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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Gefangen

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Jede noch so kleine Entscheidung, die wir treffen, hat Einfluss auf unser Leben. Nicht nur auf unser Leben, sondern auch das unserer Mitmenschen. Manchmal weniger, manchmal aber auch mehr.
Und je nachdem wie wir uns entscheiden, kann es uns selbst ein glückliches Leben bescheren, anderen dafür aber Kummer und Leid bereiten.
Entscheiden wir uns aber dafür, Kummer und Leid selbst zu tragen, um es anderen, die wir Lieben, zu ersparen, können wir in diesem still und leise vergehen. Ungesehen.
Hin und wieder hat das Schicksal jedoch ein Einsehen und lenkt unsere Entscheidungen, wie auch Geschicke, oder die anderer, so, dass man manchmal dennoch bekommen kann, was man sich wünscht...


۩ ۞ ۩


Es war ein kaltes, dunkles Verlies, in dem sie gefangen war. Ein Kerker, der noch 100-mal abscheulicher war, als Snapes in Hogwarts. Er war kalt, feucht und muffig, trotz des kleinen, schmalen, dick vergitterten Fensters, weit oben in der Steinwand, welches gerade genug Licht hereinließ, dass sie schwache Schemen erkennen konnte, wenn der Himmel nicht, so wie jetzt, von dicken Regenwolken bedeckt war.
Doch war dieser bereits seit Monaten nicht mehr wirklich zu sehen, sondern ständig durch den feuchtkalten, dunstigen Nebel der Dementoren verschlossen, die zu brüten schienen und so in ganz England eine schwerwiegende, drückende Kälte zurückließen. Hoffnungslosigkeit. Ein Gefühl, was Hermione auch ohne das Zutun dieser dunklen Geschöpfe seit einigen Tagen quälte.
Ihr Kopf lastete furchtbar schwer. Zu sagen sie hätte nur Kopfschmerzen, hätte der Wahrheit in den höchsten Tönen gespottet. Nein, über so etwas Banales wie Kopfschmerzen wäre sie unendlich dankbar gewesen. Stattdessen schmerzte sie ihr ganzer Körper.
So war es nicht nur eine kalte, leicht stickig, leicht muffige Luft, die den Kerker ausfüllte, sondern auch der Geruch von Blut, kaltem Schweiß und Krankheit. Es waren Gerüche, die von ihr kamen. Blut, welches auf ihrem Körper schimmerte und von zahlreichen Stich- wie auch Schnittwunden herrührte, die sich bereits zu entzünden begann.
Sie hatte das Gefühl, ihr ganzer Körper bestünde nur noch aus einem einzigen blauen Fleck. Jede einzelne Faser spannte unermesslich, während sie in ihrem Innern auch weiter ein fürchterliches Brennen, Stechen und Reißen spürte, welches dem Cruciatus geschuldet war, mit dem man sie noch Stunden zuvor gefoltert hatte.
Erst als sie nicht einmal mehr hatte schreien können, da ihr Hals sie durch alles zu sehr schmerzte, hatte Bellatrix aufgehört und man hatte sie zurück in dieses Loch geworfen, mit dem festen Vorsatz, am kommenden Morgen weiterzumachen und sie letztlich zum sprechen zu bringen. Nur, dass sie das nicht würde. Sie würde ihre Freunde nicht verraten. Lieber ging sie in den Tod. Einen, den man ihr aber genauso wenig gewähren würde.
Sie hatte es in ihrer halben Bewusstlosigkeit noch gehört, wie einer der Death Eater diese Irre dazu gemahnt hatte, sie, das Schlammblut, noch nicht zu töten. Wenn sie tot wäre, würde man Potter nicht mehr mit ihr locken können.
„Harry. . .“, flüsterte sie bei dem Gedanken an ihn kratzig und verweint, bevor sie sich auf dem feuchten Steinboden zusammenkrampfte, was den Schmerz in ihrem Körper erneut stärker aufflammen ließ, bevor er nach und nach minimal abebbte, bis alles wieder so war wie kurz zuvor.
Scheinbar für unendliche Stunden bis irgendwann, irgendwo weit weg ein leises Klack an ihre Ohren, und so auch in ihr gequältes Unterbewusstsein drang. Dann Schritte, die seltsam verzerrt auf dem kalten Stein widerhallten. Auch klang es ihr furchtbar dumpf in den Ohren nach. Nicht wirklich als wäre das Geräusch im Hier und Jetzt, sondern weit weg. Wie durch Wasser. Gedämpft und auch irgendwie gebrochen.
„Nein. . .“, wimmerte sie vor. Nicht nochmal. Nicht jetzt schon wieder. Sie ertrug das nicht mehr. Konnte nicht mehr. Verdammt, konnten diese Bastarde sie nicht wenigsten für ein paar Stunden in Frieden lassen?
Ihr Besucher blieb allerdings nicht wo er war. Zwar hielt er auf ihr Wimmern kurz inne, trat dann aber weiter zu ihr, worauf sie sich aufs Neue verkrampfte. Angst und Panik stiegen in ihr auf. Angst, vor neuer Folter, aber auch den anderen Misshandlungen.
Doch anders als befürchtet, zerrte man sie nicht aus ihrer Zelle, um auf sie einzuschlagen oder ihr sonst wie auf grausame Art und Weise Schmerz zuzufügen. Im Gegenteil. Die Gestalt, die plötzlich bei ihr war, legte eine etwas verwanzte, aber dennoch warme Decke über ihre zerschundene Erscheinung, in die man sie schließlich sehr behutsam hüllte, um ihr nicht noch mehr Qualen zu bereiten. Doch selbst diese Vorsicht war inzwischen nicht mehr genug. Dafür hatte man sie in den letzten Tagen zu schwer verletzt, als das es auch nur eine kleine Stelle gab, die noch irgendwie heil war. Da war nichts mehr. Gar nichts.
