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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Alles auf Anfang, ... oder?

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Als sie alles beisammen hatten und Charlie seinen Vater über sein Vorhaben informiert hatte, der nicht sonderlich begeistert von der Idee der Jungs war, begab sich Blaise zu Hermione, um sie zu wecken.
„Evigilas“, murmelte er, worauf sie schwach blinzelte. „Guten Morgen, Prinzessin“, neckte er sie. Die Hexe sah ihn allerdings noch recht verschlafen an, was wenig später zu einer leichten Verwirrung wurde. Kurz darauf riss sie panisch die Augen auf und fuhr ruckartig hoch, um zu sehen, wohin die Idioten sie geschleppt hatten!
Zu ihrer Erleichterung stellte sie fest, dass sie nach wie vor immer im Wohnzimmer bei den Harpers war, wo es sie, dank Blaise, umgehauen hatte. Sie lag lediglich auf der Couch, eine Decke über den Beinen und der Taille, von wo sie den Slytherin irritiert ansah, bevor ihre Wut auf ihn und sein dämliches Verhalten zurückkam.
„Sag mal, was sollte das?!“ „Na, na. Ich dachte mir, ein bisschen Ruhe tut dir vor der Abreise ganz gut.“ „Wenn ihr es wagt mich nach Maui oder sonst wo hin zu schleppen, verpass ich euch einen Furnunculus der sich gewaschen hat!“, fauchte sie.
„Au, Hermione. Ich bin erschüttert“, spielte Blaise den geschockten und legte sich theatralisch eine Hand auf die Brust. Die Gryffindor funkelte ihn aber weiter wütend an, was ihn aufs Neue grinsen ließ, bevor er neben hier Platz nahm und versöhnlich meinte: „Wir bringen dich nicht nach Maui, obwohl ich mir sicher bin, dass es dir dort gefallen würde“, schmunzelte er bei der Vorstellung, sie im Hula Röckchen zu sehen, wurde allerdings gleich wieder ernst.
„Aber da du nicht vernünftig sein willst, bleibt Charlie und mir nichts anderes übrig, als mit euch mitzukommen.“ „Was?“, sah sie ihn verwirrt an. „Wir kommen mit nach England und schauen, ob wir euch irgendwie helfen können. Charlie hat schon alles zusammengepackt, was wir wahrscheinlich benötigen werden.“ „Ihr . . . ihr wollt mitkommen?“ „Von wollen kann nicht unbedingt die Rede sein, Süße. Uns behagt es allerdings nicht, dich, Ginny und Draco zurück auf die Insel zu lassen. Sie haben in eurem Orden im Zweifelsfall doch niemanden, der einen Verletzten richtig versorgen kann. Das hat man an dir und Draco überdeutlich gesehen. Davon abgesehen werdet ihr vermutlich jede verfügbare Unterstützung, gegen diese Irren, brauchen.“ „Wirklich?“ „Ja.“ „Oh Blaise!“, fiel sie ihm um den Hals und hielt sich entschieden an ihm fest. Glücklich, wie auch furchtbar dankbar, bevor die ersten Sorgen in ihr aufkeimten und sie ihn wieder ansah.
„Aber. . . Seid ihr euch sicher? Ich mein, . . . Es ist gefährlich und. . .“ „Was denkst du, warum wir nicht wollen, dass ihr nach England geht? Draco hat nicht grundlos so einen Aufstand gemacht. Er rennt ja selbst jetzt noch mit dem Gesicht zur Faust geballt rum“, unterbrach Blaise sie ruhig, worauf sie kaum merklich nickte. Unter diesem Aspekt hatte sie es noch gar nicht betrachtet. Dass die Sorgen, die sie sich um Harry und Ron machte, gleichzeitig auch Sorgen anderer um sie waren.
„Hör mal. Ich weiß, du machst dir Gedanken um deine Freunde. Aber glaubst du nicht, sie wären beruhigter, dich irgendwo in Sicherheit zu wissen? Dass sie das mehr wollen, als dass du dich mit ihnen in irgendeine halsbrecherische Aktion stürzt? Mir wäre das lieber. Also überleg es dir nochmal“, legte er ihr ein letztes Mal ans Herz, worauf sie eine Weile schwieg und das Für und Wider für sich, aber auch andere, abwog. Am Ende schüttelte sie dennoch mit dem Kopf.
