
von Nitsrek
„Hermine, kann ich mit dir reden?“
Hermine blickte von dem Buch auf, das sie ohne große Begeisterung las. „Ginny? Äh… sicher…“ Sie schloss das Buch, da sie sowieso abgelenkt und verwundert war, um was es gehen würde. Sie wusste natürlich, was Ginny wollte, aber sie hatte wirklich nicht viel darüber nachgedacht. Es war in Anbetracht der Umstände nicht wichtig gewesen.
Ginny setzte sich und sah sich unauffällig nach Zaungästen um. Es gab keine, niemand sonst lernte an einem Dienstagabend im frühen Dezember. „Das ist peinlich. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll.“
„Dann lass es.“ Hermine hatte wirklich kein Interesse an Ginnys Erklärungen. Warum wollte Ginny sich überhaupt vor ihr rechtfertigen?
„Aber ich muss!“ Ginny rang die Hände und biss in ihre Lippe. „Ich weiß, dass du mir nicht geglaubt hast, als ich sagte, Zabini hat gelogen mit… du weißt schon.“
„Weil du gelogen hast.“ Warum schönreden? Sie wussten es doch beide.
Ginny errötete. Immerhin. „Ja, natürlich, aber… es ist nicht so schlimm, wie es aussieht, das schwöre ich! Ich habe… Ich würde Harry nie betrügen.“
„Ich weiß. Das hat Zabini auch gesagt.“ Hermine unterdrückte den Drang, Ginny wegzuschicken und schimpfte sich gedanklich, weil sie so unfreundlich zu ihrer Freundin war – wenn auch nur in Gedanken.
Ginny blinzelte überrascht. „Das hat er gesagt? Was hat er noch gesagt?“
Hermine seufzte. Anscheinend musste sie diese Unterhaltung wirklich führen. „Das es körperlich war und dass es nicht lange gedauert hat, bis ihr euch nicht mehr leiden konntet.“
Ginny sprang auf und lief auf und ab. „Genau das ist es! Wir konnten uns nie leiden. Es waren nur… überlastete Hormone. Ich war damals ein Wrack, habe versucht, über Harry hinwegzukommen und endlich mit Michael Schluss zu machen und… da ist es nunmal passiert. Ich meine, du solltest das verstehen!“
Hermines Augenbrauen schossen in die Höhe. „Warum sollte ich das verstehen?“, fragte sie vorsichtig, obwohl sie es vermutlich sehr viel besser verstand, als Ginny es glaubte.
„Du hast mit Malfoy rumgemacht, oder nicht? Das war doch das Gleiche?“
Sie schüttelte langsam den Kopf. „Nein… nicht ganz.“
„Du wolltest es also tun?“ Ginny runzelte die Stirn.
„Magie und Alkohol waren beteiligt. Es war nicht das Gleiche.“
„Die Sache ist die…“ Ginny lief schneller. „Harry weiß es nicht und ich will auch nicht, dass er es erfährt.“
„Das dachte ich mir schon.“
Ginny biss in ihre Lippe. „Er weiß, dass es Andere gab. Das konnte ich kaum verstecken. Aber er weiß nicht, dass ich mit jemandem wie Zabini geschlafen habe, und er würde Schluss machen, wenn er es herausfinden würde, das weißt du. Bitte sag ihm nichts.“
Hermine schüttelte den Kopf. „Du hast nicht genug Vertrauen in Harry.“
„Er hasst Slytherins und Zabini gehört zu den schlimmsten. Er darf es nicht wissen!“
„Wenn du es ihm nicht sagst, wird Zabini für immer etwas gegen dich in der Hand haben.“
Ein gutes Argument und selbst Ginny nickte widerwillig. „Ja, aber… er würde es ihm nicht wirklich sagen. Oder?“
Hermine zuckte mit den Schultern. „Wenn er sich provoziert fühlt, könnte das gut sein. Warum lässt du ihm diese Macht? Außerdem… es ist nie gut, Geheimnisse vor dem eigenen Freund zu haben. Je länger du schweigst, desto schlimmer wird es.“
Ginny plumpste neben ihr in den Stuhl. „Ich verstehe, was du meinst und warum du so denkst… aber so leicht ist es einfach nicht, Hermine.“
Hermine seufzte. „Das ist es nie, Ginny. Das ist es nie.“
„Bitte sag es ihm nicht.“ Ginny bettelte sie offen an.
