
von Nitsrek
Zuerst registrierte er das Wort nicht wirklich, aber dann sank ihre Bedeutung langsam ein.
‚Einverstanden.’
„Du…“ Er sprang auf. „Was?“
„Hast du es dir anders überlegt?“, fragte sie. „Das wäre so typisch für dich.“
Er ignorierte die Bemerkung. „Woher die plötzliche Meinungsänderung?“
„Du wirst mich befreien, oder nicht?“
„Ich habe nicht von einem Küsschen auf die Wange gesprochen“, warnte er. „Ich will, dass es so ist, wie es das letzte Mal war.“
Sie hob eine Augenbraue. „Oh, ich kann dich gerne ohrfeigen, wenn du willst…“
Er lächelte höhnisch. „Das zählt nicht. Das war kein Kuss.“
„Du willst also, dass ich betrunken bin?“, fragte sie misstrauisch.
„Nein!“ Er fuhr sich mit der Hand durch die Haare, äußerst gestresst und verwirrt und… aufgeregt! Meinte sie das ernst? Würde sie es wirklich zulassen oder war das nur eine neue Art, ihn zu foltern? „Ich will es wieder spüren“, murmelte er. „Das ist alles.“
Sie blickte ihn an, Misstrauen strömte aus jeder Pore. „Das wäre fast aus dem Ruder gelaufen, dabei waren wir da in der Öffentlichkeit. Wenn du das jetzt hier vorhast, ungestört, nahe deinem Bett…“ Sie schaute stirnrunzelnd auf das Bett, auf dem sie saß, als würde es sie persönlich beleidigen, dass er dort schlief.
Er lachte über die Absurdität. „Denk eine Sekunde nach, Granger“, motzte er. „Du bist diesmal nicht betrunken, es ist eine völlig andere Situation und du erkaufst dir damit nur deine Freiheit. Was müsste passieren, damit du nicht bei klarem Verstand bleibst und mir zwischen die Beine trittst, wenn ich für deinen Geschmack zu weit gehe?“
„Ich darf dir zwischen die Beine treten?“, fragte sie ein wenig zu eifrig.
„Absolut nicht!“, sagte er eilig. „Ich meine nur, dass du mich schon zurechtweisen wirst, wenn dir nicht gefällt, was passiert.“
„Hmm…“ Sie wirkte immer noch skeptisch.
„Es schmeichelt mir sehr, dass du glaubst, deine Lust wird dich überwältigen…“, spottete er, „aber ich denke, du besitzt genug moralische Stärke, um der bösen Versuchung, die mein Körper darstellt, zu widerstehen.“
Rosa färbte ihre Wangen und sie funkelte ihn an. „Überschätz dich nicht.“
„Hey, ich bin nicht nervös, weil ich glaube, dass es aus dem Ruder läuft.“
„Ich bin nicht nervös, ich will nur nicht, dass du planst, mich zu überrumpeln.“
Er war extrem verärgert, dass sie so von ihm dachte. „Werde ich nicht“, schimpfte er. „Nur ein Kuss, sonst nichts.“
Sie nickte. „Ich verstehe immer noch nicht, warum du das willst…“
„Genug geredet. Steh auf.“
Sie blickte ihn verwundert an. „Warum?“
„Du hast deine Meinung geändert, stimmt’s? Mir egal, ich bin jetzt dran. Und wenn du nicht willst, dass ich dich auf dem Bett küsse…“
Wie er erwartet hatte, sprang sie sofort auf.
„Braves Mädchen“, murmelte er und erntete einen mörderischen Blick. „Jetzt“, sagte er und kam näher, „hör bitte auf, mich anzuschauen, als würdest du mich lieber verprügeln als küssen.“
„Wie soll ich dann schauen?“, forderte sie ihn heraus.
„Als würde ich dich gleich küssen und du wüsstest, dass es nicht wehtun wird?“, schlug er ruhig vor.
