
von Nitsrek
Narcissa lief mit mir zum – wie sie ihn nannte – Gehörnten Hügel; der Ort, wo der kleine Steinkreis stand, von dem Lucius gesprochen hatte. Von den Ställen aus dauerte es circa eine halbe Stunde, über einige Hügel und die Felder. Wir passierten einen Bach, der sich durch das Tal schlängelte und mehrere Eichen zierten die Hügelspitzen und die Täler.
Narcissa hatte mir vor unserem Aufbruch erzählt, dass ich meinen Zauberstab in der Seitentasche meines Kleides tragen konnte. Es wusste immer noch niemand außer Malfoy, dass ich zwei Zauberstäbe besaß. Narcissa sagte mir außerdem, dass ich bei der Initiationszeremonie und dem Anzünden des Lagerfeuers nicht dabei sein dürfte. Ich würde außerhalb der innersten Steine stehen und ein Zauber würde mich davon abhalten, Lucius’ Worte zu verstehen, da ich nicht zur Familie gehörte. Sie erklärte mir, dass vor vielen Jahrhunderten, als die Malfoys noch Diener und Gefolgsleute hatten, die unter dem Schutz der Familie standen, diese an meinem Platz stünden und dem Familienritual zusehen würden. Nach dem Ritus würde ich dazustoßen. Der Gang zu den Steinen erfolgte auch in Ruhe, also war das einzige Geräusch, das uns begleitete, der ferne Wind und das Meckern der Schafe.
Immer wieder während unserem Weg fragte ich mich, ob Malfoy auch da sein würde. Narcissa hatte nichts darüber gesagt, ob Malfoy der Familienzeremonie fernbleiben würde, aber Lucius hatte gemeint, dass Malfoy bis Beltain zurück sein würde, und es war bereits Beltain. Ich wurde unruhig bei dem Gedanken daran, ihn nur zu sehen.
Ich schimpfte mich dafür, dass ich mich wie ein albernes Schulmädchen fühlte, das hoffte, seinen geheimen Schwarm zu treffen, aber ich konnte nicht anders. Nach Wochen ohne auch nur ein Wort von ihm hatte ich langsam die Befürchtung, dass er mir etwas Wichtiges über Harry verschwieg. Ich fühlte mich, als wäre ich nur noch eine Außenstehende, außerhalb seines Schutzes, außerhalb seiner Gefühle. Seit er weg war, frustrierte mich das schon.
Narcissa nahm meine Hand, als wir uns dem Gehörnten Hügel näherten; das einzige Licht kam von dem wolkenlosen, sternenbesetzten Himmel und dem Halbmond. Das Mond- und Sternenlicht reichten jedoch vollkommen aus.
Der ‚Gehörnte Hügel’ machte seinem Namen alle Ehre; zwei große Felsen bildeten den Ost- und Westpfeiler. Der westliche Fels war etwas größer als der östliche, aber beide waren so groß wie die Steine des Innenkreises von Stonehenge. Die Nord- und Südsteine waren etwa so groß wie ein ausgewachsener Mann. Kleinere Felsen zwischen den Hauptsteinen bildeten den inneren Kreis. Ein zweiter Kreis mit Brocken von der Größe eines Hippogreifs bildete den nächsten Ring, und der äußerste Kreis war aus Steinen, die ungefähr die Höhe eines Stuhls hatten. Im Zentrum des Kreises standen vier Steinplatten, jeweils so groß wie das Bett, dass ich in Malfoys Wohnung besetzte. Die Platten wirkten mehr wie Bänke und markierten ebenfalls die vier Himmelsrichtungen. Im Zentrum der Bänke wiederum war das Holz für das Lagerfeuer. Der zentrale Bereich war groß genug, dass Leute leicht zwischen dem geplanten Feuer und den Bänken umhertanzen konnten.
Narcissa führte mich an eine Stelle zwischen innerem und mittlerem Kreis und deutete an, dass ich mich auf einen der Hippogreif-großen Felsen setzen sollte. Sie drückte einen Finger auf ihre Lippen, lächelte und lief um die Steine. Ich hörte ein merkwürdiges Summen, als sie den inneren Kreis betrat, und sah mich um, dank der beiden großen ‚Hörner’ unfähig, das komplette Zentrum zu sehen. Ich bewegte mich jedoch nicht, zufrieden mit meinem Platz auf dem Felsen faltete ich meine Hände im Schoß. Ich fragte mich, wie viele Leute im Laufe der Jahrhunderte schon an meinem Platz gesessen hatten.
Ein plötzliches Aufflackern von Licht im inneren Kreis deutete Mitternacht an und das Lagerfeuer entfachte. Plötzlich sah ich Lucius, seine langen, hellen Haare zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden. Im ersten Moment dachte ich, er trüge einen Todesser-Umhang, aber bei näherer Betrachtung sah ich, dass er unter dem Umhang eine ärmellose Weste aus schwarzem Leder trug; seine blassen Arme zeigten sich, während er seine Lippen bewegte und den Ast einer Eberesche vor dem Feuer hob.
Das Summen war wohl das Einsetzen der Stille-Kugel um den inneren Kreis gewesen.
Narcissa stand neben ihm, ihre hellen Augen flackerten mit dem gespiegelten Feuerlicht. Ich bemerkte, dass sie anscheinend alles wiederholte, was Lucius sagte.
Ein weiteres Auflodern, diesmal hellgrün, und Draco schien zu Lucius’ Rechten zu erscheinen. Von meinem Blickwinkel aus konnte ich nicht Malfoys ganzes Gesicht sehen, nur seine rechte Gesichtshälfte. Sein Haar schien in den Wochen, die er fort gewesen war, gewachsen zu sein und hing in struppigen, silbernen Strähnen um sein Gesicht. Er trug seine Augenklappe nicht und ich konnte sehen, dass auch seine Narbe in der Zwischenzeit verheilt und nicht mehr so rot war. Sie war auch nicht mehr so hässlich wie zu Anfang. Auch Malfoy trug eine ärmellose Weste, aber sie war an der Vorderseite geöffnet und ich glaubte, ein Mal über seinem Herzen zu sehen, eine Rune. Ich konnte es jedoch von meinem Sitzplatz aus nicht wirklich erkennen.
Lucius hörte auf zu sprechen, wandte sich Narcissa zu und lief mit ihr ein Stück, so dass Malfoy den Platz seines Vaters einnehmen konnte.
Während Malfoy wie ein Muggel-Zauberer einen Weißdornast aus seinem Umhang zog, bewegten sich seine Lippen. Seine Schultern waren so angespannt, dass ich mich fragte, ob sein linkes silbernes Auge die Spannung an das Feuer weitergab. Er hob den Weißdornast einmal und zog ihn dann wie einen Dolch nach unten, so dass er danach lose in seiner rechten Hand hing. Er hielt inne und drehte sich zu mir um.
Mein Atem blieb stehen – ich hatte nicht erwartet, dass er meine Anwesenheit bemerken würde.
Er lächelte auf eine merkwürdige Art, wandte sich wieder dem Lagerfeuer zu und sprach weiter; diesmal wiederholten Lucius und Narcissa seine Worte. Weißdorn und Eberesche landeten im Feuer und ließen es Silber und Grün aufflammen.
Dann taten Lucius und Malfoy etwas, dass mich keuchen und mir die Hände vor den Mund schlagen ließ. Sie zogen jeweils eine kleine Klinge aus ihrem Umhang, schnitten gleichzeitig in die Handfläche ihrer linken Hände und ballten die Fäuste, damit das Blut in ihren Handflächen zusammen lief.
Mehr Worte folgten und beide Männer öffneten ihre Handflächen nach unten, so dass das Blut auf die Steine und den Boden unter ihren Füßen tropfte.
Plötzlich überrollte mich eine Welle – eine sichtbare Welle aus Magie pulsierte vom inneren Kreis in jede Richtung nach außen und verschwand in einem silbernen Licht über die Hügel und Ländereien.
Die Malfoys hielten ihre Schutzzauber durch Blutmagie aufrecht. Es war die mächtigste Magie, die ein Zauberer oder eine Hexe ausführen konnte, und ich hatte tatsächlich einem der mächtigsten Zauber der Malfoys beiwohnen dürfen. Ich nahm an, dass die von mir beobachteten Aktionen und die Worte, die ich nicht hatte hören dürfen, dazu gehörten. Es wäre unmöglich, einen so gründlichen Zauber zu durchbrechen und ich glaubte, dass darin auch der Sinn lag.
„Bist du angewachsen, Granger?“, fragte Malfoy aus dem inneren Kreis und ich bemerkte, dass die Stille-Kugel aufgehoben worden war.
Ich lächelte, woraufhin Malfoy mit seinem linken Auge blinzelte und die Augenklappe über das rechte zog. Anscheinend hatte er sie nur für das Ritual abgenommen.
„Nein. Ich war sprichwörtlich starr vor Erstaunen“, rief ich ehrlich.
Ich rutschte leichtfüßig von dem Felsen und meine Zöpfe flogen um mich. „Darf ich ans Feuer?“
Malfoy nickte, während Lucius und Narcissa um das Feuer nähertraten. Ich trat langsam ein, da ich die noch anhaltende Magie des inneren Kreises spüren konnte. Ich blickte auf die Steine unter meinen Füßen und beobachtete, wie Malfoys Blut schnell im Boden versickerte. Mein Blick wanderte zu seiner Hand und ich stellte fest, dass die Wunde verheilt war und nur noch ein dünner roter Streifen zu sehen war.
