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The Fool, the Emperor and the Hanged Man - Kapitel 5

von Nitsrek

Ich verbrachte den Großteil des Tages in Narcissas Arbeitszimmer, nachdem ich um Pergament, Tinte und Feder gebeten hatte. Narcissa hatte mir einen Platz an ihrem schönen Vogelaugenahorn-Schreibtisch gegeben und mir cremefarbenes Pergament auf einer Schreibtischunterlage bereit gelegt, zusammen mit einer lächerlichen Pfauenfeder und dunkler, smaragdfarbener Tinte. Ich bedankte mich und versicherte ihr, dass ich keinen Brief schrieb, sondern mir nur Notizen machte.

Als sie mich endlich mit meinen Gedanken allein ließ, fing ich an. Ich öffnete die Schubladen voller archivierter gedanklicher Notizen, Erinnerungen und Spekulationen. Zu Mittag erschien ein Tablett mit Sandwiches auf dem Kaffeetisch, der zwischen zwei Samtsofas in der Mitte des Raumes stand. Eine Kanne kühler Kürbissaft lockte mich an und ich machte eine Pause von meinen Notizen, um zu essen.

Als ich an meinem Rücken spürte wie die Sonne sehr viel später unterging, hörte ich auf. Mein Nacken war steif und meine Hand schmerzte. Ich hatte Seite um Seite voller Notizen, eilig gezeichneten Tabellen und Diagrammen. Nichts davon jedoch war vollständig oder ergab viel Sinn. Ein weiterer Tag war fast vorbei und ich wusste fast nichts Neues darüber warum mein Leben auf den Kopf gestellt worden war.

Ich streckte mich, hob meine Arme über meinen kahlen Kopf und stöhnte. Einige Stellen waren immer noch wund, aber ich zog das Wundsein den Schmerzen vor. Ich stand auf und lief zu dem kleinen Kamin, löste meinen Zauberstab aus meinem Ärmel um das Feuer magisch zu entfachen. Die Hitze fühlte sich wunderbar an meinen Beinen und meinem Bauch an. Ich blickte ins Feuer und fragte mich, ob meine Hütte heil und verschlossen war, damit die Elemente ihr nichts anhaben konnten…

Und dann erregte ein erbärmliches Quäken meine Aufmerksamkeit. Es war ein dumpfes Geräusch und ich ging zur Tür, öffnete sie einen Spalt, so dass etwas Graues herein huschen und auf den Arm der nächsten Couch springen konnte.

„Böser Kater, wo warst du denn?“, fragte ich und verbarg meine Freude darüber, meinen Gefährten wiederzusehen.

Malfoy der Kater schnüffelte und sah sich im Raum um, bevor er mit einem langgezogenen Miau antwortete. Ich grinste und bewegte mich zum Sofa, setzte mich neben dem grauen Tier auf die Armlehne und strich mit meiner Hand von seinem Kopf bis zu seinem Schwanz, genoss, wie weich sein Fell war und war froh ihn schnurren zu hören.

„Narcissa würde einen Anfall kriegen, wenn sie wüsste, dass du dich auf ihrem Samtsofa haarst…“

Malfoy blinzelte mit seinen silbernen Augen und miaute glücklich. Ich schüttelte meinen Kopf, dankbar über die von ihm verursachte Ablenkung.

Doch die Ablenkung hielt nicht lange an.

Ich erschreckte mich beinahe zu Tode als die Tür zum Arbeitszimmer aufflog und Malfoy, der Chief Inspector, hereinstürmte. Seine Haare fielen ihm in dünnen Strähnen ins Gesicht und der lange schwarze Ledermantel, den er trug, war vom Regen durchnässt.

Er ignorierte mich und stellte sich ans Feuer, schälte sich aus seinem Mantel, warf ihn über die Couch, auf der ich saß und erschreckte damit meinen Vertrauten, der die neue Person im Raum sofort und deutlich ignorierte. Ich stand auf und drehte mich um, sah, wie Malfoy sich ans Feuer kniete, sein Rollkragenpullover vorne nass, ebenso wie seine Hosenbeine. Ich konnte sehen, wie er leicht zitterte und fragte mich, warum er nicht seinen Zauberstab gezogen hatte, um einen Trockenzauber zu sprechen.

„Malfoy?“

Meine Stimme wirkte so klein, fragend, fast wie die eines Kindes, aber Malfoy antwortete nicht. Seine silbernen Augen flackerten durch das Licht des Feuers.

Ich biss mir in die Lippe und ließ meinen eigenen Zauberstab wieder aus meinem Ärmel hervor gleiten, um einen unauffälligen Zauber auf seine Kleidung und seinen tropfenden Mantel auf der Sofalehne zu sprechen. Als Malfoy wieder zitterte, wusste ich, dass es nicht nur von der Nässe oder der Kälte kam. Ich blickte aus den Flügelfenstern auf einen fast klaren Himmel… es regnete nicht, zumindest nicht in Wiltshire.

Seufzend lief ich hinter Malfoy zurück zum Schreibtisch, setzte mich hin und starrte auf das verstreute Pergament und die dunkelgrünen Tintenflecke auf meinen Fingern. Ich beobachtete, wie er seine Hände vor der Flamme aneinander rieb und sein Mund sich zu einer strengen Linie verzog. Er dachte schwer nach und ich nahm an, dass ich vorhin beim Frühstück den gleichen Gesichtsausdruck gehabt haben musste.

Meine Augen wanderten zu meinem Gefährten, der vom Sofaarm über die Rückenlehne balanciert war, um an Malfoys Mantel zu schnuppern und leise nieste, bevor er seinen Katzenkopf streckte, um die andere Kreatur, die seinen Namen trug, anzustarren. Mit einem lautlosen Sprung landete der graue Kater auf dem Boden und näherte sich vorsichtig dem Mann vor dem Feuer und rieb sich mit großem Schwung an Malfoys gebeugtem Körper. Die Kraft hinter der Liebkosung warf den Mann beinahe mit dem Gesicht voran ins Feuer.

„Verdammtes Vieh!“, sagte Malfoy voller Verachtung, fing sich mit einer Hand auf dem Teppich ab und sah das Tier böse an.

Mein Gefährte machte ein komisches Geräusch und lief zu Malfoys Hand, biss in seinen Daumenknöchel und der Mann knurrte und zog sie zurück an seine Brust. Ein Tropfen Blut zierte seine ansonsten farblose Haut.

„Granger, du kümmerst dich besser um dieses Biest, bevor ich es dahin schicke, wo es hergekommen ist!“

Ich spürte das Lachen in meiner Brust, lächelte jedoch nur. Nachdem ich meine düsteren Gedanken aufgeschrieben hatte, wirkte es wie Blasphemie zu lachen. Es wäre natürlicher zu weinen. Ich tat keines von beiden, weder lachen, noch weinen, sondern beobachtete nur, wie mein Haustier schnurrte und auf Malfoy zu wackelte, den Mann neckte, nachdem es benannt worden war.

