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Fanfiction

The Bracelet - Kapitel 84

von Nitsrek

Draco setzte eine sehr erwachsene Miene auf, als er um die Ecke bog und damit auf die Hauptstraße von Hogsmeade trat. Warum Hermine sich mit diesem sommersprossigen Versager Weasley abgab, ging über seinen Verstand hinaus. Aber das tat sie nunmal, auch im Moment. Und sie führte anscheinend eine ernste Unterhaltung mit ihm. Sie sah mitfühlend aus.

So sah sie also mitfühlend aus? Hm.

Sie sah auf, entdeckte ihn, und sofort wirkte sie verärgert. Ja, das kannte er wenigstens. Vielleicht noch ein bisschen Ekel dazu, dann wäre sein Tag perfekt. Warum war sie überhaupt verärgert? Er starrte sie ja nicht an, oder so. Er hatte sie nur eine Sekunde lang angesehen und kümmerte sich im Moment bewusst um seine Angelegenheiten.

Ein weiterer kurzer Blick auf Hermine und ihre Weasley-Wohltätigkeitsveranstaltung – ja, für Draco war ihre Freundschaft mit Weasley nichts anderes – verriet ihm jedoch, dass sie auf ihn zukam. Toll. Er konnte es kaum abwarten, zu hören, was sie zu sagen hatte.

„Hey“, sagte sie, als sie ihn erreichte. „Also, ähm, hast du die Tränke?“

Draco hob eine Augenbraue. Das fragte sie in der Öffentlichkeit? „Ja, brauchst du sie gerade?“ Er schaute zu Weasley und schwor sich, dass sie die Verhütungstränke erst bekommen würde, wenn er überzeugt war, dass sie sie nicht benutzen würde.

„Nein!“ Sie hob ihre Hand, um ihn von dem Gedanken abzuhalten. Sehr gut. „Nein…“ Sie sah sich nervös um. „Später, okay? Ich, ähm, wollte dich nur etwas fragen.“

„Dann frag.“ Er war wirklich neugierig, was sie veranlassen würde, sogar vor ihren Freunden zu ihm zu kommen. Vor allem, wenn sie auch noch so nervös herumzappelte.

„Es geht um deine Ex. Kannst du mir vielleicht, ähm, etwas über sie erzählen?“

„Kommt drauf an. Welche meinst du und was willst du wissen?“

„Oh! Äh, Pansy, und, äh, was mag sie so? Im Allgemeinen, mein ich. In romantischer Hinsicht.“

Draco starrte sie an. Hermine errötete und wand sich. „Du interessierst dich jetzt also für Frauen, Granger?“, fragte er, mehr als nur ein wenig verwirrt über die Fragen.

„Es geht nicht um mich…“

Sie blickte zu Weasley und er folgte ihrem Blick. „Auf keinen Fall!“

„Kannst du bitte einfach antworten?“ Sie wurde trotzig. Interessant.

Er lachte. „Sag ihm, das kann er vergessen. Sie wird einen Idioten wie ihn keines Blickes würdigen. Ist aber ein guter Witz. Den muss ich ihr erzählen.“

Hermine verschränkte die Arme vor der Brust. Ihr Mantel verhüllte aber den Spaß dabei. „Kannst du nicht einfach antworten und sie entscheiden lassen?“

Er zuckte mit den Schultern. „Wozu der ganze Aufwand? Ihre Antwort ist trotzdem Nein.“

„Du sagst also, er ist nicht gut genug für sie?“, fragte Hermine mit bedrohlichem Unterton.

Zum Glück ließ er sich nicht so leicht beeindrucken. „Ganz genau.“

„Für mich war er gut genug!“ Hermine warf wütend ihre Haare zurück. „Aber das spielt wahrscheinlich keine Rolle, oder? Wir sind gut genug für irgendwelche Spielchen und höhnische Bemerkungen, aber das war es dann auch, oder? Vergiss es. Er kommt darüber hinweg.“ Sie wirbelte herum und ging.

Oh-oh. Irgendwie hatte sie das alles umgedreht und zu etwas Persönlichem gemacht. Jetzt konnte er sie nicht einfach gehen lassen.

