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Fanfiction

Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te. - Weil Hass blind macht.

von Hoppenstedt

Ein neues Treffen stand bevor. Und das, obwohl das letzte erst einige Tage zurücklag. Vor wenigen Minuten hatte der Tränkemeister eine Nachricht von einem ängstlichen und nervösen Lucius Malfoy erhalten.

Was wollte der Dunkle Lord? Was hatte er vor? Mit ungutem Gefühl würde sich Severus Snape heute Abend auf den Weg machen. Wohin, das würde ihm das dunkle Mal zeigen. Wahrscheinlich würde das Ziel aber "Malfoy Manor" lauten.

Unruhig lief er in seinen Räumlichkeiten auf und ab. Sammelte Energie, verschloss seinen Geist und ließ die letzten Ratschläge von Albus Dumbledore in seinem Kopf Revue passieren. Aber so richtig wollte es ihm nicht gelingen. Immer wieder tauchte das Gesicht von Amber vor seinem inneren Auge auf. Verdammt! Wütend schlug Severus mit der Faust auf den Tisch und ließ sich entkräftet auf das Sofa fallen. Fahrig fuhr er sich einige Male durch die langen schwarzen Haare und versuchte sämtliche Gefühle aus seinem Herzen zu verbannen - vergeblich.

Nur Minuten später sollte ihn jedoch das Brennen seines linken Unterarms von seinem Unglück ablenken.

***

"Jetzt stehe ich schon zum zweiten Mal in dieser Woche in deinem Büro, Albus. Was soll ich denn jetzt wieder hier?" fragte Amber entnervt.

"Zitronenbonbon?"

"Was? Äh... nein. Danke."

"Heute Abend gibt es ein erneutes Todessertreffen." begann Dumbledore und sofort verschwand das freundliche Blitzen aus seinen Augen.

"Woher weißt du-"

"Severus hat Nachricht davon erhalten. Von Lucius Malfoy."

"Aha." war alles, was Amber dazu sagen konnte und wollte.

Eine kurze Pause entstand, bevor der alte Zauberer für die Hexe völlig überraschend fortfuhr: "Ich möchte, dass du auf ihn aufpasst, Amber." Die Augen des Schulleiters hatten einen seltsamen Ausdruck angenommen.

"Was meinst du damit?" fragte sie ihn kritisch musternd. "Auf wen soll ich aufpassen?" Aber sie ahnte es bereits.

"Auf Severus."

"Ich glaube, der kann auf sich selbst Acht geben."

"Ich bitte dich darum. Versprich es mir." Der Ernst in der Stimme des Schulleiters hielt die Hexe von weiteren Nachfragen oder Kommentaren ab.

Etwas perplex antwortete sie: "Hm... ja... ich versuch´s."

Warum sollte sie auf Severus Snape aufpassen? Er war ein erwachsener Mann. Ein Meister der Okklumentik und Legilimentik. Er beherrschte dutzende Flüche und Gegenflüche, hatte die schwarze Magie mit Hingabe betrieben. Was sollte ihm schon passieren?

Aber all´ diese Fragen wurde sie nicht mehr los. Das dunkle Mal auf ihrem Arm hatte begonnen zu brennen. Mit einem mulmigem Gefühl in der Magengegend machte Amber sich auf den Weg zum Todessertreffen.


***

Die Atmosphäre war gespannt wie immer. Fast gleichzeitig betraten Amber und Severus das Anwesen der Malfoys. In seinem ganzen Gefühlschaos und gleichzeitig den Versuchen, seinen Geist zu verschließen, vergaß der Slytherin, Amber die Tür aufzuhalten, sodass diese direkt vor ihrer Nase zuschlug.

"Du Idiot!" fauchte eine Stimme in Severus´ Kopf.

