
von nine88
„Severus.“, schrie Emilia und Severus kam aus dem Badezimmer gerannt, gerade dabei sich für seinen ersten Arbeitstag fertig zu machen. Er blieb mit dem Rasierer in der Hand geschockt vor dem Fenster stehen. Dort war in Blut geschrieben. „Das war ein großer Fehler, Anhänger des Phönix werden gejagt bis sie alle tot sind.“, Emilia hatte Charlie aus dem Bett genommen, an die Brust gedrückt und weinte. Severus ließ das Blut verschwinden und machte sich im Badezimmer fertig, bevor er sich ein Blatt Pergament nahm und mit der Eule, die Emilia von Belinda geschenkt bekommen hatte weg schickte. Severus sah ungeduldig auf seine Uhr, doch genau rechtzeitig klopfte es an der Tür.
„Ich war überrascht, was ist passiert?“
„Lass es dir von Emilia erklären Lupin, aber bleibe bitte einfach hier.“, Remus nickte und sah zur völlig aufgelösten Emilia. Severus ging zu ihr rüber und küsste sie zärtlich, bevor er auch Charlie küsste, der ihn müde ansah. Severus sah nochmal kurz zurück auf seine kleine Familie, bevor er die Tür zuzog und disapparierte.
„Und er ist 4 Monate alt?“
„3 Monate und 3 Wochen.“, sagte Emilia und versuchte sich die Augen zu trocknen.
„Was ist passiert?“, Emilia atmete tief durch und erzählte ihm, was ans Fenster geschmiert war und auch von den anderen Drohbriefen. Remus fluchte leise und sah sich dann um.
„Ähm, hier wohnt ihr?“, Emilia wurde rot.
„Ich weiß es ist nicht groß…“
„Es ist besser als meine Bleibe glaub mir und es kann nicht jeder mit dem Erbe ausgedient haben. Und jetzt hat er eine Stelle im St. Mungo?“, Emilia nickte stolz und Remus lächelte. Erst nach 12 Stunden kam Severus zurück, während Remus und Emilia mit Charlie bereits einkaufen waren und das Abendessen vorbereiteten. Emilia hatte Remus eingeladen, ohne Severus‘ Wissen, doch dafür war er den ganzen Tag bei ihr geblieben und hatte ihr ein paar ihrer Ängste genommen.
„Willkommen zuhause Sev.“, lächelte Emilia und stellte den deftigen Eintopf auf den Tisch. Severus schnüffelte und seufzte glücklich. Erbseneintopf mit Corned Beef.
„Lupin.“, sagte Severus skeptisch, doch wurde von Emilia abgelenkt, die die Arme auf seine Schultern legte und ihn küsste.
„Wie war dein erster Tag?“
„Sehr gut, mein Chef lässt mir sozusagen freie Hand. Er hat mir eine Liste gegeben welche Tränke nach einer Woche fertig sein müssen und ich habe einen Plan ausgearbeitet und schon angefangen mit den ersten 10 Tränken. Es ist mehr Spaß als Arbeit. Und ihr, was habt ihr heute gemacht?“
„Remus hat mir geholfen die Fenster und die Tür zu verstärken und dann waren wir einkaufen. Am Nachmittag haben wir etwas gelesen und mit Charlie gespielt, bevor ich mit dem Abendessen angefangen habe. Und nun komm, bevor es kalt wird.“, Severus küsste sie nochmal und ging dann zum Babybett und strich seinem Sohn über die heiße Stirn.
„Hat er Fieber?“, Emilia kam besorgt zu ihm und hielt ihre Hand an Charlies Stirn.
„Ich bin nicht sicher, sie ist etwas heißer als gewöhnlich, aber er schläft friedlich.“, Severus nickte, legte das Schaf wieder näher an Charlies Kopf und setzte sich auf seinen Platz.
„Und ihr seid verlobt? Wann wird geheiratet?“, fragte Remus und sah zu Severus, der sich noch ein Stück Brot in den Mund schob, bevor er langsam kaute. Emilia schmunzelte.
