
von nine88
„Wo…wohin jetzt?“, fragte Emilia sehr verlegen und sah zu Severus auf, der sie so schnell es ging durch die Gänge zog und vor einer Steinwand stehen blieb.
„Ich, Emilia…“, sie wirbelten herum als sie Stimmen hörten.
„Severus, vergiss es, such dir nen anderen Ort ich will deinen lausigen Versuchen nicht zuhören müssen.“, Severus wurde knallrot.
„Ach halt die Klappe Mulciber.“, fauchte Emilia und küsste Severus auf die Wange.
„Wir sehen uns morgen?“, Severus nickte und wartete noch, bis sie um die Ecke verschwunden war, bevor er in den Schlafsaal lief.
„Was sollte das du Idiot?“, fauchte Severus und Mulciber grinste nur und zog sein Tittenheftchen unterm Bett hervor. Severus verzog angewidert das Gesicht und verschwand im Badezimmer. Als er zurück kam, ging er gleich durch zum Gemeinschaftsraum, da das Grunzen von Mulciber nicht auszuhalten war. Er traf auf Avery und Montague, die nur nickten und weiter Poker spielten.
„Dachte du würdest mit der Kleinen heute Abend zu Sachen gehe, warste so schnell?“, fragte Avery und Severus sah ihn nur giftig an.
„Hat sie dich nicht ran gelassen?“, kicherte Montague und Severus stand wieder auf und verließ den Slytherintrakt und ging nochmal raus um frische Luft zu schnappen. Emilia lächelte als sie am nächsten Morgen die Treppe runter kam und Severus an der Punktesäule der Slytherin lehnte und zu ihr auf sah. Sie ging rüber und durfte ihn sogar sanft küssen.
„Guten Morgen.“, raunte Severus und Emilia strahlte ihn an.
„Guten Morgen.“
„Boah das is ja widerlich.“, hörten sie Potter und Black gleichzeitig dröhnen und Severus‘ Augen blitzten hasserfüllt zur Treppe, doch Emilia legte ihre Hand auf seine Brust und er atmete nur tief durch und ließ es bei den Blicken. Potter und Black taten so als müssten sie sich übergeben, doch Emilia lächelte Severus an.
„Gehen wir zusammen zum Unterricht?“
„Hmm.“, brummte Severus doch erwiderte den erneuten Kuss kurz und ging dann zum Slytherintisch um zu frühstücken.
„Severus?“, fragte Emilia ohne aufzusehen, doch sie merkte, dass er schon 20 Minuten auf den Brief sah, den er gerade bekommen hatte. Als er immernoch nicht antwortete sah sie auf und legte ihre Hand auf seine, die den Brief hielt.
„Schlechte Nachrichten?“, fragte sie besorgt und er schüttelte den Kopf und knüllte den Brief zusammen.
„Es ist nichts.“, sagte er hastig und nahm sich seine Feder wieder.
„Hey Snape, was sitzt du hier noch.“, fauchte Mulciber und sah ihn auffordernd an. Severus atmete tief durch.
„Ich komme nicht mit.“, sagte er und Emilia lächelte glücklich. Es war der 11. November, doch er blieb bei ihr.
„Danke.“
„Sag das nicht.“, sagte er besorgt und sah aus dem Fenster.
„Severus?“, fragte Emilia besorgt und strich über seinen Arm hoch zu seiner Wange. Er drehte den Kopf leicht und küsste ihre Hand.
„Er hat mir erneut gedroht.“, gab er nach einer Weile zu und reichte ihr den Brief. Emilia presste wütend die Lippen zusammen und entzündete den Brief.
„Bitte, lass dich nicht erpressen.“, bat sie und Severus seufzte, doch beugte sich wieder über die Hausaufgaben.
„Severus, Belinda hat mir…naja das Passwort zu ihrem Turmzimmer gegeben.“, murmelte Emilia und Severus sah von seinem langweiligen Kräuterkundeaufsatz auf und hob eine Augenbraue.
„Für heute Nacht.“, murmelte Emilia hochrot und Severus zog auch die zweite Augenbraue hoch.
„Nun hör auf damit.“, fauchte sie und Severus grinste und nickte nur.
„Was?“
„OK.“, sagte er nur und nahm sich seine Feder wieder.
„Nur OK?“
„Emilia, ich möchte diesen Aufsatz heute noch fertig kriegen.“, bat er genervt und Emilia schnaufte, doch machte sich an ihren, der noch etwas kürzer war.
„Emilia?“, rief Belinda und Emilia sah hinter der Schranktür hervor.
„Du musst mitkommen…denke ich.“, sagte Belinda und schluckte hart, als sie Emilia sah, die sich ziemlich aufgeregt für den Abend zurecht machte.