„Als die Familie noch größer war, saßen alle auf den Bänken und sprachen über die Pläne für den Sommer“, sagte Lucius, dessen Augen über meine Arme fuhren, bevor sie zu Malfoy schossen, der das gleiche zu tun schien. Narcissa betrachtete neugierig abwechselnd Vater und Sohn, dann sah sie mich an. Meine Augen flehten sie an und sie nickte, hielt die offensichtliche Frage zurück.
„Nachdem wir nur zu viert sind, werden ’Cissa und ich uns auf den Nordfelsen setzen und ihr beide könnt euch in Richtung Osten setzen“, endete Lucius und hielt Malfoys Blick, ein belustigtes Leuchten in den silbernen Augen.
Malfoy seufzte und neigte den Kopf in Richtung der Bank hinter mir. Wir setzten uns, ich auf die Innenseite. Lucius und Narcissa saßen rechts von mir, Narcissa war meine Sitznachbarin.
„Es gibt nicht viel zu besprechen, Vater. Pläne für den Sommer? Potter umbringen – die Welt retten. Das ist so ziemlich alles“, sagte Malfoy mit dem Sarkasmus, der mir die letzten Wochen gefehlt hatte.
„Miss Granger?“, fragte Lucius und seine von Freude erfüllten Augen ruhten nun auf mir.
Ich seufzte. „Das Gleiche wie Malfoy… leider.“
Narcissa runzelte die Stirn, nicht über die Worte, sondern über die Wahrheit, die hinter der sarkastischen Bemerkung steckte.
„Gut. Ich – nachdem ich weder Harry Potter umbringen noch die Welt retten muss – werde bis spätestens Samhain das Manor reparieren lassen. Das gesamte Haus wird neu aufgebaut, um die französischen Einflüsse auszulöschen und das Manor unserer Ahnen wieder herzustellen… so dass es mehr nach ‚Manor’ aussieht“, sagte Lucius mit Bedacht.
Ich grinste.
„’Cissa?“
Narcissa rollte mit den Augen und ich musste mir ein Lachen verkneifen.
„Ich werde mich vielleicht um die Gärten kümmern.“
Plötzlich gab es nichts mehr zu sagen und Lucius seufzte.
„Selbst mit einem Gast dieses Jahr ist Beltain genauso langweilig wie sonst auch. Wir hätten mehr Kinder bekommen sollen, Liebes, dann könnten wir singen, tanzen, essen, und die Elfen könnten uns unterhalten. Andererseits bauen die Elfen gerade unser Heim wieder auf…“, sagte Lucius gedehnt und der Malfoy-Sarkasmus flog durch die Nachtluft. „Miss Granger, ich bedauere, dass Beltain für Sie nicht interessanter war.“
Ich lächelte. „Für mich als Außenstehende war es interessant.“ Außenstehende – es klang so kühl, aber mir fiel nichts besseres ein.
„Du hättest Beltain sehen müssen, als der ‚Schreckliche Lord’ noch am Leben war, Granger. Wenn du Beltain jetzt langweilig findest, hättest du es damals miterleben müssen…“, flüsterte Malfoy und lehnte sich zu mir, die Hitze seines Körpers heißer als das Lagerfeuer. „Aber Samhain ist in unserer Familie immer unterhaltsam. Wir feiern ein Fest, tanzen, essen, trinken, spielen ‚Such das unanständige, betrunkene Flittchen im Labyrinth’ und wachen am nächsten Tag in den Verliesen oder den Ställen auf“, sagte er so laut, dass seine Eltern es hören konnten.
Narcisssa prustete vor Lachen und warf ihrem Ehemann einen Blick zu.
„Natürlich ist ein Großteil unserer gewohnten Gäste derzeit in Azkaban oder tot…“, murmelte Malfoy ohne auch nur eine Spur von Bedauern. „Selbst Imbolc ist besser…“
Lucius’ Stimme unterbrach Malfoys Gedankengänge.
„Was Ihre Pläne betrifft, Miss Granger. Ich sollte Sie informieren, dass Draco ’Cissa und mir genau erzählt hat, was Sie vielleicht tun müssen…“, sagte Lucius düster und traf meinen Blick.
Ich versteifte mich, wollte Malfoy anschauen und ihn zurechtweisen, aber es ging nicht. Also seufzte ich nur.
„Dann wissen Sie also, dass es immer wahrscheinlicher wird, dass wir dreizehn Jahre zurückreisen müssen?“
Lucius nickte, während Narcissa das Gesicht entgleiste. „Potter wird nicht gefunden werden, bevor er beschließt, den Zeitumkehrer einzusetzen.“
„Wir haben keine Spur von ihm, Weasley und ich haben jeden erdenklichen Ort abgesucht, haufenweise MATCH-Mitglieder und Sympathisanten verhaftet… aber wir bringen uns selbst in Gefahr, indem wir diese Leute festhalten, nur um einen Einzelnen zu bekommen“, erklärte Malfoy und ich sah ihn schließlich an, sein Ausdruck schwer, sein Mund schmal vor Wut.
„Der Jahrestag… Habt ihr daran gedacht?“, fragte Lucius seinen Sohn.
Ich blinzelte. Der zehnte Jahrestag zum Tod Voldemorts war nur noch zehn Tage entfernt.
„Ihr solltet euch auf diese Möglichkeit vorbereiten“, fügte Narcissa leise hinzu.
Ich stimmte ihr zu. Pläne mussten gemacht, Zufälle ausgeschlossen werden.
„Wir können Ihnen helfen, Miss Granger“, sagte Lucius und legte seiner Frau einen Arm um die Taille.
„Lasst uns von etwas anderem reden. Es ist Beltain. Lasst uns daran denken, dass der Dunkle Lord fort ist und dass wir noch leben… Noch hat sich die Zeitschiene nicht verändert!“, beharrte Narcissa nachdrücklich und setzte sich gerade auf.
Ich grinste. Sie kannte meine Theorie über Harrys Ziel, die Zeitschiene zu ändern, und ich fragte mich, wie lange schon. Stunden? Tage? Länger? Ich bezweifelte, dass sie es schon länger wusste.
Die Unterhaltung starb ab und schien in den Felsen zu versinken. Wir waren alle zu sehr mit unseren Gedanken über Harry Potter, Voldemort, die Vergangenheit und die Zukunft beschäftigt. Ich starrte nachdenklich in das Lagerfeuer, als Lucius plötzlich aufstand, den Umhang glattstrich und die Hand seiner Frau nahm.
„Ich wünsche euch eine gute Nacht… Draco, deine Mutter und ich kehren in die Schutzhütte zurück. Noch viel Spaß am Feuer“, sagte Lucius, seine Augen wanderten zu mir und zurück zu Malfoy.
Narcissa lächelte uns an und folgte dann eilig ihrem Ehemann aus dem inneren Kreis in die Nacht. Ich beobachtete, wie sie in der Dunkelheit verschwanden, und meine Augen suchten den Horizont ab. Weit entfernt, auf einem Hügel, der unzählige Kilometer weg war, brannte ein weiteres Feuer und stimmte mich fröhlich nach so vielen traurigen Gedanken über die nahe Zukunft. Ich fragte mich, wie weit es vom Gehörnten Hügel zur Schutzhütte war und warum die Malfoys so plötzlich aufgebrochen waren.
„Sie gehen nach Hause, um das Ritual zu beenden“, murmelte Malfoy, als würde er meine Gedanken lesen. Er lehnte sich zurück und stützte sich mit den Handflächen auf dem Stein ab. Dabei rutschte sein Umhang von den Schultern und entblößte seine blassen, muskulösen Arme. Die Lederweste spreizte sich und ich konnte sehen, dass wirklich eine Rune auf seiner Brust stand, direkt über seinem Herzen.
„Was für ein Ritual?“, fragte ich abwesend und versuchte, die Rune in einen Kontext zu bringen, den ich verstand.
Malfoy drehte seinen Kopf und seine Haare fielen ihm ins Gesicht. „Rate doch mal, Granger…“
Ich grinste und versuchte, nicht zu sehr nachzudenken. „Sie sind Lord und Lady…“
„Sie sind die geilsten Eltern, von denen ich je gehört habe… Es ist ein Wunder, dass ich nicht zwölf jüngere Geschwister habe.“
„Verhütungszauber…“, murmelte ich.
Malfoy schnaubte und beugte sich vor, stützte sich mit den Ellbogen auf den Knien ab.
„Was bedeutet die Rune über deinem Herzen?“
Malfoy sah nach unten und grinste. „Warum hast du nicht gefragt, was deine bedeuten?“
Ich leckte meine Lippen. „Ich weiß nicht, ob ich das wissen will.“
„Sie bedeutet ‚Erbe’.“
Ich runzelte die Stirn.
„Meine Rune. Sie bedeutet ‚Erbe’“, wiederholte Malfoy. „Eines Tages wird dort ‚Lord’ stehen, aber vorerst bin ich mit ‚Erbe’ zufrieden.“
„Und die deiner Mutter?“
„Das ist privat, Granger.“
Ich fand Malfoys Antwort belustigend und seufzte.
„Willst du das Ritual beenden?“
„Hm?“
Malfoy stand auf und lief um das Feuer zum westlichen ‚Horn’.
„Es gehört noch etwas mehr zu unserer Version von Beltain, Granger“, rief Malfoy hinter dem Westfelsen hervor und kehrte mit einer Flasche – so wie es aussah Wein – und einem Zinnkelch in das Licht des Feuers zurück.
