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Fanfiction

Waiting for the Night - Der Wolfsbanntrank

von Nashira1

7. Kapitel: Der Wolfsbanntrank

Albus Dumbledores Blick wanderte suchend durch das düstere Büro.
„Hm, ich glaubte noch eine andere Stimme gehört zu haben“, sagte er mit weiser Stimme, „Aber da muss ich mich wohl geirrt haben.“ Der Schulleiter schlenderte gemächlich durch den Raum.
„Was führt dich hierher, Albus“, fragte Snape nervös.
„Wie du weißt ist der dunkle Lord zurück“, Dumbledore hielt inne, „Wir müssen Vorsichtsmaßnahmen für das Schloss treffen.“ Snape nickte.
„Er wird versuchen Harry zu kriegen.“
„Ja, ich weiß“, sagte Snape ernst, „Können wir mit Unterstützung des Ministeriums rechnen?“
Dumbledore lachte kurz. „Fudge möchte die Rückkehr Voldemorts nach wie vor nicht wahr haben. Liest du denn nicht den Tagespropheten?“ Snape schwieg und sah zu Boden. Der Schulleiter wandte sich, mit auf dem Rücken verschränkten Händen, von ihm ab.
„Was macht denn eine Gryffindorkrawatte in deinem Büro?“ Er deutete überrascht auf ein Regal mit verschiedenen kleinen Lebewesen, die in Einmachgläsern eingelegt waren. Professor Snape sah erschrocken empor.
„Oh ja, die habe ich im Klassenraum für Zaubertränke gefunden. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt sie zu verbrennen, wenn sich so ein kleiner, mieser Gryffindor mehr für seine Kleidung, als für meinen Unterricht interessiert“, antwortete er kalt, ging zu dem Regal und nahm die Krawatte vom einem Glas mit eingelegten Feuerschnecken. Dumbledore sah ihn prüfend über seine goldene Brille hinweg in die Augen.
„Seltsam“, sagte er schließlich, „Vielleicht kommt dieser Schüler zurück und holt sie ab. Aber eventuell wurde sie ja von einer Schülerin als Andenken für dich zurück gelassen.“ Dumbledore schien belustigt.
„Wohl kaum“, zischte Snape bedrohlich.
„Ach Severus, ich mach doch nur Spaß. Ich habe noch eine Bitte an dich. Harry hat in letzter Zeit oft Albträume“
„Was interessieren mich die Träume von Potter?“
„Er hat Visionen aus der Sicht des dunklen Lords“, flüsterte Dumbledore.
„Und wie soll ich da helfen?“, fragte er desinteressiert.
„Ich denke es wäre das Beste, wenn du ihm zeigst, wie er seinen Geist vor ihm verschließt.“
„Ich soll ihn Okklumentik lehren? Willst du das damit sagen?“ Snape schlug mit einer Hand auf den großen, schwarzen Tisch.
„Beruhige dich, Severus“, versuchte Dumbledore ihn zu besänftigen.
„Potter mit seinem Hochmut und seinem Stolz wird niemals in der Lage sein diese Kunst zu beherrschen. Es wäre sinnlos diese Zeit zu verschwenden. Er lässt sich von mir nichts lehren.“
„Du könntest es versuchen. Er wird auf dich hören, denn diese Träume quälen ihn viel zu sehr.“ Dumbledore sah in die wütenden Augen des Severus Snape. „Tu es für Lily.“
„Rede nicht über Lily!“ Snapes Zorn stieg weiter an.
„Überlege es dir. Es ist deine Entscheidung. Aber ich bitte dich sehr darum.“ Der Schulleiter wandte sich wieder der Tür zu und machte Anstalten zu gehen. „Ach ja, da fällt mir noch etwas ein.“ Mit erhobenem Zeigefinger drehte er sich wieder zu Snape um. „Professor Lupin sprach mich die Tage an und sagte, du hättest wohl Anfang des Schuljahres eine Schülerin bedroht.“
Snapes Augen weiteten sich gefährlich. Er ging zu Dumbledore hinüber, aber brachte zunächst kein Wort hervor.
„Was behauptet dieser Mistkerl?“, fragte er schließlich, mit vor Erbitterung zusammengebissenen Zähnen.
„Er sagt du hättest Mira Clarks, die neue Schülerin, in einem Gespräch angegriffen und bist ihr an die Kehle gegangen.“ Dumbledores ruhige Stimme bekam einen entrüsteten Unterton. „Ist das wahr, Severus?“ Er lugte wieder prüfend über den Rand seiner Brille.
„Warum sagt er so etwas? Wer erzählt ihm so einen Unsinn?“ Snape war außer sich.
„Miss Clarks selbst. Sie vertraute sich ihm wohl an und er hielt es für besser mich darüber zu unterrichten.“
„Dann werde ich wohl mal mit ihr reden müssen“, entgegnete Snape knurrend.
„Tu mir doch bitte den Gefallen und sei endlich freundlicher zu den Gryffindors. Ich kann dein Verhalten nicht länger gutheißen und verteidigen. Ich vertraue dir.“ Dumbledore war zur Tür geschlendert und verschwand mit ermahnendem Blick auf Professor Snapes Büro. Der wiederum ließ sich in seinen schwarzen Stuhl fallen. Mira hatte sich also Lupin anvertraut. Was sie ihm wohl sonst noch alles erzählen würde? Blanke Panik stieg in ihm auf. Remus würde ihm doch aus jeder Kleinigkeit einen Strick drehen. Wie er diesen Mann doch hasste.

Remus Lupin schreckte gegen Mittag aus einem furchtbaren Traum hoch. Die letzte Nacht hatte ihn überaus mitgenommen und er war blasser als sonst. Er nahm einen tiefen Atemzug und streckte seine Gliedmaßen verschlafen von sich. Dabei zuckte der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste vor Schmerz zusammen. Als er die Bettdecke von seinem nackten Oberkörper entfernte, blickte er direkt auf eine lange Wunde, die sich über seinen Brustkorb hinweg zog. Lupin richtete sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf und blieb einen Augenblick auf der Bettkante sitzen, bis er sich schließlich ins Bad schleppte. Im Spiegel begutachtete er seine noch immer klaffende Verletzung genauer. Die erste Vollmondnacht dieser Mondperiode war um einiges entsetzlicher gewesen als die vorigen. Lupin wusste noch nicht einmal wie er es in sein Bett geschafft hatte. Aber kaltes Wasser würde ihm helfen wieder zu klarem Bewusstsein zukommen, dachte er sich und betastete mit einer Hand den schmerzenden Kopf. Er sollte sich von Madame Pomfrey behandeln lassen. Das wäre das vernünftigste. Aber nein, er entschied sich dagegen und schlenderte nach einer kurzen Selbstbehandlung wieder in sein Schlafgemach. Der Professor fühlte sich so mies wie schon lange nicht mehr. Deswegen war er froh, dass Dumbledore eine Vertretung für ihn während der Vollmondzeit arrangiert hatte. Er brauchte dringend einen neuen, stärkeren Wolfsbanntrank, gebraut von Professor Snape. Der Letzte hatte ja nicht den nötigen Zweck erfüllt und sein menschliches Bewusstsein während der Vollmondnacht erhalten, denn er konnte sich weder an die schmerzhafte Verwandlung, noch an seine Taten der letzten Nacht erinnern. Lupin hielt es für besser etwas frische Luft zu schnappen und schlenderte, nachdem er seine Kleidung gewechselt hatte, die Stufen zum Erdgeschoss herab.
Ein leichter Wind wehte durch sein ergrautes Haar und er nahm mit geschlossenen Augen einen tiefen wohltuenden Atemzug. Dabei wurde er wieder durch ein Ziehen in der Brust an seine Wunde erinnert. Es war kalt geworden. Bald würde wohl der erste Schnee fallen, dachte Remus geistesabwesend.
„Professor“, rief eine Stimme in der Ferne. Lupin wandte sich zur Seite und erblickte Harry, Ron und Hermine, die von Hagrids Hütte in seine Richtung spazierten.
„Na, wie geht’s euch?“, fragte Lupin strahlend.
„Ach, ganz gut, aber Sie sehen nicht grade gesund aus.“ Harry brachte es auf den Punkt. Lupin sah furchtbarer und älter aus denn je.
„Naja, es war eine schwere Nacht. Du weißt schon“, riss er an, „Wo ist eure Freundin Mira?“ Er versuchte das Thema zu wechseln.
„Sie liegt in ihrem Bett“, antwortete Ron besorgt, „War auch heute morgen nicht bei Kräuterkunde und Wahrsagen. Wir waren eben nach dem Unterricht kurz bei ihr oben und sie meinte ihr geht es nicht gut, weigert sich aber in den Krankenflügel zu gehen und sich von Madame Pomfrey behandeln zu lassen.“
„Wir wissen nicht was mit ihr los ist.“ Hermine wirkte weniger fürsorglich.
„Hmm, komisch. Ist euch denn etwas merkwürdiges aufgefallen? Soll ich mal mit ihr reden?“ Eine tiefe Sorgenfalte hatte sich auf Lupins Stirn gebildet.
„Sie war die ganze Nacht nicht da“, plapperte Ron in seiner üblichen Grobheit.
„Was? Und ihr wisst nicht wo sie war?“ Alle drei schüttelten den Kopf. „Okay, ich muss noch kurz was erledigen, dann geh ich zu ihr hoch.“ Mit einem verabschiedenden Kopfnicken wendete er sich ab und machte sich wieder auf den Weg ins Schloss.
Als Lupin die erste Stufe zum Korridor nahm, fragte er sich ob es wirklich eine gute Idee sei Snape, den Kollegen, den er am wenigsten mochte, um besseren Wolfbanntrank zu bitten.
„Guten Tag, Remus.“ Dumbledore stieg die Treppe zu ihm hinauf. „Du siehst schrecklich aus“, sagte er in seiner gewohnten Weisheit.
„Danke Albus.“ Lupin lachte kurz. „Ich muss kurz zu Severus.“
„Ist es dringend? Wenn ich du wäre würde ich jetzt nicht dorthin gehen“, warnte ihn der Schulleiter und ging ohne ein weiteres Wort an dem Lehrer vorbei.
Verwirrt blickte Lupin ihm hinterher und stieg hinab. Die Korridore waren dunkler und feuchter als bei seinem letzten Besuch. Er könnte dort nicht unterrichten, geschweige denn wohnen. Aber zu Severus Snape passte es ja. Bei diesem Gedanken grinste er vor sich hin.
„Ja, herein. Die Tür ist offen“, rief eine wütende Stimme von drinnen, nachdem Lupin der Tür wiederholte sanfte Schläge verpasst hatte. Er ließ sich dies nicht zweimal sagen und schritt hinein.
„Du!“ Die Adern auf seiner Stirn pulsierten vor Zorn. „Du kommst genau richtig.“ Snape erhob sich von seinem verschlissenen Stuhl und stürmte, mit einem Finger auf Lupin zeigend, auf ihn zu. „Wie konntest du Dumbledore von meiner Auseinandersetzung mit Mira berichtet?“
Lupins Augen wurden größer. Diesen Empfang hatte er ganz und gar nicht erwartet. „Beruhige dich Severus.“
„Ich soll mich beruhigen? Warum erzählt sie dir so etwas überhaupt?“ Er kniff seine Augen zusammen, sodass er noch bedrohlicher aussah.
„Ich begegnete ihr, als sie verstört durch die Gänge irrte und sich versuchte von dem Schock, den du ihr zugesetzt hattest, zu erholen.“ Lupins sonst so ruhige, lichtende Stimme wurde lauter und verärgerter.
„Ach ja, und du musstest natürlich mal wieder den netten, hilfsbereiten Kerl spielen. Warte mal ab bis sie weiß was du wirklich bist!“, drohte Snape, mit immer noch erhobenem Finger.
„Was? Warum ist es dir bitte so wichtig mich bei ihr unbeliebt zu machen? Du magst sie doch eh nicht.“ Lupin verstand Snapes Reaktion auf Teufel komm raus nicht. Normalerweise war es ihm doch egal, ob ihn die Schüler mochten oder nicht. Ihm schien doch alles egal zu sein.
Snape war sprachlos und senkte entrüstet seinen Zeigefinger. Er wendete sich ab und entfernte sich mit wehendem Umhang von Lupin. „Was willst du?“
„Ich denke es wäre jetzt eher suboptimal dich um etwas zu bitten“, sagte Lupin grimmig und legte eine Hand auf den Türknauf. Doch dann erinnerte der stechende Schmerz in seiner Brust ihn wieder an die schrecklichen Qualen, die er in den nächsten Nächten ohne den Trank erleben würde. Er seufzte. „Severus, ich brauche verstärkten Wolfsbanntrank. Letzte Nacht hat er überhaupt nicht gewirkt. Es wird immer schlimmer. Ich kann mich an nichts erinnern.“
Snape bemerkte seine plötzliche Verzweiflung und formte seine Lippen zu einem hinterlistigen Lächeln. „Ich werde mich darum kümmern, Remus.“


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