Pansy würde ihm niemals vergeben. Verdammt!

„Was springt für mich dabei raus?“, fragte er, was Hermine anhalten und zögern ließ. Aber sie drehte sich nicht um.

„Was willst du?“

„Einen Kuss.“

Sie drehte sich langsam zurück. „Ich kann dir nichts versprechen, aber ich kann ihn gerne fragen, ob er dazu bereit wäre.“

Draco rollte mit den Augen. „Ich bin nicht Tunten-Potter, weißt du? Von dir.“

Ihr Blick flackerte. Anscheinend war ihr bei dem Gedanken nicht ganz wohl. Zu dumm. Pansy war seine älteste Freundin und wenn er sie schon verkaufen musste, dann sollte es das wenigstens wert sein.

„Okay“, sagte sie endlich. „Aber das sollte es wenigstens wert sein.“

Er grinste wegen der Wiederholung seiner Gedanken. „Das ist es immer.“

Ihr Gesicht war genauso kindisch wie das, was er gemacht hatte, als er sie mit Weasley gesehen hatte. „Ich meinte die Informationen.“

„Es wird keinen Unterschied machen.“

„Sag schon.“

„Erst der Kuss.“

Hermine seufzte genervt. „Ich kann jetzt nicht einfach mit dir verschwinden. Ich verspreche dir, dass du ihn später bekommst.“

„Nein. Erst der Kuss. Hier und jetzt.“

Ihre Augen weiteten sich, als sie verstand. Sie standen auf der Hauptstraße. Um sie herum standen einige Leute und alle würden sie sehen können. Und dann waren da noch die Auroren, die ihn schon den ganzen Tag anstarrten. Wenn er sich nicht täuschte, kannte sie einige von ihnen auch ganz gut.

„Wenn du damit Ron ärgern willst...“

„Nein, das ist nur ein Bonus. Ich will dich damit ärgern.“ Und einen Kuss stehlen. In der Öffentlichkeit. Er wusste selbst nicht genau, wie er sich damit fühlte, aber das war nicht so wichtig wie ihre Einwilligung.

„Hast du nicht einen Ruf, an den du denken musst, oder so etwas?“, murmelte sie.

Er musste lachen. „Den gibt es nicht mehr, Granger. Weg. Ihn wieder herzustellen wäre zu viel Arbeit. Außerdem ist es ziemlich eingebildet von dir, zu glauben, dass es irgendwen interessieren würde. Ich denke, das trifft nur auf Weasley zu. Oder vielleicht auch Potter, wenn er in der Nähe wäre.“

„Vergiss es. Das mache ich nicht.“

„Gut, dann verliert Weasley seine beste Chance bei Pansy. Lass ihn ruhig wissen, weshalb.“

„Denkst du wirklich, Ron würde wollen, dass ich dich küsse?“

„Nein, aber ich frage mich, was er sagen würde, wenn er wüsste, dass du zwar aus Spaß mit mir geschlafen hast, mich aber nicht küssen würdest, um ihm zu helfen.“

Hermine verschränkte erneut die Arme und grinste zynisch. „Vielleicht würde er vermuten, dass es mit dir nicht sehr befriedigend war?“

Aua. Sie wusste, wo sie ihn treffen konnte. „Gute Antwort. Jetzt geh und sag ihm, dass er sie nicht haben kann.“

Er hatte sich zur Hälfte umgedreht, als sie wieder sprach. „Du bist ziemlich besitzergreifend, was deine Exfreundin angeht.“

Wenn sie doch nur aus Eifersucht so sprechen würde und nicht nur, um ihn zu reizen. Wäre allerdings höchst unwahrscheinlich. „Ich habe dir eine simple Bedingung für meine Hilfe genannt, Granger. Aber wenn du es unbedingt wissen musst: Der Gedanke an Pansy zusammen mit Weasley macht mich krank. Ich hoffe, es wird nie passieren.“

„Es geht dich nichts an, ob es passiert.“

„Dich auch nicht, und trotzdem bist du hier. Und warum, Granger? Bist du eine gute Freundin oder hast du Schuldgefühle, weil du Weasley nicht wolltest, nach allem, was ihr zwei zusammen durchgemacht habt?“

