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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Hetzjagd

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Mit einem leichten Dusel im Kopf, wie auch der beinahe übermächtigen Versuchung, sich einfach auf die andere Seite zu drehen und das Gesicht tief in das weiche Kissen zu kuscheln, wurde Hermione wach. Anfangs völlig ohne Orientierung und Erinnerung an das, was passiert war. Dann fiel es ihr schlagartig wieder ein, als sie ihre Umgebung erkannte, sodass sie mit einem Ruck im Bett saß.
„Blaise!“, spie sie wütend und sah sich nach dem blöden Slytherin um. Der war nicht hier und ganz offensichtlich auch sonst niemand, womit ihr Blick auf den Digitalwecker ihres Vaters fiel. Dort war es bereits weit nach 13:00 Uhr.
„Das kriegst du zurück, Zabini“, murrte sie sauer. Sie gewaltsam nach Hause zu schleppen und ihr dann auch noch den Schlafzauber aufzuerlegen! Dafür würde sie ihn später noch bluten lassen. Jetzt aber, da sie ohnehin gerade zu Hause war, verschwand sie erstmal unter die Dusche.
Als sie unter dem heißen Schauer stand, merkte sie jetzt erst, wie stark verkrampft ihre Muskulatur wirklich war, denn diese begann sich zunehmend zu lösen und zu entspannen.
Die letzten Tage hatten ihr scheinbar doch mehr abverlangt, als sie gedacht hatte, sodass die Wut auf Blaise ein wenig in sich zusammenbrach. Vermutlich hatte sie doch schön scheiße ausgesehen, sonst hätte er vielleicht nicht ganz so überzogen reagiert. Mit diesem Gedanken trat sie aus der Dusche und verschwand in ihrem Zimmer, sich ein paar frische Klamotten zusammensuchen, bevor sie in die Küche schlich, um sich eine Kleinigkeit zu Essen zuzubereiten.
Als ihr Fertigauflauf im Ofen gar wurde, setzte sie sich an den Tisch und nahm die oberste Ausgabe des Daily Prophet, die sich bereits stapelten. Als sie an der dritten Seite angelangt war, verschluckte sie sich jedoch gehörig an ihrem Tee, denn dort prangte ein Artikel von Rita Skeeter. Und zwar einer, der sich gewaschen hatte.

Erpresste Amnestie für Draco Malfoy?


„Die Gerüchte über eine mögliche Amnestie für den Malfoy Erben, bekannter Junior Death Eater, scheinen sich zu verhärten. Wie wir aus erster Quelle erfahren haben, scheint sich der Retter der Zauberwelt, Harry Potter, großzügig dazu bereiterklärt zu haben, für seinen ehemaligen Mitschüler, wie auch Erzfeind, aussagen zu wollen. Nun stellen wir uns alle die Frage, was den ehrenwerten Mr. Potter zu dieser seltsamen Handlung bewegt hat? Wird er möglicherweise durch entflohene Death Eater bedroht? Oder stecken ganz andere Gründe hinter dieser Entscheidung?
Wie wir bereits berichteten, wurde der junge Malfoy vor einigen Tagen aus Azkaban auf direktem Weg ins St. Mungos Hospital verlegt. Wie wir nun erfahren haben, scheint der Auslöser für diese Handlungen, die junge Hexe und engste Vertraute Harry Potters, Hermione Jean Granger zu sein. Und auch hier stellen wir uns die Frage, was der Anlass für eine derartig fragwürdige Handlung war?
Aus den Aussagen ehemaliger Mitschüler geht deutlich hervor, dass das Verhältnis zwischen Miss Granger und Mr. Malfoy, gelinde gesprochen, aus nichts weiter bestanden hat, als Hass, Abneigung und unsittlichen Beschimpfungen gegen die begabte, junge Mugglehexe.