„5 Minuten.“
„Nein, komm, dann wirst du verstehen.“, sagte Belinda und Emilia warf sich seufzend einen Sweater über, schlüpfte in ihre Jeans und folgte ihr.
„Severus.“, keuchte Emilia und ließ sich auf dem Stuhl neben seinem Bett nieder. Er war so blass wie das Betttuch und hatte eine tiefe Narbe übers ganze Gesicht.
„Miss Waterloo, können sie sich vorstellen, wer das gewesen sein kann?“, fragte Madame Pomfrey, doch Emilia war zu geschockt. Sie wusste nur einen der das gemacht haben könnte und dann war es ganz allein ihre Schuld.
„Wie lange…“
„Ich denke morgen früh ist er wieder ansprechbar.“, sagte Poppy und tätschelte Emilias Arm, die sich unwirsch die Tränen weg wischte und auf die kalten Lippen küsste.
„Ich bin morgen früh wieder da.“, flüsterte sie und verließ den Krankensaal.
„Wo willst du hin?“, fragte Belinda verwirrt, als Emilia sich auf den Weg aus dem Schloss machte.
„Du!“, schrie sie und hielt Malfoy, der zwei Maskierte ablieferte den Zauberstab ins Gesicht.
„Hallo.“, sagte er trocken, während Mulciber und Avery erschrocken die Masken abnahmen, doch Belinda stand schon zur Salzsäule erstarrt da. Panik im Blick.
„Wieso hast du das gemacht?“, schrie Emilia und Malfoy hob beide Augenbrauen.
„Er wurde gewarnt.“
„Nur weil er nicht dem Club der Gehirnlosen beitreten will? Lasst ihn doch einfach in Ruhe.“, schrie Emilia, doch Malfoy schnaubte nur und nickte Mulciber und Avery zu, die sowohl Emilia, als auch Belinda an den Armen packten.
„Lass mich los du Dumpftrottel.“, schrie Emilia und trat um sich und traf ihn zwischen den Beinen. Emilia riss sich los und schockte Avery, bevor sie Belindas Hand schnappte und die komplett Geschockte hinter sich her zog. Malfoy lachte nur und disapparierte.
„Aber sie meinten doch, er würde am Morgen wieder aufwachen?“, fragte Emilia verzweifelt und strich über Severus‘ Hand. Poppy sah sie gerührt an und tätschelte ihre Schulter, bevor sie eine Salbe über die Narbe strich, die eine Nuance heller wurde.
„Wird…wird…“
„Sie wird in drei Tagen nicht mehr zu sehen sein mein Kind.“, Emilia lächelte erleichtert und strich Severus durch die Haare.
„Mi…“, Emilia sah aufgeregt in Severus‘ Gesicht und drückte seine Hand.
„Mir brummt der Schädel.“, brummte Severus und Emilia küsste ihn erleichtert auf die Stirn und ließ dann Poppy ran, um ihm Schmerztrank zu geben.
„Wie fühlen sie sich Mr. Snape?“
„Als hätte ich versucht mit einem Troll zu ringen.“, murmelte er und rieb sich die Rippe.
„Das haben sie nicht, aber dennoch muss derjenige mit dem sie sich angelegt haben eine ziemliche Wut auf sie gehabt haben, so wie er sie zugerichtet hat. Können sie sich an etwas erinnern?“, Severus schloss die Augen und sah dann Emilia an, die ihn bittend ansah, doch er schüttelte nur den Kopf.
„Nein Madame Pomfrey, ich erinnere mich nicht.“, Emilia senkte enttäuscht den Blick, doch lächelte zaghaft als Severus ihre Hand drückte.
„Severus?“, fragte Emilia, die ihm hinterher geeilt war, als er nach dem Erhalt einer Eule blass geworden war und rasch die Halle verließ.
„Lass mich.“, fauchte er und versuchte sie abzuschütteln, doch Emilia krallte ihre Hand in seinen Umhang und sah ihn dann fordernd an.
„Du machst mich angreifbar verflucht. Geh, such dir jemand anderes, ich bring dich nur in Gefahr.“, schrie er und schmiss ihr den Brief rüber. Emilia schluckte, doch sah ihn entschieden an.
„Ich bin nicht mutig, wahrlich nicht und ich habe eine Scheißangst, aber denkst du wirklich ich lass die gewinnen. Ich will bei dir sein, ich…Severus ich liebe dich.“, flüsterte sie die letzten Worte und Severus schloss qualvoll die Augen, doch zog sie an sich und drückte seine prominente Nase in ihr schwarzes seidiges Haar.
„Lass uns zu Dumbledore gehen Severus, bitte.“, flehte Emilia, doch Severus schwieg, während er neben ihr durch den Schnee lief, auf dem letzten Ausflug vor den Weihnachtsferien, die sie beide in Hogwarts verbringen würden.
