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Fanfiction

Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te. - Überraschung

von Hoppenstedt

Tonks und Amber apparierten am frühen Morgen nach Malfoy Manor. Letztere war wie immer bei solchen "Ausflügen" in Mäuschengestalt unterwegs und hatte sich in den Tiefen von Tonks Robe versteckt. Die zweite Hexe war ebenfalls kaum wiederzuerkennen.

Dank der Erinnerungen des ehemaligen Lehrers Remus Lupin und ihrer eigenen Metamorphmagifähigkeit hatte sie sich in Gregory Goyle verwandelt. Zielsicher schritt Tonks nun über das weiträumige parkähnliche Gelände. Dutzende Pfauenfiguren und Springbrunnen zeugten von der Herrschaftlichkeit des Gebäudes.

Vor dem schmiedeeisernen Tor blieb sie jedoch kurz unsicher stehen. Kies knirschte leise unter ihren Schuhen. Wie sollten sie hereinkommen? Brauchten sie einen Zauber? Gab es irgendwo eine Klingel? Versuchsweise drehte Tonks am Türknauf, aber nichts tat sich.

"Halte deinen linken Arm in Richtung Tor." hörte die Hexe in Gestalt von Goyle plötzlich Ambers Stimme in ihrem Kopf. Sofort setzte sie den Rat um und tatsächlich: Das Tor schwang mit einem leisen, satten Laut auf.

"Liegt es am dunklen Mal?" fragte sich Tonks in Gedanken und hoffte, die kleine Maus in ihrer Tasche würde diese lesen, beherrschte sie selbst doch keinerlei Okklumentik oder Legilimentik. In ihrer Aurorenausbildung hätte ihr dies fast den Abschluss gekostet.

"Ja, nur Todesser werden eingelassen." kam prompt die Antwort.

Tonks bewegte sich auf das Haus zu. Der Plan war einfach und schwierig zugleich. Sie würde sich als Freund von Draco ausgeben und die Bewohner aushorchen. Ein schwieriges Unterfangen. Immerhin wusste sie nur wenig von Goyle und seiner Familie. Eigentlich fielen ihr nur negative Schlagzeilen ein...

Amber würde hingegen durch die Gänge huschen, das Haus inspizieren und versuchen, den Torbogen zu finden. Die Mission war ebenfalls nicht einfach. Immerhin wussten die Spione nicht, ob Voldemort damals auch eine kleine Maus gesehen hatte, als Amber auf Severus aus dem Fenster der Burg gesprungen war.

Im Inneren des Gebäudes angekommen, blickte sich Tonks kurz in der hohen Eingangshalle mit den vielen Ahnen-Porträts um, schritt die Treppen empor und wandte sich in Ermangelung einer besseren Idee einfach nach rechts. Sie landete in einem großen Salon, der von einem mächtigen, offenen Kamin beherrscht wurde. Interessiert sah sie sich um und holte, als sie sicher sein konnte, unbeobachtet zu sein, die kleine Maus aus der Tasche. Flink rannte diese durch den Raum und verschwand in einem angrenzenden Zimmer.

Doch was sollte Tonks jetzt tun? Unsicher trat sie von einem Bein auf das andere, als auch schon die Tür des Salons weit aufgestoßen wurde und Draco Malfoy eintrat. Die Hexe konnte nicht anders, als ihn überrascht anzusehen. Er hatte sich sehr verändert. Wo war der arrogante, eingebildete und immer äußerst korrekt und teuer gekleidete Junge? Stattdessen schien er nun unnatürlich blass, hatte dunkle Ränder unter den Augen und jede seiner Bewegungen schien fahrig und ohne Selbstsicherheit.

"Was glotzt du so blöd, Greg?" fauchte er zur Begrüßung und Tonks musste sich kurz sammeln, bis sie begriff, dass der Junge vor ihr sie für seinen Schulfreund hielt.

"Es sind Ferien und da wollte ich mal in deiner piekfeinen Hütte auftauchen." antwortete sie betont lässig.

"Und ich dachte, du wärst mit deinem Vater im Urlaub. Sagtest du doch, oder?"

"Hm. Ja. Er... er ist allein gefahren. Ich hatte keine Lust." zog sich die Hexe gerade noch so aus der Affäre.

