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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Ein Ende mit Schrecken

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Auf dem Weg nach unten rannte Draco einige Male in kleinere Kämpfe, die bereits halb entschieden waren. Allerdings hinderte ihn das nicht daran, diese Entscheidung mit seinem Einschreiten noch etwas zu begünstigen, bevor er auf dem Vorplatz ankam, wo das Tor zur Hölle offen schien.
Aus jeder nur erdenklichen Ecke zischten Lichtblitze über das Gelände und schlugen mit urgewaltigen Kräften ein, sodass der Stein, auf den sie trafen, explosionsartig auseinander barst. So auch direkt neben ihm. Als er aufsah, entdeckte er unter anderem Jugson und Travers, die wutschnaubend mit gezückten Zauberstäben auf ihn zukamen.
„Blutsverräter!“, spie Travers lautstark und warf ihm, zusammen mit Jugson, die ersten Flüche entgegen, die er mit Mühe und Not abwehren konnte. Doch kam er nicht dazu Luft zu holen und seinerseits nachzusetzen.
„Du bist tot, Malfoy!“, verkündete Travers, der plötzlich selbst von einem Zauber getroffen wurde, der hinter Draco hervor zischte. Kurz darauf folgte dem ein Zweiter, bevor Draco seinen Retter, oder besser die Retter, neben sich hatte. Es waren Blaise und Charlie. Beide blutig, zerschrammt, verstiebt, die Klamotten teils zerrissen, im Großen und Ganzen aber, soweit er das erkennen konnte, unversehrt.
Als die zwei Death Eater die ehemaligen Slytherins an der Seite ihres Freundes sahen, keiften sie auch sie an „Noch mehr Blutsverräter!“, und begannen sich mit den drei jungen Männern zu duellieren. Diese hatten zu dritt nun wesentlich mehr Luft gewonnen, um nicht zu sagen die Oberhand, wo Dracos Blick eher ungewollt über den Platz ging und er bei den anderen Kämpfenden dasselbe gewahrte.
Sie gewannen stetig an Boden gegen das Dunkel. Inzwischen kämpften auch nicht mehr nur die Leute aus dem Schloss, sondern auch aus Hogsmeade, sowie die Zentauren aus dem Verbotenem Wald. Aber auch Hauselfen sah er, die sich mit Küchenmessern und Hackebeilen auf den dunklen Mob stürzten.
Was ihm unter dem ganzen Trubel dann noch auffiel, war Potter der plötzlich, wie aus dem Nichts, auftauchte und sich mit IHM duellierte. Ein grüner Blitz traf auf einen Roten, die sich miteinander verbanden. Keiner der Lichtstrahle schien anfangs zurückzuweichen, egal wie sehr sich die beiden Kontrahenten bemühten, den Sieg für sich zu erringen.
Was Draco letztlich wieder mehr auf seinen eigenen Kampf achten ließ, war ein ächzendes Stöhnen, was vor ihm erklang. Dieses kam von Jugson, dessen Gestalt sich gefährlich nach hinten bog, bevor er haltlos zusammenbrach, genauso wie Travers kurz zuvor. Direkt hinter Jugson stand der Grund dafür, der nur halb im Hier und Jetzt schien. Zumindest sah es etwas so aus, da nur ein Teil ihrer Erscheinung zu sehen war. Nämlich der Kopf und ein Großteil des Rumpfes der rechten Seite.
„Mutter?“, konnte er nur verwirrt auf Narcissa sehen, die sich Harrys Umhang schließlich ganz runter zog und zu den drei Jungs eilte, wo sie als erstes Draco mehr als erleichtert in die Arme schloss.
„Was . . . was tust du hier?“, konnte er nur stammeln. Zeitgleich gab es einen Knall, der mit einer enormen Druckwelle einherging und die Anwesenden taumeln ließ. Als sie sich dem Ursprung dessen zudrehten, stand nur noch eine Gestalt in der Mitte des Schlachtfeldes. Und das war Harry.
„Ich glaub das nicht“, murmelte Blaise fassungslos und starrte, wie alle Anderen auf dem Platz, abwechselnd zwischen einem stehenden Harry und einem liegenden Voldemort hin und her. Diesen hatte sein eigener Zauber getroffen und damit endgültig besiegt.
