„Was ist das denn?“, stammelte Josh fassungslos, aufgrund der Beschimpfung, während Hermione übel wurde. Kurz darauf fasste sie sich stöhnend an den Kopf.
„Ich glaub das nicht“, murmelte sie fertig, sodass Josh unsicher zu ihr sah. „Was hat das. . . Weißt du, was das soll? Ich mein. . . Also. . .“, wusste er nicht, was er sagen sollte. Zu sehr verstörte ihn der Wortlaut. Hermione nickte resigniert.
„Skeeter dreh ich den Hals um“, murrte sie leise, was Josh nur noch fragender schauen ließ. „Alles okay? Ich mein. . . Vielleicht rufen wir lieber die Polizei. Wer weiß, was das für ein Spinner war und. . .“ „Ich weiß, wer das war. Ich glaub es zumindest.“ „Ehrlich?“, stutzte Josh, der damit wieder auf die beiden Worte sah. Hauptsächlich das Zweite, da er mit dem Ersten nichts anzufangen wusste.
„Du bist doch keine . . . ähm. . .“, traute er sich nicht, das Wort auszusprechen, sondern sah Hermione unsicher an. Diese massierte sich entnervt die Schläfen.
„Hermione? Geht’s dir gut?“ „Hm“, brummte sie nur und trat an die Haustür, um aufzuschließen. Joshs verwirrten Blick spürbar im Nacken. Mit einem erneut leise gemurmelten „Hermione?“, trat er dann auch wieder ganz zu ihr, während sie den Schlüssel drehen wollte. Allerdings hielt sie schlagartig inne und richtete sich versucht normal an Josh.
„Es ist alles in Ordnung. Das . . . das ist bloß ein blöder Streich.“ „Streich? Das ist Sachbeschädigung und beleidigend und. . .“ „Lass gut sein. Ich hab so eine dumpfe Ahnung, wer das war und warum.“ „Und das ist okay für dich?!“, deutete er auf die schändliche Schmiererei, worauf sie mit dem Kopf schüttelte.
„Nein. Ich hätte mir aber denken können, dass so etwas kommt.“ „Was kommt?“, verstand Josh nicht, sodass sie versuchte, es ihm zu erklären.
„Ich glaube, das war eine von meinen Mitschülerinnen. Ich bin gestern ganz schön mit ihr aneinandergeraten.“ „Weswegen?“ „Nicht so wichtig. Vergiss es einfach.“ „Aber. . .“ „Es ist nichts weiter. Nur eine kleine Streiterei.“ „Kleine Streiterei? Hör mal, ich weiß zwar nicht, was das Slytherin bedeutet, was das andere zu bedeuten hat, weiß ich aber sehr wohl. Und jemanden so zu bezeichnen, find ich echt bösartig!“, brauste Josh auf, was Hermione ein leises Seufzen entlockte.
„Du hast ja Recht. Allerdings kann ich da jetzt auch nichts weiter machen.“ „Klar kannst du. Zeig die Tussi an, wenn du weißt, wer es war.“ „Ich hab nur eine Vermutung. Genauso gut könnte es auch jemand anderes aus meiner Schule gewesen sein.“ Oder sonst der Magischen Welt, fügte sie in Gedanken an.
„Trotzdem das. . . Sowas geht nicht! Was soll das überhaupt? Warum greift dich jemand so an?“, ließ er nicht locker, sodass sie abermals seufzte, bevor sie versuchte, ihm knapp zu erklären.
„Weil ich einem Mitschüler helfen will und das schlägt ziemlich vielen sauer auf, da sie ihn nicht leiden können und verurteilen.“ „Verstehe“, wurde Josh nun ruhiger, sah dann aber wieder auf die Beschimpfung.
„Soll ich dir schnell beim Saubermachen helfen?“ „Lass mal. Das schaff ich schon“, lächelte sie ihn versucht gelassen an, nur wurde es eher gequält.
„Sicher? Ich hab da kein Problem mit. Zu zweit geht das bestimmt auch besser und. . .“ „Ist schon okay. Wirklich. Es macht mir nichts und. . . Ehrlich gesagt bin ich ziemlich müde. Ich hatte einen sehr langen Tag und eine viel zu kurze Nacht. Ich werd mich da wahrscheinlich morgen erst darum kümmern.“ „Willst du das wirklich so lange stehen lassen?“, sah er sie unschlüssig an, worauf sie selbst nochmal kurz bitter auf die beiden Worte sah, bevor sie knapp nickte und sich wieder zu ihm drehte.
„Die Nachbarn werden es ohnehin schon alle gesehen haben“, murmelte sie, was sich auch Josh eingestehen musste. „Wissen deine Eltern eigentlich, was hier los ist? Wo sind die überhaupt? Ich hab sie schon ewig nicht mehr gesehen.“ „Weltreise“, gab Hermione ihm nur knapp zurück, worauf er nickte.
„Verstehe. Und. . . Du willst wirklich nicht bei der Polizei deswegen Bescheid geben?“ „Nein. Zumal. . . Ich hab eine gute Bekannte in der Branche. Wenn es dich beruhigt, red ich mal mit ihr“, lächelte sie schwach, worauf er nickte.
„Würde es, ja.“ „Gut, dann. . . Ich sag ihr morgen Bescheid und. . . Danke für dein Angebot, aber ich. . . Ich will jetzt nur noch ins Bett“, versuchte Hermione ihn vermehrt abzuwimmeln, worauf er nickte und sich letztlich zum Gehen umdrehte.
Am Zugang zum Garten blieb er allerdings nochmal kurz stehen und sah zu ihr zurück, wo sie mit dem Rücken zur Tür stand und damit die Schmiererei versteckte. Sie lächelte auch weiter gequält und winkte knapp. Wenig später verschwand er gänzlich auf der Straße und damit irgendwann auch aus ihrem Blickfeld, sodass sie sich doch noch mit der Beschimpfung auseinandersetzen konnte.
Sie zog ihren Zauberstab und murmelte „Evanui“, womit sich die Worte, Merlin sei Dank, problemlos auflösten und sie letztlich die Tür öffnete, um sich das Chaos im Innern des Hauses zu Gemüte zu führen.
Sie war noch gar nicht richtig drin, da bestätigten sich bereits ihre schlimmsten Befürchtungen. Megan, oder wer auch immer es war, hatte sich mit dem Alohomora Zutritt zum Haus verschafft und sich im Innern weiter ausgetobt.
Die Möbel waren umgeworfen, teils zerschlagen und zerschnitten. Bilder waren von den Wänden gerissen, die auch hier drinnen beschmiert waren. Slytherin Hure, Verräterin, Schlangenschlampe und dergleichen konnte sie überall nur zu deutlich lesen, sodass sie letztlich gequält, aber auch fertig an der geschlossenen Haustür herabsank, wo sie im Kommenden auf dem dunklen Parkettboden hockte und sich das Chaos bitter besah. „Du solltest das lassen“, hatte Draco ihr müde gesagt. „Was lassen?“ „Das alles. Du schaffst dir bloß Feinde, wenn du mir hilfst.“ Er hatte es gewusst, oder zumindest geahnt. Und wenn sie ehrlich war, dann hatte sie selbst ebenfalls diese Befürchtungen gehabt. Dass ihr das einige andere, nicht nur Ron, ziemlich übel nehmen würden, dass sie sich verstärkt für Draco einsetzte und er aufgrund ihrer Aktivitäten nicht mehr in Azkaban war.
Das alles. . . Es würde noch schwerer werden, als sie gedacht hatte. Nicht nur für ihn, sondern wohl auch zunehmend für sie, wenn sie diesen Weg weiter ging. Das Einzige, worauf sie hoffen konnte, war eine langsame Einsicht nach der Verhandlung, wenn das Gamot ihn hoffentlich von diesen schweren Anschuldigungen freisprach. Wenn Harry sich in der Richtung auch nochmal positiv äußerte. Sein Wort würde da sicherlich mehr Anklang finden, als ihres allein. Hoffentlich.
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Am nächsten Morgen war Hermione bereits beizeiten auf den Beinen, was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet war, dass sich die Nacht erneut in einen einzigen Albtraum verwandelt hatte, wenn sie doch mal für ein paar Minuten weggenickt war.
Das noch immer vorherrschende Chaos, was sie im Nachhinein erneut vorgefunden hatte, hatte ihre Laune nicht wirklich gebessert. Sie kümmerte sich jetzt auch nicht darum, sondern brachte lediglich ihre zerstreuten und teils zerfetzten Unterlagen und Notizen wieder in Ordnung, die sie dann auch mitnahm.
Nach dieser recht unschönen Offenbarung am Vorabend, kam sie zu dem Schluss, dass es vielleicht besser war, sich noch etwas eingehender mit Harry abzusprechen. Sie musste wissen, was er bereit war auszusagen und wie sie es am günstigsten formulierten, damit keine dummen Fragen oder Anspielungen kamen. Schließlich erreichte sie gegen 7:30 Uhr den Fuchsbau, wo Molly gerade damit beschäftigt war, das Frühstück für ihre Lieben zuzubereiten.
„Molly?“, rief sie, um auf sich aufmerksam zu machen. Als Molly ihre Ziehtochter entdeckte, trat sie von ihrer Pfanne weg, wo der Löffel fröhlich von alleine weiter rührte und dem Rührei so seine Form verpasste.
„Hermione, Liebes. Komm rein. Was machst du denn schon so früh hier? Und. . . Wie siehst du überhaupt aus?“, zog Molly sie gänzlich zu sich. Sie nahm ihr blasses Gesicht in die Hände und begann die Jüngere vermehrt mit Sorge zu mustern.
„Du bist ganz blass. Fehlt dir etwas?“ „Nein. Ich. . . Ich schlaf derzeit nur schlecht“, erklärte Hermione knapp, bevor sie zum Punkt kam.