"Alles klar." antwortete Draco missmutig und schien wenig überzeugt. Offenbar befürchtete er, Greg würde ihn aushorchen oder bespitzeln wollen.

Immerhin war die Familie Malfoy beim Dunklen Lord in Ungnade gefallen, seitdem Lucius diesen fatalen Fehler im Zaubereiministerium begangen hatte, durch den er in Askaban gelandet war.

***

Zur selben Zeit jagte die kleine Haselmaus durch die endlosen Gänge des Herrenhauses. Sie wusste, dass es hier einen Kerker geben musste und so wandte sie sich gleich nach unten und rannte unzählige Stufen hinab. Und tatsächlich: Kaum hatte sie einen Fuß auf die kalten, marmornen Steinplatten des Kellers gesetzt, durchlief es sie eiskalt. Hier unten war starke, schwarze Magie vorhanden.

Vorsichtig lief sie weiter und sah sich dabei prüfend um. Am Ende des Ganges konnte man einen hellen, fluoreszierenden Lichtschein vernehmen, der sie fast magisch anzog. Dann hörte sie Stimmen. Eine sehr leise, gebrochene und eine kalte, hohe, die von den Wänden wiederhallte.

"Lucius," zischte Letztere "fast müsste ich mich bei dir bedanken."

"My Lord, ich-"

"Ruhe!" giftete Voldemort böse. "Ich sagte fast! In Wahrheit müsstest du dich vor mir in den Staub werfen, weil ich dir trotz deines Versagens den Bogen anvertraue!"

Die Stimmen kamen näher und die Maus drückte sich so gut es ging in eine Mauernische. Endlich konnte sie die beiden Sprechenden sehen. Der eine war Lucius Malfoy. Jedoch sichtlich verändert. Seine Haare waren ungewaschen und strähnig, seine Kleidung schmutzig, sein Gesicht unrasiert. Alles in allem war er eine höchst dürftige Erscheinung.

Der andere hingegen sah aus wie immer: Unmenschlich und furchteinflössend. Seine große, dürre Gestalt, sein bleiches, schlangenähnliches Gesicht, die blutroten Augen und die schlitzförmigen Nüstern charakterisierten ihn als Monster. Amber empfand unglaublichen Hass, als sie ihn wahrnahm. Das war der Mann, der ihr Regulus genommen hatte und das war auch der Mann, der im Begriff war, ihr Severus zu nehmen.

"Hier ist der Schlüssel. Verwahre ihn gut." gab Voldemort mit seiner dünnen Fistelstimme noch den Befehl an seinen Untergebenen, dann apparierte er. Kaum war Lucius langsam und wie ein Siebzigjähriger die Treppen emporgeschlichen, folgte Amber. Sie musste Tonks finden und ihr erzählen, was passiert war, damit sie das weitere Vorgehen planen konnten. Irgendwie würden sie sich den sicherlich gut verwahrten Schlüssel von Malfoy beschaffen müssen.

Lange suchen brauchte das Mäuschen nicht. Tonks stand reichlich gelangweilt in der Gestalt von Gregory Goyle im Salon. Niemand würde Verdacht schöpfen, der sie so sah. Zumindest hoffte Amber das. Als sie jedoch erkannte, mit wem die Hexe sprach, rutschte ihr das Herz ins Fell. Ausgerechnet mit Draco Malfoy! Der Junge, der mit Goyle so gut befreundet war. Was, wenn er Verdacht schöpfte?

Doch offenbar hatten sie Glück. Amber huschte unbemerkt wieder in den langen Reiseumhang der Hexe und diese verstand das Zeichen und verabschiedete sich von einem reichlich böse dreinschauenden Draco. Erleichtert verließen beide das Haus und schließlich das fürstliche Gelände, um zurück zum Zelt zu apparieren.

Dort angekommen, schrie Tonks auf und Amber machte sich bereit den nächstbesten Fluch abzufeuern. Remus kam nur Sekunden später an den Zelteingang und betrachtete fassungslos das Geschehen. Die beiden Hexen waren nicht allein zurückgekehrt. Vor ihnen stand Draco Malfoy mit erhobenem Zauberstab.

"Als hätte ich euch nicht durchschaut." flüsterte er leise und sah sie mit fiebrigen Augen an.


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