Was im Verborgenen liegt - Die Ruhe vor dem Sturm
von Alex2303
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„Ich verstehe“, murmelte Narcissa betrübt, kaum dass Blaise ihr soweit alles erklärt hatte, was für sie wichtig zu wissen war. Die Blonde konnte auf all das auch nur mit dem Kopf schütteln, denn die Ängste ihres Jungen waren gleichzeitig auch ihre. Dass man ihn, sollte dieser Krieg gut ausgehen, dafür zur Rechenschaft zog, dass er das Mal hatte. Dass man ihm aufgrund dessen Dinge zuschrieb, die er nie getan hatte.
Sie konnte verstehen, wie sehr das an ihm nagte. Genauso, dass er dem Mädchen deshalb nichts sagen wollte und ihr stattdessen lieber aus dem Weg ging. Er versuchte sich auf diese Weise zu schützen. Sein Herz. Sie wusste, dass er um einiges sensibler und feinfühliger war, als es den Anschein hatte. Er versteckte es hinter einer kalten Maske aus Arroganz und Überheblichkeit. Und das schon viel zu lange.
Es war ihre Schuld. Alles. Sie hätte viel früher handeln müssen. Sie hätte nie zulassen dürfen, dass man ihn so sehr brach. Sie hätte mit ihm verschwinden sollen, als sie noch ansatzweise die Möglichkeit dazu gehabt hatte. Doch sie hatte es nicht gewagt. Trotz all der grausamen Dinge die waren, hatte sie es dennoch nie gewagt aus Angst vor dem, was sie und ihn stattdessen erwartet hätte, wenn man sie nach einem Verrat wieder aufgespürt hätte.
Verdammt, er war ihr Sohn! Wie hatte sie ihn so lange im Stich lassen können? Wie hatte sie diese Dinge so lange still und leise dulden können? Sie hatte ihm ein derartiges Leben ersparen wollen, es aber einfach nicht geschafft. Sie war zu schwach gewesen. Er jedoch nicht.
Auch wenn es lange gedauert hatte, so hatte er am Ende trotzdem den Mut und die Kraft gefunden, aus dieser tödlichen Dunkelheit auszubrechen. Das allerdings nicht, um sich selbst zu retten. Nein, es war das Leid des Mädchens, was ihn hatte handeln und ausbrechen lassen. Er hatte irgendwie diese Kraft für sie aufbringen können, anders als sie für ihn. Und dafür schämte sie sich immer mehr. Es quälte sie unsäglich, womit ihr die Tränen kamen.
„Ich hab ihn im Stich gelassen“, murmelte sie schuldig, worauf Blaise nichts Aufmunterndes zu sagen wusste, da er es irgendwo leider auch so sah. Zwar wusste er, dass Dracos Mutter ihm ein Rückhalt gewesen war. Dieser war allerdings viel zu wenig und schwach, um ihm eine richtige Stütze gegen diese verdorbene Sippe zu sein, in die er hineingeboren worden war. Die etwas aus ihm machen wollte, was er selbst nicht wollte.
„Ich red mal mit ihm“, meinte Blaise letztlich leise, worauf Narcissa ihn verweint ansah. Er zwang sich zu einem knappen Lächeln, bevor er aufstand und ging.
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Blaise musste nicht lange suchen, bis er den Sturkopf gefunden hatte. Er war noch immer in dem kleinen, sperrigen Zimmer, in dem er kurz nach ihrer Ankunft wutschnaubend verschwunden war. Und da er nach wie vor keinen Zauberstab hatte, hatte er die blöde Tür auch nicht abriegeln können. Auf das Knarzen dieser, linste Draco auch nur kurz von dem zerrupften Sessel auf, in den er sich hatte fallen lassen, bevor er wieder gänzlich in sich zusammen rutschte.
„Verzieh dich“, knurrte er Blaise leise an, der sich nicht daran störte und stattdessen den zweiten Sessel herandirigierte, in den er sich fläzte.
„Du tropfst“, rieb er seinem Freund als erstes unter die Nase, um einen Teil der Spannung von ihm zu nehmen. Ob es funktionierte, wusste er nicht. Allerdings sah Draco ihn kurz genervt an, bevor er wieder sinnlos ins Nichts starrte. Blaise besah es sich bloß einen Moment, ehe er einen Trockenzauber auf seinen Freund legte, sonst würde er in einer Stunde noch immer klatschnass rumrennen.