„Malfoy, das reicht, lass ihn in Ruhe, er hat keine Lust, dich kennen zu lernen.“

Ich war über die Grobheit in meiner Stimme und die Kraft hinter diesen Worten erstaunt. Ich klang nicht nach mir und beide Malfoys starrten mich an, mit meinen Ellbogen auf dem Schreibtisch, die Hände unter meinem Kinn gefaltet. Wenn Malfoy, der Chief Inspector, Fell gehabt hätte, wäre es sicher genauso aufgestellt wie das meines Katers.

Der graue Kater gehorchte und huschte schnell davon, versteckte sich unter dem Kaffeetisch, um mich aus runden Augen anzublicken. Ich wandte meine Aufmerksamkeit Malfoy zu, der neben dem Feuer aufstand, die Augen verengt, und sich mit dem linken Arm an den Kaminsims lehnte.

„Ich nehme an, dein unwirscher Auftritt in diesem Raum, den ich heute besetzt hatte, kommt daher, dass du Informationen für mich hast, Malfoy?“

Wieder diese Grobheit. Ich blinzelte schnell, setzte mich in dem Schreibtischstuhl zurück und meine Hände krallten sich um die gravierten Marmorarmlehnen. Malfoy wirkte beunruhigt, sein Gesicht blasser als sonst, seine Zunge stieß hervor, um seine kalten Lippen zu befeuchten. Ich erwiderte seinen intensiven Blick, obwohl ich vor Jahren noch davor zurück gescheut wäre. Er prüfte mich, aber ich konnte nicht ausmachen, weshalb.

„Squeak!“, rief er aus und ich runzelte die Stirn… verwundert.

Ein sanftes Plopp ließ einen kleinen Elf direkt vor Malfoys Füßen erscheinen. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, aber seine Haut war leicht rosa und er trug anscheinend ein Stück roten Samtvorhang mit silbernen Troddeln.

„Herr?“

Ich erkannte, warum der Elf Sqeak hieß…

„Kaffee, schwarz, Gebäck… teil der Küche mit, dass das Abendessen eventuell für später warm gehalten werden soll“, wies Malfoy an und wandte schließlich seinen Blick von mir ab, um den Elf anzuschauen.

„Ja, Herr…“

Und mit einem weiteren leisen Plopp war er verschwunden. Fast zeitgleich erschien ein Tablett mit einer Kaffeekanne, zwei blauen Tassen, einem Teller mit Puddingkeksen und Servietten auf dem Kaffeetisch. Der Kaffee roch stark und die Kekse ließen mir das Wasser im Mund zusammen laufen…

„Setz dich zu mir, Granger, wir haben Einiges zu besprechen…“, schnurrte Malfoy und stieß sich vom Sims ab um auf dem Sofa Platz zu nehmen, das zum Feuer stand. Ich stand langsam auf und nahm die gegenüber stehende Couch, sein Mantel lag nahe an meiner Schulter und das Feuer fühlte sich an meinem Rücken und meinem Hinterkopf warm an.

Malfoy schenkte etwas Kaffee ein und gab mir dann die Tasse, die ich dankbar annahm, während ich feststellte, dass meine Finger aus unerfindlichen Gründen eisig waren. Als Malfoy sich mit seinem eigenen Kaffee zurück setzte, sein rechter Knöchel auf seinem linken Knie, sein rechter Arm auf der Sofalehne, beobachtete er mich wieder.

„Darf ich dich etwas fragen, Granger?“, fragte er und die Winkel seines blassen Mundes hob sich leicht.

Ich hob meine Augenbraue und brachte die Tasse an meine Lippen.

„Nur wenn ich dich im Gegenzug auch etwas fragen darf.“

Malfoy zuckte mit den Schultern. „Quid pro quo… das ist nur fair“, murmelte er, bevor er an seinem schwarzen Kaffee schlürfte.

Ich wartete. Malfoy schloss seine Augen und schluckte, genoss das warme Getränk. Ich musste auch noch einen Schluck nehmen. Ich wartete… Seine bleiche Hand führte seine Tasse auf die Innenseite seines Stiefels, seine linke Hand balncierte die heiße Flüssigkeit vorsichtig.

„Warum hast du entschieden deine Verbindungen zu Potter und Weasley zu kappen, wo ihr doch die ganze Schulzeit über so unzertrennlich gewesen seid?“

Ich nahm einen Schluck Kaffee und ließ Malfoy warten… setzte die Tasse auf meinem Knie ab, hielt sie mit der rechten Hand fest. Ich atmete ein und hielt die Luft für ein paar Momente, bevor ich sie ausstieß und meine Augen auf Malfoy richtete.

„Willst du den einfachen Grund oder den tieferen, philosophischen Grund?“

„Ist das deine Frage, Granger?“

Ich grinste. Gerissenes Frettchen…

„Erspar mir die Heulerei über deine Jugendlieben, Granger. Die einfache, schnelle und schmutzige Antwort wird reichen“, spottete er.

Ich versuchte meine Wut zu verbergen.

„Es gibt einige Gründe, Malfoy… Ich wollte wieder ein Individuum sein, ich wollte meine Privatsphäre zurück und ich wollte mein Leben zurück. Ist das simpel genug?“

Er grinste und ich spürte sofort wie meine Abwehr aufstieg.

„Nicht wirklich, Granger, aber ich kann dich verstehen. Das Einzige, was mich beschäftigt… naja, vielleicht nicht nur mich, sondern auch die Presse und die Mehrheit des Magischen Britanniens, ist der wahre Grund, warum das ‚Goldene Trio’ sich getrennt hat.“

Ich seufzte. „Das hier ist kein Zeitungsinterview, Malfoy. Nichts davon ist meiner momentanen Situation oder deinen Abteilungsquerelen sachdienlich.“

Malfoy hob seine Tasse und nahm einen großen Schluck. Seine Augen zeigten Tiefe, die Winkel angespannt von seinem beinahe freudigen Gesichtsausdruck. „Stimmt“, murmelte er in seinen Kaffee.

„Der Grund für deine Frage ist also irgendein krankhaftes Rachegefühl, das du all die Jahre gehegt hast und nun befriedigen willst?“

Ich packte den Henkel meiner Tasse etwas zu fest und entspannte meine steifen Finger, benutzte meine andere Hand um die Tasse anzuheben und zu trinken. Ich wurde wütend, zu wütend, und fragte mich, ob Draco Malfoy überhaupt reifer geworden war oder es immer noch genoss, mich zur Weißglut zu bringen, wie in der Schule.

„Nein, das habe ich vor zwei Jahren aufgegeben. Mein Interesse ist rein professionnel… Ich bin nur neugierig, welche Motivation Potter in Bezug auf dich haben könnte… dich, eine Freundin, die sich seit Jahren nicht mehr bei ihren beiden besten Freunden gemeldet hat.“

„Es stimmt, dass ich mich absichtlich von Harry und Ron distanziert habe, allerdings nicht nur von ihnen. Es hat nichts zu tun mit ‚schmerzlichen Erinnerungen’ oder – wie der Prophet es einmal genannt hat – einer ‚sitzengelassenen Liebe’. Ich… ich liebe sie immer noch, sie werden immer meine Freunde sein, aber sie brauchen mich nicht länger. Es hörte auf, als Voldemort besiegt war… Ich kann nicht für den Rest unseres Lebens für sie mitdenken…“

Malfoy lachte laut und es überraschte mich. Meine Wut verschwand und ich spürte wie auch meine Energie sich verabschiedete.

