
von Nitsrek
Hermine spitzte in einen Seitengang und sah absolut nichts. Absolute Dunkelheit. Das spielte jedoch keine Rolle, weil sie es eigentlich nur tat, um so zu tun, als würde sie nicht merken, dass Malfoy schmollte.
Der Astronomieturm, klar. Zu zweit, ungestört, unter den Sternen…
Nein. Das konnte sie nicht tun. Wo kam diese Frage überhaupt her? In einer Sekunde sagte er ihr, dass die Leute – er eingeschlossen – ihre wohlgemeinten Ratschläge besserwisserisch und nervig fanden, und die nächste… Er hat es vermutlich nur vorgeschlagen, weil er die Kontrollgänge hasste und etwas anderes tun wollte. Nicht, weil er mit ihr allein sein wollte. Wäre es nicht peinlich gewesen, mit ihm zu gehen, nur um dann zu merken, dass seine Einladung nichts weiter bedeutet hat?
Sie war so verwirrt, dass sie am liebsten geweint hätte. Sie wollte, dass die Nacht vorbei war.
„Darf ich dich etwas fragen?“, fragte er plötzlich.
Sie wollte eigentlich Nein sagen, aber ihre Neugier war zu groß, also antwortete sie mit einem vorsichtigen, „Was?“
Es folgte eine kurze Pause, während der er seine Gedanken zu sammeln schien. „Beschuldigst du mich, Geschichten über dich rumzuerzählen, weil du es wirklich glaubst, oder weil…?“
Immer noch vorsichtig, wollte Hermine nicht auf eine halbe Frage antworten. „Weil was?“
Wieder überlegte er einen Moment, wie er es am besten formulieren sollte. „Weil du mich auf Distanz halten willst?“
Warum sollte ich dich auf Distanz halten müssen? Sie sprach die Frage fast aus, merkte aber noch, wie bedeutungsschwer die Antwort sein könnte. Sie kam schon mit der jetzigen Situation klar, also wollte sie lieber nicht noch tiefer in diese Richtung dringen. „Ich würde dich nicht beschuldigen, wenn ich denken würde, dass du nicht dazu fähig wärst“, sagte sie stattdessen.
„Aber ich habe es nicht getan!“, rief er aus und blieb stehen. „Ich habe niemandem erzählt, dass wir es getan haben! Blaise hat mich wie immer genervt! Ich habe gesagt, ich bräuchte seine Hilfe nicht, und er hat seine Schlüsse etwas zu laut gezogen, und Theo hat es gehört. Das ist alles, das schwöre ich.“ Als Hermine nicht antwortete, fuhr er fort, „Warum sollte ich Theo so wehtun wollen? Er hat mich zu seinem Stellvertreter gemacht und gedacht, ich wäre es wert, seine Unterstützung zu bekommen – und er hat mich noch als Freund gesehen, als das kaum noch ein anderer getan hat. Ich habe ihn schon mehr als genug verletzt, indem ich dir das Armband angelegt und mich anschließend geweigert habe, es abzunehmen, obwohl ich wusste, dass er Gefühle für dich hat.“
„Wir hätten es abnehmen sollen“, murmelte Hermine und lief weiter. Sie hatte Angst, Draco anzusehen, wenn er ehrlich war. Das konnte sie nicht.
+++++
„Ja…“, stimmte Draco Hermines Rücken halbherzig zu. Wenn er dran dachte, wie viel Ärger sie hätten vermeiden können, wenn er nicht süchtig nach ihren Gefühlen geworden wäre. Wenn er sie nie geküsst hätte… Die Wahrheit war, dass er froh war, es getan zu haben. Er hatte einen seiner besten Freunde verloren und sich hoffnungslos in ein Mädchen verliebt, das ihn nicht einmal mochte, aber irgendwie war es das trotzdem wert. Als wäre er dadurch ein besserer Mensch.
„Es hätte mir einiges an Demütigung erspart, und dir eine alberne, kurzlebige Verknalltheit, einen Freund und deine Freundin“, sagte sie, als müsste sie ihn noch überzeugen.
Er bemerkte, dass ihre vereinfachte Liste nicht von ihrem Freund sprach. Er fragte sich, ob das Absicht war oder nur ein Versehen.
