
von nine88
„Albus, meinst du…“
„Lass ihnen noch etwas Zeit.“, Minerva schnaubte.
„Albus, wir haben keine Zeit mehr.“, fauchte sie und Albus nickte nur nachdenklich.
„Hallo Severus.“, sagte Emilia ruhig und sah ihn fragend an.
„Hallo Emilia.“, sagte er leise und schwieg dann. Emilia senkte enttäuscht den Blick und wollte die Tür wieder zuziehen.
„Du kannst dich setzen.“, murmelte Severus und sah sie nun an. Emilia lächelte verlegen und trat dann ein.
„Wie waren die letzten zwei Wochen?“
„Hmm.“, brummte Severus nur und sah erschrocken auf, als Emilia ihm ein Paket auf den Schoß legte.
„Bitte nimm es an.“
„Ich hatte doch gesagt, ich will keine Geschenke.“
„Keine von mir.“, sagte Emilia bitter und starrte aus dem Fenster.
„Emilia…ich will von niemandem Geschenke.“, sagte er und legte seine Hand auf ihre und sie sah ihn traurig an.
„Hätte dir mehr Geschmack zugetraut Waterloo.“, höhnte James und Emilia schloss genervt die Augen und sah auf. Severus war sofort aufgesprungen und hatte seinen Zauberstab gezogen, doch starrte Lily entsetzt an.
„Lily.“, krächzte er und keuchte, als Potter ihm die Faust in den Magen rammte.
„Wag es dir ja nicht, meine Freundin nochmal anzusprechen.“, sagte James, sah angewidert auf Snape und ging aus dem Abteil. Emilia kniete neben Severus, der vor Wut zitterte. Lily atmete tief durch, doch folgte dann James. Severus ließ fluchend die Abteiltür zu knallen und wimmelte Emilia ab, die sich verletzt auf den Sitz setzte und aus dem Fenster starrte.
„Hey, wo warst du, hab dich gar nicht gesehen…Oh.“, sagte Belinda, als sie Severus nur ein paar Meter hinter ihr sah. Emilia lächelte Belinda an und hakte sich ein.
„Wie sieht’s aus, hast du dich endlich getraut mit Andrew zu sprechen?“, Belinda wurde knallrot und nickte. Emilia lachte und verlangte alles zu erfahren. Sie sah nur einmal zu Severus, doch der starrte durch seine Haare zu Lily.
„Was findest du an ihm…ich meine besonders hübsch is er nicht grade. Außerdem finde ich ist er unheimlich.“, Emilia sagte dazu nichts, doch nahm den Blick von Severus und sah nach vorne.
„Wow.“, quietschte Belinda, als Albus einen Halloweenball ankündigte mit dem Thema des 16. Jh.. Emilia lächelte, sie liebte Bälle. Sie sah zu Severus, der jedoch gelangweilt auf seinen Teller sah.
„Emilia.“, rief Lily laut und Severus zuckte zusammen und rutschte noch etwas von Emilia weg und sah weiter in sein Buch. Emilia sah genervt auf. Reichte es nicht, dass sie sowieso immer wieder eine unüberwindbare Mauer zwischen sie trieb, wenn er sie im Unterricht sah, jetzt musste sie auch noch zu ihnen kommen.
„Lily.“, sagte sie ruhig und Lily sah zu Severus.
„Darf ich mich setzen?“, Severus sah auf und starrte sie an, während Emilia genervt nickte.
„Wir haben uns überlegt für den Halloweenball, also ob wir nicht auch einen Tanz einstudieren wollen.“, Emilia hob eine Braue.
„Naja die anderen Mädchen sind einverstanden.“, Emilia nickte nur.
„Jedoch brauchst du einen Partner.“, Emilia nickte erneut.
„Du gehst mit Potter?“, Lily wurde leicht rot, doch nickte strahlend und hielt ihr die Hand hin. Emilia glaubte sich zu vergucken.
„Der ist wundervoll oder?“, freute sich Lily, die ihre Sprachlosigkeit anders deutete.
„Entschuldigt mich.“, brummte Severus und stand hastig auf.
