Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 39

von Nitsrek

Draco war etwas schwindelig, aber sonst ging es ihm besser. Er war auf dem Weg zum Mittagessen. Die Wunde hatte etwas geblutet, als er das Shirt weg gezerrt hatte, und die Säuberung während dem Duschen war die reinste Qual gewesen, aber er hatte es endlich geschafft, die Blutung zu stoppen, und jetzt war er am Verhungern.

Er lief zu Blaise, der bereits glücklich aß, und ließ sich neben ihm fallen.

„Ah, da bist du ja“, sagte Blaise fröhlich. „Ich wollte nach dem Mittagessen sehen, ob du noch lebst.“

„Du wolltest sehen, ob ich noch lebe… nach dem Mittagessen… Danke, Mann“, murmelte Draco sarkastisch.

„Hey, Essen ist wichtig.“ Blaise zuckte mit den Schultern und grinste. „Ich wollte nicht, dass deine Leiche meinen Appetit ruiniert.“

Draco glaubte wirklich, dass das Blaises Prioritäten waren. Er hatte noch nie erlebt, wie der andere Junge eine Mahlzeit verpasste. „Gib mir einfach irgendwas…“, seufzte er.

Blaise gab Draco einen Teller mit Rosenkohl. Sonst nichts.

„Ähm…“, sagte Draco und schob den Teller weg. „Vielleicht etwas Anderes, bitte.“

„Nein, iss. Du siehst scheiße aus; du kannst das Eisen gebrauchen.“

Draco runzelte verärgert die Stirn. „Es geht mir gut, Blaise. Hör auf, mich zu bemuttern und gib mir etwas Richtiges zu essen.“

Für eine Sekunde antwortete Blaise nicht und Draco sah auf, um zu schauen, wo seine Aufmerksamkeit hin war. Draco folgte seinem Blick und entdeckte Tracey, die zum anderen Ende des Tischs lief. Sie würdigte Blaise keines Blickes, unterhielt sich aber fröhlich mit Daphne. Draco sah wieder seinen Freund an, der nun seinen Blick gesenkt hatte und auf seinen Teller starrte, als hätte ihn jemand mit Rosenkohl vollgeladen.

Draco spürte einen Stich, den er nur schwer identifizieren konnte. Mitleid? Aber Blaise hatte damals gewusst, worauf er sich einließ, also war es sein Problem… oder nicht?

„Nimm dir doch selbst was, wenn es dir so gut geht“, sagte Blaise plötzlich und hob eine Augenbraue, als wäre das alles gerade nicht passiert.

Draco blinzelte. Blaise würde offensichtlich so tun, als wäre nichts geschehen, als würde nicht das Mädchen, das er wollte, ihn bei jeder Gelegenheit piesacken, als wäre wirklich seine einzige Sorge, Draco dazu zu bringen, Rosenkohl zu essen.

Draco merkte, dass es ihn nicht störte, wenn Blaise so tun wollte. Er wüsste nicht, was er über Tracey sagen sollte.

Natürlich konnte Draco sich nicht einfach anderes Essen nehmen, weil es ihm nicht gut ging, und er befürchtete, dass seine Wunde aufplatzen könnte, wenn er sich zu sehr streckte. Er seufzte. „Gönn mir doch bitte eine Pause, Blaise.“

„Nein“, sagte Blaise streng. „Iss, oder ich sage es Theo… und Granger. Was wäre wohl schlimmer?“

Draco schluckte. Er wollte es nicht herausfinden. Vermutlich Theo. Granger würde es nur nicht verstehen, und er hatte keine Ahnung, wie sie reagieren würde. Sie war manchmal so unvorhersehbar. Sie würde ihn aber wahrscheinlich nicht umbringen.

Er fühlte sich verantwortlich für die ganze Sache. Er wusste, er hätte sie in Ruhe lassen sollen. Er hatte sich nur so geärgert und gewusst, dass sie Quiddtich extrem langweilig finden würde, und dass die Kälte sie stören würde, also hatte er sie geholt… um sie zu ärgern.