„Ich wollte zu Harry.“ „Oh Spätzchen, das ist gerade etwas ungünstig.“ „Ich dachte mir schon, dass er noch schläft aber. . .“ „Nein. Nein, er. . . Er ist gar nicht da.“ „Wie?“, stutzte Hermione. Molly nickte.
„Ja. Er ist vor ein paar Tagen mit Ginny fort. Er wollte sich etwas Ruhe gönnen. Ich mein. . . Ich kann es verstehen. Nach allem was war, da hat er sich Ruhe mehr als verdient. Ihr alle“, maß sie Hermione wieder mit Sorge. Die hatte Molly jedoch nur zum Teil zugehört.
„Weißt du, wann er zurückkommt? Oder wo er überhaupt hin ist?“ „Nein. Er hat nichts in der Richtung gesagt. Nur, dass er etwas ausspannen will. Wie lange und wo er ist, kann ich dir wirklich nicht sagen. Tut mir leid.“ „Großartig. Einfach großartig“, murmelte Hermione daraufhin fertig und ließ sich auf einen der Stühle sinken.
„Bist du sicher, dass es dir gut geht?“, erkundigte sich Molly erneut, worauf die Brünette nun mit dem Kopf schüttelte, bevor sie sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch abstützte und das Gesicht in den Händen vergrub. Kurz darauf nahm Molly neben ihr Platz und legte ihr beruhigend einen Arm um Schulter und Nacken.
„Was ist denn?“ „Ich weiß langsam nicht mehr, was ich noch machen soll“, murmelte sie bitter, worauf Molly ihr tröstend durch die wirren Haare strich.
„Was meinst du? Es ist doch alles gut.“ „Nein, ist es nicht. Ich. . .“, wusste sie nicht, was sie sagen sollte. Molly kam indes ein Gedanke.
„Ist es wegen Ron? Wegen eures Streits?“, vermutete sie, worauf Hermione zwar mit dem Kopf schüttelte, nur stimmte das nicht ganz.
„Nein. Nicht direkt. Ich. . . Ron versucht ja noch nicht einmal, mich zu verstehen und ich. . . Ich wollte jetzt eigentlich mit Harry nur ein paar Sachen wegen der Verhandlung abklären. Damit wir der Anklage keinen wirklichen Angriffspunkt geben und. . . Ach Molly, irgendwie hab ich gerade das Gefühl, mir entgleitet alles. Dass es ins Leere läuft“, brachte sie fertig hervor und sah Molly gequält an. Diese nahm ihr Ziehmädchen daraufhin ganz in die Arme und hielt sie beruhigend fest.
„Liebes, du brauchst Ruhe. Ein bisschen Abstand und Erholung würden dir genauso guttun.“ „Ich kann mich jetzt nicht zurückziehen.“ „Warum nicht? Du hast doch schon mehr als genug getan. Gönn dir eine Auszeit.“ „Das kann ich nicht. Ich hätte dann trotzdem keine Ruhe. Solange die Sache nicht durch ist, da. . .“ „Ist dir das wirklich so wichtig?“, maß Molly sie nun doch etwas fragend, worauf sie in ihren Armen nickte, bevor sie sich aus diesen löste und der Rothaarigen versuchte zu erklären.
„Ich will nicht, dass er zurück nach Azkaban muss. Er würde dort zerbrechen und. . . Je mehr ich von den Hintergründen erfahre, umso mehr fange ich an alles zu verstehen. Das Warum und. . . Ich will ihm helfen. Ich will ihn damit nicht alleine lassen, auch wenn das niemandem passt und mir die Leute deswegen blöd kommen. Das ist mir egal, weil. . . Ich hab das Gefühl, dass ich das Richtige tue und. . . Er hat so eine harte Strafe nicht verdient. Es tut ihm ja auch leid. Er hat sich bei mir für alles entschuldigt. Ja er wollte mir sogar ausreden, ihm weiter zu helfen, weil . . . weil es mir selbst schaden könnte“, wurde ihr die Sache mit dem Vandalismus wieder stärker bewusst. Genauso die ganzen Blicke, die sie sich in der Diagon Alley zugezogen hatte.
„Was meinst du?“, stutzte Molly. Hermione winkte jedoch ab. Von dem Vorfall bei ihr zu Hause musste Molly nichts wissen.
„Allgemein, weil. . . Es ist doch wirklich niemand gut auf ihn zu sprechen. Und durch die blöden Artikel von Skeeter, da. . .“, ließ sie den Satz offen, während Molly verständig nickte. Hermione wiederum schob müde die Arme auf dem Küchentisch zusammen und ließ den Kopf darauf sinken.
Sie hing so wieder etwas mehr ihren Gedanken nach. Gedanken um ihn, die Tatsache, was sie tun wollte und so ja auch tat und zum Schluss auch noch, was die große Allgemeinheit davon hielt. Es war ein Anblick, der Molly selbst nachdenklich stimmte und ihr schließlich eine nicht ganz unrealistische Vorstellung kam.
„Du fängst an ihn zu mögen, hm?“, sprach Molly aus, worüber Hermione schon eine Zeit lang verstärkt grübelte und letztlich mit den Schultern zuckte, ehe sie meinte: „Ich weiß es nicht. Ich. . . Anscheinend. Ja. Es ist nur. . . Er tut mir leid und ich. . . Ich will ihm wirklich helfen. Findest du. . . Ist das verrückt?“ Daraufhin sah Molly die junge Hexe nachdenklich an, bevor ihr ein schwermütiges Lächeln über die Lippen huschte und sie Hermione erneut zu sich nahm.
„Nein. Sieh mal. . . Du hast ziemlich viel mitgemacht und vor allem durchgemacht, und. . . Du hast so wohl als einzige von uns, noch einen gänzlich anderen Blick auf die Dinge, die sind. Du warst ja auch eine Zeit lang mit ihm allein und hast ihn dadurch scheinbar noch von einer vollkommen anderen Seite gesehen, als was wir bis jetzt mitbekommen haben.“ „Hm“, machte sie nur, worauf Molly weiter meinte: „Ginny hat mir im Nachhinein auch noch von ein paar Dingen erzählt, die ihr wohl recht positiv an ihm aufgefallen sind. Na ja, und dann noch die Aktionen während des Kampfes. Für einen Außenstehenden ist das, was du tust, denkst und so auch für richtig hältst, sicherlich in keiner Weise nachvollziehbar. Der Großteil der Leute weiß nicht, was wirklich war und. . . Mir selbst ist es anfangs auch schwergefallen, alldem zu glauben, obwohl ich über vieles mit der Zeit im Bilde war. Dahingehend. . . Zerbrich dir nicht zu sehr den Kopf, Spätzchen. Es ist nicht so, dass dich niemand versteht. Wir verstehen dich und wir werden dich in deinem Vorhaben auch so gut wir können unterstützen“, lächelte Molly warm, worauf Hermione wieder aufblickte.
„Wirklich?“ „Natürlich. Schau mal, er hat dir geholfen. Und das mehr als einmal. Genauso Ginny, Tonks, der kleinen Luna. Seine Mutter hat Harry im Verbotenen Wald vor den Death Eatern versteckt. Er hat versucht zu helfen, sonst hätte es noch mehr Tote gegeben und ich finde, das ist etwas, was diese ganzen Schwarzredner vielleicht auch mal wissen sollten, von daher. . . Wenn Arthur und ich dir irgendwie helfen können. . . Vielleicht mit einer Aussage oder dergleichen, du kannst auf uns zählen“, lächelte Molly mütterlich, sodass Hermione selbst wieder ein klein wenig lächeln konnte.
„Danke Molly. Ich komm auf euch zurück. Im Moment aber. . . Wenn sich Harry meldet, gib mir bitte Bescheid. Oder sag ihm, dass ich dringend ein paar Dinge mit ihm klären muss.“ „Das werde ich, und. . . Wo du jetzt einmal da bist. . . Willst du mit uns frühstücken? Arthur ist zwar schon im Ministerium, Ron, George und Percy sind allerdings noch da“, lächelte Molly. Hermione lehnte jedoch ab.
„Tut mir leid, Molly. Ich . . . ich hab bereits gefrühstückt und. . . Vielleicht ist es besser, ich leg mich zu Hause nochmal etwas hin“, schob sie diese Tatsache vor, die Molly abnickte. „Wahrscheinlich. Dann ruh dich mal aus“, lächelte die Ältere fürsorglich und verabschiedete sich letztlich von ihr.
Doch anders als sie Molly gesagt hatte, verschwand Hermione nicht nach Hause, wo sie das ganze Chaos erneut vor Augen gehabt hätte. Stattdessen suchte sie Tonks und Remus auf, um sich erstmal mit den Beiden genauer abzusprechen.
Sie fand die Zwei bei Tonks’ Mutter, da die sich die letzte Zeit vermehrt um ihren kleinen Enkel gekümmert hatte. Jetzt erlebte Hermione, die sonst so quirlige und poppige Tonks, allerdings mal als liebevolle Mama, wie sie dem kleinen Teddy das Fläschchen gab und sich über seinem Anblick gänzlich in einer anderen Welt verlor.
Sie beschloss deshalb hauptsächlich mit Remus zu sprechen und die Aurorin in ihrer gerade so friedlichen, kleinen Welt zu belassen. Was sie etwas überraschte, als sie mit Remus in ein Nebenzimmer ging, war, dass Narcissa bei der Familie Tonks aufhielt.
„Was . . . was macht sie hier?“, richtete sie sich verwundert an Remus, da sie dachte, die Blonde wäre noch immer bei den Weasleys. Ihr alter Professor deutete ihr allerdings auf das andere Zimmer, um in Ruhe mit ihr zu reden. Hermione war es ganz lieb, denn Dracos Mutter war ihr trotz allem, nun ja. . . Sie war ihr nicht ganz geheuer. Dass sie genauso wenig bösartig und arrogant und alles war, wie Hermione all die Jahre vermutet hatte, wusste sie inzwischen. Dennoch blieb ihr die Frau ein wenig unheimlich.
„Die Beobachtung durch das Ministerium und der Hausarrest wurden aufgehoben, da man ihr keinerlei Mittäterschaft und dergleichen nachweisen konnte. Harry muss, als sich einer unserer Kollegen etwas im Ton vergriffen hat, wohl auch nochmal deutlich gemacht haben, dass sie ihn während der Schlacht vor den Death Eatern versteckt und damit geholfen hat.“ „Verstehe. Aber das Manor steht doch noch immer unter Verschluss, wenn ich richtig informiert bin?“ Daraufhin nickte Remus und nahm auf der Couch im Arbeitszimmer Platz.
„Das stimmt. Bei den Weasleys hat sie es allerdings nicht mehr ausgehalten.“ „Warum? Ginny meinte, Molly würde sich gut mit ihr verstehen.“ „Das Problem war wohl eher Ron.“ „Oh!“, entwich es Hermione daraufhin nur. Das erklärte eigentlich schon wieder alles. Leider.
„Wie gesagt, dadurch, dass der Hausarrest aufgehoben wurde, kann sie sich wieder freier bewegen und damit auch zu ihrer Schwester, was ursprünglich bereits so angedacht war. Nur hatten einige Bedenken, wegen dem verwandtschaftlichen Verhältnis. Es bestand Grund zur Annahme, dass man ihr zur Flucht verhelfen könnte. Viele hätten gerne gesehen, dass man sie in einer kleinen Zelle im Ministerium unter Verschluss hält. Nur hatten sich Molly und Arthur dann angeboten, quasi so lange ein Auge auf sie zu haben, bis alles durch ist“, endete Remus, worauf Hermione nickte und lächelte. Die Weasleys waren wirklich durch und durch freundliche und herzensgute Menschen, auch wenn einer gerade aus der Reihe tanzte.
„Aber ich glaube, deswegen bist du nicht zu uns gekommen“, maß Remus sie aufmerksam, worauf sie nickte und ihm erklärte. Dass sie mit ihm und Tonks gerne nochmal alles wegen der Verhandlung durchgehen wollte und ob er nicht auch noch etwas wusste, was man anbringen könnte, usw..
So rang sie am Ende auch mit sich, ihm von dem Einbruch zu erzählen, doch was hätte es schon gebracht? Mittlerweile hatte sie alle möglichen Schutzzauber über das Haus gelegt, die ein einfaches Eindringen verhinderten. Da brauchte es inzwischen schon einen sehr geübten und gewieften Zauberer, um ihre Barrieren zu überwinden. Leute wie Megan würden sich daran nun die Zähne ausbeißen.
Letztlich unterhielt sie sich noch eine Weile mit Remus, der ihr noch ein paar interne Tipps gab, wie man dem Gremium am besten gegenübertrat. Darüber hinaus fertigte er mit ihr ein kleines Protokoll an, bevor er noch mit ihr durchging, wie er und Tonks sich zur Verhandlung am günstigsten äußerten.
Als sie alles besprochen hatten, schwirrte Hermione leicht der Kopf und auch so fühlte sie sich recht matschig. Die ganzen schlaflosen und zudem albtraumhaften Nächte, begannen sich allmählich unangenehm bemerkbar zu machen. Remus hatte sich diesbezüglich auch mehr als einmal nach ihr erkundigt. Hermione hatte allerdings abgewunken und ihm leichthin erklärt, dass sie momentan schlecht schlief, was sie auf die dunstige Wärme schob.
So verließ sie die Familie Lupin zum späten Nachmittag wieder, um noch ein paar Besorgungen, aber auch einen kleinen Abstecher ins Mungos zu machen. Als sie aus der Tür trat, stieß sie jedoch mit jemandem zusammen und wäre um ein Haar gestürzt, wurde dann aber noch rechtzeitig von ein paar Händen sicher festgehalten.
„Vorsicht“, gab ihr leicht mahnend eine ruhige Frauenstimme zu verstehen. Als Hermione aufblickte, sah sie die entsprechende Gestalt zu der Stimme und fuhr wie elektrisiert zusammen.
Ihren Arm eroberte sie sich sofort zurück und wich hektisch einen Schritt nach hinten. Dabei stieß sie gegen einen kleinen Beistelltisch. In der nächsten Sekunde klirrte es, als die darauf befindliche Vase auf dem Parkettboden zersprang, was sie erneut zusammenzucken ließ. Wenig später trat Remus in den Flur.
„Was ist los?“, richtete er sich verwundert an Hermione, die noch immer verschreckt auf Narcissa blickte. Diese wusste ganz offensichtlich selbst nicht so richtig, was sie sagen und wie sie reagieren sollte, denn sie sah unschlüssig auf die Gryffindor.
„Ich. . . Tut . . . tut mir leid, Remus. Ich . . . ich bin dagegen gestolpert und. . .“ „Halb so wild. Reparo“, murmelte er. Damit war die Vase wieder heil und Lupin bei ihr.
„Bist du sicher, dass es dir gut geht? Du siehst noch blasser aus als vorhin“, musterte er sie besorgt, sodass sie sich nun gänzlich zu ihm drehte. Sie schüttelte erst mit dem Kopf, bevor sie dann doch nickte und sich wirsch erklärte.
„Ja. Ja, es ist alles okay. Ich . . . schlecht geschlafen, ich. . . Danke für deine Hilfe, ich. . . Ich leg mich zu Hause, glaube ich, erstmal etwas hin“, stammelte sie und deutete umständlich auf die Tür, aus der sie sofort verschwand. Kurz zuvor war auch noch Tonks mit in den Flur getreten und hatte so ebenfalls eine ziemlich bleiche, fertige und teils verschreckte Hermione zu Gesicht bekommen.
„Was ist denn mit ihr los?“, fragte sie verwirrt, wo Remus ihr bereits antworten wollte, nur kam Narcissa ihm zuvor. „Ich glaube, das war meinetwegen“, murmelte sie leise und erntete dafür fragende Blicke, die sie anfangs gar nicht registrierte, da ihr der verstörte, schon fast verängstigte Blick Hermiones sehr stark nachhing. Die simple Tatsache, dass sich das Mädchen massiv vor ihr fürchtete. Warum war nicht schwer zu erahnen, was sie zunehmend bedrückte.
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Kaum aus dem Haus raus, apparierte Hermione nicht zurück nach Hause, sondern direkt in die Diagon Alley, wo sie anfangs eher ziellos, noch immer etwas aufgewühlt und verstört, durch die Straße eilte.
Die dunklen, bohrenden Blicke, die man ihr erneut zuwarf, ignorierte sie gänzlich, sodass es nicht lange dauerte, bis sie heute zum zweiten Mal blindlings mit jemandem zusammenstieß. Sie riss erschrocken den Kopf hoch, aus Angst, irgendeine düstere Gestalt vor sich zu entdecken. Vor ihr stand allerdings Ernie Macmillan.
„Ernie!“, entwich es Hermione überrascht, als sie den Schulkamerad so unverhofft sah. Dieser musterte sie ein wenig skeptisch, was sie bereits das Schlimmste fürchten ließ. Nämlich, dass er sie genauso verbal angreifen würde, wie die anderen Hexen und Zauberer.
„Alles okay bei dir?“, fragte er dann aber und zog sie etwas von der Mitte der Straße weg, zu einer Bank, vor einem der Läden.
„Ähm. . . Ja. Ja, klar. Warum?“ „Siehst nicht so aus“, meinte er, was sie innerlich mit den Augen rollen ließ. Am Ende nahm sie Platz, was er ihr gleich tat.
„Ich schlaf zurzeit ziemlich schlecht“, wand sie sich heute zum dritten Mal mit dieser Ausrede aus der leichten Misere. Und wie schon die beiden Male zuvor, zog auch Ernie skeptisch eine Augenbraue hoch.
„Aha“, meinte er trocken. „Es ist wirklich nichts“, versuchte sie ihm, auf den Anblick klarzumachen. Dass er ihr nicht glaubte, war allerdings überdeutlich zu erkennen. Jedoch ging er nicht weiter darauf ein, sondern riss recht unverfroren ein anderes Thema an. Eines, worüber sie jetzt nicht im Mindesten reden wollte.
„Sag mal, was anderes jetzt. . . Man hört derzeit ein paar seltsame Sachen über dich.“ „Ach ja?“, zischte Hermione, worauf er beschwichtigend die Hände hob.
„Reg dich nicht gleich auf. Die letzten Tage standen im Daily Prophet bloß haufenweise widersprüchliche Artikel.“ „Und die glaubst du?“, zischte sie und verfluchte sich dafür, dass sie diesem blöden Barnabas nicht noch mehr gedroht hatte. Scheinbar hatte er den Widerruf nicht so geschrieben, wie er sollte. Was genau wusste sie auch nicht, da sie sich die vergangenen Tage erneut nicht die Mühe gemacht hatte, in die Zeitung zu sehen. Ernie sah sie auch weiter beschwichtigend an.
„Ehrlich gesagt, nein. Dass der Daily Prophet gerne schreibt, was er will und sich wie der Wind dreht, wissen wir ja“, scherzte er ein wenig, sodass sich Hermione wieder beruhigte.
„Deswegen dachte ich mir, ich frag dich selber, wenn du mich schon halb umrennst“, schmunzelte er freundschaftlich, womit Hermiones aggressive Haltung langsam in sich zusammenbrach.
„Was haben sie denn wieder für Schund geschrieben?“, fragte sie, worauf sich Ernie etwas verlegen im Nacken kratzte und meinte: „Die Artikel von Skeeter sind kürzlich ja widerrufen worden, nur. . .“ „Was?“ „Dich bedroht wirklich keiner, oder?“ „Nein. Harry und mir geht’s gut. Und was meine Eltern angeht, die sind in Australien. Ich hab letztes Jahr ihre Erinnerungen an mich gelöscht und ihnen den Floh ins Ohr gesetzt, dass sie auswandern wollen, damit sie vor dem was kommt sicher sind. Dann hab ich mich mit Harry und Ron auf die Suche nach den Horcruxen gemacht, aber ich glaube, das weiß mittlerweile ganz Großbritannien.“ „Jaah“, zog Ernie dieses eine Wort in die Länge. Dass er eigentlich etwas völlig anderes wissen wollte, erkannte sie deutlich an seiner Mimik und knallte ihm die Antwort schließlich recht pampig vor die Füße, da er es ohnehin nicht verstehen würde.
„Wenn du wegen der Sache mit Draco fragen und mich rund machen willst, so wie die Anderen. . . Ja, es stimmt. Ich und Harry werden für Draco aussagen. Und mir ist es offen gestanden herzlich egal, was ihr alle davon haltet! Ich werde ihm helfen, so wie er mir geholfen hat! Wenn du mich jetzt entschuldigst? Ich hab noch zu tun!“, fauchte sie, stand auf und wollte abrauschen, doch Ernie ging ihr eilig nach und hielt sie am Arm fest, sodass sie giftig zu ihm herumfuhr.
„WAS?!“, fauchte sie, wunderte sich dann aber über sein unschlüssiges, entschuldigendes Gesicht. So einen Ausdruck hatte sie schon ewig von niemandem mehr gesehen.
„Ich wollte dich deswegen nicht runter machen. Ich wollte, . . . ähm. . .“, wurde er wieder unsicher, was Hermiones Gereiztheit nicht unbedingt minderte. „Was?“, knurrte sie, sodass Ernie sie erneut etwas zur Seite nahm und zusätzlich in eine Nebengasse zog.
„Was willst du? Ich hab wirklich keine Zeit“, murrte sie, worauf er endlich mit der Sprache rausrückte. „Denkst du, Malfoy hat sich geändert?“, fragte er völlig ruhig, jedoch ein wenig verunsichert. Es war kein Vorwurf gegen Hermione und ihren Einsatz, sondern eine ehrlich gemeinte Frage, die sie maßlos irritierte.
„Was?“ „Na ja. . . Du und Harry wollt für ihn Aussagen. Hast du gerade selbst gesagt. Und ihr werdet da sicher auch eure Gründe haben.“ „Davon kannst du ausgehen“, meinte sie kühl, worauf Ernie nickte und sie unschlüssig ansah.
„Es ist nur so, dass. . .“, kratzte er sich erneut verlegen am Kopf. „Weißt du, ich hab da bisher mit niemandem weiter drüber gesprochen, weil mir das alles doch etwas suspekt war und ich ehrlich gesagt auch nicht so richtig glauben konnte, was ich da gesehen habe aber. . . Ähm. . . Während der Kämpfe, da. . . Malfoy war ja auch im Schloss.“ „War er, ja“, bestätigte Hermione ihm, worauf er nickte.
„Ich hab ihn erst nicht erkannt und mir dann auch gesagt: ,Das ist nie und nimmer Malfoy. Der hilft keinem, außer sich selbst.‘“ Daraufhin stutzte Hermione. Helfen? Jetzt sollte ihr noch einer erzählen, Draco hatte auch Ernie geholfen?
„Was meinst du?“ „Hm? Na ja, es war komisch. Ich hab ihn in dem ganzen Chaos zweimal gesehen. Das erste Mal hab ich mich mit Seamus mit einem Death Eater duelliert. Der hatte uns immer weiter zurückgedrängt und Seamus dann auch mit einem Fluch ausgeknockt. Ich hab irgendwann immer weniger einen Stich gesehen und. . . Der hätte mich erledigt, hat dann aber selber einen deftigen Fluch ins Kreuz gekriegt. Wie gesagt, ich hab Malfoy nicht gleich erkannt. Es war dann erst während der Waffenruhe, wo ich ihn wiedergesehen hab. Er war in der Halle und hat mit Zabini geredet. Als Hannah Harper gefragt hat, was er hier macht, meinte der: ,Uns helfen‘ Mir ist das alles einfach zu komisch vorgekommen, aber wenn du dir jetzt so eine Mühe machst und mit Harry für ihn Aussagen willst, da. . . Da scheint das wohl doch gestimmt zu haben. Oder?“, sah er sie unsicher an. Hermione guckte allerdings noch immer verblüfft und zog Ernie letztlich ganz schnell tiefer in die Seitengasse.
„Würdest du das vor dem Zaubergamot wiederholen?“ „Was?“ „Was du mir gerade gesagt hast. Dass er dir gegen einen Death Eater geholfen hat? Würdest du das bei der Verhandlung wiederholen? Würdest du so eine Aussage für ihn machen?“ „Ähm. . .“, wurde Ernie schlagartig unsicher und sah auch in alle möglichen Richtungen, nur nicht in Hermiones Augen, in denen etwas Flehendes erwachte.
„Ernie, bitte. Er . . . er hat dir in der Schule im Grunde doch nie etwas getan, oder?“ „Bis auf seine blöden Sticheleien. . .“ „Die hatten wir alle zu schlucken. Aber er hat dich nie irgendwie angegriffen, verletzt oder sonst etwas getan, was dir geschadet hätte?“ „Eigentlich nicht“, nuschelte er, worauf Hermione nickte und den Hufflepuff versuchte, für sich zu gewinnen.
„Ernie, bitte. Ich brauch jede Stimme, die ich kriegen kann, sonst sperren sie ihn in Azkaban weg. Und wenn sie das machen, wird es ihn umbringen. Das hat er nicht verdient. Er . . . er ist nicht so gemein, wie wir immer alle gedacht haben. Wirklich. Ich seh immer mehr, was das eigentliche Problem ist und das war sein Vater. Draco hat sich nicht gegen ihn und seine Ansichten durchsetzen können. Wie auch, bei so einer gestörten Familie, wo die Hälfte aus rassistischen Fanatikern und Death Eatern bestanden hat? Aber das ist bloß die eine Hälfte. Die andere wurde als Blutsverräter verschrien. Du erinnerst dich doch noch an Tonks?“ „Klar! Die Punk Hexe“, grinste Ernie, worauf Hermione nickte.
„Sie ist Dracos Cousine.“ „Co-Cousine?!“, stammelte er daraufhin und sah die Gryffindor verblüfft an, die auch gleich nickte und weiter meinte: „Ja. Tonks ist aber völlig anders als ihre Familie, weil ihre Mutter sich gegen diesen Wahnsinn hat stellen können. Und Draco, er. . . Sein Vater hat ihn als Blutsverräter beschimpft und wollte ihn umbringen, weil er mir geholfen hat.“ Daraufhin guckte Ernie noch verblüffter.
„Er ist kein so schlechter Kerl. Wirklich nicht. Auch wenn er mit seiner Art schon recht nervtötend sein kann und alles. Aber im Grunde. . . Ich hab ihn noch ganz anders erlebt. Und dass was ich gesehen habe, das war echt. Das konnte man nicht spielen. Und Draco bereut auch. Er hat sich erst gestern unentwegt für alles bei mir entschuldigt. Dass er das nicht wollte, aber wohl nicht anders konnte. Sein Vater muss ihm mit allem unwahrscheinlichen Druck gemacht haben. Verstehst du, was ich meine?“ „Hm“, machte Ernie leise, sodass sie wieder auf ihre Bitte zu sprechen kam.
„Hilf ihm bitte. Es wird für ihn so schon schwer genug werden. Da braucht er nicht auch noch Azkaban. Die zwei Wochen, in denen er dort eingesperrt war, waren bereits zu viel. Sie haben ihn dort beinahe umgebracht. Er war mehr tot als lebendig, deswegen liegt er im Mungos. Und nur deswegen. Es geht ihm jetzt ja noch immer furchtbar dreckig.“ „Dir ist das wirklich wichtig“, stellte Ernie ruhig fest, worauf Hermione nickte und jetzt erst merkte, dass sich ihr ein paar kleine Tränen in die Augen geschlichen hatten.
„Und du bist dir sicher, dass er dich unter keinen Zauber oder so gestellt hat?“, fragte er dennoch, worauf sie mit dem Kopf schüttelte.
„Kein Zauber. Das hätten sie nach der Schlacht im Mungos ja feststellen müssen. Ich bin klar im Kopf. So klar wie noch nie. Ich will ihm wirklich helfen und. . . Bitte mach diese Aussage. Bitte“, wurde sie erneut leicht flehend. Ernie blieb jedoch unschlüssig.
„Ich weiß nicht. Die Leute. . .“ „Die kriegen sich alle mit der Zeit auch wieder ein. Erst recht, wenn sich Harry auch äußert. Und das hat er mir versprochen. Die Leute werden es irgendwann auch kapieren, nur muss dafür erstmal alles so laufen, wie es soll. Von daher. . . Darf ich dich als Zeugen anbringen? Bitte.“ „Ich . . . ähm. . . Lass mir ein bisschen Zeit zum drüber nachdenken, okay? Ich . . . ich meld mich bei dir.“ „Die Verhandlung ist am zweiten Juni, also. . . Spätestens am Mittwoch muss ich es wissen, weil ich die Anträge fertig machen muss.“ „Hm. Ich schick dir eine Eule. In Ordnung?“ „Danke“, meinte sie ehrlich und schloss ihren ehemaligen Mitschüler in eine Umarmung. Schließlich verabschiedete sie sich von dem Hufflepuff, der ihr nachdenklich hinterher sah.
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