„Du wüsstest also auch nicht, warum Potter tun würde, was er dir angetan hat, oder warum er dir nun nachstellt?“

„Ron befindet sich außerhalb seiner Reichweite und aus irgendeinem Grund will Harry ihn auch…“, murmelte ich, bevor ich meinen Kaffee austrank und ihn zurück auf das Tablett stellte. Ich bemerkte, dass mein Kater sich unter Tisch zusammengerollt hatte, sein Kopf auf Malfoys Stiefel. Komisch…

„Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, dass Potter dich und Weasley will, weil er ohne euch nicht funktioniert?“

Dieser Gedanke war mir gekommen, hatte jedoch lächerlich gewirkt.

„Nach seiner Geistesstörung glaubt er, er wäre immer noch sechzehn oder siebzehn Jahre alt. Nach seinem Verstand ist der Dunkle Lord manchmal schon besiegt, manchmal auch nicht… ebenso wie Dumbledore teils noch lebt, teils nicht…“

Ich runzelte bei Malfoys Worten die Stirn. Als ich in der Hütte Harry gegenüber die Horkruxe erwähnt hatte, war er irgendwie erleichtert gewesen, als hätte ich seine Sprache gesprochen… als würde ich ihn verstehen.

„Aber das erklärt nicht alles, Malfoy. Es erklärt zum Beispiel nicht, warum er Morde begeht…“

„Nein, tut es nicht.“

Ich starrte meine leere Kaffeetasse an, die Details der Nacht, in der ich attackiert worden war, spielten sich vor meinem inneren Auge ab… Ich hatte es mir bereits notiert, aber die Emotionen, die ich oder Harry verspürt hatten, ließen sich nicht leicht in Worte fassen.

Aberforth, Minerva, ich, Trelawney, George… es gab keinen einfachen Zusammenhang.

„Und hier kann ich mit Informationen aufwarten.“

Ich kam zurück ins Hier und Jetzt, blickte Malfoy an, der sich vorlehnte um unsere Tassen aufzufüllen. Ich nahm meine, nicht weil ich trinken wollte, sondern um die Wärme über das Porzellan aufzunehmen.

„Ich bin die früheren Akten durchgegangen, die Strafanzeige, die Arthur Weasley meiner Abteilung gegenüber gemacht hat… die häusliche Auseinandersetzung…“

Ich blinzelte. Es war schwer zu glauben, dass die Weasleys aus welchen Gründen auch immer Anklage gegen Harry erheben würden. Sicher, nachdem, was Arthur mir erzählt hatte, war die Tatsache, dass Harry Ginny geschlagen hatte, verstörend genug. Ich fragte mich plötzlich, unter welchen Umständen Harry jemals seine Frau schlagen würde, das Mädchen, dass er durch den Albtraum mit Voldemort und noch lange danach geliebt hatte.

„Das war die erste Aufzeichnung von Potters sich verschlechternden geistigen Zustand. Ich war damals nur Sergeant und nicht an dem Fall beteiligt… Aber ich kannte den Inspector, der Ginny Potters Aussage aufgenommen hat und schließlich auch Potters Aussage.“

Ich nickte, damit Malfoy fortfuhr.

„Ich erzähle dir was darin steht, Granger. Ich werde dir diese Dokumente niemals zeigen können und du verstehst, dass alles, was ich bisher gesagt habe, zwischen uns bleiben muss?“

„Natürlich.“

Malfoy nickte zur Antwort. „Ginny Potter war ins Gesicht geschlagen worden. Ihre Nase war gebrochen, ihre Zähne gesplittert, was man leicht gerade biegen konnte, aber die Weasleys sind trotzdem den Weg der Strafanzeige gegangen. Soweit ich weiß, hatte Ginny Potter früher an jenem Tag einen Streit mit ihrem Ehemann über seine Arbeit. Er war ein Auror, als noch welche benötigt worden sind…“

Ich rollte mit den Augen.

„… aber der Streit war nicht so hitzig, dass es zu tätlichen Übergriffen kam. Mehr wie die Sorte, wo die Frau an ihrem Mann rummeckert, nach beiden Aussagen. Aber Potter zog sich für den Rest des Tages in sein Arbeitszimmer zurück. Ginny Potter betrat das Zimmer um circa sieben Uhr abends, nachdem Potter ihre Rufe zum Essen ignoriert hatte. Sie fand ihn auf dem Boden sitzend, vor dem Kamin, Bücher und Pergament um ihn verstreut. Nachdem sie ihn ein paar Mal ohne Erfolg angesprochen hatte, berührte sie seine Schulter. Da schlug er sie.

Nach Potters Aussage war er einfach von seiner Frau überrascht worden. Nach Ginny Potters Aussage hatte er sie willentlich und wütend angegriffen. In ihrer Aussage standen Wörter wie ‚kochend vor Wut’, ‚weit aufgerissene Augen’ und ‚erschreckend anwesend’.

Seitdem lebte sie von ihm getrennt. Das war vor ungefähr sieben Jahren, Granger.“

Ich konnte nur meine Stirn runzeln, mir fiel nichts anderes ein. Ich wusste, dass Ginny nicht in einer gefährlichen oder missbräuchlichen Beziehung leben würde, selbst wenn es um Harry ging. Ginny hatte im ersten Schuljahr ihre Lektion gelernt… und diese Lektion hatte sie nun am Leben erhalten. Ich beneidete sie um ihre Charakterstärke.

„Die Bücher? Was für welche…“, begann ich, mein Blick auf die Notizen auf dem Schreibtisch gerichtet.

„Es gibt keine Details zu den Büchern, die Potter in dieser Nacht in den Händen gehabt hatte.“

Ich setzte mich gerader hin, bereit mich meinen Notizen zu widmen und die Lücken zu füllen. Es waren Informationen, aber nicht so viele, wie ich gerne gehabt hätte. Sie bestärkten meine Annahmen, aber mehr auch nicht.

„Es gibt aber eine kurze Beschreibung seines Arbeitszimmers und die Dinge darin, als die Auroren es sechs Monate nach dem Vorfall durchsuchten…“

Malfoy köderte mich. Ich wusste, dass er eine weitere persönliche Information von mir haben wollte. Ich blickte ihn herausfordernd an. Das komplette Magische Britannien wollte Persönliches von mir wissen… als ich achtzehn gewesen war, ging es darum, in wen ich verliebt war… Ron, Harry oder Viktor Krum. Mein Privatleben wurde genutzt, um Magazine und Zeitungen zu verkaufen… Malfoy wollte etwas, womit er mich verletzen konnte.

„Was genau machst du in der Mysteriumsabteilung, Granger?“

Merlin… das schon wieder.