Er fragte sich auch, ob sie tatsächlich glaubte, dass sein ‚alberne Verknalltheit’ wirklich kurzlebig war.
„Pansy und ich hätten sowieso Schluss gemacht“, sagte er und behielt seine Beobachtungen für sich. „Also kannst du das von deiner Liste streichen.“
„Oh.“
„Aber das ist auch egal.“ Er machte ein paar lange Schritte, bis er vor ihr stand und sie fast gegen ihn lief. „Ich habe keine Gerüchte über uns verbreitet“, sagte er, als würde er nicht bemerken, dass sie so eilig stehenblieb, dass sie fast hinfiel, nur um nicht gegen ihn zu laufen.
Ihn nicht zu berühren.
„Das hast du bereits gesagt“, erwiderte sie ärgerlich. „Ich habe dich gehört.“
„Das ist nicht gut genug. Warum sollte ich wegen so etwas lügen?“
„Ich weiß nicht. Damit ich wieder dumm da stehe?“
Er schüttelte den Kopf und hasste, dass sie ihm nicht einfach glaubte. „Aber deiner Logik nach habe ich mein Ziel schon erreicht. Sollte ich dir das dann nicht unter die Nase halten? Dich leiden lassen?“
Sie zuckte zusammen. Sie glaubte wirklich, dass er das tun würde? Das war kein schönes Gefühl. Es fühlte sich an, als würde das Mädchen, in das er verliebt war, ihn für Abschaum halten würde. Oh, Moment, genau so war es ja.
„Ja“, murmelte sie, „aber es wäre noch besser für dich, wenn ich dir genug vertrauen würde, um zweimal auf dich reinzufallen.“
Davor hatte sie also Angst? Draco hatte in seinem Leben einige Dinge gesagt und getan, auf die er nicht stolz war, auch wenn er viele von ihnen nicht einmal bereute, aber ihm war nie in den Sinn gekommen, mit Hermine intim zu werden, nur um sie zu demütigen.
„Dann tu es eben nicht noch einmal“, sagte er leise, obwohl er das Gefühl hatte, dass er nichts richtig machen konnte. Die Sache war die: Obwohl er sie wie wahnsinnig begehrte und hoffte, dass es vielleicht irgendwann noch einmal so weit sein könnte, dass sie ihn auch wollte, konnte er auch gut damit leben, dass sie nie wieder mit ihm schlief, wenn es unbedingt sein musste. Er wollte nur in ihrer Nähe sein, ohne dass sie so steif und misstrauisch und verletzt war, weil sie Angst davor hatte, was er vielleicht tun könnte. „Lass uns einfach Freunde sein.“
Er konnte kaum glauben, dass er das gesagt hatte. Freunde. Sie waren noch nie Freunde gewesen. Sie wollte nicht mit ihm befreundet sein. Verdammt, er wusste nicht einmal, ob er sich als ihr Freund bezeichnen konnte, wo er doch so viel mehr wollte.
„Freunde?“, fragte sie ungläubig und bestätigte seine Gedanken damit.
„Oder freundlich im Umgang?“, schlug er vor. „Ich weiß nicht, Granger, aber… Ich habe nicht vor, dich zu verletzen, auch wenn du das denkst. Eigentlich überhaupt nicht. Deine Sorge ist völlig umsonst.“
„Nur um das klarzustellen…“, sagte sie etwas verwirrt. „Du weißt schon, dass ‚Freunde’ eine Verbesserung wäre, oder?“
„Alles wäre eine Verbesserung. Aber wenn wir Freunde sein würden, müsstest du dir keine Sorgen machen, und vielleicht könnten wir tatsächlich normal miteinander umgehen.“
„Nein“, sagte sie und wedelte mit dem Finger. „So funktioniert das nicht. Ich würde ständig versuchen, herauszufinden, ob du Hintergedanken hast.“
„Das klingt anstrengend.“
„Das ist es auch!“ Sie sah frustriert aus. Gut. Dann war er nicht der Einzige, dem es so ging.
„Es gibt keine Hintergedanken“, sagte er leise. Es war nur eine kleine Lüge. Es zählte nicht als Hintergedanke, in ihrer Nähe sein zu wollen, oder? Zumindest war es kein böser Hintergedanke.
