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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Verhandlung I: Auftakt

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Am nächsten Tag war es soweit. Die Verhandlung war zwar erst für 9:00 Uhr angesetzt, allerdings wuselte Hermione bereits seit 8:00 Uhr vor dem Verhandlungssaal herum und ging abermals alles durch.
Gegen 8:30 Uhr tauchten dann auch die ersten Zeugen, sowie Zuschauer auf. Blaise, der zusammen mit Charlie, dessen Vater und Dracos Mutter kam, trat sofort zu der Gryffindor, die ein einziges Nervenbündel war und so wie sie aussah, wohl kein Auge zugemacht hatte.
„Hermione! Oh man, setz dich“, zog er die junge Hexe zu sich und drückte sie auf eine der Bänke vor dem Saal, wo er rechts von ihr Platz nahm. Charlie auf der anderen Seite.
„Tief durchatmen. Du siehst aus, als ob du gleich hyperventilierst“, mahnte Charlie, worauf sie zwar nickte, dann aber anfing, mit ihren Fingern zu spielen, was Blaise kurzerhand unterband, indem er ihre Hand festhielt. Kurz darauf hatte die Gryffindor ihre Finger energisch mit seinen verflochten.
„Das geht schief. Das wird schief gehen“, sah sie Blaise verzweifelt an, der mit Kopf schüttelte. „Wird es nicht. Also hör auf dich verrückt zu machen. Du hast dich optimal vorbereitet und siehst zudem auch noch richtig professionell aus“, griente Blaise und musterte seine Freundin anerkennend.
Für die Verhandlung hatte sich die Löwin ein dunkelblaues Kostüm besorgt, da die Farbe Blau für Wahrheit stand. Dieses bestand aus einem knielangen Rock, samt passendem Blazer, der zugeknöpft über einer schneeweißen Bluse lag. Sie trug gleichfarbige, nicht zu hohe, Pumps, wie auch einen neuen, tiefschwarzen Umhang. Die Haare hatte sie sich elegant, allerdings nicht zu fein, zurückgesteckt, damit man einen klaren Blick auf ihre Züge und vor allem die Augen hatte. Auf ihrem Gesicht schimmerte ein dezentes Make-up, welches sie um einiges älter und reifer wirken ließ, jedoch ihre Blässe nicht verstecken konnte. Dafür war sie innerlich ein zu nervöses Wrack.
„Aber was, wenn sie diesem Antrag nicht stattgeben? Wenn. . .“ „Dann haben wir trotzdem noch die Zeugen, denen du die entsprechenden Fragen stellen kannst“, meinte Charlie aufmunternd. Schließlich kam Daniel zu ihr, der ihre Nervosität überdeutlich erkannte und etwas aus seiner Jackentasche kramte.
„Was ist das?“, fragte Hermione unsicher, als er ihr eine kleine Phiole reichte. „Nur was Leichtes zur Beruhigung. Du siehst so aus, als ob du das vertragen könntest“, lächelte er ein wenig matt, als die Hexe ihm rasch das Fläschchen aus der Hand nahm und den Inhalt hinter schluckte.
„Danke“, keuchte sie und hob den Blick, wo langsam immer mehr Menschen auftauchten. Da war Luna mit ihrem Vater Xenophilius, wie auch Neville mit seiner Großmutter Augusta. Tonks und Remus. Molly und Arthur, die dann auch noch Ron, Bill sowie Fleur im Schlepptau hatten. Schließlich kamen auch Minerva, Madam Pomfrey und Kingsley. Die Leute, die sie teils brauchte. Nur ihr wichtigster Zeuge war nicht da, weshalb sie zu Molly und Arthur trat.
„Bitte sagt mir, dass Harry und Ginny auf dem Weg sind“, sah sie die Beiden halb flehend an. Mollys Gesichtsausdruck wurde allerdings entschuldigend.
„Sie sind noch nicht wieder aufgetaucht.“ Daraufhin stöhnte Hermione. Das durfte doch nicht wahr sein!? Verdammt, sie hatte so auf Harry gebaut und gezählt. Er hatte es ihr versprochen! Also, wo war er? Sie bekam die Frage mit einer abfällig dahin gemurmelten Bemerkung seitens von Ron ungeahnt beantwortet.
„Scheinbar ist er zur Vernunft gekommen und hat kapiert, dass das Frettchen nach Azkaban gehört.“ Auf diesen stechenden Kommentar sah Hermione ihn bitter an.
Er hatte seine Ansichten noch immer nicht beigelegt und so wie er sie anblickte, verächtlich schnaubend, da hatte er auch nach wie vor ein riesengroßes Problem mit dem, was sie tat. Sie fragte sich ohnehin, was er hier machte? Wollte er sehen, wie sie mit ihrem Handeln scheiterte, um es ihr hinterher mit einer noch größeren Genugtuung unter die Nase zu reiben? Frei nach dem Motto: „Ich hab’s dir gleich gesagt“ oder Ähnliches? Nichtsdestotrotz trat sie jetzt zu ihm und versuchte noch einmal vernünftig mit ihm zu reden.
„Ich weiß, dass du ihn nicht leiden kannst, sondern scheinbar auch weiter so abgrundtief hasst. Und wenn du jetzt schon nicht hier bist, um mich zu unterstützen, dann sag bitte gar nichts weiter dazu. Ich will ihm helfen, weil er mir und auch Anderen geholfen hat. Selbst dir, auch wenn du das nicht wahrhaben willst!“, funkelte sie ihn aufgebracht an. Ron tat es ihr gleich und schnaubte.
„Er hat es nicht verdient, jahrelang in Azkaban einzusitzen. Nicht nach allem, was er noch getan hat.“ „Pft“, machte Ron nur und sah demonstrativ in die entgegengesetzte Richtung. Hermione schüttelte daraufhin nur mit dem Kopf und ging zu ihren Freunden zurück. Mittlerweile waren noch mehr Leute gekommen. Unter anderem auch welche von der Presse, zu denen sich Mr. Lovegood gesellte.
Luna hatte ihn überredet, einen ausführlichen Bericht über die Verhandlung im Quibbler abzudrucken, da der Daily Prophet, selbst ohne Rita Skeeter, kaum sachlich bleiben und alle genannten Aspekte, insbesondere Dinge, die für Draco sprachen, nennen würde. Und da der Quibbler, nach dem Regime der Death Eater, inzwischen doch etwas Neutraler angesehen wurde, war Hermione ein Artikel in diesem Blatt ganz recht.
Von der Presse und ihren Zeugen abgesehen, erschienen noch dutzende stille Zuschauer, die sich das Spektakel offensichtlich nicht entgehen lassen wollten. Unter ihnen erkannte sie einige ihrer ehemaligen Mitschüler.
Da waren die Greengrass Schwestern, Astoria und Daphne, von denen Hermione annahm, dass sie der Solidarität wegen gegenüber Draco gekommen waren. Zudem entdeckte sie Seamus Finnigan, Hannah Abbott, Parvati und Padma Patil, Angelina Johnson, Lee Jordan, Anthony Goldstein und Ernie Macmillan, zu dem sie bitter sah und der auch gleich verlegen, schon irgendwie schuldig, ihrem Blick auswich.