„Ich hab eben mit deiner Mutter gesprochen“, fing er schließlich an, doch Draco reagierte nicht, sodass Blaise noch anfügte: „Sie macht sich Sorgen. Und wenn ich ehrlich bin, mach ich die mir auch immer mehr. Man, was ist los? Ich hab dir gesagt, du sollst versuchen auf allem ein bisschen aufzubauen, aber was machst du? Du gehst jedem aus dem Weg und verkriechst dich.“ Kaum dass er es gesagt hatte, verpasste er Draco auch noch einen deftigen Klaps auf den Hinterkopf.
„Merlin nochmal, jetzt sei nicht so verbissen!“, meckerte Blaise weiter und handelte sich zum Dank erneut einen schier tödlichen Blick ein, bevor Draco noch mehr zusammensank als ohnehin schon.
„Hau ab“, murrte er am Ende nur und gab sich damit restlos seinen trüben Gedanken hin, was unschwer zu erkennen war. Blaise musterte ihn nur noch kurz, ehe er aufstand und an die Tür trat. Dort blieb er für einen Moment stehen und drehte sich noch einmal zu seinem Freund um.
„Wenn du weiter so machst, fliegst du ordentlich auf die Schnauze. Also mach endlich die Augen auf und guck nach vorn.“ Damit war Blaise weg und Draco erneut mit sich allein.
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Irgendwann wurde es Abend, wo Molly versuchte, alle an einen Tisch zu bekommen, da sie und Narcissa so gut wie fertig mit dem Abendessen waren. Ihre beiden Mädchen entdeckte sie in einem der Nebenzimmer, mit den zwei Slytherin Jungs, wo sie sich, und daran würde Molly sich vermutlich nicht so schnell gewöhnen, völlig friedlich unterhielten.
„Kommt ihr essen?“ „Gleich“, meinte Ginny und konzentrierte sich wieder mehr auf Blaise. Molly war indes auf dem Flur, wo ihr Tonks mit Remus entgegen kam.
„Da seid ihr ja. Ist alles gutgegangen?“ „Mehr oder weniger. Es gab zeitgleich einen Aufruhr bei Gringotts“, erklärte Remus und verschwand mit Molly und Tonks in die Küche, die auch gerade Ginny, Hermione, Blaise und Charlie betraten.
„Harry und Ron sind wohl in eines der Verliese eingebrochen“, meinte Remus weiter und ließ sich auf einen der Stühle sinken. Auf die Aussage erstarrten Hermione und Ginny.
„Sie sind WAS?“, entwich es Ginny entsetzt, womit Remus die Vier jetzt erst entdeckte und nickte. Kurz darauf richtete er sich an Hermione, die ihn mit großen Augen, schlohweiß, ansah.
„Hast du eine Idee, was sie dort gemacht haben könnten?“ „Was? Ich. . . Nein. . . Geht. . . Konnten sie entkommen?“, fragte Hermione noch immer geschockt, denn das war für den Anfang ihre größte Sorge. Remus seufzte, sodass Ginny zu ihm trat.
„Geht es ihnen gut? Hast du sie gesehen?“ „Leider nein. So wie ich das mitbekommen habe, sind sie mit einem der Verliesdrachen wohl aber geflohen. Es ließ sich allerdings nicht ergründen, was genau sie vorhatten. Sie sind angeblich in eines der untersten Verliese eingedrungen. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann war es anscheinend das Verlies von. . .“ „Lestrange“, entwich es Hermione tonlos, der der Grund für dieses wahnsinnige Vorhaben plötzlich direkt ins Gesicht sprang.
„Ich hab Bellatrix mal belauscht. Diese Dinger scheinen für ihn wohl ziemlich wichtig zu sein. Sie haben irgendwas von einem Trinkpokal geredet, der in Bellatrix’ Verlies liegt“, echote ihr Malfoys Erklärung schlagartig wieder glasklar in den Ohren nach. Ebenso Mollys Worte, als sie von Harry gesprochen hatte.
