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The Bracelet - Kapitel 81

von Nitsrek

„Ich dachte, du würdest versuchen, mit Granger zu sprechen.“

Und da hatte Draco doch tatsächlich gedacht, dass Blaise gar nicht wusste, wo die Bibliothek war.

Montag war einfach nicht dasselbe ohne einen nervigen Blaise, der seine Nase in Dinge steckte, die ihn nichts angingen. Draco aber kannte Blaises ärgerliche Gewohnheiten. Sie waren der Grund, warum er so leicht die meisten Mädchen an der Angel hatte – weil er verstand, wie sie dachten und auf seine eigene berechnende und ausnutzende Art war er ziemlich sensibel in Bezug auf ihre Gefühle.

In anderen Worten: Blaise war ein echtes Mädchen.

Draco wünschte sich jedoch, er hätte auch ein wenig von diesem Talent. Vielleicht könnte er dann herausfinden, wie er Hermine gegenüber positiv auffallen könnte.

Er wünschte auch, es gäbe einen Weg, Blaises feine Antennen abzuschalten. Draco war kein Mädchen, deshalb wäre es ich wirklich lieber, wenn Blaise das Gefühlsgequatsche endlich lassen würde. „Ich hab’s versucht“, murmelte Draco Blaise zu, der ihn immer noch erwartungsvoll ansah.

„Anscheinend nicht angestrengt genug.“

Mit seiner Geduld am Ende warf Draco seine Feder hin – wenn auch nicht heftig genug, als dass es jemand bemerkt hätte – und knurrte. „Verdammt, Blaise! Wenn sie nicht mit mir reden oder in meiner Nähe sein will, kann ich sie verflucht nochmal nicht zwingen! Sie hat gute Gründe, so zu fühlen, wie sie es tut, also lass mich endlich in Ruhe!“

Blaise wirkte nicht im Geringsten beeindruckt. „Natürlich hat sie das. Du bist selbstverliebt und hast deinen Kopf in der Erde versteckt. Aber sie ist ein verklemmtes Miststück, also passt ihr meiner Meinung nach perfekt zu einander.“

Draco hatte den merkwürdigen Drang, zu lachen, obwohl er nicht einmal im Ansatz belustigt war. Blaise schien es einfach nicht zu kapieren. „Warum tust du mir das an? Es wird nicht passieren.“

„Gut, okay, vielleicht werdet ihr nie glücklich bis an euer Lebensende und macht Babys und so, aber ich dachte, du wärst auch mit weniger zufrieden?“

„Weniger?“, wiederholte Draco.

Blaise zuckte mit den Schultern. „Ja, du weißt schon. Ein wenig dieser sexuellen Spannung abbauen?“

„Sexuelle Spannung?“ Oh, das würde lustig werden, oder? Zumindest, wenn man es lustig fand, sich die Hand ins Ohr zu stoßen, sein Gehirn zu packen und so fest zuzudrücken, dass die Blutung möglichst schnell vorüber ging.

Er fragte sich, ob ein Buch als tödliche Waffe einsetzbar war. Mit genug Kraft vielleicht schon. Oder vielleicht könnte Draco ‚versehentlich’ einen dieser wirklich riesigen, uralten Bände, die hier überall herumschwebten, auf Blaises Kopf fallen lassen. Die Leute würden ihm glauben, dass es ein Unfall war. Und selbst wenn nicht, könnten sie ihn sicher gut verstehen.

„Hat dich jemand mit einem Papageienzauber belegt?“, fragte Blaise verärgert. „Du bist dir der Spannung doch bewusst. Man könnte sie mit einem Messer schneiden. Ich denke, du könntest sie ins Bett kriegen. Das wäre doch schon einmal was, oder?“

„Wie bei dir und Tracey Davis?“ Draco hatte wirklich nicht so sarkastisch wirken wollen.

Blaises Lippen wurden schmal, während er versuchte, seine Wut zu kontrollieren. „Tracey und ich sind nicht wie ihr. Ich biete dir nur Hilfe an, um in Grangers Bett zu kommen. Danach stehst du allein.“

Welch Ironie! „Nein, danke“, sagte Draco. „Ich schätze dein Angebot, aber… nein, danke.“

„‚Nein’ ist keine Option“, sagte Blaise mit sturer Miene.

„Nein, ich -“ Draco seufzte und senkte seine Stimme. „Dabei brauche ich keine Hilfe, okay?“

„Was meinst du mit ‚nicht brauchen’? Wenn du nichts tust, dann… außer du hast schon…“ Blaises Stimme verklang und ein paar Sekunden sah er wirklich witzig aus mit seinem offenen Mund, wie ein Fisch. „Du hast, oder? Du hast schon mit Granger geschlafen?“

„Super, Blaise. Brillant. Schrei es doch einfach rum“, murmelte Draco und blickte sich um, um zu sehen, ob sie belauscht wurden. Das Letzte, was er brauchte, war, dass Potter eine Entschuldigung fand, um ihn zu verprügeln. Oder ihn anzubaggern. Was auch immer durch seinen verwirrten Verstand ging.

Schwulenwitze über Potter wurden einfach nie langweilig.

Dann erstarrte er. Keine zwei Bücherregale entfernt stand Theo, mit dem Rücken zu ihnen, und suchte anscheinend ein Buch. Er konnte den indiskreten Ausbruch nicht nicht gehört haben, und er stand wirklich sehr, sehr still.

Draco versuchte, sich in Theo hineinzuversetzen und ihm wurde speiübel. Er trat Blaise, der immer noch zu geschockt war, um überhaupt auf den Schmerz zu reagieren. „Das hast du toll gemacht!“, fauchte er und nickte in Richtung Theo.

Blaise blinzelte langsam, sah dann auf und erblasste. „Nun, das wäre nur wichtig, wenn du tatsächlich…“ Seine Stimme brach bei Dracos Blick ab. „Ich war überrascht“, murmelte er und senkte den Blick.

Draco antwortete nicht, sondern beobachtete Theo, der noch ein paar Sekunden bewegungslos da stand, dann langsam und vorsichtig das Buch zurück ins Regal stellte und dann steif davon ging.

„Wirklich?“, fragte Blaise wieder.

Draco stöhnte genervt und fuhr mit einer Hand über sein Gesicht. „Ja, verdammt. Würdest du jetzt bitte über etwas anderes reden?“

„Nein! Das ist Wahnsinn! Wann ist es passiert? Warum hast du mir nichts erzählt?“ Blaise setzte sein Trauriges-Hundchen-Gesicht auf, was bei Frauen sicher Wunder bewirken konnte.

Zum Glück war er immun.

„Könntest du bitte leiser sein!“, zischte er. „Es war keine große Sache und es geht dich nichts an!“

Blaise sprach zwar leiser weiter, ignorierte aber den Rest. „Wir sind Freunde… Freunde erzählen sich Sachen! Habt ihr nun was laufen?“

„Nein.“

„Also…“ Blaise schien es langsam zu verdauen. „Ihr hattet einen Onenight-stand und dann hat sie Schluss gemacht?“

Draco funkelte Blaise an. Diese Beschreibung gefiel ihm nicht. „Wir müssten zusammen sein, damit sie Schluss machen kann.“

Blaise warf Draco einen Blick zu, der ihm deutlich zeigte, er solle sich nicht an Wortdefinitionen aufhängen.

„Wer sagt, dass ich nicht Schluss gemacht habe?“, beharrte Draco.

Blaise schnaubte.

„Okay, gut.“ Draco warf seine Hände in die Luft. Vielleicht würde die Wahrheit Blaise schneller abwimmeln. „Sie hat mir ziemlich deutlich klar gemacht, dass das Thema abgehakt ist. Okay?“

„Oberflächliche Schlampe“, murmelte Blaise.

„Und das von dir! Und hörst du bitte auf, sie zu beleidigen?“

Blaise winkte ab. „Aber du hast einen weiteren Vorteil.“

Draco rollte mit den Augen. „Oh, und ich dachte, es wäre das ultimative Ziel, mit ihr zu schlafen?“

„Da hab ich gelogen. Ziemlich wahrscheinlich sogar. Aber du bist ihr Erster. Der Erste hat immer eine Sonderposition.“

Draco zuckte zusammen. Er musste diese Fehleinschätzung berichtigen, bevor Blaise außer Rand und Band geriet, aber es fühlte sich irgendwie so an, als würde er sich in Hermines Privatangelegenheiten einmischen. „Bin ich nicht.“

Blaise hielt inne. „Bist du nicht? Bitte sag mir, dass es nicht Theo ist.“

Draco schüttelte den Kopf. Darüber war er auch froh. „Nein, ist er nicht.“

„Wer dann?“

„Ich weiß nicht.“ Es war peinlich, es zuzugeben, und Draco ärgerte sich. Sie hatte es ihm nicht erzählen wollen und es ging um Persönliches, also warum fragte jetzt auch noch Blaise danach?

Blaise sah aus, als würde er es nicht verstehen, was… vermutlich hieß, dass er nicht verstand. „Du hast nicht gefragt?“

Blaise würde sich totlachen, wenn Draco zugab, zwar gefragt, aber keine Antwort erhalten zu haben. „Es betrifft mich nicht und dich erst recht nicht!“

„Es könnte also jeder sein? Jemand, den sie täglich sieht? Vielleicht einer ihrer Freunde?“ Blaise war manchmal wirklich starrsinnig.

„Danke für die Erinnerung an all die Möglichkeiten.“

Blaise wirkte immer noch perplex. „Naja… immerhin hattest du eine Nacht.“

Draco nickte. „Ja… immerhin.“

Aber auch wenn er Blaises Pläneschmiederei nicht mochte, wusste Draco, dass er mit der derzeitigen Situation nicht wirklich zufrieden war.

+++++

Die Erleichterung, dass sie keine Schuld in Bezug auf jene Nacht empfinden musste, machte Hermine fast schwindelig. Sie hatte sich solche Sorgen gemacht, und dann hatte er… nur gelogen, was die Gefühle betraf.

Okay, sie glaubte nicht wirklich, dass es komplett gelogen war, aber trotzdem! Nun trug sie nicht mehr die Bürde dieser unerwiderten Emotion, die nun zwischen Draco und ihr bestand. Seit dem Sex war sie frei, zu… zu…

Sie war sich ehrlich gesagt nicht sicher.

Sich nicht darüber aufzuregen, was es bedeutet hat, sondern sich nur daran zu erinnern, wie gut es sich angefühlt hat?

Und sehr, sehr heimlich zu bedauern, dass es nicht mehr passieren kann?

Trotz ihrer Enttäuschung, dass Draco solche Lügen erzählte – sie durfte nicht vergessen, dass sie hier mit einem Slytherin zu tun hatte – war eine schwere Last von ihren Schultern genommen worden.

Sie glaubte eigentlich, dass sie ganz gut so tat, als wäre alles normal, nachdem sie es herausgefunden hatte, bis Harry angemerkt hatte, dass sie neuerdings erstaunlich gut gelaunt war. Ron hatte sogar von fröhlich gesprochen. Anscheinend war schauspielern nicht ihre Stärke.

Aber warum sollte sie auch nicht fröhlich sein? Sie hatte immerhin Recht gehabt. Zwischen ihr und Draco waren die Funken geflogen. Sehr viel… Reibung. Oh, ja. Definitiv Reibung.

Sie war ein großer Fan von Reibung.

Okay, Schluss jetzt mit den Gedanken an die unterhaltsamen Nebeneffekte von Reibung. Sie war auf einer Mission!

Obwohl… Wenn sie nicht so große Angst vor den anderen Komplikationen hätte, wäre sie zu gern dieser Reibung weiter auf den Grund gegangen.

Zurück zur Mission!

Sie blätterte die Buchseiten um und murmelte vor sich hin. Nicht gut, überhaupt nicht gut. Sie fand ganze fünf Rezepte, die zu ihrem Zweck passten. Drei von ihnen fehlte die farbliche Beschreibung, was – ehrlich gesagt – für ein Zaubertrankbuch ziemlich nachlässig war, und die anderen beiden wären recht leicht zu schaffen, aber sie wusste nicht mehr genau, wie sie rochen.

Geruch? Sie wusste nur, dass es einfach bäh schmeckte und dass sie gleich nach Einnahme ihre Zähne geschrubbt hatte.

Leider schmeckten die Tränke vermutlich alle bäh.

„Bist du jetzt offiziell mein Stalker?“, fragte sie die Dunkelheit und schüttelte den Kopf.

Ein leichtes Rascheln. „Die verbotene Abteilung?“, fragte Draco, als er aus den Schatten trat. „Hier verbringst du also deine Nächte. Ungezogenes Mädchen, du!“

„Daran ist nichts ungezogen“, erwiderte Hermine, die nicht wusste, ob sie böse gucken, mit den Augen rollen oder lachen sollte.

Er blickte auf ihr Buch und setzte sich. „Verhütung? Ich finde, das fällt unter die Kategorie ‚vorsätzliche Ungezogenheit’.“

Hermine spürte, wie ihr Gesicht heiß wurde und versteckte ihr Buch vor seinen neugierigen Augen. „Das geht dich nichts an.“

Er sah aus, als würde er ihr Fragen stellen wollen, zuckte dann aber mit den Schultern. „Du solltest sowieso nicht selbst brauen.“

Sie hob ihre Augenbrauen. „Ach ja? Warum nicht?“

„Das sollte eigentlich in der Einleitung stehen, aber ein Verhütungstrank ist nur so gut, wie du ihn zubereitest, also ist der Trank nur perfekt, wenn du perfekt arbeitest. Er ist schwierig herzustellen und auch der Unterschied lässt sich nicht leicht feststellen.“

„Woher weißt du sowas?“

Er grinste sie an und sie hatte eine sehr merkwürdige… Reaktion. „Ist dir schon mal aufgefallen, mit wem ich meine Zeit verbringe?“, fragte er. „Wenn es einen Experten in Sachen Verhütung gibt, dann Blaise. Und mit dem verbringe ich nunmal sehr viel Zeit.“

„Stimmt“, murmelte Hermine. „Wo bekomme ich also einen her?“

Sein Grinsen verblasste, bis er sie nur noch nachdenklich musterte. „Wofür brauchst du ihn?“ Er hatte die Frage nicht länger zurückhalten können.

Hermine wollte nicht antworten. „Eigentlich geht dich das nichts an.“

„Und eigentlich müsste ich dir auch nicht sagen, wo du ihn herbekommst.“

Sie kniff die Augen zusammen, musste aber einsehen, dass er Recht hatte. „Für eine Freundin.“

Er rollte mit den Augen und stand auf. „War nett, mit dir zu plaudern, Granger.“

„Nein, warte!“ Sie bedeutete ihm ungeduldig, dass er sich setzen sollte. „Wirklich, es ist für eine Freundin.“

„Wirklich?“, fragte er mit einem skeptischen Blick und setzte sich wieder. „Welche Freundin?“

„Ginny Weasley.“

„Und warum kann Weasley sich nicht selbst darum kümmern?“

„Kann sie! Ich-“ Sie errötete wieder. So ein Mist. „Ich… Ich habe mir etwas von ihrem Vorrat ausgeborgt und möchte den Trank nun ersetzen, damit die Leute… es nicht wissen.“

Ein langsames Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Du hast… an jenem Abend… einen genommen?“

Hermine verzog das Gesicht vor Verlegenheit und wegen der Erinnerung an den widerlichen Geschmack. „Natürlich, du Idiot. Einer musste verantwortungsvoll sein. Du hast nicht wirklich mit dem Kopf gedacht.“

Das Lächeln wurde zu einem Grinsen. „Es war nicht nötig, aber ich weiß zu schätzen, dass du daran gedacht hast.“

„Was meinst du damit?“

Nun verzog er das Gesicht. „Ich kann nicht… Sagen wir einfach, Vater hat sichergestellt, dass ich keine unehelichen Kinder bekommen kann. Wie schon sein Vater und dessen Vater zuvor.“

„Oh.“ Hermine runzelte die Stirn. „Cool. Finde ich. Es ist also nicht permanent, nehme ich an.“

Sein Lächeln wirkte verbittert. „Nein, der Zauber löst sich, wenn ich heirate. Natürlich verliere ich das Malfoy-Erbe, wenn ich nicht die richtige Hexe heirate.“

„Ah.“ Hermine nickte langsam. „’Richtig’ im Sinne von reinblütig und aus einer guten Familie.“

„Genau“, sagte er mit einem weiteren angespannten Lächeln.

Es folgte eine kurze, geladene Stille.

„Trotzdem“; sagte er und winkte mit der Hand. „In Anbetracht der Tatsache, dass du nicht von meiner, äh, Unerfahrenheit wusstest, hat der Trank noch zusätzlichen Schutz geboten. Und der rosane… Hattest du den Rosanen?“

„Nein. Meiner war durchsichtig.“ Sie betrachtete ihn misstrauisch, dankbar, dass sie nicht mehr darüber sprachen, wer zu ihm passte und wer nicht. Das bestärkte nur ihre Entscheidung, keine Reibung mehr zuzulassen. „Was ist mit dem Rosanen?“

„Dachte ich mir schon“, murmelte er und sah zu sehr danach aus, als würde er sich an sie in seinem Bett erinnern. „Du solltest ihn ausprobieren. Er soll gut sein. Er hat, ähm, Verstärker.“

Sie starrte ihn an. „Ein Aphrodisiakum? Du denkst, ich brauche ein Aphrodisiakum?“

„Nein“, sagte er mit etwas belegter Stimme. „Ich denke, es würde dir gefallen.“

Hermines Mund war plötzlich trocken. „Ich, äh, danke, aber… ich fülle nur Ginnys Vorrat auf.“ Sie beschloss, sich wieder ihrem Buch zu widmen, bevor sie etwas Dummes tat, wie zum Beispiel erröten oder – schlimmer noch – flirten.

„Wann hast du ihn überhaupt geborgt?“, fragte er und bemerkte anscheinend nicht, wie warm ihr inzwischen war. „Hast du in ihrem Schlafsaal vorbei geschaut, bevor du zu mir gekommen bist? Und… hast du mehr als einen genommen?“

„Ich, äh, nein. Ich hab sie schon länger. Drei Stück. Nur für den Fall. Ich muss zwei ersetzen.“

„Weshalb zwei?“ Er wirkte ehrlich neugierig und auch etwas beunruhigt.

Sie zuckte mit den Schultern und studierte ihre Fingernägel, wich seinem Blick aus. „Ich war da gerade mit Theo zusammen.“

Sie musste ihn nicht ansehen, um zu wissen, wie ihn das traf. Ihre Beziehung zu Theo war ein wunder Punkt für ihn, ob er es zugab oder nicht. Das war nicht sooo seltsam. Auch wenn er nicht wirklich in sie verliebt war, war das alles ein Chaos. Verdammte Hormone und Verwirrungen.

„Aber ihr habt nicht“, murmelte er. „Sag mir, dass ihr nie… Ich meine, ihr hättet es tun können, ja, aber…“

„Ich würde nicht mit ihm und danach mit dir schlafen“, sagte sie etwas empört. „Denkst du nicht, dass es so schon schlimm genug ist? Das würde ich nicht tun.“

Er wirkte erleichtert. „Natürlich nicht. Vergiss, dass ich gefragt habe.“

Er dachte wirklich, sie würde mit ihnen beiden schlafen? Sie hatte vielleicht nicht immer die perfekte Entscheidung getroffen, aber sie wusste, dass, sollte sie mit einem von beiden ins Bett gehen, der Andere gestrichen war. Sie hatte sowieso schon ein schlechtes Gewissen wegen der zerstörten Freundschaft; sie musste es nicht noch schlimmer machen. Idealerweise hätte sie beide nicht angerührt, aber… Reibung.

Und außerdem hatte sie ja nicht vorgehabt, irgendetwas zu ruinieren. Es war nicht ihre Entscheidung, was für die beiden Jungs Gründe waren, ihre Freundschaft aufzugeben. Dem Dritten die Schuld zu geben, gab nie Sinn.

Natürlich zählte dieses Argument nicht, wenn es vom besagten Dritten kam.

Draco lehnte sich auf seine Ellbogen. „Bleibt nur noch eine Frage… Solltest du nicht vorbereitet sein, damit du dir das nächste Mal nichts von deiner Freundin leihen musst?“

„Ich, äh…“ Hermine musste den Blick abwenden, um ihre Gedanken zu sammeln. Die Art, wie er sie ansah, lenkte sie sehr ab. „Es gibt kein nächstes Mal. Ich denke, ich kann drei Monate Schulzeit auch rumbringen, ohne noch einmal Sex zu haben.“

Noch ein langsames Lächeln. „Oder du suchst dir einen sterilen Zauberer, der ganz sicher keine hässlichen Krankheiten von anderen Hexen hat.“

Oder das.

Hermine schluckte. Warum dachte sie überhaupt darüber nach? Hatte sie nichts gelernt?

Vielleicht hatte sie nur Probleme mit der Umsetzung des Gelernten.

Nicht gut.

+++++

Vorschau

+++++

Hermine schnitt eine Grimasse. „Schon kapiert“, sagte sie. „An dem dubiosen Sexshop führt kein Weg vorbei. Ich weiß nur nicht, wie ich das machen soll, ohne dass meine Freunde etwas bemerken.“

Draco zuckte mit den Schultern. „Ich mach es.“

Ihre Augen weiteten sich und sie sah fast dankbar aus. „Wirklich?“

Er grinste teuflisch. „Für einen Kuss.“

Er sah, wie sie mit sich kämpfte, während er sich fragte, was aus seinem Plan, sie nicht zu belästigen, geworden ist.


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Ich war bei MTV in New York und es war tierisch kalt draußen. Sie brachten mich rüber ans Fenster und da stand dieses Mädchen, das nichts außer ein Harry-Potter-Handtuch trug und ein Schild in der Hand hielt, auf dem stand 'Nichts kommt zwischen mich und Harry Potter!'. Es war toll. Sie ist eine Legende.
Daniel Radcliffe