„Das ist nicht meine Aufgabe.“
„Bitte verurteil mich nicht.“
„Das auch nicht.“
Ginny rieb müde ihr Gesicht. „Ich sag es ihm… wirklich! Ich muss nur den richtigen Moment abwarten.“
Den glänzend richtigen Moment. Der, auf den auch Hermine wartete, um Theo gewisse Dinge zu erzählen – welche, war noch unklar – die zwischen ihr und Draco vorgefallen sind. Falls er überhaupt noch etwas davon hören wollte.
Hermine seufzte wieder. Das würde kein Spaß werden.
+++++
Als Draco diesmal aufwachte, war alles anders. Die Leere schien geschrumpft zu sein und der Schmerz war nur ein dumpfes Pochen. Außerdem merkte er, dass er schon lange nichts mehr gegessen hatte und dass sein Magen rebellierte. Er merkte, dass er dringend duschen sollte. Er merkte, dass er allein war und dass er nicht wusste, welcher Tag war. Und nach ein paar Minuten, während derer er sich gesammelt hatte, merkte er, dass er sich Pansy gegenüber in seinem Zustand wie ein Arschloch verhalten hatte.
Er konnte sich dafür hassen. Die meisten Erinnerungen waren verschwommen, aber er war sich vage bewusst, dass sie sich um ihn gekümmert hatte und dass er sie ausgenutzt hatte, um die Leere zu füllen; er hatte sie mehrmals geküsst und ihr – nett ausgedrückt – etwas vorgemacht. Er hatte sich so verzweifelt nach Nähe gesehnt, dass er nicht bedacht hatte, wie sehr er sie damit verletzte… schon wieder.
Verdammte Pansy, die sich so um ihn sorgte! Sie sollte sich ein Beispiel an Hermine nehmen. Hermine war klug; sie wusste, dass er es nicht wert war. Sie hätte ihm nie solche Freiheiten zugestanden, egal wie schlecht es ihm ging.
Er blickte auf seinen Nachttisch und fand eine Schale mit Obst vor. Er erinnerte sich langsam, wie Pansy ihn überreden wollte, etwas zu essen… vielleicht war es Obst. Er verhungerte jedenfalls, also wusste er eine Mahlzeit in seiner Reichweite zu schätzen. Er setzte sich auf und nahm einen Apfel. Er wollte gerade reinbeißen, als die Tür aufging.
„Du bist wach!“ Pansy schloss die Tür hinter sich. „Und du isst!“
Warum sah sie so glücklich aus? Draco seufzte und verlor ein wenig den Appetit.
Sie lief zu seinem Spiegel und ordnete ihre Frisur. „Tut mir leid, dass ich weg war, aber ich konnte den Unterricht nicht verpassen. Es würde dir kaum helfen, wenn ich jetzt in Schwierigkeiten käme.“
„Welcher Tag ist heute?“
„Donnerstag.“
„Ich habe nur zwei Tage verpasst?“
Zufrieden mit ihren Haaren drehte sie sich um und lächelte traurig. „Du hast sieben Schultage und ein Wochenende verpasst.“
Verdammt. Er war tot. Er fühlte sich merkwürdig gleichgültig. „Dann werde ich meine UTZe wohl nicht absolvieren.“
„Doch, wirst du.“
„Komm schon, Pans. Sieben Tage fernbleiben vom Unterricht? Ich bin überrascht, dass meine Koffer noch nicht gepackt sind. Sie haben doch sowieso schon jeden meiner Schritte überwacht.“
„Du hast ja nicht gerade aus Spaß geschwänzt. Ich habe noch nie jemanden in so schlechtem Zustand gesehen.“
„Aber das wusste niemand!“
„Sie wüssten es, wenn du nachgegeben hättest und in den Krankenflügel gegangen wärst, oder zumindest eine Untersuchung zugelassen hättest.“
„Und dann würden sie nach dem Wie und Warum fragen und es würden nicht nur meine Koffer, sondern auch Grangers gepackt werden. Das konnte ich nicht zulassen. Es war nicht ihre Schuld.“
Pansy wandte den Blick ab und sprach das Thema lieber nicht an. „Theo hält dir Slughorn vom Leib.“
„Das ist nett, aber Slughorn ist nicht derjenige, der mich rauswerfen wird.“
„Granger hält dir Dumbledore vom Leib.“
Draco öffnete seinen Mund, dann bemerkte er, dass er nichts zu sagen hatte. Er blinzelte. „Was?“
„Sie hat mit dem alten Trottel gesprochen. Sie hat mich sogar angesprochen und gesagt, dass sie Tränke von Pomfrey besorgen könnte, wenn wir welchen bräuchten; als würden wir ihre Hilfe brauchen. Theo muss ihr von dir erzählt haben, Blaise sagt nämlich, er war es nicht. Anscheinend war deine kleine Granger beschäftigt.“ Sie klang verbittert.