„Aber das kann ich nicht sicher wissen, oder?“ Sie lief vor ihm auf und ab und dachte offensichtlich nach.
„Du musst mir irgendwo vertrauen, Granger“, seufzte Draco. „Was willst du sonst tun? Nachts wachliegen, weil du Angst hast, dass ich dunkle Pläne schmiede?“
„Ich sehe nur eine Lösung“, murmelte Hermine vor sich hin. „Es ist Wahnsinn, aber etwas anderes fällt mir nicht ein. Wahrscheinlich will er es gar nicht…“
„Wenn du von mir sprichst: Ich werde es tun, wenn es halbwegs vernünftig ist“, bot Draco an.
„Oh, ich bin sicher, dass es das nicht ist“, sagte sie. „Lass uns auf dein Zimmer gehen.“
„Was ist mit dem Kontrollgang?“
Sie zuckte mit den Schultern. „Die Schatten werden nichts anrichten.“
+++++
Der Weg zu den Kerkern war nicht lang; er fühlte sich nur so an. Hermine lief nervös so schnell sie konnte, ohne zu rennen, und Malfoy folgte ihr lautlos.
Es stimmte, dass es anstrengend war, ihm nicht zu vertrauen und immer damit zu rechnen, dass er etwas ausheckte. Die Tatsache, dass sie ihn rein körperlich immer noch wollte, machte es zehnmal schlimmer. Sie würden noch ein paar Monate zusammen zur Schule gehen und es gab keinen Sinn, sich aus dem Weg zu gehen, da sie anscheinend immer wieder zusammengeworfen wurden. Was ihn dazu antrieb, in ihrer Nähe sein zu wollen, wusste sie nicht genau, aber wahrscheinlich war Lust ein Faktor, auch wenn der wirkliche Grund vermutlich Abscheu war.
Sie sah wirklich keine andere Lösung als die, die sie gerade gefunden hatte, aber sie war nicht sicher, ob sie das tun konnte. Sie hatte Angst. Sie spielte ihm vermutlich direkt in die Hände.
Aber dann würde sie wenigstens genau wissen, dass er keine Anziehung mehr auf sie ausübte. Nicht körperlich und definitiv nicht auf irgendeine andere Art.
„Wirst du mir sagen, was ich tun soll?“, fragte er, sobald sie in seinem Zimmer waren.
Hermine öffnete ihren Mund, um es zu erklären, dann zog sie eine Grimasse. „Es wird albern klingen.“
„Okay. Ich bin unvoreingenommen.“ Er sah sie erwartungsvoll an.
Sie zog wieder eine Grimasse. „Ich will, dass du… Ich meine, ich finde, wir sollten… ähm… Ich denke, die beste Lösung ist… wir sollten vielleicht… miteinander schlafen.“
Er blinzelte nicht einmal. „Wenn du miteinander schlafen sagst…“
„Sex, Malfoy“, unterbrach sie ihn. „Ich meine Sex.“
„Und das wird unser Problem lösen, weil…?“
Er wollte, dass sie es erklärte? Er sprang nicht sofort auf die Möglichkeit an, Sex zu haben? Das war kein gutes Zeichen. Hermines Herz setzte aus. Dennoch konnte sie wohl kaum einfach so weglaufen, also fasste sie etwas Mut und fuhr fort, „Ich rechne im Prinzip damit, dass du danach dein wahres Gesicht zeigst.“
„Und woher willst du wissen, dass ich dich nicht einfach wieder ‚reinlegen’ werde?“ Sein Gesichtsausdruck machte Theos Konkurrenz. Das hieß nichts Gutes.
Sie zuckte mit den Schultern und wandte den Blick ab. „Nach dem zweiten Mal kommt es nicht mehr auf die Zahl an, und wenn du mich lächerlich machen willst, wirst du das tun müssen, bevor alle zu sehr auf ihre ZAGs konzentriert sind, um sich noch dafür zu interessieren. Da bleibt nicht mehr viel Zeit.“
„Warum nicht einfach abwarten?“
Ja, warum nicht einfach abwarten? Ließ sie sich in ihren Handlungen womöglich von ihren Hormonen diktieren? Sie zögerte.