Zu diesen Acht traten Alicia Spinnet, Lavender Brown, Justin Finch-Fletchley, Zacharias Smith, Dean Thomas, Katie Bell, Megan Jones, Oliver Wood, wie auch Oliver Rivers, Susan Bones, Terry Boot, Sophie Smith, Sally Roper, Leanne Willkers und noch ein paar Ehemalige, die sie nicht weiter vom Namen her kannte. Aber auch andere Zuschauer, die sie teils tuscheln hörte von wegen, dass sie hofften, dass das Gamot eine möglichst harte Strafe für den Death Eater setzte, was ihr erneut ein flaues Gefühl im Magen bescherte. Letztlich begab sie sich ganz zu Blaise und Charlie, die ihrer Freundin die Unruhe nur zu deutlich ansahen.
„Mach dich nicht alle“, hauchte Blaise und nahm die Löwin schließlich beruhigend in die Arme, was ihnen zeitnah die ersten abfälligen Blicke seitens ihrer Mitschüler sicherte.
„Ähm. . . Blaise. Ich glaube, das ist gerade alles andere als praktisch“, murmelte Charlie und deutete mit dem Kopf kaum merklich auf den gaffenden Haufen, was dafür sorgte, dass es in Blaise’ Innern gefährlich rumorte.
„Affen“, knurrte er nur, während sich Hermione von ihm löste. Sie würde sich wesentlich besser fühlen, wenn Harry und Ginny da wären, und ihre Freundin mit ihr hier, bei den beiden Jungs, stehen würde. Zu ihrer Überraschung gesellte sich Luna dann aber zu ihnen.
„Lovegood“, begrüßte Blaise sie knapp, wie auch etwas verwundert. Ebenso Charlie, der mit dem Kopf in ihre Richtung nickte. Hermione richtete sich richtig an die Blonde.
„Hallo Luna“, nahm sie die Jüngere kurz in die Arme, die Hermione aufmerksam mit ihren großen, graublauen Kulleraugen musterte und schließlich freundlich lächelte.
„Du siehst sehr hübsch aus. Aber du guckst so traurig. Was ist los?“ Gute Frage, Luna, dachte Hermione schwermütig und seufzte in sich hinein, als Luna sie und die Jungs mit der nächsten Frage überraschte.
„Wie geht es Draco?“ Daraufhin guckten die Drei doch etwas perplex. Einmal, da Luna ihn ganz normal und ungeniert beim Vornamen nannte und dann gleich nochmal, dass sie sich vollkommen offen und ehrlich bei den Dreien nach dem Blonden erkundigte. Es war ein Interesse, was allen voran Blaise und Charlie ihr nicht wirklich zugetraut hätten.
„Ähm. . . Den Umständen entsprechend. Er ist aber noch immer extrem mitgenommen“, erklärte Charlie, worauf sie nickte und zurück zu Hermione sah.
„Ich hab ihn noch gar nicht gesehen. Wo ist er? Haben sie ihn in einen extra Raum gebracht?“ Daraufhin schauten sich die Drei kurz betreten an, ehe sich die Gryffindor an ihre Freundin richtete, um ihr die verzwickte Situation zu erklären.
„Nein, er. . . Er ist auch weiterhin im Mungos.“ „Oh“, machte Luna daraufhin nur, bevor sich in ihrem Gesicht ein großes Fragezeichen breitmachte.
„Heißt das, er kommt nicht her?“ „Nein.“ „Wollen sie ihn denn nicht befragen?“ „Doch. Da gab es kurzfristig allerdings ein . . . ein ziemlich unvorhergesehenes Problem und. . .“ In dem Moment öffneten sich die Saaltüren und ein Amtsdiener trat heraus, der den Anwesenden deutlich machte, dass sie eintreten konnten.
„Es geht los“, murmelte Charlie, während Blaise schluckte. Hermione wurde damit erneut blass, sah dann aber ihre Direktorin in ihre Richtung kommen, die die junge Hexe überraschend in eine kurze Umarmung zog.
„Hermione, da sind Sie. Ist alles in Ordnung?“, fragte McGonagall aufgrund ihrer beständigen Blässe, worauf sie mit dem Kopf schüttelte.
„Nein. Nein, ich . . . ich hab ein mieses Gefühl“, wurde die Löwin aufs Neue nervös und musterte ihre Professorin furchtbar verunsichert. Diese versuchte ihr ein aufmunterndes Lächeln zukommen zulassen.
„Es kann nur besser werden. Und Sie haben sich doch auch optimal vorbereitet. So wie immer“, lächelte die Direktorin, doch Hermione schüttelte erneut mit dem Kopf.
„Das hier ist nicht wie immer. Das ist keine blöde Prüfung“, verfiel sie ein weiteres Mal in diese leise Verzweiflung, die sie Blaise gegenüber schon an den Tag gelegt hatte. Minerva nickte.
„Das ist natürlich richtig. Aber Sie sind mit dieser Aufgabe nicht allein. Sie haben uns im Rücken. Und wir werden Sie mit allem so gut wir können unterstützen.“ „Genau, Süße“, bestätigte Blaise ihr, zu dem sie dennoch unsicher sah, während Minerva nochmal das Wort ergriff.
„Hören Sie mir jetzt gut zu. Die Anklage wird durch Dolores Umbridge geleitet.“ „Warum nur wundert mich das nicht?“, murrte Hermione recht leise. Sie hatte es geahnt, um nicht zu sagen mit beinahe 100%iger Sicherheit gewusst.
Minerva nickte und meinte weiter: „Sie wissen, wie diese Frau ist. Lassen Sie sich von ihr und ihrem Verhalten nicht aus der Ruhe bringen. Bleiben Sie klar und sachlich. Sie haben einen kühlen und rationalen Kopf. Ich weiß, dass das jetzt vermutlich leicht gesagt ist, aber benutzen Sie nur diesen und versuchen Sie alles, was um Sie herum ist, einfach zu vergessen. Die Tatsache warum Sie hier sind.“ Daraufhin schnaubte Hermione verächtlich. Wie sollte sie bitteschön vergessen, was hier auf dem Spiel stand? Minerva sah es und erahnte ihre Gedankengänge.
„Ich weiß, dass Sie Mr. Malfoy unbedingt helfen wollen. Und nach allem was ich noch erfahren habe, verstehe ich, dass Sie Ihre Gedanken und Empfindungen nicht so leicht unterdrücken können. Aber ich denke, Sie helfen ihm am meisten, wenn Sie einen kühlen Kopf bewahren und nur diesen arbeiten lassen. Sie haben sich optimal auf diese Verhandlung vorbereitet und sich dazu entschieden, seine Verteidigung zu führen. Sie sind weit genug über alles in Kenntnis, um dem Gamot die nötigen Fakten zu liefern und dem Gremium so ein entsprechendes Bild zu vermitteln, wie es wirklich war und ist. Sie wissen so gut wie ich, dass er keine Unschuldigen getötet hat. Halten Sie sich das immer vor Augen. Lassen Sie sich nicht aus dem Konzept bringen, und auf etwaige Anspielungen, Vermutungen oder Vorwürfe Umbridges ein. Sie sind eine intelligente, selbstbewusste, entschlossene junge Frau, die meines Erachtens doch stets das bekommen hat, was sie wollte. Oder täusche ich mich?“, schmunzelte die Professorin nun etwas. Hermione wurde, aufgrund der schmeichelnden Worte, dann auch ein wenig rot, bevor sie noch immer leicht unsicher zu Blaise und Charlie sah. Diese nickten jedoch zustimmend, wie auch zuversichtlich. Am Ende war es Luna, die ihr mit ihrem liebevollen, aufmunternden, wissenden Blick den meisten Mut machte.