„Er hat ihn erledigt. Potter hat ihn echt erledigt“, stammelte Charlie, womit allmählich Gemurmel auf beiden Seiten hervorbrach, bevor dieses auf ihrer Seite zu Jubelschreien wurde.
„Merlin sei Dank, es ist vorbei“, zitterte Narcissas Stimme noch etwas, als sie Draco wieder ein wenig mehr ran zog und ihm leise in die Schulter weinte. Dieser war über alles aber noch immer sichtlich überrascht. Über die Tatsache, dass Potter es wirklich hinbekommen hatte und dieses Monster weg war. Endgültig!
„Wie seht ihr überhaupt aus? Fehlt euch irgendetwas?“, sah Narcissa mit tränenüberströmtem Gesicht zu den Dreien auf, die auf den ersten Blick recht übel zugerichtet schienen, doch fehlte ihnen in der Tat nichts weiter. Das Schlimmste bei Draco war die dicke Platzwunde am Kopf, die ihn so beängstigend aussehen ließ.
„Alles in Ordnung“, meinte Blaise und sah zu Draco. „Oder?“ „Sicher“, beruhigte dieser seine Mutter, der sich damit langsam ein befreites Lächeln auf die Lippen stahl, bevor sie alle drei nochmal fest, wie auch erleichtert in die Arme schloss. Zeitgleich stürzten sich all die Anderen auf Harry, um nach ihm zu sehen, zu gratulieren und alles. Der Held stand allerdings noch immer etwas unter Schock, aufgrund des Kampfausganges.
Zwar hatte er gehofft, dass es so kam, nur hatte er trotz allem tief in sich nicht wirklich an einen Sieg seinerseits geglaubt. Nun war er aber tatsächlich da und damit wachte er auch aus seiner kurzzeitigen Lethargie auf. Um ihn herum jede Menge freudestrahlende Gesichter, die versuchten ihn zu umarmen. So auch Ron, zu dem er trat.
„Das war Wahnsinn!“, war das Einzige, was sein Freund auf die Schnelle rauskriegte. Stattdessen griente er Harry bis über beide Ohren an, der es ihm kurz darauf gleich tat, bevor er seinen besten Freund fest in die Arme schloss.
„Wir haben gewonnen. Wir haben echt gewonnen!“, fing Ron an sich zu überschlagen, worauf Harry nickte und letztlich den Blick durch die Menge gleiten ließ. Wen er unter seinen Freunden jedoch nicht sah und so auch schmerzlich zu vermissen begann, das waren zum einen Ginny und zum anderen Hermione.
„Hast du Hermione und Ginny gesehen?“, richtete er sich an Ron, dessen Grinsen auf Harrys Frage einem überdimensionierten Fragezeichen wich.
„Ich. . . Nein. Nicht mehr, seit sie aus der Halle raus sind.“ „Was meinst du?“ „Ich. . . Ginny war sauer und ist aus der Halle raus in die Gänge. Hermione ist ihr nach.“ „Wann?“ „Als diese Waffenruhe war.“ „Das ist gut zwei Stunden her!“, brauste Harry auf.
„Seitdem hast du sie nicht mehr gesehen?“ „Ich. . . Nein“, wurde Ron nun auch etwas beunruhigt, sodass sich Harry an die Übrigen richtete, die aber auch keine Ahnung hatten, allerdings auch noch viel zu sehr in ihrem Freudentaumel waren. Was Tonks, Remus, Kingsley und noch ein paar der bereits anwesenden Auroren anging, die kümmerten sich um die noch stehenden und flüchtenden Death Eater.
Er folgte dem nur kurz mit Blicken, bevor ihm noch eine ganz andere Gruppe ins Auge fiel, zu der er als Nächstes trat. Als Ron die Vier sah, wurde seine Miene jedoch dunkel, was noch schlimmer wurde, als er erkannte, dass Harry nur zu offensichtlich zu ihnen trat.
„Habt ihr die Mädchen gesehen?“, fragte er Blaise ohne Umschweife, der ihn kurz verdutzt ansah. Narcissa ließ auf Harrys Erscheinen erstmal wieder von ihrem Sohn ab und gab dem Bezwinger Voldemorts seinen Umhang zurück.