„Du bist echt ein Arsch, Malfoy.“

Er lächelte über ihre Gereiztheit. „Ja, und trotzdem wirst du es tun.“

„Was lässt dich das glauben?“

„Du bist immer noch hier und streitest mit mir. Du erträgst den Gedanken nicht, dass dein kostbarer Weasley keine Chance bei seiner Traumfrau der Woche bekommt, also wirst du dich tatsächlich herablassen, oder nicht?“

Sie funkelte ihn an. „Sehr scharfsinnig. Bringen wir’s hinter uns.“

„Ich weiß nicht, ob ich noch will, wenn du so beleidigend bist.“ Er studierte seine Fingernägel.

Sie schnaubte. „Natürlich willst du.“

Richtig. Sehr sogar. Es bräuchte einiges mehr, um das zu ändern. „Sehr scharfsinnig.“

„Man muss nicht scharfsinnig sein, um das zu wissen.“

„Dann küss mich!“

Zu seiner großen Überraschung tat sie das. Er war eine Sekunde lang so erstaunt, dass er nicht einmal reagierte. Allein der Gedanke, dass sie einfach näher kommen, ihm die Hände auf die Schultern legen und ihn küssen würde, war so befremdlich, dass er wirklich nur sehr langsam realisierte, dass sie genau das getan hatte.

Und dann bemerkte er die Weichheit ihrer Lippen, die Art, wie ihre Arme sich langsam um seinen Hals legten, und wie ihr Körper gegen seinen schmolz, als er seine Hand nur ganz leicht an ihre Taille legte.

Innerhalb kürzester Zeit schaffte sie es spielend leicht, ihn ohne Anstrengung um den Verstand zu bringen.

Dann waren ihre Arme weg, sie schob ihn sachte von sich und drehte ihren Kopf, um den Kuss zu beenden. „Genug, du hast bekommen, was du wolltest“, murmelte sie.

Aber er wollte so viel mehr!

Sie errötete. Zuerst verstand er nicht, aber dann kehrten seine Gehirnfunktionen zurück und ihm fiel wieder ein, dass es ziemlich peinlich für sie war. Für ihn sollte es das vermutlich auch sein, aber es war ihm einfach egal. Er wollte sie.

Er musste sich daran erinnern, dass es nur ein Handel gewesen ist. Er räusperte sich. „Pansy wird nicht gern verfolgt. Wenn er das im Moment macht, sollte er damit aufhören.“

Hermine rollte mit den Augen. „Sehr unauffällig, Malfoy.“

Draco schüttelte den Kopf. „Ernsthaft! Ich sage nicht, dass er sie ignorieren soll, aber er muss den Köder auslegen in der Hoffnung, dass sie anbeißt. Wenn er ihr mit großen Hundeaugen nachrennt, hat er schon verloren.

„Hast du das auch gemacht?“

„Ich habe jahrelang versucht, sie zu kriegen, dann habe ich aufgegeben und sie kam angelaufen. Irgendwann hat sie mir gestanden, dass meine anfängliche Anhänglichkeit sie abgeschreckt hat.“

„Oh. Wie… modern von ihr.“ Hermine runzelte die Stirn. „Danke.“ Sie wandte sich ab.

„Was den Köder betrifft: Sie mag schöne und teure Sachen“, fuhr Draco fort. „Aber nachdem Weasley ihr wahrscheinlich weder das Eine, noch das Andere geben kann… sie mag Romantik.“

„Romantik?“ Hermine sah sehr misstrauisch aus.

„Ja. Gesten. Blumen. Briefchen. Gedichte. Mondscheinpicknicks. Solches Zeug.“

Hermine wandte sich mit vor Neugier geweiteten Augen zu ihm um. „Warte, du hast Pansy Gedichte geschrieben?“

Draco würdigte sie keiner Antwort, sondern schürzte nur die Lippen. „Die eigentliche Frage ist: Wird Dumm-Weasley gut genug sein, um ihre Zuneigung zu gewinnen?“

„Nein“, sagte Hermine mit einem Grinsen, das ihm nicht gefiel. „Für mich ist die eigentliche Frage, ob du ihr Gedichte geschrieben hast.“

„Hey, ich habe dir geholfen, oder nicht?“, fragte er entrüstet.

