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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Vorbereitungen

von Alex2303

۩ ۞ ۩


In den darauffolgenden Tagen schlugen Hermiones Freunde regelmäßig bei der jungen Hexe auf, wobei das Reizthema Malfoy großzügig ausgeklammert wurde. Nur leider war gerade das etwas, was die Gryffindor im Moment am meisten interessierte und auf der Seele brannte. Ob es etwas Neues gab. Wie es ihm ging und alles.
Als sie das Thema mal behutsam angesprochen hatte, hatte es allerdings nicht lange gedauert, bis Ron erneut explodiert war. Dass es nicht wieder zu einem großen Streit eskaliert war, lag daran, dass Ginny ganz schnell einen Aufbruch initiiert hatte, weil sie, Hermione, noch Ruhe brauchte. Kaum dass sie weg waren, hatte die Hexe auch schon vor sich hin geblubbert. Scheinbar war Ginnys Plan nicht so recht aufgegangen, den beiden Jungs, mehr noch Ron, ein wenig Dankbarkeit einzureden, da Malfoy ihr und Ginny das Leben gerettet hatte.
Irgendwann hatte sie aber endlich mal Glück, als sich die Tür öffnete. In dieser standen weder Harry noch Ron oder Ginny. Nein, es waren Blaise und Charlie, die gerade einen Gryffindorfreien Moment abgepasst hatten. Fast Gryffindorfrei.
„Hey, Süße“, begann Blaise grinsend und trat zu ihr, als er sah, dass sie wach war und, wie sollte es anders sein, die Nase in einem Buch hatte, was er ihr gleich wegnahm.
„Na na, überanstreng deinen Kopf nicht schon wieder mit so schwerer Lektüre“, besah sich Blaise den Titel *Rechtsprechung in der magischen Welt* kurz.
„Da krieg ich bereits vom Titel Kopfschmerzen“, jammerte er und legte es beiseite. „Wie geht’s dir?“, erkundigte sich Charlie, der nochmal ein paar Blumen dabei hatte, was sie matt lächeln ließ.
„Soweit ganz gut. Hin und wieder nur ein bisschen schwindlig.“ „Deswegen solltest du so etwas auch nicht als Gute-Nacht-Geschichte lesen“, deutete Blaise ihr auf das Buch, worauf sie ihn sträflich ansah, am Ende aber an Charlie richtete.
„Gibt es irgendetwas Neues von Draco? Wart ihr mal bei ihm?“ „Leider nicht.“ „Was? Warum nicht?“ „Sie lassen zurzeit, wohl aus Sicherheitsgründen, niemanden auf die Gefängnisinsel. Und wir als seine Freunde und Slytherins da. . . Wir könnten ja was im Schilde führen“, frotzelte Charlie. „Ihn zum Beispiel befreien und entführen“, ergänzte Blaise zähneknirschend, da er diesen Plan noch immer im Hinterkopf hatte. Er hatte immerhin Draco versprochen, ihn in so einer Situation nicht hängen zu lassen.
„Ihr wisst nicht, was mit ihm ist?“, sah Hermione die Beiden ein wenig geschockt an. „Nein. Wir haben ihn seit der Schlacht nicht mehr gesehen. Seine Mutter lassen sie auch nicht zu ihm, oder sonst jemanden vom Orden. Sie haben Azkaban vollständig von der Außenwelt abgeschottet.“ „Aber. . .“ Mehr kam nicht, da sich in der Gryffindor ein quälendes Gefühl der Unruhe breitmachte.
„Mach dir keinen Kopf. Er hat schon ganz andere Sachen durchgestanden. Da wird er sich davon auch nicht unterkriegen lassen“, meinte Charlie aufmunternd, da er ihr ihre Gedanken an der Mimik ablesen konnte. Hermione sah ihn dennoch beunruhigt an.
„Bist du sicher?“ „Ja. Davon abgesehen, wird das kein Dauerzustand bleiben. Wir werden ihn da schon irgendwie rausbekommen. Immerhin hat er nichts gemacht, was so ein hartes Urteil rechtfertigt. Das wissen die im Ministerium auch ganz genau. Dass das völlig überspitzt ist. Und wegen der Sache mit den Death Eatern in der Schule. . . Da war er minderjährig. Zwar bloß ein paar Tage, die zählen aber.“ „Hm“, machte sie nachdenklich und sah schließlich zu Blaise.
„Und sonst? Kennt ihr nicht jemanden, der für ihn Sprechen könnte?“ „Niemand, dem das Gamot glauben würde. Das Wort eines Slytherins würden sie anzweifeln, noch dazu, da er unser Freund ist. Wir brauchen Leute, die neutral sind und dann auch so Aussagen würden. Du, Ginny, Tonks.“ „Ich hab Ginny gesagt, sie soll Harry mal ein bisschen ins Gewissen reden“, meinte Hermione, worauf die Zwei allerdings ein wenig das Gesicht verzogen.
„Nimm’s mir nicht übel, Mione, aber Potter Aussagen zu lassen, ist eine ziemlich schlechte Idee. Der wird kein einziges gutes Haar an Draco lassen“, wandte Charlie ein. „Ihr tut ihm unrecht“, nahm Hermione ihren Freund in Schutz.
„Die Beiden können sich auf den Tod nicht ausstehen, das kann ich nicht abstreiten. Aber das sind private Sachen. Harry ist ganz bestimmt nicht so rachsüchtig, Draco auf dem Weg eins reinzuwürgen. Er weiß durch Sirius, was es heißt, in Azkaban eingesperrt zu sein. Genauso, dass Draco mir und Ginny geholfen und uns vor Lestrange gerettet hat. Er hat von Draco zudem ein paar wichtige Hinweise bekommen, was die Horcruxe angeht. Das sind alles Dinge, die wir vor dem Gamot nur ins rechte Licht rücken müssen. Wenn wir dem Gremium nochmal deutlich machen, dass er mit uns gekämpft hat, dann ließe sich die Sache mit den Death Eatern sicherlich auch irgendwie aushebeln. Wenn wir dann auch noch glaubhaft rüber bringen, dass sein Vater ihn zu diesen Dingen gezwungen hat, eben auch die Sache mit dem Mal, dann haben wir gute Chancen, das Urteil zu unseren Gunsten zu entscheiden. Zu seinen.“ „Lass mich mal raten“, meinte Charlie schmunzelnd und nahm sich das Buch. „Du hast bereits irgendwas in der Richtung in dem Schinken gefunden?“ „Könnte man sagen, ja“, sah sie ihn durchtrieben an. „Ich bastel mir gerade eine schlagfertige Strategie zusammen.“ „Typisch“, schmunzelte Charlie auch weiter und legte den dicken Wälzer zurück.
„Wenn ich sonst schon nichts tun kann, solange sie mich hier festhalten, dann wenigstens das“, murrte sie leicht. „Du sollst dich aber auch noch ausruhen. Allen voran deinen Kopf.“ „Dem geht’s gut“, brummelte sie ein wenig, was die Beiden grinsen ließ. Am Ende beugte sich Blaise zu ihr und gab ihr einen kleinen Kuss auf die Wange, worauf sie verwirrt zu ihm blickte.
„Wofür war das?“ „Das, meine Liebe, erfährst du noch früh genug“, schmunzelte er. Hermione zog allerdings nur skeptisch die Augenbrauen kraus. „Dann wollen wir dich in deiner Recherche gar nicht weiter stören. Wir müssen auch noch ein paar Sachen organisieren. Vielleicht kriegen wir ja ein paar Leute dazu, etwas Nettes zu sagen.“ „Wäre nicht schlecht.“ „Okay, dann. . . Brauchst du noch etwas Spezielles?“ „Wenn du mich schon so fragst. . .“, begann die Hexe hinterlistig und kramte aus dem kleinen Schränkchen neben dem Bett eine Liste hervor, auf der noch mehr Bücher standen.
„Merlin nochmal“, entwich es Blaise baff bei der Länge. „Es wird in einigen Fällen auf diese Bücher verwiesen. Ich will mir dort die ganzen einzelnen Aspekte ansehen.“ „Da hast du dir ja was vorgenommen“, murmelte Blaise und steckte die Liste ein.
„Bringt ihr mir die so schnell wie möglich?“ „Geht sofort los.“ „Danke.“ „Aber nicht dafür.“ Damit waren die Jungs weg, sodass sich Hermione ihren momentanen Schinken erneut zur Hand nahm und weiter nach einer Lösung suchte. Nur wurde sie dabei leider zeitnah vom Rest ihrer Freunde gestört, die vermutlich weniger von ihren Recherchen angetan waren. Allen voran Ron, weshalb sie ihr Buch rasch verschwinden ließ, um keinerlei Streitigkeiten zu provozieren.
Merlin sei Dank ließen sich die Fünf recht schnell abwimmeln, da sich Hermione so furchtbar müde fühlte. Zwar hatte sie ein bisschen ein schlechtes Gewissen, ihre Freunde anzulügen und ihnen so unter Umständen auch wieder mehr Sorgen zu machen. Nur hatte sie mit ihrer Zeit im Augenblick wesentlich besseres anzufangen, als über irgendwelche belanglosen Sachen zu reden. Von den Löwen schien sie in der Richtung ohnehin keinerlei Hilfe erwarten zu können, außer vielleicht von Ginny.
Sie hoffte inständig, dass sie Harry noch davon überzeugt bekam, etwas Positives über Draco zu sagen. Hermione war sich sicher, dass sich das Gamot, wenn es von ihm kam, eher von einer Freilassung überzeugen ließ.
Keine fünf Minuten, nachdem sie ihre Freunde verscheucht hatte, kramte sie ihr Buch wieder hervor und las so lange, bis sie mit dem Schinken auf dem Bauch einschlief.

۩ ۞ ۩


„. . . wie kann sie so was lesen?“, hörte sie eine leise, restlos zweifelnde Stimme, die sich im nächsten Moment als Ron entpuppte.
Verdammt, ich bin schon wieder eingepennt, schallt sie sich. Als sie noch etwas mehr blinzelte, entdeckte sie auch den Rest, der aus Ginny, Luna, Harry und Neville bestand.
„Hey, Süße“, lächelte Ginny, als sie bemerkte, dass sie wach wurde. „Wir wollten dich nicht wecken.“ „Schon okay. Wie spät ist es denn?“ „So wie du guckst, zu früh für dich“, schmunzelte Harry leicht, während Ginny ihr das schwere Buch vom Bauch ziehen wollte. Hermione hielt es aber fest.
„Geht schon.“ Damit saß sie, wo Ron sie nun auch direkt fragte: „Wieso liest du eigentlich solchen Scheiß?“ „Meine Sache“, murrte sie und markierte die Seite, auf der sie war. Ron zählte dann allerdings eins und eins zusammen, nachdem er den Buchtitel gelesen hatte.
„Das ist wegen Malfoy, oder?“ „Selbst wenn, was kümmert es dich?“, funkelte sie ihn böse an. „Mit was ich mich in meiner Freizeit beschäftige und warum ist meine Sache. Oder mit wem!“, setzte sie noch nach, worauf Ron leicht aufbrauste.
„Wie kannst du dir wegen dem solche Gedanken machen? Er ist dort, wo er hingehört und hoffentlich auch bleibt!“ „Ron!“, zischte Ginny, während Hermione wütend fauchte: „Du bist unmöglich. Wie kann man bloß so kleinkariert sein?!“ „Kleinkariert? Entschuldige Bitte, dass ich mich nicht so von ihm hab einlullen lassen wie du und damit alles vergesse, was er angerichtet hat!“ „Sag mal geht’s noch? Was hat das denn da. . .“ In dem Moment ging die Tür auf und unterbrach Hermione, als die nächsten Besucher kamen. Oder zumindest kommen wollten, denn sie blieben in der Tür stehen, als sie die bereits anwesenden Personen erblickten.
„Was wollt ihr hier, Zabini?“, knurrte Ron sofort feindselig, kaum dass er Blaise und Charlie entdeckte. Die beiden Slytherins maßen ihn ihrerseits lediglich kühl. „Von dir überhaupt nichts, du Hohlbirne.“ „Du. . .“ „Ron!“, zischte Ginny ihm leise, aber auch warnend zu, sodass er seine Schwester kurz sauer anfunkelte.
„Wir wollten Hermione nur etwas vorbeibringen“, meinte Charlie auch weiter blasiert, womit sie ganz drin waren. Blaise hatte eine lederne Tragetasche über der Schulter liegen, in der sich schwere Lektüre verbarg. Mit dieser ging er direkt zu der Löwin, was sich die Übrigen, bis auf Ginny, mit erhöhter Vorsicht besahen. Ron hauptsächlich wütend.
„Hast du alles bekommen?“ „Bis auf zwei, ja. Ich guck heute Abend nochmal mit Charlie. Aber ich denke, das reicht dir erstmal“, grinste er und stellte seine Ausbeute auf dem Tischchen ab, bevor er nur noch schnell fragte: „Und dir geht’s gut?“ „Ja. Solltest du deinem Vater auch mal sagen“, richtete sie sich an Charlie, der unschuldig die Hände hob.
„Hey, wenn Paps sagt, dass du noch Ruhe brauchst, wird das seine Gründe haben.“ „Mir geht’s aber gut, also hört endlich auf, mich wie eine Schwerkranke zu behandeln. Ich hab keinen einzigen Kratzer mehr.“ „Da drin. . .“, tippte Blaise mit dem Zeigefinger verspielt auf ihren Kopf. „. . . ist laut Daniel allerdings noch nicht alles heil.“ „Du. . .“, knurrte sie ihn etwas an. Noch im selben Moment wetzte Ron um das Bett herum und ergriff Blaise energisch am Handgelenk, um ihm die Hand abzuhaken.
„Fass sie nicht an, du mieses Stück Sch-“ „RON!“, fuhr Hermione ihren Freund sofort wütend an, was Blaise freudig glucksen ließ. Es war doch immer wieder herzerfrischend zu sehen, wenn die Beiden sich stritten.
„Verdammt, lass ihn los!“, zischte sie Ron an, der sie perplex ansah. „Aber. . .“ „Nichts aber! Zum letzten Mal, Ronald. Sie sind meine Freunde und ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn man sie grundlos angreift, also hör auf Streit zu suchen!“, fauchte sie ihn erbost an, was er mehr als gekränkt in sich aufnahm und schließlich seinerseits sauer wurde.
„Ach, jetzt bin ich wieder schuld?!“, giftete er pampig, worauf sie mit den Augen rollte. Blaise eroberte sich indes seinen Arm zurück und beugte sich zu Hermione, der er leise ins Ohr flüsterte: „Wir kommen später nochmal und reden in Ruhe.“ Kaum dass er fertig war, ließ er es sich nicht nehmen, seiner Löwin noch ein kleines Küsschen auf die Wange zu hauchen, da er nur zu gut wusste, dass Ron diese freundschaftliche Geste zur Weißglut trieb.
Als er aufschielte, war der Rotschopf bereits purpurfarben angelaufen und schnaubte verächtlich. Es war deutlich zu sehen, dass er sich am liebsten auf Blaise gestürzt und ihm ins Gesicht geschlagen hätte. Dem juckte es auf den Anblick ordentlich in den Finger, sich auf die gleiche Art und Weise auch von Ginny zu verabschieden. Allerdings wäre das für den Anfang zu viel des Guten. Zumal er es sich im Moment nicht mit dem Held der Helden verscherzen wollte, sollte Hermione tatsächlich Recht behalten.
„Bis später“, meinte Blaise am Ende nur noch und war bei Charlie, wo Ginny die Zwei nochmal anhielt und letztlich zu ihnen an die Tür trat. „Ihr müsst nicht gehen“, gab sie den Beiden ein wenig gedrückt zu verstehen. Charlie schüttelte aber kaum merklich mit dem Kopf.
„Wir wissen, wann wir unerwünscht sind“, sprach er es bewusst an, meinte dann aber weiter: „Außerdem braucht Hermione noch Ruhe, also sorg dafür, dass der Schwachkopf sie in Ruhe lässt.“ „Halt’s Maul, Harper!“, fauchte Ron und kriegte so nicht nur einen Rüffel von Hermione „RON!“, sondern auch von Ginny, die ihn wütend anfunkelte. Kurz darauf waren die beiden Jungs verschwunden.
„Danke!“, keifte Hermione, kaum dass die Tür ins Schloss gefallen war. „Du bist manchmal echt unmöglich. Was haben sie dir eigentlich getan?!“, schimpfte auch Ginny lautstark, sodass sich Ron immer mehr in der falschen Realität sah.
„Habt ihr sie noch alle? Wieso hackt ihr auf einmal auf mir rum? Man, das sind Slytherins! Sie. . .“ „Oh, jetzt hör endlich auf damit! Das Thema hatten wir schon mal. Nur weil sie diesem Haus zugeteilt worden, sind sie nicht zwangsläufig die Bösen! Es gibt auch in anderen Häusern Idioten. Und in unserem leider auch“, setzte Ginny noch nach, womit ihm der Kragen platzte.
„Schönen Dank auch!“ Damit war er weg, nicht aber ohne die Tür lautstark ins Schloss zu schlagen. „War das nötig?“, richtete sich Harry daraufhin vorwurfsvoll an seine Freundin, die ihn jedoch warnend ansah. „Wenn er jedes Mal gleich einschnappt, ist das nicht mein Problem“, murrte Ginny. „Nur weil ihr zwei euch nicht mit den Jungs versteht, heißt das noch lange nicht, dass wir sie genauso hassen müssen.“ „Wie . . . wie kam das jetzt eigentlich?“, erkundigte sich Luna auf alles unschlüssig bei Hermione.
„Was?“ „Na das ihr euch mit den Beiden. . . Ich meine, Ron hat ja schon ein bisschen Recht. Ihr habt euch sonst nie mit Slytherins abgegeben und die Zwei. . . Sie hingen doch ständig mit . . . mit Malfoy zusammen.“ „Sicher. Aber. . . Blaise kam irgendwann mal. Er wollte sich unbedingt mit mir treffen, ich mich aber nicht mit ihm, nur. . . Blaise kann verdammt hartnäckig sein, wenn er etwas will und da. . .“, begann Hermione ihren Freunden alles zu erzählen, die ihr doch recht aufmerksam lauschten.
Schließlich kam sie auch auf Draco zu sprechen. Insbesondere auf die Tatsache, dass er von diesen Treffen gewusst und es ihn anscheinend nicht gestört hatte. Dass er wohl doch nicht so engstirnig gestrickt war, wie sie dachten. Da hatte Harry aber ein Veto einzulegen.
„Wer weiß, warum er nichts deswegen gesagt hat. Am Ende wollte er vielleicht davon profitieren und mit Hilfe der Beiden irgendetwas über uns ausspionieren“, gab Harry zu bedenken. Hermione rollte auf den Kommentar mit den Augen, bevor sie ihn anfuhr.
„Denkst du wirklich, wir wären so blöd und unvorsichtig gewesen, Blaise und Charlie irgendwelche Geheimnisse zu erzählen? Wir haben nie ein Wort über die DA verloren, sonst hätten sie uns entdeckt. Wir haben nie über den Orden oder sonst etwas gesprochen, was nicht für fremde Ohren bestimmt war. Wenn wir uns mit ihnen getroffen haben, haben wir über völlig belangloses Zeug geredet, oder uns mit Witzen einfach nur amüsiert. Da war nichts, was Malfoy hätte ausspionieren können. Blaise und Charlie haben uns auch nie weiter über so etwas ausgefragt. Sie haben respektiert, dass wir ihnen gewisse Dinge nicht sagen wollten. Deswegen haben sie unsere Freundschaft trotzdem nicht hingeschmissen, was doch umso mehr beweist, dass es echt war. Es gab nichts, was sie von uns hätten bekommen können. Wir hatten einfach nur unseren Spaß, so wie wir ihn mit euch haben. Darüber hinaus haben die Beiden inzwischen mehr als einmal gezeigt, dass sie auf der richtigen Seite stehen, also hör auf immer wieder diese alten Kamellen aufzuwärmen, von wegen: Jeder Slytherin ist Böse und ein Schwarzmagier. Das stimmt nicht. Und das weißt du auch!“, funkelte sie Harry durchdringend an, sodass er ein wenig das Gesicht verzog.
„Du und Ron, vor allem Ron, ihr seid einfach nur zu stur oder zu stolz, um zuzugeben, dass ihr euch in eurer Meinung irrt. Dass der Großteil von ihnen nicht wirklich umgänglich ist, stimmt schon. Das kann ich nicht verleugnen. Nur trifft das eben nicht auf alle zu. Blaise und Charlie sind Ausnahmen, die aber kaum eine Chance haben, beachtet zu werden, weil niemand ihnen diese Chance geben will zu zeigen, dass sie anders sind. Denk doch nur mal an Snape.“ Daraufhin schwieg er, womit sich Hermione etwas mehr in ihr Kissen sinken ließ.
„Alles okay?“ „Ja“, stöhnte sie leise und massierte sich die Schläfen. Sie kriegte von diesen verfluchten Diskussionen schon wieder Kopfschmerzen. Etwas, was nur zu deutlich zu erkennen war, denn Ginny strich ihr beruhigend durch die Haare.
„Ruh dich aus. Wir kommen später nochmal“, riss Ginny kurzerhand den Aufbruch an, da die Stimmung ohnehin im Eimer war. Hermione war es ganz lieb. Sie wollte ihre Ruhe. Diesmal wirklich, womit sich die Fünf schlichen und auch die nächsten ein, zwei Tage fort blieben. Als mal wieder Besuch kam, bestand dieser nur aus Harry und Ginny, oder noch Neville und Luna. Ron blieb ihr fern und spielte auch weiter den Beleidigten. Was Hermione dann aber mal angenehm überraschte, war die Tatsache, dass sich Harry ruhig verhielt, als Blaise und Charlie auch noch vorbeikamen, in der Hoffnung, keinen der Löwen anzutreffen.
So hatten sie, auf Harrys Anblick, bereits wieder verschwinden wollen, doch Ginny hatte sie zurückhalten können. Zwar hatten sich die drei Jungs anfangs etwas belauert, allerdings schien Harry langsam eine gewisse Einsicht zu überkommen. Und da sie Blaise und Charlie seit langem wieder bei sich hatte, konnte sie einfach nicht an sich halten und fragte nach Draco.
Die Informationen, die die Beiden hatten, waren jedoch nach wie vor recht karg, um nicht sagen, sie wusste nichts. Die Gefängnisinsel war und blieb gänzlich von der Außenwelt abgeschottet. Eine Tatsache, die Hermione nicht behagte.
Sie wollte sich keine Vorstellung davon machen, wie das für Draco war. Eingesperrt in so einem dunklen, kalten Loch, mit all diesen wahren Monstern. Nicht zu wissen was war oder noch kam. Die Gewissheit vor Augen, über zwei Jahrzehnte in dem düsteren Gemäuer verbringen zu müssen. In dieser Einsamkeit.
Sie hoffte für den Moment nur inständig, dass er allein in einer Zelle und nicht mit einem der Death Eater zusammengesperrt war. Die wussten schließlich alle, dass er sie hintergangen und für er für den Orden gekämpft hatte. Für das Gute. Wenn nicht, sie wollte gar nicht näher darüber nachdenken, was diese Psychopathen ihm am Ende bereits angetan hatten? Wenn es ganz dumm kam, hatten sie ihn schon getötet und. . .
Nein, nein, nein, nein. Rasch verdrängte sie diese albtraumhafte Vorstellung, auch wenn sie ihr sehr naheliegend erschien. Dass man ihm auf indirekten Weg vielleicht versuchte etwas anzutun, da der Orden den Kuss der Dementoren, Merlin sei Dank, abwenden konnte. Sicher schlug das Einigen ziemlich sauer auf. So ja auch Ron. Und was ihn anging. . . Sie konnte einfach nicht begreifen, wie Ron ihm ein derartiges Schicksal wünschen konnte? Sicher, die Zwei hassten sich wie die Pest. Sie waren wie Feuer und Eis. Ron mit seinem aufbrausenden Temperament. Draco mit seiner kalten, distanzierten, abweisenden Haltung.
Das mit den Beiden konnte nicht gut gehen. Der Zwist war von der ersten Sekunde an geschürt worden und war mit jeder Beleidigung, jedem Streit nur noch stärker gewachsen. Doch waren es eben meist nur wörtliche Streitigkeiten. Und diese rechtfertigten solche verhassten Wünsche, wie Ron sie hatte, absolut nicht. Selbst Harry hatte das Urteil mit den Dementoren falsch gefunden und so wie sie ihn letztens verstanden hatte, sah er die 25 Jahre auch als viel zu viel an. Scheinbar war Ginny zu ihm durchgedrungen.
Hermione hoffte, dass sie ihn auch noch weiter bearbeiten konnte und letztlich dazu bekam, dass er vor dem Gamot für Draco aussagte, damit man ihn endlich frei ließ.

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