"Also dieser I..." setzte Amber gerade erbost an, als die Tür erneut aufging. Der Tränkemeister hatte sich besonnen. Kurz trafen sich ihrer beider Blicke und sie nickten sich zu. Schweigend schritten sie dann die vielen Treppen empor, wobei Severus voranging und der Hexe somit den Weg zeigte.

"Severus, Amber..." schnarrte eine leise Stimme. "Schön, dass ihr es geschafft habt." Ein spöttisches Lächeln umspielte dabei die fratzenhaften Lippen des Dunklen Lords. Amber durchfuhr es kalt. Severus jedoch blieb völlig regungslos und setzte sich.

Das Treffen dauerte nicht lange und lief ganz ähnlich ab, wie das der Ordensmitglieder ein paar Tage zuvor. Die Todesser berichteten von ihren Erfolgen - und nur von diesen - wobei die hohe zischelnde Stimme immer wieder Bemerkungen fallen ließ. Nichts schien Voldemort genug zu sein.

Wütend entließ er schließlich seine Anhänger. Aber nicht ohne noch vorher dem Meister der Zaubertränke kalt zuzuzischen: "Du bleibst!"

Wieder ließ der Angesprochene keinerlei Regung erkennen, während Amber mühsam ein Zittern unterdrückte. Sie spürte deutlich die Gefahr, die von dem Schwarzmagier ausging. Sollte sie deshalb auf Severus Snape aufpassen?

Schleunigst verließ sie das Haus und wartete hinter dem Gartentor auf die Ankunft des Spions. Vielleicht würde sie von ihm eine Antwort auf Dumbledores Forderung bekommen. Und vielleicht auch eine Antwort darauf, warum er überhaupt für den Schulleiter arbeitete.

***

"Severus," flüsterte eine Stimme mit unverhohlener Kälte "Ich brauche den Rat eines intelligenten Mannes, deinen Rat."

Der Tränkemeister nickte ergeben und raunte leise: "Mein Lord, ich stehe zu eurer Verfügung."

"Weißt du, in letzter Zeit beschleicht mich immer mehr das Gefühl, du seist mir vielleicht nicht ganz loyal. Du bist so... unkonzentriert... und abwesend..."

"Ihr wisst, dass meine Gefolgschaft nur euch gehört, mein Lord." Keinerlei Regung der Stimme ließ die mögliche Angst des Professors erkennen.

"Wirklich?" zischte Voldemort ihm ins Ohr. "Das werde ich zu prüfen wissen. Vielleicht gleich heute?"

"Wie meint ihr-" setzte Severus Snape an, als ihn auch schon ein Fluch wie ein Peitschenhieb traf. Die Wucht des Aufpralls auf seinen Oberkörper ließ ihn das Gleichgewicht verlieren und er konnte sich gerade noch an dem großen Massivholztisch festhalten und so einen Sturz vermeiden.

"Ich verlange unbedingten Gehorsam und unbedingte Aufmerksamkeit!" kreischte Voldemort "Und das da-", damit zeigte er auf den Oberkörper des verletzten Mannes "wird dich eine Weile daran erinnern!"

Damit verschwand die Gestalt wie ein böser Traum durch eine der Seitentüren. Eine dicke Schlange folgte geschmeidig. Snape musste ein paar Mal tief Luft holen, bis er sich halbwegs sicher fühlte, das Anwesen der Malfoys ohne irgendwelche Zwischenfälle verlassen zu können. Beinahe mechanisch setzte er seinen Körper in Bewegung, ging die Treppen hinab ohne auf etwas anderes zu achten, als auf sein Ziel: Hogwarts.

Draußen angekommen musste er nur noch den schmalen von Hecken gesäumten Weg bis zur Appariergrenze bewerkstelligen. Doch seine Schritte wurden von Minute zu Minute, von Meter zu Meter langsamer, unsicherer.

"Reiß dich zusammen!" schalt ihn sein Gehirn. Aber es nützte nichts. Was auch immer der Dunkle Lord für einen Fluch verwendet hatte, es war unglaublich schmerzhaft.

Keuchend durchschritt er schließlich das Tor und taumelte mehr, als das er lief. "Das schaffst du nicht." meldete sich zum zweiten Mal die Stimme in seinem Kopf, als ihm auch schon schwarz vor Augen wurde. Gerade bekam er noch mit, wie ihn jemand stützte und sein Körper in einem Strudel mitgerissen wurde.

***

In dem Moment, in dem er auf dem harten Boden nur wenige Meter vom Hogwartsgelände aufschlug, kam er wieder zu sich.

"Verzeihung. Ich-hatte-die-Landung-anders-geplant." keuchte Amber neben ihm, half ihm auf die Beine und bugsierte ihn, so gut sie konnte, zum Schloss. Erst als das seltsame Paar beim Eingang zu den Kerkern angekommen war, sprachen sie wieder.

"Ab hier schaffe ich das auch alleine." zischte der Tränkemeister reichlich giftig, obwohl er das eigentlich nicht bezweckt hatte. Aber er hasste es, sich von anderen helfen zu lassen. Und dann auch noch von ihr!

"Bitte!" sagte Amber reichlich beleidigt und ließ ihn los.

Mühsam nahm der Tränkemeister Stufe für Stufe und hangelte sich dann an der Wand entlang zu seinen Räumlichkeiten. Aber schon auf halbem Weg, versagtem ihm erneut die Beine.

Amber hatte ihn derweil mit ernstem und zugleich nachdenklichem Blick beobachtet. Warum hatte Voldemort eine solche Wut auf diesen Mann, den sie doch eigentlich für seinen treuesten Gefolgsmann hielt? Und warum ging Severus immer wieder zu ihm, obwohl er schon beim letzten Mal reichlich unsanft behandelt worden sein musste? (Die Hexe hatte in ihrem Kopf eins und eins zusammengezählt. Das Gerede von Dumbledore über einen Blutbildungstrank und dann die Bitte, auf den Slytherin aufzupassen, sprachen für sich.)

Gerade als sie Severus wieder schwanken sah, half sie ihm erneut und ziemlich unsicher erreichten sie gemeinsam dessen Wohnzimmer. Dort angekommen, steuerte Amber das Sofa an und ließ ihn darauf nieder.

Er atmete schnell und sein Brustkorb hob und senkte sich hastig. Eilig öffnete Amber seinen Umhang, seinen Gehrock und sah das darunter befindliche weiße Hemd. Getränkt. Mit Blut. Sofort begab sie sich zu einem der Schränke des Verletzten und fand mit geschultem Blick das, was sie suchte. Diverse Tränke und Kräuter würden ihr helfen, ihm zu helfen.

Aber vorher musste sie noch etwas wissen. "Severus," fing sie an und dieser öffnete müde die Augen. "Warum?"

Irritiert blickte er sie an.

"Warum hast du die Seiten gewechselt?"

Der Tränkemeister schwieg, bevor er genug Kraft hatte zu sprechen. Seine Stimme zitterte deutlich: "Er hat Lily ermordet." war alles, was er sagte.

Aber es genügte. Siedend heiß durchfloss Amber die Erkenntnis. Wieso war sie darauf nicht selbst gekommen? Weil Hass blind macht...

"Und warum tut Voldemort das hier?" und sie zeigte auf sein blutgetränktes Hemd.

"Weil ich ein Verräter bin." antwortete Severus zynisch und blickte für einem Moment kalt in Ambers dunkle Augen. Dann flackerte sein Blick und sein Kopf sackte zur Seite.

Völlig vernichtet sah Amber auf den Bewusstlosen vor ihr.

Hey ihr tollen Kommentatoren! Ich habe gerade gemerkt, dass die Macht der Gewohnheit mich regelmäßig dazu treibt, Laura statt Amber zu schreiben. Wenn ihr so ein kleines Fehlerchen entdeckt - weist mich zurecht! ;)


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