„Severus warte, ich komm mit.“
„Ich denke nicht…“, doch Emilia ergriff die Initiative, schnappte sich seine Hand und zog ihn mit. Lily sah ihnen erstaunt hinterher.
„Emilia?“, fragte Severus überrascht, als sie ihn in ein Klassenzimmer zog.
„Es tut mir leid.“
„Was?“, fragte er und setzte sich ihr gegenüber auf den anderen Tisch.
„Lily, das hätte sie nicht tun sollen.“
„Dich zu fragen, ob du auch tanzen willst?“, fragte er schmunzelnd und Emilia trat nach ihm, doch Severus rutschte weg.
„Du weißt es ganz genau was ich meine.“
„Meinst du?“, fragte er mit einem Schmunzeln und Emilia seufzte.
„Würdest du…zum Ball…“
„Nein.“, sagte er harsch und Emilia nickte, doch senkte enttäuscht den Blick.
„Ich tanze nicht.“
„Ich versteh schon Severus.“, murmelte Emilia und sprang vom Tisch. Severus sah ihr nachdenklich hinterher, doch hielt sie nicht auf.
„Emilia, kommst du nicht mit?“
„Wohin?“, fragte sie leise und sah von ihrem Buch auf.
„Na zur Probe.“
„Hab keinen Partner.“, Belinda seufzte.
„Frag Simon oder Thomas.“, Emilia schüttelte den Kopf und seufzte als Belinda sich neben sie aufs Bett setzte.
„Ich dachte wirklich, er würde ja sagen, ich meine…“
„Ihr habt euch mehrmals getroffen in den Ferien oder?“
„Ja, also naja er war bei mir.“
„Ach stimmt, du hast deine eigene Wohnung.“, Emilia nickte.
„Und war da mehr?“
„Mehr?“
„Habt ihr euch geküsst oder sowas?“
„Nein, nichts dergleichen. Der Typ is schwieriger zu erklimmen als die verdammte chinesische Mauer.“, fluchte Emilia und Belinda kicherte und zog sie hoch.
„Komm geh mit Thomas, er weiß, dass du nichts von ihm willst.“, Emilia nickte seufzend und ließ sich mit zerren.
„Weißt du wer das da is?“, fragte Belinda leise und deutete zum Waldrand, wo sich Severus mit einem platinblonden Mann unterhielt.
„Das ist Lucius Malfoy.“, stellte Emilia entsetzt fest, drückte Belinda ihre Tasche in die Hand und rannte so schnell sie konnte.
„Severus.“, rief sie und die zwei Männer wirbelten herum und Lucius sah Emilia misstrauig an, während Severus sich ungemütlich wand.
„Emilia?“
„Severus, komm, die Stunde fängt gleich an.“, bat sie und hielt ihm die Hand hin.
„11. November.“, sagte Lucius nur und ging nach einem erneuten Blick auf Emilia zum Schultor. Severus sah Emilia genervt an.
„Was ist am 11. November?“
„Nichts wichtiges.“, brummte er, nahm ihre Hand und zog sie zu den Gewächshäusern.
„Bist du blind Waterloo, was willst du mit diesem widerlichen Feigling?“, Severus knirschte mit den Zähnen, doch Emilia warf ihm nur einen abschätzigen Blick zu, nahm ihre Tasche von Belinda und setzte sich neben Severus, der sie jedoch nicht sonderlich beachtete während des Unterrichts.
„Emilia, treffen wir uns heute Abend um halb 7 im Gemeinschaftsraum?“, fragte Thomas nach der Stunde, während Emilia noch den letzten Satz zu Ende schrieb.
„OK.“, sagte sie ruhig und Thomas ging weiter.
„Du gehst mit ihm?“, zischte Severus leise und Emilia sah ihn fragend an.
„Ja, Problem damit?“
„Wieso?“, fauchte er und Emilia knallte ihre Hand auf den Tisch.