Er spürte ihre Besorgnis. Sie wurde hibbelig und zuckte sogar zusammen, als eine seiner Bewegungen zu hektisch war. Sein Herz rutschte in seine Hose und er blieb vor ihr stehen, unfähig, es durchzuziehen. Er konnte sie so nicht küssen. Nicht, wenn sie anscheinend wirklich Angst vor ihm hatte. Er schloss seine Augen und erinnerte sich an die Zeit, als sie sich an ihn gepresst hatte, ihm willig ihre Lippen angeboten hatte. Nur dieses eine Mal hatte ihn zu diesem… Etwas werden lassen.
Es würde nicht funktionieren. Das würde nicht im Ansatz sein wie der Kuss, der seine Träume heimsuchte, egal, wie sehr er es sich wünschte. Er seufzte und machte einen Schritt zurück.
„Was ist los?“, fragte sie und runzelte die Stirn. „Ich habe gesagt, ich tue es.“
„Ich habe meine Meinung geändert“, murmelte er.
„Das kannst du nicht!“, widersprach sie ihm sofort. „Wir hatten eine Übereinkunft!“
Er schnaubte. „Ich habe keine Lust mehr, komm damit klar.“
„Du hast mir etwas versprochen“, sagte sie mit leicht zittriger Stimme. „Ich wollte meinen Teil erfüllen, und jetzt willst du deinen nicht einlösen?“
Er sagte ein paar Worte, die Hermine nicht als für ihre Ohren geeignet befand, weswegen sie sie sofort aus ihrem Gedächtnis drängte. „Das ist alles, worum es dir geht, oder?“, knurrte er. „Mich los zu werden?“
„Du hast es versprochen!“
„Und du hast mir einen Kuss versprochen, der wird wie der erste.“
„Woher willst du wissen, dass er nicht so wird?“
„Du hattest Angst, Granger. Es wäre nicht gut, wenn du scheiß Angst vor mir hast. Ich bin nicht so abgestumpft.“
„Ich habe keine Angst vor dir!“
„Lüg mich nicht an, wenn ich es doch fühle! Du glaubst wirklich, dass ich…“ Er schluckte und wandte den Blick ab. „Du glaubst wirklich, dass ich die Kontrolle verlieren und dich verletzen würde, oder? Ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll, also geh bitte einfach.“
Sie verschränkte die Arme. „Nein. Wir hatten eine Abmachung.“
„Du verstehst es nicht, oder?“
Sie zuckte mit den Schultern, die Arme immer noch verschränkt. „Wie soll ich es verstehen? Du ergibst keinen Sinn! Zuerst willst du etwas um jeden Preis, und dann plötzlich willst du es überhaupt nicht.“
„Ich wusste, dass du nicht gerade begeistert sein würdest, aber ich hätte nicht gedacht, dass du Angst hast.“
„Ich habe keine Angst.“
„Ich spüre es, Granger.“
„Nun, dann hast du es falsch verstanden.“
„Ich verstehe dich nie falsch! Ich kenne deine Gefühle inzwischen besser als meine eigenen.“ Er lachte bitter. „Ich frage mich, wie sich das für dich anfühlt. Zu wissen, dass niemand dich je besser kennen wird als ich…“
„Du kennst mich scheinbar nicht sehr gut, wenn du glaubst, ich habe Angst, Malfoy.“
„Ah, aber so ist es. Das ist der Fluch dieses Dings, wusstest du das nicht? Ich kenne dich; es gibt nichts, was du getan hast, von dem ich nicht weiß, solange es in dir mehr als nur ein kurzes Aufflackern von Gefühlen bewirkt hat. Ich kenne sogar all deine Lieblingsgerichte.“ Sein Mund verzog sich. „Es ist wirklich schwer, grausam zu jemandem zu sein, wenn das Glücksgefühl dieser Person dich fast in Ekstase versetzt. Und diese Gefühle machen einen nunmal fast… süchtig danach, dich zu küssen.“
Hermine blickte auf das Armband um ihr Handgelenk. „Du denkst, dass es dir wegen diesem Ding gefallen hat?“
Er nickte langsam. „Es ist schwer zu erklären, was passiert, wenn ich deine Reaktion spüre… Es ist sehr intensiv, sehr befriedigend.“
„Dann wird es jetzt doch ein ganzer Haufen Hexen tragen wollen. Die Armen. Vielleicht solltest du das nächste Mal die Grausam-Phase überspringen.“
Er starrte sie an. „Äh… richtig. Warum gehst du nicht einfach? Ruh dich aus oder triff dich mit deinen dämlichen Freunden.“
Sie schüttelte den Kopf.
