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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Sorgenkind, Hermione Granger

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Als sie im Mungos ankam, war es schon wieder weit nach 19:00 Uhr. Es hatte alles in allem länger gedauert, als sie gedacht hatte. Dass so überraschende Gespräch mit Ernie machte ihr allerdings ein wenig Hoffnung, auf ein Verständnis der Gesellschaft, wie auch mehr Akzeptanz. Hoffnung darauf, dass sie noch einen Zeugen mehr anbringen konnte, der Draco entlastete.
Sie wĂĽrde vorsichtshalber am Mittwoch trotzdem lieber nochmal bei Ernie vorbeischauen. Zudem hoffte sie, dass Harry bis dahin auch wieder auftauchte. Zu zweit bekamen sie Ernie sicherlich ĂĽberredet. Jetzt aber. . . Jetzt hatte sie andere Sachen im Kopf und verschwand unter zaghaftem Klopfen in dem entsprechenden Zimmer. Wie erwartet hockten Blaise und Charlie ebenfalls in diesem.
„Hey“, warf sie den drei Jungs zu und erntete, wie schon den ganzen Tag, verwunderte Blicke, die recht schnell etwas Sorgenvolles annahmen.
„Schlecht geschlafen“, erklärte sie knapp, noch bevor einer der Drei etwas sagen konnte. Die Jungs sahen sich daraufhin dementsprechend zweifelnd an. Allen voran Charlie und Blaise.
„Brauchst du einen stärkeren Schlaftrank?“ „Trank?“, stutzte Hermione kurz, sodass Charlie sofort das Richtige schlussfolgerte.
„Du hast ihn wieder nicht genommen, oder?“ „Vergessen.“ „Dann sollten wir dir mal einen Anti-Vergesslichkeitstrank mixen“, maß Charlie sie warnend. Hermione winkte ab und schaute stattdessen zu Draco. Der sah noch immer so schlecht aus, wie am Vorabend. Überhaupt. Er machte nicht den Eindruck, als würde sich sein Körper erholen.
„Wie geht’s dir?“ „Das sollte ich dich fragen“, meinte er müde und maß sie doch tatsächlich mit Sorge. Der Blick war annähernd mit dem gleich, mit dem er sie damals im Cottage gemustert hatte, als es ihr wirklich dreckig gegangen war. Jetzt aber. . . Es war nichts im Vergleich zu dieser Zeit oder dem, was ihm momentan so sehr zu schaffen machte.
„Mir fehlt nichts. Davon abgesehen liegst du im Mungos und nicht ich.“ „So wie du aussiehst, gehörst du aber genauso ins Bett“, mischte sich Blaise dazwischen, dem Charlie nickend beipflichtete. Hermione hörte allerdings nicht auf die Beiden, sondern konzentrierte sich ganz auf Draco.
„Mir ist vorhin Ernie Macmillan über den Weg gelaufen. Und der hat mir noch ein paar sehr interessante Sachen erzählt.“ „Was? Hat er sich das Maul über uns zerrissen?“, schnaubte Blaise, worauf Hermione ihm einen strafenden Blick zuwarf.
„Ehrlich, Blaise. Ihr solltet auch nicht immer gleich etwas Schlechtes von Anderen denken.“ „Denkt man über uns doch auch nur!“, muffelte er, dem Hermione nichts entgegensetzen konnte. Leider.
„Euer Ruf eilt euch nun mal voraus“, erinnerte sie die Drei, erklärte den Jungs dann aber, was sie wirklich meinte. So redete sie auch hauptsächlich nur mit Draco.
„Ernie hat nichts Schlechtes gesagt. Er meinte aber zu mir, dass du ihm und Seamus wohl gegen einen der Death Eater geholfen hast.“ „Stimmt das?“, stutzte Blaise. „Keine Ahnung. Kann sein. Ich hab nicht geguckt, wer gegen wen gekämpft hat“, erklärte der Blonde matt, zumal es ihm mehr oder weniger auch egal gewesen war. Er hatte schließlich in erster Linie nach Hermione gesucht. Diese nickte.
„Er muss dich in der Halle dann wiedererkannt haben, als du mit Blaise gesprochen hast. Auf alle Fälle. . .“, begann sie zu erzählen, was sie mit Ernie geredet hatte. Draco hörte ihr aber gar nicht richtig zu, sondern schielte mehr zu Blaise, dem er gedanklich einsuggerierte: „Bring sie nach Hause ins Bett und pass auf sie auf“, ehe er Charlie auftrug: „Mach ihr einen starken Trank fertig. Wahrscheinlich hat sie Albträume wegen allem, was war und schläft deshalb so schlecht.“ Damit stand Charlie nickend auf und murmelte nur kurz zu Blaise „Bin gleich wieder da“, bevor er ging, entsprechende Tränke holen. Hermione bemerkte sein Verschwinden nicht, sondern war versucht, Dracos Aufmerksamkeit mehr auf sich zu lenken.
