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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 61

von Nitsrek

„Wo zur Hölle bleibt er denn?“, knurrte Blaise.

Draco bekämpfte den Drang, mit den Augen zu rollen. Freute sich Blaise etwa darauf, sich von einem eifersüchtigen Freund verprügeln zu lassen? „Vielleicht hält er nichts von Gewalt“, schlug er vor.

Der Unterricht war vorbei und Blaise hatte beschlossen, herumzutrödeln, was Draco keine andere Wahl ließ als selbst zu trödeln.

Blaise schnaubte. „Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit“, jammerte er weiter. „Vielleicht sollte ich ihn suchen.“

„Und was tun? Ihm auf die Schulter tippen und sagen ‚Hey, wo bleibt meine Tracht Prügel’?“

„Hey, da kommt er!“

Draco drehte sich um und merkte, dass Blaise Recht hatte. Er seufzte und lehnte sich an die Wand, wobei er sich damit abfand, dass sein Kumpel ein Idiot war und verdiente, was da auf ihn zukam. Blaise richtete sich auf, blickte den näher kommenden Jungen herausfordernd mit einem herablassenden Grinsen an.

Diesmal rollte Draco mit den Augen.

Und dann… nichts. Traceys Freund funkelte Blaise an, lief aber ohne ein Wort oder eine bösartige Bewegung weiter. Blaise sah so vor den Kopf gestoßen aus, dass Draco lachen musste.

Blaise runzelte die Stirn. „Was zur Hölle hat der für ein Problem?“

Er wirbelte herum, anscheinend mit der Absicht, dem Anderen zu folgen, aber Draco stieß sich von der Wand ab und versperrte ihm den Weg. „Lass es, Mann. Er hat keine Lust auf eine Prügelei. Wahrscheinlich glaubt er die Geschichte nicht.“

„Oder es ist ihm egal. Allein dafür sollte ich ihm eine langen“, knurrte Blaise.

Draco rieb müde seine Augen. Er hoffte wirklich, dass er nicht so ein Idiot war, wenn es um Mädchen ging. Er ignorierte absichtlich die Erinnerung daran, wie er Terry Boots Nase gebrochen hatte, weil der Hermine schlecht gemacht hatte. „Vielleicht auch nicht. Vielleicht hat Davis sich eine bessere Geschichte einfallen lassen.“

Blaise schmollte, gab aber nach. „Warum sollte sie das tun?“, fragte er etwas trotzig. „Sie will das doch. Sie will, dass ich leide und sie glaubt nicht, dass ich das bereits tue. Warum wollte sie sich diese Gelegenheit entgehen lassen?“

Draco schüttelte den Kopf. „Das ist also der Grund? Du willst, dass er dich verprügelt, weil du glaubst, ihr gefällt das? Das ist krank.“

„Du würdest genau das Gleiche tun.“

„Und jeder weiß, dass ich nicht ganz bei Trost bin. Außerdem macht sie das nicht glücklich. Du solltest sie besser kennen.“

„Du glaubst also, ich sollte das tun, was sie glücklich macht – sie komplett in Ruhe lassen? Hast du eine Ahnung, wie unmöglich das ist? Das habe ich schon probiert, es geht nicht.“

„Es ist eigentlich ganz leicht“, antwortete Draco leise und wählte seine Worte mit Bedacht. „Entweder du tust dein Möglichstes, um sie zu kriegen und sie auf eine Art zu binden, mit der sie glücklich ist – was bedeutet, deine Mutter zu verärgern, wahrscheinlich enterbt zu werden und dir Vorurteile von unseren ehemaligen Freunden anzuhören – oder du lässt sie in Ruhe. Alles andere ist reiner Egoismus.“

„Ich bin ein Egoist, Draco.“

„Nun, dann geht es dir nicht darum, dass sie glücklich ist, oder? Dann sorg ruhig weiter dafür, dass sie unglücklich ist, wenn du dich dadurch besser fühlst.“

Blaise sah erstaunt aus, als Draco mit den Schultern zuckte und ging. Es war nicht gerade nett von ihm, so mit seinem Freund zu sprechen, das wusste er, aber er musste zu ihm genauso streng sein wie zu sich selbst. Manchmal bekam man eben nicht, was man wollte. Für diese Erkenntnis hatte er siebzehn Jahre gebraucht.

