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Fanfiction

Morgaina Lestrange - Übung macht den Meister

von Morgain LeFay

Am nächsten Tag macht Bella mich zu einem echten Todesser. Das hat sie zumindest vor.
Die Wunde im Gesicht konnte ich teilweise heilen: Durch mein Gesicht zieht sich nun ein dunkelroter Striemen, eine Narbe aber wird sich kaum vermeiden lassen.
Am Vormittag holt Bellatrix mich ab und führt mich ins Studierzimmer.
„Dann zeig mir mal, wie gut du den Imperiusfluch beherrschst.“, befiehlt sie, während sie auf die nichtsahnende Narzissa deutet. Die liest im Nebenraum vertieft ein Buch.
„Ich soll meine Tante, deine Schwester, mit einem Imperius belegen?!“
Ein strenger Blick genügt. Trotzdem hängt sie an:
„Wenn du mir lieber den Todesfluch demonstrieren willst-“
„Imperio!“
Narzissa legt das Buch weg, läuft graziös am Bücherregel vorbei, immer weiter zu uns und bleibt direkt vor ihrer Schwester stehen. Bellatrix scheint ein wenig unsicher zu sein, zuckt zusammen, als Narzissa sie umarmt. Bei diesem Anblick spüre ich innerlich so viel Glück und Freude, dass ich mir ein warmes Lächeln nicht verkneifen kann. Wie schön wäre es, wenn wir uns alle so verstehen würden, wie es jetzt aussieht..?
„Ist gut.“, erklärt Bella meinen Traum für nichtig, während sie ihre willenlose Schwester von sich wegschiebt.

Die nächste Etappe ist der Cruciatusfluch. Noch nie habe ich ihn eingesetzt und nie hatte ich es vor. Heute sollte sich das ändern:
„Du da! Elf!“, ruft Bella einem unserer Hauselfen zu. Er gehorcht aufs Wort und eilt zu seiner Meisterin.
„Den Cruciatusfluch.“
„Doch nicht an Okki! Ich dachte, wir nehmen dazu eine Spinne oder sowas..!“
Verächtlich verzieht Mom das Gesicht.
„Du kennst den Namen dieses Wesens?“
„Ich kenne die Namen aller Hauselfen im Manor.“
„Ein Grund mehr. Los!“
„Nein.“, erkläre ich, „Ich will das nicht, ich will niemandem wehtun.“
„Ach, du willst niemandem wehtun?“, äfft sie mich nach – ich habe das Gefühl, jetzt kommt etwas Schlimmes.
„Elf, Morgaina will nicht auf mich hören. Zeig ihr doch mal, wie man auf seinen Herren hört.“
Okki schaut neugierig drein, als ob er unbedingt wissen will, was er tun soll, um Bellatrix zufrieden zu stellen.
Eiskalt gebietet sie: „Töte dich.“ und wirft ihm ihren kleinen Dolch vor die Füße. Dem Sklaven bleibt der Mund offen stehen und seine Augen weiten sich, Mutter scheint aber so ernst zu schauen, dass er nachgibt. Okki hebt das Messer auf, dreht die Spitze zu sich, sieht mir enttäuscht in die Augen und rammt sich den Dolch in die Brust.
„NEIN!“
Der leblose Körper knickt ein und eine Blutlache tritt langsam hervor.
„Bist du verrückt?!“, gehe ich meine Mutter an, „Du kannst ihn doch nicht einfach umbringen!“
Ruckartig setzt sie ihr Gesicht direkt vor meines und zischt:
„Der Elf hat sich selbst umgebracht - einer muss dir ja zeigen, wie Gehorsam aussieht.“ Sie greift meinen Nacken und presst mein Gesicht ganz nah an den toten Hauselfen, dann macht sie mir klar:
„Die Viecher werden so lange sterben, bis du den Cruciatus beherrschst.“
„Okay! Aber den letzten Fluch üben wir nicht an Elfen, ja?!“
Bellatrix lacht amüsiert.
„Nein, den natürlich nicht. Ein paar Diener brauchen wir ja noch.“
Tatsächlich holt sie gleich den nächsten Elf, doch dieses Mal spreche ich den Zauberspruch aus:
„Es tut mir leid. Crucio!“
Doch alles, was passiert ist, dass sie zu Boden fällt.
„Was?“, frage ich mich und alle anderen hier, doch bevor Bella auf Ideen kommt, versuche ich es erneut, „Crucio!“
„Au!“, ist alles, was Naori von sich gibt. Besorgt um das Leben der Hauselfe wende ich mich an Mom:
„Was ist denn? Warum funktioniert es nicht?“
Die aber verdreht nur die Augen, ruft „Avada Kedavra!“ und Naori kippt leblos nach hinten. Entsetzt, wütend und traurig zugleich starre ich Bella an. Eine korrekte Ausdrucksweise bekomme ich nicht mehr zustande:
„Was mach ich denn falsch? Warum hast du-! Musstest du sie töten? Ich mach doch, was du willst!“
„Du musst es wollen, du dummes Ding.“
„Aber.. Ich will niemandem wehtun.. Ich kann es einfach nicht.“
Jetzt komme ich mir selbst wie ein Schwächling vor, aber eher tue ich mir selbst etwas an, als anderen - das Schicksal all unserer Elfen ist besiegelt.
„Nimm all deine finsteren Gedanken zusammen.“, haucht Mutter mir zu. Sie wechselt in die Rolle der ruhigen, beinahe liebenswerten Lehrerin: Bella legt sanft ihren Arm um meine Schultern und flößt mir lieblich von der rechten Seite ein:
„Denk an all die schrecklichen Dinge, die man dir angetan hat. Denk an Hogwarts. Wie oft hat dich die kleine Hennessy schon bloßgestellt? Und Draco? Hat er seine liebe Mutter verdient? Was hat dieser verdammte Severus Snape dir an den Kopf geworfen? Wie sehr hasst du mich? Wie viel Leid habe ich dir schon angetan?“
In mir sprudelt es vor seelischem Schmerz - Wut, Angst, Traurigkeit und anderen Gefühlen, die ich schon lange versuche zu ignorieren.
„Und jetzt.. Sprich den Fluch aus.“
Vor uns steht der nächste Hauself, dieses Mal ein etwas Älterer. Mein Gehirn blendet das Gesicht, die Gestalt total aus, nur noch die dunklen Gefühle sind da.
„Crucio!“
Tatsächlich funktioniert es! Der Elf windet sich vor Schmerzen auf dem Boden, während er versucht, nicht zu laut zu stöhnen.
Meinen Erfolg sehe ich geteilter Meinung: Einerseits hasse ich mich für das Leid, das ich diesem Wesen bringe, andererseits ist das so ein verflucht gutes Machtgefühl! Auf jeden Fall hat es sich für Mutters Reaktion gelohnt:
Sie lächelt mich zufrieden an, gibt mir einen Kuss auf die Wange und flüstert liebevoll:
„Sehr gut, Morgaina.“ Diese zärtliche Art macht mich beinahe verrückt. Ich könnte Bella um den Hals fallen, wenn ich nicht wüsste, wie sehr sie mich dafür verachten würde. Diese Freude über ihre Reaktion macht meinen Folterzauber wirkungslos, aber immerhin habe ich ihn gemeistert.

„Bella?“, ruft Narzissa in den Raum, „Wir können essen.“
Seit ich sie angefahren habe, hat mich Narzissa nicht einmal angesehen. Ein wenig bereue ich mein Verhalten, andererseits fühle ich mich stärker, unabhängiger und von meiner echten Mutter ein bisschen mehr bestätigt.

„Und, wie kommt ihr voran?“, will Lucius wissen.
Auf Bellas Antwort bin ich gespannt. Doch sie enttäuscht mich:
„Der Dunkle Lord will mit dir reden. Er hat einen Auftrag für dich.“
„Für mich?“, er zieht skeptisch die Augenbrauen zusammen, „Worum geht es denn?“
„Ich denke um Potter. Was auch immer, Er wird uns noch aufklären. Dieses Mal solltest du allerdings Erfolg haben – du hast schon zu oft versagt, Lucius.“
Lucius beißt sich auf die Lippen. Sicher würde er Bellatrix gern Contra geben, aber sie hat Recht.
„Übermorgen geht die Schule wieder los.“, wirft Narzissa auffallend zusammenhangslos in den Raum. Mein Blick trübt sich. Draco scheint sich zu freuen:
„Die neue Lehrerin vom Ministerium ist spitze. Abgesehen von ihren dämlichen Klamotten natürlich. Endlich mal ein Lehrer, der sich nicht auf Potters Seite schlägt.“
„Sie ist ne blöde Kuh. Und das weißt du.“
Dass mein Cousin so sehr von Umbridge begeistert ist, habe ich gar nicht mitbekommen. Bisher war ich immer froh, sie mal nicht sehen zu müssen oder über sie zu reden.
„Was weißt du schon?“, attackiert er mich, „Du musstest dich ja mit ihr anlegen.“
„Und du? Bist in ihrem Schleimer-Club und verpetzt die anderen Schüler. Seit sie da ist, geht’s enorm bergab mit allem.“
„Selber Schuld, wenn du einen auf Gryffindor machst.“
Alle erheben entsetzt die Köpfe, ich hingegen werde wütend und schiebe meinen Teller weg.
„Ich bin satt.“
„Was meinst du damit, Draco, Liebling?“, will Bella süßlich wissen. Warnend starre ich den Jungen an.
„Morgaina ist die Einzige Slytherin, die mit Umbridge Probleme hat. Immer fängt sie an, mit dem Professor zu streiten oder verteidigt die anderen. Drum muss sie täglich nachsitzen.“
„Halt den Mund, Draco!“
Doch er denkt nicht daran. Als hätte der Idiot auf diesem Moment gewartet, in dem ihm alle Beteiligten genau zuhören. Als wollte er mir schon seit Ewigkeiten Eine reinwürgen:
„Warum soll ich’s nicht sagen? Du bist zwar ganz gut in der Schule, benimmst dich aber wie ein Schlammblütler! Hast für die eine aus Ravenclaw sogar die Strafe übernommen. Du bist echt ätzend, genau wie Potter!“
Mom dreht langsam, beinahe roboterartig, ihren Kopf zu mir und wartet auf meine Erklärung. Aber mir fällt nichts ein. Draco hat ja irgendwo Recht.
„Ich bin nicht wie Potter. Aber ich hab keine Lust andauernd vorgehalten zu bekommen, dass ich von der bösen Bellatrix Lestrange abstamme und deshalb ein schlechter Mensch bin. Ich lass mir nicht alles gefallen.“
Auf einmal ergreift Narzissa das Wort:
„Warum hast du mir das alles nie gesagt?“
Ich drehe den Kopf zu ihr, sehe in ihre enttäuschten Augen und kann nicht darauf antworten. Es tut mir so leid – sie muss sich fühlen, als hätte ich mit ihr abgeschlossen. Ich liebe sie noch genau so sehr wie bisher, aber Bella verändert alles. Mit Nachdruck fragt sie erneut:
„Morgaina! Warum hast du mir das nicht gesagt?!“
Bemüht gelassen erwidere ich ihren Blick, sehe ihre Enttäuschung und kann dem nicht standhalten:
„Ich geh mir mal die Beine vertreten.“
Dass mich nicht einer zurückhält, wundert mich. Wer weiß, was sie jetzt vorhaben…

Ich gehe in mein Zimmer, ziehe mich warm an und betrete den zugeschneiten Balkon. Die Sonne scheint leicht, der umstehende Wald sieht aus wie aus einem Mädchenbuch. Normalerweise würde ich mir meinen Besen nehmen und fliegen, aber stattdessen versuche ich die Verwandlung in die Todessergestalt zu vollziehen. Schon beim zweiten Anlauf klappt es – ich fliege über das Manor hinweg!
Es ist zwar anfangs schwer zu steuern, wohin ich fliege, aber nach ein paar Minuten ist es das wahrscheinlich schönste Gefühl der Welt. Die verschneiten Bäume, der funkelnde Schnee und die wenigen Kreaturen, die man auf dem Erdboden erblicken kann, lassen mich fast all meine Probleme verdrängen.Alles, was ich höre ist der kalte Wind, der an mir vorbeipfeift, bis ich an einem kleinen zugefrorenen Teich lande.
Ich setze mich auf eine Wurzel, gnieße die winterliches Stille und lasse Stück für Stück das Eis schmelzen. Mir kommen wieder alle Probleme in den Sinn – der ausstehende Todesfluch, die Mittagstischrunde, die Schule, mein fragiles Gesicht – als mich eigenartige Geräusche erreichen!
Mit erhobenem Zauberstab stehe ich auf, drehe mich um die eigene Achse, kann aber niemanden entdecken. Als ich mich wieder hinsetzen will, taucht plötzlich eine schwarze Gestalt vor mir auf! Ein Dementor!
Noch bevor ich handeln kann, saugt es meine erste Erinnerung aus mir heraus.
Letztes oder so Jahr haben wir sie zwar kennengelernt, aber den Verteidigungsspruch gegen die Monster wurden natürlich nicht gelehrt.
„Stupor!“, rufe ich, als ich wieder die Kontrolle über mich habe, doch es nützt nichts.
Wieder setzt der Dementor an, wieder nimmt er mir gute Gedanken weg und macht mich schwächer.
„Crucio!“, rufe ich aus Verzweiflung. Wieder nichts.
Noch einmal fliegt er zu mir, scheint mir die Seele aus dem Leib zu ziehen und nimmt mir so die Kraft zu stehen.
Kraftlos liege ich am Boden, die furchteinflößenden Gesichter meiner Mutter, Narzissas und Voldemorts vor mir. Alles, was ich fühle, ist Angst.
‚Ich will so nicht sterben.‘, geistert es mir durch den Kopf, ‚Ich will nicht sterben, bitte!‘
Gerade, als ich meine Augen nicht mehr offen halten kann, erscheint ein grelles Licht in Gestalt einer Fledermaus und der Dementor fliegt eilig davon. Ich vernehme Schritte auf mich zu.
„Keine Sorge, es wird alles gut.“, höre ich eine Mädchenstimme. Sie setzt sich in den Schnee neben mich und streichelt mir sanft über die Wange.
„Keine Angst, ich pass auf dich auf.“
Ich kenne die Stimme! Aber wer verdammt nochmal ist es? Warum kann ich sie nicht zuordnen?!
„Du denkst an die schönste, wundervollste Erinnerung deines Lebens. Aber wirklich eine ganz besondere, klar? Und dann, wenn du sie genau vor Augen hast und das Glück spürst, sagst du deutlich „Expecto Patronum“. Dein Patronus ist ein Tier, das die Dementoren verjagt. Eigentlich müsste man gerade dir das beigebracht haben, Lestrange.“
Noch immer kann ich die Augen nur einen Spalt weit öffnen und sehe nur den Umriss meiner Heldin. Sie gibt mir einen Kuss auf die Stirn und erklärt:
„Ich muss weg. Und du fliegst sofort zurück zum Manor, klar!“
Sie erhebt sich und will gerade verschwinden, da schwingt sie ihren Zauberstab und wirft mir ein Stück Schokolade hin.
„Iss das, das gilt als bewährtes Heilmittel. Bis dann, Lestrange.“
Und mit einem ‚Plop‘ ist sie verschwunden.


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