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Fanfiction

The Fool, the Emperor and the Hanged Man - Kapitel 27

von Nitsrek

Ich saß schließlich auf der Bank unter den Frontfenstern der Stallungen, Richtung Osten; das warme Sonnenlicht tauchte die Felder in ein fantastisches Gold. Ich entdeckte Lucius’ weißen Araber auf dem nächsten Hügel, wie er fröhlich durchs Gras tobte, während eine Herde Schafe in Richtung kleiner Bach an ihm vorbei zog.

Ich drehte meinen Walnussstab zwischen den Fingern, an die Wand hinter mir gelehnt, während Draco in der Küche Kaffee kochte. Ich hatte meine Stiefel an der Tür ausgezogen und meine nackten Füße standen nun auf der Polsterbank vor mir, während mein rechter Ellbogen auf dem Fensterbrett lehnte.

Draco setzte sich mir gegenüber, nachdem er eine dampfende Tasse neben meinen Ellbogen gestellt hatte; seine merkwürdigen Augen schweiften ebenso über die Felder.

„Gumboil hat mir einen Job angeboten.“

Ich musste die Stille durchbrechen. Ich musste auch mein Unbehagen eingestehen.

Es machte mich unruhig, in Draco Malfoys Nähe zu sitzen. Ich studierte ihn, wissend, dass er sich darüber im Klaren war, dass ich das tat. Es schien ihn nicht zu stören, dass meine Augen über die verblasste Narbe in seinem Gesicht wanderten, oder über die langen, silberblonden Haare, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte. Ich starrte auf das seltsame Auge und erwartete fast, dass es wie Mad-Eye Moodys Auge wirbeln und mich ansehen würde. Aber das Auge war echt, ich konnte die kleinen Äderchen sehen, rot und gesund, und die Feuchtigkeit auf der Oberfläche, als er blinzelte.

Er wirkte jünger als in jener Nacht, als er seinen Schattenmantel abgelegt hatte, die Falten unter seinen Augen und in den Mundwinkeln nicht so tief. Draco war nun älter als ich, aber das änderte nichts an dem schönen Gesicht, an das ich mich erinnerte. Er trug Kleidung, die ich an ihm gewöhnt war, eine graue Stoffhose und ein weißes Hemd. Im Ministerium hatte er eine grüne Seidenkrawatte und ein graues Jacket dazu getragen, hatte aber beides gleich nach unserer Ankunft in den Stallungen abgelegt. Wir waren durch das Flohnetzwerk der Schutzhütte angekommen; anscheinend nutzten Narcissa und Lucius die alte Unterkunft nicht mehr länger, die Möbel waren verhüllt, kleine Gegenstände in Kisten verstaut.

So vertraut die Umgebung, die Kleidung, der Geschmack des Kaffees auch waren, es fühlte sich für mich trotzdem anders an.

„Ich weiß. Gumboil hat mich gefragt, wie schnell man dich wohl zur Aurorin ausbilden könnte.“

Dracos Stimme war rauer als ich sie in Erinnerung hatte, aber nicht so angespannt wie in der Nacht auf dem Friedhof.

„Was hast du ihm geantwortet?“, fragte er und drehte langsam sein Gesicht, um meinen Blick zu treffen.

Ich erschauderte, bekämpfte jedoch mein Unbehagen und räusperte mich. Ich hielt meinen Zauberstab fest und steckte ihn zurück ins Halfter.

„Ich werde darüber nachdenken.“

„Du würdest wirklich in der AMS arbeiten wollen?“

Ich zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Das alles…“ Ich deutete auf uns. „Die Zeitreisen… Ich glaube nicht, dass ich noch länger etwas damit zu tun haben will.“

Es stimmte. Wenn ich an den Zeitraum dachte, selbst an mein geliebtes ‚Samsara-Glas’, bildete sich ein Knoten aus Angst zwischen meinem Herzen und meiner Kehle. Ich wollte nicht mehr länger die Zeit überwachen müssen. Es widerte mich an. Ich wusste trotzdem nicht, ob ich Terroristen fangen, mich in Gefahr begeben und den Papierkram bei Festnahmen erledigen wollte. Ich wusste wirklich nicht, was ich tun wollte, aber ich wusste, was ich wollte…

„Du weißt schon, wie zäh und – andererseits – gefährlich dieser Job sein kann?“

Ich nickte. „Ich überlege nur, Malfoy.“

Draco blinzelte und sein Gesicht wurde blasser, falls das überhaupt möglich war.

Ich hatte ihn ‚Malfoy’ genannt, nachdem ich ihn sonst liebevoll mit seinem Vornamen ansprach. Ich wollte mich beinahe ohrfeigen.

Draco nahm einen Schluck von seiner Tasse, langsam, und ebenso langsam stellte er sie auf dem Fensterbrett ab.

„Es tut mir leid“, sagte ich sanft, dann seufzte ich und meine Finger spielten mit dem Rand meiner Tasse. „Irgendwas hat sich verändert… nicht nur, dass du dein rechtes Auge wieder hast, oder die Sachen, die du in jener Nacht getragen hast… Irgendwas hat dich verändert, neun Jahre verlorene Zeit… und ich… Ich weiß nicht, was ich tun oder dir sagen soll. Ich bin ebenso verloren…“

Es klang gebrochen, ungewiss, aber es war ehrlich. Ich konnte dennoch nicht in sein Gesicht sehen und starrte auf die Oberfläche der gepolsterten Bank.

Ich schloss meine Augen, als Draco aufstand; erwartete, dass er weg ging. Als ich jedoch meine Augen öffnete, um mich wieder diesem interessanten Stück Bank zu widmen, starrte ich auf Dracos Gürtelschnalle. Er hatte sich direkt vor mich gesetzt, meine nackten Zehen steckten fast unter seinem linken Bein.

Er hob mein Kinn mit seinen kühlen Fingern, aber meine Augen richteten sich auf die Fensterbank.

„Vieles hat sich geändert, Hermine, aber nicht meine Gefühle für dich. Wären meine Gefühle nicht so stark gewesen, würden wir jetzt nicht hier sitzen und Kaffee trinken“, flüsterte er und meine Augen wanderten von selbst zu seinem Gesicht.

„Ich habe dir vor gefühlten Jahrzehnten gesagt, dass wir eines Tages zusammensitzen, Kaffee trinken und über unsere aufregenden Leben lachen würden. Ich sagte auch, dass wir – sollten wir uns weiterhin immer wieder retten – wohl sehr alt werden würden – das ist jetzt geschafft. Wir werden so weiter machen und weit über unsere Vorstellungen hinaus leben. Ich will auch weiter dein Leben retten, und ich will, dass du mich rettest. Denn ich liebe dich schon weitaus länger als die paar Wochen, die wir zusammen in diesem Haus verbracht haben, Hermine.“

Mein Kiefer bebte, selbst als er mein Kinn hielt.