„Wir haben einen Termin im Ministerium für den 5. Oktober.“, Remus sah überrascht zu Emilia, die nur nickte und glücklich über Severus‘ Hand strich, der mit der linken Hand weiter aß und ihre Hand drückte.
„Ihr wollt keine Feier, keine Glückwünsche, keine Zuschauer?“
„Meine Mutter, Belinda und Andrew werden dabei sein, aber ja, ansonsten niemand, das heißt, dass du deine Klappe halten solltest.“, Remus schmunzelte, doch versicherte ihnen, niemanden etwas zu sagen.
„Emilia. Ich bin zuhause.“, rief Severus, doch bekam keine Antwort. Er runzelte die Stirn, normalerweise hinterließ sie einen Brief auf dem Tisch, doch da war nichts. Er sah in jedem Raum der Einraumwohnung noch einmal nach, bevor er aus dem Haus rauschte und an Remus‘ Tür klopfte. Doch auch dort war keiner. Er machte sich langsam Sorgen, vielleicht hatte sie sich doch in letzter Sekunde umentschieden, schließlich war er nie zuhause und er ließ sie auch noch mit Remus allein zuhause, wie bescheuert konnte man denn sein. Er fluchte vor sich hin und apparierte in letzter Hoffnung zu Belinda, die ihm sagte, dass sie am Morgen bei ihr gewesen war, doch Remus sie nicht begleitet hätte. Er überlegte und klatschte sich an die Stirn. Natürlich Remus fiel für die nächsten zwei Tage aus, da sie entschieden, dass es zu gefährlich wäre einen Werwolf in die Nähe ihres 10 Monate alten Babies zu lassen. Severus apparierte und klopfte wohl oder übel an die Tür der Potters. James öffnete die Tür und sah ihn angewidert an.
„Was willst du Snape?“
„Ist Emilia hier?“, James sah ihn schadenfroh an.
„Ist sie dir abgehauen?“
„Nein, aber sie war nicht zuhause als ich von Arbeit kam, das sieht ihr nicht ähnlich und sie hat keine Nachricht hinterlassen und das gerade an dem Tag, an dem Lupin wegen seiner monatlichen Aussetzer nicht bei ihr war.“, James sah ihn erstaunt an.
„Warst du schon bei Belinda?“
„Ja, sie war am Vormittag da, aber nur bis zum Mittagessen.“, James grübelte.
„Komm rein, Lily kann diesen Aufspürzauber besser als ich.“, Severus sah ihn erstaunt an, doch Emilia war ihm zu wichtig, um an seine Rivalität zu denken. Er trat über die Schwelle und folgte ihm durch den riesigen Eingangsbereich ins Wohnzimmer.
„Sev?“, Lily war vollkommen überrascht und noch mehr als James ganz ruhig erklärte, was das Problem war und schon eine Mappe von Großbritannien auf den Tisch legte und zwei Kerzen daneben stellte. Lily ging rüber und sah James mit der Hand auf dem Bauch unsicher an.
„Ist dieser Zauber schlecht für Ungeborene?“
„Es ist nicht sicher.“, sagte Severus und sah überrascht zu Lily, die tief durchatmete. James ging zur Tür als es klingelte.
„Sirius, gut dass du kommst, du kannst doch den Auffindungszauber oder?“, Sirius nickte und knirschte als er Severus sah.
„Ruhig Sirius, er gehört zum Orden und Emilia und ihr Sohn sind verschwunden, hilfst du uns nun?“
„Emilia?“, fragte Sirius erschrocken und ging zur Mappe. Severus sah ihn misstrauig an. Lily sah ungemütlich zu James, der nur grinste und Sirius alles reichte was er brauchte.
„Hast du was was Emilia gehört Snape?“, Severus nahm einen Schnuller aus dem Umhang.
„Nein, aber der gehört unserem Sohn.“, Sirius nickte, nahm ihn und legte ihn in die Mitte.