Es war so dumm. Er verdiente die verdammte Wunde an seiner Schulter.

Theo jedoch würde alles ganz falsch verstehen. Er würde denken, dass Draco Granger mochte – was natürlich nicht stimmte. Er wollte nur nicht, dass sie sich ernsthaft verletzte. Es war nur ein dummes Spiel, um festzulegen, wer hier den Ton angab. Er wollte ihr nie Schaden zufügen. Er war nicht gewalttätig. Gut, er hatte letztes Jahr Potters Nase gebrochen, aber das hatte Potter verdient gehabt, weil er die Nase immer in fremde Angelegenheiten steckte.

Er seufzte wieder.

Theo würde denken, er wollte ihm Konkurrenz machen. Als würde es soweit kommen. Als wäre er überhaupt Konkurrenz, wenn es soweit käme. Als ob…

„Du isst nichts“, unterbrach Blaise seine Gedanken.

Draco stierte auf sein essen und stach mit der Gabel in das widerliche Gemüse.

Blaise grinst sehr zufrieden mit sich, was in Draco einen Haufen langsamer und schmerzhafter Todesarten für nervige Freunde aufkeimen ließ.

+++++

Hermine lief in die Große Halle. Sie würde genau pünktlich zum Mittagessen kommen. Ihre Verletzungen waren gar nicht so schlimm; sie hatte doch gewusst, dass Malfoy nur überreagierte. Madam Pomfrey hatte zuerst auch überreagiert und ihr eilig einen Trank gegeben, der gegen Blutverlust half, dann hatte sie die Wunde gesäubert und geschlossen; aber es hatte gar nicht so sehr geblutet. Die Wunde hatte sich fast schon wieder geschlossen, bevor sie überhaupt im Krankenflügel ankam, und auch wenn der Schock im Laufe der Nacht nachgelassen hatte und sie inzwischen ihre Schnitte, die blauen Flecken und die Schmerzen an ihren Rippen spürte, war es gar nicht so schlimm. Sie hatte nicht einmal eine Narbe.

Draco Malfoy war einfach ein Weichei. Nichts Neues. Das merkwürdige war, dass er sich ihretwegen wie ein Weichei verhielt.

Naja. Es hatte ernster ausgesehen, als es war, und er hatte vermutlich Angst gehabt, wie er am Ende dastehen würde. Er hatte sie immerhin gezwungen, dort zu sein.

„Hey, Granger!“, rief jemand, als sie am Slytherin-Tisch vorbei kam. Überrascht blieb sie stehen und drehte sich um. Zabini? Was…? „Was macht deine Schulter?“, fragte er.

Sie runzelte die Stirn. Was interessierte das Zabini? Warum sah Malfoy ihn so böse an? „Äh…“, sagte sie langsam, ihr Blick huschte zwischen den beiden Slytherins hin und her. „Ist in Ordnung, danke.“ Warum aß Malfoy nur Rosenkohl?

Zabini strahlte sie an. „Gut, gut. Lauf weiter.“

Sie drehte sich um und hörte direkt ein lautes Klirren, was sie wieder herumfahren ließ. Sie aßen nur ihr Mittagessen. Sie kniff die Augen zusammen. Wimmert Zabini?

Malfoy blickte sie unschuldig an. „Willst du irgendwas, Granger?“ Er sah müde aus.

Mit einem Stirnrunzeln schüttelte sie den Kopf und lief zu ihrem Tisch.

„Hey, wie geht es dir?“, fragte Harry, als sie sich setzte.

Sie zuckte mit den Schultern. „Gut, danke. So schlimm war es nicht.“

„Muss es aber gewesen sein“, warf Ron ein, ohne sie anzusehen. „Vaisey ist sogar aus der Mannschaft geflogen.“

„Wer?“, fragte sie leicht verwirrt.

„Du bist von einem Klatscher getroffen worden, oder nicht?“, fragte Harry.

Hermine nickte.