„Draco!“, wurde sie ein wenig mürrisch, da er nicht hörte. „Was?“ „Ich hab dich gefragt, ob du dich an jemanden erinnern kannst, dem du während des Kampfes geholfen hast? Ob jetzt bewusst oder unbewusst ist egal. Hauptsache sie können bezeugen, dass du mit uns gekämpft hast.“ „Lovegood.“ „Luna weiß ich. Neville wollte auch für dich aussagen“, erklärte sie ihm mit einem kleinen Lächeln.
„Aber so allgemein. Fällt dir irgendwer ein, mit dem ich reden kann? Dass mit Ernie heute war ein dummer Zufall. So viele Zufälle werden mir in den nächsten Tagen aber nicht mehr über den Weg laufen. Also?“ „Keine Ahnung.“ „Dann denk nach!“, drängte sie ihn. „Es geht hier schließlich um dich!“, erinnerte sie ihn, was sein allgemeines Wohlbefinden auch nicht gerade förderte. Der Gedanke an das was kam. Kommen würde.
„Ich hab wirklich nicht darauf geachtet. Goldstein vielleicht. Ich weiß es nicht mehr.“ „Anthony. Okay. Noch jemand? Denk nach. Jede einzelne Person kann uns . . . kann dir unwahrscheinlich helfen.“ „Sie werden mir nicht helfen“, murmelte er pessimistisch, was Hermione mit den Zähnen knirschen ließ, da er einmal mehr drohte mental, und damit in seinen Depressionen, abzusacken.
„Das weißt du erst, wenn es so weit ist. Ich hab dir gestern gesagt, dass Katie nach meiner Erklärung auch nicht mehr so sauer war. Und Ernie war einfach nur verwirrt, weil er das nie von dir erwartet hätte. Wenn ich die Leute aber mit alldem konfrontieren kann, werden sie sich damit auseinandersetzen. Bewusst oder unbewusst. Sie werden sich selber anfangen Fragen zu stellen, also red dir nicht schon wieder von vorn herein ein, dass es keinen Sinn hat. Ich helf dir schließlich auch. Genauso Harry!“, erinnerte sie ihn, sodass er seufzte und kurz die Augen schloss, um sich zu sammeln und zu erinnern.
„Johnson. Eine von den Patils, glaube ich.“ „Welche?“ „Frag mich was Leichteres. Die sehen gleich aus.“ „Dann red ich mit beiden. Noch jemand?“ „Ich weiß nicht. Spinnet oder wie die hieß. Sie hatte gegen Rowle gekämpft.“ „Haben sie dich gesehen?“ „Keine Ahnung. Ich hab doch selber nicht weiter auf die ganzen Leute geachtet. Die Death Eater haben sich ja mehr vom Rest abgehoben. Ich hab mich da hauptsächlich auf die und meine Flüche konzentriert.“ „Okay. Ich denke, das reicht auch erstmal. Ich versuch mit den Vieren zu reden. Unter Umständen erinnern sie sich an dich und vielleicht lassen sie sich auch von einer Aussage überzeugen. Es ist zumindest einen Versuch wert. Einverstanden?“ „Hm.“ „Lass den Kopf nicht hängen“, meinte sie aufmunternd und lächelte ihn auch so an.
„Es wird schon alles werden. Ich hab mir heute auch noch ein paar Tipps von Remus geholt. Wir kriegen dich aus der Sache irgendwie raus. Also mach dir nicht so viele Gedanken. Erhol dich erstmal richtig und dann sehen wir weiter. Du siehst nämlich noch immer ziemlich scheiße aus“, stänkerte sie und bekam prompt die Quittung.
„Dann würde ich Madam raten, mal in den Spiegel zu sehen. So verkatert wie du aussiehst, kann ich gar nicht aussehen!“, höhnte er ein wenig. „Wo er Recht hat“, stichelte auch Blaise neben ihr und fing sich zur Belohnung einen kleinen Rüffel mit dem Ellenbogen in die Seite ein. Zeitgleich ging die Tür auf und Charlie kam zurück. Er deutete Blaise nur kurz auf die Phiole, die er geholt hatte und steckte sie ihm unauffällig in die Jackentasche.
„Bring sie nach Hause“, echote Blaise Dracos Stimme damit wieder nach, worauf er nickte und Hermione, die gerade noch etwas sagen wollte, ohne Vorwarnung ansackte und sich erneut rotzfrech über die Schulter warf.
„BLAISE!“, schrie sie sofort. Doch wie bereits vor ein paar Tagen, hörte er nicht. „Du gehörst ins Bett, Süße. Und das diesmal mit Schlaftrank.“ „Mir geht’s gut. Fang nicht schon wieder mit der Scheiße an!“, fauchte sie. Blaise amüsierte es aber nur.
„Hach, wie ich dieses Temperament vermisst habe“, sülzte er und gluckste schließlich freudig vor sich hin, bevor er nochmal augenzwinkernd zu Draco sah, zu dem er noch meinte: „Und du pennst dich genauso aus.“ Damit setzte er sich unter lautstarkem Protest in Bewegung.