Ihr Grinsen wurde breiter. „Du wirst mir nicht antworten, oder?“

„Nie im Leben!“

Normalerweise hätte er bei so einer Befragung entweder Panik oder Ärger verspürt, aber im Moment war Draco zu verzaubert von Hermines Lächeln – und von der Überraschung, dass sie ihn so spielerisch neckte – dass es ihm nichts ausmachte.

Das war es wert, Pansy zu verraten.

+++++

Ron blickte sie finster an, als sie zurück kam. „Was zur Hölle sollte das alles?“, fragte er.

Hermine hob ihre Augenbrauen. „Ich habe getan, was du wolltest?“

„Ich kann mich nicht daran erinnern, dich gebeten zu haben, zu…“ - Ron sah aus, als wäre ihm schlecht – „flirten und ihn zu küssen und…“ Er brach mit einem Würgen ab, das nicht einmal gespielt klang.

Hermine spürte, wie sie ihren Rücken verärgert versteifte. „Nur zu deiner Information: Er wollte dir nicht helfen, aber so ließ er mit sich reden. Aber wenn du nicht hören willst, was ich herausgefunden habe, gut, dann sage ich es dir eben nicht.“

„Du hättest ihm nicht sagen müssen, dass du wegen mir fragst“, murmelte er.

„Und was hätte ich sagen sollen? ‚Hi, ich habe mich nur mal so gefragt, wie man deine Ex beeindrucken kann, einfach so, völlig grundlos?’ Außerdem hat er es allein rausgefunden. Immerhin standest du ja in der Nähe.“

„Schon gut, schon gut!“ Ron zog eine Grimasse. „Ich weiß dein… Opfer zu schätzen.“

„Nein, tust du nicht.“ Sie verschränkte die Arme und schmollte.

Er schnaubte. „Nun, es sah nicht gerade nach einem Opfer aus, mit deinem Lächeln und deinem Lachen und allem.“

Hermine ignorierte ihre brennenden Wangen und reckte die Nase in die Luft. „Das war nur eine Reaktion auf die Erwähnung von Poesie!“

Das schien Ron zu überraschen. Er erbleichte. „Poesie? Großer Gott, ich habe keine Chance, oder?“

Hermine tätschelte seine Schultern. „Das weiß man nie?“, versuchte sie, auch wenn es ein schwacher Trost war.

Sein Blick war mehr als skeptisch. Naja, immer noch besser, als ihm falsche Hoffnungen zu machen.

Von wegen Poesie.

+++++

„Siehst du, ich habe doch gesagt, es ist alles okay.“

Hermine drehte sich langsam zu Theo, der gerade gesprochen hatte, um. „Du schleichst dich wirklich gern an Leute an und erschreckst sie, oder?“, fragte sie.

„Es ist ganz unterhaltsam, ja.“ Aber er lächelte nicht.

Nicht, dass er das sonst tat. Sein neuestes Hobby war anscheinend, sie im Büro abzufangen. Sie wusste, dass sie ihm mehrmals wehgetan hatte, aber in den letzten Tagen schien noch etwas dazugekommen zu sein.

„Ich habe dich gar nicht in Hogsmeade gesehen“, sagte sie mit falscher Fröhlichkeit.

„Ich hatte keinen Grund, zu gehen. Du sollst aber angeblich Spaß gehabt haben.“

Hermine rümpfte die Nase. Sie wusste sofort, was er mit ‚Spaß’ meinte. „Nicht wirklich.“

„Ich wüsste es schätzen, wenn du mich nicht anlügen würdest. Vielleicht denkst du, du tust mir damit einen Gefallen. Das tust du aber nicht.“ Theo setzte sich an seinen Schreibtisch.