„Hier.“, sagte Sirius und zeigte auf einen Punkt. Severus sah entsetzt auf den Punkt.
„Weißt du was sie da will?“
„Nein, das…das ist das Haus meiner Großeltern.“, sagte er überrascht und James und Sirius sahen ihn fragend an.
„Sie haben mich aus dem Stammbaum gestrichen, nachdem ich die Schule verlassen hatte.“
„Da du kein Todesser geworden bist?“, fragte Lily und Severus nickte und nahm den Schnuller und strich über den Namen der dort eingeprägt war.
„Das heißt wir haben es mit Anhängern des Idioten zu tun?“, Severus schluckte.
„Nicht offiziell, aber sie beführworten es.“
„Ist es möglich, dass sie entführt wurde?“, Severus wurde ganz blass und James ließ mit einem Zauber einen Stuhl zu ihm schweben. Severus krampfte die Hand um den Schnuller und stieß den Stuhl weg.
„Du kannst nicht allein gehen Snape.“, rief James und sah zu Lily, die ihn besorgt ansah. James seufzte, schnappte sich Sirius‘ Umhangärmel und stürmte Severus hinterher. Er sah nur einmal kurz über die Schulter, bevor er disapparierte. Sirius und James nickten sich zu, griffen ihren Zauberstab und disapparierten.
„Kein Angriff?“, fragte Sirius und klang leicht enttäuscht. Severus drehte sich kurz zu ihnen um und ging voraus. Er klopfte an das Tor und musste ein Zurückzucken überwinden als er seiner Großmutter gegenüber stand.
„Bist du so blöd, dich nicht zu schützen, kommt sofort rein, das Haus wird observiert.“, fluchte sie und Severus sah sie überrascht an, doch nickte James und Sirius rein.
„Wir waren heute in der Winkelgasse und haben deine Verlobte getroffen, sie war kurz davor freiwillig Mr. Malfoy zu folgen.“
„Freiwillig?“, krächzte Severus und seine Großmutter rollte die Augen.
„Sag nicht, du hast den Zauber schon wieder vergessen.“, Severus knirschte die Zähne.
„Und wo ist sie jetzt?“
„Im Gästezimmer, sie und dein Sohn schlafen.“, Severus sah sie unsicher an.
„Als ich deinen Sohn sah, sah ich sofort unseren Fehler. Er sieht dir so unwahrscheinlich ähnlich und er hat die Augen der Prince.“, Severus nickte nur und seine Großmutter seufzte.
„Ich nehme an, du möchtest dich zuerst überzeugen, dass es deiner Familie gut geht?“, Severus nickte und sagte nichts, als James und Sirius ihn begleiteten.
„Emilia?“, fragte er leise und strich ihr über die warme Wange. Sie murmelte und öffnete ein Auge.
„Severus.“, seufzte sie erleichtert und fiel ihm um den Hals.
„Wieso bist du allein in die Winkelgasse gegangen?“
„Charlie, er brauchte einen Pepper-up Trank und überall wo ich war, sie hatten keinen mehr.“, Severus sah besorgt auf seinen geliebten Sohn, der jedoch noch immer seelenruhig schlief. Severus nickte und küsste sie sanft. Er drehte sich um, als er ein Räuspern hörte. Emilia drückte sich an ihn und nahm Charlie auf den Arm, der nun die Augen öffnete und gleich quengelte.
„Ich hätte hier den Pepper-up Trank.“, sagte Severus‘ Großmutter und schwenkte ihn. Sirius riss ihn ihr aus der Hand und ging zu Severus rüber. Severus löste den Stöpsel und roch am Trank, bevor er einen kleinen Tropfen auf seine Hand tropfte und dann mit der Zunge aufnahm und schluckte. Severus schloss die Augen und Emilia sah ihn mit angstgefüllten Augen an, doch seufzte, als er nickte und eine kleine Spritze beschwor und etwa 5 ml des Tranks aufzog. Emilia hielt Charlie still und Severus setzte einen Schnuller auf die Spritze und hielt sie Charlie an die Lippen, der es sofort gierig aufsaugte.