„Ich bin durch die Zeit gereist, nur um wieder bei dir zu sein, und du verhältst dich, als würdest du mich nicht kennen…“

Sein Flüstern war voller Gefühl und in seinen unterschiedlichen Augen sah ich ihn, den Mann, der mich zu seiner ‚Lady’ ernannt hatte, den Mann, der mich immer wieder gerettet hatte, nicht weil es sein Auftrag war, sondern weil er mich am Leben halten wollte. Und während ich ihn ansah, formten seine Lippen dieses Lächeln, das ich so liebte, schelmisch und unwiderstehlich.

Es fühlte sich an, als würden die Schatten, die sein Wesen verborgen hatten, schwinden und ich erkannte langsam meinen Draco Malfoy, meinen Draco.

„Ich kenne dich…“, flüsterte ich und meine rechte Hand packte sein Hemd. „Ich will wissen…“ Ich beugte mich vor, meine linke Hand legte sich auf seine Schulter. „Ich will dich…“

Ich küsste ihn. Seine Lippen waren weich und warm und ich schmeckte den Kaffee. Meine Hände fuhren über seine Schultern und seine Brust, während er seine Arme um mich schlang, und plötzlich saß ich auf seinem Schoß, nicht in der Lage, ihn genug zu küssen, tief genug, heftig genug. Diese Lippen fühlten sich an wie die, die ich kannte, diese Arme, die Wärme seiner Brust, alles war da, alles war vertraut.

Ich summte in seinen mund, meine Finger fanden seine langen Strähnen und zogen sie aus ihrem Haarband. Seine Haare waren wie nasses Platin, glatt, gerade, göttlich zwischen meinen Fingern. Ich klammerte mich an ihn, machte mich mit seiner Mundhöhle vertraut, seinen scharfen Zähnen, der Kurve seiner Lippen, seine Nasen- und Kinnspitze, seinen Augenbrauen, seiner zerklüfteten Narbe, seinem Kiefer, der zarten Haut seiner Ohrläppchen, der Kontur seiner Ohrmuschel und mit dem Geschmack seiner Haut an seinem Puls. Die Zeit hatte den Mann, für den ich inzwischen Gefühle hatte, kaum verändert, und an die wahren Unterschiede, vor allem an das Eisblau seines neuen rechten Auges, würde ich mich mit der Zeit gewöhnen müssen.

Als wir uns schließlich so weit voneinander lösten, dass wir uns gegenseitig in die Augen schauen konnten, lächelte ich schwach – selbst seine Küsse lenkten mich nicht ab. Ich wollte es wissen, im Detail.

„Erzähl es mir“, flüsterte ich, meine Arme um seinen Hals, auf seinem Schoß sitzend wie ein Kind. „Erzähl mir, was ich jener Nacht passiert ist…“

Er grinste, wandte dann den Blick ab. „Nur wenn du mir erzählst, wo du warst.“

„Klingt fair.“

Er packte mich an der Taille und schob mich sanft von seinem Schoß zurück auf die Bank, wo ich dicht bei ihm saß und meine Zehen unter seinen linken Oberschenkel steckte. Er trank einen Schluck Kaffee, bevor er sprach, und ich beobachtete, wie eine Vielzahl von Emotionen über sein Gesicht huschten. Sein Haar fiel um seine Schultern, und auch wenn er Lucius Malfoys Sohn war, war Draco ihm gar nicht so ähnlich. In dem schwachen Licht von außen erinnerte er mich an Narcissa, oder an Sirius Black.

Die Lampen und Kerzen entfachten automatisch, während ich wartete, und die neuen Lichtquellen ließen Draco zu blass, wie ein schönes Gespenst oder einen Elfenprinz, wirken.

„Ich lag im Sterben“, begann er, hielt dann aber inne, um meinen Blick zu suchen. Dann fuhr er fort. „Der Fluch, den Potter gesprochen hatte, war nicht auf mich gerichtet gewesen. Er hatte auf dich gezielt und du – als intelligente Hexe – bist ausgewichen, aber aus irgendeinem Grund, den ich nicht erklären kann, war ich nicht so schnell wie du. Ich fiel, schlug mir den Kopf an und konnte nicht Atmen. Ich konnte den Fluch nicht abwehren und alle Zauber, die ich versuchte, versagten… Und dann hast du Potter getötet. Ich hatte aufgehört zu kämpfen, weil ich festgestellt hatte, dass ich wenigstens kurze, winzige Atemzüge nehmen konnte, wenn ich sehr still lag. Ich sah das Licht und sah dich durch die Luft fliegen. Noch im Flug verschwandest du und ich starrte auf den Punkt, an dem du verschwunden warst. Der Zeitumkehrer hatte sich während deinem Flug gedreht, und ich krabbelte in meinem Wahnsinn zu deinem Umhang. Mein Sichtfeld verengte sich, aber ich fand den anderen Umkehrer. Meine Erinnerung ist jetzt nicht ganz klar, aber ich weiß, dass ich nicht bei Verstand war. Ich löste die Klammer des Zeitumkehrers, legte die Kette irgendwie um meinen Hals und dann weiß ich gar nichts mehr.“

Ich starrte Draco an, der meinen Blick erwiderte. Sein Gesicht war ernst, seine Stimme dumpf von dem Versuch, die Emotionen zurückzuhalten, aber welche er zurückhielt, konnte ich nicht sagen.

„Als ich aufwachte, war es Tag. Ich konnte etwas besser atmen, aber meine Lungen waren immer noch nicht voll funktionstüchtig. Ich schaffte es, auf den Rücken zu rollen; ich hielt immer noch den Zeitumkehrer. Mit meinem letzten bisschen Energie lehnte ich mich auf einen Grabstein und sah, dass von der Kapelle nur noch Ruinen übrig waren und dass die Eibe ungefähr dreimal so groß wie in meiner Erinnerung war. In der Mitte der Lichtung, wo Voldemort gestanden hatte, war ein merkwürdiger Pfeiler. Ein prismatischer Kristall… Ich starrte lange Zeit auf das Licht, das von dem Pfeiler ausging, bis jemand meine Schulter berührte und ich fast ohnmächtig wurde. Ich konnte die Stimme eines Mannes hören, aber das Licht, das in Regenbogenfarben von dem Pfeiler kam, verschleierte meinen Blick. Ich nehme an, ich stand unter Schock, denn als nächstes erinnere ich mich, wie ich einen Weg entlang vom Friedhof zu einem großen Haus geschleift und dann in ein Bett gelegt wurde. Ein Mann, der sich später als Zauberer namens Ptolemy Nix herausstellte, kümmerte sich um mich – er versuchte, den Zeitumkehrer aus meinen Händen zu nehmen, um mich zu heilen, aber er konnte meine Finger nicht lösen. Tage vergingen, vielleicht Wochen, bevor ich mich genug bewegen konnte, um den Zeitumkehrer zu sichern. Ich versteckte ihn in meinem Umhang.
Lem, wie ich ihn nennen sollte, lebte in dem alten Riddle-Haus, und das schon seit dreißig Jahren. Um es kurz zu fassen: Ich fand heraus, wo und wann ich war, und es dauerte ein bis zwei Wochen, bis ich den Schock verdaut hatte.
Ich konnte aufgrund der Nachwirkungen des Fluchs nicht sprechen und kommunizierte über geschriebene Nachrichten. Ich sagte ihm nicht meinen Namen, erklärte ihm aber die Umstände. Lem hatte den Zeitumkehrer gesehen und so etwas schon vermutet. Er stellte sich als ‚Wissenschaftler’ heraus, aber als magischer. Er informierte mich, dass der Friedhof im 23. Jahrhundert eine Art Touristenattraktion war, hauptsächlich für makabre Typen, die sich für unsere Zeit – ihre Geschichte – interessierten. Der Pfeiler war ein Andenken an Cedric Diggory, der in der Zukunft eine Art Berühmtheit wurde.“