„Du kannst das“, meinte die zierliche Hexe, sodass die Löwin tief durchatmete. Sie schloss die Augen und versuchte ihre Gedanken, Vorstellungen aber allen voran die Bilder, was wäre, wenn sie versagte, aus ihrem Kopf zu bekommen.
Sie drängte all das hinter eine dicke Stahltür, die sie verschloss, denn diese Dinge waren in der Tat für die Verhandlung hinderlich. Irgendwelche Sentimentalitäten und Gefühlsausbrüche. Sie musste konsequent und vor allem selbstbewusst auftreten. Wenn alles vorbei war, hatte sie mehr als genug Zeit, sich weitere Gedanken zu machen.
„Minerva!“, hörte sie schließlich eine Stimme rufen, die sich als Horace Slughorn entpuppte. Mit ihrem Zaubertränkeprofessor hatte sie gar nicht gerechnet und sah verblüfft auf ihn, wie er ihnen winkte, um in den Saal zu treten, denn außer ihnen waren wohl nun alle drin.
„Wird schon“, meinte Blaise aufmunternd und drückte Hermione ein Küsschen auf die Wange. Genauso Charlie auf die andere, was sie schwach lächeln ließ.
Die Beiden verließen sich auf sie. Darauf, dass sie ihren Freund aus dem Gröbsten herausbekam. Etwas, was sie ja nicht weniger wollte. Sie wollte, dass er wieder auf freien Fuß kam und man ihm noch eine Chance gab, womit sie tief Luft holte und geistesabwesend nach dem Engelsflügel griff.
Ich weiß, dass du mir persönlich Glück bringen und mich beschützen sollst. Im Moment wäre es für mich aber das wohl größte Glück, wenn du mir hierbei beistehen und bei dieser schwierigen Aufgabe helfen kannst, flüsterte sie sich im Geiste zu, bevor sie sich gänzlich straffte, und versuchte die gleiche Maske aufzusetzen, die sie Jahr für Jahr, Tag für Tag von Draco gesehen hatte. Eine kalte, emotionslose Miene, die es ihrem Gegenüber unmöglich machte, aus dieser zu lesen.
Schließlich öffnete sie die Augen, die plötzlich ihre Weichheit verloren hatten und ähnlich hart, kalt, sowie entschlossen wirkten, wie sonst die Grauen Dracos. Sie war jetzt nicht Hermione Granger die Hogwartsschülerin, sondern Miss Granger. Verteidigerin.
Damit trat sie als Letzte durch die hohe Saaltür, in den dahinterliegenden, dusteren Verhandlungsraum.

۩ ۞ ۩


Im Innern des Saales herrschte eine recht angespannte, unheilvolle Atmosphäre, die sonst vermutlich dazu diente, den Angeklagten noch mehr Unbehagen zu bereiten, als ohnehin schon. Wenn Hermione es zudem nicht besser gewusst hätte, wäre sie glatt auf den Gedanken gekommen, dass sich in den Nischen und Schatten, unter den Gremiumsplätzen, Dementoren versteckt hielten.
Ihr Blick glitt damit flüchtig durch die hohen Ränge vor sich, wo die 50 Zauberer und Hexen des Gamots, das Hohe Gremium, in einem Halbkreis in ihren pflaumenblauen Roben saßen. Tief unter ihnen, im Zentrum des Saales, stand der magische Stuhl für den Delinquenten, der hier jedoch nicht zum Einsatz kommen würde, da Draco abwesend war.
Für seine momentane Verfassung war es vermutlich wirklich besser, ihm all das nicht zuzumuten. Dennoch warf sie sein Fehlen schon zu Beginn der Verhandlung arg zurück, da sie nach wie vor nicht wusste, wie das Gamot darauf reagieren würde. Im allerschlimmsten Fall würde die Verhandlung abgebrochen werden, noch bevor sie begonnen hatte und man würde einfach das vorangegangene Urteil als bindend ansehen und. . .
Hör auf!, schrie sie sich innerlich selbst an, da sie bereits jetzt vom Schlimmsten ausging und sich ausmalte, was dann mit Draco werden würde. Am Ende schüttelte sie den Kopf, um diese dunklen Gedanken loszuwerden. Im Kommenden ließ sie den Blick nochmal nach hinten, zu ihren Freunden, schweifen, wo Blaise und Charlie ihr aufmunternd zulächelten und kaum merklich nickten. Luna lächelte ebenso, genauso wie Minerva ein ähnliches Nicken zustande brachte, was ihr recht deutlich sagte: „Sie schaffen das.“
Aufgemuntert und wieder etwas mehr gesichert, begab sie sich nach vorn und versuchte sich ein weiteres Mal an der Malfoyschen Eismaske. Sie nahm sich vor, Draco bei Gelegenheit zu fragen, wie er das immer machte? Wahrscheinlich war es jahrelange Übung.
So trat sie, hoch erhobenen Hauptes, mit dennoch wahnsinnigem Herzklopfen, in die Mitte des Saales, wo sich nun auch die Gremiumsmitglieder erhoben und ein älterer Zauberer, in der Mitte der Ränge, die Verhandlung eröffnete.
„Das Zaubergamot hat sich heute hier eingefunden, um über die verbrecherischen Handlungen von Draco Lucius Malfoy zu tagen. Ich übergebe das Wort an die Anklage. Bitte Mrs. Umbridge“, wies der Zauberer mit der Hand auf die Hexe, die wie immer freundlich süß lächelte und ein rosa Band, anstatt des sonst üblichen weißen, um den Halskragen trug. Sie musterte Hermione süffisant, die ihr einen eiskalten Blick zuwarf, bevor sie zurück auf die Gremiumsmitglieder blickte. Fest und entschlossen.
„Dem Angeklagten, Draco Lucius Malfoy, wird vorgeworfen, Mitglied des Death Eater Verbundes, um den gefallenen Schwarzmagier Voldemort, zu sein und sich im vollen Umfang an dessen verbrecherischen Machenschaften beteiligt zu haben. Dies beinhaltet die Ausübung der Unverzeihlichen Flüche, Mord, sowie mehrfach versuchter Mord, Beihilfe zum Massenmord und feindliche Beteiligung an der Schlacht von Hogwarts. Hinzu kommt die im Frühsommer ‘97 verübte Einschleusung von Death Eatern in die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei. Anhand der genannten Verbrechen, fordert die Anklage die Höchststrafe. Den Kuss der Dementoren.“ Damit schloss Umbridge ihre Akte und sah verzückt auf den leeren Platz.
„Nun, da Mr. Malfoy es offensichtlich vorzieht, der Anhörung und damit der Möglichkeit seiner Verteidigung fernzubleiben, denke ich, kommen wir hier zu einem raschen Ende“, sülzte Umbridge süßlich, sodass Hermione fast gekotzt hätte. Jetzt war es an ihr.
