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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Das letzte Gefecht

von Alex2303

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„. . . Gut, dann sollten wir es so machen. Kümmerst du dich um den erneuten Verteidigungsaufbau, Minerva?“, richtete sich Remus an die Schulleiterin. Diese nickte und verschwand zu Filius.
Mittlerweile waren auch noch ein paar Auroren zur Unterstützung eingetroffen. Unter ihnen Kingsley, den man gleich in alles einband. Was Draco anging, der war froh nach dem Gespräch wieder verschwinden zu können. Zwar hätte er nicht gedacht, dass Remus die paar Sachen, die er noch wusste, so nützlich fand, im Endeffekt konnte es ihm aber egal sein. Immerhin hatte er seine eigenen Gründe hier zu sein. Nur war dieser Grund einmal mehr weg.
Er hatte vorhin noch bemerkt, dass der Blödmann Weasley erneut rumgegiftet hatte. Vermutlich über ihn, nur hatte er nicht mitbekommen was genau. Ebenso wo Hermione hin war? Neben ihr fehlte ja auch von Miniwiesel jede Spur. Sicherlich hockten die Beiden irgendwo zusammen. Nur erschien ihm das alles andere als gut, denn die gesetzte Frist von einer Stunde würde bald vorbei sein. Es war besser, er fand sie, bevor die Kämpfe wieder einsetzten und ein Anderer es tat.
„Wo willst du hin?“, fragte Tonks verwundert, als er sich aus der Halle stehlen wollte. „Frische Luft“, murmelte er nur. Die Aurorin schaute zwar skeptisch, ließ ihn am Ende aber gehen, womit er als erstes auf den Hof trat und sich umsah.
Außer den Leichen der Death Eater war allerdings nichts zu sehen. Zumindest anfangs. Dann fiel ihm noch Longbottom ins Auge, der scheinbar etwas suchte. Kurz darauf stieß Potter zu ihm, der sich kurz mit Longbottom unterhielt, welcher letztlich nickte. Als Potter verschwinden wollte, hielt der Andere ihn nochmal fest.
Draco fragte sich, über was sie sprachen? Am Ende schüttelte er mit dem Kopf und ging wieder nach drinnen. Wenn die Mädchen nicht hier waren, dann sicher irgendwo im Schloss. Und das war nach wie vor groß. Er hoffte, dass sie sich nicht in einen der hintersten Winkel verkrochen hatten.

۩ ۞ ۩


Schwer hustend, völlig verdreckt und blutig, tauchte erst eine zerschrammte Hand aus dem Schuttberg auf, dem schließlich ein Kopf samt Oberkörper folgte, der vollkommen in dunkle Gewänder gehüllt war.
„Ich … bring … dich … um“, keuchte die schwarze Hexe, als sie sich stückchenweise aus ihrem Steingrab befreite und verstohlen umsah. Sie war allein. Zudem herrschte im Schloss und auf dem Hof eine beinahe tödliche Stille, die ihr nicht behagte. So lange konnte sie doch unmöglich weg gewesen sein, oder? Hatten sie vielleicht schon gewonnen?
Unsicher obgleich dessen, suchte sie sich im Schutz der Dunkelheit einen Weg an die Balustrade, von wo aus sie auf den Innenhof spähte. Dieser glich einem einzigen Schlachtfeld. Schlimmer noch, denn sie sah noch einige reglose Körper herumliegen. Death Eater.
„Nein!“, zischte sie leicht hysterisch und wandte sich schnell ab. Hatten sie verloren? Das konnte nicht sein! Diese jämmerlichen Versager hier waren doch viel zu schwach, um ihren Lord zu bezwingen. Außerdem hatte er Vorsorge getroffen. Man würde ihn nicht besiegen können. Nie!
Wahrscheinlich hatte ihre Seite den ganzen Abschaum, aus Blutsverrätern, Schlammblütern und was nicht noch hier im Schloss herumlief, bereits erledigt oder gefangen genommen. Ja, so würde es sein.
Mit diesem Bild vor Augen stahl sie sich durch die Gänge, in der Hoffnung einen ihrer Leute anzutreffen. Was sie dann aber hörte, ließ sie schlagartig innehalten. Kurz darauf drückte sie sich schnell an die Wand und schob sich in den Schatten einer Statue, von wo aus sie auch weiter angespannt lauschte.
Diese Stimme. Das war das Schlammblut Granger! Bei ihr war noch jemand. Ein Mädchen. Sie unterhielten sich über Potter und eine Frist, in der er sich stellen sollte. Das hieß, der Kampf war noch nicht vorbei, was sie lautlos knurren ließ.
Sie war hier allein unter ihren Feinden. Zwar war es nicht das Problem, die beiden Missgeburten zu vernichten. Sie wären tot, noch bevor sie realisierten, was mit ihnen geschah, was im Grunde genommen außerordentlich schade wäre. Dafür genoss sie es viel zu sehr, andere zu quälen. Allen voran das dreckige Schlammblut. Ihr war es ein Rätsel, wie dieses wertlose Gör nach allem noch leben konnte? Offensichtlich hatte ihr missratener Neffe einiges daran gesetzt, was sie vor Abscheu und Wut schnauben ließ.
Widerlich. Aber das hatte er zweifelsfrei von Narcissa. Ihre kleine Schwester hatte trotz allem noch einen viel zu starken Einfluss auf ihn gehabt und ihn verweichlicht. Sie hätte es wissen oder zumindest ahnen müssen, dass Narcissa am Ende wohl doch nie ganz ihre abscheuliche Einstellung zu den Schlammblütern losgelassen hatte. Sie war genauso verkommen und unwürdig wie Andromeda. Eine dreckige Blutsverräterin, wie auch Draco.
So rang Bellatrix im Kommenden mit sich, die beiden Mädchen ohne großes Aufsehen zu töten oder aber sie weiter zu belauschen, in der Hoffnung, dass sie durch ihre dummen Gespräche etwas Wichtiges preisgaben. Etwas, was sie ihrem geliebten Lord vorbringen könnte. Zwar könnte sie es auch aus ihnen herausfoltern, doch dann würde man sie schreien hören.
Am Ende blieb sie hinter der Statue verborgen und lauschte dem Geplapper über Potter, was sich irgendwann wandelte und sie stattdessen über Draco rätselten und debattierten.
Bei dem Gedanken an diesen kleinen Blutsverräter kochte alles nur noch mehr in ihr hoch. Um ihn würde sie sich aber später kümmern. Sie würde dafür sorgen, dass er sie anbettelte ihn zu töten, womit sie etwas in ihren Vorstellungen versank und alle möglichen Flüche durchging, die sie ihm beibringen würde, sobald sie ihn hatte.

۩ ۞ ۩


Es war ein fürchterliches Ziehen und Stechen, was Harry durch den ganzen Körper ging. In den Ohren hatte er ein penetrantes Klingeln, ebenso wie er einen immensen Druck auf der Brust verspürte, als er sich wieder mehr seiner wirklichen Umgebung bewusst wurde.
Er war nicht länger bei Dumbledore und der Scheinumgebung um King’s Cross, sondern zurück im Verbotenen Wald. Er lebte noch. Oder wieder, je nachdem, und hörte verunsichertes Stimmengewirr. Er vernahm Hagrid leise schluchzen und wimmern, genauso die Death Eater, die aufgeregt durcheinander sprachen. Unter anderem auch zu ihrem Lord, der ebenfalls gestürzt war, als er Harry den Todesfluch entgegengeschleudert hatte.
Nun kam er allmählich zu sich und keifte wütend, ob er tot wäre? Ob er Potter endlich erledigt hätte, womit eine leise Panik in Harry aufstieg und er krampfhaft überlegte, wie er aus diesem Hexenkessel herauskam? Er hatte sich gestellt und damit zugelassen, dass Voldemort selbst ihn, und damit sein letztes Schutzsiegel, vernichtete. Der Horcrux, zu dem er ungewollt an Halloween geworden war, war weg. Allerdings hatte Harry gehörig seine Zweifel, dass er gegen all die Death Eater noch einmal so viel Glück haben und einen weiteren Todesfluch überleben würde.
„Seht nach!“, keifte Voldemort, womit jemand zu ihm trat. Harry wagte jedoch nicht, sich zu bewegen, und hielt letztlich auch den Atem an, was ihm dennoch nichts nützte, als einer der Death Eater die Hand auf seine Brust legte und unter dieser nur zu deutlich das wild hämmernde Herz erspürte. Noch im selben Moment zog sein Gegenüber scharf die Luft ein und schrak zurück, womit Harry seine einzige Chance sah, in dem sicher gleich losbrechenden Tumult, zu verschwinden.
Er riss die Augen auf und sah so noch den Death Eater über sich, der völlig entsetzt, wie auch verwirrt „Er lebt!?!“ schrie. Damit brach das erhoffte Chaos los. Nur gänzlich anders, als er in seiner Panik geplant hatte.
„WAS?!“, brüllte Voldemort und hatte sofort seinen Zauberstab bei der Hand, noch bevor Harry dazu kam, seinen zu ziehen. Mit diesem wollte der Dunkle sich auf ihn stürzen, als vom Waldrand aus ein Zauber in der Mitte des Platzes direkt vor Harry einschlug.
Unter der immensen Wucht des Fluches wurde der Boden aufgesprengt. Dreck, Gestein und Staub wirbelten hoch und verschlechterten teils die Sicht. Keine Sekunde später schepperte der nächste Zauber über den Waldboden, der einen derartig dichten, schwarzen Rauch heraufbeschwor, sodass die Sicht aller gänzlich gegen null ging.
„WER WAR DAS?“, hörte Harry Voldemort nur noch schreien, kümmerte sich aber nicht darum, sondern nutzte die plötzliche Finsternis, um zu verschwinden. Er warf sich seinen Tarnumhang über und stolperte in aller Hast blind aus dem Chaos und der Dunkelheit, die sich viel zu schnell wieder legte, als einige Death Eater entsprechende Zauber sprachen. Unter seinem Umhang konnten sie ihn, Merlin sei Dank, dennoch nicht ausmachen.
„HALTET IHN AUF!“, schrie Voldemort erneut und seine Diener gehorchten. Sie schwärmten in alle möglichen Richtungen aus, wie Harry mit Schrecken feststellte, als er kurz den Kopf nach hinten riss. In der nächsten Sekunde eckte er irgendwo an und stürzte der Länge nach hin. Dadurch verrutschte ein Teil des Tarnumhanges und gab so seinen Kopf preis.
Er achtete nicht darauf und wollte sich sofort wieder aufrappeln, nur wurde er ruppig am Arm ergriffen, hoch gezerrt und in eine Ecke gedrängt. Als er aufblickte, um seinem Feind einen Fluch ins Gesicht zu brennen, traf ihn fast der Schlag, denn es war Malfoys Mutter.
„Sie?“ „Schhh!“, zischte sie und schob sich noch stärker mit ihm ins Dickicht. Im Anschluss sprach sie einen Illusionszauber, der sie mit ihrer dunklen Umgebung bis zur völligen Unkenntlichkeit verschmelzen ließ, denn die nahenden Death Eater rannten allesamt unbeirrt an ihnen vorbei.
„BRINGT IHN MIR!“, schepperte Voldemorts Stimme geballt durch den Wald, worauf die Blonde wie geschlagen zusammenfuhr und fürchterlich zu zittern begann. In der Sekunde wurde sich Harry erst bewusst, dass sie offensichtlich vorhin die beiden Zauber gesprochen und ihm damit den Rücken freigehalten hatte.
Als er das realisierte, warf er ihr noch zusätzlich den Tarnumhang über, falls jemand dennoch ihren Zauber durchschaute. Doch die Death Eater stürmten gänzlich an ihnen vorbei, als wären sie gar nicht da.
„Draco. . .“, fing Narcissa halb aufgelöst an, sodass Harry kurz zu ihr sah. „Wo ist er? Lebt er?“ „Ja. Er . . . er ist im Schloss und. . .“ „Zum Schloss! Keine Gnade mehr. Fackelt alles bis auf die Grundmauern ab. Tötet jeden, der euch in den Weg kommt!“, schrie Voldemort voller Zorn seinen Gefolgsleuten zu, die nur so darauf brannten, diesem Befehl nachzukommen.
„Nein“, hauchte die Blonde zittrig, und wollte dem Mob bereits hinterher, um ihren Jungen dort rauszuholen. Harry hielt sie allerdings fest, was ihn selbst die größte Mühe kostete, denn er wollte nicht noch mehr Opfer verschuldet wissen. Seine Freunde und auch sonst all jene, die in dieser Nacht für das Gute kämpften.
„Noch nicht, sonst haben sie uns gleich.“ „Aber. . .“, sah sie verzweifelt zu ihm. „Ich weiß“, gab er ihr gequält zurück und kaute nervös auf seiner Unterlippe herum. Irgendwann war der Großteil der Death Eater endlich an ihnen vorbei, sodass sie sich aus ihrem Schutz wagten, wo Harry zu der Blonden meinte: „Sie bleiben hier versteckt und. . .“ „Ich will zu meinem Sohn!“, fuhr Narcissa ihm jedoch dazwischen. Und das recht aufgebracht, sodass er kurz mit sich rang, sie dann aber unter dem Tarnumhang mit sich zurück ins Schloss nahm.

۩ ۞ ۩


Die erneute Angriffswelle der Death Eater kam wie ein Donnerschlag und scheuchte alles und jeden in der Großen Halle auf, der noch irgendwie auf die Beine kam.
„SIE KOMMEN!“, schrie Remus den ganzen Leuten zu, als die ersten Flüche das Schloss, und damit den neu aufgebauten Schutzschild von Filius, mit beinahe übermächtiger Wucht trafen, sodass das gesamte Gemäuer tief erschüttert wurde.
„Was war das?“, keuchte Ginny, die es fast vom Stuhl gehauen hätte. Hermione stürzte da bereits an eines der hohen Fenster und spähte hinaus. Kurz darauf weiteten sich ihre Augen vor Schrecken.
„Sie greifen wieder an!“, drehte sie sich zu Ginny, die weiß im Gesicht wurde. „Ja aber . . . aber, die Stunde ist doch noch gar nicht um!“ „War doch klar, dass die sich nicht an ihre eigenen Vorgaben halten. Los runter“, wollte sie sich Ginny schnappen, um in die Halle zu verschwinden, doch wurde den Beiden plötzlich der Weg von Bellatrix versperrt.
„Nicht so schnell“, warf sie den jungen Frauen hämisch grinsend zu und baute sich bedrohlich vor ihnen auf, sodass die Zwei geschockt zurückwichen. Hermione noch etwas mehr als Ginny, der auf den Anblick der schwarzen Hexe ein eisiger Schauer durch den Körper rauschte, der sie für Sekunden vor Furcht regelrecht lähmte, als ihr das Durchlebte glasklar durch den Kopf schoss.
„Lange nicht gesehen, Schlammblut“, raunte Bellatrix und deutete gefährlich mit ihrem krummen Stab auf Hermione, deren Gedanken sich damit überschlugen und sie verzweifelt überlegte, wie sie der Irren entkommen konnten? Sie musste irgendwie an ihren Zauberstab kommen, und zwar bevor die Geistesgestörte dazu kam, sie zu verfluchen.
„Das du nach allem noch die Frechheit besitzt zu atmen, ist wirklich ungeheuerlich“, spie Bellatrix und durchbohrte Hermione förmlich mit Blicken, bevor sie sich für einen kurzen Moment auf Ginny konzentrierte.
„Und was haben wir hier? Rote Haare. Eine dreckige Weasley. Euer Gesocks vermehrt sich auch wie die Karnickel. Glücklicherweise wurde die reinblütige Gesellschaft bereits von einem eurer verkommenen Sippe befreit.“ Auf diese Worte war Ginny drauf und dran sich blindlings auf die Schwarzhaarige zu stürzen. Allerdings hielt Hermione sie rasch fest und zog sie sofort wieder zu sich.
„Och. . . Jetzt sag noch, das hat dich getroffen?“, höhnte Bellatrix, was die Wut in Ginny ungezügelt hochkochen ließ. Und das sah man auch überdeutlich an ihrem leicht feuchten Blick, mit dem sie die Schwarze zerfetzte.
„Ihr seid der letzte Abschaum. Nicht wirklich besser als das widerwärtige Schlammblut, mit dem ihr euch abgebt. Blutsverräter kommen gleich nach den Schlammblütern und werden liquidiert“, meinte sie weiter und deutete nun wieder auf Hermione, die ordentlich schluckte, als die Irre sie mit einem schier wahnsinnigen, dunklen Funkeln in den Augen taxierte.
„Vorher spielen wir aber noch etwas. . . Conflagratio!“, rief sie, dem sofort ein greller Blitz folgte. Hermione stieß Ginny in der Sekunde zur Seite und rettete sich selbst mit einem entschlossenen Satz auf die andere. So fanden die Beiden hinter den Bänken Schutz und auch die dringend benötigte Luft, um ihre Zauberstäbe zu ziehen. Keinen Herzschlag später setzten sie zum Gegenangriff an, doch Bellatrix lachte nur schrill, aufgrund der schwächlichen Gegenwehr.

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Binnen kürzester Zeit herrschte erneut völliges Chaos und grenzenlose Zerstörung im Schloss vor. Das Dunkel war ungleich mächtiger über die Kämpfer es Widerstandes hereingebrochen, dem der erneuerte Schutzwall, des 1’000 Jahre alten Gemäuers, kaum etwas hatte entgegensetzen können.
So drangen immer mehr Death Eater ins Innere vor und streckten jeden gnadenlos nieder, der ihnen in die Quere kam. Es war beinahe schon zu einfach, denn der Großteil der Kämpfer war ihnen in Sachen Technik, Wissen und allen voran Skrupellosigkeit weit unterlegen.
So bestanden die Kämpfer im Schloss zumeist nur aus Siebtklässler, oder ehemaligen Schülern, die keine drei, vier Jahre aus Hogwarts raus waren. Es gab kaum ein Gesicht, das Draco nicht irgendwoher gekannt hätte. Nur eines fand er partout nicht, obwohl er fast die halbe Schule nach ihr abgesucht hatte. Sie schien wie vom Erdboden verschluckt.
Erschwerend hinzu kamen nun die Kämpfe, in die er selbst immer wieder auf seinem Weg geriet. Im Gegensatz zu seinen ehemaligen Mitschülern, hatte er allerdings keinerlei Skrupel die Flüche, die man ihm beigebracht hatte, auch zu benutzen. Gegen ihre Feinde waren sie einfach um ein vielfaches effektiver als Schockzauber, Ganzkörperklammern und sonstige Verteidigungszauber. Diese konnten schließlich schnell von anderen Death Eatern aufgehoben werden. Ein Fluch hingegen, noch dazu wenn man nicht wusste, was für einer es war, blieb jedoch bestehen und schaltete den Gegner damit wirklich nachhaltig aus.
So suchte er sich auch weiter seinen Weg durch das bereits stark zerstörte Schloss, kämpfte sich an dutzenden Death Eatern vorbei und setzte diese dann auch teils endgültig Schach Matt. Dabei hinterließ sein Handeln bei vielen der Kämpfenden zum Großteil Verwirrung, wenn man ihn doch mal erkannte. Allerdings kümmerte er sich nicht darum, sondern setzte seine Suche unbeirrt fort.

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Mit einer hellen Freude und Begeisterung stürzte sich Greyback erneut ins Schlachtgetümmel. Eine Schlacht, ja. Ein Schlachtfest. Das war es für ihn. All diese jungen Hexen und Zauberer. Dieses frische Fleisch. Da machte es gleich noch mehr Spaß zu kämpfen. Hier gab es so viele Schäfchen, die gerissen werden wollten.
Einen richtigen Leckerbissen hatte er bereits vor der Nase gehabt. Allerdings war er von dem Schlammblut Granger gestört worden, sodass ihm die kleine Blonde hatte entwischen können. Nochmal würde ihm das aber nicht passieren. Er würde sich kein zweites Mal so eine schmackhafte Beute entgehen lassen.
Das Schlammblut selbst hätte er damals im Manor ja am liebsten auch schon zerrissen und verspeist. Ihr zartes Fleisch hätte sicher köstlich geschmeckt. Aber nein, Snape hatte niemanden an sie herangelassen, da sie als Köder für Potter gedacht war.
Und dann auch noch der kleine Malfoy. Widerlich. Mit diesem Zug war die Malfoysche Sippe allerdings endgültig bei dem Dunklen Lord in Ungnade gefallen. Lucius hatte infolgedessen einiges über sich ergehen lassen müssen.
Es war ein wahrer Genuss für ihn gewesen, diesen eitlen, überheblichen Fatzken am Boden zu sehen. Erniedrigt bis zum geht nicht mehr, da ihn sein eigen Fleisch und Blut heimtückisch verraten und hintergangen hatte. Einen dreckigen, kleinen Blutsverräter hatte er sich da herangezogen. Aber das war typisch.
Der blacksche Stammbaum war voll von Blutsverrätern. In jeder Generation fand sich mindestens einer wieder. Andromeda, Bellatrix’ wertlose Schwester. Dann noch Sirius, Alphard, Cedrella und wie sie nicht alle hießen.
Heute Nacht würde all das aber endlich ein Ende finden. Die ganzen Blutsverräter und Schlammblüter würden vernichtet werden. Und er würde seinen Beitrag dazu leisten. Besonders viele Punkte konnte er sich vermutlich holen, wenn er Potter fand oder dem Dunklen Lord den Blutsverräter präsentierte.
Er war hier. Greyback konnte sein Blut riechen. Genauso etwas anderes, nämlich das Schlammblut, wodurch ihm unweigerlich das Wasser im Mund zusammen lief. Letztlich folgte er dem verführerischen Geruch, worunter sich auch der von Bellatrix mischte.
Dieses Biest würde ihm seinen Coup zunichtemachen und obendrein auch noch den Festschmaus verderben, denn wirklich köstlich waren sie nur dann, wenn sie ganz frisch waren. Am besten noch lebten. Dieses warme, saftig, blutige Fleisch.
Mit dieser Vorstellung im Kopf verschwand er in den Gängen, wo er Bellatrix irgendwann hysterisch auflachen hörte. Darunter mischten sich immer mal kleinere Explosionen. Sie kämpfte noch, was bedeutete, dass seine Beute noch lebte, womit er sich dem Schauplatz gänzlich näherte.
Er fand die Verrückte in einem der Klassenzimmer, welches bereits vollkommen zertrümmert war. Sie duellierte sich mit dem Schlammblut und noch einem Mädchen. Der kleinen Weasley. Ein wirklicher Volltreffer, bei dessen Anblick er sich mit der Zunge über die Reißzähne leckte. Schließlich stimmte er in den Kampf ein, was Bellatrix knurrend zur Kenntnis nahm.
Sie brauchte keine Hilfe gegen diese armseligen Kröten. Erst recht nicht von Greyback. Dass ihn der Blutgeruch hergetrieben hatte, erkannte sie überdeutlich an seinem lodernden Blick und dem lüsternen Grinsen. Er hatte Hunger und würde ihr wahrscheinlich die Tour vermasseln, denn mit dem Schlammblut hatte sie noch ein Hühnchen zu rupfen.
Mit dem Auftauchen Greybacks verloren Hermione und Ginny weiteren Boden, da sie gleich doppelt bombardiert wurden. Irgendwann detonierte auch noch einer der vielen Flüche über ihnen und fügte dem geschundenen Gemäuer aufs Neue erheblichen Schaden zu. Genug, dass unter der Explosion ein großer Teil der Decke runter kam und auf die Mädchen niederprasselte.

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