„Wen?“, stutzte Charlie, sodass Harry deutlicher wurde. „Hermione und Ginny. Von den Anderen hat sie seit der Waffenruhe keiner mehr gesehen.“ „Ich . . . nein“, murmelte Charlie und sah zu Blaise, der genauso mit dem Kopf schüttelte, was das mulmige Gefühl in Harry kurzzeitig noch verstärkte.
„Sie sind in der Bibliothek“, meinte dann aber Draco, zu dem Harry stattdessen sah. „In der Bibliothek?“ „Ja. Ich hab sie vor zehn 15 Minuten dorthin gebracht.“ „Wie jetzt?“, stutzte Harry, sodass Draco erklärte. Auf die Aussage mit Greyback und Lestrange glotzten Harry und Ron allerdings etwas überfahren, bevor Ron wieder einen Angriffspunkt sah.
„Ich denk, Lestrange hättest du schon mit Tonks erledigt?!“, giftete er, worauf Draco ihn wütend ansah. „Dachte ich ja auch. Sie lag unter einem Schuttberg begraben. Scheinbar hat sie unter dem noch einen Schildzauber oder so was heraufbeschwören können. Keine Ahnung. Auf alle Fälle hab ich die Beiden bei Binns’ im Klassenzimmer gefunden, als sie sich mit ihnen duelliert haben. Granger hat sich dabei irgendwie das Bein gebrochen. Und weil sie dort wie auf dem Präsentierteller gesessen haben und euer blöder Turm zu weit weg war, hab ich sie erstmal in die Bibliothek gebracht, damit sie niemand so leicht findet.“ „Aber es geht ihnen gut?“, bohrte Harry noch immer leicht unruhig, worauf Draco nickte.
„Sie waren nicht weiter schwer verletzt.“ Damit sah er zu Charlie. „Aber es ist besser, du guckst trotzdem nochmal.“ „Klar. Bringt sie in die Halle runter. Ich seh erstmal, ob ich Madam Pomfrey helfen kann. Die hat so schon genug zu tun. Gehst du mit?“, sah er zu Blaise, welcher nickte. Harry derweil drehte sich zu Narcissa.
„Sie gehen dann lieber zu Tonks oder Professor McGonagall“, wies er sie an, worauf sie nickte und sich Harry mit Draco, Blaise und Ron relativ ungesehen zurück ins Gebäude stahl. Ron noch immer murrend, der so auch mit Harry flüsterte, was er nun auch noch mit Malfoys Mutter hatte? Warum die seinen Tarnumhang hatte? Sein Freund gab ihm darauf aber keine Antwort, sondern lief den Gang weiter runter in Richtung Bibliothek.
An dieser angekommen hing die Tür gefährlich in den Angeln. Auch hier war der Kampf nicht spurlos vorübergegangen. Die Vier verschwanden dann auch gleich in den hohen Räumlichkeiten, die zeitweise von einem leisen Wimmern und Schluchzen durchzogen wurden.
„Klingt wie die maulende Myrtle“, murmelte Ron, zu dem Harry skeptisch sah. In Draco keimte auf die Laute jedoch eine quälende Unruhe auf. „Das ist nicht Myrtle. Das klingt eher wie. . .“ Der Rest seiner Worte verlor sich in einem spitzen Schrei, der die Vier wie geschlagen zusammenschrecken ließ.
„Hermione“, flüsterte Blaise bloß, womit die Jungs durch den Trümmerhaufen, dem Schrei entgegenstürzten. Die Zauberstäbe allesamt gezückt, stolperte Draco als erstes zwischen dem halb umgefallenen Bücherregal hindurch und schrie ohne nachzudenken „FLIPENDO!“, noch bevor er die Erscheinung über der Löwin gänzlich erkannt hatte.
In seinem Fluch lag jedoch so viel Wut und Zorn, dass es das dunkle Ungetüm von Hermione herunter schleuderte. Stattdessen wurde es so energisch in eines der bis dato noch heilen Regale geworfen, dass das massive Holz, unter dem wuchtigen Körper und Schwung des Zaubers, nachgab und zusammenkrachte. Die schwarze Gestalt wurde dadurch halb unter den schweren Büchern und Holztrümmern begraben.
„Scheiße, HERMIONE!“, stieß Harry als Erster hervor und war kurz darauf bei ihr. „Hermione? Sag was!“, drängte er sie, stellte dann aber erleichtert fest, dass sie atmete, auch wenn es mehr ein Keuchen war. Als Ron aufsah, fiel ihm seine reglose Schwester ins Auge und er wurde bleich.
„Ginny. . .“, stammelte er unter Schock, worauf Harry seinem Blick folgte und seine Freundin da erst in ihrem Blut liegen sah.
„NEIN!“, schrie er panisch und war nur eine Sekunde später mit Ron bei ihr. „Ginny? GINNY!“, versuchte er, sie anzusprechen und suchte hektisch nach ihrem Puls, da sie vollkommen fahl war. Zu seiner Erleichterung fand er diesen recht schnell, nur ging er extrem schwach.
Daraufhin begann er hastig in seiner Jackentasche nach der Phiole von Harper zu suchen. Er hatte wirklich gut daran getan, sie so lange wie möglich aufzuheben. Kaum dass er sie hatte, versuchte er seiner Freundin das Mittel behutsam einzuflößen, ohne sie groß zu bewegen, immerhin konnte sie sich sonst was getan haben. Als der Trank weg war, murmelte er in einem beständigen Tonus den einfachen Heilzauber, mit dessen Hilfe sich die dicke Platzwunde langsam schloss.
Draco stand währenddessen noch immer vor dem eingekrachten Regal und sah mit brennendem Hass auf die schwarze Gestalt darunter. Sein Blick lag teils auf dem so extravagant verzierten Zauberstab, den er nur zu gut kannte, dann aber erstmal aus der Gefahrenzone kickte. Im Anschluss sah er auf den Tyrannen herab, der gerade etwas benommen zu sich kam.
„Nenn mir einen gottverdammten Grund, dich nicht auf der Stelle umzubringen“, raunte er ihm gepresst, wie auch düster zu. Es juckte ihm beinahe übermächtig in den Fingern, den Avada mit aller Macht in dieses dreckig grinsende Gesicht zu brennen.
„Ich bin dein Vater“, gab Lucius ihm genüsslich zurück, da er ahnte, schon irgendwo wusste, dass Draco dieser einfache, kleine Satz mehr traf, als alles andere was er hätte sagen können. Und so war es auch.
Draco hatte sich auf diese eine bittere Tatsache überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Seine Linke ballte sich von selbst zur Faust, die ihr Ziel nur eine Millisekunde später in einem harten, direkten Schlag in Lucius’ Gesicht fand und ihm am Ende nicht bloß die Nase brach. Damit war er wieder bewusstlos, während Draco erneut mit seinem inneren Teufel rang, den Alten jetzt hier nicht doch zu töten.
Schließlich flüsterte ihm ein leises Stimmchen zu, dass er ihm so nur einen Gefallen tun und Azkaban mitsamt der Dementoren ersparen würde. Letztlich nahm er sich zusammen und legte lediglich die Ganzkörperklammer um Lucius, bevor er sich keuchend zu den Anderen drehte.
Potter und das Wiesel hockten bei Ginny, während Blaise Hermione genommen hatte und bereits versuchte, ihre Wunden zu heilen, sowie den Schmerz etwas zu lindern. Nur wollte es nicht funktionieren, denn gegen die Folgen des Cruciatus gab es keinen Zauber. Das Einzige was da half, war tiefe, nachhaltige Ruhe.
„Gib sie mir“, flüsterte Draco Blaise noch immer klopfenden Herzens zu, kaum dass er sich neben seinen Freund gehockt hatte. Es war eine Bitte, die ihm der Dunkelhaarige ohne weiteres gewährte, nachdem er Dracos Blick gestreift hatte.
Es war nur eine kleine Geste, die Hermione in ihrem Dämmerzustand jedoch recht deutlich spürte. Wie sie plötzlich weitergereicht wurde und nur einen Augenblick später sicher, fest und allen voran warm, in den Armen eines Anderen lag.
Ron, ging es ihr durch den schweren Kopf. Kurz darauf mühte sie sich nochmal mit ihren Augen ab, die ihr fürchterlich brannten. Dennoch gelang es ihr, diese zu öffnen. Das Gesicht, in welches sie schließlich blickte, war blutig, rußgeschwärzt und zerschrammt. Trotz allem spiegelte sich darin ein überaus erleichtertes Lächeln wider, was sie sich für einen Moment erschöpft besah. Dann aber driftete ihr Blick ein wenig zur Seite, wo sie die leicht verwaschene Stimme Rons gewahrte.
Dieser war nicht, wie sie erst gedacht hatte, bei ihr, sondern gut fünf Meter von ihr entfernt bei Ginny. Harry das Gleiche, der seine Freundin in den Armen liegen hatte. Sie hatte die Augen zu, jedoch vernahm Hermione aus den Worten der Beiden recht schnell, dass sie anscheinend nur bewusstlos war.
„Hermione? Alles okay?“, hörte sie dann eine besorgte, sanfte Stimme, sodass sie den Blick bitter von ihren besten Freunden losriss und sich stattdessen der Stimme zuneigte. Sie gehörte dem jungen Malfoy, in dessen Armen sie inzwischen lag. Blaise daneben, der sie kurz zuvor noch gehalten hatte. Jetzt war sie wieder bei dem einen Menschen, von dem sie alles Mögliche erwartet hätte, nur nicht diesen Blick, den er ihr gerade zukommen ließ. Genauso dieses warme, schon irgendwie liebevolle Lächeln.
Ron, Harry oder sonst einer ihrer Freunde. . . Bei keinem von ihnen würde sie sich über eine derartige Geste wundern. Dieser Blick, dieses Lächeln kam jedoch nicht von den Beiden, die im Augenblick scheinbar keine Sekunde lang auch nur einen Gedanken an sie verschwendeten. Stattdessen waren sie voll und ganz mit Ginny beschäftigt, was sich Hermione noch einmal mit einem bitteren Blick bestätigte. Harry hielt sie warm umschlossen, während Ron versuchte sie anzusprechen.
Natürlich, immerhin war sie seine Schwester. Harry wiederum war in sie verliebt. Es war da doch eigentlich vollkommen normal, dass die Zwei zuerst nach ihr sahen. Dennoch fühlte Hermione auf den Anblick einen dumpfen Stich im Herzen. Es war ein leiser Schmerz aufgrund dieser scheinbaren Gleichgültigkeit. Ein Gefühl des Allein-gelassen-Werdens.
Auch wenn es dumm und irgendwo egoistisch war, fühlte sie sich in dem Moment dennoch von ihren Freunden unendlich allein gelassen, was ihr zunehmend die Tränen in die Augen trieb.
„Sch“, hörte sie dann wieder eine tröstliche Stimme, die zu Malfoy gehörte, zu dem sie letztlich erschöpft sah. Er lächelte noch immer und zog sie schließlich noch etwas mehr zu sich, damit sie besser lag. Er hielt sie fest und warm in den Armen, wo eine seiner Hände ihr Ziel in ihrem zerzausten Schopf fand, durch den er tröstend strich.
„Es ist alles okay. Es ist vorbei. Er ist weg. Es ist alles gut“, hauchte er ihr beruhigend zu und drückte ihren Kopf behutsam an seine Brust, sodass sie ihre Tränen noch weniger zurückhalten konnte, als ohnehin schon und sich gänzlich fallen ließ. Angefangen damit, dass sie ihm recht still in die Schulter weinte.
Sie ließ sich jetzt einfach nur von ihm halten, wärmen und trösten. Sie nahm das Gefühl von Sicherheit, Fürsorge und Geborgenheit, was sie in dem Kerker von Malfoy Manor, wie auch im Cottage, bereits von ihm bekommen hatte, erneut tief in sich auf. Sie ließ sich davon beruhigen. Von ihm.
„Sch. Es ist alles gut. Es ist vorbei“, flüsterte er wieder, was kaum noch in ihrem immer schwerer werdenden Kopf ankam, über den sich langsam aber sicher ein dumpfer, schwarzer Schleier legte.
Bevor dieser allerdings zur Gänze von ihr Besitz ergriff, glaubte sie noch einen sanften, warmen Hauch an der Stirn zu spüren. Ein Hauch wie ein kleiner, beruhigender, tief erleichterter Kuss. Damit kam der Nebel und sie fiel ins Dunkel.

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Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


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