„Und du hast darauf gewartet, dass deine Eltern verschwinden?“, fragte ich, als Malfoy sich im Schneidersitz mit dem Gesicht zu mir auf die Bank setzte.
Malfoy lächelte verschmitzt, öffnete den Wein und goss eine große Menge in den Kelch, der auf der Bank stand. Ich drehte mich zu ihm und arrangierte mein Kleid so, dass ich seine Haltung nachmachen konnte.
„Trinken gehört also auch zu euren Beltain-Ritualen?“, fragte ich sanft, als Malfoy die Flasche neben der Bank auf den Boden stellte und den Kelch in die Hand nahm.
„Bei dir etwa nicht?“, fragte er in gespieltem Schock.
Ich hob eine Augenbraue. „Ich trinke an Beltain… und all den anderen Feierlichkeiten… für gewöhnlich Feuerwhiskey“, seufzte ich.
Malfoy verzog seine Lippen in falschem Ekel und hob den Kelch.
„Weißt du, dass manche Leute an Beltain die Göttin und den Großen Gehörnten Gott feiern?“
Ich nickte.
„Das gehört zu den eher modernen Abwandlungen der ursprünglichen Beltain-Riten. Beltain ist die Feier des Sommers… im Prinzip, aber eigentlich ist es ein Fruchtbarkeitsritual… vielleicht nicht so sehr wie Imbolc, aber du verstehst, was ich meine, oder?“
Ich nickte.
„Die Malfoys stoßen auf Beltain an… vor allem, wenn die Umstände gerade richtig sind. Aber zuerst prosten wir uns untereinander zu. Der Malfoy-Erbe – immer männlich – dann die Lady…“
Malfoy hob seinen Becher. „Ich trinke auf dich, meine Lady“, sagte er sanft und seine Lippen legten sich an den Rand seines Kelches, nahmen einen tiefen Schluck.
Als er den Kelch senkte, grinste er und drückte mir den Zinn in die Hand. Ich packte den Stiel und blickte in die Dunkelheit des Bechers.
„Es ist guter Wein…“, beharrte Malfoy. „Nun bist du dran, Granger.“
Ich zögerte. „Uns steht mit großer Gewissheit der Tod bevor, Malfoy. Macht dir das überhaupt nichts aus?“
Malfoy runzelte die Stirn, weil ich ihm nicht zuprostete. „Wegen Potter? Natürlich macht mir das was aus. Tod bedeutet, wir sind geschlagen.“
Ich seufzte. „So ungern ich es zugebe, Malfoy, ich habe Angst… Und egal, wie gut wir uns vorbereiten, es wird nicht einfacher…“
Meine Augen wanderten zum Feuer. Ich würde Harry umbringen müssen, ich würde in der Zeit zurückreisen müssen und vermutlich die Gesichter derer wiedersehen, die ich geliebt und verloren hatte. Ich würde meine Existenz verheimlichen und Harry allein gegenüber treten müssen. Ich hatte keine Bestätigung, dass Malfoy mit mir gehen würde und rechnete fest damit, alleine ins Jahr 1995 zurückkehren zu müssen. Dennoch hatte ich die kleine Hoffnung, dass – sollte ich meinem Tode entgegentreten müssen – Malfoy vielleicht mit mir gehen würde.
Ich konnte nicht sagen, warum ich so fühlte, aber ich konnte Malfoy nicht einfach fragen, ob er an meiner Seite sterben würde.
„Wo bist du gewesen?“, fragte ich, meine Stimme lauter als ein Flüstern, und blickte Malfoy ins Gesicht.
Er legte seine Hand um meine, die den Kelch hielt. „In Wales, Irland, Schottland, auf den Kanarischen Inseln… auf der Jagd nach einem Schatten. Wir können Potter nur in Hogwarts erwischen… in zehn Tagen.“
Ich blickte auf unsere Hände. „Du willst, dass ich gehe, oder? Als Köder.“
Malfoy grinste. „Du hast damals behauptet, es macht dir nichts aus, Köder zu spielen, also woher kommt plötzlich der zögerliche Blick in diesen Honigfarbenen Augen?“
„Ich will nicht gehen… Ich will nicht die Leute sehen, die dort sein werden… Ich will nicht angestarrt werden…“
„Du gehst, Granger. Außerdem wird die Zeremonie klein sein… Es wird eine Art Gedenkveranstaltung und du kannst diesen Mantel anziehen, den du anhattest, als ich dich zum ersten Mal nach all den Jahren wieder gesehen habe… wie ein Schutzschild“, sagte er und hielt inne. „Es ist vielleicht unsere letzte Chance, ihn aufzuhalten…“
„Ich glaube nicht, dass Harry überhaupt auftauchen wird, Malfoy, aber dafür andere, wie die MATCH-Leute, und Unschuldige könnten verletzt oder getötet werden“, murmelte ich und Malfoys Griff um meine Hand lockerte sich, so dass der Kelch auf sein rechtes Knie herabsank.
Ich seufzte. Ich saß zwischen verzauberten Felsen, bei dem Mann, der mir seit Wochen fehlte und an den ich immer wieder gedacht hatte. Es war Beltain, ein Zeitpunkt, zu dem sich die geistige und die körperliche Welt besonders nah waren. Vielleicht lag es daran, dass ich das Unvermeidbare näherkommen spürte und ich fragte mich, ob ich nicht einen riesigen Fehler in den Jahren nach der Letzten Schlacht gemacht hatte.
„Ich habe mein Leben vergeudet…“, murmelte ich.
Malfoy berührte mein Gesicht. „Noch nicht.“
Ich schnaubte und sah ihm in die Augen. Wirklich, „Du hast keine Ahnung…“
Er nahm mein Kinn zwischen Daumen und Zeigefinger und grinste mich an. „Was würdest du gerne einmal sein, Granger?“
„Ich würde gerne unanständig sein…“, antwortete ich.
„Warum sagst du das?“
„Weil ich zu brav gewesen bin…“
Malfoy entließ mich und hob den Weinkelch an meine Lippen. „Trink auf mich, Granger… Ich habe auch auf dich getrunken…“, flüsterte er und sein silbernes Auge leuchtete im Schein des Lagerfeuers.
Ich fühlte mich nicht gerade wohl dabei, dem Malfoy-Erben zuzuprosten, hob aber trotzdem den Krug, da Malfoy mich sowieso so lange nerven würde, bis ich trank. „Ich trinke auf dich, mein Lord.“
Ich nahm einen großen Schluck, so wie auch Malfoy mir, seiner Lady zuvor zugeprostet hatte, und merkte, dass er nicht gelogen hatte, als er sagte, dass der Wein gut war. Es war ein Rotwein, aber nachdem ich nicht allzu viel über Weine wusste, war die Farbe auch schon alles, was ich erkannte.
Ich schluckte und empfand den bitteren Nachgeschmack nicht völlig unangenehm.
„Sehr gut. Und jetzt sage ich dir, was deine Rune bedeutet, Granger“, sagte Malfoy mit einer Stimme, die mich sofort wachsam werden ließ.
Er nahm mir den Kelch weg, trank noch einmal und füllte nach. Dann drückte er ihn in meine Hand zurück und ich trank. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass Malfoys kommende Worte erträglicher wären, wenn Alkohol durch meinen Körper rauschte. Ich trank den Rest aus und merkte, dass Malfoy ehrlich überrascht war, als er den leeren Krug zurückbekam. Er füllte nicht noch einmal nach.
„Meine Mutter hat dir erzählt, dass diese Runen nur von den Malfoy-Männern gelesen werden können?“, fragte Malfoy.
Ich nickte, der Wein zog bereits seine Bahnen in mir. Genau aus diesem Grund trank ich so selten Wein.
„Das ist wahr. Die Runen gehören zu einem System, das ein Vorfahre von uns entwickelt hat, um mit Runen seine Notizen über neue Zaubersprüche zu schützen. Viele Generationen später setzten die Nachfahren die Runen dann zu anderen Zwecken ein. Du wirst also niemals erfahren, was diese Runen bedeuten… und ich weiß, dass diese Tatsache dich auffrisst…“
Ich sagte nichts, sondern starrte nur in Malfoys Gesicht im Licht des Feuers.
„Aber ich schweife ab… Deine Runen. Die Runen symbolisieren etwas, das dir sehr wichtig ist, etwas, das du willst… begehrst. Weißt du, was sie bedeuten könnten?“, fragte Malfoy und berührte mit seiner linken Hand die Runen auf meinem rechten Handgelenk.
„Ich weiß es nicht, Malfoy, und ich würde die unausweichliche Wahrheit ganz gerne nicht noch länger rauszögern… also sag’s mir.“
Malfoys Auge funkelte, als es über meine nackten Arme wanderte.
„Lass mich deine Beine sehen…“
„Die sehen genauso aus.“
Malfoy seufzte. „Ich verlange nicht, dass du dich ausziehst. Lass mich nur einmal gucken…“
Ich biss meine Lippe und streckte mein rechtes Bein so, dass meine Sandale auf dem Fels lag und mein Zeh gerade so Malfoys gekreuzte Beine berührte. Ich wollte den Saum hochziehen, aber Malfoys linke Hand fuhr an meinem Bein entlang, seine Fingerspitzen kämmten über meine Haut und schoben den Rock bis zu meinem Knie und machten die dunkelgrünen Runen sichtbar.
„Granger?“, fragte er und seine Augen betrachteten mein Bein.
„Was?“, schmollte ich.
„Woran hast du gedacht, als meine Mutter den Zauber gesprochen hat?“, fragte er sanft und sein linkes Auge blickte von meinem Bein zu meinem Gesicht.