„Granger… die Abmachung ist nichtig. Ich schätze deine Opferbereitschaft, aber ich stehe nicht auf Angst. Wenn ich das tun würde, hätte es mir mehr Spaß gemacht, Du-weißt-schon-wem anzugehören.“
„Habe ich jetzt Angst?“
Er hielt inne. Nein, hatte sie nicht. Sie war hauptsächlich genervt. „Ich versuche gerade nicht, dich zu küssen. Es gibt keine Gefahr.“
„Oh, bitte“, motzte sie. „Als wäre es eine Gefahr, dich zu küssen.“
„Das weißt du nicht…“
„Tust du es jetzt oder nicht?“, unterbrach sie. „Ich werde hier nicht jünger.“
Er schüttelte den Kopf. „Das war von Anfang an eine blöde Idee.“
Sie warf ihre Hände entnervt in die Luft. „Ich schwöre, manchmal würde ich alles dafür geben, zu wissen, was in deinem dicken Schädel vor sich geht.“
Seine Augen funkelten nachdenklich. „Alles?“
„Bild dir bloß nichts ein. Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass du sowieso nichts wollen wirst.“
„Naja…“ Er überlegte, sah sie an. „Es gibt da einen Weg…“
„Was?“ Sie war leicht beunruhigt bei dem Gedanken, dass er den Handel ändern würde.
„Du würdest die Einsicht bekommen, die du so willst, und deine Freiheit.“
„Und du bekommst im Austausch was?“
Er blickte sie abschätzend an. „Im Gegenzug küsst du mich nicht nur, sondern versuchst auch, es zu genießen. Du hilfst mir dabei, das Gefühl zu haben, nach dem ich suche.“
„WAS?“
Er zuckte zusammen. „Weißt du, es ist nicht sehr schmeichelhaft, wenn du das machst.“
„Was macht das schon für einen Unterschied?“
„Glaub mir. Gerade weil du es genossen hast, war es das letzte Mal so intensiv.“
Hermine errötete etwas. „Ich war betrunken“, murmelte sie.
„Musst du dich wirklich hinter dieser Ausrede verstecken, nur um den Gedanken zu erlauben, dass es dir gefallen hat?“, fragte er wütend. „Es wird keine Konsequenzen geben. Niemand schaut zu. Niemand außer uns beiden wird es wissen. Du bist sicher.“
Sie war ein paar Sekunden unentschlossen, biss in ihre Unterlippe und zappelte. „Also…“, sagte sie schließlich. „Kein Angrabschen!“
„Angrabschen gehört nicht zur Abmachung“, sagte er ruhig. „Ich habe übrigens – glaube ich – noch nie versucht, dich zu begrabschen. Nicht einmal, als du mich geohrfeigt hast, obwohl man das fast glauben könnte.“
Hermine errötete wieder. „Ich habe bereits gesagt -“
„Ja, ja.“ Er winkte ab. „Haben wir eine neue Abmachung?“
„Gut“, sagte sie und verschränkte ihre Arme. „Aber ich kann es nur versuchen.“
„Solange du das tust, ist es in Ordnung“, antwortete Draco leise.
„Also… äh… wie machen wir das?“, fragte sie etwas verlegen.
„Erst einmal sei still, während ich versuche, meinen Teil einzulösen“, sagte er und schloss die Augen.
Er hatte es noch nie getan und hatte nur eine vage Idee, wie es funktionierte. Er war nicht einmal sicher, ob er das wirklich wollte. Ein paar Sekunden vergingen und nichts passierte. Es funktionierte nicht. Er runzelte die Stirn. Es musste funktionieren, sonst würde sie ihm nicht geben, was er wollte. Es war der Preis, den er zahlen sollte.
