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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 65

von Nitsrek

Hermine wand sich etwas unbeholfen auf ihrem Platz, als Dracos nachdenkliches Gesicht langsam ein ziemlich bedrohliches Lächeln zeigte. Was auch immer er Böses verlangen würde, sie würde es tun, ermahnte sie sich. Es ging um eine gute Sache. Theo würde es wahrscheinlich nicht öffentlich zugeben, aber die neue Gleichgültigkeit seines früheren Freundes störte ihn ganz offensichtlich. Und was machte es schon, dass sie besagten Freund bestechen musste, damit er das Thema auf sich beruhen ließ? Am Ende würden alle davon profitieren. Theo wäre glücklicher, sie hätte einen glücklicheren Freund und Draco hätte sein krankes Vergnügen dabei, sie zu quälen.

Wenn sie so darüber nachdachte, was es vielleicht gar keine so gute Idee.
Draco lehnte sich in seinem Stuhl zurück und studierte sie lässig. „Wenn du den Schmuck noch einmal anlegst, können wir darüber reden.“

Ihr klappte der Mund auf, ihre Augen weiteten sich. „Du willst, dass ich das Armband noch einmal anziehe? Nach allem, was das letzte Mal passiert ist?“

Er schüttelte langsam den Kopf, wieder dieses unheilverkündende Grinsen auf dem Gesicht. „Natürlich nicht. Das wäre doch verrückt. Und Theo würde wahrscheinlich für meinen langsam, sehr schmerzhaften Tod sorgen.“

„Was dann?“, flüsterte sie fast.

„Den Ring“, sagte er einfach. „Du wirst den Ring tragen. Ich trage das Armband.“

„Was?“

„Oh, komm schon“, sagte er etwas verärgert. „Als würdest du das nicht wollen. Und diesmal vergessen wir den ganzen Vertrag. Du bist nicht in der Lage, Spaß zu haben.“

„Warum solltest du das wollen?“, fauchte sie durch zusammengebissene Zähne.

„Ich habe meine Gründe“, sagte er und verriet kein Wort. „Aber du musst es natürlich nicht tun. Und ich bezweifle, dass Theo allzu glücklich wäre, wenn er herausfinden würde, dass du es tust.“

„Wie lang?“, stieß Hermine hervor.

„Nun, das kommt darauf an. Wie lang willst du es tragen? Ich habe höchstens an ein paar Tage gedacht, aber du kannst dir zusätzliche Zeit ‚erkaufen’.“ Er stützte sich mit den Ellbogen auf dem Tisch ab und warf ihr dieses unausstehliche Lächeln zu, das sagte, dass er ihr das sowieso nicht zutraute.

„Es ist gefährlich“, flüsterte sie, weil sie nicht wollte, dass jemand sie in der Bibliothek versehentlich hörte. „Es macht süchtig.“

Er nickte. „Ja, deswegen würde ich empfehlen, dass du unter zehn Tagen bleibst. Ich denke nicht, dass die Auswirkungen dann so schlimm sind. Aber was weiß ich schon. Vielleicht habe ich es auch nur nicht bemerkt.“

Hermine schloss die Augen. Das Schmuckstück war gefährlich. Es war Wahnsinn, es noch einmal zu tragen. Sie sollte nicht einmal darüber nachdenken.

„Gut“, sagte sie eher tonlos. „Aber nur ein paar Tage und dann wirst du alles in deiner Macht stehende tun, damit Theo und du wieder Freunde seid.“

„Fünf Tage?“, fragte er.

