelte. Ja und, dann hatte sie eben nicht Pansys Aussehen! Sie hatte ein Gehirn. Und es interessierte sie nicht, ob Malfoy oder irgendein anderer Junge sie wollte. Vor allem nicht, wenn er so oberflächlich dachte.

„Ich denke, du hast da etwas falsch verstanden“, sagte sie kühl. „Ich will deinen Ex nicht.“

Pansy schnaubte. „Natürlich nicht. Das habe ich auch gesehen. Wie du ihn nicht willst.“

Hermines Wangen färbten sich rot. Sie war sich nicht bewusst gewesen, dass Pansy sie gesehen hatte. „Ich war betrunken. Ich hätte vermutlich nach der richtigen Menge auch mit dir rumgemacht.“

Pansy rümpfte die Nase. „Ja, tut mir leid, ist nicht mein Fall.“

„Das war kein Angebot“, knurrte Hermine. „Ich meine nur... naja... komm drüber hinweg! Und wenn das nicht klappt, lass es an Malfoy aus. Er ist der fremdgehende Mistkerl, nicht ich!“

Sie schob sich an Pansy vorbei auf den Flur, die Nase gestrichen voll.

Sie wollte gerade zurück in den Gryffindor-Turm, als sie ihre Meinung änderte. Sie wollte allein sein. Sie würde in ihrem Zimmer zwar allein sein, aber vorher müsste sie durch den Gemeinschaftsraum, in dem vermutlich Harry, Ginny, Ron, oder irgendeine Kombination dieser drei saß. Sie war nicht in Stimmung. Sie konnte gerade nicht damit umgehen. Sie konnte diese Blicke nicht ertragen, die sie für ihren Fehler verurteilten, ihre Motive in Frage stellten, sie beurteilten und sie am Schluss für schuldig befanden.

Sie war so müde.

Also kehrte sie zurück in die Bibliothek und suchte sich eine ruhige Ecke, wo niemand sie stören würde, versteckt hinter einem großen, staubigen, alten Buch.

+++++

Wie Hermine es geschafft hatte, dass seine Hausaufgabe so leicht schien, konnte Draco nicht verstehen. Er starrte in seine Bücher und stöhnte. Er sah es einfach nicht. Er suchte in seiner Tasche nach dem Pergament, auf dem sie für ihn eine verständliche Übersicht erstellt hatte. Gut, sie war besser als er. Das hieß nicht, dass er dumm war. Es hieß nur, dass ihm die 99 Gebrauchsmöglichkeiten von Salamanderblut oder irgendwelche anderen kleinkarierten Wissensfetzen, die alle anderen in ihrem Schuljahr bereits vergessen hatten, egal waren.

Als er das Pergament hervor zog, fiel ein kleiner Beutel aus der Tasche und zu Boden.

„Was zur...?“ Er kniff die Augen zusammen. Freches Stück! Dachte sie wirklich, sie würde ihre Diskussion so leicht gewinnen?

Er packte den Beutel, verließ sein Zimmer und die Kerker und lief zur Bibliothek, die Hausaufgaben vergessen. Er wusste, dass sie da war. Sie hatte sie irgendwann kurz verlassen - und er musste sie fragen, was sie sich zu dem Zeitpunkt erlaubt hatte - aber nun war sie zurück, mieser gelaunt als sonst.

Vorhin war sie noch nicht mies gelaunt gewesen. Nicht, bis Weasley sie unterbrochen hatte.

Er hätte es nicht erlauben dürfen. Es war nervig, wenn sie schlecht drauf war.

Er fand sie an einem Tisch in der hintersten Ecke versteckt, ihr Rücken zu ihm, ihre Nase natürlich in einem riesigen Buch über Gott-Weiß-Was vergraben.

„Hey, Granger!“, sagte er, bevor er bei ihr ankam. „Was soll das sein?“

Sie erschrak beim Klang ihres Namens, und als er neben ihr stand, wandte sie den Blick ab. Er runzelte die Stirn. Konnte sie ihn jetzt nicht einmal mehr ansehen?

„Was willst du jetzt, Malfoy?“, fragte sie mit belegter Stimme.

Seine Stirnfalten vertieften sich. Irgendetwas stimmte nicht.

Er ließ den Beutel auf den Tisch fallen und neigte sich über ihre Schulter. „Was soll das?“, knurrte er.