„Haben wir ein Glück, dass er so verfressen ist.“, schmunzelte Emilia und James und Sirius lachten. Emilia sah verwundert von Severus zu seinen eigentlichen Erzfeinden und wieder zurück, doch keiner von ihnen sagte etwas.
„Habt ihr Hunger?“
„Nein.“, sagte Severus und nahm Charlie auf den Arm, der sofort seine Ärmchen auf seine Schulter legte. Sirius sah grummelnd zu Emilia die Severus und dann ihren Sohn küsste, bevor sie ihren Zauberstab hielt.
„Severus?“
„Ich melde mich später.“, sagte Severus, jetzt wollte er seine Familie nur in Sicherheit zuhause wissen, weshalb er auf dem schnellsten Weg zum Ausgang lief und dann mit beiden disapparierte. James und Sirius folgten ihnen und Severus hielt sie zurück.
„Soweit geht es nicht, ich werde euch nicht zu mir nach Hause einladen.“, sagte er brummig und Sirius und James schnaubten nur.
„Alles klar bei dir?“, fragte Sirius Emilia, die sich die ganze Zeit an Severus‘ Arm fest hielt.
„Alles bestens, danke.“, antwortete sie und lächelte leicht. Sirius erwiderte es und disapparierte dann mit James.
„Hattest du mehr mit Black zu tun als ich dachte?“, fragte Severus eifersüchtig, doch Emilia lachte nur und küsste ihn sinnlich.
„Wusstest du das nicht? Belinda hat es mir mal erzählt, Sirius war zum Schluss ausschlaggebend für den Ärger den du mit den Rumtreibern hattest. James hatte Lily, aber Sirius wollte wohl diejenige die du ganz sicher hattest.“, Sirius brummte und schloss die Tür auf.
„Ich kann es nicht erwarten, dass endlich Sonntag ist.“, murmelte er und Emilia lächelte.
„Ich freu mich so sehr darauf.“, seufzte sie und legte Charlie im Bett ab. Severus legte die Arme um ihre Taille und zog sie eng an seine Mitte.
„Glaubst du, dass meine Großmutter sich wirklich umentschieden hat?“, fragte er.
„Ich weiß nicht aber ich will im Moment über nichts nachdenken.“, raunte sie und begann bereits sein Hemd aufzuknöpfen. Severus grinste breit und küsste sie sinnlich, während er seine Hände auf Wanderschaft schickte. Er erhob an diesem Abend mehrmals Anspruch auf Emilia, bevor sie erschöpft zurück fielen und engumschlungen einschliefen.
„Ich weiß, dass ihr keine Feier wolltet Süße, aber ein bisschen müsst ihr schon über euch ergehen lassen, schließlich habt ihr es schon 6 Monate verschoben.“, lächelte Belinda und schnappte sich Emilias Hand und apparierte mit ihnen. Emilia fiel Belinda glücklich und dankbar um den Hals. Der einzige Grund, dass sie nicht feiern wollten, war, dass sie nicht das Geld für eine schöne Feier hatten, doch Belinda hatte ein sehr gutes Mittagessen vorbereitet und im Wohnzimmer war genug Platz um zu tanzen. Eileen ging gegen 8 Uhr am Abend, doch Emilia nutzte den Abend sorgsam um endlich mal wieder abzuspannen, sich zu amüsieren und die Probleme zu vergessen, während Severus mit Charlie auf dem Gästebett eingeschlafen war.
„Oje Emy, normalerweise sollte deinem Ehemann die erste Nacht gehören und nicht deiner Trauzeugin.“, Emilia begann zu giggeln und strich Severus über die Wange.