Draco hielt inne, grinste. Ich erwiderte sein Grinsen, während wir beide unseren fast kalten Kaffee tranken. Er stand auf, nahm mir die Tasse aus den Händen und lief in die Küche. Er fuhr fort, als er die dunkle Flüssigkeit in unsere Tassen goss.

„Lem informierte mich nach und nach, dass die Zukunft sehr anders war. Das Konzept von Magie und Muggeln ist völlig anders. Teilweise wegen eines Weltkrieges im frühen 22 Jahrhundert. Die Weltbevölkerung beträgt nur noch ein Viertel der derzeitigen Größe und es gibt keine Trennung mehr zwischen Magie und Muggeln. Ich nahm an, dass die meisten Verstorbenen Muggel waren, und aufgrund der Kriege offenbarte sich die magische Gemeinschaft, da sie keine Angst mehr vor Verfolgung haben musste. Die Muggel-Wissenschaft verband sich mit der magischen Innovation…“

Draco kehrte mit unseren Getränken zurück und gab mir meine Tasse, bevor er sich wieder nah zu mir setzte.

„Lem war ein – wie er es nannte – ‚synthetischer Ausstatter’. Er stellte künstliche Organe her, oder kreierte sie zumindest. So bin ich zu meinem rechten Auge gekommen.“

Ich nahm einen tiefen Schluck und spitzte zu Dracos Auge.

„Lem war sich zeitlicher Paradoxa und all den Gefahren von Zeitreisen bewusst. Dennoch war Lem ein großzügiger Gastgeber und nach einem Jahr konnte ich wieder sprechen. Ich erzählte ihm, dass ich ihm nicht verraten konnte, wie oder warum ich gereist war, nicht einmal meinen Namen. Lem verstand das. Ich sagte ihm, dass ich herausfinden musste, ob ‚unsere’ Zeitschiene sicher war, also ließ Lem mich auf seine Computer-Datenbank zugreifen, die sehr viel schneller arbeitete als alles, was Muggel bis heute haben. Ich hatte erst einmal einen Computer angefasst, damals in Amerika, und jagte das Ding fast in die Luft – zu viel magische Energie…“, murmelte er.

Ich grinste. Ich war froh, dass Draco überhaupt wusste, was ein Computer war, es war angenehm zu erfahren, dass meine eigenen Vorurteile gegenüber reinblütigen Zauberern widerlegt wurden.

„Unsere Zeitschiene war sicher. Allerdings gab es nach dem Tode meiner Eltern keinen Erben, und diese Ländereien gingen an den nächsten lebenden Verwandten, Teddy Lupin.“

Ich runzelte die Stirn. „Wie das?“

„Es hat nichts mit der Verwandtschaft meiner Mutter zu tun. Anscheinend sind die Lupins und die Malfoys entfernt verwandt. Eine Ur-Großtante war mit einem Lupin verheiratet… Jedenfalls gehörten die Ländereien, als ich herausfand, dass der kleine Teddy sie geerbt hatte, schon längst dem Ministerium und nicht mehr den Malfoys. Ich wusste, dass ich mich mit meiner Reise in die Zukunft aus unserer normalen Zeitschiene ausgelöscht hatte. Und dann forschte ich nach dir.“

Ich seufzte. Draco spannte den Kiefer an, bevor er fortfuhr.

„Ich hatte keine Ahnung, wo oder wann du sein könntest, aber bei meinen Nachforschungen stellte ich fest, dass es keine weiteren Aufzeichnungen über dich gab seit der Übersicht der Angestellten der Mysteriumsabteilung von 2007. Bis zu Potters Angriff auf dich waren die Aufzeichnungen detailliert, danach gab es nur noch die Anmerkung, dass du vermutlich eines von Potters Opfern warst, dessen Leiche nie gefunden wurde.“

Ich biss in meine Unterlippe, meine Hände umklammerten die Tasse.

„Der einzige Überlebende war anscheinend Ron Weasley. Er hat geheiratet, aber ich konnte nicht herausfinden, wen, dann hatte er noch ein paar Weasleys und starb als reicher, sehr alter Mann. Potters Leiche wurde niemals gefunden, weder 1995 noch 2008. Das sagte mir, dass irgendwer irgendwie seine Leiche entsorgt hatte. Dann erinnerte ich mich an die dunkle, unbekannte Figur, die mit Potter gekommen war. Erebus hat Potter ihn genannt, aber ich wusste, wer er war – das vermisste M.A.T.C.H.-Mitglied, Aidoneus. E. Aidoneus war sein Name, niemand wusste, wie er aussah und wo er herkam, nur, dass er Potter nahe stand. Als ich mich an Erebus Aidoneus erinnerte, zeigte mir Lem ein Projekt, das er gerade fertig gestellt hatte, den ‚Schattenumhang’, oder wie Lem ihn nannte: ‚Umbra Clocca’. Die Auroren benutzen ihn in der Zukunft, aber unserem Ministerium ist der Preis derzeit noch zu hoch. Dabei lernte ich den Wechselkurs der Zukunft kennen. Ich tauschte meinen Feuerblitz gegen einen Schattenumhang. Anscheinend sind Besen im 23. Jahrhundert eine Neuheit, Quidditch ist nur Nationalmannschaften vorenthalten. Besen werden nur für Quidditch benutzt, die Hersteller kennen nur einen Typ, es gibt keinen Markt, und ein Feuerblitz dritter Generation ist natürlich eine Antiquität, die circa zwei Dutzend Schattenumhänge wert ist… Ich hatte zwei neue Ziele: Irgendwie zu dir zurückzukehren und mich unbemerkt als E. Aidoneus auszugeben. Ich lachte über eine Stunde über den Namen, den ich annehmen würde.“

Ich kicherte leise. Draco hatte genug Voraussicht besessen, um zu wissen, was er tun musste und welche Rolle er würde spielen müssen.