„Du weißt, dass ich…“

„Dass du es mir nicht sagen kannst… Nun, Granger, du wirst es mir dennoch sagen, da mir diese Information höchstwahrscheinlich dabei helfen wird, Potter zu schnappen, bevor er noch weitere Menschen tötet.“

Ich biss mir wortwörtlich auf die Zunge, damit ich Malfoy nicht beschimpfte. Ich würde meinen Job verlieren, wenn es nicht sowieso schon zu spät war. Ich würde meine Sicherheitsfreigabe verlieren, meine einzige Einkommensquelle und meine einzige Flucht aus dem banalen Leben das ich geschaffen hatte.

„Ich kann dir gerne die Richtlinie aufsagen, Granger, die dich von jeder Verantwortung gegenüber deiner Abteilung entbindet, wenn du bei einem Kriminalfall hilfst, aber ich bin mir sicher, dass du die Regeln deiner Abteilung sowieso auswendig kennst.“

Ich funkelte ihn an.

„Soll dir dein Vorgesetzter eine Genehmigung schicken?“, spottete er mit albernem Tonfall.

„Ich kann dich jederzeit verhexen, Malfoy… Chief Inspector oder nicht“, knurrte ich und bewegte meinen Arm so, dass der Zauberstab in meine Hand glitt.

„Dann wirst du feststellen, dass dein ‚Unterschlupf’ nicht länger das Zuhause meiner Familie sein wird, sondern Azkaban, Granger“, murmelte er und erwiderte meinen finsteren Blick ebenbürtig. „Oder du antwortest einfach auf meine Frage und trinkst weiter Kaffee, schläfst in einem Federbett und hältst dich von der Presse und Potter fern.“

Ich kniff meine Augen zu. Ich war müde, so verdammt müde, und wusste, dass ich Malfoy auch einfach ignorieren konnte und mich nicht mit der Antwort auf seine Frage erschöpfen müsste…

„Ich banne die Zeit.“

„Das heißt?“

Ich seufzte frustriert. „Ich halte die Zeit unserer Welt davon ab, sich mit der Zeit in der Muggelwelt zu vermischen. Unsere Magie, unsere Zauber, unsere Strukturen existieren oft neben Zeit und Raum der Muggelwelt. So wie es magische Hilfsmittel gibt unsere Welt vor den Muggeln zu verbergen, arbeite ich daran unsere grundlegende Existenz davon abzuhalten mit der Realität der Muggelwelt zu kollidieren… Es gibt keine einfach Erklärung, Malfoy, aber meine Kollegen nennen mich Verdandi.“

Malfoy runzelte die Stirn und trank einen weiteren Schluck. „Verdandi?“

Ich atmete tief ein. „Wie bist du zweitbester Schüler gewesen, Malfoy?“

Er verschluckte sich hinter seiner Tasse, verschüttete die Hälfte, errötete. „Ich weiß, wer Verdandi war, Granger, beleidige nicht meine Intelligenz. Und wenn du es genau nehmen willst: Du hast nicht einmal deinen Abschluss gemacht!“

Ich hatte nicht einmal die Energie oder den Willen, über Malfoys verlegenen Gesichtsausdruck zu lachen, aber ich war zufrieden damit, dass ich ihn aufgeregt hatte…

Ich fuhr fort. „Ich überwache außerdem die Nutzung der übrigen so genannten Zeitumkehrer. Man könnte also sagen, ich bin die Wächterin der Zeit…“

Verdammt… Daran hatte ich bisher nicht gedacht…

„Granger?“

Harry erinnerte sich sicher an unser drittes Jahr und meinen Zeitumkehrer. Wusste er über meine Arbeit in der Mysteriumsabteilung bescheid? Es war unwahrscheinlich, wo er doch seit Jahren im St. Mungo lag, aber nicht unmöglich. Wenn jemand in der Mysteriumsabteilung arbeitete, konnte man meistens nichts weiter dazu sagen… und es war kein Geheimnis, dass ich eine Unsägliche war, es wurde aber auch nicht herausposaunt. Harry konnte nichts über meine Arbeit wissen, aber wenn er es wusste, wäre ich das naheliegendste Ziel…

Verdammt… wenn er den Stein der Auferstehung nicht fand, würde er vielleicht nach einem Zeitumkehrer suchen…

Nein. Nein, das ergab keinen Sinn. Der Stein würde es einem nur gestatten Schatten zu sehen, außer… Nein, das war albern… Ich übersah etwas, ein großes Stück.

„Granger!“

Ich zuckte beim Klang von Malfoys Stimme zusammen, verschüttete ein bisschen von dem lauwarmen Kaffee auf meine Jeans, mein Knie. Ich setzte die Tasse auf dem Tablett ab, um nicht noch den restlichen Kaffee auf meinem einzigen Outfit zu verschütten.

„Woran denkst du, Granger?“, schnurrte Malfoy, seine Lippen liebkosten den Rand seiner Tasse.

Ich errötete, trotz meiner Abneigung gegenüber diesem Mann. Mein Verstand hinterging mich, bewunderte seine silbernen Augen, die Art, wie seine Haare in dünnen Strähnen in seine Stirn fielen, die Muskeln, die sich unter seinem Rollkragenpullover und seinem Halfter abzeichneten…

Schluss jetzt!

„Ich… denke nur nach, ist das nicht offensichtlich?“

„Offensichtlich, ja. Ärgerlich für jeden in deiner Umgebung auch, auf jeden Fall…“

Er streckte sich, um sich Gebäck von dem Tablett zu nehmen und biss langsam hinein, seine Augen ruhten immer noch auf mir. Ich versuchte das Blut, das so plötzlich in mein Gesicht rauschte, vorübergehen zu lassen, doch es funktionierte nicht…

„Also…“, sagte er und leckte die Krümel aus seinen Mundwinkeln. „…sind das die allgemeinen Informationen zu deiner Tätigkeit, Granger, oder gibt es da noch etwas, das ich wissen sollte?“

Ich schüttelte den Kopf. „Das ist alles. Manchmal helfe ich bei der Katalogisierung und Sammlung von Prophezeiungen oder bei der Aufzeichnung astronomischer Phänomene, aber hauptsächlich arbeite ich mit der Zeit…“

Malfoy aß den Rest seines Gebäcks, wischte ein paar Krümel von seinem Hemd und nahm sich das nächste.

Ich saß ruhig da, während er aß, versuchte, ihn nicht anzustarren. Und ich fragte mich, ob ich einen Hirnschaden davon getragen hatte, weil ich plötzlich fand, dass Malfoy nicht im Geringsten unattraktiv war…

„Als die Auroren in Potters Arbeitszimmer eindrangen, überwältigten sie ihn und schafften ihn ins St. Mungo. Danach kamen sie zurück um ihre Berichte aufzunehmen“, fing Malfoy an, hielt jedoch inne als ich meinen Mund zu einer Frage öffnete…
„Gibt es Fotos von dem Zimmer?“

„Nein. Es war kein Tatort… keine Ermittlung. Es gab allerdings eine Beschreibung in dem Bericht.“

Ich nickte als Malfoy sich weiter zurücklehnte, ignorierte seinen hochmütigen Gesichtsausdruck.

