Es schien für Hermione gerade alles perfekt zu laufen. Sie hatte sich wieder mit Ron vertragen und zudem in dem blonden Slytherin ebenfalls einen Freund gefunden, wie die Jahre zuvor bereits in Blaise und Charlie.
Diese kleine Sache hatte sie allerdings beschlossen, vorerst für sich zu behalten. Ron wollte sie einfach keinen Grund geben, um sauer zu sein, und Harry hatte ja gesagt, dass er etwas Zeit brauchte, um mit den neuen Begebenheiten klarzukommen. Er schien auch nichts in der Richtung zu ahnen, wenngleich Ginny sie mit einem wissenden Blick bedacht hatte, als Hermione den Fuchsbau zum Abend verlassen hatte. Dass sie die Nacht im Mungos geblieben war, wusste die Füchsin ja durch Blaise.
Draco hatte sich, auf den Schreck mit Megan, inzwischen auch soweit wieder gefangen, zeitweise aber noch Gift und Galle gespuckt, bevor er sich bei Hermione entschuldigt hatte. Dafür, dass sie seinetwegen zu Schaden gekommen war, genauso wie er befürchtet hatte.
Die Gryffindor hatte ihm allerdings keine Zeit gelassen, weiter an der Geschichte festzuhalten. Stattdessen hatte sie geschickt Thema und Taktik gewechselt. Blaise und Charlie hatte ihr dann auch noch Schützenhilfe geleistet, sodass sie nun mit drei Slytherins lachen konnte.
Es war zwar ein ungewöhnliches Bild, wie sie selbst trotz allem noch ein bisschen fand, was an den Tatsachen jedoch nichts änderte. Es war eine friedvolle Idylle, die keine zwei Tage später durch die kalte Realität, in Gestalt von Dolores Umbridge, drohte zu zerbrechen.
Hermione war zum späten Vormittag erneut auf den Weg ins St. Mungos. In den Händen hielt sie einen kleinen Pappkarton, während sich auf ihren Lippen ein zufriedenes Lächeln widerspiegelte, aufgrund ihrer, wie sie fand, gelungenen Backkünste. Sie war wirklich gespannt auf Dracos Gesicht.
Als sie sich dann aber seinem Zimmer näherte, löste sich ihre gute Laune zunehmend auf, je deutlicher sie die wütende Diskussion vernahm. Unter anderem war es Daniel, der kurz vorm platzen schien. Genauso Blaise.
„. . . Das ist unverantwortlich!“, zischte Daniel und hielt einen hochgewachsenen, kräftigen Mann mit schwarzen Haaren am Arm fest, der gerade in Dracos Zimmer verschwinden wollte. Neben Daniel stand noch ein Heiler, der ein recht unschlüssiges Gesicht machte und offensichtlich nicht wusste, was er sagen sollte. Etwas hinter diesem, wo noch ein Mann stand, der stark nach Auror aussah, entdeckte Hermione das rosa Knallbonbon. Sie lächelte süßlich und sah zu Daniel, dem sie schließlich auf ein Dokument deutete, was ihn rumschnauzen ließ.
„Ich habe Nein gesagt! Ich bin der behandelnde Heiler und mit seinem Zustand besser vertraut, als sonst jemand. Er ist nicht einmal annähernd so gesund, wie er sein sollte. Er hatte vor zwei Tagen erst wieder einen schweren Rückfall!“, ereiferte sich Daniel und schlug der rosa Kröte das Papier aus der Hand.
„Mr. Wenthworth sieht das etwas anders“, trällerte Umbridge, worauf Daniel seinem Kollegen einen zornigen Blick zuwarf. Der starrte prompt verlegen auf den Boden und murmelte unverständliches Zeug. Mittlerweile hatte auch Hermione zu der Traube aufgeschlossen und schob sich vor.
