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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Späte Erkenntnis

von Alex2303

۩ ۞ ۩


„Bleib hier!“, entwich es ihr noch immer entsetzt. Draco wand sich allerdings aus ihrem Griff. Kurz darauf deutete er warnend mit dem Zauberstab auf das Gesicht seiner Mutter, die geschockt vor ihm zurückwich.
„Ich will dir nicht wehtun, Mutter. Ich werde es aber, wenn du mir in die Quere kommst“, drohte er ihr offen, was sie noch bleicher werden ließ, als sie es ohnehin schon war. Sie konnte nicht glauben, was hier gerade passierte. Allen voran was noch passieren würde, wenn sie nicht bald handelte und diesem Chaos ein Ende setzte. Ein Ende mit Schrecken, denn so wie es aussah, würde sich Draco nicht zur Vernunft bringen lassen.
„Du kommst alleine nie hier raus!“, versuchte sie an ihn zu appellieren, doch es war ihm gleich. „Das werden wir ja sehen!“, gab er ihr entschlossen zurück und wollte sich zum Gehen umdrehen, als sie ihn wieder am Arm ergriff.
„Warte!“ „Lass mich los!“, zischte er bedrohlich und durchbohrte sie fast mit seinen Eisaugen. Narcissa schüttelte allerdings entschieden mit dem Kopf, was das Dunkel in seinen Augen noch stärker schürte. Seinen Zauberstab umklammerte er dabei noch fester, der kurz darauf erneut gefährlich auf das Gesicht seiner Mutter zeigte.
„Lass ... mich ... los“, forderte er kalt und betonte jedes Wort nachhaltig. Narcissa blieb jedoch eisern. „Sie werden dich finden. Sie werden. . .“ „Ist mir egal!“, fauchte er, worauf sich in ihren Blick etwas bitterlich Trauriges stahl.
„Mir aber nicht“, brach ihre Stimme. Zeitgleich stiegen ihr ein wenig die Tränen in die Augen, die sie jedoch nieder rang. Sie atmete tief durch und versuchte ihren Geist scharf zu stellen, bevor sie weiter auf ihn einredete.
„Hör mir zu. Wenn du das tatsächlich willst, dann. . . Ich werde dir helfen zu verschwinden.“ „Was?“, stutzte er, auf die plötzliche Hilfsbereitschaft, die ihn sofort misstrauisch stimmte, was seine Mutter deutlich sah und sich rasch erklärte.
„Ich will nicht, dass sie dir etwas antun und dich am Ende sogar umbringen. Bei Merlin, Draco. Du bist mein Sohn! Denkst du wirklich, ich würde es über mich bringen, dich ans Messer zu liefern?“ Auf die bloße Vorstellung kamen ihr nun doch die Tränen, sodass die Skepsis in ihm ein wenig wegbrach, was Narcissa erkannte und bitter lächelte.
„Ich habe das alles viel zu lange hingenommen. Ich hätte es gar nicht erst so weit kommen lassen dürfen. Ich hätte nie zulassen dürfen, dass sie dir das Dunkle Mal aufzwingen“, murmelte sie immer leiser, wie auch schuldig und begann es sich verstärkt vorzuwerfen, worauf er jedoch schwieg. Stattdessen fiel sein Blick auf den Grund für sein Handeln.
Sie sah furchtbar aus. Bleich, blutverschmiert, zerkratzt, zerschnitten und zerstochen, wie auch grün und blau geprügelt. Ihre sonst so wilden Haare lagen ihr strähnig und auch teils blutig auf dem Gesicht, auf dem nur zu deutlich der kalte Schweiß glänzte. Er spürte ihren schweren, fiebrig heißen Atem, der getrieben ging. Sie war völlig am Ende. Wenn sie nicht endlich Ruhe und vor allem Hilfe bekam, würde sie sterben, womit er zurück zu seiner Mutter sah.
„Du willst mir wirklich helfen?“, fragte er dennoch misstrauisch, worauf sie nickte. „Ja doch. Ich. . .“, brach sie ab und betrachtete sich nochmal kurz das Bild, bevor sie Snape mit einem Zauber ruhig stellte, sodass er nicht doch noch Alarm geben konnte, wenngleich es ihm nicht bekommen würde, Draco ans Messer zu liefern. Und das wusste er auch. Letztlich beschwor sich Narcissa ihren Umhang herbei und warf ihn sich über, bevor sie Draco auf die Tür deutete.