„Dem möchte ich widersprechen“, richtete sie sich an das Gremium, welches sie nun aufmerksam musterte. „Sie sind Miss Granger, nehme ich an?“, vermutete der alte Zauberer, der die Verhandlung eröffnet hatte, worauf sie nickte.
„Das ist korrekt. Ich habe mich dazu bereiterklärt, die Verteidigung von Mr. Malfoy zu übernehmen. Ebenso die Sprechung in seiner Abwesenheit, da er aus gesundheitlichen Gründe nicht in der Lage ist, heute selbst hier für sich zu sprechen“, erklärte sie sachlich, sodass das erste Raunen durch den Saal und die Ränge des Gremiums ging.
„Können Sie dafür eine entsprechende Beurteilung eines geprüften Heilers vorweisen?“, zwitscherte Umbridge, zu der Hermione durchtrieben sah.
„Das kann ich in der Tat.“ Daraufhin zuckte für den Bruchteil einer Sekunde etwas in Umbridges Augen, ebenso um ihre Mundwinkel, bevor es verschwand und sie auch weiter so eklig süß lächelte.
Wenn das so weiter geht, brauch ich einen Kotzeimer, dachte Hermione, ließ dem Vorsitzenden dann aber die entsprechende gesundheitliche Einschätzung zukommen.
„Daniel Harper“, murmelte er verblüfft, was Hermione innerlich grinsen ließ. Dass Charlies Vater als Heiler so hoch angesehen und bekannt war, brachte ihnen einen ungeahnten Vorteil. Schließlich sahen die Mitglieder zurück zu Hermione. Verwundert.
„Meines Wissens hat Mr. Harper seinen Wohnsitz doch aber vor Jahren in die USA verlegt?“ Sie waren im Bilde. Gut, dachte Hermione zufrieden und erläuterte den Sachverhalt.
„Das ist korrekt. Aufgrund der Vorkommnisse vor ein paar Wochen, hat er Großbritannien vorübergehend jedoch wieder aufgesucht, um uns zu unterstützen und sich nach der Schlacht um die zahlreichen Verwundeten zu kümmern. Im Kommenden hat er sich dazu bereit erklärt, die Behandlung von Mr. Malfoy zu übernehmen. Sollte das Gremium bezüglich seiner Ausführungen, was den Zustand von Mr. Malfoy betrifft, Fragen haben, Mr. Harper wird Ihnen gerne Rede und Antwort stehen“, deutete sie auf Daniel, der zustimmend nickte. Umbridge nahm es säuerlich lächelnd zur Kenntnis.
„Nun, vielleicht wäre es ratsam, noch eine zweite Meinung einzuholen, um. . .“ „Die zweite fachmännische Meinung, stammt von unserer hochgeschätzten Madam Pomfrey“, unterbrach Hermione die rosa Kröte ganz galant und ließ auch ihren Befund dem Gremium zukommen, der sich zu 95% mit dem von Daniel deckte. Die Medihexe hatte Draco sogar als noch schwächer eingeschätzt.
„Ich denke, diese Auswertungen genügen. Und Sie sind sich wirklich sicher, dass Sie das tun möchten, Miss Granger? Sie wissen, dass Sie mit der Wahrheit antworten müssen. Sie lehnen sich sehr weit aus dem Fenster, wenn Sie das Wort für Mr. Malfoy übernehmen.“ „Das ist mir bewusst. Ich hatte in den vergangenen Tagen allerdings ausreichend Zeit ihm die, wie ich denke, wichtigsten Fragen zu stellen, sodass ich dem hochgeschätzten Gremium sämtliche Fragen nach bestem Wissen und Gewissen beantworten kann. Für spezielle Fragen und Aussagen würde ich entsprechende Zeugen hinzuziehen“, versicherte Hermione den Hexen und Zauberern, die einfach nur nickten. Damit verschwand der Anklagestuhl und machte stattdessen einem mehrstufigem Podest Platz, welches in die Höhe ging und Hermione so auf Augenhöhe mit dem Gremium und Umbridge brachte.
„Dann wollen wir die Verhandlung beginnen. Die Anklage hat das Wort.“ Daraufhin drehte sich Hermione nach rechts zu Umbridge, die ihr kleine Giftpfeile zuschoss. Ihre Lippen umspielte allerdings auch weiter dieses süße Lächeln, bevor sie mit ihrer übertrieben, piepsigen Mädchenstimme zu sprechen begann.
„Miss Granger, ich denke, auch Sie können nicht leugnen, dass Mr. Malfoy ein Mitglied der Death Eater ist? Dass er das Dunkle Mal trägt?“ „Das ist so nicht ganz richtig.“ „Dann erklären Sie sich bitte“, ließ Umbridge ihr die überaus große Höflichkeit zu sprechen.
„Es ist korrekt, dass Mr. Malfoy das Dunkel Mal trägt, was jedoch nicht bedeutet, dass er ein wirkliches Mitglied der Death Eater ist, bzw. war.“ „Was bringt Sie zu einer solch stupiden Annahme?“ „Eine interessante Frage, für die ich gerne meine erste Zeugin hinzuziehen möchte.“ „Bitte“, gestattete ihr das Gremium dies, sodass noch ein Podest samt Stuhl, seitlich dem Hermiones, erschien. Dieses lag allerdings zwei Stufen niedriger, sodass die Zeugen aufsehen mussten und damit besser von der Anklage eingeschüchtert werden konnten.
„Ich würde gerne Mrs. Malfoy bitten diesen Konflikt näher zu erläutern.“ Damit ging das nächste Raunen und Murmeln durch den Saal, während Umbridge ein undefinierbares Geräusch machte und schließlich abfällig meinte: „Nun das passt ja. Eine Death Eaterin, Gattin und Mutter dieses Individuums zu befragen.“ Auf die harschen Worte sank Narcissa sichtlich auf ihrem Platz zusammen.
Ihr Blick trübte sich leicht und wurde etwas wässrig, was sich noch verschlimmerte, als durch die Ränge der Zuschauer Getuschel ging, welches ähnlich herablassend war, wie Umbridges Bemerkung. Hermione sah es und fuhr Umbridge recht kühn erneut über die Zunge.
„Ich möchte das Gremium und die Anklage nochmal deutlich darauf hinweisen, dass Mrs. Malfoy keinesfalls das Dunkle Mal trägt. Sie war in keiner Weise aktiv an den Tätigkeiten und Ausübungen der Death Eater beteiligt. Sie war lediglich Gattin eines solchen und hatte sich dessen Willen und Willkür zu beugen.“ „Zur Kenntnis genommen. Bitte“, deutete das Gremium auf den leeren Platz, womit sich die blonde Hexe leicht zittrig erhob. Innerlich dankbar, dass Hermione sie so weit es ging, aus diesem Kreis herausgehalten hatte.
Sie trat vor und ließ sich auf dem harten Stuhl nieder, von wo aus sie auf die Gryffindor sah, der man in ihrem Haus so Fürchterliches angetan hatte. Als Narcissa nun auf sie blickte, schien sie jedoch eine gänzlich andere junge Frau vor sich zu haben. Sie wirkte reif, entschlossen, selbstbewusst, ebenso wie ihr etwas Berechnendes, aber auch irgendwie Kühles anhaftete.
„Mrs. Malfoy, wären Sie so freundlich dem Hohen Rat zu schildern, wie es dazu kam, dass Ihr Sohn das Dunkle Mal erhielt?“, fragte sie die blonde Hexe sachlich, die allerdings recht unsicher auf ihrem Stuhl saß. Sie hatte Angst, das konnte Hermione deutlich sehen. Angst davor, etwas Falsches zu sagen und Draco damit noch mehr in Schwierigkeiten zu bringen.
Sie konnte es verstehen, weshalb sie versuchte, Narcissa aufmunternd anzulächeln, denn so wie Draco es ihr erzählt hatte, daran war nichts, was dem Rat ein wirklich negatives Bild vermitteln könnte. Da die Blonde ganz offensichtlich aber nicht wusste, wo und wie sie beginnen sollte, warf Hermione ihr ein kleines Rettungsseil zu.
„Wie alt war Draco, als es passierte?“ „An-Anfang 16.“ „Also minderjährig“, stellte Hermione in den Raum, worauf Narcissa nickte.
„Was war der Grund für diese Handlung? Könnten Sie dem Gremium diese Entwicklung näher schildern?“ Daraufhin nickte sie knapp und begann am Saum ihres Kleides zu nesteln. Sie schloss kurz die Augen, um sich zu sammeln, bevor sie versuchte, alles so deutlich wie möglich wiederzugeben.
„Mein. . . Mein Mann. . . Lucius hatte den Auftrag bekommen, etwas aus dem Ministerium für Vo-Voldemort an sich zu bringen.“ „Die Prophezeiung um Harry Potter und Voldemort“, ergänzte Hermione, worauf Narcissa nickte und die junge Hexe um Verzeihung bittend ansah.
„Es ist ihm allerdings nicht gelungen, da er durch Mr. Potter und seine Freunde aufgehalten wurde. Dadurch wurde auch die Weissagung zerstört und Lucius festgenommen. Nach dem Vorfall und Lucius’ Inhaftierung war Voldemort außer sich vor Wut. Als mein Sohn in diesem Sommer nach Hause kam, da. . .“, brach sie plötzlich ab. Zeitgleich mischte sich ein fürchterlicher Schmerz in ihre Augen, die kurz darauf feuchter wurden.
„Mrs. Malfoy, bitte erklären Sie dem Gremium weiter“, richtete sich Hermione nach einem Moment, nun etwas leiser, ruhiger, aber allen voran auch mit wärmerer Stimme, an die blonde Hexe, die wieder zu ihr aufsah. Die Gryffindor nickte aufmunternd, wie auch verständig, da sie teils durch Draco wusste, was vorgefallen war. Zwar war er nicht einmal ansatzweise ins Detail gegangen, nur hatte Hermione da schon eine ziemlich bittere Vorstellung gehabt, wie das abgelaufen war. Und so fertig wie sie jetzt seine Mutter vor sich hatte, da waren ihre Gedanken scheinbar noch recht human.
„Er hat seinen Unmut und die Wut, aufgrund des Vorfalles im Ministerium, an Draco ausgelassen und ihn damit anstelle von Lucius bestraft.“ Auf die Erinnerung kamen Narcissa nun wirklich die Tränen.
„Ich denke, es sollte eine Art Demütigung und vor allem Exempel an die Übrigen sein, indem er Draco das Mal aufgezwungen und ihm diesen unerfüllbaren Auftrag aufgebürdet hat.“ „Sie sagten eben aufgezwungen?“, unterbrach Hermione sie bewusst, worauf Narcissa nickte.
„Ja.“ „Das heißt, Draco hat es sich nicht selbst so ausgesucht? Man hat ihm keine Wahl gelassen?“ „Nein“, bestätigte Narcissa dies, womit sich Hermione kurz an das Gremium richtete.
„Ich möchte für das Protokoll nochmal deutlich festhalten, dass Mr. Malfoy zu besagtem Zeitpunkt zum einen gerade erst Anfang 16 war und zum anderen gegen seinen Willen in dieses Regime gezwungen wurde.“ „Zur Kenntnis genommen.“ Damit drehte sich die Löwin wieder zu Narcissa.
„Sie sagten, man hatte ihm danach einen Auftrag erteilt?“ „Ja.“ „Was beinhaltete dieser?“ „Er. . . Er sollte eine Möglichkeit finden, einige der Death Eater in die Schule zu schleusen und . . . er . . . er sollte Albus Dumbledore töten.“ „Was wären die Konsequenzen gewesen, hätte er sich dem verweigert?“, sprach Hermione nun den eigentlichen Knackpunkt an, worauf Narcissa schluckte.
„Hätte er sich geweigert dann. . . Man hatte ihm damit gedroht, Lucius, mich, seine Freunde und ihn selbst umzubringen.“ „Ich verstehe. Im Klartext heißt das, dass er die Wahl hatte zu töten, oder getötet zu werden und dadurch noch andere, mitunter Unbeteiligte, mit in den Tod zu reißen?“ „J-Ja“, bestätigte Narcissa ihr dies zittrig, worauf Hermione nickte. Soweit so gut. Damit richtete sie sich an Umbridge.
„Ich denke, mit dieser Erklärung dürfte Ihre Frage recht deutlich beantwortet sein, was die Zugehörigkeit zu den Death Eatern betrifft. Diese entstand unter Zwang, Gewalt und Todesdrohungen gegen ihn selbst, wie auch andere Personen, die ihm sehr nahe standen. Er stand unter Druck, ebenso wie er stark eingeschüchtert worden war. Die Gewissheit vor Augen bei Nichterfüllung dieser, wie Mrs. Malfoy anfangs sagte, unerfüllbaren Aufgabe nicht nur das eigene Leben zu verlieren, sondern damit auch andere in den Tod zu stürzen. Er befand sich in einer, möchte ich sagen, ausweglosen Situation die in kopflos, sowie aus der Verzweiflung heraus hat handeln lassen. Ich bitte das Gremium, diese bedrohlichen Hintergründe zu berücksichtigen.“ „Woher wollen Sie wissen, dass es sich tatsächlich so abgespielt hat?“, richtete sich Umbridge süßlich an Hermione, die damit gerechnet hatte, dass man Dracos Mutter keinen Glauben schenkte.
„Zu meiner Überzeugung, warum ich dieser Version glaube, komme ich später. Falls der Hohe Rat jedoch Zweifel an der Aussage von Mrs. Malfoy hat. . .“, blickte sie nun wieder auf die blonde Hexe, die Hermione unsicher ansah. „. . . Ich bin mir sicher, Sie würde dem Gremium im Zweifelsfall die entsprechende Erinnerung zur Verfügung stellen.“ Daraufhin bekam die Blonde große Augen und nickte rasch.
„Selbstverständlich“, richtete sie sich selbst an das Gamot, wo sich einige Notizen machten, während der Vorsitzende meinte: „Wir werden, unter gegebenen Umständen, darauf zurückkommen.“ „Danke“, meinte Hermione und sah zu Umbridge.