Nein, sie hatte gute Gründe. Oder nicht? Vielleicht konnte er das beurteilen. Wobei er nicht sonderlich enthusiastisch wirkte. „Weil dein Vorschlag, Freunde zu sein, andeutet, dass du mich vielleicht immer noch zum Narren halten wirst, wenn die Schule schon vorbei ist. Ich weiß nicht, was für einen Schaden du dann anrichten könntest, aber ich bin sicher, dass es mich um den Schlaf bringen wird.“
„Okay, lass mich das klarstellen… Ich muss mit dir schlafen, wenn ich mit dir befreundet sein will?“ Seine Stimme war völlig gelassen, aber sie hatte das Gefühl, dass ihm das kein bisschen gefiel.
Oh, das lief nicht so, wie sie es gedacht oder gehofft hatte. Naja, immerhin wusste sie jetzt, dass Draco definitiv über seine Lust hinweg war.
War das vielleicht peinlich!
Sie war auch mehr als enttäuscht. Zumindest glaubte sie, dass das Enttäuschung war. Soviel zu der Frage, ob sie das tun sollte oder nicht. Soviel zu ihren Sorgen, sich ihm hinzugeben.
Er wollte sie überhaupt nicht.
„Du musst gar nichts tun“, sagte sie so ruhig es angesichts dieser Erkenntnis ging. „Ich dachte nur, es wäre leichter. Natürlich solltest du nichts tun, was du nicht willst. Ich… äh, Ich hätte nicht gedacht, dass das zum Problem werden würde. Tut mir leid.“
Sie wandte sich ab, ihre Sicht verschwommen, ihre Hände zitternd. Sie hatte sich noch nie in ihrem Leben so geschämt. Vielleicht war sie im letzten Jahr ein-, zweimal nah dran gewesen, aber das hier… Sie schluckte. Damit konnte er sie sehr leicht blamieren. Also hatte sie im Prinzip erreicht, was sie wollte, oder?
Sie hatte nur gehofft, dass es angenehmer ablaufen würde. Küsse und Liebkosungen waren generell besser als Demütigung und Abweisung.
Eilig, bevor er bemerkte, dass sie dumm genug war, um den Tränen nah zu sein – vor Scham, natürlich – langte sie nach dem Türgriff. Sie musste hier raus. Sie musste in ihr sicheres, warmes Bett, wo sie den Verlust ihres Stolzes und ihrer Selbstachtung betrauern konnte.
Sie hatte gerade die Tür geöffnet, als sie wieder zuschlug. Draco war nicht in ihrer Nähe, also konnte sie nur annehmen, dass er den Zauberstab benutzt hatte. Wie überheblich! Konnte er sie nicht einfach bitten, zu warten, wie ein normaler Mensch?
„Ich habe nicht Nein gesagt.“
Ihre Fäuste ballten sich. Entweder war er ein Idiot oder er spielte mit ihr. Egal, ihre Beschämung, kombiniert mit seiner Unbedachtheit, machte sie furchtbar wütend. „Vielleicht hättest du dir die Mühe machen sollen, begeisterter zu wirken – zumindest, wenn du nicht wie ein sadistisches Schwein aussehen willst!“, erwiderte sie giftig, ohne sich umzudrehen.
„Du hast mir gerade gesagt, dass du mit mir schlafen willst, um zu beweisen, dass ich ein Arschloch bin. Soll ich vor Freude in die Luft springen?“
„Dann sag einfach Nein.“
„Nein, das mache ich nicht.“ Plötzlich spürte sie ihn dicht hinter sich. „Ich hasse deine Begründung, aber ich werde nicht Nein sagen.“
Sie lächelte selbstironisch. Nein, natürlich würde er nicht Nein sagen. Sex war Sex, auch wenn er sie nicht wirklich wollte, oder? Die Idee schien schlechter und schlechter, aber gleichzeitig… wollte sie sich an ihn lehnen und vergessen, dass er ein gemeiner, tückischer Mistkerl war.
Der merkwürdige, unangebrachte Drang verwirrte sie unendlich und sie stellte – unüberrascht- fest, dass es wehtat, jemanden zu wollen, der nicht den Eindruck machte, sie zu wollen.
Zum Glück war es nur körperlich.
Er senkte seinen Kopf, bis seine Lippen ihr Ohrläppchen berührten. „Hast du es dir anders überlegt?“, flüsterte er.