„Es gibt noch einen alten Geheimgang. Ich hoffe, den haben sie nicht entdeckt. Dort könnten wir vielleicht raus kommen.“ „Wo?“, stutzte Draco völlig perplex, da er keinen solchen kannte. Narcissa lächelte nur ein wenig matt.
„In der Küche, mein Lieber. Lucius hat sich nie die Mühe gemacht, diese auch nur näher zu betreten. Ich habe den Gang vor Jahren zufällig entdeckt. Er führt unter das Haus durch einen Gang zu dem angrenzenden Waldstück. Von dort sollten wir problemlos disapparieren können“, erklärte sie und huschte mit gezücktem Zauberstab voran, wo sie in alle Richtungen spähte, damit sie niemandem in die Arme liefen.
Auf ihrem Weg kam zwar kurz Rodolphus knapp an ihnen vorbei, wo sich Draco merklich am Riemen reißen musste, um seinem verhassten Onkel nicht irgendeinen Fluch ins Kreuz zu brennen. Er hätte gut Lust dazu gehabt. Bellatrix dasselbe. Doch der Death Eater blieb der Einzige, der ihren Weg kreuzte, sodass sie ungesehen die Küche erreichten, die Narcissa vorsorglich magisch verriegelte. Kurz darauf trat sie an den überdimensionalen Steinofen und quetschte sich leicht dahinter, was sich Draco verwundert besah. Er hörte dann aber recht deutlich, wie seine Mutter in einem bestimmten Muster auf den Stein tippte. Wenig später kam sie wieder zum Vorschein, während sich zeitgleich die Steine in der Wand verschoben, ähnlich wie bei dem Geheimgang zur Diagon Alley oder auch ihrem Gemeinschaftsraum.
Es dauerte keine halbe Minute, bis sich ein Gang vor ihnen auftat. Und da nirgends ein Alarm los ging, schien seine Mutter mit ihrer Vermutung Recht zu behalten. Dennoch zögerte er nun in diesen zu treten. So richtig traute er dem Frieden nicht, was auch Narcissa sah.
„Komm endlich“, drängte sie ihn, doch er rührte sich nicht, was sie fast zur Verzweiflung trieb. Sie mussten hier weg, bevor doch noch jemand frühzeitig das Verschwinden des Mädchens bemerkte, weshalb sie etwas tat, was sie sonst nie tun würde. Nämlich ihren Zauberstab aus der Hand geben, den sie Draco stattdessen hin hielt.
„Was . . . soll das?“, fragte er verdutzt. „Nimm ihn, wenn du mir noch immer nicht glaubst, aber hör auf noch länger hier rumzustehen. Wir müssen weg, bevor es jemandem auffällt“, mahnte sie ihn, was auch deutlich in ihrem Blick zu lesen war. Damit schluckte er sein Misstrauen runter und trat zu ihr.
„Steck ihn ein“, raunte er ihr im vorbeigehen zu und verschwand als erster in dem schmalen Gang. Hinter sich hörte er dann noch, wie sich die Steinwand schloss, bevor seine Mutter mit einem gemurmelten „Lumos“ zu ihm trat und auf den Gang deutete, den sie sich beeilten zu durchqueren.
Nach gut zehn Minuten schlug ihnen endlich frische Luft entgegen. Waldluft, genauso wie seine Mutter gesagt hatte. Sie waren tatsächlich an einer versteckten, zugewucherten Höhle herausgekommen, die man nur aus einer Richtung betreten konnte. Nämlich auf dem Weg, den sie gekommen waren, womit Narcissa gedankenverloren murmelte: „Vermutlich war das früher mal ein Fluchtweg.“ Was es war, war Draco herzlich egal.
„Sie muss ins Mungos“, drängte er seine Mutter stattdessen, die gleich mit dem Kopf schüttelte. „Zu gefährlich. Die Death Eater rühren im Ministerium rum und haben ihre Kontakte sicherlich auch im Mungos. Sie haben überall ihre Späher. Wenn wir dort hingehen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis jemand auftaucht.“ „Und was dann?“, fauchte er. „Verdammt, sie braucht Hilfe!“ „Die müssen wir anderweitig auftreiben.“ „Aber. . .“ „Lass uns erstmal verschwinden und dann gehen wir alles in Ruhe durch.“ Damit war sie bei ihm und legte ihm eine Hand an den Kopf, wo sie ihm eine Adresse in Mugglelondon einsuggerierte, was ihn verwirrte.
„Was war das?“ „Ein Ort wo sie uns hoffentlich nicht suchen werden. Hast du die Daten soweit im Kopf?“ „Was? Ich. . . Ja“, murmelte er ein wenig nervös, während seine Mutter ganz zu ihm trat, damit sie mit der Bewusstlosen Seit-an-Seit disapparieren konnten. Kurz darauf waren sie weg.

۩ ۞ ۩


Gut hundert Kilometer entfernt, tauchten sie unversehrt mit einem leisen Plopp, in einem kleinen Vorort von Mugglelondon, wieder auf. Dort hielt sich Narcissa im Schatten einer Häuserfassade mit Draco versteckt und suchte die Straße nach Merkwürdigkeiten ab, fand aber nichts. Es war ruhig, was nachts um 2:00 Uhr nicht weiter verwunderlich war. Die Anwohner schliefen, sodass sie sich an Draco richtete und ihm auf ein halb zerfallenes Haus deutete.
„Da hin?“, entwich es ihm jedoch entsetzt, als er die Ruine sah. Narcissa nickte. „Dort wird man niemanden vermuten, glaub mir“, meinte sie eine Spur zu matt, schon irgendwie gedrückt und ging voraus. Draco sah ihr allerdings unschlüssig nach, bevor sein Blick auf das Stoffbündel in seinen Armen fiel.
Verdammt, sie brauchte einen Heiler und nicht so eine Bruchbude! Nur hatte seine Mutter sicher nicht ganz unrecht, dass man sie im Mungos im Handumdrehen finden würde, weshalb er ihr letztlich folgte. Sie huschten ungesehen in den Trümmerhaufen, der nicht nur von außen so zerfallen war, sondern auch im Innern völliges Chaos widerspiegelte, sodass er skeptisch zu seiner Mutter sah. Diese lächelte auch weiter recht schwermütig.
„Geh die Treppe hoch. Oben sollte ein Bett stehen. Leg sie hin, ich komme nach, sobald ich ein paar Schutzzauber gesprochen habe“, versprach sie, was er noch immer leicht misstrauisch so hinnahm und die knarrende Treppe hoch schlich.
Im ersten Stock angelangt linste er in drei der Zimmer, wo er mit dem letzten wirklich einen Treffer landete, denn es war ein Schlafzimmer. Und zwar ein völlig verwahrlostes. Der Staub türmte sich Zentimeter dick auf, genauso wie das Mobiliar, allen voran das Bett, total zertrümmert waren, gleich so, als hätte hier ein Kampf stattgefunden.
„Was sollen wir hier?“, murmelte er verwirrt und wollte bereits wieder runter zu seiner Mutter gehen, als sich das Dach plötzlich magisch zu reparieren, und schließen begann. Nur kurze Zeit später setzten sich auch die Möbel wieder zusammen, was den Zaubern seiner Mutter geschuldet war. Das Zimmer nahm dadurch nun halbwegs etwas Heiles an, was ihn nicht daran hinderte, selbst noch ein paar mal den Reparo und Scourgify zu sprechen. Im Anschluss legte er Hermione in das nun ganze, sowie saubere Bett und zog ihr die Decke bis zu den Schultern.
Er ließ seine Hand auf ihre Stirn sinken, die wahnsinnig glühte, sodass er nach einem Tuch suchte. Er befeuchtete dieses und belegte es zusätzlich mit einem Kühlzauber, bevor er es auf ihrer Stirn drapierte, was sie zu spüren schien, denn ihr entwich ein tiefes Seufzen. Ihre Augen blieben jedoch verschlossen, ebenso wie es unter ihren Lidern unruhig zuckte.
Sie musste noch immer ziemlich starke Schmerzen und mit Sicherheit auch Albträume haben. Kein Wunder nach allem. So streifte er sich die Tasche ab und begann in dieser zu wühlen, bis er die entsprechenden Präparate zur Hand hatte.
Harper hatte ihn zwar immer gemahnt, nicht so viel von dem Zeug zu nehmen, da man bei einer Überdosis kollabieren konnte. Er wusste aus eigener Erfahrung aber, dass man zwei bis drei der Phiolen dennoch halbwegs gefahrlos am Tag zu sich nehmen konnte. Das Einzige was ihm passiert war, als er in seiner Verzweiflung gleich drei auf einmal hinter gekippt hatte, war, dass es ihn sofort umgehauen hatte und er so schnell nicht wieder wach zu kriegen war. Und das für fast drei Tage. Dafür war es ihm hinterher aber bedeutend besser gegangen, weshalb er sich Hermione nun auch nahm und ihr nochmal etwas gegen die Schmerzen verabreichte. Ebenso etwas, um ihren Geist ein wenig zu betäuben.
Als er gerade dabei war, kam Narcissa zurück und beobachtete ihn kurz stumm, wie er die Gryffindor im Arm liegen hatte und ihr behutsam etwas einträufelte. Sie vermutete recht stark das Schmerzmittel, was er von Harper hatte.
Nach dem Fünften hatte sie dutzende von Phiolen in seinem Hogwarts Koffer entdeckt und schon sonst was gedacht, was er zu sich nahm. Er schien da aber bereits geahnt zu haben, was noch auf ihn zukommen würde und leider auch zugekommen war. Am Ende drängte sie die dunklen Erinnerungen beiseite und trat ganz zu ihm, während er Hermione behutsam in die Kissen sinken ließ. Als Draco seine Mutter bemerkte, drehte er sich zu ihr. Fragend.
„Wo sind wir hier? Was. . . Woher kennst du diese Gegend?“ Doch anders als gedacht, gab Narcissa ihm keine Antwort. Stattdessen beugte sie sich zu der Löwin, um genauer nach dem Mädchen zu sehen. Draco hielt sie jedoch gleich am Handgelenk fest. In den Augen erneut dieses warnende Funkeln, welches Narcissa versuchte wegzulächeln.
„Ich werde ihr nichts tun, sonst hätte ich dir doch nicht geholfen, mit ihr zu verschwinden. Wir stecken beide bis zum Hals in Schwierigkeiten, aus denen wir versuchen sollten, heil herauszukommen“, erklärte sie ihm, was er nach und nach auch einsah.
Am Ende lieĂź er ihre Hand los, womit sie die Decke ein wenig zurĂĽck schlug und seinen Schulumhang vorsichtig auf zog, unter dem Hermiones Verletzungen deutlich zum Vorschein kamen. Und die sahen alles andere als gut. Sie musste ins Mungos, nur ging das nicht. Sie mussten irgendwie anderweitig Hilfe holen. Nur wo? Wie? Wer wĂĽrde ihnen helfen?
„Sieh mal nach, ob du ein paar warme Sachen für sie findest. Ich versuche ihre Wunden zu schließen“, gab sie Draco leicht abwesend zu verstehen und strich nachdenklich über einige der tieferen Schnitte und Striemen. Draco rührte sich allerdings nicht gleich. Stattdessen betrachtete er seine Mutter erneut misstrauisch.
Er wollte sie nicht mit Hermione allein lassen, was sie irgendwann bemerkte und innerlich seufzte. Schließlich stand sie auf und suchte ihrerseits ein paar Kleidungsstücke für das Mädchen zusammen, die aus einem langärmligen, weißen Männerhemd, einer Webboxer und einer grauen Baumwolljogginghose bestanden, die sie rasch vom Schmutz befreite. Als sie mit allem zurück war, versorgte sie mit Draco die Verletzte so gut sie konnten. Im Anschluss begann Narcissa ihr die Kleidungsstücke überzuziehen. Draco sah dann aber nur noch kurz auf ihren zerschundenen Körper, bevor er den Blick fallen ließ und mit leerer Miene einen Punkt auf dem Boden fixierte. Erst als Narcissa Hermione die Decke über die Schultern legte, sah er wieder auf.
„Was machen wir jetzt?“ „Das fragst du mich? Bei Merlin, Draco! Du hast sie doch aus dem Kerker geholt. Du wolltest mit ihr verschwinden. Warum?“, fragte sie ihn nochmal, wenngleich sie sich seine eigentlichen Beweggründe inzwischen denken konnte. Sie wollte es jetzt dennoch von ihm hören. Nur bekam sie keine Antwort. Zumindest keine Mündliche. Sein funkelnder Blick sprach dafür eine ganz eigene Sprache, die ein dickes Buch gefüllt hätte, sodass sie schwach seufzte. Warum nur war ihr das nicht früher aufgefallen? Jetzt war es zu spät. Oder?
„Draco, hör mal“, begann sie schwermütig, womit er zu ihr sah, als sie ihm ihre Gedanken erklärte. „Wir können sie nicht ins Mungos bringen, aber vielleicht anderweitig Hilfe holen.“ „Und wen bitteschön?“, murrte er. Wer würde ihnen schon zuhören, mehr noch helfen? Narcissa überraschte ihn jedoch mit der simpelsten Tatsache.
„Der Orden des Phönix.“ „Was?“ „Ja. Du hast mir doch erzählt, dass sie während eures fünften Jahres heimlich im Raum der Wünsche Verteidigungszauber gelernt haben. Dass Potter, Weasley und die kleine Granger eng mit dem Orden in Verbindung stehen. Die Weasleys sind seit jeher Ordensmitglieder. Genauso wie deine Cousine.“ „Nymphadora?“ „Genau. Sie ist doch Aurorin?“, bohrte Narcissa nach, worauf er nickte. Draco wusste durch Blaise, dass sie sich während des Sechsten zeitweise wohl in Hogwarts aufgehalten hatte. Sie hätte da allerdings schlecht ausgesehen. So farblos. Freudlos. Blaise hatte dann noch gemeint, dass sie wegen Lupin wohl Liebeskummer hätte.
„Ich werde versuchen irgendwie Kontakt mit ihnen aufzunehmen“, sprach seine Mutter weiter, wodurch er aus seinen bitteren Gedanken über das sechste Jahr ins eigentliche Hier und Jetzt zurückgeholt wurde.
„Und wie willst du das machen? Wie willst du sie dazu bringen dir zuzuhören?“ „Ich werde versuchen deine Tante Andromeda ausfindig zu machen. Sie kann sich dann mit Nymphadora und die mit dem Orden in Verbindung setzen. Andromeda wird mir auf alle Fälle zuhören, da bin ich mir sicher. Außerdem haben wir etwas, was dem Orden nicht unwichtig ist“, sah sie zu Hermione, dem Draco kurz folgte, bevor Narcissa ihre Pläne noch weiter erläuterte.
„Sie werden uns, im Gegenzug dafür, dass wir sie mitgenommen haben, sicher Schutz gewähren und. . .“ „Schutz von denen!?“, keifte Draco jedoch aufgebracht. Die würden ihnen keinen Schutz bieten, sondern sie lynchen, sobald Hermione bei ihnen in Sicherheit war.
„Das glaubst du doch nicht im Ernst?!“ „Wir haben keine andere Wahl! Mir behagt die Vorstellung zwar auch nicht, auf den Orden zu vertrauen, aber es ist die einzige Möglichkeit, dass wir beide so vielleicht halbwegs heil aus der Geschichte wieder herauskommen. Spätestens in ein paar Stunden werden sie merken, dass die Kleine weg ist, genauso wir zwei. Severus wird zwar nicht so dumm sein uns zu verraten, dennoch werden sie eins und eins zusammenzählen. Wenn sie uns finden, sind wir erledigt. Wir sind auf die Hilfe des Ordens angewiesen. Ebenso auf ihren Schutz, wo ich denke, dass sie uns den auch gewähren, immerhin haben weder du noch ich sie verletzt. Im Gegenteil. Du hast doch noch versucht, dich um sie zu kümmern. Du wolltest sie aus dem Manor bringen. Du hast mir gesagt, dass du dir das nicht mehr länger tatenlos mit ansiehst. Und ich glaube, ich weiß langsam auch warum.“ Daraufhin knurrte Draco gefährlich, während in seinen Augen erneut etwas Warnendes aufflackerte. Seine Mutter lächelte plötzlich allerdings ungewöhnlich mild, was ihn furchtbar irritierte und so auch die dunkle Miene verschwinden ließ. Mehr noch als sie auf einmal meinte: „Ich versteh dich sehr gut, mein Lieber. Besser als du dir vorstellen kannst.“ Damit wurde aus dem milden Lächeln ein tieftrauriges, was ihn noch mehr verstörte.
„Was ist los?“ „Nichts. Ich. . . Hör mir jetzt gut zu“, mahnte sie ihn. „Ich werde sehen, dass ich jemanden finde, der uns hilft. Ihr“, sah sie kurz zu Hermione, die auch weiter in einer tiefen Bewusstlosigkeit lag und damit rein gar nichts von dem registrierte, was um sie herum geschah.
„Du bleibst so lange hier und verhältst dich ruhig. Über das Haus habe ich alle möglichen Schutzzaubern gesprochen, sodass man es nicht so ohne Weiteres betreten kann, außer man hat das Passwort, was nur ich kenne und auch nur dem Orden weitergeben werde. Sollten sie dennoch hier auftauchen und sich gewaltsam Zutritt verschaffen, wirst du das merken. Das ganze Haus wird dadurch erzittern. In dem Fall. . .“, brach sie ab und sah sich suchend um, wo sie sich letztlich blindlings eine kleine Keramikfigur nahm. Es war eine schwarze Katze, die sich genüsslich streckte. Auf diese deutete sie mit ihrem Zauberstab und murmelte nach kurzem überlegen „Portus“, bevor sie die Figur in Reichweite auf den Beistelltisch legte.
„Sobald ich das Haus verlassen habe, wird der Portschlüssel aktiv. Es reicht, wenn du ihn anfasst, damit er dich woanders hinbringt.“ „Wohin?“ Daraufhin schüttelte seine Mutter mit dem Kopf. „An einen Ort, den wirklich nur ich kenne und so soll es auch bleiben. Die Wände haben manchmal Ohren“, mahnte sie ihn, worauf er nickte.
„Und weiter?“ „Dort bleibst du. Sobald ich Hilfe gefunden habe, hole ich dich“, endete sie und nahm sein Gesicht in die Hände. Sie zog ihn zu sich und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn.
„Sei bitte vorsichtig“, flüsterte sie. „Ich will dich im Ganzen, lebend wiedersehen.“ „Du auch“, gab er ihr recht matt zurück, worauf sie noch kurz gedrückt lächelte, bevor sie sich erhob und die Kapuze ihres Umhanges über streifte.
„Ich bin bald wieder da“, versprach sie und verschwand erst aus der Tür und schließlich aus dem Haus, was Draco überdeutlich merkte, denn damit stieg eine eigenartig farbige Wolke rings um das Haus auf. Gleich so, wie eine Seifenblase. Ein Schutzschild, der dann zwar nicht mehr zu sehen war, was jedoch nicht hieß, dass er nicht da war.
So blieb sein Blick noch kurz in der dunklen Nacht hängen, bevor er sich erhob und die Vorhänge zu zog. Im Anschluss legte er den Muffliato über das Haus, immerhin. . . Seine Mutter hatte damit sicher nicht ganz unrecht, dass auch Wände Ohren haben konnten.
Als er damit fertig war, kĂĽmmerte er sich um den kleinen Ofen, der sich ebenfalls im Zimmer befand. Er heizte diesen ordentlich an, damit es richtig warm wurde und sich Hermione so hoffentlich fĂĽrs Erste wenigstens in einer Richtung auskurieren konnte.
Den Rest der Nacht blieb er still an ihrem Bett sitzen und versuchte sich auch weiter so gut er konnte um sie zu kümmern. Er sorgte für eine immer wieder kalte Kompresse, ebenso wie er ihr nach Sonnenaufgang nochmal etwas von dem Medikament einflößte. Dennoch kam sie nicht zu sich, was er am Ende auf Harpers Mittel schob.
Er hatte ihr innerhalb der letzten 12 Stunden bereits drei der kleinen Phiolen verabreicht. Vermutlich würde sie allein deswegen die nächsten zwei, drei Tage nicht aufwachen.

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