Es wird vermutet, dass Miss Granger anderweitig unter Druck gesetzt wird. Wie wir aus einem Gespräch mit einem Muggle, Nachbar der Familie Granger, erfuhren, fehlt seit knapp einem Jahr jegliche Spur der Eheleute und Eltern der Junghexe. Eine mögliche Entführung und Erpressung seitens der Death Eater wird nicht ausgeschlossen. Ziel des ganzen Unterfangens scheint die Erwirkung einer Freilassung für den jungen Malfoy zu sein.
Erst gestern erreichte uns noch eine Aufnahme, von einem ehemaligen Slytherin und engem Freund des Malfoy Erben, Blaise Zabini, wie er Miss Granger gewaltsam in das leer stehende Haus der Grangers verschleppte. . .“


Neben dem Artikel entdeckte sie dann tatsächlich ein nicht gerade kleines Bild von sich und Blaise, als er sie gestern, auf etwas unkonventionellem Weg, nach Hause gebracht hatte, worauf ihr der Kiefer noch mehr runter klappte. Kurz darauf las sie den Rest des Artikels.

„. . . Zum momentanen Zeitpunkt war es uns leider noch nicht möglich, Mr. Potter und Miss Granger zu einem Interview zu bewegen. Vermutlich sind sie mit ihrem Schweigen bemüht, das Leben und die Sicherheit der beiden Muggle, und Eltern von Miss Granger, zu wahren.
Auch wenn dies sicher ein tragisches Ereignis für Miss Granger ist, so sollte dieses dennoch nicht zu Verhandlungen und Geschäften mit etwaigen Death Eatern führen. Wir alle fühlen mit Miss Granger in diesen schweren Stunden, Hoffen jedoch auf ihre und Mr. Potters Vernunft, diesen Drohungen nicht weiter nachzugeben.

Ein Bericht von Rita Skeeter“


Kaum, dass sie fertig war, hätte Hermione am liebsten laut geschrien.
Diese verfluchte Wanze! Sie musste Harry gefolgt sein, als er ins Mungos gekommen war, um sie zu einem Gespräch mit Ron zu bewegen. Anders konnte sich Hermione nicht erklären, wie der Mistkäfer herausgefunden hatte, dass Harry für Draco sprechen würde.
Schließlich nahm sie sich auch noch die Zeitungen der Vortage, wo sich unter anderem ein Artikel wiederfand, der über Dracos Übernahme ins Mungos berichtete. In diesem ließ Skeeter bereits ihre ersten, wilden Spekulationen heraus.
Angefangen damit, warum sie, Hermione, völlig aufgelöst bei Kingsley aufgeschlagen war, mit der verzweifelten Bitte um Hilfe, was sich Skeeter so gedreht hatte, als würde es jemanden betreffen, der ihr sehr sehr nahe stand. Dass es hier höchstwahrscheinlich um ihre Familie ging. Um ihre Eltern. Jetzt mit dem Artikel, aufgrund der Tatsache, dass keiner außer ihr wusste, dass ihre Eltern in Australien waren, hatte sie noch mehr Zündpulver für ihre Lügen bekommen.
Mit alldem aber. . . Sie war hier zu weit gegangen, denn mit all diesen Lügen riskierte sie es, dass Harrys und ihre Aussage vor dem Gamot keinerlei Glauben finden würde. Das Gremium würde davon ausgehen, dass man sie erpresste und unter Druck setzte. Sie würden Draco unter diesem Aspekt nicht aus Azkaban rausbekommen.
„Aber nicht mit mir“, knurrte Hermione und packte die Zeitung in ihre Tasche, um Rita Skeeter mit ihrem verlogenen Artikel zu erschlagen!

۩ ۞ ۩


„. . . Dein Artikel war mal wieder ausgezeichnet, Rita“, flötete Barnabas Cuffe, Chefredakteur des Daily Prophet, Rita bei einer Tasse Tee im Meetingraum begeistert zu, da ihnen die heutige Ausgabe mal wieder frisch vom Band regelrecht aus den Händen gerissen worden war. Die Story über den Malfoy Spross verkaufte sich besser, als er gedacht hatte.