„Er hatte die letzten Nächte davor und heute Nacht hatte er so schlecht geschlafen, er wäre eh dabei eingeschlafen.“, Belinda prustete in ihr Glas und beide fingen ausgelassen an zu lachen und weckten Severus und leider auch Charlie, der laut schrie und sich erst nach 20 Minuten auf Emilias Arm beruhigte, die ihn wiegte und sein Schlaflied sang, Hush little baby. Severus war dabei erneut eingeschlafen und hatte sich vorher noch schnell die Schuhe ausgezogen.
„Ähm…“
„Klar, hier.“, lachte Belinda und schob schon einen Stubenwagen ins Gästezimmer, in den Emilia den kleinen Charlie legte und zudeckte.
„Schlaf gut, willst du dass ich euch wecke?“
„Oh das macht Charlie schon, keine Sorge.“, gluckste Emilia und sah liebevoll auf ihren Sohn. Belinda warf Emilia einen Luftkuss zu und schloss die Tür. Emilia schlüpfte aus ihrem einfachen weißen Kleid und legte sich in Unterwäsche neben Severus, der ein Auge aufschlug, den Arm um sie schlang und sie nah an sich zog, um sie regelrecht als Kissen zu benutzen. Emilia küsste seine Oberarm, das einzige Stück Haut, dass sie erreichen konnte und schloss die Augen. Entgegen ihrer Erwartungen wurde sie nicht durch Charlies Geschrei wach, doch spürte seine weiche kleine Hand auf der Wange.
„Wach auf Mami.“, Emilia lächelte mit geschlossenen Augen bei Severus‘ sanfter Stimme und seufzte wohlig.
„Mami guck, ich sitze ganz allein.“, säuselte Severus und Emilias Augen flogen auf und sie starrte strahlend auf Charlie, der beim Sitzen versuchte sich Severus‘ kleinen Finger in den Mund zu schieben, der es jedoch immer wieder verhindert. Severus sah zu Emilia und sah sie so voller Liebe an, dass Emilias das Herz aufging und sie sich vorbeugte um ihren Ehemann zu küssen.
„Wie du musst weg, Severus du hast doch Urlaub die nächste Woche.“, sagte sie verwundert, als er sich den Umhang über warf. Severus küsste Charlie auf den Kopf, der sofort herum schnellte und die Arme ausstreckte, doch Severus schüttelte den Kopf und schüttelte seine Hand.
„Emilia, ich muss zu Professor Dumbledore.“, Emilia sah ihn besorgt an und Severus küsste sie seufzend auf die Nase, als er sah, wie ihre Augen feucht wurden.
„Bitte pass auf dich auf und versprech mir so schnell wie möglich wieder zu kommen.“
„Versprochen mein Schatz.“, lächelte er und küsste sie richtig, was sie kurz erwiderte, bevor sie mit Charlies kleiner Hand wank.
„Tschüss Papa, vergiss uns nicht.“, sagte sie sanft und Severus lächelte.
„Niemals.“, versprach er und zog die Tür hinter sich zu. Emilia ging zum Fenster und beobachtete Severus wie er die Straße runter lief und plötzlich verschwand. Emilia wurde leichenblass, als Remus mit einer frischen Wunde auf der Wange vor ihrer Tür stand und bat rein kommen zu dürfen.
„Ist er…“
„Es geht ihm gut, so schnell trifft man deinen Ehemann nicht. Er hat eine kleine Schramme, weil er gegen den Türrahmen gelaufen ist.“, grinste Remus und Emilia schluchzte erleichtert und schlug Remus auf die Brust.
„Mach mir nie wieder solche Angst.“, schluchzte sie und Remus sah sie erschrocken und beschämt an. Er wollte sie nicht zum Weinen bringen. Er ging auf sie zu und legte die Arme um sie. Emilia hatte ihre Arme an den Seiten herab hängend und versuchte sich zu beruhigen, doch sie hatte die letzten zwei Tage solche Qualen durchgestanden und solche Angst gehabt, dass es nun schwer war, der Erleichterung nachzugeben.
„Wo ist er?“, schniefte sie und Remus schmunzelte.
„Dein Ehemann hatte tatsächlich die Ruhe sich ein kleines Häuschen anzusehen, während wir auf Albus‘ Signal warteten.“, Emilia sah ihn fragend an und Remus grinste.