Sie erstarrte und wandte sich noch weiter ab. „Oh, das.“ Ein mickriges Murmeln. „Stimmt. Kommt nicht mehr vor. Tut mir leid.“

Einfach so? Keine Diskussion? Er richtete sich auf und lief langsam um den Tisch, bis er sie aus einem Winkel sah, wo sie sich nicht hinter ihren Haarbüscheln verstecken konnte.

Er starrte.

Die Veränderung war nicht groß, aber sie hatte eindeutig geweint.

„Was ist passiert?“, fragte er. Granger weinte doch nicht... oder doch?

Sie funkelte ihn herausfordernd an. „Du bist passiert“, erwiderte sie.

„Ich passiere schon seit Wochen; die ganze Zeit flennst du schon?“, fragte er aufgebracht.

Sie starrte ihn an. „Wie immer bist du ein Muster an Mitgefühl.“

Er verschränkte die Arme. „Also... was? Bist du enttäuscht, dass Weasley das Armband nicht abbekommen hat?“

Ihr Mund klappte auf. „W-woher weißt du davon?“

Er zeigte ihr seine Hand und bewegte den Ring leicht, damit sie das rote Mal sehen konnte, das ihrem sehr ähnelte. „Ich habe die verdammte Auswirkung gespürt, Granger. Soll ich das einfach ignorieren?“

„Es war nicht Ron“, sagte sie. „Halt ihn da raus.“

„Also, nur du?“, fragte Draco schwer enttäuscht.

Sie antwortete nicht, sondern senkte ihren Blick auf das Buch vor ihr.

„Antworte, Granger! Hast du das selbst gemacht?“ Es machte ihn extrem wütend, dass er ihr das befehlen musste.

„Nein!“, sagte sie durch zusammengebissene Zähne. „Es war Parkinson.“

Das überraschte ihn. Pansy hatte sich so lang passiv verhalten, dass er nicht bedacht hatte, dass sie etwas plante.

„Was hat sie noch getan?“, fragte er.

Hermine zuckte mit den Schultern. „Nichts weiter. Hauptsächlich hat sie mich beleidigt.“

„Und das löst diesen... Zustand aus?“ Er rümpfte die Nase.

Sie sah ihn abfällig an. „Natürlich nicht. Seit wann interessiert es mich, was dieses... Mädchen... denkt?“

Die Art, wie sie ‚Mädchen’ sagte, wies deutlich darauf hin, dass sie einen Haufen anderer - weniger schmeichelhaftere - Wörter im Kopf hatte, um Pansy zu beschreiben. Ziemlich mutig, wenn man die Umstände bedachte.

Er warf ihr einen bösen Blick zu, „Vorsicht. Ich mag sie sehr viel lieber als dich - egal, was sie vorhatte.“

„Erzähl mir nicht, du glaubst mir tatsächlich, dass ich kein Interesse daran hatte, mir von Parkinson das Armband abnehmen zu lassen?“, motzte sie. „Ich könnte an dem Schock sterben.“

„Irgendwie ist das leichter zu glauben, als dass du mit Pansy zusammenarbeiten würdest“, murmelte er.

„Kannst du mich dann in Ruhe lassen?“, fragte sie müde.

Sie wollte ihm anscheinend wirklich nicht sagen, was los war. Nachdem es nichts mit Pansy zu tun hatte - vorausgesetzt, dass sie da die Wahrheit sagte - musste es wohl mit dem Wiesel zusammenhängen.

Er könnte sie natürlich zwingen, ihm die Wahrheit zu sagen. Er könnte verlangen, dass sie ihm erzählte, was sie so aufgebracht hatte, indem er ihr einfach den Befehl gab.

Das würde seiner Neugier helfen.

Und sie vermutlich noch mehr aufregen.

Er würde ihre schlechte Laune wohl ertragen müssen.

Am Ende ließ er sie einfach allein. Mal wieder.

+++++

Freitag. Tag 21. Außerdem der 14. November, wenn man es genau nehmen wollte. Ein grauer, regnerischer Tag, der perfekt zu Hermines Laune passte.

Drei Wochen diese Behandlung würde jeden deprimieren.

Draco hatte sie tatsächlich den Großteil des Tages allein gelassen und ihr nur kurz gesagt, dass er sie heute nicht brauchte. Das war neu. Vielleicht langweilte sie ihn wirklich langsam.

Sie hatte gesehen, wie er mit Pansy stritt.