„Was ist hier los?“, fragte sie und sah giftig zu Umbridge. Diese lächelte süßlich und auch irgendwie gehässig. „Miss Granger. Sie hier?“ Hermione ignorierte ihre spitze Frage und sah stattdessen zu Blaise und Charlie.
Die waren beide noch immer damit beschäftigt, die rosa Pest mit Blicken zu lynchen, bevor Charlie knurrte: „Sie wollen Draco wieder nach Azkaban bringen.“ Auf den Kommentar sah Hermione Charlie geschlagene drei Sekunden zweifelnd an, ehe sie ihm sauer ihr Mitbringsel in die Hand drückte und sich wie eine Furie zu Umbridge drehte.
„SIE werden ihn nirgendwo hinbringen! Erstens hat das Gremium noch kein Urteil gefällt und zweitens hab ich einen Antrag auf Hausarrest gestellt. Der Antrag wurde von zwei hohen Ratsmitgliedern und Auroren genehmigt. Und. . .“ „Meinen Sie diesen?“, hielt Umbridge ihr vergnügt ein anderes Papier hin, was sich Hermione ruppig nahm, um festzustellen, dass es in der Tat ihr Formular war. Als sie es durchblätterte, stieß sie schließlich auf zwei Stellen, wo mit einem dicken, roten Stempel aufgedrückt, dass verfluchte Wörtchen Abgelehnt stand, was sie empört nach Luft schnappen ließ, bevor sie Umbridge zornig anfunkelte.
„Was soll das heißen, Abgelehnt?“, zischte sie. Umbridge kicherte daraufhin amüsiert. „Meine liebe Miss Granger. Ich dachte immer, Sie wären intelligenter? Muss ich Ihnen tatsächlich die Bedeutung des Wortes Abgelehnt erklären?“ „Wieso? Ich hatte die Genehmigung von zwei hochangesehenen Ratsmitgliedern, genauso der Auroren und Kingsleys!“ „Mag sein. Die Abteilung für Strafverfolgung sieht in einem Hausarrest aber ein zu hohes Gefahrenpotenzial für die Allgemeinheit. Er könnte flüchten und. . .“ „Wie bitte?!“, schrie Hermione giftig und wäre Umbridge am liebsten an die Kehle gesprungen.
„Draco hat keinem Unschuldigen je wirklich Schaden zugefügt. Das wurde zur Verhandlung bewiesen! Dass er niemandem aus bösem Willen hat schaden wollen! Nicht einmal Katie hat ihn im Nachhinein angezeigt. Von ihm geht keinerlei Gefahr aus!“ „Das ist Ihre Ansicht. Die Abteilung für Strafverfolgung sieht das allerdings anders. Zumal uns inzwischen auch sehr viele besorgte Briefe, seitens der magischen Bevölkerung erreicht haben, die um ihre Sicherheit fürchten, wenn ein Death Eater. . .“ „Er ist kein Death Eater! Das ist doch nur Schikane! Er würde niemandem etwas antun. Er ist nicht gefährlich!“ „Er hat gemordet.“ „Ja! Aber nur Death Eater! Genauso wie die Auroren und sonst jeder, der während der Schlacht auf unserer Seite gestanden hat!“, zischte sie weiter und sah die beiden Männer wütend an, die sich Umbridge offensichtlich als Verstärkung mitgebracht hatte. Auf ihre Aussage zuckten sie sich allerdings nicht, sodass sie die rosa Pest erneut in Augenschein nahm.
„Sie werden ihn nicht mitnehmen!“ „Das haben Sie nicht zu entscheiden, meine Liebe. Bedaure“, mokierte Umbridge vergnügt und hielt nun ein anderes Papier hoch. Dort deutete sie mit ihrem rosa lackierten Speckfinger auf einen bestimmten Absatz, der nichts anderes sagte, als das Draco bei ausreichender Genesung zurück nach Azkaban gebracht werden konnte.
„Ich als behandelnder Heiler aber, und ich habe Nein gesagt!“, schaltete sich Daniel wieder in das Gespräch mit ein, zu dem Umbridge erneut sah.