„Er meinte wirklich nur Hinweisen nachgehen. Er sah mir aber sehr nachdenklich aus. Ich weiß nicht. Aber bevor ihr fort seid, hat der Malfoy Junge ihm noch was gesagt. Harry war hinterher richtig Weiß im Gesicht. Als wir ihn gefragt haben, was war, hat er nur mit dem Kopf geschüttelt und wirres Zeug gemurmelt. Am nächsten Tag ist er mit Ron weg.“
„Woher. . .“, sah Remus sie auf ihre Antwort verwirrt an. Genauso der Rest der Anwesenden. Bei Hermione lief allerdings gerade alles zusammen.
Sie hatte Malfoy von den Horcruxen erzählt. Er hatte ihr das mit dem Verlies gesagt. Er hatte mit Harry gesprochen, der plötzlich neue Hinweise hatte und nun wohl mit Ron in besagtem Verlies war, diesen Trinkpokal holen, wenn er denn tatsächlich dort gelegen hatte.
„Hermione, weißt du was?!“, bohrte Remus nun nachhaltiger, sodass sie aus ihrem Gedankenfluss gerissen wurde und kurz zu dem Auror sah, bevor sie sich umdrehte und aus der Küche stürzte.
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„Iss etwas“, versuchte Narcissa ihren Jungen umzustimmen. Draco blieb aber stur sitzen. Er hatte einfach keine Lust mit irgendeinem der Anderen zusammenzukommen. Am allerwenigsten mit Hermione, die er plötzlich ziemlich wütend rufen hörte.
„MALFOY!“ Toll! Was hatte sie jetzt wieder mit ihm? Es war eine Frage, die sie ihm sicher gleich beantworten würde, denn damit flog die Tür energiegeladen auf, von wo aus sie ihn aufgebracht anfunkelte.
Diesen Blick kannte er nur zur Genüge. Sie war sauer. Richtig sauer. Und zwar auf ihn. Stellte sich nur die Frage warum? Immerhin hatte er ihr in den letzten Tagen direkt gar kein Futter in der Richtung gegeben.
Inzwischen war sie auch drin. Sie ließ Narcissa unbeachtet links liegen und war damit ganz bei ihm, wo sie ihn wütend am Kragen packte und ruppig zu sich zog. In den Augen noch immer dieses ungezügelte Feuer, an dem Mann sich schnell die Finger verbrennen konnte.
„Was hast du Harry gesagt?!“, fauchte sie, was ihn kurz verwirrte, bis ihm einfiel, was sie meinte, nur stellte er sich dumm. „Warum sollte ich mit Potter reden?“ „Tu nicht so scheinheilig! Molly hat mir erzählt, du hättest ihm irgendwas gesagt, bevor ihr mit mir weg seid. Was war das?“ „Ach das“, fiel es ihm scheinbar ganz zufällig wieder ein, was sie noch mehr zur Weißglut trieb. Immer wieder ein netter Anblick.
„Komm mir nicht so, Malfoy! Ich hab absolut keinen Nerv für deine scheiß Spielchen. Hast du Harry irgendwas zu den Horcruxen gesagt oder nicht?“ „Warum?“, fragte er nun wieder recht besonnen, wie auch mit einem zuckersüßen Lächeln, was sie innerlich schreien ließ. Der Typ machte sie wahnsinnig!
„Weil ich dir den Arsch aufreißen werde, wenn sie sich wegen Nichts in Gefahr gebracht haben! Also, hast du oder hast du nicht!?“ „Möglich.“ „MALFOY!“, schrie sie und war kurz davor ihn zu erwürgen, weshalb er sich erstmal aus ihrem Griff befreite und sie seinerseits an den Handgelenken festhielt.
„Jetzt halt mal die Luft an, Granger“, maß er sie durchdringend mit den grauen Augen, die so hart schienen, wie Granit. In ihren eigenen brannte allerdings noch immer dieses wilde, ungezügelte Feuer, mit dem sie drohte ihn zu verschlingen.
„Ich hab keine Ahnung, was Potter gemacht hat, aber ja. Ich habe ihm etwas gesagt, was ich vor Monaten belauscht habe. Ob es an dem ist, weiß ich nicht, von daher. . . Hättest du vielleicht erstmal die Güte mir zu erklären, was du eigentlich von mir willst?“, funkelte er sie wütend an, sodass es auch ihr rausplatzte.
„Sie sind bei Gringotts eingebrochen. In das Verlies deiner geistesgestörten Tante!“ „Ernsthaft?“ Nun war er doch merklich verblüfft. Er fragte sich unweigerlich, wie die zwei Trolle das angestellt hatten? Das Verlies war immerhin ein einziger Hochsicherheitstrakt. Und das seit Voldemorts Herrschaft mehr denn je.
„JA!“, blaffte Hermione da aber wieder. „Remus hat es gerade erzählt. Also, was hast du Harry gesagt?!“, schrie sie ihn erneut an, sodass er resignierte.
„Genau das.“ „Was?“ „Bist du taub? Ich hab ihm gesagt, dass dieser Trinkpokal wahrscheinlich in ihrem Verlies liegt und das Diadem im Raum der Wünsche.“ „Diadem?“, stutzte Hermione nun, womit er etwas selbstgefällig die rechte Augenbraue hoch zog und schief grinste.
„Rowena Ravenclaws. Das Teil, was ihr noch gesucht habt“, rieb er ihr frech, wie auch leicht überheblich unter die Nase, was sie erstmal sacken ließ, bevor sie ihn fragend ansah.
„Woher hast du das?“ „Ich habe Ohren und mit denen kann man lauschen, was ich dir im Übrigen schon mal gesagt habe. Ich wusste nur nicht, von was sie reden, bis du mir von diesen Siegeln erzählt hast. Ob es stimmt, weiß ich nicht, allerdings sind diese Objekte äußerst wertvoll und haben den Gründern Hogwarts’ gehört. Das Medaillon Slytherins, der Pokal Hufflepuffs und das Diadem Ravenclaws. Du hast gesagt, er hätte sich ganz spezielle Dinge gesucht. Und diese Gegenstände sind ja nun mal etwas Besonderes, oder nicht?“ „Hm“, machte sie nur und ging in sich.
Remus hatte gesagt, die Jungs konnten entkommen, womit sich ihr die Frage stellte, ob sie den Pokal gefunden hatten? Wenn ja, fehlte nur noch ein Horcrux. Das Diadem, wenn Malfoy Recht hatte. Das Diadem im Raum der Wünsche, worauf Hermione große Augen bekam.
Wenn Harry Malfoys Worten geglaubt hatte, dann würden sie früher oder später sicher in Hogwarts auftauchen. Dort könnte sie ihre Freunde treffen. Sie könnte zu ihnen zurück und ihnen weiter helfen.
Mit dieser Erkenntnis wollte sie sich von Malfoy losmachen, um mit Remus zu sprechen. Sie musste nach Hogwarts. Irgendwie. Und das so schnell wie möglich, jedoch ließ Malfoy sie nicht los.
„Was hast du vor?“, sah er sie warnend an, da er Böses ahnte, was sie ihm im nächsten Moment gereizt an den Kopf warf.
„Was wohl? Ihnen helfen. Sie werden vermutlich bald im Schloss auftauchen und. . .“ „Hast du ‘nen Knall?!“, fuhr er ihr daraufhin wütend dazwischen und riss sie mehr zu sich. In seinen Augen loderte nun wieder dieses unheimliche Feuer, was ihr einen eisigen Schauer über den Rücken jagte.
„In Hogwarts und Hogsmeade rennen Death Eater rum! Von den Dementoren ganz zu schweigen. Was denkst du, was passiert, wenn ausgerechnet du plötzlich dort aufkreuzt?“ „Er hat Recht, Hermione“, mischte sich Ginny behutsam ein, die mit den Anderen schon eine Weile in der Tür stand und dem Streit der Beiden leicht verwirrt gelauscht hatte.
„Was meinst du?“ „Das mit den Death Eatern. Zwei von denen unterrichten in Hogwarts“, erklärte Ginny, was Hermione erbleichen ließ. „WAS?“ „Ja“, gab Ginny ihr nur verbittert zurück, während Remus meinte: „Es ist so gut wie unmöglich, ungesehen nach Hogsmeade zu kommen. So viel wir wissen, liegt ein Katzenjammer-Zauber über dem Dorf, der los geht, sobald man dorthin appariert oder es mit einem Portschlüssel versucht. Sie würden sofort merken, wenn jemand ins Dorf eindringt.“ „Ja aber. . .“, stammelte Hermione und sah wieder zu Draco, in dessen Augen es noch immer gefährlich funkelte. Genauso wie am Nachmittag in Arizona, als er sie am liebsten gewaltsam dort festgehalten hätte. Mittlerweile stand Remus bei ihnen und richtete sich an Draco.
„Was weißt du noch?“, sah er ihn durchdringend an, was Draco ihm gleich tat. „Worüber?“ „Alles. Du hast Harry irgendetwas gesagt, weswegen sie bei Gringotts eingebrochen sind, wenn ich das richtig verstanden habe? Was haben sie dort gesucht?“ „Seinen Horcrux“, meinte dann aber Hermione, zu der Remus stattdessen blickte.
„Was ist das?“ „Ein Gegenstand der einen Teil SEINER Seele enthält. Deswegen kann er nicht sterben. Dumbledore hat Harry im Sechsten von diesen Dingern erzählt. Wir haben sie gesucht, um sie zu zerstören, damit ER wieder sterblich wird.“ „Ihr habt WAS?“, japste Molly entsetzt, zu der Hermione im Anschluss sah. „Es war die einzige Möglichkeit. Wir konnten niemandem etwas sagen, weil. . . Das war unsere Aufgabe“, richtete sich Hermione nun wieder an Remus, der knapp nickte.
„Verstehe. Dann haben sie diesen . . . Horcrux heute Morgen also aus dem Verlies geholt?“, sah Remus zu ihr. „Ich weiß es nicht. Ich denke“, gab sie ihm unschlüssig zurück und schaute zu Draco.
„Du hast gesagt, es wäre noch das Diadem.“ „Davon haben sie gesprochen. Was wirklich dran ist, weiß ich aber auch nicht.“ „Dann hat er noch so einen Gegenstand?“, blickte Remus erneut zu Hermione. „Es war nicht nur einer, sondern sechs. Drei wurden bereits zerstört. Wenn sie den Pokal jetzt haben, fehlt nur noch das Diadem und. . .“, brach sie ab. „Was? Wisst ihr nicht was?“ „Doch“, murrte Draco, zu dem Remus durchdringend sah.
„Und was?“ „Seine Schlange. Er lässt sie allerdings nie aus den Augen. Außerdem liegt ein Schutzzauber über ihr, sodass man sie nicht so ohne weiteres töten kann.“ „Einen Horcrux kann man ohnehin nicht so leicht vernichten“, mischte sich Hermione dazwischen.
„Es geht nur mit Basiliskengift oder damit behandelten Koboldwaffen, wie das Schwert von Godric Gryffindor. Oder ein Dämonsfeuer. Das Schwert haben wir. . . Hatten es“, fiel es Hermione wieder ein, die sofort bleich wurde, als sie an die Sache zurückdachte.
„Was meinst du?“ „Sie . . . sie haben es gefunden, als sie uns im . . . im Wald. . .“, brach sie ab und begann leicht zu zittern. Nebenher zog sie nervös am linken Ärmel ihres Pullovers, bevor sie zurück zu Remus sah.
„Wir brauchen irgendetwas davon, um diese Dinger zu zerstören. Anders geht es nicht.“ „An Koboldwaffen kommen wir aber nicht ran und Basilisken gibt es nicht mehr. Es ist verboten, sie zu züchten.“ „Dann sag das dem, der im Schloss gelebt hat“, warf Ginny müde ein, zu der Remus sah, sich dann aber an die Geschichte erinnerte.
„Harry hat den Basilisken doch getötet“, argumentierte er, worauf sie nickte. „Sicher. Das heißt aber nicht, dass sie nicht mehr existieren“, stellte Ginny lediglich klar, sodass Remus wieder zu Hermione und Draco sah.
„Gibt es noch etwas, was wir wissen müssen? Was uns hilft? Denkt nach“, drängte er die Beiden, die sich ratlos ansahen. „Hast du noch etwas belauschen können? Irgendwelche Vorhaben oder dergleichen? Denk nach. Jedes noch so kleine Detail kann uns hilfreich sein.“ „Ich weiß nicht mehr. Es war ein blöder Zufall das ich. . .“ „AH!“, zischte Ginny plötzlich, als etwas in ihrer Hosentasche heiß aufglühte. Kurz darauf zog sie etwas Kleines, Rundes heraus. In der nächsten Sekunde bekam sie auch schon große Augen und sah panisch zu Hermione.
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Unerschöpflich detailversessen und zum Schreien komisch ist Joanne Rowlings Fantasie.
Mannheimer Morgen