„Haben Sie Fragen an die Zeugin?“ „Keineswegs.“ „Dann möchte ich Mrs. Malfoy vorerst entlassen. Bitte nehmen Sie wieder Platz.“ Daraufhin nickte die Blonde und schlich ergeben zurück zu Tonks, die sie aufmunternd anlächelte.
„Das wird schon alles. Hermione hat einen Plan, glaub mir“, sprach sie ihr gut zu und rieb ihrer Tante über den Oberarm, da sie noch etwas zitterte. Im Saal war das Getuschel inzwischen teils mehr geworden, aufgrund von Narcissas Aussage.
„In der Anklageschrift, die verlesen wurde, lag der Vorwurf, Death Eater in die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei geschleust zu haben. Ich denke, die Beweggründe dafür wurden mit der Aussage von Mrs. Malfoy zeitgleich geklärt“, maß Hermione Umbridge lauernd, die dem im Augenblick nichts entgegensetzen konnte, sodass Hermione fortfuhr.
„Ich möchte die Anklage bitten mir zu schildern, welche genauen Machenschaften man Mr. Malfoy persönlich, im Zusammenhang mit den Death Eatern, vorwirft? Von dem Tatbestand der Einschleusung der Death Eater in die Schule, wie auch der unfreiwilligen Brandmarkung durch das Dunkle Mal abgesehen?“ „Mord“, warf Umbridge ihr nur ein Wort entgegen, was Hermione skeptisch eine Augenbraue heben ließ.
Draco hatte ihr versichert, dass er niemanden getötet oder gefoltert hatte. Zumindest keine Unschuldigen. Dumbledore hatte er ja auch nicht töten können, obwohl dieser wehrlos war. Er hatte es nicht gekonnt, mehr noch nicht gewollt, womit er sein Schicksal, das seiner Mutter und auch seiner Freunde, besiegelt hatte. Von daher. . . Was glaubte Umbridge ihm in die Schuhe schieben zu können?
„Das ist eine schwere Anschuldigung. Ich möchte die Anklage bitten mir zu schildern, wen er ermordet haben soll, wie, wann und warum?“ „Sehr gern. Wenn Sie mir gestatten, Miss Granger, würde ich nun gern meinerseits eine Zeugin aufrufen.“ „Bitte“, ließ Hermione ihr diese Möglichkeit, hatte nun aber doch ein etwas flaues Gefühl im Magen. Was hatte die Kröte vor?
„Ich möchte Miss Jones in den Zeugenstand rufen“, zwitscherte Umbridge fröhlich, womit Hermione kurz die beherrschte Maske verrutschte und sie entgeistert zu den entsprechenden Rängen sah. Von dort kam ihr Megan mit unheilvollem Blick entgegen und setzte sich auf den harten Stuhl.
„Ich nehme an, Sie kennen Miss Jones aus Ihrer Schulzeit?“, trällerte Umbridge, während Hermione kaum merklich mit den Zähnen knirschte.
„In der Tat.“ „Nun, dann werden Sie sicherlich auch wissen, dass der Vater von Miss Jones, ebenso ihr Bruder, durch Death Eater das Leben verlor?“ „Das ist mir bekannt, nur hat das nichts mit Mr. Malfoy zu tun“, versuchte Hermione dem gleich einen Riegel vorzuschieben, worauf Megan sie unsagbar wütend anfunkelte, bis jetzt aber die Klappe hielt.
„Ich denke, Miss Jones sieht das etwas anders. Laut Ihrer Aussage war Mr. Malfoy an dem Überfall auf ihre Familie beteiligt.“ „Wann genau war das?“, erkundigte sich Hermione bei Megan, die sie verachtend ansah.
„21. 12. 1996. Es war der zweite Ferientag“, knurrte Megan und begann Hermione mit Blicken zu lynchen. Diese zog skeptisch die rechte Augenbraue hoch.
Sie wusste, dass Draco, wie sie auch, über die Ferien im Schloss geblieben war. Sie hatte ihn völlig abwesend und in sich gekehrt beim Abendessen gesehen, auf das er nur sinnlos gestarrt hatte, ohne etwas zu essen. Warum wunderte sie nach allem nicht mehr. Eben auch, dass er nicht nach Hause gefahren war, so wie sonst.
„Miss Jones, ich bin mir bewusst, dass das ein schreckliches Erlebnis für Sie war, aber können Sie wirklich mit absoluter Sicherheit sagen, dass Mr. Malfoy etwas damit zu tun hatte? Ich denke nämlich nicht“, gab sie Megan gleich klipp und klar zu verstehen, was ihre Mitschülerin furchtbar reizte.
„Du hast doch keine Ahnung!“, giftete sie Hermione an. Dieser kam damit ein, zwar etwas unpassender und zudem auch recht gemeiner Gedanke. Allerdings würde sie ganz sicher nicht zulassen, dass Draco durch Megans Lügen ein Mord angelastet wurde.
„Nun, da ich in der Tat keine Vorstellung von dem habe, was passiert ist, wären Sie so freundlich mir und dem Gremium Ihre Sicht der Dinge zu schildern?“ „Natürlich!“, zischte sie patzig, wie auch wütend.
„Es war abends.“ „Wann?“, unterbrach Hermione sie gleich wieder. „Hab ich doch schon gesagt! Am 21. 12.!“, zischte Megan. Hermione schüttelte jedoch mit dem Kopf.
„Ich meinte die Uhrzeit.“ „Keine Ahnung. Vielleicht um sechs oder halb sieben“, nuschelte Megan wirsch und funkelte die Löwin erneut böse an, die einfach nur nickte und Megan deutete weiterzusprechen.
„Wir waren auf dem Rückweg vom Weihnachtsmarkt in London. Es war bereits dunkel und hatte angefangen zu schneien. Mein Bruder ist etwas vor uns gelaufen und hat sich die geschmückten Schaufenster angesehen. Er hat sich wahnsinnig auf Weihnachten gefreut. Er wusste, dass er einen Besen bekommt. Er wollte später in Hogwarts auch Quidditch spielen“, brach Megan nun langsam ein wenig die Stimme weg, genauso wie sich ihr Blick verklärte. Für Hermione ein untrügliches Zeichen, dass sie diesen Abend erneut auf grauenvolle Art und Weise durchlebte.
In dem Moment tat ihr die Mitschülerin aufrichtig leid. Sie wusste, dass es für Megan nicht leicht gewesen war. Sie selbst hatte ja noch versucht, ihre Familie zu schützen, indem sie ihre Eltern alles vergessen ließ. Ihr altes Leben, in dem sie eine Tochter hatten, die eine Hexe war.
„Wir sind durch den Park gegangen, um ein wenig abzukürzen. David lief etwas vornweg, wo er sich, als Mom ihn gerufen hat, er solle nicht so weit von ihnen weglaufen, zu uns umgedreht und gegrinst hat. Und dann. . .“, stockte Megan und ballte die Hände zu Fäusten, während ihr Tränen aus den Augen rannen.
„Was dann?“, fragte Hermione ruhig, die damals den Bericht im Daily Prophet gelesen hatte und so auch die groben Einzelheiten kannte, die schrecklich genug waren. Megan verkrampfte sich auf alles noch stärker und spuckte schließlich: „Greyback!“, bevor sie Hermione hasserfüllt anfunkelte.
„Dieses widerliche Monster hat sich aus einem Schatten heraus auf David gestürzt und ihn gebissen! Er hat. . . er hat ihn. . .“, brach sie noch mehr in Tränen aus. Ja, es schmiss sie nun fürchterlich, sodass in Hermione das Bedürfnis erwachte, sie zu trösten und ihr beruhigend eine Hand aufzulegen.
„Ist schon gut, Megan. Ich. . .“, da aber schlug ihr die junge Hexe wütend die Hand weg. „Fass mich nicht an!“, fauchte sie und durchbohrte die Gryffindor förmlich mit Blicken, bevor sie aufgebracht keifte: „Dieses widerwärtige Monster hat David getötet! Und die Missgeburt Malfoy kaltschnäuzig meinen Vater! Meine Mutter hat dann nur noch meine Hand nehmen und mit mir disapparieren können, wo einer dieser Bastarde sie auch noch schwer verletzt hat! Verdammt, seit dem Vorfall spricht sie kein Wort mehr und ist total apathisch! Sie liegt noch immer auf der Traumastation im Mungos, das neuerdings ja lieber dreckige Death Eater behandelt. Mörder!“, keifte sie unsäglich wütend und zerriss Hermione förmlich in der Luft. Diese versuchte, sich zu sammeln.
Sie hatte Draco definitiv an dem Abend im Schloss gesehen. Er war ihr aus Richtung der Großen Halle entgegengekommen und hatte, wie allgemein schon die Tage zuvor, erschöpft und übermüdet gewirkt. Kraftlos und auch irgendwie leblos.
Selbst wenn sie ihn an dem Abend nicht gesehen hätte, würde sie trotz allem gewaltig an Megans Worten zweifeln, denn so wie er bereits die vorangegangenen Tage durch das Schloss geschlichen war. . . Er hatte mehr wie ein Geist gewirkt und nicht wie ein Mensch, der mal eben schnell im Vorbeigehen, kaltschnäuzig, wie Megan sagte, einen anderen Menschen tötete. Das war eher das Metier seiner gestörten Tante, womit sie versuchte, Megans Anschuldigungen aufzudröseln und zu zerstreuen. Diese giftete Hermione noch immer an.
„Wie kannst du diesen Bastard schützen? Wie kannst du allen Ernstes für diesen Abschaum sprechen und ihn verteidigen?!“, zischte Megan weiter und wurde dafür vom Gremium ermahnt.
„Miss Jones, bleiben Sie bitte sachlich. Miss Granger? Ich nehme an, Sie haben Fragen an die Zeugin. Bitte“, deutete ihr eine ältere Hexe, die Hermione schließlich als Griselda Marchbanks identifizierte, ihr in ihrer Anhörung fortzufahren. Nur wusste die Brünette in der ersten Sekunde nicht, wie sie die verletzte, wütende Megan jetzt am besten anfassen sollte? Sie wollte ihre Mitschülerin nicht bloßstellen oder ihr noch mehr Kummer bereiten, da sie es schon schwer genug hatte.
Vater und Bruder tot, die Mutter seit 1 ½ Jahren unansprechbar auf einer gesonderten Station im Mungos. Nur konnte und würde sie nicht zulassen, dass Megan in ihrer Wut einem Unschuldigen einen Mord anlastete, nur weil er ihr als der perfekte Sündenbock erschien.
„Megan, . . . Miss Jones. . .“, korrigierte sich Hermione und versuchte, wie Minerva sagte, emotionslos und sachlich an das Problem heranzugehen. Immerhin durfte sie sich selbst keine Blöße geben.
„. . . ich kann Ihre Wut und Ihr Unverständnis, was meine Belange betrifft, verstehen. Wirklich. Und es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde, aber. . .“ „Hör auf zu heucheln!“, zischte Megan ihr dazwischen, was Hermione geflissentlich überhörte.
„Es geht hier weder um meine persönlichen Intentionen noch um Ihre, sondern darum, der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Und ich denke, dass Sie sich nur einreden Draco Malfoy an dem Abend gesehen zu haben.“ „WAS? Sag mal, geht’s noch? Natürlich hab ich das Frettchen gesehen! Wie kommst du dazu, mich als Lügnerin hinzustellen?!“, ereiferte sie sich und wäre ihr, so wie sie Hermione ansah, am liebsten an die Kehle gesprungen.
„Ich möchte Sie keinesfalls als Lügnerin hinstellen. Nur bin ich mir eigentlich zu 100% sicher, dass es nicht Draco Malfoy war, den Sie gesehen haben. Sie sagten, es war dunkel. Was genau haben Sie denn von ihm erkannt? Meines Wissens trugen die Death Eater bei ihren Überfällen meist Masken, um ihre Identität zu verschleiern. Sie sagten, Ihre Mutter hätte Sie rasch am Arm ergriffen, um mit Ihnen zu fliehen. Sicher geschah alles sehr schnell, sodass Sie sich gar nicht näher nach Ihren Angreifern umsehen konnten. Dahingehend möchte ich noch hinzufügen, dass Sie damals wohl nur Fenrir Greyback tatsächlich erkannt haben. Warum sonst fällt Ihnen jetzt, 1 ½ Jahre nach dem Vorfall, plötzlich Mr. Malfoy wieder als einer der Täter ein? Jetzt, wo er für andere Taten am Pranger steht, zu denen er gezwungen wurde. Vielmehr hege ich die Vermutung, dass Sie für das Leid, was man Ihnen und Ihrer Familie angetan hat, nur einen Sündenbock suchen. Jemanden, der sich ohnehin gerade nicht gegen diese Dinge wehren kann. Ich denke, dass Sie sich Mr. Malfoy aus dem simplen Aspekt heraus als Schuldigen gesucht haben, da er ungewollt ebenfalls Träger des Dunklen Males ist. Sie fokussieren den Hass auf die eigentlichen Täter nun auf Ihn, da Ihnen offensichtlich die Genugtuung der Vergeltung für Ihre Familie fehlt, wobei ich Ihnen noch etwas sagen möchte. Fenrir Greyback wurde während der Schlacht in Hogwarts getötet. Und ich kann Ihnen auch sagen, wer ihn getötet hat, denn ich war dabei.“ Daraufhin schnaubte Megan verächtlich.
„Malfoy oder was?“ „Ja“, bestätigte Hermione ihr dies kurz und knapp, womit angeregtes Gemurmel im Saal losbrach. Hermione wusste, dass diese Dinge bisher nicht hochgekocht waren. Und das war, neben Harry, noch eine kleine Trumpfkarte. Die Tatsache, dass er sich am Kampf beteiligt und doch recht gefährliche Death Eater, wie eben Greyback, die drei Lestranges, Rowle und noch andere erledigt hatte. Megan indes lachte leicht hysterisch, aufgrund der Vorstellung.
„Das feige Frettchen Malfoy will Greyback getötet haben? Ehrlich, Granger. Du solltest dein Hirn mal untersuchen lassen. Offensichtlich hat das bei den Schlagen ordentlich Schaden genommen.“ Daraufhin lächelte Hermione knapp.
„Nun, ich dachte mir bereits, dass Sie meiner Erklärung nicht glauben wollen, dennoch war es so. Aber zurück zum Eigentlichen. Sie beschuldigen ihn, am Attentat auf Ihre Familie beteiligt gewesen zu sein, mehr noch Ihren Vater ermordet zu haben?“ „Ja.“ „Haben Sie ihn denn nun richtig gesehen? Sein Gesicht?“, fragte Hermione lauernd, worauf Megan etwas unverständlich murrte, dann aber allen Ernstes meinte: „Ja!“ „So? Dann frage ich mich einmal mehr, warum Ihnen das jetzt erst einfällt? Warum haben Sie nicht schon vorher Anklage erhoben?“ „Ich. . . Ich stand unter Schock!“, ereiferte sich Megan, die allmählich merkte, dass sie sich in eine Sackgasse manövrierte.
„1 ½ Jahre?“, warf Hermione noch zusätzlich skeptisch in den Raum, sodass Megan wieder mehr knurrte. Hermione machte derweil in ihren Ausführungen weiter.
„Sie sagten, das Attentat geschah am 21. 12. 1996, zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr?“ „. . . Ja“, bestätigte Megan dies nach kurzem Zögern. Hermione nickte und richtete sich an das Gremium.
„Ich möchte in dieser Angelegenheit gerne unsere Direktorin, Minerva McGonagall, hinzuziehen.“ „Bitte“, ließ Griselda ihr interessiert die Möglichkeit, sodass ein zweiter Stuhl erschien, zu dem sich Minerva bewegte. Megan wurde es daraufhin ein wenig unheimlich, als die alte Hexe neben ihr Platz nahm.
„Ich habe im Moment eigentlich nur ein, zwei Fragen an Sie. Wie ich aus eigener Erinnerung weiß, hat sich Mr. Malfoy über die Weihnachtsferien, ‘96/‘97, im Schloss aufgehalten. Ist das richtig?“ „In der Tat. Er stand auf der Liste der Schüler, die über die Ferien in Hogwarts geblieben sind. Zu besagtem Zeitpunkt habe ich ihn beim Abendessen in der Großen Halle gesehen. Er sah recht in sich gekehrt aus und hat auch nicht wirklich etwas zu sich genommen. Ich denke, mein Kollege Horace kann seine Anwesenheit ebenfalls bestätigen“, blickte sie zu Slughorn. Dieser nickte, was die Gryffindor zufrieden stimmte.
„Danke Professor. Sie haben mir damit meine zweite Frage bereits beantwortet“, lächelte Hermione ihre Direktorin an, die ihr ein anerkennendes Nicken zukommen ließ, frei nach dem Motto: „Weiter so.“
Damit erhob sich die alte Hexe und nahm wieder neben ihrem Kollegen Platz. Blaise und Charlie grinsten auf ihren Rängen schadenfroh, da sich Megan eben restlos mit ihrer Anschuldigung bloßgestellt hatte, denn sie starrte verbissen, wie auch furchtbar wütend, auf ihre zu Fäusten geballten Hände. Hermione richtete sich unterdessen an den Hohen Rat.
„Ich denke, das ehrenwerte Gremium wird mir hier zustimmen, dass die Vorwürfe von Miss Jones haltlos sind. Mir scheint es eher so, dass sie in ihrem Kummer und der Wut einfach nur einen Schuldigen sucht, dem sie die Taten anlasten kann, um zur Ruhe zu kommen.“ Daraufhin wurde teils zustimmend genickt, wo der Vorsitzende dann noch meinte: „Die Anschuldigungen von Miss Jones werden nicht zu Protokoll genommen.“ „WAS?!“, schrie diese, als ihr klar wurde, dass ihre Aussage von der Anklageliste getilgt wurde.
„Miss Jones, wir haben durchaus Verständnis für Ihre Situation. Die fälschliche Beschuldigung des Mordes ist jedoch kein Kavaliersdelikt. Wenn Sie keine konkreten Beweise vorlegen können, die die Aussagen der Professorin widerlegen, haben wir nach diesen zu urteilen. Und demnach scheint Mr. Malfoy zum gegebenen Zeitpunkt nicht einmal in der Nähe Londons gewesen zu sein. Wir. . .“ „Er war es! ICH WEIß ES!“, brauste sie herrisch auf, stand und lehnte sich dem Gremium gefährlich entgegen, bevor sie Hermione bissig anfunkelte.
„Du. . .“ „Miss Jones, setzen Sie sich oder Sie werden des Saales verwiesen!“, donnerte einer der Gremiumsmitglieder, während Megan die Löwin noch immer tödlich anfunkelte.
„Haben Sie einen Beweis für Ihre Aussage?“, richtete sich Griselda dann noch, leicht erbost, an die junge Hexe, die schlicht und ergreifend nichts anderes in der Hand hatte, als ihre Gedanken und Vorstellungen.
„Er war es!“, wiederholte sie, nun wieder sitzend, mit bebender, zittriger Stimme. „Wenn dem so ist. . .“, begann Hermione und musterte Megan lauernd. „. . . dann lassen Sie das Gremium an Ihren Erinnerungen teilhaben. Wenn Sie Mr. Malfoy so deutlich erkannt haben, wie Sie sagen, dürfte dies Beweis genug sein. Wenn Sie ihn tatsächlich gesehen haben und es sich nicht einfach nur einreden“, meinte Hermione, worauf sich Megan ordentlich auf die Unterlippe biss und mörderisch zitterte vor Wut. Allerdings machte sie keine Anstalten, auf Hermiones Angebot einzugehen, was im Grunde alles sagte.
„Ich denke, wir können die Zeugin entlassen. Oder hat die Anklage noch einen Antrag diesbezüglich vorzubringen?“, sah ein älterer Zauberer, Tiberius Ogden, der neben Griselda saß und damals im fünften Jahr Teil ihrer Prüfungskommission war, zu Umbridge, die lediglich mit dem Kopf schüttelte. Auf den Lippen noch immer ein Lächeln. Hinter der Fassade brodelte es jedoch ordentlich, wie Hermione befriedigt feststellte.
Warte nur ab, mit dir bin ich noch lange nicht fertig, dachte sie vergnügt und ging in Gedanken ihre weiteren Schritte durch. Was sollte sie als Nächstes ansprechen, wen als Nächstes aufrufen? Im Grunde hatte sie gleich zu Anfang das Gremium mit Harrys Aussage konfrontieren wollen. Nur war der Blödmann nicht da, grummelte sie in sich hinein, als Megan plötzlich ohne Vorwarnung ihren Zauberstab aus der Hinterhand zog und sich auf Hermione stürzte. Die konnte nur noch panisch auf ihre ehemalige Mitschülerin sehen.
„Du dreckiges Miststück. . . CRUCIO!“, kreischte sie von Hass und Wut zerfressen. Noch in derselben Sekunde traf Hermione die Auswirkung des Fluches. Sie hörte sich selbst schreien, ebenso die Rufe Anderer, bevor alles schlagartig dunkel wurde.

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Sie ist eindeutig der Wolf im Schafspelz, also überhaupt nicht so 'pink', wie sie aussieht.
David Barron, ausführender Produzent