„Wenn du mir noch so eine Fortsetzung bringst, am besten ein Interview mit Harry Potter oder seiner Freundin, das wäre Seite 1 würdig.“ „Vermutlich. Nur. . . So leicht werden sie mir nichts von ihren eigentlichen Plänen erzählen. Aber ich denke, da findet sich eine Lösung“, schmunzelte Rita und nippte an ihrem Tee. In den Augen bereits ein feuriges Leuchten, während es in ihrem Kopf akribisch arbeitete, wie sie die Story noch dramatischer ausbauen könnte? Eine Leiche würde da sicherlich gut kommen. Noch dazu am besten Indizien, die auf einen flüchtigen Death Eater hinweisen. Das würde den Verdacht auf Erpressung zusätzlich mehren. Eine schöne Hetze. Zu mehr Überlegungen kam Rita allerdings nicht, da es leise an der Tür klopfte und Cuffes Sekretärin den Kopf zu ihnen hineinsteckte.
„Was gibt es, Dana?“, sah Barnabas freundlich zu ihr. Dana nahm jedoch Rita in Augenschein. „Miss Granger ist hier. Sie wollte gerne mit Rita sprechen“, erklärte Dana, worauf Rita und Barnabas verwundert schauten, bevor der Chefredakteur freudig zu grinsen begann und sich an Rita richtete.
„So schnell kommt man zu einem Exklusivinterview.“ Die freie Journalistin konnte allerdings nicht in dieses Lächeln einstimmen. Sie wusste, dass Hermione sich nicht auf ein Interview mit ihr einlassen würde. Zumindest keines von der Sorte, wie Rita pflegte sie zu führen. Vermutlich wollte sie ihr erneut drohen. Wenn sie es aber geschickt genug anstellte, würde sie vielleicht noch ein paar Informationen aus der Gryffindor herausholen können.
„Soll ich sie wieder wegschicken?“, sah Dana fragend zu ihrem Chef, der sofort abwinkte. „Auf gar keinen Fall! Lass die junge Dame Platz nehmen. Bring ihr etwas Tee und Gebäck. Rita wird sich sicher gerne mit ihr unterhalten. Nicht wahr, Rita?“, sah Barnabas zu seiner Kollegin, die sich zu einem gekünstelten Lächeln zwang.
„Nichts würde ich lieber tun.“ „Na dann. . .“, deutete Barnabas ihr auf die Tür, wo Dana noch wartete. Mit dieser verschwand Rita zu einem der Besprechungsräume, wo Hermione in aller Seelenruhe in einem der weichen Ledersessel saß und in einer Zeitschrift blätterte. Als Rita eintrat, lächelte die Löwin ihr freundlich zu, was die Journalistin nur noch misstrauischer stimmte. Dana dachte sich nichts dabei und bot Hermione Tee und etwas Gebäck an.
„Einen Tee würde ich wirklich gerne nehmen“, gab Hermione Dana lächelnd zurück, die erstmal ging, um alles fertig zu machen und zu holen. Rita maß die Gryffindor derweil mit Vorsicht über ihre funkelnde Brille.
„Darf ich fragen, was Sie zu mir geführt hat, meine Liebe?“ „Ein Interview“, gestand Hermione ihr süßlich lächelnd, was Rita skeptisch die rechte Augenbraue nach oben ziehen ließ.
„Ein Interview?“ „Ja. Über den Verbleib meiner Eltern“, meinte sie weiterhin freundlich, als Dana zurückkam und alles auftischte. Wenig später verschwand Cuffes Sekretärin und schloss hinter sich die Tür, um die Beiden allein zu lassen.
„Das war es doch, worüber Sie gerne berichten wollten“, erinnerte Hermione sie, stand auf und schlich an einen der Schränke, wo sie kurz etwas gedankenverloren mit den Blütenblättern einer der Topfpflanzen spielte, bevor sie sich erneut zu Rita drehte.