Ich neigte leicht den Kopf, starrte auf die Rune auf Malfoys Brust und versuchte ernsthaft, mir eine Antwort einfallen zu lassen. Ich wusste, dass ich Malfoy nicht davon erzählen konnte, dass ich Severus’ Stimme in meinem Kopf hörte, oder dass ich mir große Sorgen gemacht hatte bei dem Gedanken, ihn nach Wochen, in denen ich ihn vermisst hatte, wiederzusehen.
„Ich kann es nicht genau sagen. Ich war so überrumpelt davon, dass deine Mutter mich wie eine Puppe rausgeputzt hat…“, flüsterte ich und verschärfte meinen Blick auf die merkwürdige Rune, die ich immer noch nicht mit der von Malfoy gebotenen Erklärung vereinen konnte.
Malfoy lächelte, seine Finger fuhren an meinem Bein bis zu meinem Fuß runter.
„Was steht da?“, fragte ich und zitterte leicht unter seiner Berührung.
Er grinste. „Mein Name.“
Ich wollte die Schultern heben und seufzen, hielt jedoch abrupt inne und blinzelte. Ich streckte meinen linken Arm aus, hob ihn ins Feuerlicht und blinzelte die Runen an. Schamesröte zog sich von meiner Brust bis über meine Wangen.
„Du lügst“, sagte ich bestimmt.
Malfoys rechte Hand packte mein linkes Handgelenk und legte meine Hand auf sein Herz. Ich öffnete den Mund zum Protest, aber meine Hand erwärmte sich, sein Herz schlug gleichmäßig und stark. Ich sah ihm ins Auge.
„Das sagst du nur, weil du weißt, dass es wahr ist. Du hast an mich gedacht, als Mutter den Zauber sprach…“
Ich schüttelte meinen Kopf, bereit, seine Worte vehement zu leugnen. Natürlich würde ich nie genau wissen, was die Runen bedeuteten, aber ich wusste, dass Malfoy die Wahrheit sagte.
Die wissenden Blicke zwischen Vater und Sohn waren auch eine Art Bestätigung.
Seine Hand löste sich von meinem Knöchel und hob sich an meine Wange, aber ich weigerte mich, die Emotion wahrzunehmen, die über sein Gesicht spielte. Ich konnte es nicht ertragen, ihn über mich lachen zu sehen.
„Du bist unartig, Hermine…“, flüsterte er.
Ich hielt den Atem an. Er hatte meinen Namen gesagt, und es klang wie Musik von seinen Lippen. Eine einzelne Träne rollte meine warme Wange hinunter, aber ich weinte nicht. Malfoy kniete sich vor mir und drückte einen Kuss auf meine Stirn, eine weitere Träne fiel. Seine Lippen wanderten über mein Gesicht, während meine Hand von seinem Herzen glitt und seine Lederweste griff.
Unsere Lippen trafen sich und ich stürmte ihm entgegen, schmeckte Wein in seinem Kuss. Er hielt meine linke Hand, seine Finger verwoben sich mit meinen und zogen meinen Arm um seinen Hals.
Ich fiel auf der Bank zurück und Malfoy kniete sich so zwischen meine Beine, dass er über mir war; mein Rock glitt an meinen Schenkeln nach oben. Ich seufzte in unseren Kuss, meine Hände strichen um seinen Hals, während seine linke Hand meinen Schenkel hinauf glitt und mein Kleid an meine Hüfte schob.
Malfoy zog sich langsam zurück, seine Finger fuhren zu dem Gürtel um meine Taille.
Ich starrte ihn an, auf seine geröteten Lippen, sein zerzaustes Haar, sein glitzerndes, silbernes Auge. Ich keuchte, meine Hände entfernten die Augenklappe, so dass ich sein Gesicht komplett unverhüllt sehen konnte. Selbst mit einer Narbe von seinem Haaransatz bis zu seinem Mundwinkel verzauberten mich seine blasse Haut und seine Haare im Feuerlicht. Der Verschluss öffnete sich und Malfoy zog daran, bis der Gürtel neben der Weinflasche auf den Boden fiel.
„Sag noch mal meinen Namen…“, flüsterte ich, während meine Finger seine Weste aufschoben, die er daraufhin ablegte.
Er grinste, seine Arme zogen mich hoch und an ihn, so dass er mich eng umschlang.
„Hermine…“, flüsterte er zur Antwort, die Kombination aus seiner Stimme und dem Knacksen des Feuers klang wie eine Melodie durch die Luft.
Ich zitterte, als unsere Lippen sich erneut trafen und sein Gewicht gegen mein Hüftbecken drückte. Unsere Lippen bewegten sich lässig, unsere Zungen wanden sich träge, während wir anfingen, den Geschmack und die Form unserer Münder abzuspeichern.
Alles, selbst die Flammen, schien sich in Zeitlupe abzuspielen. Nur meine Gedanken und mein Bewusstsein lief in Echtzeit und ich konnte nur an Malfoy denken.
Ich wollte ihn, schon seit Wochen wollte ich ihm nahe sein. Wieder war ich mir nicht sicher, wann dieses Gefühl begonnen hatte. Ich war nicht sicher, wann Respekt zu Bewunderung und Bewunderung zu Verlangen, Verwunderung zu etwas, was vielleicht Liebe sein könnte, geworden war. Ich wollte ihn verschlingen, ihn für immer festhalten, ihn tief in mich aufnehmen und niemals loslassen. Ich wollte, dass er mir gehörte.
Wir bewegten uns, als er meinen Hals küsste und seine Hände mein Kleid an meinem Körper noch weiter nach oben schoben, jedoch an meinen Rippen innehielten. Ich hielt mich an Malfoys Hals fest, als er seinen Oberkörper hob und in meine Augen blickte. Dieses Gesicht war so ausdruckslos wie sonst auch, aber um seinen Mund lag ein Zögern, in seinen Augenbrauen erkannte ich Unglauben.
Ich leckte über meine geschwollenen Lippen und fuhr mit meinem Fingern durch seine seidigen Haare über seine rasierte Wange bis zu seinem spitzen Kinn. Meine andere Hand wischte über die angespannten Muskeln in seinem Rücken und ich wollte lächeln, aber sein Ausdruck blieb unverändert.
„Was ist denn?“, fragte ich, meine Stimme tief vor Lust.
Malfoy stöhnte leise, als mein Finger über seine Brust fuhr und mein Fingernagel über seine linke Brustwarze kratzte, nahe der magisch verfärbten Rune.
„Du…“, flüsterte er. „Bist du…?“
Ich runzelte die Stirn. Ich wusste, was er fragen wollte – war ich mir sicher? War ich damit einverstanden, meinen Körper vor ihm zu enthüllen? Hatte ich Angst vor seiner Aufmerksamkeit, nachdem mein bester Freund mich so widerwärtig missbraucht hatte? Ich wusste, dass er das fragen wollte, denn ich selbst hatte mir all diese Fragen gestellt an jenem Tag, als er meine Avancen zurückgewiesen hatte.
Zur Antwort zog ich meine Knie an, meine Füße links und rechts von seinen Knien, und hob meinen Körper an, so dass mein Kleid rutschte und mein nackter Po auf dem Fels lag, als ich mich wieder zurücklehnte. Ich stieß meine Sandalen ab; meine blanken Fußsohlen berührten den Stein, ohne die Kühle der Nacht oder den urlauten weißen Fels zu spüren.
Malfoy blinzelte nur, als ich meinen Oberkörper aufrichtete, um vor ihm zu sitzen, und ließ sich zurück auf seine Fersen fallen. Ich packte mein Kleid und zog es über meinen Kopf; der Anhänger fiel zwischen meine Brüste und das Feuerlicht verfing sich auf der glänzenden Oberfläche. Ich ließ das Kleid hinter mir fallen und starrte Malfoy ins Gesicht.
„Was sagen die Runen?“, fragte ich sanft.
Malfoy schürzte seine Lippen, seine Augen wanderten vom Anhänger zu meinen Brüsten, zu meinem Nabel und der weichen Rundung meines Bauches, dann noch weiter runter zu meinen gespreizten Schenkeln und den dunklen Locken, die mein Geschlecht verbargen. Dunkelgrün zogen sich die winzigen Runen meinen Körper entlang, sammelten sich in der größeren Rune über meinem Herzen oberhalb der linken Brust.
Er schluckte, als sich seine rechte Hand hob und seine Fingerspitzen die Rune über meinem Herzen streichelten.
„Meinen Namen…“, antwortete er.
Ich nickte. „Das ist deine Antwort, Draco…“
Sein Auge blitzte beim Klang seines Namens von meinen Lippen auf und – wie Lucius prophezeit hatte – die Wirkung meiner Handlung war überraschend. Malfoy – Draco – lächelte, ein Lächeln, das einen Hauch Befriedigung und eine Freude zeigte, die ich an ihm noch nie gesehen hatte. Ich hatte seinen Namen anerkannt und ihn mit einer solchen Zuneigung gesprochen, dass seine Hand bebte, als er mit dem Nachfahren der Rune fertig war.
Ich saß vor ihm, lehnte mich auf meinen Handflächen zurück; die kleinen Zöpfe schwangen gegen meinen Rücken. Ich hätte keine offenere Pose wählen können. Malfoys Mund zog sich zu einem schiefen Lächeln, als er bemerkte, wie meine Augen der Spur seiner hellen Brusthaare folgte, über Knochen und Muskeln. Seine kräftigen Oberarme, die breiten Schultern, selbst der Schatten des Dunklen Mals auf der Innenseite seines linken Arms, zogen mich an, doch es war nur die Hülle des Wesens, dass ich immer mehr liebte. Draco…
„Dann sollte ich keine Zeit mehr vergeuden…“, murmelte er, öffnete mit einer Hand seine schwarze Hose und reichte mir die andere.