Sie zuckte zusammen. „Drei?“

„Ich denke nicht, dass es in drei Tagen funktioniert. Es braucht Zeit.“

„Was braucht Zeit?“

Er sah ihr direkt in die Augen. „Bis du weißt, wie es ist.“

Sie versuchte angestrengt, ihre Augen nicht größer werden zu lassen. Das wollte er also. Mehr Verständnis. Sie schluckte. Das war eine wirklich, wirklich, wirklich schlechte Idee. „Vier Tage. Und sag Theo nichts davon.“

Seine Augenbrauen schossen in die Höhe. „Haben wir etwa Geheimnisse vor unserem Freund?“

Si bleckte die Zähne. „Nein. Ich werde es ihm sagen. Du hast dafür das Vergnügen, es deiner Freundin zu erzählen.“

„Ist das ein Befehl?“, fragte er träge. „Weil wenn nicht, wüsste ich nicht, was sie das angeht.“

„Natürlich“, antwortete Hermine sarkastisch. „Was kümmert es sie schon, dass ein anderes Mädchen in deinem Kopf herumbohrt und dich vielleicht herumkommandiert?“

„Ganz genau“, sagte er mit einem selbstgefälligen Lächeln. „Bring die Teile in die Kerker, wenn du bereit bist.“

+++++

Sobald Hermine ihn allein ließ, wankte Dracos Lächeln und er vergrub seinen Kopf in seinen Händen. Es würde die Hölle sein, sie in seinem Kopf zu haben, wenn auch nur ein paar Tage. Und sie würde seine Gefühle bemerken. Es gab keine Möglichkeit, dass sie es nicht bemerken könnte, oder? Er glaubte nicht, seine Emotionen gut genug verbergen zu können, damit sie nicht sagen konnte, was er fühlte. Er konnte es versuchen, aber die Chancen, dass sie es wirklich übersehen würde, waren gering.

Sein Stolz würde den Schlag wohl ertragen müssen. Es war sowieso nicht mehr viel übrig.
Es war ein verrückter Plan, das gab er gerne zu, aber er wollte einfach wissen, dass sie trotz allem eine Verbundenheit zu ihm spüren würde, die sie niemals mit einem Anderen erleben würde. Theo würde sie vielleicht haben, aber er hatte dann etwas, was Theo nie bekommen würde. Sie würde ihn auf eine Art kennen, wie es kein zweites Mal möglich sein würde. Sie würde diese Hölle von Gefühlen, die er durchmachte, nicht voll erfahren, aber das war in Ordnung. Er wollte es so.

Es war ziemlich erbärmlich, aber so war es. Er zwang sie nicht wirklich dazu. Sie hatte schnell genug eingewilligt, oder? Er musste hinterher nur versuchen, besser mit Theo klarzukommen – was an und für sich schon die Hölle sein würde, aber er konnte die letzten fünf Monate der Schulzeit noch so tun, als wären sie Freunde. Er hatte massenhaft Übung mit falschem Lächeln und unaufrichtigen Beziehungen. Bei Theo hatte er es nur nie getan, weil sie vor nicht allzu langer Zeit wirklich Freunde gewesen sind, und das wusste Draco auch immer noch zu schätzen.

Aber nicht so sehr wie das hier.

Er lief langsam in Richtung Kerker und war überrascht, als sie weniger als dreißig Minuten später an seiner Tür stand. Die Hexe verschwendete offenbar nicht gern ihre Zeit.

„Er darf nicht wissen, warum ich es tue“, sagte sie ohne Umschweife. „Er würde nur sauer werden. Also überlege ich mir eine andere Ausrede und du wirst ihm nichts erzählen.“

„Warum denkst du, er würde sauer werden?“ Draco konnte sich die Frage nicht verkneifen.

Sie schenkte ihm einen trockenen Blick. „Weil ihr beide zu dumm seid, um eure Probleme allein zu lösen.“

„Und? Dann hast du ihn für dich allein. Wollt ihr Hühner das nicht?“

„Ja, wir sehnen uns geradezu nach unglücklichen Freunden“, antwortete sie sarkastisch. „Wirklich, Malfoy, du solltest nicht immer so verallgemeinern. Vielleicht würdest du dann auch mehr verstehen.“ Sie legte die Schachtel, die sie mitgebracht hatte, ab und öffnete sie. Für eine Sekunde starrte sie nur auf den Inhalt, offensichtlich unentschlossen.

Zeit für eine Ablenkung, bevor sie ihre Meinung änderte. „Wirst du dich jetzt die ganze Zeit wie ein Miststück aufführen?“

Hermines Kopf schnellte hoch und er wusste, dass er sie verärgert hatte. Es war zu einfach. „Das ist mein gutes Recht, oder nicht?“, knurrte sie fast.

„Sicher.“ Er zuckte mit den Schultern. „Ich würde es nur gerne wissen, damit ich vorbereitet bin. Es ist nicht schon wieder diese bestimmte Zeit des Monats, oder? Denn dann behalte ich mir vor, eine Ganzkörperrüstung zu tragen.“

Ihre Augen weiteten sich. „Du bist unglaublich!“

Draco grinste. „Ich weiß. Aber normalerweise, wenn Astoria das sagt, klingt es ein bisschen schmeichelhafter.“ Er nahm das Armband aus der Schachtel und schloss es um sein Handgelenk, wobei er gegen die plötzliche Welle aus Beunruhigung ankämpfte. Es würde alles gut gehen, beruhigte er sich. Sie würde alles, was er fühlte, an das Bild anpassen, das sie bereits von ihm hatte, also gab es kein echtes Risiko.

Vielleicht.

Sie hatte den Ring in die Hand genommen und starrte ihn an. Draco zwang sie gedanklich, ihn anzuziehen. „Ich glaube nicht, dass ich das kann“, sagte sie abrupt und ließ den Ring zurück in die Schachtel fallen.

Er seufzte. Natürlich würde sie es sich anders überlegen. „Natürlich kannst du das, Granger. So schwer ist es wirklich nicht.“

Sie schüttelte den Kopf. „Nein… es ist zu gefährlich. Überleg dir etwas anderes, das mache ich dann.“

Er knirschte mit den Kiefern. Sie waren allein in seinem Zimmer und er sollte sich etwas anderes einfallen lassen, was er von ihr wollte? Er wusste, dass ihre Gedanken überhaupt nicht in diese Richtung gingen, aber es fühlte sich trotzdem so an, als würde sie sich über ihn lustig machen.

„Hast du schon vergessen? Nach weniger als zwei Monaten ohne Armband?“, fragte er und hörte die Schärfe in seiner Stimme. „Lange Zeit ist nichts passiert. Ich habe es ziemlich genossen, dich zu demütigen, dich hungern zu lassen, dir den Schlaf zu rauben… Ich denke allerdings, ich hätte mich mehr anstrengen können, um deinen Ruf zu ruinieren. Vielleicht hätte ich es ausnutzen sollen, dass du auf meinem Bett eingeschlafen bist, hm? Immerhin wäre es zu leicht gewesen, dich -“

Mit einem bösen Feuer in den Augen riss Hermine den Ring aus der Schachtel und schob ihn auf ihren Finger.

Draco keuchte mitten im Satz und runzelte dann ungläubig, verwirrt, die Stirn. Er sollte überhaupt nichts fühlen. Nur sie. Er sah sie an und bemerkte, dass sie vor Wut kochte, etwas, das Hass nicht unähnlich war, in ihren Augen.

Oh, scheiße. Oh, nein.

„Nicht“, sagte er schnell. „Atme tief durch, du willst nicht -“ Er brach ab und keuchte wieder.

„Was ist los?“, fragte sie und klang sehr skeptisch.

Er unternahm einen weiteren verzweifelten Versuch. „Beruhig dich, Hermine. Du willst das nicht tun. Ich habe es nicht so gemeint, okay? Ich habe dich… nur provoziert…“

„Ich tue doch gar nichts!“

Doch, tat sie. Und sie glaubte, er spielte ihr nur etwas vor, weil er keine Zeit mehr für Erklärungen hatte. Die langsame, brennende Hitze auf seiner Haut entfachte zu einem wütenden Feuer und er hörte sich selbst qualvoll aufschreien, als er auf die Knie fiel. Jeder Gedanke wurde ausgelöscht und seine ganze Welt bestand aus Schmerz. Er wusste, dass sie mit ihm sprach, aber er konnte sie nicht hören. „D-der Ring“, versuchte er über das Brüllen in seinen Ohren hinweg. „Nimm ihn ab… Mitleid!“

Er spürte die Nässe auf seinen Wangen, als würde sie einem anderen gehören. Es war unerträglich. Er fühlte sich, als würde er von innen heraus zerfetzt werden. Und als wäre das nicht genug… tat sie ihm das auch noch an. Sie hasste ihn genug, um diese Art von Schmerzen zu verursachen. Das tat mehr weh als alles andere. Sie wollte ihn so verletzen.

Er wusste, dass sie ihre Gründe hatte, er wusste, dass es gerechtfertigt war, aber zu erfahren, dass die, die du am wenigsten verletzten wolltest, dich am meisten verletzen wollte, es ohne Zweifel zu fühlen, war schlimmer als der physische Schmerz an sich. Er begrüßte den Schmerz fast, denn wenn er weg war und Draco Zeit zum Nachdenken hätte, würde er noch schlimmer leiden.

Plötzlich war es weg und er war auf allen Vieren, unfähig, den Schmerz in sich aufzuhalten, unfähig, zu sprechen. Es war eine demütigende Position, aber er vermutete, dass sie das wollte. Er schloss die Augen und versuchte, die Flut aufzuhalten.

Sie kniete neben ihm. „Was ist passiert?“, fragte sie mit aufgewühlter Stimme. „Ich habe nicht… Malfoy, ich habe das nicht getan!“

Doch, hast du. Aber er konnte noch nicht antworten. Er kämpfte angestrengt darum, wieder normal atmen zu können.

„Und ich habe keinen Schmerz gefühlt, also dachte ich, du tust nur so, aber deine Haut…“ Sie wollte ihn berühren, aber er schreckte zurück, wollte ihre Berührung nicht. Er öffnete seine Augen und sah ihr bestürztes Gesicht. „Ich habe ihn abgenommen“, sagte sie leise, „sobald ich es bemerkt habe. Es tut mir leid.“

Er blickte auf seine Hand und sah die wütenden, roten Male. „Ist schon okay“, krächzte er. „Es vergeht schon wieder.“

„Malfoy, ich-“

„Bitte geh“, unterbrach er, was auch immer sie sagen wollte. „Geh… einfach.“ Er konnte es nicht ertragen, in ihrer Nähe zu sein und zu wissen, wie sehr sie ihn hassen musste, damit das passieren konnte. Er dachte damals, als er den Ring trug, dass er sie hassen würde, aber er hatte das hier niemals zugelassen, nicht einmal. Sie musste wirklich wollen, dass er in der Hölle schmorte. Er kämpfte gegen die große Verzweiflung, weil sie ihn nicht als wimmerndes Häufchen Elend sehen sollte.

„Ist das eine Reaktion auf unsere vertauschten Rollen?“, beharrte sie.

Er lachte fast. „Nicht jetzt. Bitte.“ Er sah sie so ruhig an, wie es ihm möglich war. „Geh.“

Sie stand auf, etwas unsicher, ihre Augen groß und reuevoll. „Kann ich irgendetwas-?“

„GEH!“

Sie floh aus dem Zimmer und er lehnte sich an den Bettrand, zog die Beine an und legte seinen Kopf auf seine Arme, während ihn die Einsamkeit überkam. Er wusste, dass er nicht zu den besten Menschen zählte. Er wusste, dass er verwöhnt und arrogant war und dass er unglaublich gemein sein konnte. Er wusste, dass sie nicht auf ihn stand. Aber er hatte, so gut es ging, versucht, es wieder gut zu machen. Es würde nie reichen, oder? Sie würde nie aufhören, ihn zu hassen.

Die Tür öffnete sich. „Draco, was-?“ Es folgte eine Pause, als Blaise die Szene in sich aufnahm. Draco antwortete nicht. Er war zu erschöpft, um es zu erklären. „Ich habe Granger verschwinden sehen“, sagte Blaise schließlich. „Sie war aufgeregt. Sie wollte mir nicht sagen, was genau passiert ist. Was zur Hölle ist hier los?“

Oh, sie hat mich nur gefoltert, sonst nichts. „Könntest du…?“ Draco zögerte und räusperte sich. „Könntest du…?“ Wen? Pansy? Damit er ihr wieder Hoffnungen machte? Sie würde kommen, ganz sicher. Sie würde machen, dass es ihm besser geht. Aber wie konnte er verlangen, dass sie über ihn hinweg kam, wenn er sie nicht ziehen ließ? „Astoria“, hörte er sich sagen. „Könntest du sie holen?“

Er würde Blaise später erklären, was los war, aber im Moment brauchte er die Hilfe einer anderen Person, um sich besser zu fühlen. Blaise schien zu verstehen und ging lautlos. Astoria würde helfen. Sie war nicht in ihn verliebt, und wenn er sich an ihr Angebot erinnerte, war das hier nichts Schlimmes. Nur… Trost. Er musste ein anderes menschliches Wesen spüren.

Er überlegte, dass er vielleicht aufstehen und sich ordnen sollte, aber er hatte nicht den Willen, sich zu bewegen. Er zog einen Ärmel hoch und sah, dass die roten Male auf seinen Armen ebenso auffällig waren wie auf seinen Händen. Er schob seinen Umhang beiseite und erhaschte einen Blick auf etwas Rotes an seiner Schulter. Er wollte nicht einmal zum Spiegel laufen und sein Gesicht sehen – er konnte sich den schrecklichen Anblick gut vorstellen. Es würde aber nicht lange halten. Anhaltende Anzeichen wären für niemanden, der den Schmuck verwendet, günstig.

Zum ersten Mal überlegte er, dass die Hersteller des Armbands tatsächlich gestörte Geisteskranke gewesen sein könnten.

Ein leises Klopfen ertönte an der der Tür, bevor sie aufging. „So, so, Malfoy. Du lädst mich auf dein Zimmer ein? Das ist… neu…“ Astorias Stimme versagte, und er lachte fast über ihr geschocktes Gesicht. „Was ist passiert?“

Eine sehr beliebte Frage heute, hm? „Ein Unfall“, sagte er nur.

Er nahm an, dass es irgendwie einer war. Hermine hatte nicht gewusst, dass sie ihre Gefühle wegsperren musste, wenn sie ihn nicht leiden lassen wollte. Er hätte nie gedacht, dass er ihr sagen müsste, dass sie ihren unverfälschten Hass auf ihn bitte nicht loslassen sollte.

„Granger hat dir das angetan?“, fragte sie, kniete sich neben ihn und berührte vorsichtig seine Wange. Er musste also wirklich schrecklich aussehen.

„Es war nicht ihre Schuld“, murmelte er, sah sie nicht an, und wünschte, Blaise hätte nicht gesagt, dass Hermine hier gewesen war.

Ihre Hand fiel. „Warum hast du nach mir schicken lassen?“

Er öffnete seinen Mund zur Antwort, war aber plötzlich beschämt, sowas von ihr zu verlangen. Vielleicht sollte er sie einfach wegschicken und selbst damit klarkommen. „Ich weiß nicht“, murmelte er. „Ich…“ Ich brauche jemanden. Er schloss seine Augen. Erbärmlich.

Dann spürte er ihre Arme um sich und klammerte sich an sie und den Gedanken, dass es trotz allem auf dieser Welt noch Arme gab, die ihn festhalten würden.

+++++

Vorschau

+++++

„Wurdest du jemals von meinen Stimmungen kontrolliert?“

Er lächelte. „Ich weiß nicht, ob ich kontrolliert war, aber stark beeinflusst auf jeden Fall.“

„Wann?“

Er warf ihr einen Sag-nicht-du-wüsstest-das-nicht-Blick zu und sie errötete heftig. „Oh.“ Naja, er konnte ihr keine Schuld daran geben, dass sie nicht da dran gedacht hatte, wo sie doch so angestrengt versuchte, es zu vergessen. „Gut, das wird definitiv nicht mehr vorkommen.“

Er lächelte wieder, aber diesmal etwas angespannt. „Ist das eine Herausforderung?“

„Was willst du denn tun?“, fragte sie. „Ich trage den Ring, schon vergessen?“ Sie winkte mit den Fingern und zuckte bei der Erinnerung selbst zusammen.


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Hermine hängt die Tweed-Röcke und Strickpullis von Oma in den Schrank und - darf ich es überhaupt aussprechen - trägt Jeans!
Emma Watson