„Vaisey“, erklärte er ruhig. „Er ist… war… einer der Treiber im Slytherin-Team. Einer der talentiertesten Spieler und der Kapitän. Sie müssen jetzt nach einem neuen Treiber suchen und einen anderen zum Kapitän ernennen. Es wird ihr Spiel ziemlich durcheinander bringen.“

„Denkst du, Malfoy wird der nächste Kapitän sein?“, fragte Ron.

Harry zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hat er ihn deshalb verpetzt. Aber er sollte wissen, dass es ihre Chancen, den Hauspokal zu gewinnen, drastisch reduziert.“

„Malfoy hat ihn angeschwärzt?“, fragte Hermine.

„Wissen wir nicht“, sagte Harry, „aber wer sollte es sonst sein?“

„Es war Malfoy“, sagte Ron, ohne von seiner Mahlzeit aufzublicken. „Glaubt mir.“

„Denkst du wirklich, dass er so unbedingt Kapitän werden will?“, fragte Harry interessiert.

Ron schob seinen Teller von sich und blickte Hermine zum ersten Mal direkt an. „Nein“, sagte er nur, dann stand er auf und ging.

+++++

Sie hatten sich wieder in der Bibliothek getroffen. Draco seufzte. Er wollte das nicht. Er könnte sich natürlich auch einfach dazu entscheiden, nicht aufzutauchen und sich dann eine lahme Ausrede überlegen, aber er befürchtete, dass Granger merken würde, dass etwas nicht stimmte. Wie Theo ihn nach dem Mittagessen angesehen hatte… Er konnte es nicht riskieren.

Er konnte es kaum erwarten, dass die Wette endlich vorbei war, aber gleichzeitig graute es ihm davor. Er fürchtete die Leere.

Ihm graute so sehr davor, dass er über Dinge nachdachte, an die er nicht denken sollte. Wie zum Beispiel, wieder mit Pansy zusammen zu kommen, damit sie es tragen würde. Es war erbärmlich. Sein Magen rumorte bei dem Gedanken, Pansy auf diese Art auszunutzen… und schlimmer noch: Er wollte es nicht wirklich. Er wollte, dass Hermine es weiter trug.

Sie würde es nie anbehalten. Nicht einmal, wenn er ihr alle Reichtümer seines Vaters anbot. Er könnte ihr die ganze Welt anbieten und sie würde es nicht tun. Er wusste, dass sie es hasste. Verabscheute. Man konnte sogar an ihrer Körpersprache merken, wie das Armband sie nervte. Wenn sie ihren Arm bewegte und das Armband um ihr Handgelenk glitt, runzelte sie die Stirn und ihre Bewegungen wurden ungeduldig und abrupt. Sie würde sich freuen, wenn es ab wäre.

Er musste damit leben.

Er lief zu dem Tisch, wo Hermine natürlich bereits mit einigen dicken Bänden saß, und stellte behutsam seine Tasche ab. Seine Schulter pochte dumpf.

„Du bist spät dran“, sagte sie vorwurfsvoll.

Er grinste. „Das ist mein Recht. Wenn du den Ring trägst, darfst du die Regeln aufstellen.“

„Dann gib mir bitte den Ring“, sagte sie kühl.

Er schnaubte. „Was macht deine Wunde?“

„Ist verheilt. Was macht dein Kopf?“

Er blinzelte sie an. Was?

„Theo hat mir erzählt, dass du ihn dir gestern angestoßen hättest.“

Oh. „Ist in Ordnung“, murmelte er. Sie hatte mit Theo gesprochen? Wann?

Sie grinste. „Ja, ich dachte aber, das würde sowieso keinen großen Schaden anrichten.“

Er blickte sie finster an. „Vorsichtig, Granger.“ Er setzte sich schwerfällig hin. „Was machen wir heute?“

Sie runzelte missbilligend die Stirn. „Das weißt du nicht? Machst du dir überhaupt Gedanken über deine Hausaufgaben?“

„Nein“, seufzte er. „Ehrlich gesagt nicht. Aber ich sollte sie besser erledigen, oder?“ Er bückte sich und zog Bücher aus seiner Tasche.

Sie verschränkte die Arme, kniff die Augen zusammen und schürzte ihre Lippen, während sie über ihn nachdachte. Super. Nur Hermine Granger würde fehlenden Enthusiasmus für Hausaufgaben merkwürdig finden.

„Schauen wir uns einfach meinen Zaubertränke-Aufsatz an. Ich schwöre, Slughorn will mir an den Kragen“, sagte er und fand seine Feder.

„Nein, will er nicht“, widersprach Hermine ihm. „Er will nur, dass du gut arbeitest.“

Draco schnaubte. „Ja… wenn du das sagst, Granger.“

„Gib her.“ Sie schnappte sich seinen Aufsatz. „Oh…“

Er hob eine Augenbraue und lehnte sich in seinem Stuhl zurück.

„Nun…“, sagte sie und blickte ihn an. „Das ist etwas… schwierig.“

Er wollte fast lachen über ihre verkniffene Art, nicht zugeben zu wollen, dass sie falsch lag.

Sie runzelte die Stirn. „Hör auf, mich auszulachen und schlag lieber nach.“

„Ich lache dich nicht aus“, widersprach er und kämpfte vergeblich gegen sein Grinsen.

„Oh doch, tust du. Nur weil das hier nicht leicht ist, heißt das nicht, dass ich Unrecht habe.“

„Natürlich nicht“, antwortete er höflich, und als sie ihn aufgebracht ansah, lachte er tatsächlich laut auf.

„Ist das nicht interessant?“, sagte eine Stimme und beendete Dracos Lachen sofort.

Theo. Was tat er hier?

Draco blickte den anderen Jungen, der undeutbar wie immer aussah, an. „Wie geht’s, Mann?“, fragte er und zwang sich, locker zu klingen, wofür er sich hasste.

„Ich wurde von Professor McGonagall aufgehalten; ich soll dir das hier geben“, sagte Theo an Hermine gewandt und gab ihr eine Schriftrolle. „Ich denke, es hat was mit der Verletzung von gestern zu tun.“ Er sah wieder Draco an. „Sie stellen gründliche Untersuchungen an.“

Hermine runzelte die Stirn. Das tat sie in letzter Zeit häufig. Ihre Emotionen änderten sich jedoch nicht. „Es ist nichts passiert“, sagte sie. „Ich wurde von einem verirrten Klatscher getroffen; das passiert doch wohl nicht zum ersten mal.“

Theo blickte Hermine an. „Die Lehrer wissen vielleicht nicht genau, was hier vor sich geht, aber sie sind nicht dumm. Sie haben bemerkt, dass etwas anders ist als sonst und dass nun zum zweiten Mal innerhalb von kürzester Zeit durch Slytherins verletzt wurdest. Sie haben auch bemerkt, dass du dich anders benimmst als sonst, dass du sehr viel mehr Zeit mit Slytherins verbringst, als man es von einer Muggel-geborenen Gryffindor erwarten würde und so weiter.“

Draco spürte, wie sein Herz unangenehm heftig und schnell schlug. Er hatte noch acht Tage. Sie konnten es noch nicht beenden. Er wollte die Zeit, die ihm zustand. Er brauchte sie. Er schluckte schwer und beruhigte sich, dass er nur überreagierte.

„Ich habe keine Regeln gebrochen!“, widersprach Hermine. „Sie können mich nicht ins Kreuzverhör nehmen, weil ich mich anders benehme, als sie es erwarten.“

„Ins was?“, fragte Draco.

Hermine blinzelte. „Ich meine, sie dürfen mich nicht befragen. Sie dürfen sich nicht einfach so in meine Privatangelegenheiten einmischen!“

„Du bist Schulsprecherin“, erinnerte Theo sie. „Und du bist schikaniert worden. Natürlich dürfen sie sich darüber informieren.“

„Ich bin nicht schikaniert worden“, beharrte Hermine. „Malfoy, du warst doch da. Sag ihm, dass es ein Unfall war!“

Theo drehte sich mit hochgezogenen Augenbrauen zu Draco. Dieser öffnete den Mund, schloss ihn aber gleich wieder. Was zur Hölle erwarteten sie von ihm? Granger war vermutlich die Einzige an der Schule, die Zweifel hatte, dass Vaisey es absichtlich getan hatte.