+++++

Sollte Draco bisher geglaubt haben, dass dieser Tag nicht noch deprimierender werden konnte, wurde ihm schnell das Gegenteil bewiesen. Er wollte nur im Büro der Schulsprecher vorbeischauen, um eine Notiz mit der Bitte um eine Änderung des Patrouillenplans zu hinterlassen, als er den Raum besetzt vorfand.

Er zuckte zusammen und wandte den Blick ab von dem sich umarmenden Pärchen, während ihm die Luft aus den Lungen wich und seine Brust vertraut schmerzte. Er wusste, dass er sich daran gewöhnen sollte, aber es war schwierig, wenn sie ihn so überraschten. Er wollte gerade gehen, als er zurückgerufen wurde.

Theo entging wirklich gar nichts.

„Draco“, sagte der Junge freundlich. „Können wir dir helfen?“

Hermine wirbelte herum und lief dunkelrot an, weil sie beim Küssen erwischt worden war. Warum schämte sie sich nach allem noch über so eine Kleinigkeit?

„War nicht wichtig“, murmelte Draco. „Ich wusste nicht, dass ihr hier seid. Ich komme später wieder.“

„Nein, warte!“ Theo hielt ihn zurück. „Ich muss mit dir reden.“

Oh, bei allem, was heilig war! Nicht noch mehr Gespräche! „Ich denke, das kann warten“, erwiderte er etwas kühler, als es nötig war.

„Mir wäre es lieber, wenn wir das gleich machen könnten“, antwortete Theo.

Draco drehte sich um und funkelte Theo schweigend an, überzeugt, dass Theo ihn auf diese Art für die Sache mit dem Armband quälen wollte.

„Oh!“, rief Hermine plötzlich aus und erregte ihre Aufmerksamkeit. „Ich… Mir fällt plötzlich ein, dass ich weg muss. Bye!“

Draco hob eine Augenbraue, als sie sich duckte und an ihm vorbeischlüpfte. Das war ja mal gar nicht auffällig. Ihr Unbehagen war aber nachvollziehbar. Er hoffte nur, dass sie keine Ahnung hatte, was Theo jetzt wahrscheinlich sagen würde. „Also, was ist es diesmal?“, fragte er und schlenderte zu einem Stuhl. „Gefällt dir nicht, wie ich absolut gar nichts tue?“

Theo lächelte fast. „So würde ich es nicht ausdrücken.“

„Wie dann?“ Draco ließ sich in den Stuhl fallen und ergab sich einem weiteren ermüdenden Vortrag.

„Es geht darum, dass du nichts tust und dass ich gerne hätte, dass du etwas tust… aber nicht so, wie du denkst.“

Es ging also gar nicht um Hermine? Das war mal eine Abwechslung. „Ich kann nicht noch mehr tun als sowieso schon. Wenn es um meine Aufgabe als dein Assistent geht: Ich verbringe schon so viel Zeit wie möglich damit.“

„Es geht um unser Haus, Draco.“ Theo setzte sich ihm gegenüber. „Die Sache läuft langsam aus dem Ruder. Du hast es geschafft, die Bösartigkeit zu organisieren, aber seit du das nicht mehr tust, muss ich mich darum kümmern, sie unter Kontrolle zu halten, was nicht gerade effektiv ist, und jetzt, wo auch noch bekannt wird, dass ich mit einer Muggel-Geborenen zusammen bin…“

Also waren Theo und Hermine wirklich zusammen? Natürlich. Aber vor ein paar Tagen war das noch anders, oder? Draco schüttelte den Kopf, um Ordnung reinzubringen. Konzentrier dich. „Ich weiß nicht, was du von mir erwartest.“

„Naja, du willst anscheinend, dass sie dich wieder respektieren. Es würde allen sehr helfen, wenn du dich wieder wie früher verhalten könntest. Mit ein paar Änderungen, natürlich.“

„Ja, da gibt es nur ein kleines Problem“, sagte Draco und lehnte sich vor, als würde er ein Geheimnis teilen wollen. „Ich habe keine Lust dazu. Das wird langsam langweilig. Such dir einen anderen.“

Theo seufzte und lehnte sich zurück. „Da liegt das Problem – es gibt keinen anderen. Blaise weigert sich, etwas damit zu tun zu haben und in der sechsten Klasse gibt es nur eine Person, die halbwegs denken kann, und er will die Geduld der Anderen nicht herausfordern. Ich denke nicht, dass ein Jüngerer den Rest unter Kontrolle bringen könnte.“

„Dann tu nichts. Überlass das den Lehrern.“ Draco zuckte mit den Schultern, weil er nicht verstand, wo das Problem lag.