„Wie du dir vorstellen kannst, war es in dem Raum schmutzig, es gab eine Anmerkung zum Geruch. Überall lagen Bücher, aber die, die sich zum Zeitpunkt von Potters Festnahme in seiner Nähe befunden haben, wurden nicht als auffällig bezeichnet. Das erste war eine Ausgabe von ‚Die Märchen von Beedle dem Barden’.“

Ich schluckte. Es musste eine handelsübliche Ausgabe sein, die sich meiner Meinung nach sehr von meiner unterscheiden müsste.

„Das zweite war, wie wir befürchtet haben, ‚Der Gehängte’.“

Ich schloss meine Augen.

„Das dritte war eine Ausgabe von Kimmkorns Dumbledore-Biographie. Es gab zwei verschiedene Zaubertrankbücher, eines das auf dem Index steht, eines aus dem Lehrplan von Hogwarts. Das letzte Buch, das als ein mögliches Motiv für den Angriff auf dich bestätigt wurde, war ein Buch über Zeitreisen, hauptsächlich über die Gefahren und auch mit Anweisungen, wie man am besten von seinem vergangenen Ich unentdeckt bleibt. Ansonsten lagen dort nur Notizen, alle unleserlich für die Auroren, die den Bericht schrieben. Ich habe heute Morgen herausgefunden, dass diese Notizen inzwischen entweder zerstört worden oder verschwunden sind.“

Malfoy hielt inne und suchte mein Gesicht ab, aber ich hatte nicht die Kraft, die Informationen zu verarbeiten, also lagerte ich sie in meinem Aktenschrank.

„Die einzige andere Information, die erwähnenswert wäre, ist, dass an den Wänden Fotos in einem nicht erkennbaren Muster hingen. Fotos von dir, Ron Weasley, Neville Longbottom, Sirius Black, Severus Snape, Dumbledore, McGonagall, Fred und George Weasley, Potters Eltern, Remus Lupin und… mir.“

Malfoys Gesicht verfinsterte sich bei seinem letzten Wort und ich verengte meine Augen. Alle Menschen, die er aufgezählt hatte, waren für Harry auf die eine oder andere Art wichtig gewesen. Leider waren die meisten davon tot. Nur vier der Erwähnten waren noch am Leben…

„Ich hoffe, du überwachst Neville.“

Malfoy nickte, nahm sich noch ein Gebäckstück und kaute nachdenklich darauf herum. Mein Gehirn war nicht länger funktionsfähig und der Kaffee hatte mich nicht im Geringsten belebt.

„Mutter hat gesagt, du hast dir den ganzen Tag über Notizen gemacht. Irgendwas Interessantes?“

Meine Augen waren schwer, aber ich schüttelte den Kopf, zwang mich zum Aufstehen. Ich bewegte mich zum Schreibtisch, sammelte mein Pergament ein und rollte es in meiner Hand, wandte mich Malfoy zu und lehnte mich mit der Hüfte an die Tischkante.

„Es gibt zu viele Unbekannte, Malfoy…“, sagte ich sanft, meine Lider wurden immer schwerer.

„Granger…“

Meine Augen fielen zu und gesegnete Dunkelheit überkam mich. Bei Merlin, ich war in schlechter Verfassung… Ich öffnete meine Augen und verlagerte mein komplettes Gewicht auf meine Füße.

„… jetzt geh schon ins Bett…“

*****
Von Zeit zu Zeit wachte ich übel gelaunt auf. Am Morgen nach meinem Gespräch mit Malfoy im Arbeitszimmer seiner Mutter wachte ich frühmorgens auf, auf unerklärliche Art wütend. Ron hatte immer gesagt, dass meine plötzlichen Wutausbrüche alarmierend waren…

Ich badete, saß in dem nach Blumen duftenden Wasser, kochend vor Wut. Selbst als ich merkte, dass meine Kleidung gewaschen worden war und dass sich ein frisches Paar Unterwäsche auf meinem Nachttisch befand, verbesserte sich meine Stimmung keinen Deut. Ich zog mich an, mein Gesicht brannte, als ob tatsächlich Flammen über meine Augenbrauen tanzen würden.

Ich hasste meine Kleidung, mein Gesicht, meine fehlenden Haare und am meisten hasste ich, dass mir ein Puzzleteil zu dem Puzzle fehlte, zu dem mein Leben geworden war. Ich hatte mich noch nie hilflos gefühlt, bis jetzt, und das machte mich wütend. Ein Teil von mir wusste, dass meine Wut eine Reaktion auf den Stress war… der Stress, der daher rührte, dass mein bester Freund mich angriff, mich sexuell missbrauchte und mich schließlich mit dem Wissen am Leben ließ, dass er immer wieder töten würde.

Ich stürzte auf den Marmorboden, schluchzte lautlos und zitternd.

Alles lief völlig falsch. Mein Leben hätte nie so laufen sollen… und ich hatte so wenig über das oder auf das ich mich freuen konnte… Das war meine eigene Schuld, ich hatte mich von allen abgeschirmt, die ich liebte.

Ich wollte zu meiner Mutter…

Meine Tränene trockneten langsam auf meinen Wangen und in meinen Augen. Ich konnte in dieser Welt nur auf mich vertrauen. Ich musste auf mich Acht geben und Harry aufhalten.

Es war nicht so, dass ich für Harry Potter verantwortlich war, aber er war… ist mein Freund gewesen und… hatte mich mit einer Bösartigkeit angegriffen, die ich mir nie hätte vorstellen können.

Als ich auf dem Boden des Badezimmers saß, wunderte ich mich… Was hatte Harry wirklich gedacht als er mich verletzt hatte? Dachte er, er könnte mich zu irgendetwas zwingen, nachdem er aus St. Mungo geflohen war und Minerva umgebracht hatte? Merkte er, wie grausam er war?

Ich wollte meinen Freund hassen, ich wollte all meine Wut und Energie dazu benutzen ihn abgrundtief zu hassen, aber ich konnte nicht… Ich konnte nur versuchen sein Motiv herauszufinden, ihn aufhalten und ihn heilen, wenn das möglich war.

Diese Art von Geisteskrankheit kann nicht geheilt werden, meine liebe Miss Granger… sagte Severus in den Tiefen meines Verstandes.

Seine Stimme zu hören, auch wenn sie nur durch meine Fantasie geschaffen wurde, war ein Trost und mein Zittern hörte auf, als ob mich jemand im Arm halten würde. Ich musste der Wahrheit über Harry ins Gesicht sehen, egal wie sie lautete.

Ich zog mich am Waschbecken auf meine nackten Füße, mein Spiegelbild schockte mich, wie immer in den letzten Tagen. Ich schniefte und wandte mich ab, lehnte mich rückwärts an das Becken, starrte auf meine Zehen. Plan… Plan… Ich brauchte einen Plan. Erster Tagesordnungspunkt: Der Stein der Auferstehung. Der einzige Mensch, der etwas darüber wissen konnte, war die Person, die ihn Harry gegeben… vermacht hatte. Das bedeutete ein Besuch in Hogwarts. Zweiter Tagesordnungspunkt: Nach Hause gehen…

Ich stoppte meine Gedanken. Nach Hause… Saubere Kleidung, ein paar Bücher, vor allem meine Ausgabe von Beedle dem Barden, mein altes Zauberstabhalfter…

Dritter Tagesordnungspunkt: Mit Alexander Roux sprechen, meinem Vorgesetzten, und den Raum der Zeit absichern…

Es war ein Anfang und ich atmete beruhigend ein, die Wut war teilweise verraucht. Ich musste nur noch mit Malfoy sprechen, mich bei Narcissa bedanken, einen Korb für meinen Kater finden und gehen. Ganz einfach.