Er versuchte es wieder.
Es war, als wäre da eine unsichtbare Mauer, von der er nicht wusste, wie er sie niederreißen sollte. Er wusste, dass er das wollen musste, um es zu schaffen, aber er wollte es tun, obwohl er es nicht wollte. Er wollte es tun, weil sie dann sein Verlangen erfüllen würde. Es musste funktionieren, verdammt.
„Was ist los?“, fragte Hermine, die tatsächlich besorgt klang.
„Nichts“, sagte er. „Ich kann das nur nicht sonderlich gut.“
Mach auf, verdammt nochmal. Mir ist egal, was sie sehen wird, wirklich.
„Es sieht nicht aus wie nichts“, bemerkte sie.
„Ich denke zu viel nach“, murmelte er. „Vielleicht sollten wir es anders rum probieren.“
„Was meinst du?“
„Ich muss etwas abgelenkt sein, dann funktioniert es vielleicht“, erklärte er, als er zu ihr lief und darauf achtete, ob er Angst in ihr spürte.
„Abgelenkt?“, fragte sie. „Du meinst…“
„Ja. Du bist die Ablenkung.“
„Und woher weiß ich, wann es funktioniert? Ist das leicht erkennbar? Was genau wirst du tun?“
„Es wird sehr leicht erkennbar sein. Ich öffne unsere emotionale Verbindung, damit sie in beide Richtungen funktioniert. Im Moment läuft es nur in eine Richtung, aber das heißt nicht, dass auch die Gegenrichtung inzwischen stärker geworden ist. Es wird vielleicht etwas überwältigend und sehr seltsam sein, wenn es passiert, aber versuch einfach, es in deinem Kopf zu trennen. Wenn du sachlich bleibst, solltest du es leicht spüren können… glaube ich. Vielleicht.“
Ihre Augen weiteten sich. „Ich werde dich spüren?“
„Du wolltest wissen, wie es ist, oder? Eine größere Chance bekommst du nicht.“
„Das konntest du schon die ganze Zeit tun?“, fragte sie ungläubig.
„Ja. Schau mich nicht so an. Ich würde es nicht einfach grundlos machen.“
„Hättest du die andere ‚Verbindung’ auch schließen können?“, fragte sie.
„Nein. Glaub mir, wenn das möglich gewesen wäre, hätte ich das schon vor Wochen getan. Vor diesem ganzen Chaos.“
Sie schmollte und blickte ihn finster an. „Gut“, murmelte sie. „Ich nehme an, es war zu erwarten, dass du mir nichts davon sagst.“
„Ich wusste nicht, dass du es wissen willst…“ Er zuckte mit den Schultern. „Können wir das Gespräch jetzt beenden? Wie du schon gesagt hast, du wirst nicht jünger…“
„Ha ha.“ Sie streckte ihm die Zunge raus.
Draco hob eine Augenbraue. „Na, wenn das mal keine Einladung ist…“
Sie zog schnell ihre Zunge zurück und blickte ihn nervös an.
Er schüttelte den Kopf. Man würde nie denken, dass dieses Mädchen nach Belieben mit halb Hogwarts knutscht. Er trat näher, drängte sie immer mehr rückwärts, bis sie an der Wand ankam. Sie quietschte überrascht, als sie dort ankam und er hob eine Augenbraue.
„KEINE Angst“, sagte sie wieder. „Wenn du das behauptest, trete ich dir wirklich zwischen die Beine.
Nein, er sah Angst als zu starkes Wort. Aber sie war definitiv nervös. Er wollte es nicht noch hervorheben und zu allem Ärger auch noch ein Knie in seinem Schritt riskieren. Und er konnte auch nicht entscheiden, ob er beleidigt oder belustigt war. „Ich sag doch gar nichts“, antwortete er. „Ich überlege nur, warum du versuchst, in die Wand zu kriechen.“
Sie richtete sich sofort auf, zuckte jedoch ein wenig zurück, als sie ihm zu nahe kam. „Es ist merkwürdig“, sagte sie ziemlich trotzig. „Du kannst nicht erwarten, dass es mir damit gut geht.“
Nein, das tat es nicht. Es hielt ihn jedoch nicht davon ab, diesen Kuss mehr als alles andere zu wollen. „Willst du es lassen?“, fragte er ein wenig gequält.