„Mr. Harper. Ohne Ihnen und Ihren Qualifikationen als Heiler zu nahe treten zu wollen, so scheinen Sie mir hier in dem Fall nicht wirklich objektiv entscheiden zu können. Ihnen scheint, wie Miss Granger, mehr Persönliches daran zu liegen, dass dieses Subjekt seiner gerechten Strafe entgeht und. . .“ „Wie haben Sie ihn genannt?!“, keifte Blaise sauer dazwischen und war mit einem Schritt bei Umbridge, um sie zu packen. Allerdings drängte sich dann einer der Auroren vor. Beinahe in der gleichen Sekunde bohrte sich dessen Zauberstab gefährlich in Blaise’ Kehle, den Hermione und Charlie rasch zu sich zogen und Umbridge, wie auch den Auror, vernichtend ansahen.
„Ich muss doch sehr bitten!“, gab Umbridge pikiert, mit ihrer Kiekstimme, von sich und sah letztlich zurück zu Daniel, der wütend schnaubte. Am Ende versuchte er sich zur Ruhe zu mahnen und schob seine Jungs unauffällig etwas hinter sich.
„Mrs. Umbridge. Ich habe einen Eid auf mein Handwerk abgelegt, nach bestem Wissen, Gewissen, wie auch meinen Fähigkeiten entsprechend zu handeln. Egal ob bei einem Mann oder einer Frau. Einem freien Menschen oder einem Gefangenem. Einem, der Unrecht getan hat oder nicht. Ich Maße mir nicht an, einen Menschen aufgrund einer dieser Dinge anders zu behandeln als einen anderen. Ich übe keine Selbstjustiz im Gegensatz zu anderen!“, funkelte er sie wütend an und schielte letztlich kurz vernichtend zu seinem Kollegen, der offensichtlich nur zu gerne im Boden verschwunden wäre, bevor Daniel sich wieder auf Umbridge konzentrierte.
„Sie mögen mit Ihrer Meinung Recht haben, dass mir persönlich etwas an Dracos Gesundheit und Leben liegt, was noch lange nicht heißt, dass ich zu seinen Gunsten ein falsches Urteil fälle. Er ist gesundheitlich noch immer stark angegriffen und braucht auch weiter Ruhe. Auf seinen Körper wirken noch immer ein paar Flüche nach. Mit einer Überführung nach Azkaban würde sich sein Zustand binnen kürzester Zeit rapide verschlechtern, was meiner Ansicht nach unverantwortlich ist!“ „Es ist Ihre Ansicht, wie Sie eben sagten“, resümierte Umbridge mit einem süßlichen Lächeln und sah zu dem anderen Heiler.
„Mr. Wenthworth, Sie sagten mir, es wäre vertretbar?“ „Nun ja, ich . . . ähm. . . Ich hatte nicht die Möglichkeit, den Jungen auf alles zu untersuchen. Ich kann nur sagen, dass seine äußeren und inneren Verletzungen soweit ausgeheilt sind. Auf die Wirkung der Flüche konnte ich mich aber no-“ „Also gesund genug, um ihn endlich zurück nach Azkaban zu bringen“, unterbrach Umbridge den Heiler, der verzweifelt stotterte: „Das hab ich nicht gesagt! Ich. . . Sie haben mir nicht genug Zeit gelassen, richtig nach ihm zu sehen und. . .“ „Zeitverschwendung. Er ist unverletzt und damit überführungsfähig. Duncan. Jasper. Nehmt ihn mit!“, wies Umbridge die beiden Bullys an, die unverzüglich in das Zimmer traten. Direkt hinter ihnen stürzten Hermione, Blaise und Charlie rein, während Daniel weiter mit Umbridge diskutierte, um diesen Irrsinn zu stoppen.