„Malfoy?“, bohrte sie.

Er seufzte. „Sei nicht dumm, Granger“, sagte er so herablassend wie möglich. „Natürlich war es kein Unfall. Vaisey hat auf dich gezielt und getroffen.“

„Also, hast wirklich du ihn gemeldet?“, fragte sie mit großen Augen.

Oh, verdammt nochmal!

„Nein“, sagte er, was technisch nicht gelogen war. Blaise war es gewesen. „Aber wir wissen alle, dass es Absicht war. Er war nicht gerade glücklich, dass du da warst. Er dachte, du würdest unsere Spielzüge an die Gryffindors weitergeben. Spielt ja keine Rolle, dass fast ganz Hogwarts weiß, dass du kaum einen Schnatz von einem Quaffel unterscheiden kannst.“

Hermines Wangen röteten sich. Sie wurde nicht gerne an Dinge erinnert, die sie nicht perfekt meisterte. „Dann ist das also alles deine Schuld, ja?“, fragte sie mit kalter Stimme.

Draco antwortete nicht. Es war seine Schuld. Er wusste es. Aber wenn sie das so sagte… Er knirschte mit den Zähnen, unfähig, den Blickkontakt zu unterbrechen. Ja, es war alles seine Schuld, aber er mochte nicht, dass sie ihm die Schuld gab. Er hatte alles getan, um es wieder gerade zu biegen. Er hatte den Schmerz genommen. Ihre Wunde. Er hatte Vaisey melden lassen, auch wenn es Slytherin vermutlich den Pokal kosten würde, und wissend, dass sein wackeliges Ansehen in seinem Haus nur noch mehr litt. Und sie hatte nur einen kühlen Blick für ihn übrig, der ihm sagte, dass er weniger wert war als der Dreck auf ihren Schuhen.

Er versuchte, sich zu sagen, dass sie nichts davon wusste, aber es half nichts. Es tat trotzdem weh. Er wusste, dass es dumm war, aber irgendwie hatte er erwartet, dass sie spüren würde, was er getan hatte… für sie.

„Ja“, sagte er endlich. „Ich muss los.“ Er stand auf und warf seine Sachen in seine Tasche, egal, ob er damit einen komischen Eindruck machte oder nicht. Er wollte nur raus hier, verdammt. Das wollten sie doch – ohne ihn allein sein.

Er warf seine Tasche über seine Schulter, ignorierte den scharfen Schmerz, als der Träger die Wunde traf und das Gewicht darauf drückte. Falsche Schulter. Zu spät, um jetzt etwas dagegen zu tun. Er wandte sich zum Gehen und war schon fast an der Tür, als Theo nach ihm rief. Er blieb stehen. Was denn jetzt? Konnten sie ihn nicht… einfach in Ruhe lassen?

„Was denn?“, fragte er genervt.

„Ich denke“, sagte Theo ruhig, „du solltest in den Krankenflügel gehen. Du blutest.“

Draco sah hinab auf seine Schulter und sah, wie sich der rote Fleck ausbreitete.

Oh, fuck!

+++++

Vorschau

+++++

„Was hast du ihr erzählt?“, fragte Draco, nachdem sie den Krankenflügel verlassen hatten. „Es hat super funktioniert. Ich glaube, sie wird nichts melden.“

Blaise blickte ihn kurz an. „Und darauf kommt es an, stimmt’s?“

Etwas an dem vorsichtigen Ton des Anderen alarmierte Draco. „Was hast du ihr erzählt?“

„Du wirst nur sauer.“

„Ich werde nicht sauer.“

„Doch, wirst du.“

„Was hast du ihr erzählt?“


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich glaube, man hätte mich für geisteskrank erklärt, wenn ich mit all dem gerechnet hätte. Wer konnte das vorausahnen? Niemand. Ich jedenfalls nicht...
Joanne K. Rowling