Er drückte sich an mich, als wir uns tiefer, verzweifelter küssten. Die Langsamkeit des Moments zuvor wurde von einem wahnsinnigen Drang, so viel Haut und Wärme wie möglich auf mich zu drücken, ersetzt. Meine Brüste waren gegen seine Brust gequetscht, sein Herz pochte wild gegen meine einst zerstörte Brustwarze.
Ich konnte spüren, wie Draco seine Stiefel und seine Hose abstreifte, bis wir endlich Haut an Haut waren.
Ich spürte seine harte Länge, die brutal im Gleichklang zu seinem Herzen pulsierte, an meiner nackten Hüfte. Das Gefühl klebriger Flüssigkeit, die von der Spitze der steifen Haut auf meinen Bauch tropfte, erhöhte wiederum meinen Herzschlag. Ich war erregt und überlegte, ob ich mich je in meinem Leben so heiß, so feucht oder so bereit gefühlt hatte.
Mein Sexleben hatte fünf Jahre lang nicht existiert, und davor war ich nur ein paar Mal mit Ron zusammen gewesen. Ich hatte in Australien mit einem Blind Date geschlafen, das meine Eltern arrangiert hatten, als ich sie einen Sommer besucht hatte. Ein Muggel-Arzt, und er war nur Mittel zum Zweck gewesen, sonst nichts. Ich konnte mich nicht einmal an seinen Namen erinnern.
Aber ich verdrängte diese Gedanken, denn ich kannte den Mann, der mich festhielt, mich küsste, und dessen Schwanz zuckte, als ich meine Hüfte vorstieß. Dieser Mann hatte mein Leben gerettet, mich beschützt, meinen Verstand und meine Seele davor bewahrt, in einen Abgrund verzehrender Depression zu fallen, mich belustigt, mir Kaffee gekocht und mich auf eine Art geküsst, die meine Zuneigung nur bestärkt hatte. Er war mein Edward Fairfax Rochester, grob und wortkarg, heißblütig und sanft. Mein stolzer Fitzwilliam Darcy. Aber am wichtigsten und aufrichtigsten war er mein…
„Draco…“, flüsterte ich, als er Küsse auf meine Schultern drückte, dann zu meiner Brust wandere und seine Umarmung sich auf meine Rippen verlagerte.
Er knurrte, als meine Finger sich in seine Haare woben, meine Hüfte gegen seine bockte, als seine Zunge meine linke Brustwarze nachfuhr. Ich wusste, dass er vorsichtig war, seine Verführung langsamer gestaltete, als er eigentlich wollte, aber ich liebte ihn für seine Rücksicht und die Besorgnis über meine Reaktion aufgrund der Situation, in die wir uns gebracht hatten.
Ich stöhnte, als sein Mund meinen Nippel umhüllte und seine andere Hand meine rechte Brust umfasste. Meine Atmung war angestrengt mit überwältigender Freude. Dracos Mund saugte an meiner Brust und jeder Schlag seiner Zunge sandte süßes Glück durch meinen Körper, ließ ihn in Schweiß ausbrechen, ließ meine Pupillen weiter werden, ließ meine Zehen sich krümmen und meinen Schoß vor Verlangen summen und schreien.
Seine Zunge benetzte nun meine vernarbte Brustwarze, die Zungenspitze folgte dem dünnen Andenken an die Gewalt, die Draco zu meinem Retter hatte werden lassen. Er blickte in mein Gesicht, sein linkes Auge sanft, gefühlvoll. Ich hatte keine Angst, ich würde vergangene Ereignisse nicht den Verlauf meines zukünftigen Lebens diktieren lassen! Ich wollte den Mann, dessen Hände meine Hüfte packten, um sie still zu halten. Ich wollte, dass er mich berührte, alle meine Erinnerungen an die Misshandlung meines Körpers verbannte.
Dracos Lippen küssten meine Brüste ein letztes Mal, bevor er zu meinem Mund zurückkehrte und seinen Körper gegen meinen gleiten ließ, so dass die Feuchtigkeit meiner Körpermitte nicht länger verborgen blieb. Ich spürte sie meine Schenkel und meine Po hinab rinnen. Ich war verrückt danach, ihn zu berühren; meine Hände fuhren über die angespannten Muskeln seines Rückens und seiner Körperseite, packten seine Pobacken und zogen seine Hüfte fester an meine. Er grunzte, als ich meine Knie weiter anhob und damit die klebrige, heiße Nässe meines Schoßes gegen die Unterseite seines Schwanzes presste, der gegen meinen Kitzler pulsierte.
Ich stöhnte, als Dracos Mund meinen verließ, sein Schwanz an mir entlang glitt, beschmiert mit warmer Flüssigkeit. Er hob seinen Oberkörper von meinem und blickte auf mich hinunter, als er zwischen meinen Schenkeln kniete. Eine stille Frage stand zwischen seinen zusammengezogenen Augenbrauen und in dem schnellen Stoß seiner Hüfte gegen meine. Ich hob mich zur Antwort entgegen und legte meinen linken Arm um seinen Hals. Er packte meine Hüfte und nickte; silbernes Haar fiel in wilden Strähnen um sein schönes Gesicht und sein Auge wanderte zu dem Punkt, wo wir am engsten aneinander gepresst waren.
Er schob sich zurück, so dass sich unsere Hüften nicht mehr berührten. Im Feuerlicht konnte ich zum ersten Mal seinen Schwanz und die blassen, kurzen Locken darüber sehen. Ich hatte keine passende Vergleichsmöglichkeit, aber Dracos Schwanz schüchterte mich ein, eher dick als lang, aber trotzdem lang genug, mit einer leichten Biegung nach oben. Der Anblick von Dracos Geschlecht hielt nur ein paar Sekunden, bis die Spitze über meinen feuchten Schlitz und in die natürliche Vertiefung meines Körpers glitt, als ob sein Schwanz dort schon immer hingehört hätte.
„Ich will dir nicht wehtun, Hermine…“, flüsterte er mit rauer Stimme.
Ich hielt ihn fest, als er mich nach hinten auf den Stein drückte und sein Schwanz einfach in mich drang.
„Es ist mir egal, Draco…“, flüsterte ich und meine rechte Hand kämmte seinen silbernen Pony aus seinem Auge.
Er antwortete nicht, sondern neigte seinen Kopf an mein Schlüsselbein. Ich keuchte, als er in mich stieß, nur mit der Spitze. Er keuchte auch, seine Stimme zu leise für meine Ohren.
Er drückte weiter und ich zuckte zusammen, als mein Körper sich dehnte – weiter als je zuvor. Es war nicht schmerzhaft, aber etwas unangenehm und merkwürdig. Als seine Spitze meine Gebärmutter anstieß, wimmerte ich; nicht vor Schmerz, sondern mit einem Gefühl, das ich nicht festmachen konnte.
Draco sah mir ins Gesicht, suchend, und stieß sehr oberflächlich in meinen Körper. Ich biss in meine Lippe, als seine Hüfte etwas weiter vorstieß, in Zeitlupe. Mein Körper war voll und ich hatte keine Schmerzen, und als Dracos Bewegungen in meiner Muschi schneller wurden, drehte ich meine Hüfte, um ihn zu unterstützen, wobei ich das schönste Schluchzen aus seiner Kehle lockte.
Das Feuer flackerte über unsere Haut, während wir uns bewegten, meine Beine schlangen sich um seine Taille, änderten den Winkel und ich kam. Er hatte sein Gesicht an meinem Hals vergraben, keuchte und stöhnte in meine Haut, und zog sich nur zurück, um mein Gesicht zu küssen, während meine Mitte um ihn herum krampfte, oder um meine Hand von seinem Po zu ziehen und meine Fingerspitzen auf meinen Kitzler zu legen.
Ich kam wieder und wieder, und jedes Mal biss er die Zähne zusammen und flüsterte etwas, das mein von Lust benebeltes Gehirn nicht entziffern konnte. Wir schwitzten; unsere Stimmen waren rau vom Stöhnen, Schluchzen und halb geformten Ausdrücken, wenn unsere Leidenschaft unsere Sinne überkam. Als Dracos Hände Halt suchend den Rand der Bank packten, wurden seine Stöße tiefer, fester, aber ich liebte die Kraft, mit der er mich füllte, die Bewegung seiner Muskeln in seinem Rücken, seinem Hintern, seinen Armen und seiner Brust; alles erregte mich. Das Kämmen seiner Schamhaare über meinen Kitzler sandte mich mit jedem Stoß in einen Freudentaumel.
Er verlor die Kontrolle, verlor den Kampf darum, für immer mit mir Liebe zu machen. Seine Hüfte stieß wild und ich kam noch einmal, als sein Schwanz einen neuen Winkel erwischte und meinen Rücken unfreiwillig vom Fels abheben ließ; der letzte Rest meiner Körperflüssigkeit bedeckte die Innenseite meiner Schenkel und seine Hoden, die wie eine anklopfende Hand an einer Tür immer wieder gegen meine andere Öffnung geschlagen hatten. Ich schrie meine Erlösung mit einer Stimme, die kaum meine eigene war.