Das sollte sie. Sie sollte gehen und nicht zurück blicken.
„Ich hasse dich“, wimmerte sie.
Sein Kopf zuckte zurück, als wäre er überrascht, und er war eine Weile still. „Okay“, sagte er schließlich, seine Stimme bedacht neutral. „Es tut mir leid, dass du so denkst.“
Sie drehte sich langsam um, zufrieden mit der Verwirrung in seinen Augen. „Ändert das deine Meinung?“
Sein Blick wurde undurchdringlich, aber sein Kiefer spannte sich an und bestätigte ihr, dass ihre Aussage ihn traf. „Nein“, stieß er schließlich hervor. „Aber das ändert die Regeln ein bisschen.“
„Die Regeln?“ Sie runzelte die Stirn und vergaß sofort, dass sie sich über ihn ärgert. „Ich wusste gar nicht, dass wir Regeln haben.“
+++++
Der Schmerz in Dracos Brust war so überwältigend, dass er das Gefühl hatte, es wären echte, spürbare Schmerzen. Er wusste, dass sie ihn nicht wirklich hasste, aber die Worte waren gesprochen und er hatte den albernen Drang, Hermine dazuzubringen, sie zurückzunehmen.
Er musste jedoch vorsichtig sein, sonst würde sie gehen. Er war vermutlich etwas zu grob gewesen, nachdem sie ihm von ihrem Plan erzählt hatte, aber der Gedanke, dass sie ihm etwas, wonach er sich so sehr sehnte, so sorglos anbot und kaum mehr darin sah als einen ziemlich bedeutungslosen Abschluss… Es hatte ihn wütend gemacht. Sie musste ihn nicht lieben, aber wenn sie mit ihm schlafen wollte, konnte sie es nicht wenigstens aus Lust tun? Weil sie ihn wollte?
Für ein paar verrückte Minuten hatte er ihr wehtun, sie bluten sehen wollen.
Dann hatte er erkannt, dass er sie bereits verletzt hatte, ohne sich dadurch zufriedener zu fühlen. Aber ihre Rache… Worte sollten nicht so eine Macht besitzen, oder?
„Also, was hat sich geändert?“, bohrte sie.
Er blinzelte. Richtig. Er musste konzentriert bleiben. „Du sagst, du vertraust mir nicht“, sagte er rau.
„Das ist nichts Neues.“
„Du willst testen, ob du Recht hast oder ob du mir zumindest ein bisschen vertrauen kannst, ja?“
„Ja, danke für die Zusammenfassung, Malfoy.“
Er wandte sich ab und machte zwei Schritte zu seinem Schreibtisch, wo eine gewisse Holzkiste schon seit über einem Monat stand. Er merkte, wann sie erkannte, was er suchte, weil sie hörbar Luft holte.
„Nein!“, sagte sie schnell. „Nie im Leben! Nicht noch einmal. Vergiss es.“
Er öffnete langsam die Schatulle und blickte auf Platinarmband und -ring. „Ich lass dir die Wahl. Mir ist egal, was du davon trägst.“
„Wahl? Ich nehme nichts von beiden. Es ist gefährlich.“
„Nur für diese Nacht“, flüsterte er. „Nur so ergibt dein kleiner Test überhaupt einen Sinn. Also, wie sieht es aus, Granger? Wirst du mir Befehle erteilen und meine Gefühle genau mit erleben, oder unterstellst du dich meinem Befehl und gibst damit deine Privatsphäre auf? So oder so wirst du morgen keinen Grund mehr haben, mir nicht zu vertrauen… außer du hast Recht mit deiner Einschätzung.“
+++++
Vorschau
+++++
Sie verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte ihn an. „Du bist so nervig, dass ich für nichts garantieren kann.“
„Ich will keine Garantien“, sagte er sanft, ließ den Ring in seine Handfläche fallen und gab ihn ihr.
Sie nahm ihn nicht, sondern starrte ihn nur an wie ein giftiges Insekt. Dann nahm sie sich das Armband. „Ich entscheide mich hierfür, wenn es sein muss.“
Was? Das ergab keinen Sinn! Er öffnete den Mund, um zu fragen, und schaffte ein sehr intelligentes, „Hä?“
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel