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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Geteilte Ansichten

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Mit einem leisen Plopp kamen die Zwei am Fuchsbau an. Hermione tief in sich ein wenig unwillig, was sie versuchte zu verstecken. Richtig wohl fühlte sie sich bei allem jetzt hier dennoch nicht.
Schließlich erreichten sie die Tür und damit auch die Küche, in der Molly wie immer eifrig am Werkeln war. Als sie Hermione und Harry sah, unterbrach sie ihre Arbeit und trat zu den Beiden.
„Hermione, Liebes. Schön dich zu sehen“, nahm Molly sie gleich in die Arme. „Geht es dir gut? Du siehst ein bisschen müde aus“, meinte Molly besorgt, worauf sich die Brünette zu einem Lächeln zwang.
„Es ist alles in Ordnung. Ähm. . . Wir wollten zu Ron. Ist er oben?“ „Nein. Er ist irgendwo draußen im Garten“, erklärte Molly, worauf sie nickte. Harry zog sie dann noch kurz etwas zu sich und flüsterte: „Rede mit ihm. Sprecht euch aus. Wenn was ist, ich bin oben bei Ginny.“ „Hm“, machte sie nur und sah Harry einen Moment nach, bevor sie ins Freie verschwand, um Ron zu suchen. Allerdings musste sie das gar nicht, denn der Rotschopf hockte am Teich und starrte sinnlos vor sich hin.
Erst jetzt, auf diesen Anblick, wurde Hermione richtig bewusst, was Harry gemeint hatte. Für Ron musste es tatsächlich so gewesen sein, als wäre er ihr völlig gleich geworden, da sie sich so sehr mit Draco und alldem beschäftigt hatte und auch noch immer beschäftigte.
Sie hatte sich in ihrem Wahn, Draco zu helfen, jedoch wirklich keine Sekunde lang Zeit für Ron und seinen Kummer genommen. Im Gegenteil. Sie und Ginny hatten ihm indirekt sogar noch eins reingewürgt. Zwar hatte er sich auch nicht gerade mustergültig verhalten, nur kannte sie ihn nach sieben Jahren zu gut, um zu wissen, dass die Geschichte mit Blaise und Charlie ihn zur Weißglut treiben würde und letztlich auch getrieben hatte. Dann noch die Sache mit Draco, aber eben auch Fred. Sie hätte wissen müssen, dass da nicht nur eine kleine Bombe in ihm hochgehen würde.
Am Ende seufzte sie und schlenderte gemächlich zu ihm. Er war mit seinen Gedanken allerdings so weit weg, dass er sie gar nicht hinter sich gewahrte. Als sie nur noch ein paar Schritte von ihm entfernt war, ließ er sich plötzlich rücklings ins Gras fallen. Kurz darauf erblickte er sie und fuhr sofort wieder hoch.
„Hermione!?“, entwich es ihm überrascht, verblüfft und irgendwie auch ein bisschen glücklich. Nur verschwand gerade Letzteres recht schnell, da er keine zwei Sekunden später erneut in seinen eingeschnappten Modus wechselte.
„Was willst du hier? Mir wieder vorhalten, wie toll deine Schlangen sind und was ich doch für ein Idiot bin?“, murrte er, worauf sie seufzte. Sie hatte bereits geahnt, dass er ihr mit den Jungs kommen würde. Mit der Beziehung, die sie zu ihnen hatte.
„Ich bin nicht hier, weil ich deswegen schon wieder mit dir streiten will. Ich . . . ich bin deinetwegen hier.“ Zwar nicht ganz freiwillig, aber das musste er für den Anfang nicht wissen. So sah sie auf ihre Worte auch etwas die Überraschung in seinen blauen Augen aufblitzen, bevor er erneut bockig wurde.
„Auf einmal?“ „Ron. . .“ „Was? Das Einzige, an was du nur noch denkst, ist Malfoy!“ „Das stimmt nicht“, widersprach sie ihm ruhig, doch er ließ nicht locker.
„Ach nein? Und was war das dann mit diesen komischen Bürgschaften, die du von Harry und Ginny wolltest?“ Daraufhin stöhnte sie. Aber Harry hatte ihr ja schon gesagt, dass Ron aufgrund dieser Aktion richtig sauer geworden war.
„Siehst du! Du streitest es nicht einmal ab! Man, was sollte das? Wieso machst du wegen dem blöden Frettchen so einen Aufriss?“, motzte Ron, wo sie kurz tief Luft holte und versuchte das Thema zu wechseln, da Rons Gesicht immer stärker vor Zorn rot anlief.
„Können wir nicht über etwas anderes reden? Ich wollte. . .“ „NEIN!“, platzte er ihr dazwischen und funkelte sie wütend an. „Warum machst du so einen Zirkus wegen dem?“, verlangte er erneut zu wissen, worauf sie wieder seufzte und ihm am Ende doch die gewünschte Antwort gab.
„Weil ich es falsch finde, dass sie ihn weggesperrt haben.“ „Er ist ein Death Eater!“ „Das ist er nicht. Zumindest nicht so, wie sonst diese Bastarde und. . . Man, Ron! Er hat uns geholfen. Er hat mir geholfen. Mir, Ginny, Luna, Tonks, Harry und dir genauso, als wir im Raum der Wünsche waren“, erinnerte sie ihn nochmal an alles, was ihn mit den Zähnen knirschen ließ, ehe er bockig zur Seite wegsah.
„Warum kannst du diese Dinge nicht auch sehen? Warum siehst du nur das Schlechte? Ich mein. . . Du hast ja Recht, dass er jede Menge Fehler gemacht hat, aber. . . Diese ganze Scheiße, die wir in der Schulzeit mit ihm hatten, rechtfertigt in keiner Weise, dass sie ihn umbringen.“ „Ach nein?“, knurrte er zynisch und sah sie nun wieder sauer an. In den Augen ein dunkles Funkeln, worauf sie kurz schauderte, bevor sie versuchte, auch weiter ruhig mit ihm zu reden, obwohl es ihr immer schwerer fiel.
„Nein. Und ich. . . Ich kann nicht glauben, dass du das richtig empfindest? Dass es dir wirklich so eine Genugtuung wäre, wenn er lebenslänglich in Azkaban bleiben muss oder durch diesen Wahnsinn dort stirbt. Mir ist das nicht egal. Ich will das nicht, auch wenn dir das nicht passt. Auch mit der ganzen Scheiße, die war . . . die er uns eingebrockt hat. Das hat er dennoch nicht verdient. Zumal sich mir immer mehr Aspekte auftun, die das alles irgendwie erklären.“ „Was gibt’s da groß zu erklären? Er ist ein verlogener, mieser, dreckiger, kleiner Death Eater, der uns jahrelang das Leben zur Hölle gemacht hat. Vor allem dir! Du bist echt bescheuert, wenn du ernsthaft glaubst, dass der sich geändert hat. Noch dazu, dass der es verdienen würde, wieder auf freien Fuß zu kommen. Es ist ja schon schlimm genug, dass er nicht auch den Dementoren vorgeführt wird, wie dieser ganze andere Abschaum!“ „Das ist jetzt nicht dein Ernst?“, sah sie ihn entsetzt an. Das Funkeln in Rons Augen zeigte ihr aber nur zu deutlich, wie ernst ihm das war.
„Oh doch. Das ist es nämlich, was er verdient. Und zwar nur das! Der ändert sich nicht. Das wirst du früher oder später merken. Oder denkst du wirklich, er sieht in dir plötzlich etwas anderes, als das, was er dir in den vergangenen Jahren an den Kopf geworfen hat? Du bist für ihn trotz allem doch auch weiter nur das wertlose, dreckige Schlammblut, was jetzt gerade mal gut genug ist, ihm den Arsch zu retten!“ Daraufhin zuckte sie wie geschlagen zusammen.
Doch war es nicht die Vorstellung, dass Ron mit dem was er sagte Recht haben könnte. Nein, es waren seine Worte, die sie so hart trafen. Die Tatsache, dass er sie indirekt gerade so beschimpft hatte, wie Draco es sonst immer getan hatte. Nur hatte sie sich irgendwann daran gewöhnt, es von den Blonden zu hören, sodass es sie nicht mehr so sehr verletzte. Diese vor Gift sprühenden Worte nun aber von Ron zu hören, war etwas gänzlich anderes. Und es wurde sogar noch schlimmer, als er weiter polterte.
„Sobald er von dir hat, was er will, wird er dich zum Dank wieder wie den letzten Dreck behandeln. Du bist für den doch jetzt nur Mittel zum Zweck. Früher oder später wird er dich wieder genauso beschimpfen und verachten wie zuvor. Wenn es soweit ist, komm ja nicht heulend zu mir!“, keifte er, womit Hermione immer stärker drohten die Tränen zu kommen.
„Bist du fertig?“, fragte sie leise, mit leicht gebrochener Stimme, sodass Ron langsam aus seinem Hass gegen Draco aufwachte und Hermione nun wieder richtig vor sich gewahrte. Und das furchtbar verletzt.
„Ich bin eigentlich hergekommen, um normal mit dir zu reden, da ich mir die letzten Tage und Wochen keine Zeit für dich genommen habe. Weil ich nicht für dich da war, was mir auch unendlich leid tut. Das aber. . . Wenn das das Einzige ist, was dich gerade interessiert. . . Dass du meine Entscheidungen so sehr in Frage stellst, und. . .“, brach sie ab, schüttelte mit dem Kopf und setzte gänzlich neu an.
„Es ist meine Sache, was ich mache und was nicht. Wenn sich diese Dinge später als Fehler erweisen, dann hab ich damit zu leben. Es ist aber mein Leben, von daher kannst du beruhigt sein, ich werde mit meinen Problemen ganz bestimmt nicht zu dir kommen, da du offensichtlich überhaupt kein Verständnis für mich aufbringen kannst. Ich habe ja noch nicht einmal von dir erwartet, dass du mich und meine Entscheidungen unterstützt, hatte allerdings gehofft, dass du mich zumindest ein klein wenig verstehst. Er hat mir immerhin das Leben gerettet“, rieb sie ihm nochmal unter die Nase, wo etwas in seinen Augen zuckte, diese jedoch so Hart und Kalt blieben, wie schon die ganze Zeit, was sie mit dem Kopf schütteln ließ.
„Ich will ihm helfen, weil er mir geholfen hat und weil es einfach richtig ist. Das du mich deswegen jetzt aber auch noch zusätzlich fertigmachst und beschimpfst, ist mir echt zu viel.“ Damit kullerten ihr doch noch die ersten Tränen über die blassen Wangen, mit denen sie ihn nur noch kurz verletzt ansah, bevor sie sich umdrehte, um zu gehen. Mit dieser Geste wachte Ron allerdings auf. Er schloss schnellen Schrittes zu ihr auf und hielt sie am Arm fest.
„Warte.“ „Lass mich los“, warf sie ihm teils aufgebracht, teils aufgelöst zu und befreite sich mit einer ruppigen Bewegung aus seinem Griff.
„Man Hermione, ich. . .“ „Was? Willst du mich noch mehr fertigmachen?“ „Du hast das völlig falsch verstanden! Ich will dich doch nicht fertigmachen.“ „Ach nein? Sieht für mich aber sehr danach aus!“, warf sie ihm bitter zu, bevor sie weiter meinte: „Warum eigentlich? Geht dir das mit den Jungs wirklich so dermaßen gegen den Strich, dass du mir deshalb unbedingt eins reinwürgen musst?“ „Ich will dir doch bloß helfen, verdammt!“, wurde er auf die Sache mit Blaise und Charlie sofort wieder laut.
„Helfen? Wobei? Es ist doch. . .“ „Diese Typen führen irgendetwas im Schilde und du merkst das noch nicht einmal!“ „WAS?“ „Ja! Genauso wenig wie Ginny, und Harry kriegt es auch nicht mit. Sie werden früher oder später ihr wahres Gesicht zeigen und dir am Ende vielleicht etwas antun!“ „Das ist der absolute Blödsinn! Herr Gott nochmal, Ron! Ich bin seit Mitte des Dritten mit Blaise befreundet. Ich weiß, was er und Charlie für Menschen sind, im Gegensatz zu dir! Davon abgesehen haben die Beiden und . . .“, betonte sie es nochmal richtig deutlich. „. . . Malfoy mir vor ein paar Monaten geholfen. Ohne die Drei würde ich nicht mehr leben, also warum sollten sie mir jetzt auf einmal etwas antun? Das ist völliger Schwachsinn!“ „Die haben irgendwas vor. Ich weiß es!“, beharrte Ron stur auf seinen Ansichten. In den Augen ein schon fast fieberhafter Wahn.
„Und was bitteschön? Was sollen sie vorhaben? Jetzt, vor allem?! Jetzt, wo der Krieg vorbei ist? Wenn sie etwas im Schilde geführt hätten, wie du denkst, dann hätten sie ihre Chance vor ein paar Wochen während des Kampfes verspielt, wo sie, nebenbei bemerkt, mit uns gekämpft haben! Und zwar alle drei. Sie haben sich gegen die Death Eater gestellt und sie am Ende auch erledigt, also was sollen sie deiner Meinung nach jetzt noch vorhaben?!“ „Keine Ahnung, aber das find ich auch noch raus. Und dann. . .“ „Oh Ronald, hör auf! Du machst dich damit doch völlig lächerlich! Da ist nichts. Sie sind keine Bösen. Es gibt nichts Böses mehr. Harry hat ihn besiegt. Du warst dabei. Du hast seinen Fall mit eigenen Augen gesehen. Es ist vorbei. Also hör auf nach Schatten zu suchen, wo keine sind! Hör auf, so sehr an vergangenen Ansichten und Dingen, die nie wirklich waren, festzuhalten. Nicht jeder Slytherin ist schlecht.“ „Aber das ist es doch! Genau das sollst du glauben. Du sollst ihnen vertrauen und. . .“ „Hör auf! Mir reicht’s. Das wird mir langsam echt zu blöd. Sag mir einfach Bescheid, wenn du wieder bereit bist, normal mit mir zu reden.“ Damit wollte sie sich umdrehen, um zu gehen, doch Ron hielt sie energisch am Arm fest und zog sie ruppig zu sich.
„Man, jetzt warte doch!“ „Lass mich los!“, zischte sie und versuchte sich aus seinem schon leicht schmerzhaften Griff zu winden. Ron sah sie aber auch weiter aufgebracht, mit hochrotem Kopf an.
„Merkst du nicht, dass die damit einen Keil zwischen uns treiben?“ „Nein. Der einzige, der einen Keil zwischen uns treibt, bist du selbst! Du und dein krankhafter Hass. Die Jungs haben dir nichts getan und was Draco angeht. . .“ „DRACO?“, fuhr Ron sofort wieder hoch, da sie ihren Erzfeind und das Frettchen Nummer eins, plötzlich beim Vornamen nannte. Hermione war es inzwischen egal.
„Draco, ja! Von uns allen bin ich diejenige, die mit am meisten Grund hat ihn zu hassen. Mittlerweile seh ich einiges aber anders. Zeiten ändern sich. Genauso Menschen. Und er hat sich geändert. Wie sehr weiß ich noch nicht. Für mein Empfinden allerdings genug, dass ich denke, dass er noch eine Chance verdient hat. Und die kriegt er von mir auch. Im Gegensatz zu dir weiß ich nämlich, was es heißt, dankbar zu sein!“, funkelte sie ihn aufgebracht an, ehe sie noch weiter meinte: „Deswegen will ich auch versuchen, ihm Azkaban zu ersparen, denn das hat er nach allem, weiß Gott nicht verdient! Und da ist es mir herzlich egal, was du davon hältst!“ Damit riss sie sich aus seinem Griff los und funkelte Ron ihrerseits wütend an, bevor sie sich zum Gehen umdrehte. In dem Moment platzte ihm gänzlich der Kragen.
„Dann geh doch zu dem scheiß Death Eater! Ich brauch dich nicht!“, giftete er ihr furchtbar wütend nach. Hermione blieb auf diese Worte allerdings kurz wie vom Donner gerührt stehen. Im Innern ein schmerzhaftes Ziehen und Stechen, welches dafür sorgte, dass es ihr nun gänzlich die Tränen aus den Augen trieb.
Er tat es schon wieder. Genauso wie letztes Jahr im Spätherbst. Diesmal würde sie ihm aber nicht hinterher rennen, auch wenn es sie gerade drohte innerlich zu zerreißen. Diesen Schmerz würde sie sich jedoch kein zweites Mal antun, nur weil er glaubte, sich seiner beinahe krankhaften Paranoia und Eifersucht hingeben zu müssen.
Am Ende verschwand sie mit einem leisen Plopp zurück ins St. Mungos, während Ron wutschnaubend im Garten stand, bevor er lauthals die ganze Welt anschrie und sich letztlich rücklings auf die Wiese fallen ließ.
„Scheiße“, knurrte er nur noch, während sich zwei Köpfe von einem der Fenster des Fuchsbaus entfernten und teils ratlos, teils sauer nach drinnen verschwanden.

۩ ۞ ۩


Mit Wehmut und noch immer Tränen in den Augen, kam Hermione vor der entsprechenden Tür an. Sie wischte sich die Tränen etwas fahrig beiseite und huschte ins Innere, wo sie, anders als gedacht, leider nicht allein war.
„Wie siehst du denn aus?“, sah Blaise erschrocken zu ihr auf, wodurch sie ihren Freund jetzt erst gewahrte. Natürlich! Sie hatte ihn immerhin gebeten herzukommen, sodass sie sich nochmal die Tränen wegstrich.
„Alles okay“, murmelte sie dünn, was Blaise ihr absolut nicht glaubte. „Erzähl das dem Osterkänguru.“ „Hasen“, korrigierte sie ihn mit einem gedrückten Lächeln.
„Was auch immer. Herkommen. Setzen. Erzählen“, forderte Blaise, was sie auch weiter müde lächeln ließ. Sie trat zu ihm, sah dann aber auf Draco, der noch immer so da lag, wie vor gut zwei Stunden.
„War er wach?“ „Nein. Und lenk jetzt nicht ab. Setzen“, forderte Blaise wieder, worauf sie seufzte und neben ihm Platz nahm.
„Also? Was war los?“, legte Blaise ihr das Messer auf die Brust, sodass sie erneut seufzte. Da sie wusste, dass er keine Ruhe geben würde, bis er hatte was er wollte, meinte leise: „Nichts. Ich. . . Ich hab mich nur mit . . . mit Ron gestritten. Wegen ihm. . .“, sah sie zu Draco. „. . . und allem, was derzeit mit ihm zu tun hat.“ „Ist ja jetzt direkt nichts Neues, dass du dich mit Weasley zoffst. Das machst du schon seit Jahren“, rieb er ihr schief grinsend unter die Nase, doch ihr war absolut nicht nach Lachen zumute. Die Tatsache, dass Blaise mit seiner Bemerkung zudem Recht hatte, machte es sogar noch schlimmer, sodass ihr wieder stärker die Tränen kamen.
„Hey! Nicht. Du weißt, ich kann das nicht . . . nicht ersehen“, stammelte er hilflos und zog sie schließlich ganz schnell zu sich, wo sie sich an ihn klammerte und ihm in die Schulter schluchzte.
„Ich will mich nicht mit . . . mit Ron streiten. Gerade jetzt da. . . Verdammt, dieser verfluchte Horror ist vorbei. Wir sollten uns eigentlich freuen, nur. . . Das ist im Augenblick so ziemlich das letzte Gefühl, was sich in mir breitmachen will. Und Ron, der. . . Dass er noch immer eine gewisse Abneigung gegen euch hat, versteh ich irgendwo ja noch. Aber dass er auch weiter so steif an seiner Vorstellung festhält, dass ihr alles Monster seid und irgendwas im Schilde führt, da. . . Dass ihr mich bloß für eure Zwecke braucht und mir . . . mir schaden wollt und ihr . . . ihr. . .“ „Hat der gesoffen? Was ist denn das für eine kranke Scheiße?“, sah Blaise sie zweifelnd an, womit sie sich die Tränen wegstrich.
„Ich weiß echt nicht, was mit ihm los ist. Nicht einmal Harry benimmt sich so. Im Gegenteil. Er und Ginny haben auch eine Bürgschaft unterschrieben. Außerdem hat er mir versprochen, dass er für Draco aussagen wird.“ „Ernsthaft?“, glaubte Blaise sich verhört zu haben, doch Hermione nickte.
„Ja. Und wenn er das sagt, dann macht er das auch“, versicherte sie ihm. „Wenn das stimmt, dann küss ich ihm vor versammelter Schule die Füße.“ Daraufhin huschte ihr erneut ein kurzes Lächeln über die Lippen.
„Darauf legt er, glaube ich, keinen Wert. Ein einfaches Danke reicht.“ „Weißt du, was das heißt?“, fing Blaise an zu strahlen, womit sich allmählich auch auf Hermiones Zügen wieder stärker ein kleines Lächeln breitmachte, als sie nickte.
„Harry werden sie glauben, dass er auf unserer Seite gekämpft hat. Damit haben sie keinen berechtigten Grund, ihn derartig lange wegzusperren. Rein theoretisch müssten sie ihn sogar freilassen.“ „Na wenn du, Tonks und Lupin auch noch etwas Positives sagt, auf alle Fälle!“, strahlte er noch mehr. „Ich weiß“, lächelte sie. Blaise schloss sie auf diese Erkenntnis dann auch schon schier überschwänglich in die Arme.
„Das ist doch jetzt endlich mal eine gute Nachricht!“ „Hm“, machte die Löwin dennoch etwas bedrückt und schaute über Blaise’ Schulter hinweg nachdenklich auf den Blonden.
„Was ist? Freust du dich nicht?“, sah Blaise sie fragend, aber auch verwirrt an. „Hm? Doch.“ „Aber?“, hörte er deutlich ein Veto heraus, was ihn nervös stimmte. Hermiones Blick ruhte allerdings noch immer auf Dracos bleicher Erscheinung.
„Dafür muss er auch wieder gesund werden“, murmelte sie ein wenig schwermütig, womit die Unruhe in Blaise verschwand und er erneut lächeln konnte. Lächeln aufgrund der Tatsache, dass sie sich Sorgen um seinen Freund machte.
„Das wird schon. So leicht lässt er sich nicht unterbuttern. Daniel hat doch gesagt, dass er Ruhe braucht und eine Weile so tief schlafen wird. Und wenn man dann noch so eine süße Krankenschwester hat. . .“, ließ er den Satz offen und grinste breit, was stetig mehr wurde, je roter Hermione wurde. Am Ende knuffte sie ihn zur Strafe in die Seite, was ihn zum Lachen brachte. Kurz darauf nahm er sie nochmal zu sich und hielt sie ganz fest.
„Danke, Süße. Für alles.“

۩ ۞ ۩


Noch immer sichtbar angefressen, schlurfte Ron irgendwann zurück in den Fuchsbau. Als er in die Küche trat, kriegte er gleich vermehrt schlechte Laune, als er Malfoys Mutter neben seiner sitzen sah.
Die Blonde senkte mit seinem auftauchen jedoch noch mehr das Haupt, sodass sich ihr Blick in der Tasse vor ihr verlor. Zudem wirkte sie wie ein geschlagener Hund. Mit einem flüchtigen Blick erkannte er zudem, dass ihr die Tränen gekommen waren. Molly wiederum maß ihn mit einem strafenden Blick, bei dem es nicht blieb.
„Sag mal, was sollte das?“ „Sollte was?“, murrte Ron. „Warum streitest du dich schon wieder mit Hermione?“, warf sie ihm vor, was ihn innerlich schreien ließ. Nach außen knurrte er nur etwas von wegen „Meine Sache“, bevor er im Wohnzimmer und schließlich auf der Treppe verschwand.
Er hätte wissen müssen, dass seine Mutter ihn von der Küche aus hören würde. Dafür trug das weitläufige Gelände die Geräusche und Stimmen zu weit. Und da Molly mit der Death Eater Gattin und Mutter leider nicht allein im Fuchsbau war, dauerte es nicht sonderlich lange, bis er sich den nächsten Rüffel einfing. Dieser kam von Ginny, die gerade auf dem Weg nach unten war und ihn dunkel ansah.
„Du hast es wieder gemacht“, rieb sie ihrem Bruder kalt mit unheilvollem Blick unter die Nase, der nicht wirklich vorwärts kam, da sie ihm auf der Treppe den Weg versperrte. Auf ihre Worte fing er auch schon an, mit den Zähnen zu knirschen.
„Was sollte das?“ „Was sollte was?“, sah Ron genervt zu ihr. „Frag nicht so blöd. Das weißt du ganz genau. Was sollte das von wegen: Ich brauch dich nicht?“, funkelte sie ihn böse an, worauf er noch mehr mit den Zähnen mahlte, sodass sie weitersprach.
„Du hast seit eurer Zankerei im Mungos schlechte Laune und bockst rum, weil Hermione nicht da ist. Jetzt war sie da, deinetwegen, und dir fällt nichts Besseres ein, als dich wieder mit ihr zu streiten!“, zischte sie, wo er zum Gegenkommentar ansetzen wollte. Ginny fuhr ihm aber gleich über den Mund.
„Und komm mir nicht von wegen, es wäre Hermiones Schuld und sie hätte angefangen. Eure Diskussion war teils echt nicht zu überhören!“, wurde sie laut und funkelte ihn noch mehr an.
„Was zum Teufel ist in letzter Zeit eigentlich mit dir los? Geht dir das mit den Jungs wirklich so sehr gegen den Strich?“, sah sie ihn zweifelnd an, worauf er unterschwellig gefährlich knurrte, was sie mit den Augen rollen ließ, bevor sie ihn erneut anfauchte.
„Merlin nochmal, werd erwachsen! Hör auf, in der Vergangenheit zu leben. Dinge ändern sich. Genauso Menschen. Und was Blaise und Charlie angeht, sie führen nichts im Schilde also akzeptier es, dass sie meine und Hermiones Freunde sind. Ich werd das garantiert nicht wegschmeißen, nur weil dir die Beiden nicht in den Kram passen! Das Gleiche gilt für Hermione. Sie wird nicht zwischen dir und den Jungs wählen. Warum auch? Entweder du akzeptierst ihre Freunde und Entscheidungen oder du tust es nicht und büßt auf die Dauer eure Beziehung und obendrein auch noch eure Freundschaft ein. Wenn es so kommt, dann komm nicht zu mir und heul mir die Ohren voll, dass ich deine Scheiße wieder ausbaden soll!“ Damit schob sie sich an ihm vorbei und verschwand die Treppe runter zu Molly, ihr mit dem Essen helfen. Ron sah ihr noch kurz sauer nach und bemerkte auch jetzt erst, dass Harry mehr oder weniger hinter seiner Schwester gestanden hatte.
„Sie hat Recht, Ron.“ „Fall du mir jetzt nicht auch noch in den Rücken!“, beschwerte er sich, doch Harry schüttelte mit dem Kopf.
„Ich bin auch nicht von allem begeistert, was Ginny und Hermione uns da die ganze Zeit über verheimlicht haben. Ich will mich deswegen aber nicht mit den Beiden streiten. Wenn sie sich mit Zabini und Harper verstehen, dann ist das ihre Sache. Ich werd mich da nicht einmischen, solange Ginny mich nicht dazu zwingt, mit den Schlangen Bruderschaft zu trinken. Es ist ihr Leben. Akzeptier es, dass sie außer uns auch noch andere Freunde und Beziehungen haben.“ „Aber das sind Slytherins!“, kam Ron mit dem für ihn so alles entscheidenden Kommentar.
„Ich weiß. Allerdings haben sie uns im Kampf von Anfang an richtig unterstützt. Sie haben Hermione geholfen, vergiss das nicht“, mahnte Harry, worauf es erneut in Ron rumorte.
„Schluck deinen Stolz runter. Das bringt dir nichts. Du weißt, dass die Mädels auf ihr Recht bestehen werden. Und. . . Ich geb es nicht gerne zu, aber sie scheinen mit ihrer Meinung über Zabini und Harper auch Recht zu behalten. Als ich letzte Woche mit Ginny nochmal bei Mione im Mungos war, waren die Beiden auch da. Als sie mich gesehen haben, wollten sie bereits wieder gehen. Ginny hat sie allerdings nicht gelassen und. . . Sie waren wirklich völlig friedlich. Es kam kein blöder Spruch, wobei sie mich auch gar nicht weiter beachtet, sondern nur mit den Mädels geredet haben.“ „Ja, ganz toll. Und Malfoy gehört deswegen jetzt auch zu den Guten, oder was?“, zischte Ron, sodass Harry erneut seufzte. Der Blonde war das eigentliche Problem was Ron hatte und nicht die Tatsache, dass Hermione und Ginny sich schon so lange heimlich mit Zabini und Harper getroffen hatten.
„Hermione macht wegen dem einen Aufriss, als wären sie seit Jahren die allerbesten Freunde!“ „Das ist Blödsinn und das weißt du auch. Nach allem, was sie durch hat, eben auch mit ihm, kann ich es aber schon ein bisschen verstehen“, gab Harry zu, worauf es Ron kurz schmiss.
„Jetzt fang du auch noch so an! Es ist ja schon schlimm genug, dass Kingsley Mom und Dad zu diesem Schwachsinn überredet hat. Sie hätten ihn in Azkaban verrecken lassen sollen! Das wäre für alle eine Erleichterung gewesen!“, keifte Ron, worauf es gefährlich in Harrys Augen aufblitzte.
„Weißt du, was du da gerade gesagt hast?“ „Dass sie ihn hätten verrecken lassen sollen!“, wiederholte Ron, was Harry nun doch wütend stimmte.
„Bei aller Freundschaft, Ron. Aber das ist echt das Allerletzte. Ich kann ihn genauso wenig leiden wie du, aber selbst ich wünsche ihm Derartiges nicht. Ich will zwar auch, dass er für alles zur Rechenschaft gezogen wird, was er getan hat und seine gerechte Strafe bekommt. Nur ist das weder der Kuss der Dementoren, noch so eine lange Haftstrafe und ganz sicher nicht, dass er durch irgendwelche krummen Machenschaften in Azkaban binnen kürzester Zeit den Tod findet!“, funkelte Harry ihn warnend an, während Ron verächtlich schnaubte.
Harry sagte aber nichts weiter dazu, sondern folgte Ginny nach unten. Auf halbem Weg hörte er nur noch, wie eine Tür donnernd ins Schloss flog, worauf er resigniert seufzte und über Rons Dickkopf mit dem Kopf schüttelte.

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