„Die sind anderweitig beschäftigt“, sagte Theo müde. „Du-weißt-schon-wer richtet Chaos in ganz Europa an und sie wollen sich nicht auch noch um Spielplatz-Rangeleien kümmern müssen. Crabbe will sich anscheinend als Führer beweisen und langsam sieht es so aus, als könnte dabei jemand zu Schaden kommen.“

„Trotzdem ist das nicht dein Problem, Mann“, sagte Draco. „Die können nicht erwarten, dass wir das allein ausbügeln. Ich habe das jedenfalls nicht vor.“

„Drei von ihnen haben gestern eine Muggel-geborene Viertklässlerin in die Enge getrieben. Sie hatte keinen Zauberstab und hatte Angst, und die drei hatte großen Spaß daran, sie zu quälen.“

„Dann melde sie.“

„Habe ich!“ Theo wirkte verärgert. „Aber wäre es nicht besser, wenn so etwas gar nicht erst passieren würde?“

„Wie schon gesagt: Das liegt nicht in unserer Verantwortung!“

„Und wenn es Hermine wäre?“

Dracos Augen verengten sich. Soviel dazu, dass sie nur einmal nicht über sie sprachen. „Granger kann auf sich selbst aufpassen.“

„Du hast ihr schon einmal geholfen“, bemerkte Theo.

„Und das hat gereicht.“ Draco war es müde, dass niemand bemerkte, wie sehr er ihr aus dem Weg ging. War denn nichts gut genug?

„Wirklich?“

„Wirklich.“

„Also, wenn du Hermine finden würdest, komplett wehrlos und jemandem ausgeliefert, der sie am liebsten tot sehen würde – oder zumindest schwer verletzt, würdest du nichts tun?“

Draco stöhnte und fiel nach hinten. „Sei nicht albern.“

„Aber das hast du doch eben gesagt.“

„Ich würde meine Stellung verlieren, wenn ich nichts tun würde.“

Theo schüttelte den Kopf, halb belustigt, halb erschöpft. „Du drehst dich im Kreis, Draco.“

„Gut, dann lass mich ehrlich sein: Ich plane nicht, ausgerechnet ihr zu helfen, ebenso wenig, wie ich vorhabe, den Muggel-Beschützer zu spielen, außer es muss so sein. Und jetzt lass es, bitte.“

Theo beließ es nicht dabei. „Aber du weigerst dich immer noch, bei der Häusersache zu helfen?“

„Tut mir leid. So bin ich eben nicht mehr.“

„Und wer bist du inzwischen?“

„Jemand, der wirklich, wirklich keine Lust mehr hat, sich vor dir rechtfertigen zu müssen.“

Als er seinen dramatischen Abgang hinlegte, musste Draco trotzdem über Theos Frage nachdenken. Wer war er eigentlich?“

+++++

Die mutige Gryffindor floh eilig und hielt nicht eher an, bis sie weit entfernt war von dem Büro. Das war mehr als seltsam gewesen. Sie meinte nicht einmal die Anspannung zwischen Theo und Malfoy, denn die war sie inzwischen gewohnt, sondern… die ganze Sache.

Sie war so durcheinander.

Es schien ein Höhepunkt gewesen zu sein, dass Theo sie nach dem sehr langen Hinundher endlich geküsst hatte, und es war nett gewesen, aber sie konnte nicht entspannen und loslassen. Gut, das hatte sie ohne ein bisschen Überzeugungsarbeit nie gekonnt, aber sie hatte loslassen und sich selbst verlieren wollen.

Hermine war so darauf bedacht gewesen, dass sie nicht einmal bemerkt hatte, wie Malfoy hereinkam, und da sie so daran gewöhnt war, dass er wusste, was sie fühlte, hatte sie sich ertappt gefühlt und mit ihrer blöden Schamesröte vermutlich alles verraten.

Sie hatte Glück, dass es ihm inzwischen anscheinend wirklich egal war. Noch vor wenigen Tagen hätte er sie verspottet, sie abfällig betrachtet und gegrinst, aber heute hatte er überhaupt nicht reagiert, abgesehen von dem Versuch zu gehen. Anscheinend ließ die Wirkung langsam nach. Sie war froh.

Und verwirrt. Sie hatte geglaubt, es würde etwas länger andauern. Nicht, dass das schlecht war. Es war sehr, sehr gut so. Nun hielt sie nichts mehr von Theo, und niemand war unglücklich. Alle hatten ihren Partner gefunden. Happy End… oder?

Sie runzelte die Stirn. Irgendetwas passte nicht.

+++++

Das Komische an Schmerz ist, dass man ihn nicht mehr bemerkt, wenn man ihm lange genug ausgesetzt war, und irgendwann wird man sozusagen taub. Abgesehen von einem gelegentlichen Stechen fand Draco, dass er sehr gut damit klar kam. Er war sogar stolz darauf, wie gut er damit umging, in Anbetracht der Umstände.

Blaise war sauer auf ihn. Das tat Draco leid, aber es tat ihm nicht leid, dass er seinem Freund nun einmal die Wahrheit gesagt hatte. Blaise musste entweder kämpfen oder aufgeben. Wenigstens gab es bei ihm die Möglichkeit, dass er bekam, was er wollte, wenn er darum kämpfte. Draco hätte diese Wahl auch gern gehabt. Er hätte gern gedacht, dass er seine Chance nicht vertan hätte, wie Blaise es gerade tat.

Aber das würde natürlich nie jemand erfahren.

„Hey!“

Draco runzelte die Stirn, als sich ihm jemand in den Weg stellte. Er seufzte müde, als er sie erkannte.

„Genau die Reaktion, die jedes Mädchen will!“, sagte das Mädchen fröhlich.

„Hör mal, ähm, Astoria, oder? Ich weiß nicht, was du denkst, aber wir haben uns nicht gerade viel zu sagen, also könntest du nicht einfach…“

„Wow, du bist echt ein Traummann, was? Kein Wunder, dass du es bei den Frauen so leicht hast!“

Draco biss die Zähne zusammen und funkelte sie an. Er war sich bewusst, dass er ihr gegenüber nicht gerecht war, aber er konnte nichts gegen die Selbstverachtung tun, die er spürte, wenn er daran dachte, wie er sie benutzt hatte, um Hermine und alle Anderen auf eine falsche Fährte zu locken. „Was willst du?“

„Ich wollte dir einen Handel vorschlagen, aber du musst sehr viel netter sein, wenn es klappen soll.“

„Was für einen Handel?“

Sie betrachtete ihn ein paar Sekunden, bevor sie antwortete. „Ich bin ziemlich beliebt und – noch wichtiger – habe die richtige Abstammung. Wenn du so tust, als wäre ich deine Freundin, werden die Leute deine Liebelei mit Granger bald vergessen und dein Ruf wird wieder hergestellt sein.“

Was für ein seltsamer Vorschlag. Er wurde sofort misstrauisch. „Tun wir mal so, als würde mich das interessieren: Was hättest du davon?“

Sie lächelte etwas säuerlich. „Das mit dem sozialen Ansehen läuft in beide Richtungen. Wenn dein Ruf wieder hergestellt ist, bist du einer der wenigen guten Kandidaten, nachdem Nott jetzt mit Granger zusammen ist und Zabini… naja, abgesehen davon, dass er sich in letzter Zeit komisch benimmt, wissen wir alle, dass er keine Beziehung sucht.“

Draco schürzte die Lippen. „Ich dachte, du wärst beliebt. Wozu brauchst du mich noch?“

Astoria zuckte genervt mit den Schultern. „Es gibt da ein paar Hu- äh, Hexen in meinem Jahr, denen ich gerne etwas beweisen würde… Sie geben immer mit ihren ‚Freunden’ aus Durmstrang an. Glorifizierte Brieffreundschaften, mehr nicht, wenn du mich fragst, aber es ist schwer, sie ohne Gegenmittel vom Sockel zu stoßen. Du könntest dieses Mittel sein. Du bist auf jeden Fall besser als ein alberner Brieffreund.“

„Du willst mit mir also einen lächerlichen Teenager-Wettkampf gewinnen. Nett.“

Sie lächelte. „Naja, damit wäre ich später auch für Andere interessanter. Zumindest, wenn ich diejenige sein darf, die Schluss macht, sobald wir unsere Ziele erreicht haben. Du brauchst nichts, um noch interessanter zu wirken. Du müsstest nur netter sein.“

„Warum willst du denn interessanter –wie du es nennst – sein?“, musste Draco fragen. Er wünschte sich eigentlich, dass sie weniger interessant wäre. Ihm war schwindlig – und nicht auf eine gute Art.

„Mutter will, dass wir – meine Schwester und ich – so bald wie möglich nach Schulabschluss heiraten. Ich will sicherstellen, zumindest eine so große Auswahl an Interessenten zu haben, um nicht mit irgendeinem alten, fetten Zauberer mein Bett teilen zu müssen.“

„Wäh“, murmelte Draco.

„Ja, und ich bin weder die hübscheste, noch die klügste Hexe auf dem Markt, also brauche ich etwas, was mich hervorhebt, und du brauchst jemanden, der dein Ansehen steigen lässt und Nott vielleicht auch noch überzeugt, dass du keine Bedrohung für seine Beziehung bist.“

Als wüsste Theo das nicht. „Schau, so clever dein kleiner Plan ist, ich bin wirklich nicht interessiert daran, dass diese Leute mich wieder zu ihren Rängen zählen.“

„Du beobachtest sie immer noch, weißt du? Ich habe dich beobachtet, und du schaust sie ständig an, wenn du glaubst, niemand würde es bemerken.“

Draco versteifte sich. „Ich weiß nicht, wovon du sprichst, und selbst wenn, geht es nur mich was an, wo ich hinschaue.“

„Irgendwann wird es auch jemand anders merken. Sie werden merken, dass du freiwillig Single bleibst und dass du sie immer noch sehnsüchtig ansiehst…“

„Was willst du von mir?“, unterbrach Draco, ein ungutes Gefühl in seinem Magen bei dem Gedanken, dass Hermine merken könnte, dass er sie immer noch wollte. Sie würde ihn bemitleiden. Er konnte ihr Mitleid im Moment nicht ertragen.

„Ich will, dass du zustimmst“, erwiderte Astoria ruhig.

„Du erpresst mich also. Du wirst den Leuten erzählen, dass ich sie noch will, außer ich spiele deinen Freund. Ist es das?“ Er versuchte nicht einmal, seine Wut zu verbergen. Er hatte zu hart darum gekämpft, so weit zu kommen, sie konnte das jetzt nicht einfach kaputt machen!

Astorias Augen weiteten sich mit einer Unschuld, die er ihr nicht abkaufte. „Überhaupt nicht! Ich muss nichts erzählen. Du wirst dich selbst verraten.“

„Und was soll dieses Theater daran ändern?“

„Sie werden nicht nach Hinweisen suchen. Sie werden glauben, dass du dich wieder gefangen hast. Unterschätze nie die Macht von Vermutungen.“

„Du hast das wirklich alles genau durchdacht, oder?“

„Aber sicher! Also… machst du mit?“

Draco starrte sie einen langen Moment an. Eine Fake-Freundin. Konnte er das tun?

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Vorschau

+++++

Draco ließ sich in den Stuhl ihr gegenüber fallen. „Also, ich habe nachgedacht…“

„Hat’s wehgetan?“

Er rollte mit den Augen. „Ehrlich, Granger, lass dir was Neues einfallen.“

„Aber das Alte passt so gut!“

„Ich habe nachgedacht“, wiederholte er und ignorierte sie, „dass es da wohl ein Missverständnis gab, dass ich wahrscheinlich berichtigen sollte.“

„Was? Nur eines?“, fragte sie trocken.


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