„Ich nehme an, ihr werdet demnächst umziehen, Severus geht es gerade bezahlen.“, Emilia schmunzelte und sah zur Tür als sie einen Schatten wahr nahm.
„Lupin.“, brummte Severus und Remus ließ Emilia los, die strahlend auf ihn zulief und ihm in die Arme fiel. Severus legte die Arme eng um Emilia und sah warnend zu Remus, der sich zwar nichts zu Schulden kommen lassen hatte, dem es jedoch nicht angenehm war, dass Severus ihn unter Verdacht hatte, ein Auge auf seine Frau geworfen zu haben. Nachdem er ihn beim Duell nur 5 Stunden her beobachtet hatte, war er sich sicher, sich nicht freiwillig in Severus‘ Weg zu stellen.
„Lupin hat dir von dem Haus erzählt?“, Emilia nickte und sah ihn liebevoll an. Severus musste sich zusammen reißen, sie nicht an sich zu reißen und besinnungslos zu küssen. Er hatte sie schrecklich vermisst, den Geruch ihrer Haare und den Blick mit dem sie ihn ansah, bei dem ihm sein Herz aufging, bei dem er sich geliebt fühlte und begehrt.
„Können wir uns das leisten?“, fragte sie ganz leise und er schmunzelte.
„Wir haben es uns bereits geleistet.“, Emilia gluckste und küsste ihn sanft. Severus brummte zustimmend und drückte seine Hand auf ihren unteren Rücken um sie näher zu ziehen.
„Ähm, du meintest ihr könntet Hilfe gebrauchen.“, räusperte sich Remus, als Emilia sich an Severus drückte und seine Hand hinten unter ihren Pullover rutschte. Severus und Emilia lösten sich voneinander und Emilia strich sich verlegen eine Haarsträhne hinters Ohr und grinste Severus frech an, der brummelte, sie jedoch los ließ.
„Wir müssen das alles hier zusammen packen.“, sagte er nur und beschwor einen Stapel Kartons. Sie verteilten sich und während Emilia alle Sachen von Charlie zusammen packte, kümmerten sich die Männer um den Rest. Das neue Haus war nicht sonderlich groß, aber sie hatten ein Wohn-, ein Schlaf- und ein Kinderzimmer und die Küche war groß genug um einen kleine Essecke einzubauen, also im Vergleich zu ihrer Einraumwohnung zuvor wahrer Luxus. Emilia fiel Severus um den Hals als sie es sah und Remus verabschiedete sich schmunzelnd. Severus jedoch schob Emilia weg und sah in den Babykorb. Charlie schien noch nicht überzeugt von seiner neuen Umgebung und weinte laut. Severus hob ihn raus und machte mit ihm einen Rundgang, Schlaf- und Kinderzimmer waren mit einem kleinen Badezimmer im oberen Stockwerk, während Wohnzimmer und Küche unten waren. Das Wohnzimmer war sehr geräumig und Emilia strich über die neue Couch die dort stand. Severus hatte bereits gesagt, dass Remus die alte etwas verwandelt hatte.
„Dann war aber alles in Ordnung oder?“, fragte Minerva und hoffte, dass nun nichts schlimmes kommen würde, doch Emilia strich sich über den Bauch und ein dunkler Schatten legte sich über ihr Gesicht.
„Es lief alles sehr gut, wir feierten gemeinsam Charlies ersten und zweiten Geburtstag und ich wurde befördert, zum Leiter einer Forschungsgruppe. Emilia war erneut schwanger, ein Mädchen, wir freuten uns wirklich sehr…“
„Aber Maja schien noch nicht so alt.“, sagte Minerva und Emilia nickte und schniefte an Severus‘ Schulter. Sie hatte es bis heute nicht verarbeitet.
„Ich war im 7. Monat als es an der Haustür klingelte. Severus war mit Charlie im Park und ich hatte das Abendessen fertig. Ich erwartete sie jede Minute zurück, weshalb ich einfach die Tür aufzog.