„Emilia, was willst du nach Hogwarts machen? Wie stellst du dir…naja dein Leben vor?“, fragte Severus und Emilia schmunzelte, als er die Arme um sie legte und sein Kinn auf ihre Schulter legte und seine kalte Nase an ihrer Wange versuchte zu erwärmen. Emilia stutzte, sie hatte nie darüber nachgedacht. In ihrem anderen Leben, da konnte nicht an ein normales Leben gedacht werden, sie waren mitten im Krieg und Emilia hatte andere Dinge im Kopf, doch nun, in einem halben Jahr würde sie Hogwarts verlassen. Was wollte sie machen? Sie hatte ihre UTZ-Kurse wahllos gewählt, soviel wie sie konnte. Nun könnte sie damit fast alles machen.
„Ich denke, ich würde gerne eine Ausbildung zur Medihexe machen.“, sagte sie und Severus nickte an ihrer Seite und Emilia drehte den Kopf.
„Und du?“, Severus zuckte die Schultern und lächelte leicht, als sie ihn auf die Nase küsste.
„Aja, aber von mir eine Antwort erwarten.“, Severus nickte ernst und küsste ihre Wange.
„Bis vor zwei Monaten dachte ich meine Zukunft bereits geklärt zu haben.“
„Zukunft?“, schnaubte Emilia und drehte sich in seinem Arm, um ihn anzusehen.
„Das ist keine Zukunft Severus. Du bist intelligent und talentiert, du hast es nicht nötig einem wahnwitzigen die Füße zu küssen.“, Severus seufzte leise und legte seine Stirn gegen ihre.
„Bitte Severus, versprech mir, dass du denen nicht beitrittst.“
„Du lässt mich ja gar nicht.“, schmunzelte er, doch Emilia pikte ihn in die Brust.
„Auch wenn ich mal nicht da bin um dich aufzuhalten, bitte Severus, sei kein Feigling.“, bat sie und Severus sah sie ruhig an, doch nickte dann und küsste sie. Emilia legte die Arme um seinen Hals und seufzte in den Kuss.
„Mr. Snape?“, Severus räusperte sich und schloss die Tür.
„Was kann ich für sie tun?“
„Sie wissen, dass…“
„Dass sie bis vor 6 Monaten noch sicher waren, den Todessern beizutreten?“, Severus wurde blass doch nickte. Albus legte seine Fingerspitzen zusammen und sah ihn musternd an.
„Das hat sich geändert?“, Severus atmete tief durch.
„Ja, doch…“
„Sie drohen ihnen?“
„Ja, aber das ist mir egal, es geht mir nur um Emilia, ich will nicht, dass ihr etwas passiert.“, Dumbledore sah ihn nachdenklich an.
„Und dafür wollen sie meine Hilfe?“
„Zu wem soll ich sonst gehen. Sie kämpfen gegen ihn.“, Albus sah ihn überrascht an.
„Sie wissen davon?“
„Ich bin nicht blöd.“, sagte Severus trotzig und Albus schmunzelte.
„Nein mein Junge, das ganz sicher nicht und es wäre eine große Bereicherung, wenn ich dich auf unserer Seite wüsste.“
„Ich…ich bin auf keiner Seite.“, sagte er und sah Albus unsicher an, der nur nachdenklich nickte, doch nichts erwiderte. Severus wurde ungeduldig, doch ließ es sich nicht anmerken, bevor es aus ihm raus platzte.
„Sie wollen sie nicht schützen, wenn ich nicht ihrem Club gegen IHN beitrete?“, schrie er und Albus legte den Kopf schief. Severus schnaubte und sprang auf.
„Einen schönen Abend PROFESSOR.“, presste er hervor und rauschte davon.
„Da bist du ja.“, lächelte Emilia schüchtern, als Severus ins Turmzimmer kam. Er lief fahrig hin und her und Emilia sah ihn besorgt an.
„Ist etwas passiert?“
„Ich…“, doch er fluchte nur leise und lehnte sich auf die Fensterbank und drückte seine Stirn gegen das kalte Glas. Emilia stand auf und schlang die Arme um seinen Bauch und legte ihre Wange an seinen Rücken.
„Was hast du?“
„Ich kann nicht mit dir zusammen sein.“, presste er hervor und Emilia presste sich nur enger an ihn und schüttelte an seinem Rücken den Kopf.
„Ich habe dir gesagt, ich gebe nichts auf die Drohungen.“
„Aber ich…verdammt Emilia, mit denen ist nicht zu spaßen, willst du das nicht verstehen?“, schrie er und umklammerte sie verzweifelt. Emilia drückte ihr Gesicht an seine Brust und schwieg.
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