Durch meine vom Orgasmus verzerrten Augen beobachtete ich Draco im Feuerlicht; sein Körper schimmerte silbern und gold. Er wimmerte, als er einmal zustieß und erstarrte. Meine geschwollene Muschi spürte ein leichtes vibrieren. Er stieß wieder, keuchte, und erstarrte; das Vibrieren wurde in meinem Bauch zu Wärme. Ich hob eine erschöpfte Hand an seine Wange, sein Auge war geschlossen, während er schnell in meinen Körper stieß, meine Stimme abklingen ließ, und plötzlich ließen die Stöße nach und ich spürte seinen Schwanz abschwellen und nachgeben; ich verlor mich in meinen überwältigten Gefühlen und schloss meine Augen. Meine Haut kribbelte und überall, wo die Runen meine Haut markierten, spürte ich Magie, wie Nadelstiche in meine Haut sinken und verschwinden.
Dracos Kopf lag auf meiner Brust und durch seine trockenen, geschwollenen Lippen hörte ich einen geflüsterten Verhütungszauber; seine Finger streichelten über meinen Unterleib. Ich seufzte, als ich das magische Kitzeln spürte. Ich legte einen Arm um seine Schultern und ließ meinen Verstand in einen glücklichen Nebel abdriften. Meine Augen konnten nur die Sterne hoch über uns sehen. Sie und Steine waren die einzigen Zeugen unserer Vereinigung gewesen.
Das Lagerfeuer war fast erloschen und selbst mit Dracos Körper auf meinem war das Beltain-Ritual vorbei, als er seinen erschlafften Schwanz aus meinem Körper zog. Er setzte sich auf, drückte einen Kuss auf meinen Mundwinkel und zog sich an, Hose und Weste, dann Stiefel und schließlich den Umhang. Ich bewegte mich wie im Traum, zog mein Kleid an und versuchte, meine Sandalen zu finden, aber Draco war schneller als ich, kniete sich zwischen die Bank und das schwindende Feuer, um die Schuhe über meine Füße zu streifen, half mir dann beim Aufstehen und legte den Gürtel um meine Taille.
Er zog Severus’ Zauberstab aus seinem Umhang und ließ den Kelch samt Wein verschwinden, dann legte er seinen linken Arm um meine Taille und zog mich unter seinen wärmenden Umhang; wir liefen einmal um das Lagerfeuer und verließen den inneren Kreis dann beim Osthorn. Dabei starb das Feuer schließlich ganz und ließ nur den Duft nach Eberesche und Weißdorn zurück.
Wir sprachen nicht, als wir den Gehörnten Hügel hinab stiegen; das Sternenlicht so unglaublich hell, dass ich nicht glauben konnte, dass es ein so schönes silbernes Licht geben konnte. Ich war müde, während wir liefen und bald darauf wurde ich hochgehoben, meine Wange an seiner linken Schulter, mein Körper eingeschlungen in seine Wärme. Seine Haare hatten die gleiche Farbe wie das Sternenlicht, ebenso sein Auge und seine Haut, und in meiner Schläfrigkeit fragte ich mich, ob er aus den Sternen über uns geboren worden war. Dieser alberne Gedanke war nur einer von vielen, während ich weiter und weiter in einen Traum von den Tälern, dem weißen Wald, dem Gehörnten Hügel, den Sternen und den Felsen glitt – und von Draco Malfoy, der mich zu ‚seiner’ Lady gemacht hatte.
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Ich erwachte, als das Sonnenlicht meine nackten Füße, die aus der Decke hervorlugten, wärmte, in dem Bett, das mir gehörte, solange ich in Draco Malfoys Wohnung lebte. Die Doppeltüren zum Balkon waren geöffnet und eine warme Brise, die nach Pferden, Gras und dem Wald duftete, wehte über meine Füße und weckte mich langsam.
Mein Gesicht lehnte an Dracos Schulter, der zu meiner Rechten auf dem Rücken lag, sein Gesicht abgewandt und der Großteil der Bettdecke lag auf seiner Seite. Die Luft war so warm, dass es mich nicht störte, dass er mir im Schlaf die Decke geklaut hatte, aber ich drängte mich enger an ihn, vergrub meine Nase in seinen hellen Locken, schnupperte Holz und Rauch und alte Felsen in den Platinsträhnen.
Meine linke Hand, die auf seinen Rippen gelegen hatte, wanderte zu seiner Hüfte und ließ ihn im Schlaf leise summen und sich bewegen. Ich ignorierte seine Bewegung und schloss meine Augen wieder. Mit meinem linken Bein über seinem, meinem Oberschenkel an seiner Erektion, meinem Kopf auf seinem linken Arm, der um meine Schultern lag, war ich komplett von Draco Malfoy umgeben. Ich schlief wieder ein, merkwürdig zufrieden damit, dass er für mich inzwischen Draco war.
Als ich wieder erwachte, lag ich allein im Bett, das Sonnenlicht berührte meine nackten Beine; der tag war fortgeschritten. Es war der erste Mai. Ich stand langsam auf, wickelte die dünne Decke um mich, tapste vom Schlafzimmer in die Küche, wo ich eine Nachricht auf der Theke fand. Eine frische Kanne Kaffee stand daneben und der Geruch kam mir intensiver vor. Ich war allein in den Stallungen, die Fenster geöffnet, so dass die warme Brise aus dem Wald hinter den Ställen herein blies, die Luft schwer vom Duft der Bäume.
‘H-
C. Weasley und ich sind nach Godric’s Hollow aufgebrochen. Fange heute damit an, dich auf den zehnten vorzubereiten, stell deine Notizen, deine Gedanken usw. zusammen. Vater wird später vorbeikommen, um dir ein Päckchen und eine bessere Erklärung zu liefern. Kann hier nicht alles ausführen, tut mir leid. Habe vor, morgen zurück zu sein.
-D.’
Ich legte das Pergament zurück auf die Theke und kaute auf meiner Unterlippe.
Godric’s Hollow. Erinnerungen daran, wie Harry und ich an den Wohnort seiner Familie gereist waren, Bathilda Bagshots Haus, Grindelwald und so viele andere Bilder rauschten durch mein Gedächtnis. Es war unwahrscheinlich, dass Harry dorthin zurückkehren würde, aber es gab sicher eine Spur, die Draco und Charlie dorthin führte.
Ich seufzte; die Scheibe an der Kette bewegte sich, blieb jedoch kalt. Ich lief durch die Wohnung und war bald darauf gebadet und angezogen. Ich lehnte mich an die Theke, schlürfte den Kaffee, den Draco gemacht hatte; mein Körper brummte immer noch von der vergangenen Nacht. Aber egal, wie sehr ich auch darüber nachdachte, warum mein Körper sich so warm anfühlte, wanderten meine Gedanken immer wieder zurück zu Harry.
„Glaubst du, dass wir wirklich zurück müssen?“, fragte ich laut.
Sie werden tun, was Sie tun müssen, Miss Granger. Wenn Sie durch die Zeit reisen und das Schicksal herausfordern müssen, dann ist es wohl so… sagte Severus in meinem Kopf, seine Stimme tröstlich für meine Ängste.
Schicksal. Ein Begriff für das abstrakte Konzept, wie das Universum funktionierte. Manche Leute nannten es Gott oder Allah, oder hatten einen anderen Namen für ein übernatürliches, allwissendes Wesen, aber ich nannte es Schicksal – der vorgegebene Ablauf in Zeit und Raum. Das Universum war ein geheimnisvoller Ort und die Menschheit hatte gerade erst begonnen, die unmittelbare Mechanik der kolossalen Maschine zu begreifen.
Ich überschlug meine Beine, als ich mich an die fleckenfreie Stahltheke lehnte; ich hatte mich für ein Paar alte Jeans entschieden, das an den Knien schon Löcher hatte. Zu der Jeans trug ich ein schwarzes Tanktop, das meine Arme frei ließ und mich die Milde des Maitages durch das Fenster spüren ließ.
Es war schwer für mich, an einem so friedlichen Ort mit so wundervoll warmem Licht, daran zu glauben, dass ich mich vielleicht den Regeln des Universums widersetzen musste, sobald sich die Scheibe, die zwischen meinen Brüsten ruhte, erhitzen würde.
Ich trank meinen Kaffee und drehte mich um, um das Pergament zu betrachten, das ich auf der Theke hinter mir hatte liegen lassen. Dracos Handschrift war fremd für mich, aber die Art, wie seine Worte sich leicht nach links neigten und das feste Aufsetzen der Feder ließen mich an seine langen Finger denken, an das Kratzen, das Linien in das Pergament zog.
Ich stellte fest, dass ich ihn schon wieder vermisste.
„Ist das Liebe?“, fragte ich.
Die Frage kann ich nicht beantworten. Das ist für jeden anders, Miss Granger… flüsterte Severus und verstummte wieder. Ich lächelte in meinen Kaffee, trank aus und setzte die Tasse neben Dracos Nachricht ab.
Das Geräusch von Hufen im Hof ließ mich den Kopf heben. Lucius war da.
Der Herr des Manor trat ein wie auch Narcissa am Vortag, seine Augen suchten das Wohnzimmer ab. Er hatte eine Kiste unter dem Arm und stellte sie auf den Schreibtisch, bevor er an den Sessel vor dem Kamin trat. Ich setzte mich auf die Couch, nachdem ich eine Tasse Kaffee angeboten hatte, die Lucius jedoch mit angewidertem Gesicht ablehnte.