Anscheinend schätzte er es nicht, wenn jemand sein Spielzeug kaputtmachen wollte - selbst wenn er nicht mehr damit spielte. Sie hätte zu gern gehört, was die beiden sich zu sagen hatten, aber sie bekam keine Chance, das Pärchen zu belauschen.

Sie hoffte nur, dass es für beide Seiten hässlich war.

Ein Mädchen durfte ja wohl träumen.

Ron mied sie. Ginny starrte sie zu den Mahlzeiten finster an. Harry versuchte, normal zu wirken, aber es war sehr gezwungen.

Sie war in der Hölle.

Nach dem Unterricht brachte sie ihre Tasche auf ihr Zimmer, bevor sie den Turm wieder verließ. Sie war nicht in Stimmung, an einem Ort zu bleiben, wo man sie finden konnte. Damit schied auch die Bibliothek aus. Sie suchte sich einen kaum genutzten Korridor im hinteren Teil des dritten Stocks. Die Fensterbänke waren niedrig, breit und in die Steinwand gehauen, also setzte sie sich dorthin, blickte in den wolkigen Himmel und... dachte nicht nach.

Es war schön, einmal nicht zu denken.

Ihr Frieden hielt eine Stunde, bevor Draco sie aufsuchte.

„Was ist denn jetzt?“, fragte sie ruhig.

„Ich wusste nicht, dass du deine Freizeit schmollend verbringst“, erwiderte er.

„Ist es wichtig, was ich damit mache? Wenn du bestimmte Wünsche hattest, hättest du mir das nur sagen müssen.“

Er kniff seine Augen zusammen. „Ich sage es dir jetzt. Hol deinen Mantel.“

Sie stand langsam auf. „Du schickst mich nach draußen? Warum?“

„Ich habe Training. Wenn du nur schmollst, kann ich mir wenigstens einen Spaß daraus machen.“

Sie schüttelte den Kopf, verständnislos. „Ich hasse Quidditch und es ist kalt draußen.“

„Deswegen schlage ich vor, dass du deinen Mantel holst.“

„Kannst du mich nicht einfach in Frieden lassen?“

„Das habe ich versucht, und du schmollst trotzdem. Jetzt machen wir es so, wie ich es will.“

„Wie? Indem du sicherstellst, dass ich dich hasse?“

Er lächelte angespannt. „Genau. Hol deinen Mantel.“

+++++

Es war nicht kalt. Es war eiskalt. Hermines Gesicht fühlte sich an, als würde jemand sie mit kleinen Eisnadeln stechen - zumindest da, wo es sich nicht taub anfühlte. Der anhaltende Wind half nicht. Oder der Nieselregen. Regnete es immer, wenn sie Training hatten? Das letzte Mal, als sie zuschauen musste, hatte es auch geregnet.

Sie blickte hinauf in den sich verdunkelnden Himmel. Sie konnte kaum etwas sehen. Wie konnten sie etwas sehen? Und da oben musste es ungefähr dreimal so kalt sein. Sie zitterte allein bei dem Gedanken und zog ihren Mantel enger um sich.
Slytherins mussten wirklich Kaltblüter sein.

Sie saß nicht auf der Tribüne, sondern stand vor ihr. Das war nicht Malfoys Schuld. Sie hatte nur festgestellt, dass es unangenehme Erinnerungen an das Gryffindor-Slytherin-Spiel mit sich brachte, wenn sie auf der Tribüne saß. Außerdem konnte sie sich so bewegen, wenn es zu kalt wurde, oder sich an die Tribüne lehnen, wenn es langweilig wurde. Sie langweilte sich sehr.

Plötzlich rief jemand laut genug, dass Hermine es durch den Wind hören konnte. Sie sah auf und kniff ihre Augen zusammen, um zu erkennen, was los war. Der Klatscher kam aus dem Nichts und traf sie direkt in den Oberkörper, raubte ihr den Atem und warf sie mit solcher Wucht gegen die Tribüne, dass die Bretter brachen.

Sie spürte einen scharfen Schmerz in Brust und Schulter, dann kam nichts mehr.

+++++

Vorschau

+++++

„Du musst in den Krankenflügel“, sagte Blaise ruhig.

„N-nein“, keuchte Draco. „Es geht mir gut, echt. Nur ein bisschen... außer Atem...“

„Das soll ‚gut’ sein?“, fragte Blaise und zeigte Draco seine Hand. Sie blutete.


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