„Ein Puzzleteil fand seinen Platz und während ich den Zeitumkehrer studierte, um zurückzukehren, erinnerte ich mich nach und nach – wie Potter wusste, dass er damals ins Ministerium gehen musste, wie er durch die Schutzzauber des Manors kam, woher er überhaupt wusste, wie man den Zeitumkehrer verwendete. Ich musste es ihm gesagt haben. Wenn ich es ihm nicht sagen konnte, würde er in jener Nacht nicht auf dem Friedhof sein. Ich hatte ihn sterben sehen; ich hatte gesehen, wie du die Klinge in sein Herz gegraben hast. Wenn ich ihm nicht half, würde der Albtraum nie enden.“

Ich berührte seine Hand, als er das sagte, und seine Finger legten sich um meine, warm und lebendig.

„Ich stellte die Rädchen ein, verabschiedete mich von Lem, drückte meine unendliche Dankbarkeit aus und ging.“

Draco schloss seine unterschiedlichen Augen für einen Moment und atmete ein.

„Aber ich endete im 15. Jahrhundert, mitten in einem winzigen Friedhof mit neuer Kapelle; die Eibe war nicht einmal gepflanzt. Ich sprach den Zauber, um die Zeit festzustellen und warf den Zeitumkehrer fast zu Boden. Es war früh am Morgen, und als erstes apparierte ich, sicher, dass ich nicht gesehen worden war. Ich war wütend und nicht bei Verstand und endete bis zum Hals im Schwarzen See. Ich wollte eigentlich zu den Toren. Ich wusste, dass Hogwarts selbst im 15. Jahrhundert geöffnet sein würde… Ich apparierte wieder, diesmal zur Hütte, aber sie war nicht da…“ Er verstummte.

Er drückte meine Hand und blickte durch das offene Fenster in die Dunkelheit.

„Ich erspare dir die mondänen Details, aber ich baute die Hütte mit meinen Zauberstäben und zwei bloßen Händen. Keine der Kreaturen des Waldes mischte sich ein, auch wen ich ihre Blicke spürte. Die Inschrift im Kamin…“

Ich nickte.

„… ergänzte ich hinterher, als mir einfiel, dass wir sie 1995 fanden. Ich musste die Zeitschiene intakt halten und musste das Innere der Hütte der Zeit anpassen, als ich sie gesehen hatte – keine Wasserhähne oder eine Toilette, nur ein Klosett. Ich errichtete Schutzzauber und wandte einfach Haushaltszauber an und lebte lange Zeit dort. Ich zögerte, den Zeitumkehrer zu benutzen…

Ich habe dir von meiner Reise ins 18. Jahrhundert erzählt. Den Großteil dieser Zeit verbrachte ich in der Hütte, hielt die Schutzzauber aufrecht, nachdem anscheinend ein einziges Individuum sie gefunden und als Jagdhütte benutzt hatte, jedoch keine Spuren außer schweren Stiefelabdrücken auf dem staubigen Boden und Asche im Kamin zurückließ. Ich errechnete mir die Zeit, die Rädereinstellung, und stahl mich manchmal nach Hogwarts, um ein, zwei Bücher zu stibitzen. Ich begann, meine Verteidigung vor dem Ministerium nach meiner Rückkehr zu planen, was ich sagen würde, wenn ich dich auf dem Friedhof treffen würde, falls ich dich treffen würde.“

Er hielt wieder inne, seine rechte Hand streichelte meine Wange, sein Daumen fuhr über meine Unterlippe.

„Ich wartete neun Jahre. Ich beobachtete mich in deiner Nähe, wie meine Hände dich wegstoßen wollten, um Potter selbst zu töten; es war eine Qual. Zu sehen wie du ihn tötest, wie du verschwindest, es brachte mich um. Ich beobachtete, wie mein jüngeres Ich ebenso verschwand, und dann bist du wieder aufgetaucht, direkt vor der Kapelle, und hast deinen Magen auf das Gras entleert.“

Ich lachte leise. „Ich bin überrascht, dass mein Kopf nach diesen Milliarden Jahren Zeitreise nicht explodiert ist…“

Dracos Braue hob sich. „Milliarden?“

Ich nickte.

„Abgesehen davon, was ich in meinen Monaten als Potters rechte Hand über ihn herausfand, bin ich mit meiner Geschichte fertig. Du bist dran, meine Liebe.“

In seiner Stimme lag keine Freude und ich blickte ihm wieder in die Augen.

„Der Zeitumkehrer ging kaputt“, sagte ich zuerst nur, während Draco meine andere Hand nahm. Ich neigte meinen Kopf und starrte auf seine Finger, die sich mit meinen verwoben. Draco drückte seinen Mund gegen meine Stirn, nicht zum Kuss, sondern um meine Wärme zu spüren. Ich hob leicht meinen Kopf und wir saßen aneinander gelehnt da, an der Stirn verbunden. Eine merkwürdige Pose, aber es war tröstlich, dass er nach seiner ‚schattigen’ Rolle immer noch menschlich war.

„Ich wachte an einem fremden Ort auf. Es gab nur Sterne, einen zerbrochenen Mond, weißen Sand hinter und ein schwarzes Meer vor mir.“

„Wo warst du?“

„Zuhause… kurz vor dem Ende der Welt.“

Draco atmete tief ein und verwehte damit ein paar lose Haare um mein Gesicht und meinen Hals.

„Ich kann es nicht wirklich erklären, aber ich habe die Schicksalsgöttinnen getroffen. Selbst jetzt kommt es mir wie ein Traum vor, verschwommen in meinem Kopf.“

„Wie lang warst du dort?“, flüsterte er.

„Ich weiß es nicht. Sie haben den Zeitumkehrer repariert und ihn auf 1995 eingestellt. Sie sagten, dass sich am Ende alles selbst lösen würde.“

Draco lachte düster, löste aber nicht seine Stirn von mir. „Klingt wie etwas, was meine Mutter sagen würde.“

„Sehe ich auch so.“

Wir saßen lange schweigend da und ich schloss meine Augen. Ich lauschte seiner tiefen Atmung und zitterte, als sein Daumen meine Handfläche berührte. Langsam verband ich den Mann, der mich an Beltain geliebt hatte, mit dem Mann, der mich allein durch eine simple Liebkosung meiner Handfläche erregte. Ich war definitiv nicht mehr die Frau, die er kannte; ich war – unter anderem – eine Mörderin.

Aber es war meine Aufgabe gewesen, Harry zu töten. Die Schicksalsgöttinnen hatten gesagt, ich wurde geboren, um ihn aufzuhalten – aber bedeutete das, ihn zu töten? Harry löste in mir ein taubes Gefühl aus, und ich wusste, dass meine Emotionen vielleicht in Wochen, Monaten oder Jahren in einem schrecklichen Anfall aus Bosheit und Selbstverachtung aus mir hervorbrechen würden.

Im Moment war ich nur froh, dass Harry niemanden mehr verletzen konnte, den ich kannte oder liebte. Und das musste reichen.

„Es ist schwer zu erklären, was mir alles passiert ist, was ich alles gefühlt habe, und ich verstehe, warum du nicht zu mir gekommen oder bei mir geblieben bist, als wir zurückkehrten“, flüsterte er. „Neun Jahre lang warst du ein Traum für mich. Ein Ziel, das ich erreichen wollte, ein Ort, an den ich zurückkehren musste, und dich auf dem Friedhof wieder zu sehen; ich musste mich davon abhalten, zu dir zu gehen. Ich wusste, dass alles so geschehen musste, wie es bereits passiert ist und immer wieder passieren wird. Ich hatte keine Ahnung, ob du zurückkehren würdest, und zwei lange Stunden schluckte ich meine Angst…“

„Aber ich kam zurück, und wir sind nach Hause gereist, die Zeitschiene ist sicher. Die Zukunft, die du gesehen hast, ist nun vielleicht unsere“, flüsterte ich.

Draco summte und küsste meine Stirn. Er entließ meine Hände und nahm mein Gesicht in die Handflächen, zwang mich, ihm in die merkwürdigen Augen zu blicken. Ich wollte lächeln, aber meine Lippen zitterten zu sehr.

„Warum weinst du, Granger?“, neckte er fast flüsternd.

Tränen liefen über mein Gesicht in seine Handflächen.

„Ich erinnere mich, wie allein ich an jenem anderen Ort war.“

Die Angst hatte mich nicht verlassen.

„Ich habe so viele Jahre allein verbracht, wollte mit niemandem zu tun haben. Wie dumm ich gewesen bin, Draco…“

Er seufzte und strich meine Tränen weg. „Das hast du schon einmal gesagt, und damals habe ich nicht geglaubt, dass du wirklich einsiehst, wie falsch du lagst.“

„Jetzt weiß ich es. Es rückt die Dinge ins rechte Licht, kurz vor dem Ende der Welt einen Strand entlang zu laufen.“

Er kicherte. „Ich wünschte fast, ich hätte es sehen können.“

Ich runzelte die Stirn und schüttelte leicht meinen Kopf zwischen seinen Händen. „Es war schön, unlogisch und leer. Ich bevorzuge das ‚Jetzt’.“

Draco strich die letzte Träne weg, seine Hände legten sich wieder um meine.

„Apropos ‚Jetzt’, was wirst du tun?“

„Was meinst du?“

„Die Arbeit? Wirst du weiter zurückgezogen in unserer kleinen Hütte im Wald leben?“

Ich war ehrlich nicht mehr sicher. So ansprechend ein Jobwechsel auch schien, ich liebte meine Arbeit in der Mysteriumsabteilung, aber ich hatte einfach keine Lust mehr auf irgendetwas, was mit Zeit zu tun hatte. Ich wusste, dass es Alex Roux nicht stören würde, wenn ich ein anderes Themengebiet wollte, aber bei dem Gedanken an den Zeitraum zog sich mein Magen zusammen.

Was die Hütte betraf: Sie zu verlassen würde bedeuten, dass ich eine Wohnung in London nahe dem Ministerium finden musste, oder ein Haus, das so gut versteckt war, dass ich es magisch ausstatten konnte. Das alles kostete Geld; mehr Geld, als ich derzeit in meinem Tresor bei Gringotts hatte. Ich würde in der Hütte bleiben müssen, bis ich genügend gespart hatte, oder ich musste mir einen Finanzplan für eine Mietswohnung erstellen.

Es war alles so überwältigend.

„Ich brauche Zeit, um über den Job nachzudenken. Nach der Schule hatten Harry und Ron mich quasi angefleht, mit ihnen die Aurorenausbildung zu machen, und ich hatte damals fast nachgegeben. Ich hatte die Noten, um die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen, aber ich war mir nie sicher, was die physischen Komponenten betraf, Fliegen und so weiter…“

„Du bist eine gute Fliegerin, meine Liebe.“

Ich seufzte. „Das war Severus’ Machwerk…“

Draco sagte einen Moment nichts und blickte mir tief in die Augen. „Aber du kannst jetzt fliegen.“

Ich nickte. Ich konnte jetzt fliegen. Ich hatte bewiesen, dass ich unerfreulichen Flüchen ausweichen konnte, mit Training konnte ich das noch ausbauen. Ich wusste auch, wie man sich duellierte; eine weitere Fähigkeit, die ich von Severus bekommen hatte. Darüber hinaus kannte ich jeden Fluch aus dem ‚Gehängten’, was sich leicht in Angriffs- und Verteidigungszauber umändern ließ.

Ich atmete laut aus. Wenn ich Aurorin sein wollte, konnte ich eine sein. Aber die Frage war: Wollte ich Aurorin sein? Ich war eher geistig, nicht körperlich geprägt.

„Und die Hütte?“, fragte Draco und riss mich aus meinen Gedanken.

„Ich weiß nicht. Sie ‚gehört’ mir nicht wirklich. Ich kann sie nicht verkaufen. Und ich kann es mir nicht leisten…“

„Bleib bei mir…“

Ich blinzelte Draco heftig an.

„Was?“, fragte ich etwas hitziger, als ich beabsichtigte.

Draco spannte den Kiefer an und spitzte die Lippen. „Bleib bei mir, hier.“

Meine Augenbrauen zogen sich zusammen. Ich verstand, was er sagte, und auch, warum er es sagte, aber tief in mir fühlte sich etwas falsch in meiner Magengrube an. So sehr ich bei Draco bleiben wollte, so leicht unser Zusammenleben nur wenige Wochen zuvor auch war, mein Zögern formte meine Lippen zu einem Nein.

Stattdessen hielt ich mich zurück und fragte: „Warum?“

Es war eine berechtigte Frage.

Draco richtete sich auf und lehnte sich leicht von mir weg. Er hielt immer noch meine Hände, aber ich konnte seine Verärgerung spüren. Die Tatsache, dass ich ihn immer noch reizen konnte, beruhigte mich.

„Ich hätte gerne, dass du bleibst. Ich bin sicher, Mutter fände es auch gut. Ich lasse sogar deinen albernen Kater hier, wenn dich das glücklich macht.“

Ich neigte meinen Kopf und starrte ihn an. Ich gab ihm die gleiche Antwort wie Gumboil.

„Ich werde darüber nachdenken.“

*****

Ich dachte darüber nach und kam zu dem Schluss, dass ich einfach nicht bereit war, ein gemütliches, kleines Leben mit Draco Malfoy zu führen.

Ich liebte den Mann, so nervtötend attraktiv, charmant säuerlich und erstaunlich sarkastisch er auch war… Die zarteren Attribute, die Draco besaß, waren tief unter einer rauen Haut aus verächtlichen Worten und herablassenden Blicken verborgen, und ich fragte mich, ob irgendjemand außer seinen Eltern und mir wusste, wie er wirklich war.

Draco Malfoy gab mir das Gefühl, lebendig, wertvoll, schön und frei zu sein.

Dennoch ging ich ohne einen anständigen Abschied. Ich floh in die Staaten, und mit der Hilfe der unwahrscheinlichsten Quellen versuchte ich, mich mir zu beweisen. Ich brauchte einen Weg, auf dem ich meine Gerechtigkeit und meine Wahrheit finden würde. Ich brauchte das Gefühl, seine Liebe verdient zu haben; ich musste ihn ebenso vermissen, wie er mich vermisst hatte.

Und er fehlte mir schrecklich.

*****

Die Eule kam Mitte Oktober, während ich auf einer Bank im Central Park, New York, saß. Nachdem ich die Tauben beobachtet hatte, überraschte mich der Anblick der Adlereule. Mit einem Schrei ließ sie einen Brief in meinen Schoß fallen und war fort, bevor ich ihr danken konnte.

Die Blätter im Central Park wechselten langsam ihre Farbe, Flecken sanfter Laubbäume nahe der Rückseite des Metropolitan Museum of Art. Ich sah mich um und fragte mich, ob die Jogger oder die Vogelkundler die Adlereule bemerkt hatten.

Mit einem Seufzen nahm ich den Brief in die Hände, drehte ihn um und las auf der Vorderseite meinen Namen in geschwungener Handschrift. Der Brief war versiegelt mit grünem Wachs und einem Familienwappen, das ich nie zuvor gesehen hatte.

Malfoy.

Ich öffnete den Umschlag, der zu meiner Überraschung einen weiteren Umschlag enthielt, schwarz glänzend. Ich zog ihn heraus und realisierte, dass es sich um eine Einladung handelte. Beeindruckt von dem edlen Aussehen der Einladung öffnete ich den Umschlag, indem ich an einem Samtband zog. Darin stand, in der gleichen Schrift wie auch mein Name, Narcissa Malfoys nachdrückliche Einladung zu den Samhain-Feierlichkeiten auf dem neu erbauten, umdekorierten Malfoy Manor. Die Feier begann um zehn Uhr, Kostüme waren nicht nötig, da vor Ort welche bereitstanden.

Ganz unten, unter Narcissas Unterschrift und dem Malfoysiegel stand das Motto ‚tempus edax rerum’. Ich blinzelte und fühlte, wie ich lächelte. Die Schicksalsgöttinnen hatten Sinn für Humor.

In eiliger Schrift hatte Narcissa hinzugefügt: „Und wenn ich Drohungen ausstoßen muss, Miss Granger, werde ich es tun. Kommen Sie zu Samhain!“

Ich faltete die Einladung und steckte sie zurück in den Umschlag, den ich wiederum in die bodenlose Tasche meines verwandelten dunkelblauen Herbstmantels steckte. Meine Finger berührten den Tarnumhang und die Kette, die den Ring mit dem Stein der Auferstehung verband. Der Elderstab steckte in seinem Armhalfter, zusammen mit seiner dunklen Schwester.

Ich blickte über die große Wiese nach Osten und ließ mein Lächeln verblassen.

Ich war die Herrin der Heiligtümer, und das war mir nur zwischendurch bewusst. Ich benutzte nur den Elderstab, der Umhang und der Stein lagen seit jener Nacht 1995 nur in meiner Tasche.

Draco hatte noch den übrigen Zeitumkehrer, aber ich habe die Verantwortung für diese Dinger aufgegeben und das kaputte Teil lag immer noch in der Kobold-gearbeiteten Truhe, versteckt in der nun verlassenen Hütte.

Während meiner ganzen Zeit in New York City hatte ich mich immer gefragt, warum Draco mich nicht suchte. Ich hatte damals die Stallungen verlassen, als wäre ich besessen. Meine Gefühle für diesen Mann waren stark, dennoch unterwarf ich mich der Resignation, packte meine Sachen und verließ zwei Tage später England. Ich hatte weder ihm, noch seiner Familie geschrieben; ich hatte niemanden außer Ron kontaktiert, und dieser Briefverkehr war nicht sehr vertraulich gewesen.

Vielleicht lag es daran, dass alle glaubten, ich bräuchte Zeit für mich, und Ron erwähnt hatte, dass ich das Land verlassen sollte, deshalb tat ich es. Trotzdem suchte Draco nie nach mir und ich fühlte mich etwas, nein, sehr albern. Ich fühlte mich aus zwei Gründen albern: Einmal, weil ich dem gruseligen Frettchen völlig verfallen war, und dann, weil er mich nicht suchte, wo ich doch tief in meinem verborgenen Herzen wünschte, dass er in New York auftauchte, mich auf der Straße anhielt, am Times Square, im Battery Park, in Brooklyn, und mich küsste, bis ich mich vergaß. Ich erlaubte mir nur eine Minute der Selbst-Verunglimpfung, bevor ich mich in Arbeit und Ausbildung stürzte.

Ausbildung war mit ein Grund, warum ich in New York war.

Ich stand von der Parkbank auf und streckte mich. Ich zog den Mantel glatt um meine Jeans und lief den Pfad entlang, der die große Wiese umgab, joggte in meinen Militärstiefel zur Ostseite.

Meine Haare waren wie zu Beltain frisiert und wippten schwer um meine Schultern, während ich an Leuten vorbeilief, die ihre Hunde ausführten oder an älteren Paaren, die den kühlen Oktobertag genossen. In New York kannte mich niemand, und diese Tatsache war fast so gut wie meine Einsamkeit im Verbotenen Wald. Mir wurde gesagt, dass in New York jeder allein ist.

Ich joggte vom Park aus in das Straßennetz, die Gehsteige entlang. Niemand beachtete, dass ich nicht wie ein Jogger angezogen war, niemand sah mich auch nur an. Ich grinste, als ich über eine Straße in eine Gasse rannte, während ich meinen Zauberstab in meine Hand gleiten ließ. Ich joggte vor einer nackten Wand am Platz, berührte viermal die Ziegelsteine, und eine schwere Metalltür erschien vor mir. Ich trat hindurch, mehrere Treppen hoch bis ganz nach oben, sechs Stockwerke, und dann in ein Studio-Appartement. Durch eine weitere Tür noch, dann hörte ich auf zu joggen, Schweiß in den Augenbrauen. Ich verschloss die Tür auf magische Weise und belegte sie mit Schutzzaubern, bevor ich meinen Mantel auszog und ihn über einen alten Sessel im Hauptraum der Wohnung warf.

Dacherkerfenster gestatteten mir einen unbeschränkten Blick auf den Park und ich ließ mich in den Sessel fallen, mein Rücken drückte schmerzhaft gegen einen der Knöpfe meines verwandelten Mantels. Es war mir egal, während ich raus auf den Park starrte, und die gelben und orangenen Punkte zwischen den dunkelgrünen Bäumen entdeckte. Dann wandte ich aber meinen Blick zu den Wänden und den Leinwänden, die dort lehnten…

„Ich habe dich nicht reinkommen hören“, sagte eine Stimme hinter mir aus dem Küchenbereich, der mehr Farbgläser und dreckige Pinsel als Kochutensilien enthielt. „Wie war das Training?“

Ich drehte mich nicht um.

„Hart. Ich habe Angst, meine Stiefel auszuziehen und die Blasen zu untersuchen.“

Töpfe klapperten in einem Schrank, dann zischte Gas, bevor ein ‚Wusch’ mir sagte, dass eine Herdplatte eingeschaltet worden war.

„Ron hat dir gesagt, dass es anstrengend wird. Wann bist du fertig?“

„Dieses Wochenende. Dann gehöre ich dazu.“

Melodisches Lachen füllte die Küche, selbst als ich noch mehr Klappern hörte.

„Du warst in der Schule vielleicht die klügste Hexe, aber ich zweifle an deinem Geisteszustand, Granger.“

Ich grinste, während ich zusah, wie die Lampen im Park zum Sonnenuntergang angingen.

„Rate mal!“, rief ich, als ich hörte, wie Wasser in den – wie ich annahm – einzigen Kochtopf dieser Wohnung floss.

„Was?“, rief die Stimme zurück.

„Ich habe eine Einladung zur Samhain-Feier auf Malfoy Manor bekommen.“

Noch mehr Lachen.

Ich seufzte und setzte mich anders hin, meine Augen wanderten zur entfernten Wand des Studios und der großen Leinwand, die dort auf einer Staffelei stand. Es war die Szene, die ich beschrieben hatte: zerstörter Mond, leuchtende Sterne, schwarze Wellen des Ozeans und der Sonnenauf- oder –untergang hinter einem Podest, auf dem drei Frauen Schicksal und Zeit zuteilten.

Ich erschrak – aufgrund meiner Müdigkeit – als jemand an mir vorbeilief und auf das Sofa neben mir fiel; ich studierte die Figur, die sich zurücklehnte, ein Handtuch um den Kopf gewickelt.

Pansy Parkinson trug nur ein rosa Höschen und ein feuchtes, dunkelgrünes Tanktop. Ich fragte mich, wozu sie ein Handtuch um den Kopf trug, wo ihr tintenschwarzes Haar doch so kurz war wie das eines Mannes. Pansy starrte zurück, ein Lächeln auf ihrem kleinen Mund.

„Ich auch.“

Ich neigte den Kopf. „Und, gehst du?“

„Zur Hölle, nein. Ron hat keine Einladung bekommen, also warum sollte ich?“

Ich blinzelte Pansy an.

Ich lebte nun seit Monaten bei ihr. Um ehrlich zu sein schockierte es mich immer noch, dass wir mehr als nur ein paar Minuten im gleichen Zimmer sein konnten, bevor die Beleidigungen losgingen. Als Ron vorgeschlagen hatte, dass ich zu Pansy ziehe, hatte ich seinen Brief lange angestarrt und gedacht, dass er jemand anderen meinte. Pansy Parkinson lebte in New York City? Warum? Sie war anscheinend Malerin. Woher kannte Ron sie so gut?

Anscheinend hatte Pansy Parkinson, wie ich sie kannte, sich in den acht Jahren meiner Zurückgezogenheit verändert. Nach Hogwarts und der Beschämung ihrer Eltern, weil sie auf der falschen Seite der Letzten Schlacht standen, hatte Pansy beschlossen, ein eigenes Leben zu leben. Sie kannte viele Leute und war eine Slytherin. Pansy zog – enterbt – nach New York, aber definitiv nicht mittellos. Sie besorgte sich über einen Bekannten ihrer Mutter eine Studio-Wohnung. Und seit damals malte sie – magische Gemälde zu einem hohen Preis. Pansy war in den Staaten berühmt.

Dass Ron sich mit ihr angefreundet hatte, war reiner Zufall. Er war wegen der Arbeit in New York gewesen – wie ich inzwischen wusste, arbeitete er nicht nur für das Britische Ministerium, sondern auch für Amerika, Kanada, Mexiko, Frankreich, Spanien und eine ganze Liste weiterer Länder. Ron war ein Auror, der in Verbindung mit den internationalen Drachenreitern stand, arbeitete aber weniger ’verdeckt’ als sein Bruder Charlie. Ich hatte gewusst, dass Ron mit einer internationalen Aurorengruppe zusammenarbeitete, die – wie ich sehr viel später lernte – V.I.R. oder Verbund Internatiolen Rechts hieß. Magisches Recht, natürlich, aber auch sehr versiert in den unterschiedlichen Rechtssystemen aller Nationen mit magischer Bevölkerung.

Die Abkürzungen verursachten mir langsam Kopfschmerzen.

Kurzum war V.I.R. die Dachorganisation der Drachenreiter. Charlies Abteilung kümmerte sich um internationale Terroristengruppen, Ron war mehr oder weniger ein Auror mit internationaler Zuständigkeit. Pansy bezeichnete Ron als „Die C.I.A. zu Charlies F.B.I.“. Ich war erstaunt, dass sie wusste, wozu diese Organisationen da waren.

Pansy traf Ron vor sieben Jahren in einer Zauberer-Disco in Soho, und seit damals waren sie Liebhaber.

„Ich mache Spaghetti. Hungrig?“

Ich schüttelte den Kopf. Ich war zu müde, um Hunger zu haben; ich hatte absichtlich meine letzte Energie benutzt, um zurück zur Wohnung zu joggen.

Pansy zuckte mit den Schultern, sprang vom Sofa auf und spazierte anmutig auf ihren Zehenspitzen in die Küche.

Es war schwer zu glauben, dass sie das selbe Mädchen war, das mich in unserer Schulzeit gequält hatte oder das Mädchen, das in der Nacht der Letzten Schlacht dümmlich vorgeschlagen hatte, dass die Slytherins Harry packen und ihn Voldemort vorwerfen sollten.

Sie hatte kein Mopsgesicht mehr, aber sie wirkte immer noch wie eine Kleiderstange. Pansy war nicht hübsch, aber das war ich auch nicht. Als Pansy mir vor Monaten die Tür öffnete, hatte ich eine giftige Bemerkung erwartet, wurde jedoch stattdessen umarmt, als wäre ich eine gute, alte Freundin. Es hatte mich erstaunt.

Ron hatte Pansy von der Sache mit Harry erzählt – und Draco. Pansy sprach diese Themen nie an, außer ich erwähnte es zuerst, und dann hörte sie nur schweigend zu, während ich mein Herz ausschüttete. Ich fragte mich immer noch, ob ich ihr hätte vertrauen sollen, nachdem sie das Gemälde auf der Staffelei anfing; die schwarzen Wellen leckten an dem Podest, das Spinnrad drehte sich langsam. Das Bild beunruhigte mich, und Pansy verhüllte es normalerweise, wenn sie nicht an seiner Vollendung arbeitete.

„Wo haben sie dich diesmal hingeschickt?“, rief Pansy aus der Küche. Ich hörte, wie sie die Spaghetti in den Topf gab und Salz hinein warf.

Ich beschloss, endlich die Stiefel auszuziehen und zuckte dabei zusammen.

„Washington, Mount Rainier, nahe einer Militärbasis.“

„Und?“

Ich seufzte, als der zweite Stiefel auf den Boden fiel.

„Ich bin einmal vom Besen gefallen, bin zehn Meilen durch raues Gelände gewandert und hätte fast den Kopf des Kommandanten weggehext, als er mich von der Klippe stieß…“

Pansy lachte wieder. Ich humpelte in meinen Socken zur Küche, lehnte mich an die Bartheke und beobachtete, wie Pansy die noch festen Spaghetti in den Topf drückte. Ich sah mich um; es gab Farbkleckse auf den letzten sauberen Tassen, Geschirr verrottete in der Spüle, und viele andere widerliche Dinge, die ich nicht in einer Küche sehen wollte, wo Essen zubereitet wurde. Ich hatte Pansy nie als Schlamperin betrachtet.

Ich zog den Walnussstab und sprach mehrere Zauber, bis die Küche hygienisch genug zur Essenszubereitung war.

Pansy lächelte mich an, ich runzelte die Stirn.

„Und am Wochenende bist du fertig?“

Ich nickte.

„Ich wette, das ist ein neuer Rekord“, murmelte Pansy sarkastisch. Ich wusste, dass sie es nicht böse meinte; ich gewöhnte mich langsam an Pansys Art.

Pansy lief von dem kochenden Wasser zur Badezimmertür, zog das Handtuch vom Kopf und warf es in die ungefähre Richtung des Wäschekorbs. Wieder runzelte ich die Stirn.

„Ron wird allerdings zufrieden sein. Er hatte Angst, dass dich die amerikanischen Ausbilder vielleicht abschrecken.“

„Sie sind ganz okay – große Klappe. Ihr Arsenal an Zaubern ist beeindruckend, aber es ist offensichtlich, dass sie nie Magische Theorie studiert haben, dass sie keine Ahnung haben, dass ein Zauber unterschiedliche Intensitäten haben kann.“

Pansy summte, während sie eine Soße aus der Dose erhitzte. Kein Feinschmecker-Essen, aber immerhin war es nicht bestellt. Pansy zeigte mir schon früh die Freuden des chinesischen Essens in New York.

„Besser als in London“, hatte sie gesagt.

Ich verlor die Lust, Pansy beim Umrühren zuzuschauen, ging ins Badezimmer und duschte schnell. Ich hatte das Gefühl, die Hälfte von Washingtons Dreck an mir kleben zu haben. Ich war gerade erst nach New York zurück appariert, zwischen die Bäume des Central Park, und hatte mich hingesetzt, als die Adlereule kam.

Ich zauebrte saubere Kleidung aus meinem Schlafzimmer, während ich mich abtrocknete. Ich hörte Pansy quietschen, als Unterwäsche und ein langes Hemd an ihr vorbeiflogen. Ich verkniff mir ein Kichern. Als ich meine Haare zum Pferdeschwanz gebunden, die Zöpfe getrocknet und das Badezimmer bekleidet verlassen hatte, füllte Pansy zwei Teller mit Spaghetti und Soße. Zusammen setzten wir uns vor die Fenster, um zu essen und in den dunklen Park unter uns zu blicken.

„Gehst du zurück nach England, wenn du fertig bist?“

Ich hielt mitten im Kauen inne. Soweit hatte ich noch gar nicht gedacht.

„Ich denke, das hängt davon ab, ob ich den Job bekomme, den Gumboil mir im Mai angeboten hat.“

Pansy zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung, ich bin nur Malerin“, lachte sie.

„Ich wünschte, ich könnte malen oder schreiben, oder etwas Kreatives machen, Pans.“

Sie hatte auf ‚Pans’ bestanden, da auch Ron sie so nannte. Ich hatte nicht gefragt, warum Pansy so freundlich und nett war, aber ich dachte, es lag teils an Ron, teils an Harrys grausamen Wahnsinn.

„Ah, ich wäre gerne V.I.R.-Mitarbeiter. Du hast ein geregeltes Einkommen. Du bist niemandem unterstellt…“

„Ich habe einen Vorgesetzten.“

„Wen interessiert’s? Du bist befugt zu tun, was du willst. Und niemand im Londoner Ministerium kann das übertreffen. Du weißt schon, dass man vor dir und Ron Angst haben muss, oder?“

Ich aß weiter. Pansy hatte Recht. Aber diese Macht suchte ich nicht. Ich wollte etwas tun, wo ich etwas bewirken konnte. Zeit zu regeln war langweilig und eine Verschwendung der Talente, die ich bereits vor Severus’ Zauber gehabt hatte.

Ich hatte Alexander Roux kurz vor meinem Ausbildungsbeginn der amerikanischen V.I.R.-Sparte geschrieben, denn ich wollte ihn nicht enttäuschen. Alex schrieb sofort zurück und teilte mir sein Verständnis meiner Entscheidung, die Mysteriumsabteilung zu verlassen, mit. Ich war sehr erleichtert. Ich schrieb zurück, dass ich ihn bald wiedersehen würde, wenn es ihn nicht störte, seine alte Mitarbeiterin wieder in der Dunkelheit der zehnten Etage zu begrüßen. Alex freute sich auf meine Rückkehr.

„Ich habe mich nicht zu dieser fünfmonatigen Hölle entschlossen, nur um andere zu übertrumpfen“, antwortete ich nach ein paar mehr Bissen.

Pansy grinste, setzte zu einer Antwort an, unterbrach sich aber. Ich wusste, was sie sagen wollte.

Ich hatte die schwerste bekannte Aurorenausbildung absolviert; einen Monat gestrandet am Amazonas verbracht, drei Wochen in der Steppe Sibiriens, und sehr viele Wochen kurzfristiger Übungen an verschiedenen, gefährlichen Orten dieser Welt, weil ich Draco Malfoy beweisen wollte, dass ich dort draußen auf mich selbst aufpassen konnte. Ich war nicht schwach; nichts von dem, was wir getan hatten, um Harry Potter aufzuhalten, hatte mich geschlagen.

Zumindest sagte das Pansy sehr oft. Merkwürdigerweise hatte sie Recht.

„Du bist eine Kriegerin, im wahrsten Sinne des Wortes. Das warst du wahrscheinlich schon immer, aber du hast Potter und Draco gebraucht, um die Wahrheit zu sehen“, sagte Pansy zu mir, als meine Müdigkeit in mir den Wunsch weckte, ich hätte diesen neuen Pfad in meinem Leben nicht eingeschlagen.

Als wir jedoch spärlich bekleidet zusammen saßen und zerkochte Spaghetti aßen, fühlte ich mich wie Hermine Granger. Die Hermine Granger, die ich schon seit acht Jahren hätte sein sollen. Ich fühlte mich lebendig, und das gefiel mir.


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Mike ist Engländer, ein sehr englischer Engländer. Jeden Tag trug er seine Anzugweste, was mir gut gefällt – man erlebt es heute kaum mehr, dass jemand Westen trägt. Er hat ein unglaubliches Charisma und flößt uns großen Respekt ein. Doch er verinnerlicht den britischen Humor total und kann sich bestens in die Internats-Teenager hineinversetzen.
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