۩ ۞ ۩


„Lass ... mich ... runter!“, zischte Hermione, als sie nun zum zweiten Mal, innerhalb kürzester Zeit, auf diese unverfrorene Art und Weise, mit Blaise in einer leeren Seitenstraße aus dem Nichts auftauchte.
„Ich leg mich ja hin, nur lass mich runter. Mir wird langsam schlecht!“, jammerte sie, was noch nicht einmal gelogen war. Ihr war wirklich schwindlig und etwas übel. Vermutlich, weil sie die letzten Tage kaum etwas gegessen hatte.
Blaise hatte dann auch ein Einsehen und kam ihrer Bitte diesmal zeitnah nach, indem er sie auf dem sicheren Boden absetzte. Kaum auf diesem, wankte sie dennoch, sodass er sie gänzlich zu sich nahm und fest umschlungen hielt. Hermione lehnte so mit dem Rücken an seiner Brust, seine Arme beruhigend um ihren Oberkörper geschlungen, während sie sich eine ihrer Hände gegen die hämmernde Stirn presste.
„Süße, du brauchst wirklich Ruhe. Nimm dir die. Du hast mit allem schon mehr als genug getan. Glaub mir“, hauchte er ihr aufmunternd zu und drückte ihr schließlich einen sanften Kuss auf den Haaransatz. Am Ende blieb er noch einen Moment mit ihr stehen, bis er sich sicher war, dass der Schwindelanfall vorüber war.
„Geht’s wieder?“ „Hm“, entwich es ihr matt, ehe sie sich schwach aus seinen Armen wand. Blaise ließ sie aber nur so weit wie nötig los, bevor er sich mit ihr auf den Weg zu ihrem Grundstück machte. Auf halber Strecke stieß der Nachbarsjunge Josh zu ihnen, der, so wie es schien, auf Hermione gewartet hatte.
„Hermione!“, rief er, worauf sie müde aufblickte und sich zu einem kleinen Lächeln zwang. „Josh, hallo“, begrüßte sie ihn. Blaise musterte den Muggle erneut mit gerümpfter Nase, hielt allerdings die Klappe.
„Und? Was hat deine Bekannte gesagt?“ „Was meinst du?“, verstand Hermione nicht gleich und hätte sich dafür in der nächsten Sekunde am liebsten die Zunge abgebissen, als Josh losplapperte.
„Na wegen dem Geschmiere bei dir zuhause. Du wolltest deiner Bekannten doch Bescheid sagen. Das hast du mir versprochen.“ „Ich . . . ja. . . ich . . . ich war bei Tonks.“Nur hab ich ihr und Remus nichts gesagt, fügte sie gedanklich an, während Blaise die Ohren spitzte.
„Wovon redet der?“, deutete er mit dem Finger auf Josh. „Von nichts“, murmelte Hermione und wollte so das Thema abwürgen, doch Josh tratschte ahnungslos weiter und fing sich im Kommenden dafür einen schier tödlichen Blick von Hermione ein.
„Irgendjemand hat die Haustür der Grangers beschmiert. Was stand da noch gleich?“, nuschelte Josh gedankenverloren und versuchte sich an das erste Wort zu erinnern. Hermione durchbohrte ihn auf das wenige bereits mit Blicken und wollte ihm auch irgendwie das Wort abschneiden, nur war Blaise schneller und hielt ihr den Mund zu.
„Was?“, fragte er Josh. Zeitgleich verdunkelte sich sein Blick. „Slytherin Hu-“, brach Josh das Zweite aber ganz schnell ab, da es ihm zum einen nach wie vor zuwider war und zum anderen Blaise’ Blick nicht so recht behagte.
„Hu- was?“, bohrte Slytherin und sah Josh gefährlich an. Dieser schluckte und schielte zu Hermione, die noch immer versuchte Blaise’ Hand wegzuschieben. Erfolglos. Der Typ hatte einfach zu viel Kraft.
„Spuck’s aus! Was genau?“ „Hu-Hure“, stammelte Josh, worauf Blaise explodierte. „WAS?“ Damit hatte Hermione seine Hand weg und zischelte Josh giftig an „DANKE!“, bevor sie sich an Blaise richtete, um ihn wieder auf den Boden zu holen.
„Jetzt reg dich nicht auf.“ „Nicht aufregen? Hast du sie noch alle? Warum hast du vorhin nichts gesagt?“ „Weil’s euch nichts angeht und. . .“ „Und ob uns das was angeht!“, schrie er. Und das unsäglich wütend.
„Ist doch jetzt nicht mehr zu ändern“, erinnerte Hermione ihn, doch er schnaubte verächtlich. Die Gryffindor sagte allerdings nichts mehr dazu und ließ die beiden Jungs stattdessen stehen. Josh ziemlich unschlüssig, da er wohl zu viel gesagt hatte, während es in Blaise immer mehr kochte und er Hermione letztlich hinterher stapfte.
Diese war inzwischen an ihrem Elternhaus angekommen und löste die Schutzbarrieren, um die Tür öffnen zu können. Blaise dicht hinter ihr, den sie auf keinen Fall ins Haus lassen wollte, denn dort herrschte nach wie vor das Chaos.
„Hermione!“ „Gute Nacht“, warf sie ihm zu und wollte ihm die Tür vor der Nase zu schlagen, doch Blaise war schneller. Er hatte ruckzuck den Fuß in der Tür und drückte mit der Hand von außen dagegen, sodass Hermione keine Chance hatte ihn auszusperren. Dafür war er einfach zu kräftig und hatte kurz darauf die Tür weit genug aufgedrückt, sodass er sah, was sich dahinter verbarg.
„Was zum. . .“ Mehr kam nicht, als er das Geschmiere an den Wänden las und auch die Verwüstung sah. Hermione resignierte. Nun war es ohnehin zu spät, sodass sie ihre jämmerlichen Versuche einstellte, ihn aus der Tür zu drängen, die damit auch gleich ganz auf ging und Blaise das komplette Ausmaß vor Augen hatte.
„Merlin nochmal“, entwich es ihm geschockt, während Hermione in die Küche schlich, die auch nicht viel besser aussah, wie der Rest des Hauses. Einzig und allein das Schlafzimmer ihrer Eltern hatte sie am Vorabend wieder halbwegs intakt gezaubert, um schlafen zu können. Nur hatte der Schlaf sich ihrer nicht bemächtigen wollen.
„Hermione?“, hörte sie Blaise’ unsichere Stimme, zu dem sie matt meinte: „Ist noch von gestern. Ich hatte keinen Nerv aufzuräumen.“ Nebenbei machte sie sich über dem Chaos in der Küche einen Tee.
„Hast du Tonks und Lupin was gesagt?“ „Nein.“ „Warum nicht? Man Hermione, wer weiß, wer das war? Wer weiß, was sie hier noch getrieben haben? Vielleicht wurden irgendwelche Alltagsgegenstände verflucht und. . .“ „So schlau war ich das zu überprüfen, keine Angst. Es hat sich nur jemand . . . ausgetobt.“ „Ausgetobt? Das hier ist übelster Vandalismus!“ „Krieg ich schon irgendwie wieder weg, also reg dich nicht auf“, gab sie ihm gleichermaßen ruhig, wie auch müde zurück. Tonlos. Teilnahmslos.
„Ich reg mich aber auf! Verdammt, ganz offensichtlich will dir irgendwer schaden und du hältst es nicht für nötig, uns was zu sagen!? Wenn dir jetzt was passiert wäre, dann. . .“ „Mir ist aber nichts passiert und ich hab es euch aus zwei Gründen nicht gesagt. Ersten wusste ich, dass ihr euch aufregt. . .“ „Aus gutem Grund!“, fuhr er sie an, worauf sie gar nicht einging und stattdessen den Wasserkocher abstellte.
„Und zweitens wollte ich nicht, dass Draco das weiß.“ „Was?“, stutzte Blaise nun, sodass sie seufzte. Sie nahm sich ihre Tasse und stellte einen der Küchenstühle wieder hin, auf dem sie Platz nahm. Blaise tat es ihr gleich.
„Er meinte letztens zu mir, ich soll aufhören ihm zu helfen, weil mir das sonst wahrscheinlich nicht bekommt. Dass ich mir damit Feinde schaffe. Ich wollte nicht, dass er sich seine Ahnung bestätigt sieht weil. . .“ „Weil?“, bohrte Blaise, worauf sie seufzte und in ihren Tee sah. Lange wie auch nachdenklich.
„Hermione?“ „Ich will nicht, dass er sich deswegen jetzt vielleicht Gedanken macht. Dass er sich noch mehr Vorwürfe macht. Ihm geht’s so schon scheiße“, murmelte sie dünn, was Blaise nach und nach allerdings ein kleines, sanftes Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Leg dich hin und versuch zu schlafen. Ich zauber hier unten derweil alles wieder schick“, lächelte er, in was sie müde einstimmte, jedoch ablehnte.
„Ist nett gemeint, aber ich komm klar.“ „Daran, meine Liebe, hab ich gehörig meine Zweifel“, linste er gefährlich zu ihr und hatte schließlich seinen Zauberstab bei der Hand, auf den sie nur noch stutzig schauen konnte. Als sie realisierte, was gerade mit ihr passierte, war es auch schon zu spät.

۩ ۞ ۩


„. . . Da haben wir ja das Schlammblut. Unseren Köder“, hörte sie eine kalte, ihr nur zu bekannte Männerstimme. Kurz darauf bekam sie einen energischen Schlag mit der flachen Hand zwischen die Schulterblätter, sodass sie stolperte und mit ihren zittrigen Beinen fiel, wo sie der Länge nach auf den verdreckten Boden schlug.
Ihre Hände hatte man ihr brachial hinter dem Rücken zusammengebunden, sodass ihr der raue Hanf in die Gelenke schnitt und diese blutig wund scheuerte. In der nächsten Sekunde kam auch noch ein stechender Schmerz an ihrem Kopf hinzu, als sich eine große Hand in ihren Schopf krallte und sie an den Haaren nach oben zog, sodass sie die dunklen Gestalten nun deutlich vor Augen hatte.
