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Fanfiction

Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te. - Das Geständnis!

von Hoppenstedt

"Du siehst ja aus wie das blühende Leben!" begrüßte ihn Amber besorgt, als Severus die große Halle betrat. Er war blasser als sonst und wirkte irgendwie angegriffen. "Ist alles in Ordnung?"

"Ja." antwortete er mit rauer Stimme und wandte sich ab. Er war sichtlich darum bemüht ihr nicht in die Augen zu sehen. Das Gespräch mit Dumbledore hatte ihn ernstlich aufgewühlt.

Wie üblich setzte er sich auf den Fußboden und schloss die Augen. Ohne Ambers Aufforderung abzuwarten, löste er seine Gedanken und befreite seinen Geist von allem. Vorzugsweise von der Frage des Schulleiters und den dazugehörigen Gedanken.

Dann spürte er einmal mehr Ambers Hände auf seinen. Wie am gestrigen Abend wich die überschüssige Energie aus seinem Körper und ließ ein angenehmes Gefühl zurück.

Anschließend konnte er mit dem Zaubern beginnen. Und das tat Severus. Recht verbissen arbeitete er sich stundenlang durch das Handbuch für Flüche und Gegenflüche. Nie hätte er gedacht, dass er sich noch einmal mit seiner Schullektüre befassen müsste.

Erstaunt betrachtete Amber seine Fortschritte. Er schien ein wahres Naturtalent. Nur ab und zu musste sie tatsächlich noch einschreiten, weil Severus es zu oft zu gut meinte und zu viel Energie einsetzte. Dabei entstanden nicht nur Flammen, sondern auch Wasserlachen und einige gefährliche Tiere wie Schlangen oder Knallrümpfige Kröter.

Letztere übten eine ungeheure Faszination auf Amber aus. Immerhin hatte sie diese Art noch nie gesehen. Doch Severus packte sie grob am Arm und zog sie zurück, als sie sich näher an eines der Geschöpfe heranbewegen wollte. Vorwurfsvoll betrachtete sie ihn daraufhin, bereute im nächsten Moment jedoch an ihm und seinen guten Absichten gezweifelt zu haben.

Eines der Hinterteile der Kreaturen explodierte nur Augenblicke später und ließ einen stinkenden gelblich - braunen Ausfluss zurück. Amber erschrak fast zu Tode.

"Woher wusstest du-?" begann die Hexe entsetzt.

"Glaub mir, wenn du an dieser Schule lange genug gearbeitet hast, hast du jede Stufe des Wahnsinns gesehen..." Ein strenger Ausdruck umspielte dabei seinen dünnlippigen Mund.

Damit drehte Severus sich um und widmete sich weiter der zauberstablosen Magie. Erst in den frühen Morgenstunden ließen seine Kräfte spürbar nach. Reichlich erschöpft nahm er Amber erst jetzt wieder wirklich wahr. Sie war die ganze Zeit über bei ihm gewesen, hatte aber nur selten eingegriffen und ihn stattdessen beobachtet.

Wenn sie ehrlich war, stand ihm diese Art der Magie. Seine schlanken Hände vollführten grazile Bewegungen in der Luft und erreichten immer neue Stufen der Zaubereikunst.

Jetzt sah sie in sein Gesicht und erkannte deutlich die Erschöpfung darin. Und Nachdenklichkeit. Fragend blickte sie ihn an.

"Warum hast du mich damals gerettet?" wollte er völlig unvermittelt wissen und überrumpelte Amber damit.

Was sollte sie denn spontan dazu sagen? Statt einer Antwort erhob sie sich und fing an aufzuräumen.

Hätte er doch nur nicht auf Dumbledore gehört und sich diese dämliche Frage erspart! Reichlich betrübt wollte Severus ihr nun helfen. Aber Amber ließ dies nicht zu.

"Setz dich!" war ihr üblicher Befehl.

Widerspruchslos folgte Severus und nahm auf dem Boden Platz. Wie gewöhnlich schloss er seine Augen und konzentrierte sich auf sein Inneres. Sich von allem lösen, verdrängen, vergessen...

"Du willst wirklich wissen, warum?" fragte die Hexe plötzlich in die drückende Stille hinein.

"Hm." kam Severus´ abwesende Antwort. Er war völlig auf sich konzentriert und nur langsam drangen die Worte bis in seinen Kopf vor.

Nur wenige Momente später spürte er einen sanften Lufthauch. Amber hatte sich wie üblich vor ihn gesetzt.

Als sie dann jedoch nicht seine Hände nahm, sondern sprach, zuckte er zusammen: Er spürte ihren Atmen auf seinem Gesicht. Irritiert öffnete er seine dunklen Augen.

Und tatsächlich: Ambers Gesicht war nur eine Handbreit von seinem entfernt. Ihre braunen Augen blickten ihn mit einer Mischung aus Schmerz und großer Unsicherheit an.

"Darum." flüsterte sie leise.

Schon in der nächsten Sekunde - bevor der Slytherin noch irgendwie handeln oder verstehen konnte - hatte sie ihre Lippen sanft auf seine gelegt.

Severus reagierte nach einer Sekunde der völligen Überraschung, indem er seine Hand langsam auf Amber zubewegte und sie näher an sich zog.


Ein kleiner Spalt in der Tür zum Geheimgang bot zwei blauen funkelnden Augen währenddessen einen vergnügten Blick...


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Mike ist Engländer, ein sehr englischer Engländer. Jeden Tag trug er seine Anzugweste, was mir gut gefällt – man erlebt es heute kaum mehr, dass jemand Westen trägt. Er hat ein unglaubliches Charisma und flößt uns großen Respekt ein. Doch er verinnerlicht den britischen Humor total und kann sich bestens in die Internats-Teenager hineinversetzen.
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