Hermine verschränkte trotzig die Arme, verlegen wegen seiner Behauptung. „Ja, ich habe Malfoy geküsst. Du weißt, wie er ist. Es war nur ein Handel. Ron hat-“

„Du machst dir anscheinend etwas vor“, unterbrach Theo kühl. „Erstens könnte Malfoy dir sowieso nichts abschlagen, und das weißt du.“

Hermine spürte ihr Auge leicht zucken. „Und zweitens?“

Theo seufzte, ziemlich erschöpft. „Zweitens denkt ihr zwei euch immer wieder diese verdammten Spielchen aus, nur damit ihr eine Ausrede habt, euch anzufassen. Ehrlich, Granger, selbst diejenigen von uns, die nicht wollen, dass ihr zusammenkommt, warten inzwischen nur noch darauf, dass ihr endlich erwachsen werdet und es einseht.“

Hermines Kinnlade klappte auf. „W-was?“, stammelte sie. „Ich bin nicht – wir sind nicht – das ist doch… Ich kann nicht fassen, dass ich überhaupt zuhöre!“ Sie wandte sich ab, in einem erbärmlichen Versuch, ihre glühenden Wangen zu verbergen. Sie hatte in ihrem ganzen Leben noch nie eine solch absurde Behauptung auf so plumpe Art gehört!

„Du hast mit ihm geschlafen. Und wenn du nicht seit neuestem mal eben so mit Zauberern schläfst, die du nicht ausstehen kannst, hast du Gefühle für ihn.“

Das Gefühl von Verrat war flüchtig und erbarmungslos, während sie zu Theo herumwirbelte. „Er hat es dir erzählt?“, fragte sie leise. Irgendwie war ihr nicht in den Sinn gekommen, dass Draco ihre gemeinsame Nacht benutzen würde, um sie Theo unter die Nase zu reiben und ihn damit zu verletzen. Das war grausam Theo gegenüber und herablassend ihr gegenüber.

Jetzt, wo sie darüber nachdachte, sah es Draco gar nicht so unähnlich.

Sie war so dumm.

„Nein“, antwortete Theo nur. „Und darum geht es auch nicht. Warum kannst du nicht zugeben, dass du ihn willst? Ist es so viel leichter, es zu leugnen? Was passiert, wenn dein nächster Freund merkt, dass er eure Spielchen nicht unterbinden kann? Oder wenn Malfoy dich aufgibt und du eifersüchtig auf seine nächste Freundin wirst? Er wird nicht für immer auf dich warten, das wissen wir beide. Wirst du ihn wieder verführen, damit er auch sie betrügt? Das ist egoistisch und das weißt du. Egoistisch und kindisch. Wenn du wirklich glaubst, dass es nicht funktionieren wird, gut. Aber solltest du dann nicht eine Entscheidung treffen?“

Hermine schüttelte den Kopf, um die Verwirrung zu beseitigen. „Nein, ich… stehe nicht… auf ihn. Ich will nicht mit ihm zusammen sein.“ Wollte sie nicht. Ehrlich! „Da war nur diese körperliche Anziehung, um die wir uns gekümmert haben. Einmal. Du solltest nicht davon wissen.“

„Ja, soweit ich gehört habe, ist das Problem jetzt gelöst.“ Der Sarkasmus war so deutlich, dass sie ihn fast sehen konnte. „Es geht nicht darum, was du tust, sondern wie du es tust und… Ich sage es wirklich nicht gern, aber er ist dir definitiv nicht gleichgültig.“

Hermine wollte nichts davon hören. Wirklich nicht. Theo lag falsch. Auf keinen Fall wollte sie Draco, nach allem, was er getan hatte – und was er ihr angetan hatte. Sie war doch keine Masochistin! Es war… lächerlich.

Theo irrte sich.

+++++

Vorschau

+++++

Theo ignorierte ihre sarkastische Bemerkung. „Oberflächlich nervt er dich. Aber es macht einen normal nicht an, wenn man genervt wird. Also muss es auch Zeiten geben, zu denen er dich nicht nervt. Zeiten, zu denen du ihn als jemanden siehst, den du küssen möchtest und den du--“

„Sag es nicht!“

„—verstehst. Ehrlich, Granger. Was dachtest du, was ich sagen werde? Hol deine Gedanken aus der Gosse.“


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