Es waren Lucius Malfoy und ein anderer Death Eater, den sie ebenfalls schon einmal gesehen hatte. Hinter den Beiden in einer Ecke stand, mit einem diebischen Grinsen, Pettigrew. Es war ein Anblick, der ihr das Blut in den Adern gefrieren und sie unwahrscheinlich zittern ließ. Todesangst machte sich in ihr breit, als sie die drei Männer betrachtete. Allen voran den alten Malfoy.
„Ich versteh noch immer nicht, warum wir sie nicht gleich getötet haben“, moserte der andere Death Eater, der einen abfälligen Blick auf sie warf. Jugson, entsann sie sich seines Namens.
„Weil es so effektiver ist. Er wird nur kommen, wenn er weiß, dass sie noch lebt. Sie ist unser Schutzschild. Er wird nicht angreifen, solange wir sie haben.“ „Verstehe“, nickte Jugson. Hermione wurde es indes himmelangst. Wie um alles in der Welt sollte sie diesen Monstern entkommen?
„Und dann?“, fragte Jugson weiter. „Wie ich schon sagte“, schnalzte Lucius und sah mit kalten, mordlüsternen Augen auf Hermione. „Sie wird unser Schutzschild sein. Und zwar so lange, bis wir mit ihm fertig sind. Ich will sein Gesicht sehen, wenn ich seinem kleinen Schlammblut die Kehle aufschlitze. Ich will den Wahnsinn in seinen Augen sehen“, raunte er und ließ Hermiones Schopf los, sodass sie mit dem Gesicht voran unsanft auf den harten Holzboden knallte. Das Herz rasend vor Angst, aufgrund der Androhung, krampfte sie sich so weit sie konnte zusammen. Was sollte sie tun? Was konnte sie nur tun, um all dem zu entgehen?
„Sag mal“, meinte Jugson schließlich gelangweilt und schlich wie ein ausgehungerter Wolf um sein wehrloses Opfer. „Für deinen Plan muss sie doch sicherlich nicht mehr klar im Kopf sein, oder?“ „Eigentlich nicht. Er wird ohnehin keine Gelegenheit mehr bekommen, mit ihr zu reden.“ „Gut“, grinste Jugson zufrieden, wie auch ein wenig gierig. Kurz darauf hatte er seinen Zauberstab bei der Hand, auf den Hermione nur noch panisch sehen konnte, als der Death Eater seinem Spieltrieb nachging.
„Crucio!“, sprach er, womit ihr noch in der gleichen Sekunde dieser wahnsinnige Schmerz durch den Körper jagte. Ein Brennen, Ziehen, Stechen und Reißen. Es war ein Gefühl, das man nicht beschreiben konnte. Eines, was sie wie wahnsinnig schreien und sich auf dem dreckigen Holzboden winden ließ.
„Aufhören!“ „Crucio!“, stimmte dann auch noch Lucius mit ein, sodass ihr beinahe die Luft weg blieb. Sie schrie und schrie und schrie, worunter sich scheinbar schwach ein Ruf mischte.
„Na wie ist das, du wertloses Schlammblut?“, höhnte Jugson und setzte nur einen Moment später nach. „Hört auf! Bitte!“, flehte und weinte sie schmerzlich. In den Ohren unter ihrem eigenen Schrei erneut dieser Laut. Es war ein Ruf. Panisch und verängstigt.
„Du wirst für meine Schmach büßen, Dreckstück. Crucio“, sprach Lucius ein weiteres Mal und der Schmerz begann von vorn. Wenig später schloss sich die Hand des alten Malfoy noch zusätzlich um ihre Kehle, um sie besser am Boden zu fixieren und die Wirkung des Fluches noch weiter verstärken zu können, denn mit der Spitze des Stabes deutete er nun direkt auf ihre Brust und damit das Herz.
„Dieses wertlose, dreckige Ding wird schon sehr bald aufhören zu schlagen. Crucio. . .“


„Verdammt, Hermione. WACH AUF!“ „Hört auf!“, schrie sie erneut, vom Wahnsinn und Schmerz zerfressen. Sie wand sich verzweifelt in dem scheinbar unbarmherzigen Griff, der ihre Gelenke bedingungslos auf dem Boden festbannte.
„HERMIONE!“ „NEIN!“, entwich es ihr halb erstickend. Keine Sekunde später riss sie getrieben die Augen auf und wollte hochfahren, doch wurde sie auch weiter auf dem Rücken festgenagelt.
Keuchend, panisch, verängstigt, und gehetzt starrte sie mit tränenverschleierten Augen in das befremdliche Halbdunkel. In diesem hob sich noch ein Schatten ab. Es war eine Gestalt mit warmen Händen, die sich im Moment jedoch ziemlich energisch um ihre Gelenke schlossen, in denen ihr Puls bestialisch hämmerte.
„Wer. . . Wo. . .“ „Sch“, kam es da aber beruhigend von dem Schatten, der schließlich seine Hände von den ihren löste, die unaufhörlich zitterten, wie auch sonst ihr Körper.
„Draco?“, hauchte sie verängstigt, wie auch unsicher in das Zwielicht. „Nicht ganz“, gab der Schatten in einem leicht schmunzelnden Ton von sich und neigte sich kurz zur Seite. Nur einen Augenblick später ging eine kleine Stehlampe an und sie erkannte ihr Gegenüber.
„Blaise?“, keuchte sie noch immer. Ihr Freund nickte beruhigend und setzte sich etwas mehr auf die Bettkante. „Es ist alles okay, Süße. Du bist zu Hause. Es war nur ein Traum. Es ist nichts passiert“, erklärte er ihr ruhig, worauf sie sich noch immer zittrig in dem großen Doppelbett aufrichtete und ihren Blick schweifen ließ. Das war in der Tat das Schlafzimmer ihrer Eltern. Sie war zu Hause. Und damit sicher.
„Geht’s?“, hörte sie Blaise erneut, zu dem sie sich dennoch verschreckt drehte. „Wie . . . wie komm ich ins Bett?“ Daraufhin kratzte er sich verlegen, schon irgendwie schuldig, etwas am Hinterkopf.
„Ich hab dir den Schlafzauber auferlegt, damit du mal zur Ruhe kommst. Ging wohl leider nur nach hinten los.“ „Du . . . du hast was?“, keuchte sie entsetzt. „Ich hab’s nur gut gemeint“, entschuldigte er sich und strich ihr ein paar der verschwitzten Haarsträhnen aus der Stirn.
„Ging das die letzten Nächte auch schon so?“, erkundigte er sich besorgt, worauf sie ein wenig zusammenzuckte, dann aber mit dem Kopf schüttelte, sodass Blaise skeptisch eine Augenbraue hochzog, am Ende allerdings nichts dazu sagte. Dass Hermione gerne sehr stur und verbohrt sein konnte, war schließlich kein Geheimnis.
„Hier“, hielt er ihr stattdessen die zweite Phiole von Charlie hin, da die erste tatsächlich nicht stark genug war. „Was ist das?“, sah Hermione unsicher darauf.
„Ein sehr starker Schlaftrank. Um die Nerven zu beruhigen. Hat mir Charlie im Mungos noch gegeben.“ „Ist nicht so schlimm“, murmelte sie ausweichend, sodass Blaise ein wenig böse wurde.
„Das kannst du sonst wem erzählen aber nicht mir! Du siehst aus wie ausgekotzt.“ „Danke“, murrte sie leicht angefressen, während Blaise ihr die Phiole wieder mehr unter die Nase schob.
„Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder, du schluckst das freiwillig, oder ich helf nach“, deutete er mit seinem Zauberstab warnend auf sie. Ihre Augen blieben so auch nur kurz auf dem Mittel seiner Macht liegen, bevor sie ihm knurrend das Fläschchen aus der Hand nahm und den Inhalt schluckte. Nur ein paar Sekunden später machte sich in ihrem Innern eine beruhigende Wärme breit, die ihren Kopf immer schwerer werden ließ.
Kurz darauf kuschelte sie sich in ihr Kissen, wo ihr die Lider von selbst zufielen. Etwas, was sich Blaise beruhigt besah und ihr nur noch die Decke ĂĽber die Schultern zog. Hermione war da bereits in einen tiefen, diesmal traumfreien Schlaf gefallen.

۩ ۞ ۩


Es war ein ungewohntes Knartz- oder mehr Sägegeräusch, was sie zusammen mit dem lautstarken Vogelgesang langsam weckte.
Sie blinzelte tranig und entdeckte die störende Geräuschquelle kaum einen Meter neben sich, in einem der beiden Sessel sitzend. Es war Blaise, der scheinbar versuchte den Amazonas mit seinem Geschnarche niederzumähen. Allerdings kam er an die Kettensäge von Ron nicht wirklich ran. Dieses Geräusch würde wohl ungeschlagen bleiben.
Hermione hatte sich bei ihm schon mehr als einmal gefragt, wie Harry, Neville, Seamus und Dean, das die vergangenen Jahre mit Ron in einem Schlafsaal ausgehalten hatten, ohne durchzudrehen? Vermutlich mit Schall- oder Dämmzaubern. Draco und Charlie musste es mit Blaise ähnlich ergangen sein.
Beim Gedanken an den Blonden wurde ihr ohnehin ganz anders. Er hatte noch immer sehr schlecht ausgesehen, wenngleich seine äußeren Verletzungen verstärkt zu heilen begannen. Diese Wunden schienen inzwischen nicht mehr wirklich das Problem zu sein, sondern mehr seine mentale Verfassung. Seine Psyche.
Sie hatte, wenn sie bei ihm war, stets aufs Neue das beklemmende Gefühl, er hätte sich bereits gänzlich aufgegeben, obwohl sie ihn permanent versuchte vom Gegenteil zu überzeugen. Sie kam mit ihren Worten trotz allem auf keinen grünen Zweig. Sie schaffte es einfach nicht, richtig zu ihm durchzudringen. Aber hatte Blaise so etwas in der Richtung nicht gesagt? Dass seine Psyche schon vor der Sache mit den Death Eatern extrem angeknackst war? So sehr, dass er scheinbar überhaupt keinen Mut mehr fand?
Am Ende resignierte sie und kroch leise aus dem Bett, um Blaise nicht zu wecken. Sie huschte ins Bad unter die Dusche, unter der sie eine gefĂĽhlte Ewigkeit verweilte, um wach zu werden, aber auch, um etwas mehr auszuspannen.
Sie spürte, wie ihre ganze Muskulatur, je länger sie unter dem heißen Schauer stand, zunehmend erschlaffte und sich letztlich entspannte. Nach gut einer halben Stunde verschwand sie nach unten, um Frühstück zu machen, blieb allerdings wie angewurzelt auf dem Treppenabsatz stehen, von wo sie verdutzt in den Flur und das Wohnzimmer starrte.
„Weg“, murmelte sie und besah sich noch einen Moment die nun wieder heile Einrichtung, samt der sauberen Wände, bis ihr Blaise’ Worte vom Abend in den Sinn kamen.
„Leg dich hin und versuch zu schlafen. Ich zauber hier unten derweil alles wieder schick.“ Er hatte sein Versprechen gehalten, was sie milde lächeln ließ, bevor sie in die Küche verschwand, um ein schönes Frühstück für sie beide zuzubereiten.
Als sie soweit alles fertig hatte, schnappte sie sich die Zeitung und fing an zu lesen. Oder. . . Wollte es zumindest, als ihr ein ziemlich blöder Bericht ins Auge fiel, der sie unwahrscheinlich mit den Zähnen knirschen ließ.
Diese Schmierfinken vom Daily Prophet zerrissen sich, selbst ohne die Hetzartikel von Skeeter, auch weiter das Maul ĂĽber sie, ihr Handeln und damit auch Draco.
So enthielt der Widerruf, den Barnabas verfassen sollte, zwar die Aussagen, die sie ihm an den Kopf geknallt hatte. Jedoch war der ganze Artikel so dermaßen reißerisch und zweideutig geschrieben, dass sich jeder das hineindenken konnte, was er wollte. Und was die meisten Leute in der Magischen Welt dachten und sehen wollten, war leider kein sonderlich großes Geheimnis. Das erklärte auch Megans Attacke auf Draco.
Am Ende ließ Hermione völlig fertig den Kopf auf die Tischplatte sinken, der dann auch eine halbe Ewigkeit dort liegen blieb, während sie in ihrem Hirn nach anderen Lösungen wühlte, mittlerweile aber keinerlei Ansätze mehr fand.
„Was ist denn mit dir los?“, hörte sie irgendwann Blaise’ verschlafene Stimme in einem Gähnen, wo sie ihm wortlos, den Kopf auch weiter auf dem Tisch liegend, den Daily Prophet reichte. Verwundert, obgleich ihres Anblickes, nahm er sich die Zeitung und überflog den Artikel, bevor er das Papier ziemlich sauer schnaubend auf den Tisch warf.
„Elende Schmierfinken“, murrte er, während sich Hermione kurz die Haare raufte, ehe sie die Arme auf dem Tisch zusammenschob und den Kopf richtig darauf betete.
„Ich weiß langsam echt nicht mehr, was ich noch gegen diese Hetze machen soll?“, murmelte sie bitter, schon fast verzweifelt, was Blaise gedrückt lächeln ließ. Schließlich nahm er neben ihr Platz und versuchte sie aufzumuntern.
„Standhaft bleiben und. . . Wenn die Verhandlung durch ist, da. . . Mit allem was du ausgearbeitet hast, da lässt sich doch das meiste im Keim ersticken.“ „Ich weiß es nicht. Ich mein. . . Ich hab so etwas doch auch noch nie gemacht und. . . Was, wenn ich jetzt etwas falsch mache? Wenn ich irgendetwas Wichtiges vergesse oder zweideutig formuliere? Wenn ich irgendeins von den Gesetzen falsch verstanden habe? Wenn ich. . .“ „Hör auf“, hielt Blaise sie ruhig an, sodass sie zu ihm schielte, während er ihr beruhigend durch die Haare strich.
„Du machst dir vor Prüfungen ständig so einen Stress und was ist hinterher immer gewesen? Alles war perfekt.“ „Kann sein. Nur ist das hier keine blöde Prüfung, wo ich mir im schlimmsten Fall eine schlechte Note einhandel. Hier geht es um mehr. Um das Leben und die Zukunft eines Menschen. Wenn ich das versieb, dann . . . dann. . .“, wusste sie nicht, was sie sagen sollte, da sie auch gar nicht darüber nachdenken wollte, was dann wäre. Blaise zog sie auf ihre Worte jedoch beruhigend zu sich.
„Du kannst gar nichts falsch machen. Alles, was du bis jetzt getan hast, geht nur in eine Richtung. Und zwar nach oben. Egal was sie am Ende urteilen, es kann nur besser werden, als das was jetzt ist. Wir haben Leute die für ihn Aussagen. Allen voran du und Potty. Wir können dem Gamot nochmal richtig deutlich klarmachen, dass er nie einen Unschuldigen getötet hat und alles. Dass er das Mal gegen seinen Willen bekommen hat.“ „Und wenn sie das nicht glauben? Dass er nicht wollte?“ „Dann sollen sie dir im Gegenzug erklären, warum er auf der guten Seite gekämpft und damit sein Leben riskiert hat, um diesen Psychos in den Hintern zu treten?“ „Aber wenn. . .“ „Kein, aber. Hör auf, dich so fertigzumachen. Ist ja kein Wunder, dass du so schlecht schläfst. Egal wie das jetzt ausgeht. Es kann nur besser werden. Im allerschlimmsten Fall muss er wirklich ein paar Jahre in Azkaban bleiben. McGonagall hat allerdings so etwas angedeutet, dass sie so lange beim Gamot mit neuen Verhandlungen nachtreten würde, bis wir ihn dort raus haben“, schmunzelte Blaise, da er so einen Einsatz seitens der alten Gryffindor nie erwartet hätte. Zumindest nicht Draco gegenüber. Scheinbar hatte die Hexe letztlich doch einen recht weitläufigen Blick und war dazu fähig, gewisse Dinge zu durchschauen. Oder wenigstens zu erahnen. Bestimmte Wahrheiten.
Am Ende bekam Blaise Hermione doch noch soweit aufgemuntert, dass die Beiden ihr Frühstück in Angriff nahmen, was eher etwas von einem Lunch hatte, so spät war es bereits. Nach dem Essen verabschiedete sich Blaise und mahnte seine Freundin noch etwas zur Ruhe, aber auch, sich nicht wieder so fertigzumachen.
Sie versprach ihm artig zu sein, verschwand kurz nach ihm allerdings ebenfalls und suchte nacheinander Anthony Goldstein, Angelina Johnson, sowie die Patils auf, um sie mit der unverhofften Hilfe zu konfrontieren. Doch anders als Ernie, wollte keiner der Drei etwas gesehen haben. Am allerwenigsten Draco, sodass sie mehrfach auf Granit biss. Einzig und allein die Aufmerksamkeit Alicia Spinnets konnte sie ein wenig mehr wecken.
Draco hatte ihr gesagt, gegen was für einen Death Eater sie wohl gekämpft hatte, weshalb sie sich noch ein altes Foto von diesem besorgt hatte, um sich Alicia damit von der richtigen Seite zu nähern. Hermione versuchte sie mit ihrem Kampf zu konfrontieren und hatte soweit auch Glück, denn an dieses Gesicht erinnerte sich Alicia. Auch, dass der Death Eater ohne Vorwarnung plötzlich zusammengebrochen war, kurz nachdem er sie entwaffnet hatte. Was und wie, davon konnte sie sich allerdings keine Vorstellung machen. Genauso wenig wie sie Hermiones kommender Erklärung Glauben schenkte. Stattdessen stellte sie ihre Handlungen mehr als infrage und bezog sich dabei dann doch ernsthaft auf die Schmierfinken im Daily Prophet, was Hermione explodieren ließ.
„Die schreiben doch nur, was ihnen in den Kram passt! Skandale! Weil sich das besser verkauft! Weil die Leute so verdammt leichtgläubig sind und sich sofort auf solche Storys stürzen, wie ein ausgehungerter Wolf auf ein Lamm! Oder wie war das damals bei Harry und Dumbledore?“
Das war zwar eine Tatsache, die auch Alicia nicht abstreiten konnte, am Ende aber ebenso wenig auf Hermiones Bitten einging, wie Anthony, Angelina und die Patils, sodass sie zum späten Abend unverrichteter Dinge zu Hause ankam.
Kaum drinnen belegte sie das Haus erneut mit allen erdenklichen Schutzzaubern, was während ihrer Reise mit Harry und Ron ohnehin zur Gewohnheit für sie geworden war, und sie sämtliche dieser Zauber im Schlaf beherrschte.
Mit einer Kleinigkeit zu Essen bewaffnet, machte sie es sich im Wohnzimmer gemütlich und ging alles aufs Neue durch. Ihre Verteidigungsansprache. Fragen an die Zeugen. Antworten auf eventuelle Fragen bezüglich der Death Eater Aktionen und was ihr nicht noch für Alternativgedanken und Möglichkeiten durch den Kopf gingen.
Irgendwann nickte sie ĂĽber dem ganzen Plunder jedoch ein und fiel erneut in unruhigen Schlaf, den sie so schnell nicht mehr loswerden wĂĽrde.

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Erst fanden wir das ein bisschen peinlich, aber Daniel hat es mir wirklich leicht gemacht, und dann ist es bestens gelaufen. Mir hat es richtig Spaß gemacht … denn Daniel küsst sehr gut.
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