„Hier in Sicherheit rumzusitzen, während sie Kopf und Kragen für unsere Freiheit riskieren, das halt ich nicht aus. Ich würde wahnsinnig werden und es mir nie verzeihen, wenn ihnen was passiert, was ich vielleicht hätte verhindern können, wenn ich ihnen zur Seite gestanden hätte“, sah sie Blaise wieder an. Tränen drohten ihr bei der Vorstellung, dass ihren besten Freunden etwas zugestoßen sein könnte, in die Augen zu steigen, was Blaise seufzen ließ. Am Ende zog er sie an ihrem Kopf behutsam zu sich heran und drückte ihr einen kleinen Kuss auf die Stirn.
„Du bist echt etwas Besonderes, Süße. Ich hoffe, die beiden Idioten wissen das auch gebührend zu schätzen.“ „Das tun sie“, lächelte sie überzeugt, dennoch verzog er unheilvoll das Gesicht. „Wenn nicht, prügel ich diese Erkenntnis in sie rein.“ „Blaise. . .“ „Nein wirklich“, grinste er nun wieder frech und stand schließlich auf, wo er ihr die Hand reichte.
„Dann würde ich sagen, verlassen wir unser schönes, warmes, ruhiges, wie auch gemütliches Arizona und verschwinden in das graue, kalte, verregnete, düstere England“, machte er gespielt eine Szene, die Hermione doch etwas mehr auf den Magen schlug, als er beabsichtigt hatte. Denn so wie er und Charlie nicht wollten, dass sie sich in Gefahr brachte, so wollte sie das im Grunde auch nicht von den Beiden. Sie hatte die zwei Jungs, ohne sich dessen bewusst zu sein, mit ihrer Entscheidung zurückzugehen, richtig ins Kriegsgeschehen gezogen.
„Ihr müsst nicht mitkommen. Keiner verlangt das von euch. Niemand würde es euch übel nehmen.“ „Mag sein, wir würden es uns aber übel nehmen. Darüber hinaus muss ja jemand auf dich aufpassen, wenn Potter und Weasley es nicht auf die Reihe kriegen. Also.“ Damit hatte er sie bei der Hand und verschwand mit ihr nach draußen auf die Terrasse, wo der Rest bereits wartete.
Charlie bepackt mit mehreren Taschen, die er an Blaise und Draco weiterreichte. Der Blonde nahm sie knurrend und warf Hermione kurz einen giftigen Blick zu, bevor er entschieden in eine andere Richtung guckte. Sein Gesicht blieb dabei auch weiter eine stille Maske des Zorns.
„Fertig?“, richtete sich Tonks an die Freunde, wo sich die Sechs bei der Hand fassten. Schließlich ließ sie das Feuerzeug schnappen, mit dem der Zug kam, der sie zurück nach England brachte.

۩ ۞ ۩


„Grau, düster, kalt und verregnet. Wie immer“, murrte Blaise, als sie mit einem leisen Plopp irgendwo zum frühen Morgen in einer abgelegenen Seitengasse auftauchten. Der Himmel war wolkenverhangen und es goss in Strömen, sodass die Sechs beizeiten bis auf die Haut durchnässt waren.
„Wo sind wir?“, erkundigte sich Ginny verwundert bei Tonks, die das Feuerzeug wegsteckte. „Sunny Gardens Road. Kingsley hat den Portschlüssel so präpariert, dass er uns in einer Nebenstraße zurückbringt. Zur Sicherheit.“ „Wie nett“, höhnte Blaise, worauf Tonks mit den Schultern zuckte.
„Wir können uns nun mal keine Fehler erlauben. Er war nur gründlich.“ Damit trat sie richtig auf die Sunny Gardens, auf der kaum Menschen zu sehen waren, sodass der sechser Trupp überdeutlich auffiel. Erst recht, da niemand einen Schirm dabei hatte.