„Aber wie… Warum…?“
„Ich weiß es auch nicht“, sagte Pansy und ihr Mund formte eine schmale Linie.
Draco schloss die Augen. Dumm. Gedankenlos. Frag Blaise nach Hermine – nicht ausgerechnet Pansy. Nicht nach allem, was sie für dich getan hat. „Danke.“
„Wofür?“
„Dass du für mich da warst. Es muss schwer gewesen sein, da ich kaum ansprechbar war…“
„Oh.“ Ihr Gesichtsausdruck wurde sanft. „Nicht der Rede wert.“
Er sollte bestimmte Dinge lieber aus dem Weg räumen. „Was auch immer ich gesagt habe… oder getan habe…“
Pansys Gesicht wurde ernst. „Du traust mir nicht gerade viel zu, Draco.“
Er zuckte zusammen. „Ich war sowas von fertig…“
„Denkst du, das weiß ich nicht?“ Ihre Stimme war rasiermesserscharf und er zuckte zusammen. „Denkst du, ich weiß nicht, dass ich nur ein verdammter Ersatz war? Jedes Mal, wenn du aufgewacht bist und sogar noch beim Schlafen hast du nach ihr gerufen!“
Er wusste nicht, was er sagen sollte. Sie hatte Recht. Er hatte sie benutzt. Aber sie schien da etwas falsch zu verstehen. „Ich war durch das Armband süchtig nach ihr, sonst nichts.“
„Ja, ich weiß, dass du deshalb krank bist.“ Sie lief auf und ab. „Es war dumm von dir, es ausgerechnet an ihr zu benutzen. Du hast sie an dich gebunden, obwohl du wusstest, was passieren würde. Du hast ja wohl gewusst, dass du sie nicht ständig in deiner Nähe halten kannst und dafür bezahlen würdest.“
„Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle. Ich hätte nie gedacht, dass es mit ihr so funktionieren würde… Ich meine, ich habe sie immer gehasst.“
„Aber es ist passiert.“
„Ja.“
„Und es hat dich zerstört.“ Es war eine Feststellung, keine Frage. Sie kannte ihn zu gut, merkte er. Sie wusste, dass er nicht nur wegen des Armbands krank war.
Er zuckte mit den Schultern und lächelte müde. „Stell dir vor, dir wird die Seele rausgerissen. Ich dachte, es bringt mich um.“
„Und jetzt geht es dir besser?“
„Ich denke schon. Sie hat es immerhin nur einen Monat getragen.“
„Aber du vermisst sie immer noch?“
„Ich glaube…“ Er schluckte und runzelte die Stirn. „Ich glaube, ich werde sie immer irgendwie vermissen.“
Pansy blieb stehen und starrte ihn traurig an. „Du hättest es sie nicht tragen lassen sollen.“
„Das weiß ich jetzt auch, Pans… Ich habe einen Fehler gemacht, okay?“
Es fühlte sich jedoch nicht wirklich falsch an. Es fühlte sich an, als wäre es das einzig Richtige, was er je getan hatte, weil plötzlich der Schleier von der Welt genommen war und er klar sehen konnte. Pansy würde das nicht verstehen, oder schlimmer noch – vielleicht würde sie es verstehen, also sagte er lieber nichts. Aber in seinem Kopf wusste er, dass es ein Fehler gewesen war und dass nur er dafür bezahlen sollte.
Sie ließ sich neben ihm aufs Bett fallen. „Ich mag sie nicht.“
„Ich weiß.“
„Ich hasse sie sogar, um ehrlich zu sein.“
Er grinste schief. „Ich weiß.“
„Von ganzem Herzen.“
Er antwortete nicht mehr, sondern rollte nur mit den Augen und fiel zurück gegen die Kissen.
„Wieso muss sie immer so ein selbstgerechtes, hochnäsiges, kleines-?“
„Pans, bitte!“ Er wusste nicht, ob er verärgert oder belustigt sein sollte, also entschied er sich für belustigt. Sie hasste Hermine wirklich, so war es schon immer, und das beruhte auf Gegenseitigkeit, das wusste er.
„Tut mir leid“, murmelte sie. „Ich mag sie nur wirklich nicht.“
Er zuckte mit den Schultern. „Kein Problem. Sie mag mich nicht wirklich.“
„Ein weiterer Grund, warum ich sie nicht mag. Wieso weiß sie nicht zu schätzen, was sie nicht einmal verdient hat?“
Gute alte Pansy, die immer mehr auf ihn gab, als er eigentlich wert war. Sie sah in ihm etwas, was er nicht war, und obwohl sie ihn von seiner schlechtesten Seite kannte, ließ sie sich nicht überzeugen, dass sie falsch lag. Hermine hingegen… „Du siehst das vielleicht etwas anders als sie.
Sie wandte den Blick an, ihr Gesicht wurde wieder sanft. „Eines Tages wird sie merken, was sie verloren hat.“
„Und es wird ihr nicht leid tun“, schloss er knapp. „Ich weiß deine Versuche, mich aufzuheitern, zu schätzen, aber es ist schon in Ordnung. Es lag nur an der Magie, es wird nachlassen. In ein paar Tagen werde ich schon nicht mehr wissen, warum ich sie überhaupt eines Blickes gewürdigt habe. Ich vermisse eigentlich die Magie, nicht sie.“
Lügner. Er erwartete fast, dass Pansy ihn anschrie, aber das tat sie nicht. Sie antwortete gar nicht, sondern sah nur auf ihre Hände. Er fühlte sich wie ein Lügner. Dennoch wusste er, dass es wahr war. Das hatte sein Vater ihm erklären wollen. Wenn man einmal völlige Kontrolle über die Handlungen eines Anderen und kompletten Zugang zu dessen Emotionen hat, entwickelte man nun einmal Beschützerinstinkt und Zuneigung zu dieser Person. Es würde vergehen, wenn sie wieder die nervige Besserwisserin war.
Es musste vergehen. So konnte er nicht leben.
+++++
Malfoy war wieder im Unterricht. Er sah sehr zerknautscht aus, aber ansonsten tat er, als wäre nie etwas gewesen. Pansy scharwenzelte um ihn herum, dass Hermine schlecht wurde, aber natürlich ärgerte das Malfoy nicht im Geringsten. Andererseits hatte er wahrscheinlich genau aus diesem Grund immer gerne Zeit mit ihr verbracht. Es war widerlich und Hermine war kurz davor, ihn sich selbst zu überlassen.
Es gab nur ein Problem: Sie musste mit ihm sprechen, bevor er mit Dumbledore sprach und all ihre vorsichtigen Halbwahrheiten zerstörte.
Sie wollte aber nicht. Er schien damit zufrieden, sie zu ignorieren und so zu tun, als wäre diese ganze Armband-Geschichte nie passiert, und das wollte sie eigentlich auch. Vielleicht würde er auch gut allein mit Dumbledore zurecht kommen…
Nein, das Risiko konnte sie nicht eingehen.
Mit einem tiefen Seufzer folgte sie ihm nach dem Unterricht. Immerhin war Pansy ausnahmsweise mal nicht bei ihm. „Malfoy“, murmelte sie ohne Überzeugung und hoffte fast, er würde sie nicht hören. Dann konnte sie immerhin behaupten, sie hätte es versucht.
Aber sie hatte kein Glück.
Er erstarrte, dann drehte er sich langsam zu ihr. „Granger“, antwortete er kühl und seine Augen wanderten an ihr vorbei zu einem Punkt über ihrer Schulter. „Was gibt’s?“
„Dumbledore will dich sehen“, erwiderte sie und runzelte die Stirn wegen seines merkwürdigen, abwesenden Verhaltens. Vielleicht war er doch nicht ganz gesund?
„Ja, ich weiß, danke“, murmelte er und wollte sich abwenden.
„Willst du nicht wissen, was ich ihm erzählt habe?“, knurrte sie verärgert. „Oder willst du wirklich so dringend von Hogwarts fliegen?“
Er motzte zurück. „Niemand hat dich um deine Einmischung gebeten, Granger.“
„Nein“, antwortete sie eisig. „Mir hat generell niemand etwas erzählt.“
„Offensichtlich hat einer zuviel erzählt, und ich weiß, wer es war.“
„Ihm hast du auch nichts gesagt und er war krank vor Sorge. Das war wirklich mies von dir. Wer braucht schon Feinde, wenn er mit dir befreundet ist?“ Ihre eigenen Worte erschreckten sie. Das war übel. Aber etwas an ihm provozierte diese zickigen Kommentare von Zeit zu Zeit.
Dracos Nasenlöcher weiteten sich und seine kalten, grauen Augen wurden dunkler. Er war wütend. „Wag es bloß nicht, mir Vorträge zu halten, wie man ein guter Freund ist, Granger! Du weißt gar nichts! Ich habe für ihn sehr viel mehr aufgegeben, statt nur meine Neugier zu befriedigen. Auch wenn du das nicht verstehst, sollte wenigstens er das!“
„Was hast du aufgegeben?“, bohrte Hermine, mehr als neugierig.
Er ignorierte ihre Frage. „Ich werde Dumbledore sagen, was du Theo gegenüber gesagt hast, okay? Du bist nicht die Einzige, die sich auf dem Laufenden hält. Und anscheinend beherrsche ich Okklumentik gut genug, um noch am Leben zu sein. Ist das gut genug? Oder brauchst du noch etwas?“
Hermine starrte Draco schockiert nach, als er davon stürmte.
+++++
Draco eilte auf sein Zimmer und schlug die Tür laut hinter sich zu. Er wollte die Welt nur einen kurzen Moment hinter sich lassen.
Er hatte überreagiert. Er wusste das. Hermines Gesichtsausdruck… Sie hatte sogar etwas verletzt gewirkt. Als könnte er ihre Gefühle verletzen. Aber sie hatte versucht zu helfen und er war ihr ins Gesicht gesprungen.
Es war nur so frustrierend, sie zu sehen. Zuerst hatte er Traurigkeit gespürt, weil sie ihn nicht besucht hatte, als er krank war, was lächerlich war. Er hatte Blaise gezwungen, sie von seinem Zimmer fernzuhalten. Dennoch hatte sein Verstand geschrien, „Warum hast du es nicht einmal versucht? Bedeute ich dir wirklich so wenig, dass du mich alleine leiden lässt?“, gleichzeitig ließ ihn allein ihre Anwesenheit… Freude verspüren.
Denn – Verbindung oder nicht – er hatte sie vermisst.
Und es machte ihm Angst und er war wütend auf sich selbst.
Er musste darüber hinwegkommen.
Er musste sich mehr anstrengen.
+++++
Vorschau
+++++
„Es ist nicht leicht für mich, weißt du? Ich musste… warten… aber jetzt merke ich, dass es keinen großen Unterschied macht, und jetzt seid ihr nur beide sauer auf mich, also…“ Theos Stimme verklang, unnatürlich erschöpft.
„Also…?“, fragte Hermine, nicht sicher, dass sie verstand, was er meinte, auch wenn sie eine Vermutung hatte, dass das Problem – wie immer – Malfoy war.
Er zuckte mit den Schultern und wandte den Blick ab. „Ich werde seine Entscheidung akzeptieren müssen, oder?“
Sie wusste sofort, dass sie richtig lag. „Und wie lautet seine Entscheidung?“
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel