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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 66

von Nitsrek

Hermine lief in ihrem Zimmer auf und ab. Nachdem nicht allzu viel Platz war, machte sie nur fünf Schritte und drehte dann um, fünf Schritte, drehen, fünf Schritte, drehen. Krummbein saß auf dem Boden und betrachtete sie mit dieser herablassenden Geduld, die nur er richtig draufhatte, während sein Schwanz wedelte. Dummes Vieh. Fünf Schritte, drehen, fünf Schritte, drehen. Nach ein paar Minuten ging ihr die Eintönigkeit auf die Nerven, also setzte sie sich hin, nur um ein paar Sekunden später wieder aufzuspringen, weil sie das Gefühl hatte, etwas tun zu müssen. Sie machte zwei Schritte auf die Tür zu, ermahnte sich dann aber, dass sie nichts tun konnte, weil er sie nicht sehen wollte. Sie fing wieder an zu laufen.

Ihr Herz pochte immer noch wild, dabei waren schon zwei Stunden vergangen.

Wie konnte er Schmerzen spüren, ohne dass sie es durch den Ring spürte? Sollte sie nicht angeblich alles fühlen, was er fühlte? Aber er hatte nicht nur so getan. Sie glaubte nicht, dass er so gut schauspielern könnte. Tränen und Male. Die Male waren schrecklich. Es war fast als… als ob… sein Blut gekocht hätte. Und er hatte sichtlich gelitten.

Irgendwie war sie dafür verantwortlich, aber sie verstand nicht, wie. Sie hatte nichts getan. Sie war wütend gewesen, ja, und hatte sich rächen wollen, ihm wehtun wollen, wie auch er sie verletzt hatte…

Aber er hatte den Ring wochenlang getragen und ihr wehtun wollen, und es ist überhaupt nichts in die Richtung passiert!

Wie er sie danach angesehen hat… Sie zitterte. Seine Augen waren groß und geschockt gewesen, voller Schmerz, Verwirrung und Angst. Für diese wenigen Momente schien er tatsächlich Angst vor ihr gehabt zu haben; er hatte verzweifelt Abstand zwischen sie bringen wollen. Hatte er Angst, dass sie die Verbindung ausnutzen und ihn foltern würde, solange sie konnte? Er musste doch wissen, dass sie das nicht tun würde. Das musste er wissen! So war sie nicht.

Sie schluckte und blinzelte hastig die Tränen weg.

So war sie nicht.

+++++

Nach einer wirklich schlaflosen Nacht schleppte sich Hermine ohne rechte Begeisterung zum Frühstück und in den Unterricht.

Zu ihrer Erleichterung war Draco anwesend und die Male waren weg. Das war gut, oder? Er war nur untypisch ruhig, selbst für seine launische Art. Das war eine Ruhe, die über Stille hinaus ging. Es war auf eine Art beängstigend, die sie nicht ganz beschreiben konnte. Sie konnte ihn jedoch nicht darauf ansprechen. Dann würden die Leute reden und er strahlte ganz offensichtlich aus, dass er nicht angesprochen werden wollte. Sie musste ihm Zeit lassen. Immerhin ging es nicht darum, dass sie sich besser fühlte. Sie war nicht kürzlich gefoltert worden.

Beim Mittagessen stocherte sie in ihrem Essen herum und versuchte herauszufinden, was genau passiert war und wie und wann sie sich wieder entschuldigen sollte. Es stimmte, dass er in der Vergangenheit unangenehm gewesen war – mehr als das – aber das entschuldigte nicht, was auch immer da passiert war.

Sie wünschte außerdem Ginny zum Teufel. Ginny hatte Harry endlich von ihrem Geheimnis erzählt und es war nicht gerade gut verlaufen. Soweit Hermine das sagen konnte, war es nicht ganz so schlimm, wie Ginny befürchtet hatte, aber Harry war mehr als nur ein wenig verärgert und verletzt gewesen, weil sie es ihm bisher verheimlicht hatte und er ihre Gründe dafür in Frage stellte.

Das war natürlich für sie alle schlecht, aber Ginny hatte sich jetzt auch noch entschlossen, fast ständig an Hermine zu kleben, sie als Verbündete zu bezeichnen und sie als Möglichkeit zu nutzen, in Harrys Nähe zu sein. Es war nicht so, als könnte Hermine Ginnys Ängste und Gedanken nicht verstehen, aber sie hatte wirklich keine Lust, als Mittel zum Zweck zu dienen. Sie würden es schon noch klären. Harry war nicht arschig genug, um die Dinge so zu beenden. Im Höchstfall bräuchte er einen kleinen Denkanstoß. Oder eine Kopfnuss. Was auch immer zuerst funktionierte.

„Willst du ein neues Gerücht hören?“, fragte Ginny.

„Sicher“, murmelte Hermine und zermatschte ihr Erbsenpüree noch weiter. Es war merkwürdig unterhaltsam.

„Astoria Greengrass soll die Nacht in Draco Malfoys Zimmer verbracht haben.“

Hermine hörte mit dem Matschen auf und runzelte missbilligend die Stirn. Das wollte sie nicht wirklich wissen. „Das ist das Beste, was du hast? Dass Malfoy Zeit mit seiner Freundin verbringt?“

Ginny zuckte mit den Schultern. „Sie war die ganze Nacht da. Ich bin überrascht, dass du und Theo ihn so einfach die Regeln brechen lasst.“

Draco hätte die letzte Nacht nicht alleine verbringen können. Es war gut, dass jemand für ihn da gewesen ist. Hermine starrte auf ihre traurigen Erbsen. Sie waren etwas zu zermatscht, um noch appetitanregend auszusehen. Zumindest hatte sie keinen Appetit mehr. „Das überlasse ich Theo, sein Zimmer ist nur ein paar Meter weiter.“

„Das ist das Nächste.“

„Was?“

„Ich habe gehört, du wärst letzte Nacht bei Malfoy gewesen.“

Hermine zuckte mit den Schultern, etwas genervt, dass alle ihre Nasen da rein steckten, wo sie nicht hingehörten. „Geschäftlich.“

„Darf ich dich was fragen?“

Sie seufzte. „Sicher.“

„Warst du schon mal in Notts Zimmer?“

Sie blinzelte. Das hatte sie nicht wirklich erwartet. „Äh…“ Sie versuchte verzweifelt, sich an einen Besuch auf Theos Zimmer zu erinnern, aber als sie nichts fand, runzelte sie wieder die Stirn. „Ich hatte bisher keinen Grund.“

„Klar. Also, wenn ich du wäre, würde ich sichergehen, dass er weiß, dass letzte Nacht geschäftlich war, vor allem, da du nicht mal bei ihm vorbeigeschaut hast, um Hallo zu sagen, obwohl das Zimmer ‚nur ein paar Meter weiter’ war.“

Hermine funkelte Ginny an. Sie brauchte keine Erinnerung, dass sie die Dinge in letzter Zeit falsch anging. Wenn doch nur nicht alles so verwirrend wäre…

+++++

„Granger.“

Hermine erschrak über die kühle Stimme und starrte Malfoy an. Er hatte sie aufgesucht? Hier in der Bibliothek? Heute? Warum?

Er musste ihr Gesicht komisch finden, denn er lachte ein kurzes, eher humorloses Lachen.

Mehr als nur ein wenig verwirrt und beunruhigt, dass er sie auslachen konnte, wagte sie, was sie schon den ganzen Tag vorgehabt hatte. „Hör mal, Malfoy, es tut mir wirklich, wirklich-“

„Ja, ja“, unterbrach er sie mit einem sorglosen Winken und wieder starrte sie ihn nur an. Wie konnte er so tun, als wäre es egal? „Du hast gestern etwas in meinem Zimmer vergessen.“ Er streckte die Hand aus, ein gewisser Platinring lag darin.

„Den habe ich nicht vergessen“, informierte sie.

„Das habe ich mir schon gedacht“, antwortete er. „Aber wir hatten eine Abmachung, ja?“

Hermines Mund klappte auf. „Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass ich-“

„Doch, tue ich!“, unterbrach er sie.

„Nein!“ Sie schüttelte den Kopf und spannte ihren Kiefer an. „Such dir eine Andere.“

Er lächelte freudlos und neigte sich zu ihr. „Du wirst ihn anziehen und tun, was wir vereinbart haben, oder ich werde Theo ganz genau erzählen, wie du dich in sein Leben einmischst. Vielleicht erzähle ich ihm sogar, was du mir angetan hast.“

Hermine öffnete ihren Mund, um zu sagen, er solle es Theo ruhig erzählen, das war ihr egal! Aber natürlich war es ihr nicht egal und letztendlich sagte sie, „Was, wenn es wieder passiert?“ mit einer Stimme, die in ihren eigenen Ohren jämmerlich klang.

„Wird es nicht“, erwiderte er leise. „Zieh ihn einfach an. Vertrau mir.“

Sie schüttelte heftig den Kopf. „Nein.“

„Soll ich das hier für immer tragen?“, fragte er und zeigte auf das Armband. „Ich kann es nicht ablegen, wenn du den Ring nicht trägst, weißt du?“

„Wenn ich den Ring lange genug anziehe, damit du das Armband abnehmen kannst, belassen wir es dann dabei?“

„Nein.“

„Dann ist das meine Antwort.“

„Wir hatten eine Abmachung“, fauchte er. „Und du wirst deinen verdammten Teil erfüllen!“

Sie starrte ungläubig in sein wütendes Gesicht. „Willst du Schmerzen?“

„Es wird nicht wieder passieren“, stieß er hervor. „Du bist zu zerknirscht, als dass es funktionieren könnte, selbst wenn du es versuchen würdest.“

Das hatte er also bemerkt, ja? Und es nervte ihn anscheinend. Manchmal verstand sie wirklich nicht, wie sein Verstand funktionierte.

„Wie habe ich es letzte Nacht passieren lassen?“

„Du wolltest mir wehtun.“ Die Aussage kam ohne jegliche Emotion. „Weil du mich so hasst.“

„Ich hasse dich nicht.“ Tat sie nicht. Hass war ein zu starkes Gefühl. Sie mochte ihn nicht und manchmal hatte sie auch andere negative Gefühle in Bezug auf ihn, ja, manchmal auch ziemlich stark, aber es war kein echter Hass.

Er seufzte müde. „Natürlich tust du das, Granger. Es ist nicht gerade eine Überraschung.“

Sie verschränkte die Arme, genervt von seiner Einstellung. „Für mich schon!“

„Nur Hass kann das auslösen, also gibt es keine andere Erklärung.“

„Wie ist es mit Wut? Du hast mich echt wütend gemacht?“

„Du denkst wirklich, einfache Wut könnte Folter verursachen?“

„Unbeabsichtigte Folter. Und ja, tue ich.“

„Glaub was du willst. Die Tatsache ist, dass du mich verletzen wolltest, und das hast du auch.“

„Das ist das Nächste. Was ist mit den vielen Malen, als du mich verletzen wolltest? Warum ist da nichts passiert?“

Er hielt eine Sekunde inne und wandte den Blick ab. „Selbstbeherrschung, nehme ich an“, sagte er dann. „Ich wusste, was passieren würde, wenn ich nicht aufpasse. Du nicht. Ich hätte nicht gedacht, dass du das wissen müsstest.“

„Warum habe ich deinen Schmerz nicht gefühlt?“

„Das wäre dann als Bestrafung nicht sonderlich wirkungsvoll, oder?“

„Ich verstehe dieses Ding nicht! Wozu dient es? Du kannst einen Menschen wie einen Sklaven behandeln und ihn foltern, andererseits kannst du alle Emotionen spüren und sogar Schmerzen und Verletzungen übernehmen. Das ergibt doch keinen Sinn!“

Er zuckte mit den Schultern. „Vielleicht ist es so, damit du es einsetzen kannst, wie du willst? Bist du nicht diejenige, die immer sagt, man solle Unterschiedliches gutheißen?“

Sie ignorierte diese absurde Logik. „Ich kann es nicht tragen!“

„Doch, kannst du.“ Er packte unerwartet und plötzlich ihr Handgelenk, zerrte ihre Finger auseinander und schob den Ring so grob auf ihren Finger, dass das harte Metall ihre Haut aufkratzte und sie laut genug aufschreien ließ, dass ein paar Leute ihre Köpfe in ihre Richtung drehten. Er ignorierte es. „Und das wirst du auch. Da. Guck, nichts passiert.“

Hermine zitterte und starrte angestrengt auf ihre Hand, damit er die Tränen in ihren Augen nicht sehne konnte. Er hatte ihr nicht weh getan. Sie hatte schon schlimmere Schmerzen gehabt, als sie einen launischen Krummbein streichelte oder zu nah an Harry und Ron stand, wenn sie aus Spaß rangelten. Und ihr machte es auch nichts aus, dass er sauer auf sie war.

Sie hatte nur einfach Angst davor, den Ring zu tragen. Es war nicht wirklich logisch, aber so war es nun mal. Was, wenn sie wieder wütend würde und nicht wüsste, wie sie es kontrollieren konnte? Sie wollte niemanden verletzen, nicht einmal Malfoy.

„Es wird nicht wieder passieren“, wiederholte er, seine Stimme weicher.

Warum beruhigte er sie? Sie spürte, wie ihr Ärger stieg, dann wuchs ihre Angst, weil der Ärger stieg. Sie starrte weiter stumm auf den Ring.

Er setzte sich ihr gegenüber und wartete anscheinend darauf, dass sie etwas sagte.

„Ich werde das nicht tun“, beharrte sie.

„Doch, wirst du“, sagte er. „Es muss dir wirklich wichtig sein, dass Theo und ich uns wieder vertragen, sonst wärst du nie auf mich zugekommen. Und es ist nur ein paar Tage. Wenn dein Temperament mit dir durchgeht, kannst du ihn einfach abnehmen, bis du dich wieder beruhigt hast. Ansonsten bestehe ich darauf, dass du ihn für alles andere anbehältst.“

Sie blickte ihn scharf an. „Alles?“

Er zuckte mit den Schultern. „Ich kann dir nicht sagen, was ich fühlen werde, aber ich will nicht, dass du dich davor versteckst. Das wäre nicht fair. Du kannst immer verlangen, dass ich nicht übertreibe. Wenn du es richtig machst, muss ich sogar gehorchen.“

Hermine blickte den Ring missmutig an. „Das ist nur ein anderer Weg, mich zu quälen, oder?“, fragte sie schließlich, ihre Stimme etwas rau. „Du zwingst mich, dieses… dieses… Ding… zu tragen, obwohl du weißt, dass es mir Angst macht.“

„Wenn das stimmt, was würde ich dann gerade fühlen?“, fragte er.

Hermine dachte nach. Triumph vielleicht? Freude? Selbstgefälligkeit? Sie versuchte herauszufinden, was er fühlte, nicht ganz sicher, wie sie das tun sollte, als plötzlich ein paar Dinge in ihr hervortraten. Er war noch verärgert, aber es schien eher von irgendeiner Frustration zu kommen und… Kränkung? Sie blickte ihre Hand verwirrt an. Ja, er war gekränkt.

Oder vielleicht konnte sie seine Gefühle auch nicht sonderlich gut ausmachen.

„Kannst du es auseinander halten?“, fragte er leise, weil er wahrscheinlich erkannte, wie sehr sie sich konzentrierte. „Ich versuche, dich nicht mit irgendwas zu überwältigen, aber du solltest das genau so machen. Es ist nicht schön, von den Stimmungen eines Anderen kontrolliert zu werden.“

„Wurdest du jemals von meinen Stimmungen kontrolliert?“

Er lächelte. „Ich weiß nicht, ob ich kontrolliert war, aber stark beeinflusst auf jeden Fall.“

„Wann?“

Er warf ihr einen Sag-nicht-du-wüsstest-das-nicht-Blick zu und sie errötete heftig. „Oh.“ Naja, er konnte ihr keine Schuld daran geben, dass sie nicht da dran gedacht hatte, wo sie doch so angestrengt versuchte, es zu vergessen. „Gut, das wird definitiv nicht mehr vorkommen.“

Er lächelte wieder, aber diesmal etwas angespannt. „Ist das eine Herausforderung?“

„Was willst du denn tun?“, fragte sie. „Ich trage den Ring, schon vergessen?“ Sie winkte mit den Fingern und zuckte bei der Erinnerung selbst zusammen.

„Also ist es eine Herausforderung“, sagte er leise. „Es ist nicht mein Fehler, dass du die Macht des Armbandes nicht erkennst…“

„Es ist keine Herausforderung!“ Sie blieb stur, aber er würdigte sie nicht mit einer Antwort.

Stattdessen starrte er sie auf beunruhigende Art an, seine Augen wanderten zu ihren Lippen, dann ihren Hals und weiter runter auf die weichen Falten ihres Umhangs, der ihre Brüste bedeckte.

Hermine fiel es plötzlich schwer zu atmen und ihr Puls beschleunigte sich langsam. Ihre Wangen wurden warm und sie verstand, was er da tat… und ihre Wangen wurden noch wärmer. „Hör auf damit!“, sagte sie so streng sie konnte, etwas außer Atem. „Das ist… unheimlich.“

„Ich glaube, du spürst es noch mehr als ich“, sagte er sehr leise. „Zumindest hatte ich immer den Eindruck, dass Lust und Schmerz vervielfacht werden. Da frage ich mich doch… wenn ich bis an den Rand der Klippe gehe, wirst du mit mir dorthin gehen… oder darüber hinaus schießen?“

Sie erschauderte bei dem Gedanken und verachtete sich dafür, dass es nicht Ekel war, den sie spürte. Kein Wunder, dass es für ihn schwer war, den Ring zu tragen. „Weder noch“, sagte sie heiser. „Du gehst nicht mal in die Nähe von irgendwelchen Rändern, verstanden?“

„Vielleicht kann ich nicht anders“, sagte er und wirkte zu unschuldig, um glaubwürdig zu sein. „Du weißt, wie wir Männer sind…“ Er betrachtete eine gutaussehende Hufflepuff-Schülerin, die nicht weit weg saß, und ließ seine Augen über ihren Körper wandern, was eine frische Welle uneingeschränkter Lust durch Hermine tosen ließ.

„Oh, Gott“, stöhnte sie und das Gefühl wurde gleich noch stärker. Sie blickte Draco an, dessen Blick sie nun mit fiebriger Heftigkeit aufsaugte.

„Ich hatte nicht vorgehabt, zu weit zu gehen“, murmelte er. „Aber du solltest vielleicht nicht… Merlin, sieh mich bloß nicht so an!“

Sie war sich nicht sicher, wie sie ihn ansah, aber sie hatte sich plötzlich daran erinnert, wie weich seine Lippen waren… Wieder strömte Lust durch ihren Körper. „Das ist böse…“, stöhnte sie.

„Wem sagst du das“, flüsterte er. „Ich würde ja gehen, aber das kann ich gerade nicht, ohne Aufmerksamkeit zu erregen… Ich hatte dich nur etwas necken wollen.“

Oh, das hatte er. Und sie war extrem frustriert. Es kribbelte an Stellen, die definitiv nicht kribbelig sein sollten und die Bedürfnisse, die sie gerade verspürte, waren weder für eine Bibliothek, noch für einen gewissen blonden Verursacher angebracht.

„Ich denke, ich werde mal besser…“, murmelte sie.

„Ja.“

„Tschüss.“

Sie sammelte schnell ihre Bücher und floh.

+++++

Draco legte seinen Kopf auf den Tisch und stöhnte. Gut, ja, er hatte sie beide absichtlich erregt, um ihr etwas klarzumachen. Aber er hatte nicht geplant, so erregt zu sein. Er wollte nur ein kleines Ziehen verursachen, keine tobenden Hormone.

Er hatte eindeutig unterschätzt, wie ihre geröteten Wangen, ihre geöffneten Lippen, ihr Keuchen und ihre vor Lust dunkleren Augen ihn beeinflussen würden, und wie das wiederum auf sie wirken würde und… Er stöhnte wieder. Es war nicht neu, dass er sie wollte, aber der bloße Gedanke, dass er sie so beeinflussen konnte, war ein ziemlich mächtiges Aphrodisiakum und es gab absolut nichts, was er tun konnte, außer zu versuchen, es unter Kontrolle zu halten und die nächsten Tage sehr kalt zu duschen.

Aber er würde nur sehr gerne über diese Klippe gehen, wissend, dass sie ihn begleiten würde, und sich vorstellend, wie sie aussehen und sich anhören würde…

Er stöhnte wieder und fing an, seinen Kopf gegen den Schreibtisch zu schlagen, um auf diese Art vielleicht ein wenig mehr Verstand zu entwickeln, wobei er einige verärgerte Blicke seiner Mitschüler auf sich zog.

+++++

Vorschau

+++++

„Oh.“ Sie fühlte sich heute eigentlich ziemlich redegewandt, wusste aber einfach nicht, wie sie das sagen sollte.

„Aber ich denke, nachdem du all die männlichen Slytherins um dich sammelst, sind die Mädchen dort inzwischen ziemlich einsam.“

Jetzt war Hermine überrascht. Für eine Sekunde war ihr Kopf leer, aber dann fing sie an, dieser empörenden Behauptung zu widersprechen.

Erst nach einer Minute bemerkte sie, dass Rons Lippen zuckten.


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