„Guten Abend Mrs. Snape.“, Emilia schrie, doch sie waren zu abgeschieden, 500 Meter vom nächsten Haus entfernt, als der Todesser sie ins Haus stieß.
„Schön habt ihr es euch gemacht, besonders der weiße Teppich gefällt mir.“, Emilia wich immer weiter zurück und keuchte, als sie das Sofa in den Kniekehlen spürte und nach hinten fiel. Der Todesser griff sich eine Handvoll Haar und zerrte sie auf den Teppich. Ohne viel Aufsehen stach er Emilia ein Messer in den von der Schwangerschaft runden Bauch. Emilia flehte um ihr Leben und das Leben ihres Kindes, doch der Todesser schmiss nur eine Pergamentrolle auf den Teppich und verschwand aus der Wohnung, nachdem er das Familienfoto zertrümmerte. Emilia hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sie hatte schreckliche Schmerzen und das Blut breitete sich um sie aus und sickerte in den weichen weißen Teppich und färbte ihn rot. Severus schrie als er Emilia sah und kniete sich neben sie.
„Emilia, was ist passiert?“
„Severus.“, weinte Emilia und ohne großes Nachdenken sprang Severus auf, schmiss eine handvoll Flohpulver in den Kamin und rief nach Poppy, die sofort erschien und entsetzt zu Emilia sah, die sich weinend den Bauch hielt, während Charlie geschockt in der Tür stand und sich in die Hose gemacht hatte. Severus ging zu Charlie und nahm ihn auf den Arm, der sich zitternd an ihn drückte. Severus drehte sich weg, auch wenn er schreckliche Angst um Emilia und ihre Tochter hatte, Charlie sollte sowas nicht sehen, daher ging Severus in die Küche und reinigte mit einem Zauber Charlies Hose und gab ihm etwas zu trinken, während er in der Tür stand und wartete, dass Poppy ihm sagte was los ist. Er schnellte herum als es klopfte.
„Ich muss mit ihr ins St. Mungo, vielleicht bringen sie ihren Sohn zu ihrer Mutter Mr. Snape und kommen dann nach.“, Severus wurde blass und nickte nur. Severus hob Charlie auf seinen Arm und wartete bis er das Feuer zischen hörte, bevor er ins Wohnzimmer ging. Er schluckte, das Blut hatte Poppy nicht entfernt. Severus stieg in den Kamin, hielt die Hand über Charlies Kopf und wirbelte herum.
„Severus?“, Severus sah auf, mit rot geränderten Augen und fahlem Gesicht. Remus seufzte und setzte sich auf den anderen Stuhl.
„Sie hat das Baby verloren?“, Severus nickte nur und musste hart schluckten, doch beschäftigte sich damit Emilia über die fiebrige Stirn zu wischen.
„Und Emilia?“
„Ihr sollte es morgen bereits besser gehen.“, sagte Severus mit kratziger Stimme.
„Charlie ist bei deiner Mutter?“, Severus nickte nur und streichelte Emilias Hand, die von den Heilern in traumlosen Schlaf gelegt wurde.
„Kann ich etwas tun?“
„Kannst du ins Haus gehen und die Spuren beseitigen, ich weiß nicht, ob…“, Remus brauchte es gar nicht hören und nickte bereits. Severus sah ihn dankbar an und legte seine Wange auf Emilias Brust, über ihr Herz und horschte den ruhigen Schlägen.
Minerva hatte sich die Hand auf den Mund geschlagen und Emilia lag in Severus‘ Arm und weinte leise. Severus strich ihr durch die Haare und beschrieb ihnen die schwere Zeit danach, wie Emilia erst nach 2 Tagen wieder aufwachte und vor Severus den Wunsch äußerte ebenfalls tot zu sein und Severus von sich zu stoßen. Severus krampfte die Hand etwas, doch strich mit der anderen weiter durch Emilias Haare.
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