„Nein! Wie oft muss ich es noch sagen?“ Sie holte tief Luft und funkelte ihn wütend an. „Glaub ja nicht, du könntest mich einfach mmpf-“
Sie redete zuviel. Schon immer. Außerdem war es besser, sie zu überrumpeln.
Er küsste sie.
Und diesmal erlaubte sie es.
Er war nicht auf den Blitz blanker Lust gefasst, der ihn durchschoss, als ihre Lippen unter seinen weich wurden. Er wusste, dass sie nicht so empfand, aber das änderte nicht viel an dem Gefühl. Ihre Hände legten sich auf seine Arme, aber sie schubste ihn nicht weg. Sie wies ihn nicht ab. Als er den Kuss intensiver werden ließ, ergab sie sich.
Sie war so sanft und schmiegsam. Nein, sie spürte keine große Leidenschaft, aber sie war auch nicht angewidert. Damit konnte er leben. Es war nur ein Kuss. Solange es ihr nichts ausmachte, tat er niemandem weh und das bedeutete ihm mehr, als er zugeben würde.
Er versuchte wieder, die Verbindung zu öffnen. Damit sie wusste, wie es sich anfühlte… Ja, das wollte er. Selbst wenn sie dadurch sah, wie erbärmlich ihn sein Verlangen machte. Zur Hölle, das hätte sie schon längst bemerkt, wenn ihr Bild von ihm sie nicht so blind gemacht hätte.
Plötzlich funktionierte es. Die Grenze verschwand und Hermine unterbrach den Kuss mit einem Keuchen; ihre Augen weiteten sich, als sie plötzlich alles auf einmal fühlte.
Draco war ein wenig enttäuscht, dass der Kuss so bald vorbei war, aber er akzeptierte es. Sie hatte ihren Teil erfüllt. Sie hatte ihm erlaubt, sie zu küssen, wie er es wollte, ohne ihn wegzuschubsen oder es sonst irgendwie für ihn zu ruinieren. Vielleicht hatte sie es nicht wirklich genossen, aber er war sicher, dass sie ihr Bestes versucht hatte. Nun sah er sie nur an, sich sehr bewusst, dass sie alle seine Gedanken lesen konnte. Er betete im Stillen, dass sie sie nicht nutzen würde, um ihn lächerlich zu machen. Er konnte sich nicht erinnern, dass er seine tieferen Emotionen wirklich mit jemandem geteilt hatte; er könnte es nicht ertragen, wenn sie das gegen ihn verwendete.
Sie lächelte etwas zittrig. „Und wer hat jetzt Angst?“, fragte sie in einer Stimme, die völlig frei von Hohn war.
Erleichterung durchflutete ihn, als er realisierte, dass sie ihn nicht verspotten würde. Sie musste spüren, wie sehr er sie wollte, welche Gefühle der Kuss in ihm geweckt hatte… und sie würde es nicht gegen ihn einsetzen.
Ihre Augen waren glasig, die Lider schwer, und ihre Lippen waren feucht und geschwollen.
Er wollte sie unbedingt noch einmal küssen.
Er zwang sich, sich zu beherrschen.
Dann küsste sie ihn.
+++++
Vorschau
+++++
„Du wirst eine Andere finden, die es tragen kann“, sagte sie, als sie ihren Arm ausstreckte.
„Ja“, sagte er, unfähig, ihr in die Augen zu sehen, während er log. Stattdessen konzentrierte er sich auf ihr Handgelenk und umfasste es.
Sie riss es zurück. „Hast du immer Schuldgefühle, wenn du lügst?“, fragte sie und neigte ihren Kopf.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel