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Fanfiction

Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te. - Erinnerung

von Hoppenstedt

Die Prüfung lief gut und zum Dank für eure gedrückten Daumen gibt er hier ein neues Kapitelchen!


Blinzelnd drehte sich Severus auf seiner Schlafstatt um. Er war immer noch müde und kuschelte sich tiefer unter die Decke. Wo kam die überhaupt her? fragte er sich dabei, aber es war ihm egal. Hauptsache er konnte schlafen.

Leise mitzählend lauschte er auf die Schläge der Schulglocke. Bei siebzehn hörte er auf. Er hatte also von sechs Uhr morgens bis in den frühen Abend hinein tief und fest geschlafen und war immer noch nicht richtig wach. Was war nur los mit ihm?

Mit einem Schnipp eines seiner schlanken Finger erschien ein kleiner Hauself mit großen fledermausartigen Ohren, der ihn ehrerbietig ansah.

"Bring mir bitte etwas zu Mittag. Und Tee. Heißen Tee." nuschelte der dunkle Mann leise.

Nachdem der Elf mit einer kurzen Verbeugung und einem quiekenden "Selbstverständlich Professor Snape, Sir." verschwunden war, rappelte Severus sich von der Couch empor. Die Decke rutschte herunter und er fror augenblicklich.

Also beschloss er, einfach liegen zu bleiben. Das war sowieso besser. Immerhin wollte er heute den ersten Schritt tun und einige Steine aus seiner gedanklichen Festung reißen. Bei seinem Gesundheitszustand war es wohl vernünftiger, die Horizontale zu wählen, als mitten im Raum umzukippen.

Nur wenige Augenblicke später war der Elf erneut im Zimmer und hinterließ ein üppiges warmes Mittagessen bestehend aus Suppe, Nudeln mit einer würzigen Tomatensoße und Kuchen zum Nachtisch. Wie gewünscht dampfte auch eine große Kanne Kräutertee.

Severus bedankte sich mit einem kurzen Nicken und begann etwas zu essen und zu trinken. So richtig schmecken wollte es ihm jedoch nicht. Die Gedanken an das, was er gleich vorhatte, schnürten ihm die Kehle zu und ein flaues Gefühl breitete sich in seiner Magengegend aus. Schließlich gab er weitere Nahrungsaufnahme frustiert auf und schob seinen Teller von sich.

Auf der Couch liegend bereitete er nun seinen Geist auf das vor, was kommen würde. Konzentriert schloss er die schwarzen Augen. In seinem Kopf herrschte ein buntes Durcheinander von Erinnerungen und Gedanken. Mehrere Male tauchte Amber vor seinem inneren Auge auf. Aber er konnte sie im Moment nicht gebrauchen.

Als geschulter Okklumentiker gelang es ihm leicht, seinen Verstand von ihr zu befreien. In seinem Geist war jetzt nur noch Leere. Ganz hinten jedoch stand eine dicke, stabile Mauer, die grauenhafte Erinnerungen davon abhielt, unangekündigt hervorzuschnellen. Langsam näherte er sich genau diesem Wall, wählte einige silberne Gedankenfäden aus und ließ sich darauf ein. Mit geschlossenen Augen verschwand er in einem Strudel aus bunten Farben.

***

Amber war schon früh wieder auf den Beinen gewesen, hatte Dumbledore Bericht über den gestrigen Misserfolg abgelegt und war jetzt auf dem Weg in die Kerker. Sie musste dringend mit Severus reden. Es war wichtig, dass er die schlimmen Geschehnisse der letzten Monate schnellstens verarbeitete.

Leise trat sie in das halbdunkle Zimmer, in dem sie den Tränkemeister gestern Abend schlafend zurückgelassen hatte. Verwundert sah Amber sich um. Er lag noch immer an der gleichen Stelle und schlief.

Oder? Irgendetwas stimmte nicht.

Langsam ging sie näher. Der Slytherin war völlig starr und verkrampft. Sein Gesicht schmerzverzerrt und unnatürlich weiß. Kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Besorgt setzte die Hexe sich auf den Rand der Couch und rüttelte an dem scheinbar Schlafenden.

"Severus! Severus! Hörst du mich? Wach auf!" versuchte sie es zuerst ruhig, dann jedoch lauter, weil sie ernsthaft Angst um ihn hatte.

Der Tränkemeister schien in einem Albtraum gefangen zu sein. Er stöhnte im Schlaf und seine langen Finger hatten sich krampfhaft in die Decke gekrallt, sodass die Knöchel weiß hervortraten. Amber schüttelte ihn weiter, aber es half nichts.

Mittlerweile hatte Severus damit begonnen, sich unruhig hin und herzuwerfen. Die besorgte Hexe sah keine andere Möglichkeit. Kurz konzentrierte sie sich und tauchte in den Geist des Mannes vor ihr ein.

Sie befand sich augenblicklich in einem dunklen Kerker. Es war jener Raum, in dem sie Severus damals gefunden hatte. Kälte und Dunkelheit hüllten sie ein. Eisige Nässe machte sie frösteln. Auf dem Boden lag der Tränkelehrer - umringt von seinen Folterern.

Amber erkannte sofort, was passiert war. Offensichtlich hatte der Slytherin ihren Rat zu befolgen versucht und das Ganze war ihm außer Kontrolle geraten. Mit einer einfachen Handbewegung von Seiten der Hexe verschwanden die Peiniger. Resolut trat sie anschließend auf den am Boden Kauernden zu.

"Severus," sprach sie ihn ruhig an "komm mit mir." Vorsichtig zog sie ihn an sich und er ließ sich zitternd auf die Umarmung ein.

Nur Sekunden später hatte Amber seinen Kopf verlassen. Der Tränkemeister lag wach an ihren Oberkörper gelehnt und atmete schwer. Er fror und schwitzte gleichzeitig. Sein ganzer Zustand war mehr als elend und es war ihm äußerst unangenehm so in den Armen dieser Frau zu liegen.

"Ganz ruhig." hauchte sie jedoch nur und streichelte sanft seinen Rücken.

Erst, als er sich wieder beruhigt hatte, ließ sie ihn auf die Couch zurücksinken. Er hatte die Augen geschlossen, schlief aber offensichtlich nicht. Dafür ging sein Atem zu schnell und sein Gesicht war alles andere als entspannt.

"Es ist sehr mutig von dir, dass du dich dem stellst." fuhr die Hexe schließlich fort und erntete dafür ein verbittertes Schnauben von ihrem Gegenüber. "Ich würde sagen, dass das für einen Tag reicht. Wir verschieben den heutigen Unterricht auf morgen."

Der Tränkemeister wollte schon protestieren und riss ärgerlich die Augen auf, um Amber mit einem seiner berüchtigt bösen Blicke zu strafen. Sofort tanzten jedoch schwarze Punkte vor genau diesem und er war dankbar, dass die Frau neben ihm die Situation beendete, indem sie ihm einen starken Schlaftrank an die bleichen Lippen hielt.


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