Dachte ich.

Ich verließ mein Gästezimmer und wanderte etwas umher, horchte auf Lebenszeichen. Außerhalb des Anwesens war es hell, eine Stunde war vergangen. Ich fand Malfoy in Narcissas Arbeitszimmer, Kaffee trinkend. Ich hätte nicht gedacht, dass Kaffee zum Frühstück so beliebt war, ich war die einzige Person, die ich kannte, die ihn regelmäßig trank, aber Malfoy saß dort, wo er schon letzte Nacht gesessen hatte, trank schwarzen Kaffee und las den Propheten.

Ich zog meinen Zauberstab und beschwor eine zweite Tasse, schenkte mir selbst ohne zu fragen ein, setzte mich dorthin, wo ich letzte Nacht gesessen hatte. Malfoy nahm mich nicht wahr, während ich mir das Getränk einschenkte und ein Stück Buttergebäck vom Tablett auf dem Tisch nahm. Ich starrte auf die Rückseite von Malfoys Zeitung, entdeckte nichts Interessantes, aber die Titelseite war eine ganz andere Geschichte.

Potter gesichtet! Das Magische London macht sich auf das Schlimmste gefasst!

„Er ist wieder in London?“

„Er wurde außerdem in York, Bristol und Brighton gesehen… alle vier Orte bieten eindeutige Beweise, dass er da war. Ablenkungstaktik, Granger. Potter mag vielleicht geisteskrank sein, aber er ist nicht dumm“, murmelte Malfoy von hinter der Zeitung aus.

Ich seufzte, schluckte mein Gebäckteilchen mit einem großen Schluck Kaffee herunter. Malfoy widmete sich dem Wirtschaftsteil zu und tat weiterhin so, als würde ich nicht existieren. Ich konnte über dem Rand der Zeitung hinweg sehen, dass er seine Stacheln zu einem gepflegten Seitenscheitel gekämmt hatte, was ihn reifer wirken ließ und besser zu seinem Alter passte. Er trug eine schwarze Hose und die gleichen schwarzen Stiefel wie letzte Nacht, sein Hemd konnte ich aufgrund der Zeitung nicht ausmachen.

„Ich muss nach Hause, Malfoy.“

Malfoy antwortete nicht.

„Ich muss nach Hause.“

Nichts.

Ich schluckte meinen Kaffee runter, wütende Flammen loderten in mir auf. Ich haute die Tasse auf den Kaffeetisch, schwenkte meinen Zauberstab, damit die Zeitung verschwand und Malfoy mich ansehen musste, seine Arme nun, da sein Lesestoff verschwunden war, sinnlos in der Luft.

Schwarzer Strickpullover mit weitem Kragen, Brusthalfter und sichtbares Armhalfter am linken Unterarm unter seinem weiten Ärmel.

„Hast du mich gehört?“

Malfoy ließ seine Arme auf die Kissen der blauen Samtcouch fallen, seine Augen brannte sich in mein Gesicht.

„Ich habe deine idiotische Aussage ignoriert und gehofft, dass du den Wink verstehen wirst, Granger“, spottete er.

„Warum idiotisch?“

Ich hielt meinen Zauberstab immer noch fest, merkte jedoch, dass ich ihn beinahe drohend auf Malfoy gerichtet hielt, also steckte ich ihn zurück in meinen Ärmel.

„Ich bin nicht dein Leibwächter, Granger.“

Ich runzelte die Stirn. „Ich habe dich nie darum gebeten mein Leibwächter zu sein und werde es auch jetzt nicht tun. Ich informiere dich nur, dass ich gehen und nach Hause zurückkehren werde.“

Malfoys höhnisches Lächeln schien den Raum zu verdunkeln. „Ich bin überrascht, dass du den Drang verspürst mich darüber zu informieren. Tatsache bleibt aber, Miss Granger, dass Sie dieses Haus nicht verlassen werden, bis das Ministerium es als ungefährlich betrachtet“, verspottete er sie mit seiner Förmlichkeit und seiner übergenauen Aussprache jedes einzelnen Wortes.

Ich spürte wieder dieses Feuer in meinem Gesicht. „Warum?“

Die uralte Frage.

„Rechtlich – und auch offiziell – stehst du unter dem Schutz des Ministeriums, bis Potter gefasst wurde. Wenn du nicht selbst zu einer Kriminellen werden willst, oder höchstwahrscheinlich Potters nächstes Opfer, solltest du in diesem Haus bleiben.“

Malfoys Tonfall verriet, dass er selbst absolut nichts dagegen einzuwenden gehabt hätte, wenn ich das Anwesen verlassen würde, aber als Chief Inspector und als der Mann, der sein Heim als Unterschlupf angeboten hatte, musste er meine Anwesenheit tolerieren.

„Ich weiß, dass du mich hier raus haben willst, Malfoy, und wenn ich eine Wahl gehabt hätte, hätte ich deine Tür nicht beschmutzt… aber ich hatte keine. Also, hier ist mein Vorschlag... Ruf deinen Vorgesetzten, bitte darum mich umzusiedeln. Oder such mir einen verdammten Bodyguard!“

„Nein.“

Ich sprang auf meine Füße, lief um das Sofa zum Kamin und spazierte davor auf und ab.

„Ich muss gehen, Malfoy, siehst du das nicht?“, keuchte ich, meine Verzweiflung ließ mich etwas verwirrt und sprunghaft klingen.

„Nein, tue ich nicht, Granger.“

„Ich muss ihn aufhalten… Ich weiß, dass ich das kann…“

Malfoy rollte mit den Augen. „Du bist keine Kriminalbeamte, Granger. Eine Tatsache, die du übersiehst.“

Mein Schritt beschleunigte sich, meine nackten Füße sanken in den Teppich ein als würden sie mich aufhalten wollen.

„Ich bin eine Hexe, eine Unsägliche, und ich weiß mehr darüber, als…“, begann ich, meine Stimme schrill und laut.

„Du bist in erster Linie ein Opfer und das Einzige, was du tun wirst, ist, bei Potters Verhandlung eine Aussage machen und seinem Kuss beiwohnen. Du bist keine professionelle Ermittlerin, es gibt ganze Abteilungen, die sich dieser Aufgabe widmen, also schlage ich vor, dass du dich verdammt noch mal wieder einkriegst und noch einen Kaffee trinkst!“, brüllte Malfoy, der auch aufgesprungen war, seine Arme vor seiner breiten Brust verschränkt, die Muskeln in seinem Nacken und in seinem Gesicht zuckten unangenehm.

Ich ignorierte seine Wut. Er würde es nie verstehen.

„Frustriert es dich nicht -einen einfachen Chief Inspector- für das Mädchen, dass du zu Schulzeiten gehasst hast, den Babysitter zu spielen… für das Schlammblut?“, spottete ich und ahmte Malfoy nach, blieb stehen und verschränkte meine Arme vor meiner Brust.

Malfoys Augen schlossen sich, während sein Kiefer sich anspannte und plötzlich packte er mit einem spürbaren Ausbruch von Energie den Kaffeetisch und warf ihn, mit allem was sich darauf befand, durch den Raum. Ich stürzte mich beinahe in eine Fötushaltung; die Magie, die in der Luft knisterte machte mir Angst, erinnerte mich an die Nacht, in der Harry mich angegriffen hatte.

„Ich habe mir nicht ausgesucht dein Wächter zu sein, Granger. Wäre es dir lieber, wenn ich Potter erlaubt hätte dich zu vergewaltigen und zu foltern? Hätte ich vom Flohnetzwerk aus zusehen sollen, wie er dich in deinem eigenen Bett ausweidet? Hätte ich deinen Namen einfach auf die Liste der Mordopfer schreiben sollen? Ich habe nicht darum… um dich gebeten!

Ich habe dein Leben gerettet, dich beschützt, ich habe dir mein Zuhause und meine Familie angeboten, Granger. Du solltest mir auf Knien danken… oder verhalten sich Schlammblüter so, wenn…“

Klatsch!

Malfoys Gebrüll war ohrenbetäubend, furchteinflößend. Ich kann ehrlich sagen, dass seine Wut wohl größer war als meine, aber als er dieses Wort sagte – das Wort, das ich am meisten auf der Welt hasste – trieb mich meine Wut wie ein Sturm durch den Raum und meine Hand flog wie von selbst. Der Schlag war unglaublich schmerzhaft, meine rechte Hand pochte und ein passender Handabdruck zeichnete sich auf Malfoys scharfem Wangenknochen ab. Sein Kopf war gewaltsam zur Seite geflogen, doch er sah aus seinen eisigen Augen auf mich herab und ich bereute sofort was ich getan hatte.

Er hatte mich gerettet, mich beschützt, aber…

Ich trat zurück, meine Kniekehlen stießen gegen das Sofa, jetzt wo der Kaffeetisch in Splittern an der Wand lag und die Tür blockierte. Ich fiel auf die Couch, betäubt, verlegen und starrte auf meine Zehen.

„Du kannst es nicht verstehen, Malfoy, du hast immer in dieser Welt gelebt und musstest nichts über meine wissen… Du kannst nicht verstehen, wie frustrierend es ist, einen Jungen wie Harry zu lieben und zu hassen. Er ist mein bester Freund und möchte mir etwas antun.

Mein Leben fällt auseinander und alles wofür ich gekämpft habe, alles woran ich geglaubt habe, zerfällt vor meinen Augen.

Ich bin vielleicht ein Schlammblut“, spie ich, „aber ich bin nicht wehrlos. Wenn du meine Schlüsse zu Harrys Motiven und mein Recht auf Selbstverteidigung ignorieren willst, bist du nicht besser als ein Schwachkopf, der sein Leben immer noch in der Vergangenheit und mit den alten Ansichten lebt… blind.“

Malfoy sagte nichts, drehte nur seinen Kopf und starrte mich an. Der Handabdruck war immer noch dunkelrot, aber ich hatte mich erklärt und fühlte mich jetzt besser.

„Ich kann nicht dein Leibwächter sein, Granger. Ich bin vielleicht nur ein einfach Chief Inspector, aber ich habe wichtige Aufgaben zu erledigen…“

Die Ruhe in seiner Stimme war alarmierend.

„Ich werde dieses Haus mit oder ohne deine Zustimmung verlassen, Malfoy. Wenn ich dadurch ‚Köder’ werde, bitte…“

Malfoy runzelte die Stirn, steckte seine Hände in seiner Hosentaschen. „Du hast unsere Unterhaltung also belauscht…“

Ich hatte wie immer zuviel gesagt.

„Ich werde mit meinem Leiter sprechen, damit er zumindest eine Begleitung bis nach Hogwarts für dich abkommandiert. Deine Hütte ist immer noch versiegelt und nach Hogwarts, wo du wahrscheinlich hin willst, ist es weit“, seufzte Malfoy und machte einen Buckel um seine Hände noch tiefer in seine Taschen zu stecken, was ihn eher nach kleinem Jungen als nach erwachsenem Mann aussehen ließ.

Ich nickte. Mehr konnte ich wohl nicht erwarten und Hogwarts war mein Hauptziel. Ich hatte Draco Malfoys Bereitwilligkeit schon zu lange ausgenutzt…

Malfoy lief zur Tür, zog seinen Zauberstab, reparierte den Kaffeetisch und ließ ihn an seinen ursprünglichen Platz schweben… Er ließ das zerstörte Tablett, Essen und die zerbrochenen Tassen verschwinden. Mit einem letzten Blick auf mich verließ Malfoy eilig den Raum.

Ich zählte bis fünf und stand auf, meine Zehen sanken in den üppigen, dicken Teppich, machten sich auf die Jagd. Warum hatte er seine Meinung geändert? Ich war schrecklich, unhöflich, sogar grausam ihm gegenüber. Wollte er mich so dringend aus dem Haus seiner Familie haben?

Die Treppe hoch und einen Flur entlang, den ich bisher nicht betreten hatte, fielen mir Malfoys helle Haare auf. Er trat durch eine Tür, ich versteckte mich in den Schatten, drückte meinen Rücken an die Wand neben der vollständig geschlossenen Tür. Ich dachte plötzlich an Freds und Georges Langziehohren und meine Brust schmerzte vor ungeweinten Tränen.

Ich hörte Malfoys Stimme, ihr Klang drang durch die Tür und meine Brust, als er über das Flohnetzwerk einen Namen rief. Ich hörte nicht das übliche Geräusch, das erklang, wenn man das Netzwerk aktivierte, machte jedoch bald eine Stimme aus, die nicht zu Malfoy gehörte. Den ersten Teil der Unterhaltung verstand ich nicht, zu undeutlich. Nach einem tiefen Lachen wurden die Worte jedoch deutlicher.

„…ger ist engstirnig, aber brillant, Malfoy. Sie hätte für unsere Abteilung arbeiten sollen, aber dieser französische Einwanderer Roux, der Chef der neunten Etage, hat sie sich vor uns geschnappt.“

Es war eine männliche Stimme, älter, und ich riet, dass es Malfoys Vorgesetzter war.

„Du wirst tun, was immer Granger von dir will, Malfoy. Und ich weiß, was du von ihr hältst… von alledem, aber Granger ist unsere beste Chance was Potters Festnahme angeht. Du stehst kurz vor der Beförderung Malfoy, vergiss das nicht. Nach diesem Fall wird mein Job dir gehören.“

Noch mehr Gelächter. Alastor Gumboil… das musste er sein. Er war nach dem Krieg einer der besten Zauberer gewesen. Ich konnte wieder nur erahnen, dass Gumboil nach der Umstrukturierung der Abteilung für Magische Strafverfolgung zum Leiter der neuen ‚Polizeitruppe’ gemacht wurde.

„Al, hier geht es nicht um die Beförderung und soweit voraus denke ich auch nicht. Es geht darum Potter zu kriegen, bevor unsere Welt zerbricht. Mit der Schließung von Hogwarts und den Ausgangssperren kehren wir zurück zu den alten Zeiten und die Kleinkriminalität raubt unsere Reserven…“

„Das weiß ich auch, Malfoy. Vorläufig wirst du ‚mit’ Granger ermitteln, sie ist unsere einzige Überlebende und die einzige Verbindung zu Potter die wir haben.“

„Es gibt doch sicher jemanden, der sich dafür besser eignet… Ich habe Wichtigeres zu tun.“

Malfoys Stimme war höflich, aber nachdrücklich.

„Ach ja?“

Es gab eine Pause und ich fragte mich, was Malfoy für ein Gesicht machte.

„Es gibt keinen Besseren, Malfoy. Du bist mein bester Chief Inspector und hast den Fall wegen deiner Verbindung zu Potter und den Opfern bekommen. Ich habe vier andere Beamte, die sich um den Rest kümmern können.“

Wieder eine Pause und ich reckte meinen Hals, damit mein Ohr näher an der Tür war. Ich hatte verpasst was Malfoy gesagt hat…

„Ich weiß, dass du Granger Informationen gegeben hast, um uns dann die Lösung des ganzen Puzzles zu geben. Du arbeitest schon länger mit ihr zusammen und kannst es nun genauso gut offiziell machen. Und das ist mein letztes Wort, Malfoy“, knurrte Gumboil und sogar durch die Tür spürte ich die Autorität in seiner Stimme.

„Verdammt!“

Das war Malfoy und das Gespräch war vorbei. Ich atmete ein und ging, meine nackten Füße tapsten lautlos über den Teppich. Ich rannte beinahe den Flur zu den Treppen entlang, lief gerade nach oben, als Malfoy sein Zimmer verließ, seine wütenden Schritte machten ihn schneller als ich es sein konnte. Als er vorbeirauschte, bemerkte er mich nicht und stapfte die Treppen runter, mein Handabdruck immer noch auf seinem Gesicht, jedoch auch rot vor Zorn.

Ich stieg langsam wieder herunter, lief in die Küche, hoffte auf ein anständiges Frühstück. Als ich auf die Schwelle trat, sah ich Malfoy am anderen Ende, der mit seiner Mutter, die mich amüsiert ansah, tuschelte. Ich stieg die paar Stufen in die Küche hinunter und maß den arbeitenden Elfen keine große Beachtung bei. Malfoy richtete sich auf und drehte sich um, seine Augen huschten über mich. Er hob leicht sein Kinn und stolzierte auf mich zu, hielt jedoch nicht an sondern lief an mir vorbei, als wäre ich nicht existent.

Ich war nicht beleidigt.

Narcissa winkte mich zu sich und ich ging zu ihr, die Fliesen warm unter meinen Füßen. Bei Merlin, ich wollte meine Stiefel. Narcissa trank ihren Tee als ich mich zu ihr in die Nische setzte, glücklich über den Teller mit Frühstück, der vor mir erschien. Ich begann, zu essen und Narcissa sah zu, das amüsierte Grinsen immer noch auf ihren hoheitsvollen Lippen.

„Bitte verzeihen Sie Draco, Miss Granger.“

Ich schluckte mein Rührei herunter und tupfte meine Lippen mit der Stoffserviette ab. Ihr Blick war kühl, als sie fortfuhr.

„Draco durchlebt seit dem Krieg eine schwere Zeit. Wer nicht?“, zwitscherte sie, aber ich hörte eine Spur Nervosität in ihrem Lachen.

Ich nickte.

„Dieser Fall… Potter… ist bisher der schwerste… der persönlichste. Also verstehen Sie ihn bitte, Miss Granger…“

Narcissas Stimme verlor sich, als ob sie nicht mehr sagen könnte oder wüsste, wie sie fortfahren sollte. Die Schuld, die auf mir lastete, brach aus und drohte mich zu verschlingen. Narcissa liebte ihren Sohn. Sie war zu mir nichts als freundlich gewesen, und ich wusste, dass es nicht nur daran lag, dass ich irgendwie Gast in ihrem Hause war.

„Seien Sie vorsichtig, Miss Granger“, flüsterte Narcissa und mein Blut wurde eiskalt, die Warnung in ihrem Worten untermalt von mütterlicher Magie. Sie nahm meine linke Hand, ihre Finger fühlten sich kühl um meine an.

Ich nickte wieder. „Mrs. Malfoy…“, flüsterte ich, überrascht von dem Gefühl in meiner Stimme. „Es gibt so vieles was ich Sie gerne fragen würde, aber ich denke…“

Ich beendete meinen Satz nicht, da mich das Geräusch von Malfoys Stiefeln auf den Fliesen aufsehen ließ. Narcissa drückte meine Hand bevor sie losließ, ein eisiges Gefühl auf meiner Haut hinterlassend.

„Fünf Minuten, Granger.“

Malfoy konnte seine Wut kaum verbergen, als er vor der Nische stand, seine silbernen Augen blitzten, als würden sie Widerworte erwarten, aber ich blinzelte nur überrascht.

„Schau mich nicht so unschuldig an, Granger. Ich weiß, dass du gelauscht hast…“

Als ich nichts antwortete, nickte Malfoy und machte auf dem Absatz kehrt, stapfte wieder aus der Küche. Er trug bereits seinen langen Mantel, sein Gesicht entschlossen.

„Kommen Sie zurück, Miss Granger… Es gibt vieles was ich Ihnen erzählen möchte, wenn die Zeiten wieder besser sind.“

Narcissa Malfoy hatte das, was ich hatte sagen wollen, mit sehr viel mehr Eleganz formuliert als ich es je hätte tun können, und ich zog mich aus der Nische, mein Frühstück halb gegessen. Ich lächelte der Dame des Hauses zu. Ich hatte ein völlig falsche Meinung von ihr gehabt und hoffte tief in mir, dass ich auch in Zukunft mit ihr so offen würde sprechen können wie in meiner bisherigen Zeit hier.

„Machen Sie sich keine Sorgen, Miss Granger… Draco wird gut auf sie aufpassen, trotz seiner Derbheit. Er ist Polizist, vielleicht etwas rau an den Kanten, aber vorbildlich. Er ist ein Segen für uns… und eines Tages, hoffentlich bald, werde ich Ihnen alles erzählen…“

Ich lächelte.

„Könnten Sie… könnten Sie vielleicht auf meinen Kater aufpassen, solange ich weg bin? Ich kann nicht…“

„Natürlich, meine Liebe. Er ist nun ein Teil der Familie und schläft erstaunlich gern in Lucius’ Schoß.

Jetzt beeilen Sie sich.“

Ich verließ schließlich Narcissas Gegenwart und hoffte, dass es nicht das letzte Mal gewesen war, dass ich mit ihr in dieser uncharakteristisch gemütlichen Küche des Malfoy Anwesens gesessen hatte.


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