„Draco hat in Amerika angefangen, sich dafür zu begeistern… Das gleiche gilt für Muggel-Musik und –Bücher. Ich bewundere seine weitreichenden Interessen, aber es gibt ein paar neue Angewohnheiten, die er von den Kolonien mitgebracht hat, die ich einfach widerlich finde.“
Ich lächelte nur und fragte dann nach der Erklärung zu Dracos Notiz.
Lucius grinste. „Wahrscheinlich eine weitere Sackgasse, Miss Granger, und vielleicht die letzte Spur vor dem Zehnten.“
„Die Auroren haben Godric’s Hollow noch nicht durchsucht?“
„Damals im Februar, als Potter entkam“, sagte Lucius und kreuzte seinen Reitstiefel über sein linkes Knie. „Die so genannten festgenommenen Terroristen werden vom Ministerium als ‚feindliche Kriegsteilnehmer’ behandelt, und ein Großteil der neuen Informationen wurde durch den bewussten Gebrauch von Veritaserum erlangt. Madame Hopfkirch geht keine Kompromisse ein, wenn es um die Festnahme Potters geht… Nun, da er und MATCH Großbritannien terrorisieren.“
„Was wird mit den Leuten passieren?“, fragte ich und dachte an die Verletzung von Menschenrechten, die in der Magischen Welt ebenso geläufig waren wie in der Muggel-Welt.
„Viele werden nach der entsprechenden Verurteilung nach Azkaban geschickt, andere werden entlassen und beobachtet, ein paar werden an die Dementoren übergeben… Es wird mindestens ein Jahr dauern… Nur weil Harry Potter beschlossen hat, unsere Welt auf den Kopf zu stellen“, spie Lucius.
Ich fand Lucius’ Ekel nicht überraschend, ein Teil von mir fühlte genauso. Dennoch hatte nicht nur Harry Protestorganisationen die Grenzen zum ‚Terrorismus’ überschreiten lassen. Meine einzige Angst bezüglich der Terroristen war die Reaktion des Ministeriums – die Verletzung der Menschenrechte und der mögliche Verlust bürgerlicher Freiheit für jede Hexe und jeden Zauberer als Ergebnis des ‚Terrorismus’. Egal, ob es Harry gelingen sollte, in der Zeit zurückzukehren und ihren Verlauf zu ändern, beide Welten – seine ideale Welt und die Welt, in der ich im Moment saß â€“ waren düster und aufgewühlt. Der Unterschied in meiner Welt war, dass ich und auch andere immer noch dafür arbeiteten, das Dunkel zu Licht werden zu lassen.
„’Cissa und ich haben Ihnen ein Päckchen zusammengestellt, Miss Granger“, sagte Lucius leise, nachdem er seine Sorge und seinen Ekel wieder unter Kontrolle hatte, und deutete auf die Schachtel auf dem Schreibtisch. „’Cissa hat Leak alles von ihren Vorräten im Manor retten lassen, was möglich war. Da drin sind Phiolen mit Vielsaft-Trank für Sie und Draco… von den gleichen Personen wie das letzte Mal. Dazu noch Blutregenerationstränke, Veritaserum, Schmerz reduzierende Tränke und andere Notwendigkeiten.“
Ich nickte. Tränke, die Auroren standardmäßig in geschrumpften Behältern an ihren Gürteln trugen.
„Außerdem noch ein Anzug aus Drachenhaut für Sie, einen, den ’Cissa schon Jahre lang hat. Sie war sich sicher, dass er Ihnen passt…“
Ich blinzelte Lucius an.
„Sie sollten ihn immer tragen, wenn Sie die Grenzen unserer Ländereien überschreiten, Miss Granger. Er wird weniger schlimmer Zauber abwehren und Ihnen damit eine bessere Verteidigungsmöglichkeit bieten.“
Ich nickte und meine Augen wanderten zu dem Zauberstabhalfter auf der Küchentheke. Ich hatte es noch nicht angelegt. Lucius folgte meinem Blick und ich sah schnell in eine andere Richtung.
„Mir ist aufgefallen, dass Sie Bellas Zauberstab tragen. Ich wollte schon eher danach fragen, habe es aber vergessen.“
„Hat Narcissa es bemerkt?“, fragte ich leise.
Lucius lachte. „Ihr entgeht nicht viel, also ja, hat sie. Schauen Sie nicht so beunruhigt, Miss Granger. Es macht uns nichts aus, dass Sie Bellas Zauberstab tragen, es macht uns nur neugierig. Sie und auch mein Sohn tragen zwei Zauberstäbe, die Ihnen ursprünglich nicht gehörten. Es ist schon merkwürdig, überhaupt zwei Zauberstäbe zu tragen, aber auch noch zwei, die einen anderen Meister hatten, ist sogar noch ungewöhnlicher.“
Ich sagte einen Moment lang nichts, sah Lucius nur in die Augen.
„Der Dunkle Lord hatte meinen Zauberstab lange Zeit und er wurde zerstört. Er hat seinen Zauberstab aufgegeben und ich hatte ihn jahrelang heimlich aufbewahrt, bevor Draco ihn fand. Als er ihn berührte, schien der Stab zu heulen…“
Ich runzelte die Stirn. „Wirklich?“
Lucius nickte. „Ich hatte ihn in einer Truhe in meinem Arbeitszimmer aufbewahrt und versucht, ihn zu vergessen. Draco fand ihn, als er von Amerika zurückkehrte, um vor dem Zauberergamot auszusagen. Der Zauberstab heulte das Lied eines Phoenix und reagierte, als ob er schon immer Draco gehört hätte. Er trug bereits Severus’ Zauberstab, der ihm vermacht worden war, benutzt ihn jedoch nur für besondere Zauber, den des Dunklen Lords hingegen für alles andere.“
Der Eichenstab war an Draco vermacht worden? Warum? Severus antwortete nicht.
„Es hat ihm viel gebracht, beide Zauberstäbe zu benutzen… So wie es anscheinend Ihnen hilft, Bellas Stab zu benutzen, Miss Granger. Wir wissen auch vom Elderstab und ich zumindest überlasse ihn gern Ihnen. Ich weiß, dass viele Männer sich nach seiner Macht gesehnt haben, aber ich wünsche das verfluchte Stück Holz niemandem.“
Ich wusste genau, wie Lucius sich fühlte. Der Elderstab war mit Blut besudelt, schon seit Generationen. Ich wollte nicht, dass jemand wusste, dass ich ihn hatte; es würde mich nur zur Zielscheibe machen.
Lucius Finger glitten an seinen Stiefel und mit einem Zusammenzucken zog er ein Stellmesser hervor, drehte es in der Hand und reichte es mir mit dem Griff voraus.
„Nehmen Sie auch das hier, Miss Granger“, sagte er leise, als meine Finger sich um den Griff legten; meine Hand passte um den grünen eingelassenen Stein, als wäre es für mich gemacht.
Als das Messer aus Lucius Hand glitt, merkte ich, dass die Klinge leicht war, die etwa einen Fuß lange Klinge war silbern, zweischneidig und sichtlich scharf, die Spitze auffällig gefährlich. Ich drehte das Messer in meiner Hand, der grüne Stein des Griffs lag kühl an meinen Finger, das Kreuz unter dem Griff war in Form eines Drachenkopfs geschnitzt. Eine gefährliche Waffe, und ich blickte Lucius mit fragenden Augen an.
„Manchmal lässt uns die Magie im Stich, Miss Granger, auch wenn sie durch das Blut fließt. Diese Waffe ist für den Notfall gedacht…“, erklärte Lucius sanft. „Tragen Sie sie verdeckt… an Ihrem Innenarm oder im Stiefel. Sollten Sie gefangengenommen und gefesselt werden, haben Sie es an einem erreichbaren Ort. Auch wenn es technisch ein Messer ist, ist es verzaubert, so dass es jedes Material, dass Sie halten könnte, durchtrennen kann“, wies er mich an, stützte sich mit den Ellbogen auf den Armlehnen ab und legte das Kinn auf die Hände.
Ich nickte und lief zur Theke. Ich zog den Elderstab aus dem Halfter, verwandelte meine Kaffeetasse in ein Halfter, das ich um meinen Arm oder mein Bein binden konnte. Ich ließ beides auf der Theke liegen, legte aber mein Zauberstabhalfter an meinen nackten Arm an und steckte den Elderstab neben den Walnussstab.
„Sollten Sie in der Zeit zurückreisen müssen, Miss Granger“, sagte Lucius aus seinem Sessel und ich drehte mich um, studierte von meinem Platz hinter dem Sofa sein Gesicht. „Sollten Sie dreizehn Jahre zurückgehen müssen, denken Sie an die Regeln über den Kontakt zu Ihrem vergangenen Ich oder irgendjemand anderem, der Einfluss auf Sie haben sollte…“
„Ja?“
„Kontaktieren Sie mich nicht, und wenn Draco bei Ihnen ist, erlauben Sie ihm nicht, sich mir zu zeigen.“
Ich biss in meine Unterlippe.
„Der Lucius Malfoy, der vor dreizehn Jahren existierte, ist nicht der gleiche wie jetzt. Natürlich wissen Sie das bereits. Trotzdem: In jener Nacht, als das Mal brannte, als der Dunkle Lord wiedergeboren war, hatte ich bereits Pläne geschmiedet, mich loszusagen. Die Zeichen, die auf seine Wiedergeburt hindeuteten, waren deutlich. Ich wollte raus… wie die meisten von uns, nach so langer Zeit. Ich möchte nicht, dass etwas die Ereignisse in jener Nacht am Friedhof ändert. Ich muss im Folgejahr nach Azkaban gehen… Ich muss leiden, um mich zu ändern. Verstehen Sie, Miss Granger? Ich muss versuchen, Sie in der Mysteriumsabteilung umzubringen, ich muss dabei scheitern, die Prophezeiung zu besorgen!“, zischte Lucius, sein Gesicht verzog sich in eine Grimasse, die ich schon seit Jahren in Erinnerung hatte, ein Gesicht, das mir Angst eingejagt hatte, als ich noch ein Mädchen war.
Jetzt hatte ich keine Angst vor Lucius Malfoy.
„Ich verstehe… Lucius…“, flüsterte ich, sein Vorname klang merkwürdig auf meiner Zunge, aber nicht völlig fremd.
Lucius grinste.
„Der einzige Mensch… Der einzige Mensch, der mir einfällt, an den ihr euch im Notfall in der Vergangenheit wirklich wenden könnt… ist Severus.“
Ich hielt die Luft an. Ich hatte mir noch nicht die Zeit genommen, so weit zu denken wie Lucius es anscheinend getan hatte, aber Lucius hatte mit seiner Erwähnung von Severus aus vielerlei Gründen Recht.
„Severus war ein Muster an Verschwiegenheit und ich bezweifle, dass es ihn schocken würde, eine sehr viel ältere Hermine Granger in 1995 anzutreffen. Er konnte seinen beiden Meistern Wahrheiten vorenthalten, und das sogar bis zum Ende…“
Ich fühlte eine Verlagerung in meinem Kopf, als ob Severus sich in einen anderen Raum meines geistigen Palastes verzogen hätte, aber er sagte nichts.
„Aber ich hoffe, dass die Situation nicht erfordert, dass Sie von jemandem in der Vergangenheit gesehen werden müssen.“
Ich stimmte zu. „Ich hoffe, dass ich nicht gehen muss… aber es deutet alles darauf hin.“
Lucius nickte und stand auf.
„Aber Potter wird nicht zögern, alles zu ändern, indem er den Dunklen Lord einfach umbringt, bevor es für diesen alten Mistkerl an der Zeit war. Er wird nicht zögern, jeden umzubringen, der sich ihm und seinem Ziel in den Weg stellt. Das wissen Sie noch besser als ich, Miss Granger. Sie wissen auch, dass nichts mehr übrig ist von dem Jungen, den sie einst kannten und liebten. Der Wahnsinn überschattet selbst Potters Vergangenheit als charismatischer Junge, der von der schweren Last, die wir alle ihm auferlegt hatten, erdrückt wurde. Voldemorts“, Lucius hielt inne und zitterte bei dem Namen, „Einfluss auf Potter ist selbst nach seinem Tode noch stark. Voldemorts Arroganz war schließlich sein Verhängnis, und bei Potter wird es genauso sein.“
Ich neigte meinen Kopf. Ich konnte Lucius nicht widersprechen. Harry hatte den Elderstab und seinen geschätzten Tarnumhang verloren. Er musste fremde Hilfe rekrutieren, um einen Zeitumkehrer zu stehlen, was außerdem mehrere Männer und Frauen das Leben gekostet hatte.
Lucius verabschiedete sich freundlich und bat mich, bald wieder die Schutzhütte zu besuchen. Ich versprach, dass ich es versuchen würde, aber Dracos Anweisung, mich auf ein weiteres Aufeinandertreffen am zehnten Mai vorzubereiten verzehrte meine Gedanken. Ich begleitete Lucius nach unten in den Hof, wo er auf seinen Araber stieg.
„Miss Granger, ich bin froh, dass Sie an unserer kleinen Beltain-Feier teilgenommen haben“; sagte Lucius mit einer Würde, die ich bei weitem zu anzüglich fand. Das verspielte Lächeln auf seinen Lippen zeigte, dass er offensichtlich – zumindest in einem gewissen Ausmaß â€“ wusste, was auf dem Gehörnten Hügel passiert war, nachdem er und seine Frau gegangen waren. Ich errötete leicht. Es musste nicht sein, dass ein Mann, der vom Alter her mein Vater sein könnte, mich wegen meiner Gefühle für seinen Sohn aufzog. „Ich weiß, dass ’Cissa sie unglaublich gern hat, jetzt sogar noch mehr, wo sie weiß, was Ihre Rune bedeutet…“
„Wissen Sie eigentlich, wie gedemütigt ich war…?“, murmelte ich und blickte zu Boden.
Lucius lachte. „Am ersten Beltain nach unserer Hochzeit zeigten ihre Runen meinen Namen. Man bedenke, dass ’Cissa und ich auf Wunsch unserer Eltern heirateten und erst mindestens ein Jahr nach unserer Trauung intim miteinander wurden. Aber an Beltain änderten sich ihre Gefühle. Ich liebte sie schon, seit ich sie das erste Mal gesehen hatte…“, lachte Lucius und zog an den Zügeln, so dass die Hufe über den Boden klapperten.
Meine Brust zog sich bei Lucius’ Worten zusammen.
„Draco hat sich dazu entschieden, Sie zu beschützen, Miss Granger, und ich sehe, dass Sie die Bedeutung dieses Schutzes nicht auf die leichte Schulter genommen haben…. Genießen Sie es. Mein Sohn ist sicher nicht perfekt, und unsere Familie ist sehr stolz, die Gefühle meines Sohnes passend für eine Frau königlichen Blutes und guter Herkunft, aber Sie werden sein Herz besitzen. Missbrauchen Sie es nicht. Die Rituale zu Beltain haben ihm Hoffnung gegeben, also zerstören Sie diese Hoffnung nicht, Miss Granger. Auch wenn ich vielleicht Einwände gegen Ihre Geburt oder Ihr Blut haben könnte, sind Sie eine außergewöhnliche Hexe. Ihr erhabener Verstand lässt hundert minderwertige Geburten alt aussehen…“
Lucius’ ernstes Gesicht ernüchterte meine Emotionen und das Aufblitzen seiner hellen Augen enthielt eine Warnung, die ich sofort verstand. Seine Lippen formten ein schwaches Lächeln und plötzlich war er weg, sein Hengst galoppierte über die Felder.
Ich legte eine Hand auf mein Herz und griff den Stoff meines Tops. Ich seufzte, als eine steife Brise meine Haare um mein Gesicht peitschte. Ich vermisste meine kleinen Zöpfe und biss in meine Lippe, fragte mich, ob ich den Zauber später selbst ausführen konnte.
Ich kehrte in die Wohnung zurück und durchsuchte die Kiste, die Lucius gebracht hatte. Wie er gesagt hatte, befanden sich darin Phiolen, die man an einem Gürtel befestigen oder einfach in eine Tasche stecken konnte. Alle Fläschchen waren bruchsicher und der Behälter selbst war aus dunkelgrüner Drachenhaut, um weiteren Schutz zu bieten.
Der Anzug aus schwarzer Drachenhaut bestand aus einer locker sitzenden Hose und einem Oberteil ähnlich einer Weste, ärmellos und offensichtlich für eine Frau gedacht. Auf dem Boden der Kiste lagen die passenden Handschuhe, die lang genug waren, um auch die Arme oberhalb der Handgelenke zu bedecken. In einer geschrumpften Schachtel, die ich vergrößerte, fand ich noch ein Paar passende Stiefel in meiner Größe, mit langem Schaft, bis mindestens zur Mitte meiner Unterschenkel.
Es war eine Rüstung, ähnlich Charlies Drachenhaut-Outfit. Es kostete vermutlich ein mittleres Vermögen. Ich fuhr mit den Fingern über die schuppige schwarze Oberfläche und seufzte, als ich es zurück in die Kiste legte und den Deckel schloss.
Ich trommelte mit den Fingern darauf und starrte auf das Horn am Grammophon. Weniger als zehn Tage schienen nicht ausreichend, um sich vorzubereiten, vor allem nicht für eine zweite Schlacht auf Hogwarts. Ich hatte mich schon geistig auf einen Angriff auf den Ländereien vorbereitet, egal, wie hoch die Sicherheitsmaßnahmen waren. Ich hatte so viele Szenarien in meinem Kopf, dass ich wusste, dass mich die ganzen möglichen Wahrscheinlichkeiten, Zufälle und Strategien so weit beschäftigten, dass ich an nichts anderes mehr denken konnte.
Ich trat vom Schreibtisch weg und kniete mich vor den Stapel Schallplatten unter dem Grammophon; versuchte, etwas zu finden, dass meine Gedanken ablenken und meinem Gehirn eine Pause verschaffen würde.
Glenn Goulds 1955 Version von Bachs ‘Goldberg Variationen.’
Ich fand eine andere Tasse und schenkte mir noch mehr Kaffee ein, nahm sie und das Messer mit mir zu der Bank unter den Frontfenstern und lehnte mich wie Draco an die Wand. Ich stellte den dampfenden Kaffee auf das Fensterbrett und zog das Messer aus der verwandelten Scheide, starrte auf die Klinge im Sonnenlicht. Eine verzauberte Klinge, noch dazu von Lucius Malfoy, war sicher unbezahlbar. Ich wagte es nicht, die Schneide zu berühren, studierte jedoch die geschnitzten Drachenköpfe am Kreuz.
Ein Gedanke bahnte sich an, starb jedoch schnell ab. Severus hatte nichts zu sagen.
Ich ließ das Messer zurück in die Scheide gleiten und legte es neben meine Tasse. Ich starrte aus dem Fenster und lauschte Goulds bezaubernder Interpretation von Bach, ließ meinen Verstand an heitere Orte wandern, während meine Augen die Wolken an dem schönen Maihimmel jagten.
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