
von Nitsrek
Also, so war die Situation: Theo war wieder distanziert und ungreifbar, und Draco war wieder ein absoluter Mistkerl. Toll. Und da hatte Hermine doch gedacht, dass es gut werden würde, wenn das Armband erst ab war!
Distanziert oder nicht, sie wollte trotzdem mit Theo sprechen. Sie wollte es wissen. Dieses krampfhafte Vermeiden des Themas – vorausgesetzt, dass Theo überhaupt wusste, dass es ein Thema gab, das sie vermeiden wollte – und dieses höfliche Aneinander-vorbei-leben machten Hermine wahnsinnig. Wenn der Rest des Jahres auch so verlaufen sollte, gut, aber wenn nicht… dann vergeudeten sie damit nur Zeit.
Sie beschloss, ihn Samstag nach dem Mittagessen abzupassen, zwei Wochen nach dem Ende der Wette, und folgte ihm deshalb. Jemand anders war aber schneller. Padma Patil hatte ihn am Fuß der Treppe in den ersten Stock eingeholt und unterhielt sich nun angeregt mit ihm.
Hermine blieb verwirrt stehen. Theo sprach sonst nicht viel mit anderen Leuten, da er sowieso alles wusste, aber sie vermutete, dass er den letzten Monat wohl eng mit Padma zusammen gearbeitet hatte. Dennoch wusste sie nicht, ob sie stören sollte, also trödelte sie ein bisschen und wartete auf das Ende des Gesprächs.
Während sie die beiden beobachtete, sah sie, wie Theo Padma ein seltenes Lächeln schenkte, und auch wenn sie wusste, dass es nichts zu bedeuten hatte, löschte es Hermines Drang, mit ihm zu sprechen, komplett aus. Stattdessen kehrte sie zu ihren Freunden zurück, um sich noch ein paar Minuten mit ihnen zu unterhalten.
Hinter sich entdeckte sie Malfoy, der sie und das Pärchen grimmig anstarrte und vermutlich seine eigenen Schlüsse zog, die ihm aber nicht zu gefallen schienen. Sie verstand es nicht ganz. Wenn da wirklich etwas lief, wäre sein Wunsch erfüllt und sie würde nicht mehr in der Nähe der Slytherins sein, und wenn nicht… naja, dann hatte sich nichts verändert und es gab immer noch keinen Grund, auszusehen, als würde er Theo am liebsten umbringen.
Als sie an ihm vorbeilief, überraschte er sie.
„Sie unterhalten sich nur.“
„Ich weiß“, antwortete sie, sah ihn kaum an und lief einfach weiter in die Große Halle.
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Draco glaubte nicht, dass er schon jemals so wütend gewesen war. Was zur Hölle machte Theo da? Er sollte Granger nicht ignorieren und mit welcher Patil auch immer sprechen, wenn er sonst kaum mit jemandem sprach.
Grangers überraschter Gesichtsausdruck wechselte schnell zu Verwirrung und Unsicherheit und Draco wollte seinem ehemaligen Freund große Schmerzen zufügen. Er durfte sie nicht verletzen. Draco dachte, er hätte klargestellt, dass Theo mit Hermine zusammen sein sollte, wie sie es eigentlich schon lange sein sollten, wenn Draco sich nicht eingemischt hätte. Er konnte das nicht einfach wegwerfen. Nicht, wenn er am Leben bleiben wollte.
Theo tat zwar nichts anderes, als sich zu unterhalten, was Draco auch Hermine gesagt hatte, aber wenn Theo sie in letzter Zeit nicht schon hätte abblitzen lassen – oh, ja, das hatte Draco bemerkt, ihm entging leider nichts, was die beiden betraf – hätte sie jetzt keine Zweifel. Und Draco wusste, dass sie zweifelte. Er vermutete, dass sie vermutlich auch gekränkter war, als sie es sich anmerken ließ. Der Einfluss des Armbands war noch stark genug, dass die bloße Andeutung von Schmerz dazu führte, dass er Theo am liebsten den Arm abgerissen und ihn damit zu Tode geprügelt hätte.
„Theo“, knurrte er, als er nahe genug an dem Pärchen stand.
Theo blickte auf und verbarg seine Überraschung geschickt. „Wir unterhalten uns später weiter, Padma“, sagte er.
Padma. Die war es also. Draco funkelte sie böse an, während sie Theo ein letztes Mal anlächelte und dann ging.
„Was zur Hölle soll das werden?“, fragte er.
Theo hob eine Augenbraue. „Ich glaube, ich habe mit der stellvertretenden Schulsprecherin gesprochen.“
„Und was ist mit der richtigen Schulsprecherin?“
„Was ist mit ihr?“, fragte Theo so gelassen wie immer, aber Draco glaubte, eine Spur Verärgerung und eine gewisse Unruhe zu spüren.
„Du verletzt sie“, sagte Draco offen heraus. „Mach so weiter und sie werden deine Leiche niemals finden.“
Theos Blick wurde kühl. „Du kannst uns unsere Beziehung nicht vorschreiben, Draco.“
„Du hast gesagt, dass du wegen mir nichts mit ihr anfängst, oder? Wenn du auch nur das Geringste für sie empfindest, wirst du etwas tun.“
„Du bringst mich in eine unmögliche Situation.“
„Nein, tu ich nicht.“ Er machte sich darauf gefasst, Theo zu sagen, was er niemals jemandem erzählen wollte. Jemand musste seine Rolle als unentschlossener Idiot aufgeben… dummerweise kostete das Dracos letzten Rest Stolz. „Ja, ich habe sie geküsst“, zwang er heraus. „Dreimal. Einmal war sie betrunken und nicht zurechnungsfähig, einmal hat sie mich geohrfeigt und einmal…“ Er schluckte, denn das war der schwere Teil. „Einmal habe ich sie durch das Armband beeinflusst und sie glaubt seitdem, ich wollte sie vergewaltigen. Das wird sie mir nie vergeben. Ich weiß, dass sie mich nicht will und ich weiß, dass nur das Armband den Eindruck erweckte, dass sie-sie es auch wollte, weil es auch mich beeinflusst hat. Ich verstehe, was du von Anfang an gesagt hast.“ Er stammelte. Es war so verdammt schwer, ehrlich zu sein. „Aber verwirr sie nicht weiter. Ich weiß, dass ihr auf einander steht, also… macht einfach, okay?“
Theo wirkte nun ehrlich überrascht und besorgt. „Sie glaubt, du würdest sie vergewaltigen?“
„Das ist nicht wichtig, Theo!“ Draco war genervt, dass Theo sich anscheinend auf das falsche Thema konzentrierte. „Hast du mir überhaupt zugehört?“
„Ja“, murmelte Theo in einem Tonfall, der Draco vermuten ließ, dass er nicht nur die gesagten Worte gehört hatte. Gut, dann hatte er eben auch Dracos Gefühle bemerkt. Das spielte keine Rolle, es kam nur darauf an, dass… Oh Mann, er wurde langsam ein Weichei.
„Also, machst du’s?“
„Lass mich sichergehen, dass ich dich richtig verstehe… Du willst, dass ich mit dem Mädchen gehe, das eigentlich du willst, damit sie sich besser fühlt, womit du dich besser fühlen würdest?“
„Jetzt tu nicht so, als würdest du es nicht wollen“, murmelte Draco und ignorierte den Rest.
„Ich will“, versicherte Theo ihm, „aber ich will auch, dass wir Freunde sind. Das sind wir seit neuestem nicht mehr, und ich kann nur vermuten, warum es so ist.“
Draco stellte überrascht fest, dass das sogar noch schwieriger war. „Ich kann nicht“, gab er zu. „Du kannst sie haben und bis ans Ende eurer Tage mit ihr zusammen sein, aber ich will es nicht live miterleben, das kann ich nicht. Vielleicht, wenn die Wirkung nachlässt, aber jetzt nicht.“
„Und was, wenn sie nie nachlässt?“, fragte Theo. „Was dann?“
Draco schluckte schwer, aber sein Mund war trocken. „Sie muss nachlassen“, murmelte er für sich selbst als für Theo.