Kurz darauf verschwanden sie zügig in der entsprechenden Seitenstraße, die den Zugang zum derzeitigen Unterschlupf des Ordens verbarg. In der Gasse tippte Tonks in einem bestimmten Muster mit ihrem Zauberstab an die Ziegelwand, die anders, als in der Diagon Alley, nicht auseinander glitt, sondern plötzlich, wie aus dem Nichts, eine Tür preisgab.
„Immer herein die Herrschaften“, griente sie die ehemaligen Schüler an, die mehr als froh waren, aus dem kalten Regen rauszukommen. Kaum drinnen hörte man auch schon Schritte, die eilig in den Flur traten. Wenig später stand Molly vor ihnen, die sich sofort auf ihre Mädchen stürzte und sie erleichtert in die Arme schloss.
„Merlin sei Dank, es geht euch gut“, hielt sie Ginny ganz fest und sah nochmal nach ihrer Tochter, ob ihr wirklich nichts fehlte. Diese lächelte beruhigend, sodass Molly zu Hermione sah, die ebenfalls lächelte.
„Hermione, Liebes. Wie fühlst du dich? Wir haben uns schreckliche Sorgen um dich gemacht. Du sahst furchtbar aus. Merlin, du bist ja noch immer so dürr“, kam Molly nicht umhin, dies zu bemängeln, als sie die Brünette in den Armen hielt.
„Es geht mir gut, Molly. Wirklich“, versuchte Hermione sie zu beruhigen, doch Molly mochte sich nicht beruhigen und sah zwischen den beiden Mädchen unschlüssig hin und her. „Euch fehlt nichts? Nein? Sie haben euch nichts getan?“ „Mom. . .“, nölte Ginny und sah Molly ungehalten an.
„Sie sind unsere Freunde und keine Monster. Das hab ich dir schon mal gesagt. Davon abgesehen stehen sie keine zwei Meter neben dir, also wärst du bitte so freundlich, ihnen nichts zu unterstellen? Sie sind mitgekommen, um uns zu helfen.“ „Helfen?“, sah Molly jedoch verwirrt zu den jungen Männern, die alle drei ein ziemlich angefressenes Gesicht machten. Malfoy noch mehr als Charlie und Blaise, der sich ohnehin gleich sauer verzog. Auf halben Weg begegnete er seiner Mutter, die die Stimmen gehört hatte.
Als Narcissa ihn entdeckte, wollte sie ihn sofort in die Arme nehmen. Erleichtert, dass es ihm gut ging. Als ihr allerdings seine Miene ins Auge stach, brach sie ihre Bewegung bereits im Ansatz ab. Draco achtete auch nicht auf sie, sondern lief stinkig an ihr vorbei in das Zimmer, aus dem sie gekommen war, wo er die Tür lautstark ins Schloss warf.
„Man, hat der schlechte Laune“, murmelte Blaise, als Narcissa zu den beiden Jungs trat. Dabei fiel ihr Blick auch auf Hermione, der es wieder gut zu gehen schien, weswegen sie die Gemütslage ihres Sohnes noch mehr wunderte. Er sollte doch froh darüber sein, hätte sie zumindest gedacht.
„Mrs. Malfoy“, begrüßte Blaise die Blonde und war ein wenig überrascht sie zu sehen. So zu sehen. Sie trug, völlig anders als sonst üblich, ein einfaches Kleid, ähnlich wie Mrs. Weasley. Ihre Haare hatte sie offen, die ihr recht formlos über die Schultern fielen. Zudem wirkte sie abgespannt und auch irgendwie erschöpft. Doch sie lächelte erleichtert.
„Narcissa, Blaise. Wie oft denn noch?“, sah sie ihn an und zog ihn kurz in die Arme, genauso Charlie. Molly besah sich die Drei jedoch etwas unsicher, bevor sie sich wieder ganz auf ihre Mädchen konzentrierte. Hauptsächlich Hermione, die sie nochmal verstärkt in Augenschein nahm.
„Und dir fehlt wirklich nichts? Du solltest mehr essen. Für den Anfang auch erstmal aus dem nassen Zeug raus. Nicht, dass ihr mir krank werdet.“ „Mom. . .“, nölte Ginny, doch da hatte Molly ihren Zauberstab bereits bei der Hand und legte einen Trockenzauber auf die Löwinnen. Ein Beispiel, dem Tonks, Blaise und Charlie folgten.
„Hab ich heute schon mal erwähnt, dass ich England mit seinem Mistwetter hasse?“, murrte Blaise. „Nur so drei, vier Mal“, schmunzelte Hermione. „Na dann sag ich es noch ein fünftes Mal. Mich kotzt dieses Pisswetter an!“ „Zur Kenntnis genommen“, meinte Charlie und richtete sich an Tonks. „Habt ihr hier irgendwo einen Vorratsschrank, damit wir das Zeug richtig lagern können?“, deutete er auf seine Tasche, die Molly skeptisch beäugte.
„Was ist das?“ „Medikamente, Zutaten, Tränke und Bücher“, erklärte Tonks, was Molly nun doch verblüfft zu Charlie sehen ließ, bevor sie wieder zu Hermione blickte.
„Ich denke, es geht dir gut?“ „Tut es auch. Die Jungs dachten aber, dass wir das gebrauchen könnten.“ „Zeigst du ihm die Küche und eins der Zimmer, wo sie schlafen können?“, bat Tonks, Molly rührte sich allerdings nicht gleich. Stattdessen sah sie weiter verunsichert zu den beiden Slytherins, sodass Ginny mit den Augen rollte und sich schließlich darum kümmerte.
„Ich zeig euch alles“, trat sie zu Charlie und deutete ihm mit dem Kopf in die entsprechende Richtung. Als Blaise ihm folgen wollte, hielt Narcissa ihn jedoch kurz an.
„Was ist eigentlich mit Draco los?“, fragte sie leise, worauf er nur mit dem Kopf schüttelte. Ihr jetzt zu erklären, was ihm gegen den Strich ging, würde zu lange dauern, von daher kam er mit einer recht knappen Aussage.
„Er hat mit gewissen Sachen ein kleines Problem.“ Daraufhin runzelte Narcissa die Stirn, sodass er sich zu ihr neigte. „Vielleicht reden wir lieber unter vier Augen weiter“, flüsterte er, was Mollys Misstrauen wieder mehr schürte. Narcissa nickte nur und verschwand mit Blaise, sodass Molly mit Hermione und Tonks allein im Flur blieb, die sich dann auch an Molly richtete.
„Ist Remus da?“ „Nein. Er ist vor zwei Stunden los etwas erkunden, wollte aber versuchen, heute Abend zurückzukommen.“ „Okay dann. . . Ich verschwind mal zu meiner Mutter und Teddy. Kommst du klar?“ „Arthur ist noch da.“ „Also ja?“ „Sicher“, lächelte Molly jedoch ein wenig gedrückt und nahm sich schließlich Hermione ihrer an, die sie in die Küche führte.
„Hast du Hunger, Liebes?“ „Wir haben vor einer Weile erst Mittag gegessen.“ „Du siehst trotzdem so aus, als ob du mehr auf die Rippen vertragen könntest“, maß Molly sie besorgt. „Später, okay? Ich. . . Sind Ron und Harry da?“, fragte sie endlich die Frage, die ihr seit ihrer Ankunft am meisten unter den Nägeln brannte. Sie wollte die Zwei sehen und mit ihnen reden. Molly musste sie jedoch enttäuschen.
„Schätzchen, das tut mir leid. Harry und Ron sind nur einen Tag, nachdem ihr nach Arizona seid, wieder verschwunden. Harry hat etwas gemeint von wegen, neuen Hinweisen nachgehen. Wir haben seitdem allerdings nichts mehr von ihnen gehört. Ich mach mir schreckliche Sorgen um die Beiden. Hast du vielleicht eine Idee, wo sie sein könnten?“ „Nein“, entwich es Hermione deprimiert, aber auch verwundert.
Wie hatte Harry bitte neue Hinweise finden können? Sie hatten damals doch völlig auf dem Schlauch gestanden was, wo und wie. Nachdem sie gefangen worden war, hatten sich die Jungs ja auch gleich zum Orden begeben und versucht, sie ausfindigzumachen. Sie hatten in der Zeit doch gar nicht weiter suchen können.
„Hat er gesagt was?“ „Nichts. Er meinte wirklich nur Hinweisen nachgehen. Er sah mir aber sehr nachdenklich aus. Ich weiß nicht. Aber bevor ihr fort seid, hat der Malfoy Junge ihm noch was gesagt. Harry war hinterher richtig Weiß im Gesicht. Als wir ihn gefragt haben, was war, hat er nur mit dem Kopf geschüttelt und wirres Zeug gemurmelt. Am nächsten Tag ist er mit Ron weg.“ „Malfoy hat . . . mit Harry geredet?“, konnte Hermione nur verwundert wiederholen und sah Molly auch dementsprechend an. Sie nickte.
„Ja. Es war seltsam. Auch so.“ „Was meinst du?“ „Malfoy. Wie er sich verhalten hat.“ „Was hat er gemacht?“, wurde Hermione unruhig. Molly machte ihnen unterdessen etwas Tee fertig, wo sie eine Tasse Hermione reichte, bevor sie sich an den Tisch setzte. Zeitgleich ließ sie das, was vor ein paar Wochen war, noch einmal Revue passieren, ehe sie zu Hermione sah, die neben ihr Platz genommen hatte.
„Er . . . nun. . . Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber er war . . . anders. Er hat irgendwie versucht, sich um dich zu kümmern“, sah Molly Hermione auch weiter ratlos und zunehmend verwirrt an, während Hermione ein schwermütiges Lächeln über die Lippen huschte.
„Ginny meinte, ihr seid mit diesen Slytherins befreundet?“ „Mit Blaise und Charlie. Blaise hat mir im Dritten angefangen ein Ohr abzukauen, ob wir uns nicht mal treffen können. Ich hab ihn anfangs ständig stehen lassen, er hat allerdings nicht locker gelassen und war eigentlich fast immer freundlich, wenn von den anderen Schlangen keiner dabei war. Irgendwann hab ich ihm resigniert nachgegeben, in der Hoffnung, dass er mich dann in Ruhe lässt. Hat er aber nicht und. . . Nun ja, das erste Treffen war doch recht lustig. Ginny und ich haben gemerkt, dass sie uns wirklich nichts Böses wollen und im Grunde richtig nett waren. Wir hatten viel zu lachen“, lächelte sie Molly an, die es aufs Neue verblüffte.
„Und Malfoy? Habt ihr euch auch mit dem. . .“ „Nein. Absolut nicht. Blaise und Charlie haben uns allerdings immer versucht zu erklären, dass er wohl nicht so ein Fiesling wäre, wie wir denken. Und. . .“, brach sie ab und sah in ihre Tasse, aus der es dampfte und angenehm duftete.
„Ich hab keine Ahnung, was in seinem Schädel vor sich geht“, wurde sie betrübt und auch leicht abwesend, als sie weiter meinte: „Ich weiß nicht, was er vorhat. Ob er überhaupt etwas vorhat. Ich denke, eigentlich nicht und. . . Weißt du, als ich mit ihm allein war, konnte ich ganz normal mit ihm reden. Er war . . . er war richtig lieb, auch wenn das total verrückt klingt“, lächelte sie wieder ein wenig, als sie daran zurückdachte. An die Minuten, bevor ihre Freunde gewaltsam in das Zimmer gestürmt waren. Wie er sie gehalten und versucht hatte, sie zu trösten und zu beruhigen. Wie er sie schließlich angesehen hatte. Was sie selbst in seinen Augen gesehen hatte.
„Er meinte zu mir, dass er das alles gar nicht gewollt hat.“ „Was?“ „Das mit den Death Eatern. Blaise hat mir später noch erzählt, dass der alte Malfoy ihn da wohl eher dazu gezwungen hat. Irgendwie glaub ich ihm das auch, weil. . . Als sie uns in London aufgespürt haben, wollte sein Vater ihn mit dem Avada umbringen, weil er mir geholfen hat. Sie haben ihn als Blutsverräter beschimpft. Wir konnten allerdings fliehen und. . . Er war durch alles selber verletzt, hat sich aber trotzdem weiter um mich gekümmert, ohne auf sich zu achten. In Arizona das gleiche. Er hat die ganze Zeit nach diesem Fluch gesucht, ohne sich Ruhe zu gönnen. Nachdem er ihn gefunden hatte, hat er sich dann auch noch darum bemüht, dass ich den Fluch wieder los werde und. . . Es war Glückssache, dass alles gepasst hat“, wurde sie sich ein weiteres Mal bewusst und spielte gedankenverloren an ihrer Kette mit dem Anhänger. Molly sah sie jedoch verwirrt, aufgrund ihrer Aussage, an.
„Er hat den Fluch von dir genommen? Warum nicht dieser Harper?“ „Charlie und sein Vater konnten nicht. Es mussten bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Den Fluch konnte entweder nur ER selbst aufheben oder jemand, der mit ihm in Verbindung stand. Da Malfoy das Mal hat, konnte nur er. Und selbst wenn nicht, ist er der Einzige gewesen, der Okklumentik beherrscht. Ich hab mir das mit dem Fluch später auch nochmal durchgelesen und. . . Er hätte dabei sterben können. Und so wie ich Blaise verstanden hab, hat er das auch gewusst. Trotzdem hat er es gemacht, ohne etwas dafür zu verlangen. Als ich nach ein paar Tagen in Ruhe mit ihm über alles reden und ihn fragen wollte, ist er ständig abgehauen oder hat mich angegiftet. Er ist wieder zu so einem ekligen Eisklotz geworden und mir aus dem Weg gegangen. Er meidet mich seither, als wär ich eine Krankheit“, brachte sie bitter hervor. Sie wusste selbst nicht warum, irgendwie tat ihr dieser Gedanke aber furchtbar weh.
„Er hat mich sonst bei jeder sich bietenden Gelegenheit beschimpft und versucht fertigzumachen. Und jetzt da. . . Ich konnte ihm noch nicht mal Danke sagen“, brach ihr die Stimme halb weg, genauso wie es ihr in den Augen zu brennen begann.
Ihre Tränen konnte sie nur mit Mühe zurückhalten, als sie Molly ansah und leicht heiser meinte: „Ich hab einfach keine Ahnung mehr, was das alles soll? Was er will? Wer er jetzt gerade eigentlich ist? Ich mein. . . Erst ist er jahrelang der größte Widerling auf Erden, geht’s mir dann aber plötzlich richtig scheiße, ist er auf einmal zur Stelle, hilft mir und scheint der liebste Mensch der Welt. Jetzt geht’s mir wieder gut und er wird zu Mr. Hyde!“ „Wer?“, verstand Molly ihren literarischen Vergleich jedoch nicht. Hermione schüttelte daraufhin nur mit dem Kopf.
„Er benimmt sich zwar nicht wie ein völliges Arschloch, aber es ist auch nicht das, was ich die Tage, als ich mit ihm allein war, von ihm gesehen habe. Er geht mir schon die ganze Zeit aus dem Weg. Er redet nicht mehr mit mir. Ja er beschimpft oder beleidigt mich noch nicht einmal mehr! Irgendwie ist es mir, als wäre ich plötzlich Luft für ihn und. . . Ich kapier’s nicht. Ich seh bei ihm einfach nicht mehr durch! Verdammt, kann er nicht bei einer Sache bleiben, damit ich weiß, wie ich ihn zu nehmen hab?“, wurde sie verzweifelt, aber auch wütend, wo Molly sie zu sich zog und einfach nur hielt.
„Mach dich seinetwegen nicht so fertig, Liebes. Du solltest einfach nur froh sein, dass du lebst und es dir wieder gut geht.“ „Das bin ich ja. Es ist nur. . . Ich bin es doch nur wegen ihm! Wenn er nicht auf einmal da gewesen wäre dann. . .“ „Sch. Komm, denk gar nicht weiter darüber nach“, zog Molly sie noch stärker zu sich in die Arme und ließ sie ihren Kummer einfach herausweinen.

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