Mittlerweile lag sie in den Armen des Schattens, von dem sie nichts sah. Dafür war es zu Dunkel. Dafür schmerzten sie ihre Augen durch die vielen Tränen zu sehr, als das sie etwas erkannte. Zudem hatte der Fremde die Kapuze des schwarzen Umhanges sehr tief ins Gesicht gezogen, sodass Hermione die Gestalt, selbst wenn das andere nicht gewesen wäre, auch dann nicht in der Dunkelheit der kalten Märznacht erkannt hätte. Was sie dafür aber recht deutlich spürte, war eine angenehme Wärme, die von der Erscheinung ausging. Diese nahm ihr halb erfrorener Körper gierig in sich auf. Getragen wurde diese von einem beruhigenden Duft, der tief in ihrem Kopf etwas weckte. Ein leises Vertrauen.
Schließlich bettete der Schatten sie behutsam auf das kleine Strohlager, was er mit ein paar leise gemurmelten Worten, die für Hermione nicht mehr waren, als ein Wispern im Wind, trocken zauberte. Als sie lag, zwang sie sich die Augen ein wenig weiter auf, um Sehen zu können, wer bei ihr war. Wer scheinbar nicht darauf gesinnt war, sie zu verletzen. Doch sie sah auch weiterhin nichts. Sie erkannte nichts von dem Fremden, der achtsam die Hand auf ihre blutig, zerschrammte Wange legte und vorsichtig darüber strich.
Die Hände des Besuchers gehörten eindeutig einem Mann, wenngleich sie dennoch sehr weich und fein waren. Weich, warm und allen voran sanft zu ihr. Es war ein beinahe zärtliches Streicheln, welches sie unwahrscheinlich beruhigte, obwohl all das um sie herum absolut nicht beruhigend war. Diese kleine Geste ließ im Augenblick aber genau dieses Gefühl in ihr zurück, was dafür sorgte, dass sie die schmerzenden Augen für einen kurzen Moment schloss, um zu vergessen, was um sie herum war. Was in den letzten Tagen passiert war.
Der Fremde zog sie daraufhin noch ein wenig mehr zu sich und legte ihr schließlich ein kleines Glasfläschchen an die rissigen Lippen, was Hermione lediglich am Rande bemerkte, als sie erneut Geräusche hörte. Es war der Schatten, nur vernahm sie ihn so unendlich weit weg, wie durch Wasser, sodass sie die Stimme niemandem zuordnen konnte. Vermutlich hätte sie im Moment nicht einmal Harry oder Ron erkannt, wenn sie es denn gewesen wären. Ihre besten Freunde, auf die sie nach wie vor hoffte.
„Hermione. Hey? Komm, trink das. Die Schmerzen lassen dann etwas nach“, hauchte der Fremde, worauf sie wieder in das für sie verschleierte Gesicht blickte.
Wer war das? Wer war hier bei ihr? Wer würde sie beim Namen nennen, anstatt sie als Schlammblut zu beschimpfen? Träumte sie? Wollte ihr dieser Jemand tatsächlich helfen, oder wollte man sie mit einem Trank nur gefügig machen? Versuchten die Death Eater sie so vielleicht zum Sprechen zu bringen, damit sie ihre Freunde und Pläne verriet?
Ja das schien ihr das Wahrscheinlichste. Dass die scheinbar dargebotene Hilfe nur eine Finte war, weshalb sie sich aus den starken Armen zu winden versuchte und den Kopf von der Phiole wegdrehte. Sie wimmerte leise „Nein. . .“, was ihren Gast irritierte. Nach kurzem Zögern zog er sie jedoch wieder fest an sich und träufelte ihrer geschwächten Gestalt das Mittel vorsichtig ein.
Hermione wollte es nicht schlucken, doch der Reflex zu trinken, um so ihren trockenen Hals zu beruhigen, war größer. Nur einen Augenblick später ran die Flüssigkeit, die ein wenig wie Honig schmeckte, ihre Kehle hinab. Kurz darauf begann das Mittel seine Wirkung zu tun. Und das völlig anders, als sie erwartet hatte.
Es ließ nach. Das Stechen, Brennen und Reißen ließ mehr und mehr nach und ebbte so auf ein halbwegs erträgliches Maß ab. Der Schatten hatte nicht gelogen. Er hatte ihr wirklich helfen und ihren Schmerz lindern wollen. Mehr noch, denn damit machte sich statt der Kälte, die bis dahin unaufhörlich in ihre Knochen gekrochen war, eine beruhigende Wärme in ihrem Körper breit, die dafür sorgte, dass es ihr die müden Augen zu zog.
Doch bevor sie die Erschöpfung, um eine neue Bewusstlosigkeit ereilte, spürte sie ein paar warme, weiche Lippen, die sie zärtlich auf die Stirn küssten. Im Anschluss fanden sie ihr Ziel an ihrem Ohr, wo sie die fremde Stimme noch einmal kurz hörte.
„Ich werd dir helfen. Ich werd dich aus dieser Hölle rausholen, sobald sich mir eine Möglichkeit bietet“, versprach der Schatten und strich ihr nochmal behutsam über die blasskalte Wange, bevor sie gänzlich weg driftete und in einen tiefen, schmerzfreien Schlaf fiel, der sie träumen ließ. Träumen, von längst vergangenen Tagen. . .

۩ ۞ ۩


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