„Also muss ich im Prinzip zwischen einem Mädchen und einem Freund wählen“, schloss Theo.
Draco blickte verwirrt auf. Wählen? Wovon sprach er? Es gab keine Wahl, es gab keinen Wettkampf! Warum nahm er nicht einfach, was ihm gehörte? „Ich habe die Wahl bereits für dich getroffen“, sagte er so gefasst, wie es ging, bevor er Theo zurückließ.
+++++
Dieser Tag war endlich mal etwas besser. Unter den Vertrauensschülern gab es Streit. Nicht, dass das gut wäre – sicher nicht – aber sie hatten sie um Hilfe gebeten. Es war sogar eine Fünftklässlerin aus Slytherin gewesen, die sie angesprochen hatte. Anscheinend hatten Hermines häufige Aufenthalte in den Kerkern – auch wenn manche sich darüber aufregten – auch dazu geführt, dass man sich an sie gewöhnte. Und nachdem Einige sich immer noch nicht an Theos einschüchternde Art gewöhnt hatten, wählten sie lieber Hermine.
Und sie hatte es vermutlich sogar gelöst!
Es ging um angebliches bevorzugendes Verhalten. Ein paar Ravenclaw-Vertrauensschüler waren nicht für Rundengänge eingetragen worden und Padma hatte es nicht bemerkt. Zumindest hoffte Hermine das. Jedenfalls würden diejenigen jetzt die Rundgänge machen müssen, bis wieder alle auf einem Level waren, und dann noch zusätzliche obendrein. Hermine würde auch mitmachen, da sie einige Zeit drumherum gekommen ist. Ebenso wie Malfoy. Mit grimmiger Zufriedenheit plante sie ihn recht häufig ein, vor allem zu den schlimmsten Terminen: Die Abende nach dem Quidditch-Training und vor den langweiligsten Unterrichtsstunden am nächsten Morgen – natürlich niemals mit ihr.
Hey, was war das Leben schon ohne kleine Gemeinheiten? Sie weigerte sich, ein schlechtes Gewissen zu haben, nachdem er sich in letzter Zeit wirklich aus seiner Verantwortung rausgehalten hat.
Also betrat sie das Büro spätabends mit einem Kopf voller Ideen und bemerkte Theo nicht einmal, bevor sie schon halb im Raum stand.
Natürlich lag das daran, dass er nicht wie sonst an seinem Schreibtisch saß, sondern auf der Couch. Er wirkte nachdenklich, noch mehr als sonst.
„Ich habe mit Draco gesprochen“, sagte er ohne Begrüßung, sobald sie ihn bemerkte. „Du denkst nicht wirklich, dass er dich vergewaltigen würde, oder?“ Er schien die Antwort zu fürchten.
Hermine spürte, wie sie errötete. So viel zu ‚den richtigen Moment abwarten’. Sie senkte ihren Blick, und zuckte mit den Schultern, da sie spürte, wie er sie beobachtete. „Glaub nicht“, murmelte sie.
„Das dachte ich mir“, sagte er und seine Stimme klang hart. „Das würde nicht zu deinen Handlungen passen. Dennoch bist du grausam genug, ihn das glauben zu lassen. Warum? Ich weiß, dass er… durch das Armband Dinge getan hat, die vielleicht eine Strafe rechtfertigen… aber Vergewaltigung? Ich denke nicht, dass er das verdient hat.“
Hermine war wütend wegen diesem plötzlichen Angriff. „Ich wusste nicht, dass er mir zuhört, als ich das gesagt habe, okay?“, konterte sie. „Er hat mit mir nicht darüber gesprochen und ich schätze es nicht, so in die Ecke getrieben zu werden! Ich habe niemandem davon erzählt, also ist es meiner Ansicht nach eine angemessene Strafe, ihn das eine Zeit lang glauben zu lassen, falls es überhaupt eine Rolle für ihn spielt, was ich denke. Es tut mir leid, dass ich nicht so perfekt und nachsichtig bin wie ihr Slytherins es anscheinend seid. Oder vielleicht seid ihr auch nur ein Haufen riesiger Volltrottel!“
Sie machte auf dem Absatz kehrt, bereit davonzustürmen, wurde aber von Theos plötzlich leiser Stimme gestoppt. „Es tut mir leid“, seufzte er. „Natürlich hast du das nicht rumerzählt, das weiß ich auch. Aber ihm ist wichtig, was Andere denken und ich befürchte, dass er – wenn die Leute ihn sowieso für einen schlechten Menschen halten – etwas Dummes tun wird. Einer von denen zu werden ist so viel leichter als die Alternative, glaub mir. Das will ich für ihn nicht.“
Das sah Hermine ein. „Trotzdem…“, murmelte sie etwas angeschlagen.