„Oder etwa nicht?“, sah sie die Journalistin nun wissend an und begann sich ihr von der anderen Seite zu nähern, sodass Rita ein paar Schritte in die entgegengesetzte Richtung trat, denn irgendwie war ihr Hermione ein wenig unheimlich.
„Deswegen sind Sie nicht hier“, stellte Rita fest, worauf Hermione kurz gleichgültig tat und mit den Schultern zucken. „Stimmt. Deshalb bin ich eigentlich nicht hier. Allerdings haben Sie Ihren Lesern so etwas in Ihrem letzten Artikel ja versprochen. Und Versprechen sollte man doch halten. Nicht wahr?“ Damit hatte Hermione die heutige Ausgabe des Daily Prophet draußen und warf die Zeitung, mit der Seite des Artikels oben auf, auf den Tisch. Rita sah jedoch nur kurz darauf, bevor sie Hermione vermehrt in Augenschein nahm, deren Blick sich gefährlich verdunkelt hatte.
„Sie sind Harry nachgeschlichen, als Sie gesehen haben, dass er ins St. Mungos ist. Sie haben wieder Ihre Animagus Gestalt eines Käfers angenommen, wie schon damals in der Schule während des Trimagischen Turniers, um Harry und mich belauschen zu können. Sie haben mitgehört, dass Harry mir zugesichert hat, dass er für Draco aussagen würde.“ „Draco?“, stutzte Rita, was Hermione ihr mit einem kühlen Blick bestätigte.
„Draco, ja. Und ich bin mir sicher, dass Sie auch den Rest unseres Gespräches belauscht haben. Angefangen damit, dass Draco auf unserer Seite gekämpft hat. Dass er Harry wichtige Informationen hat zukommen lassen, die zur Vernichtung Voldemorts beigetragen haben. Genauso, dass er uns unterstützt, mir, Ginny, Nymphadora, Luna und einigen Anderen mit seinem Einschreiten das Leben gerettet hat. Dass er Fenrir Greyback und Bellatrix Lestrange getötet hat. Das alles haben Sie genauso belauscht, ist es nicht so?“ „Gut möglich, ja“, gab Rita zu, womit Hermione ihr auf den Artikel deutete.
„Was soll dann die miese Hetze gegen ihn? Dieser Artikel ist eine einzige Lüge. Weder wurden meine Eltern verschleppt, noch werden Harry und ich erpresst. Geht es Ihnen wirklich nur um Ihre scheiß Publicity?“ „Schätzchen, eine dramatische Story verkauft sich besser als dieses plumpe Etwas, über das ihr gesprochen habt.“ „Dieses plumpe Etwas schimpft sich Wahrheit! Warum tun Sie das? Haben Sie eigentlich eine Ahnung, was Sie mit Ihren verdammten Artikeln anrichten? Sie zerstören das Leben und die Zukunft eines jungen Menschen, der im Grunde nichts Verwerfliches getan hat, was es rechtfertigen würde, ihn lebenslang in Azkaban einzusperren!“, brauste Hermione auf und funkelte die Blonde wütend an. Diese maß sie ruhig.
„Er hat nichts getan? So, so. Den Death Eatern anzugehören ist also Nichts?“ „Es kommt immer auf den Blickwinkel an“, meinte Hermione kühl und maß Rita mit einem dunklen Blick.
„Er mag das Dunkle Mal haben, nur heißt das noch lange nicht, dass er sich dem auch gebeugt hat. Severus Snape hatte es ebenfalls und hat sich zum Schluss als wichtiger Verbündeter des Ordens herausgestellt. Er war ein Doppelspion. Das mag auf Draco vielleicht nicht zutreffen, dennoch hat er auf unserer Seite gestanden. Und das seit Beginn des Kampfes.“ „Das interessiert aber niemanden, Liebes. Ein Slytherin und Death Eater, der angeblich Gutes tut. So etwas verkauft sich schlecht.“ „Das ist tatsächlich alles, was Sie interessiert? Ihre Gewinnzahlen und der Profit? Dafür sind Sie bereit das Leben eines Menschen zu zerstören?“ „Oh Bitte. Niemanden kümmert es, was mit dem Bengel wird. Die Öffentlichkeit interessiert sich für ganz andere Dinge. Skandale. Sie wollen sehen, wie bekannte Persönlichkeiten fallen und Existenzen scheitern, um sich in ihrem eigenen, kleinen Leben beruhigt zurücklehnen zu können. Die Gesellschaft liebt es, zu lästern. Negative Schlagzeilen und Skandale. . . Das ist es, was die Menschen wollen. Alles andere wäre langweilig. Wenn alles heiter Sonnenschein ist“, erklärte Rita selbstzufrieden, während Hermione sie wie ein Raubtier belauerte.
„So ist das also? Nun, ich frage mich, was die magische Gemeinschaft dazu sagen würde, wenn zum Beispiel ihre liebste Klatschreporterin plötzlich zu einer Insassin Azkabans wird?“, gab Hermione ihr kühl zu verstehen, worauf sich kurz ein verunsichertes Zucken in Ritas Augen stahl, bevor sie wieder süßlich lächelte.
„Weswegen sollte ich nach Azkaban gebracht werden?“ „Ich denke, das wissen Sie. Aufgrund Ihrer seit Jahren nicht angemeldeten Animagus Gestalt, mit deren Hilfe Sie anderen stets aufs Neue willentlich Schaden zugefügt haben.“ „Ich wusste doch, dass Sie deswegen hier sind, Miss Granger. Was wollen Sie diesmal?“ „Was werd ich wohl wollen? Dieser Artikel hier. . .“, deutete sie auf die Zeitung. „. . . ist eine einzige Lüge. Ich will, dass Sie ihn widerrufen und eine Gegendarstellung schreiben, die die tatsächlichen Begebenheiten aufzeigt. Dass Draco kein richtiger Death Eater ist und in Wahrheit auf unserer Seite gekämpft hat. Genauso nehmen Sie die Anschuldigungen gegen Blaise zurück. Er hat mir nie etwas getan, sondern mich nur nach Hause gebracht, auch wenn er sich dabei etwas frech benommen hat.“ „Das würde meinen Ruf ruinieren!“, empörte sich Rita. Hermione war es herzlich egal.
„Entweder Ihr Ruf oder Ihre Freiheit. Was ist Ihnen lieber?“ „Hmpf“, machte Rita dann nur und spielte schließlich ihre letzte Karte aus, die sie eigentlich nie hatte setzen wollen. Hermione ließ ihr allerdings kaum eine andere Wahl.
„Dann lasse ich mich eben nachträglich beim Ministerium registrieren. Ich werde den Behörden mitteilen, dass mir die Verwandlung vor kurzem erst geglückt ist“, lächelte Rita selbstsicher, in was die Gryffindor jedoch einstimmte.
„Ist das Ihr letztes Wort? Sie wollen das alles mit einer weiteren Lüge beenden?“ „Lüge ist so ein unschönes Wort. Aber davon einmal abgesehen. . . Ihr Wort steht gegen meins. Und da Sie, aufgrund der Entführung Ihrer armen Eltern, bedauerlicherweise nicht ganz bei der Sache sind, wird man Ihrem Wort keinen Glauben schenken, sondern meinem.“ „Wenn das so ist, dann kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen“, meinte Hermione ruhig und trat wieder auf Rita zu, die nun einen Schritt zurückwich, als die junge Hexe erneut an den Schrank mit den Blumentöpfen trat. Rita besah es sich verwundert, konnte dem allerdings nicht näher auf den Grund gehen, da sich die Tür öffnete, in der plötzlich drei Auroren standen. Unter ihnen Tonks, die zu Hermione trat, während sich Remus und Williamson Rita näherten. Vor der Tür hatte sich in der Zwischenzeit auch noch eine kleine Menschenansammlung gebildet, die sich neugierig das Geschehen besah. Rita wurde es jedoch unheimlich.
„Was wird das?“, fragte sie an Williamson gewandt, der sie in Gewahrsam nahm, während Remus ihr ein Bannarmband umlegte, damit sie sich nicht plötzlich verwandelte und ihnen entwischte.
„Sie sind vorläufig festgenommen“, meinte Williamson. „Wie bitte?“, empörte sich Rita. „Darf ich erfahren weswegen?“ „Vorsätzliche Vortäuschung falscher Tatsachen, schwere Rufschädigung, Verleumdung, wie auch die nicht Registrierung Ihrer Animagus Gestalt.“ „Diese Verwandlung ist mir vor einer Weile erst geglückt!“, quiekte Rita mit hoher Stimme und sah wütend zu Hermione, die plötzlich eine kleine Schatulle in der Hand hatte, die sie Tonks gab.
„Was . . . was ist das?“ „Eine Aufnahme von dem Gespräch, was Sie eben mit Hermione geführt haben. Darauf haben Sie zugegeben, dass Sie diese Kunst schon lange beherrschen und gegen andere angewendet haben. Ein Beweisstück für die kommende Verhandlung.“ „WAS?“, quiekte Rita daraufhin noch eine Oktave höher, der beinahe die Augen rauskamen.
„Aber . . . aber. . .“, stammelte sie hilflos, wo sich Hermione nun wieder dazwischen schaltete. „Ich habe Sie damals gewarnt, als Sie diese Hetze gegen Harry verbreitet haben und ich habe Sie kürzlich erst in Kingsleys Büro erneut darauf hingewiesen, dass ich damit an das Ministerium herantreten werde. Ich habe Ihnen sogar jetzt noch die Möglichkeit gelassen, Ihre Fehler zu bereinigen, indem Sie Ihre Artikel zurückziehen und vor allem richtigstellen. Das Einzige was Sie aber interessiert hat, ist Ihr Ruf und Ihre Publicity. Über das brauchen Sie sich in den nächsten drei, vier Jahren allerdings keine Gedanken mehr machen.“ „Wie, drei, vier Jahre?“, guckte Rita noch entsetzter, während sich etwas Kühles, Berechnendes in Hermiones Blick stahl.
„Allein der Tatsachenbestand der schweren Verleumdung, kann mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden.“ „WAS?“, schrie Rita nun wirklich, als Hermione ihr diese Gesetzgebung nochmal deutlich vor Augen führte.
„Wer wider besseren Wissens, in Beziehung auf einen anderen, eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche die betroffene Person verächtlich machen, in der öffentlichen Meinung herabwürdigen oder anderweitig in Misskredit bringen, wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit erheblichen Geldbußen bestraft. Wer, wie in Ihrem Fall, diese Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch die Verbreitung von Schriften, was ja Ihre Hetz- und Lügenartikel sind, begeht, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren rechnen. §11 Absatz 3. Rechtsprechung in der Magischen Welt.“ Als Hermione geendet hatte, war Rita restlos weiß im Gesicht und sah die junge Hexe völlig überfordert, wie auch zunehmend panisch an.
„Allein aufgrund dieser Dinge wird man Sie verurteilen. Hinzu kommt die Illegalität Ihrer Animagus Gestalt.“ „Aber. . . aber. . .“, stammelte Rita weiter vollkommen verstört und fassungslos, wo sich Remus nun noch dazwischen schaltete. Und das amüsiert.
„Wenn Sie Glück haben, werden es nur fünf Jahre.“ Daraufhin sah Rita ihn auf eine Art und Weise an, als hätte sie soeben das erste Mal in ihrem Leben einen Geist gesehen. Unfähig, dass was war zu begreifen. Erst als sich Remus und Williamson mit ihr in Bewegung setzten, wachte sie auf.
„Ich widerrufe! Ich. . . ich widerrufe meine Artikel! Ich werde sie neu schreiben! Ich werde die Wahrheit schreiben! Ich werde schreiben, was du willst!“, sah sie panisch zu Hermione. Diese stand nun allerdings recht fertig neben Tonks, die ihr beruhigend einen Arm um Schulter und Nacken gelegt hatte. Auf Ritas Worte sah sie wieder zu der Blonden. Und das zutiefst verächtlich.
„Dafür ist es zu spät. Wenn Dracos Verhandlung aufgrund Ihrer verdammten Hetze und den Falschaussagen negativ verläuft, werde ich dafür sorgen, dass Sie nicht nur fünf Jahre einsitzen!“, funkelte sie die Blonde bedrohlich an, die nicht glauben konnte, was hier gerade alles passierte. Genauso der Rest der Redaktion.
Barnabas stand schon eine ganze Weile, ziemlich hilflos und so weiß wie ein Schneemann, neben der Tür und musste tatenlos mit ansehen, wie seine geliebte Klatsch Journalisten abgeführt wurde. Und das nur wegen ein paar aufgebauschter Artikel.
„Das können Sie doch nicht machen!“, richtete er sich noch immer bleich an Tonks, die den Chefredakteur jedoch böse ansah.
„Es gibt Gesetze und Regeln. Wer sich nicht an diese hält, muss mit den Konsequenzen leben. Zumal es bei Mrs. Skeeter kein Ausnahmefall ist. Es mag in der Pressefreiheit liegen, eine Geschichte etwas aufzublähen. Es ist aber etwas gänzlich anderes, wenn diese Artikel nichts weiter sind als Lügen, die dazu dienen anderen Menschen zu schaden. Und wo ich gerade dabei bin, Sie als Chefredakteur tragen die Verantwortung für alles, was gedruckt wird! In diesem Fall haben Sie sich genauso mitschuldig gemacht, wie Mrs. Skeeter.“ Daraufhin sah Barnabas Tonks ähnlich panisch an, wie zuvor Rita Hermione.
„Aber das . . . das. . .“ „Durch den heutigen Bericht kam es bereits zu Verletzten!“, spießte Tonks Barnabas förmlich mit Blicken auf, während Hermione verunsichert zu ihr sah.
„Was meinst du?“ „Blaise hat was abbekommen“, seufzte sie. „Ein paar Leute haben ihm, wegen des heutigen Artikels, ein paar Flüche beigebracht.“ „WAS?“, entwich es Hermione entsetzt. Tonks wusste sie jedoch gleich zu beruhigen.
„Es geht ihm schon wieder besser. Charlie und Daniel haben sich um ihn gekümmert. Er ist in der Wohnung der Beiden und ruht sich aus. Einer unserer Kollegen ist zur Sicherheit auch dort abgestellt, genauso wie jemand im Mungos ist und ein Auge auf Draco hat.“ „War etwa jemand bei ihm?“, sah Hermione noch immer bleich zu Tonks. Diese schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, das nicht. Vor dem Mungos haben sich seit gestern allerdings noch ein paar Leute mehr versammelt, die. . . Nun ja, ihren persönlichen Unmut nach außen tragen“, erklärte sie sich bedeckt und sah schließlich wütend auf Barnabas.
„Ich rate Ihnen, diese Hetzartikel und Falschaussagen von Mrs. Skeeter auf schnellstem Weg zu widerrufen, wenn Sie nicht noch mehr Schwierigkeiten bekommen wollen. Blaise Zabini hat aufgrund dieser Hetze und deren Folgen für ihn, nämlich jedes Recht Sie und Mrs. Skeeter noch zusätzlich anzuzeigen und zu verklagen!“ Daraufhin schluckte Barnabas und nickte hastig.
„Natürlich. Gleich Morgen auf Seite 1. Ich. . . Was . . . was genau soll ich schreiben lassen?“ „Die Wahrheit!“, fauchte Hermione. „Dass weder Harry noch ich von irgendwem bedroht werden. Dass meine Eltern nicht entführt worden, sondern sicher in Australien sind, wo ich sie letztes Jahr selbst hingeschickt habe! Dass Blaise mir nie etwas getan hat, sondern mich nur auf etwas freche Art und Weise nach Hause gebracht hat und allen voran, dass Draco auf unserer Seite gekämpft hat! Gegen die Death Eater!“, spie sie Barnabas aufgebracht an, der ordentlich schluckte, dann aber rasch nickte.
„Selbstverständlich. Wir werden Ritas Artikel der vergangenen Tage widerrufen und richtigstellen.“ „Wehe wenn nicht“, funkelte Tonks ihn noch kurz wütend an, bevor sie sich wieder an Hermione richtete.
„Alles okay?“ „Nein. Was machen wir denn jetzt? Was, wenn das Gamot Harry und mir wegen alldem jetzt nicht glaubt?“ „Das Gremium hat sich nicht von der Öffentlichkeit und Presse beeinflussen zu lassen und. . .“ „Das haben sie damals aber auch!“, erinnerte Hermione sie, worauf Tonks zwar nickte, dann allerdings meinte: „Mag sein. Ritas Aussage können wir aber sicherlich auch für Dracos Verhandlung für uns nutzen. Sie hat ja zugegeben, dass sie dich und Harry belauscht hat, wie ihr über die Dinge während des Kampfes gesprochen habt. Darüber, was Draco getan hat. Sie hat gestanden, dass sie diese Wahrheiten als nicht ausschlaggebend für ihre Artikel fand und es ihr mit ihren Lügen nur um einen besseren Absatz ging. Damit haben wir wieder einen völlig neutralen Ausgangspunkt. Ich denke nicht, dass das alles eure Aussagen schwächt.“ „Hoffentlich“, murmelte Hermione bedrückt, bevor sich ihr Blick nochmal kurz bei Barnabas verlor, der noch immer bei ihnen stand und die Löwin verwirrt musterte.
„Was?“, knurrte sie sauer, sodass er schluckte, sich seine Frage aber dennoch nicht verkneifen konnte. „Warum tun Sie das?“ „Tu ich was?“ „Wenn ich Sie jetzt richtig verstanden habe, dann. . . Warum wollen Sie diesem Death Eater helfen?“ „Er ist kein Death Eater!“, blaffte sie Barnabas auf seine Worte wieder aufgebracht an, worunter er wie geschlagen zusammenzuckte.
„Er hat in den ganzen Jahren während unserer Schulzeit einen Haufen Scheiße gemacht, wofür ich ihm eigentlich pausenlos in den Hintern treten will. Und ja, er hat mich bei jeder Gelegenheit beleidigt und versucht zu demütigen. Trotz allem. . . Er ist trotz allem kein so schlechter Mensch, wie alle denken. Ansonsten hätte er uns nicht geholfen. Er hätte nicht mit uns gekämpft und uns von Anfang an unterstützt! Er hätte sich nicht gegen seine schrullige Tante und seinen gestörten Vater gestellt der. . .“ „Komm, hör auf“, versuchte Tonks sie zu beruhigen, da sie sich immer mehr in Rage redete. Barnabas kam aber nicht umhin, sie auch weiter geschockt, wie auch irritiert anzusehen. Hermione war derweil bemüht, sich wieder runterzuschrauben. Letztlich lehnte sie fertig an Tonks’ Schulter.
„Blaise geht’s gut, hast du gesagt?“ „Ja. Alles in Ordnung“, lächelte sie aufmunternd, worauf Hermione nickte. „Dann. . . Hast du noch Zeit? Kannst du kurz mit ins Mungos kommen? Ich hab meine Bücher noch dort liegen.“ „Sicher“, lächelte die Aurorin und verschwand nun endgültig mit Hermione aus der Redaktion des Daily Prophet. Hinter ihnen ein noch immer geschockter, ratloser Barnabas.

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Mir gefällt an Harry vor allem, dass er kein Held im klassischen Sinne ist, kein unüberwindlicher Superman.
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