„Nun hör mir mal zu. Du hast gesagt du würdest nicht tanzen. Ich will aber zu diesem Ball, also krieg dich ein. Thomas und ich sind Freunde mehr nicht.“, schrie sie und Pomona schmunzelte, als Severus etwas kleiner wurde und erst weiter machte seine Tasche einzupacken, als Emilia das Gewächshaus verlassen hatte.
„Vielleicht sollten sie ihr etwas entgegen kommen Mr. Snape.“, Severus brummte und ging aus dem Gewächshaus.
„Emilia.“, flüsterte Belinda und zeigte zu einer Säule. Emilias Hals wurde trocken. Er war hier, mit passendem Kostüm und sah nur zu ihr, obwohl Lily nur ein paar Meter neben ihr stand. Emilia musste sich etwas mehr an Thomas‘ Arm krallen, der sie fragend ansah.
„Macht es dir was aus, wenn ich doch nicht mit dir tanze?“, fragte Emilia und Thomas sah kurz zu Severus und schmunzelte dann.
„Ich bin eh nur hier, weil Belinda mich gezwungen hat. Ich hasse es zu tanzen.“, grinste er und Emilia wurde etwas unsicher, als Thomas sie zu Severus rüber führte und dann ihren Arm los ließ. Emilia sah Severus verlegen an, der Thomas nur kurz zunickte und Emilias Hand nahm und sie auf seinen Unterarm legte, bevor er sie zu der Reihe der Paare führte, die warteten in die Halle zu gehen.
„Du hast es dir anders überlegt.“
„Ja.“, kam die knappe trockene Antwort.
„Für mich?“
„Nein für den Weihnachtsmann.“, rollte Severus die Augen und schluckte, als Emilia ihre Wange an seine Schulter legte.
„Danke.“, Severus konnte ein leichtes Lächeln nicht unterdrücken.
„Das ist einfach nur widerlich.“, hörten beide James brüllen, doch sie ignorierten ihn einfach und gingen in die Große Halle.
„Was spielt ihr, die Schöne und das Biest?“, zischte James, doch es schien ihn richtig zu ärgern, als Severus Emilia sicher übers Parkett von ihnen weg führte und sie nicht eine Sekunde aus den Augen ließ.
„Oder vielleicht Esmeralda und den Glöckner von Notre Dame?“, lachte James, doch Severus sah ihn nur mit gehobener Augenbraue an und beachtete ihn nicht weiter.
„James, lass sie doch.“, bat Lily, doch sah etwas neidisch zu Emilia und Severus, der sie nicht mehr zu beachten schien.
„Willst du was trinken?“, fragte Severus und Emilia nickte lächelnd und suchte sich zwei Plätze. Belinda wank sie zu sich und Emilia nickte Severus zu und zeigte zu den Plätzen. Er nickte und drehte sich zur Bar und kam mit zwei Gläsern Punch zurück.
„Danke.“, lächelte Emilia und zog ihn neben sich.
„Hi.“, grinste Belinda breit und Severus nickte nur knapp und starrte dann durch die Halle.
„Severus?“
„Hm?“, fragte er und Emilia strich über seinen Arm.
„Weißt du was Malfoy hier macht?“, Severus wirbelte herum und fluchte leise.
„Ich muss kurz weg.“
„Wieso?“
„Kann ich dir nicht sagen.“, Emilia hielt seine Hand fest und sah ihn bittend an. Severus atmete tief durch.
„Gut, lass uns hier verschwinden.“, brummte er und Emilia stand lächelnd auf und folgte ihm eilig aus der Halle, im Rücken von Lucius Malfoy.
„Was will Malfoy von dir?“, fragte Emilia, als sie auf einem Mauervorsprung im Garten saßen.
„Kannst du dir das nicht denken?“
„Du willst wirklich diesen hirnlosen Idioten beitreten?“, fragte Emilia ungläubig und Severus sah sie nicht mehr an.
„Severus, bitte, ich dachte du wärst intelligent.“, Severus sah sie giftig an, doch blieb sitzen als Emilia seine Hand fest hielt.