Er war aufgestanden und lief nun langsam zu ihr. „Er macht sich viel mehr Gedanken, als du glaubst. Er versucht nur, es nicht zu zeigen. Bitte sei nicht zu hart zu ihm, wenn es auch anders geht… für mich, wenn du es nicht für ihn tun kannst.“
„Warum sollte ich es überhaupt für einen von euch tun?“, fragte sie, immer noch verletzt und gereizt. In ihrem Hinterkopf wusste sie, dass sie unvernünftig war, aber diese ganze Sache mit Theo war so anstrengend. Zuerst küsste er sie, dann ignorierte er sie, und jetzt verlangte er auch noch Gefallen von ihr. Was sollte das alles?
„Oh“, sagte er und blieb einen Meter vor ihr stehen. Er runzelte die Stirn, sehr verwirrt. „Ich dachte, es würde… dir nichts ausmachen. Oder ist das zu schwer für dich?“
Sie starrte ihn an. Sie wusste nicht, was sie von ihm halten sollte und gab einfach nach. Jede Gegenwehr verschwand und sie ließ sich in ihren Stuhl fallen. „Ich werde mich anstrengen“, seufzte sie müde. „Ich werde ihn den Rest des Jahres in Ruhe lassen, versprochen.“ Sie wandte ihm den Rücken zu, um mit ihrer Arbeit anzufangen, aber nachdem sie ein paar Minuten lang nichts hörte, drehte sie den Kopf und fand ihn an der gleichen Stelle wie vorher, nur dass er diesmal den armen Boden nachdenklich anstarrte.
Sehr merkwürdig.
„Was ist?“, fragte sie etwas beunruhigt. „Ich werde mich wirklich anstrengen. Tut mir leid, dass ich so gereizt reagiert habe.“
Er blickte auf. „War meine Annahme falsch, dass du… mich vielleicht noch magst?“
Hermine musste blinzeln. Allein der Gedanke, dass Theo falsch lag oder dass er an sich zweifelte, lag ihr fern. Dennoch zögerte sie nach diesem Gespräch. „Ich habe dir bereits gesagt, dass ich nur wütend war.“
„Das war nicht die Frage, Hermine“, sagte er leise. „Ich weiß, dass ich dich hier bloßstelle und das tut mir leid, aber deine Antwort ist ausschlaggebend.“
„Damit du weißt, ob du mich weiter ignorieren solltest?“, fragte sie und verfluchte ihre Stimme für die Verbitterung darin.
Er sah erleichtert und verwirrt zugleich aus. „Das ist dann wohl die Antwort.“ Nun zögerte er. „Es ist nicht leicht für mich, weißt du? Ich musste… warten… aber jetzt merke ich, dass es keinen großen Unterschied macht, und jetzt seid ihr nur beide sauer auf mich, also…“ Theos Stimme verklang, unnatürlich erschöpft.
„Also…?“, fragte Hermine, nicht sicher, dass sie verstand, was er meinte, auch wenn sie eine Vermutung hatte, dass das Problem – wie immer – Malfoy war.
Er zuckte mit den Schultern und wandte den Blick ab. „Ich werde seine Entscheidung akzeptieren müssen, oder?“
Sie wusste sofort, dass sie richtig lag. „Und wie lautet seine Entscheidung?“
„Unsere Freundschaft zu beenden, mit seinem Segen für unsere Beziehung.“
Hermines Lippen verzogen sich zu einem grausamen, spöttischen Lächeln. „Segen.“
„Das ist das Höchste, was er tun kann, und weitaus mehr, als man unter den Umständen von ihm erwarten kann.“
„Umstände?“, fragte Hermine, obwohl sie es nicht wirklich wissen wollte.
Er seufzte, ziemlich erschöpft. „Ich habe nicht viele Freunde. Eigentlich gar keine. Unheimlich und allwissend hast du mich einst genannt. Und das denken auch alle Anderen. Ich bin nicht extrovertiert. Draco war… anders. Er hat mich immer so akzeptiert, wie ich bin. Das hat niemand sonst. Ich würde diese Freundschaft gerne behalten, ebenso wie ich… naja… dich gerne hätte, aber das ist unmöglich.“
„Dann behalte eure Freundschaft“, erwiderte sie leise, obwohl ihr inzwischen schlecht war. Natürlich würde Draco sich einmischen. „Ich verstehe das. Freunde sind das Wichtigste.“
Theo sah extrem frustriert aus. „Ich weiß nicht, was ich getan hätte. Aber wie gesagt, ich habe keine Wahl. Er hat mir gesagt, dass er nicht mehr mit mir befreundet sein wird, dafür hofft er, dass du und ich…“ Er schüttelte den Kopf. „Mehr als ich erwartet hätte“, murmelte er zu sich selbst.
Hermine zuckte gespielt unbeteiligt mit den Schultern. „Wenn wir einfach… nichts machen, wird er wahrscheinlich merken, dass ihr Freunde bleiben könnt, weil dann kein Schlammblut zwischen euch steht.“ Sie konnte nicht anders, als das Wort Schlammblut extra zu betonen.
Er blickte sie kurz an. „Erstens würde er das nicht akzeptieren. Draco ist… sehr stur. Er wird nur wütend, wenn ich dich gehen lasse, und dann wird alles noch schlimmer. Zweitens geht es hier nicht um Blut, Hermine. Er… seit er den Ring trug… Er sieht dich jetzt anders. Das musst du doch gemerkt haben.“
Nein, das hatte sie nicht bemerkt. Beziehungsweise hatte sie versucht, es nicht zu bemerkten. Es war schwer zu ignorieren, aber sie gab ihr Bestes. Bald wäre es wieder wie früher und alles wäre wieder in Ordnung. „Das lässt nach“, antwortete sie ehrlich. „Ich denke, derjenige, der den Ring trägt, entwickelt ganz von selbst einen Beschützerinstinkt, nachdem er völlige Kontrolle über den Träger des Armbands hat. Es ist eine Art Versicherung für die, ähm, Ehefrauen, denke ich.“
„So ähnlich sieht er das auch.“ Theo hielt kurz inne, dann sprach er weiter. „Aber er tut mehr, als dich beschützen, und das weißt du mindestens genau so gut, wenn nicht sogar besser, als ich. Er will dich besitzen. Er versucht, es zu kontrollieren, aber deshalb ist es für ihn so schwer, in deiner Nähe zu sein oder dich mit einem Anderen zu sehen. Er ist eifersüchtig. Das musst du doch erkannt haben. Er ist es nicht gewöhnt und kann es nicht gut verstecken.“
Hermine klappte der Mund auf. Das war zu viel Information für ihren Geschmack. Und sie dachte wirklich nicht gern darüber nach. „Es wird vergehen“, murmelte sie.
Theo nickte. „Wahrscheinlich. Aber deshalb ist es eine große Geste seinerseits. Er fühlt diese Dinge, beschließt aber, sich völlig aus der Gleichung zu ziehen, um keine Probleme zu verursachen.“
Mist. Wenn er es so sagte, bekam Hermine ein schlechtes Gewissen wegen ihrer fiesen Gedanken von vorhin.
„Aber es ist nur vorübergehend“, argumentierte sie. „In ein paar Wochen wird er alles vergessen haben.“
Theo seufzte wieder und klang einfach nur traurig. „Wer weiß? Ich konnte nichts über das Armband und den Ring herausfinden. Die Magie könnte genauso gut für immer anhalten. Was, wenn er sich nie ganz erholt?“
Hermine starrte ihn entsetzt an. Darüber wollte sie am liebsten nie nachdenken.
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