„Bitte Severus, renn nicht immer weg.“, Severus brummte nur doch hielt ihre Hand weiter fest und strich leicht mit seinem Daumen über ihren Handrücken. Emilia lehnte sich an ihn und seufzte, als er einen Arm um sie legte und seinen Kopf an ihren legte.
„Wieso ich?“
„Hmm?“, fragte sie verträumt.
„Was siehst du in mir?“, Emilia drehte den Kopf und sah ihn lächelnd an.
„Einen sehr intelligenten, loyalen, stolzen und interessanten jungen Mann, den es sich denke ich lohnen würde zu lieben.“, die letzten Worte sagte sie etwas leiser und unsicher, doch sie seufzte, als er sie vorsichtig küsste. Sie stoben auseinander als sie ein Klatschen hörten.
„Herzallerliebst, ich erwarte noch immer eine Antwort von dir Severus.“, Severus merkte Emilias Anspannung und strich über ihren Rücken.
„Du erhältst meine Antwort am 11. November Lucius.“, sagte Severus ruhig und Lucius sah skeptisch zu Emilia.
„Vergiss nicht, was eine falsche Entscheidung bewirken könnte.“, drohte er, drehte sich um und lief davon. Severus wandte sich wieder an Emilia und ohne auf das gesagte einzugehen, verschloss er ihre Lippen erneut mit seinen.
„Lass uns woanders hin gehen.“, raunte er dunkel und Emilia lief eine Gänsehaut über den Rücken doch sie nickte gegen seine Lippen und ließ sich hinterher ziehen. Er führte sie in die Kerker und in einen Gang den sie vorher noch nie betreten hatte.
„Wo sind wir?“, Severus drehte sich zu ihr und sah sie beruhigend lächelnd an.
„Angst?“, Emilia gluckste.
„Nein, schlicht und einfach neugierig.“, Severus lächelte ein ehrliches Lächeln und blieb kurz stehen.
„Wir befinden uns im Moment direkt unter der Eingangshalle im Parallelflur zu den Küchen. Hinter dieser Tür dorthinten befindet sich das Badezimmer der Lehrer und gegenüber ein altes Schwimmbad. Dort wo ich dachte, dass wir dort unsere Ruhe hätten ist ein altes Spielzimmer nehme ich an. Aber sieh selbst.“, sagte er und ließ die Tür aufschwingen. Emilia trat ein und sah sich staunend um.
„Es ist so gemütlich.“, Severus lächelte und ging zu einem Schrank.
„Und immer was zu trinken vorrätig, ich komme hierher, wenn ich mich im Gemeinschaftsraum nicht konzentrieren kann. Ich denke nicht, dass nochjemand von dem Raum weiß.“, sagte er und ging zu Emilia rüber, die sich auf eine Couch gesetzt hatte. Sie redeten drei Stunden, bevor Severus ihre Lippen erneut mit seinen verschloss und entschied so schnell nicht wieder damit aufzuhören. Emilia kraulte seinen Nacken und genoss das Spiel ihrer Zungen und das sanfte Streicheln von Severus‘ Händen. Sie stoben auseinander, als das Schloss klickte und sich die Klinke runter bewegte. Emilia und Severus saßen wie zur Salzsäule erstarrt auf der Couch, seine Hände noch immer auf ihrem Oberschenkel und ihrem Rücken und ihre auf seiner Brust, als Professor McGonagall, Professor Sprout, Professor Flittwick, Professor Slughorn und Professor Dumbledore persönlich eintraten. In ein heiteres Gespräch vertieft bemerkten sie die zwei Jugendlichen erst nicht, bis Professor McGonagall erschrocken schrie und alle fünf Professoren die zwei bis unter die Haarspitzen erröteten Jugendlichen anstarrten.
„Mr. Snape.“, keuchte Slughorn ungläubig und Flittwick quiekte nur. Severus, sich endlich seiner Hände gewahr stand erschrocken auf und Emilia folgte ihm.
„Entschuldigen sie Professoren.“, sagte er, nahm Emilias Hand und zog sie zur Tür. Sie sahen sich blass an, als die Tür hinter ihnen zu flog und sie lautes Lachen hörten.
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