In der Zwischenzeit standen die Männer vor Dracos Bett und deuteten warnend mit den Zauberstäben auf den Blonden. Der saß zwar aufrecht, wirkte allerdings völlig abwesend und war zudem extrem blass. Sein Blick schien leer, genauso wie auch sonst keinerlei Emotionen auf seinen Zügen zu erkennen waren, was nur zu deutlich zeigte, dass er die Diskussion die ganze Zeit mitangehört hatte.
„Los aufstehen, Malfoy. Die Ferien sind vorbei!“, knurrte einer der Männer böswillig, mit einem durchtriebenen Grinsen auf den Lippen. Der Andere wollte dann auch gleich Hand anlegen und ihn aus dem Bett zerren, als sich Blaise und Charlie vor dieses, und damit ihren Freund stellten. Die ausgestreckte Hand des dunkelhaarigen Typen schlug Blaise weg. In den Augen ein tiefdunkles Funkeln, was dafür sorgte, dass die Zauberstäbe der Auroren nun auf die Beiden zeigten.
„Geht zur Seite!“, warnte man sie, doch sie rührten sich nicht. „Wollt ihr Ärger?“, knurrte der eine Auror erneut, worauf Blaise nur schnaubte und die Arme vor der Brust verschränkte. Dabei hatten er und Charlie bewusst ihre Zauberstäbe nicht gezogen, um den zwei Gorillas keinen Grund zu geben, sie einfach anzugreifen. Etwas, was sie dem Blick zufolge nur zu gern getan hätten. So mussten sie sich vorerst mit Worten begnügen.
„Ihr behindert eine Amtshandlung“, meinte der Eine, während der Andere „Ihr macht euch damit strafbar!“ raunte. Blaise schnaubte allerdings wieder nur und reckte provokant das Kinn, sodass sich die Männer kurz zweifelnd ansahen, aufgrund dieser Trotzreaktion. In der nächsten Sekunde deuteten sie wieder warnend mit ihren Zauberstäben auf die Jungs.
„Hört zu ihr zwei. Wir können das hier gesittet, wie Erwachsene regeln oder ihr steht uns weiter im Weg. Dann wird es für euch hässlich und das wollt ihr doch nicht?“ Ein wohl kalkuliertes, kaltes Lächeln seitens der Beiden, was scheinbar nur ein Slytherin zustande brachte, war die Antwort. Es irritierte die Typen ein wenig, bevor sie ihre Drohung wahrmachen wollten.
Hermiones Gedanken überschlugen sich auf alles regelrecht und ließen ihr Hirn heiß laufen. Sie suchte fieberhaft nach einer Möglichkeit, die verdammte Situation irgendwie zu entschärfen, nur wollte nichts kommen. Im nächsten Moment meldete sich Draco recht leise zu Wort.
„Blaise?“ Auf die tonlose Stimme des Blonden riss sein Freund den Kopf zu ihm herum. Genauso Charlie und Hermione. Aber auch die Auroren legte den Blick auf ihn. Das allerdings alarmiert.
„Lass es“, murmelte Draco nur, sodass die Vorsicht etwas aus dem Blick der Männer verschwand, während sich zeitgleich Verwirrung und Unglaube bei Blaise breitmachten.
„Aber. . .“, wollte sein Freund argumentieren, doch der Blonde schüttelte kaum merklich mit dem Kopf, bevor er sich aus dem warmen Bett quälte. Aufgrund der Tatsache, dass er in den letzten Wochen nur gelegen hatte und auch noch nicht richtig genesen war, taumelte er, wo Blaise nicht an sich halten konnte und ihn stützte.
„Hey! Verdammt, leg dich wieder hin“, zischte Blaise, wo nun auch Charlie zur Stelle war, um ihn notfalls zu halten. Zeitgleich schoss die Hand eines Aurors vor, der Draco seinerseits packen und in ihre Mitte zerren wollte. Allerdings erreichte er den Blonden nicht, da Blaise die Pranke giftig zischend beiseite schlug.
„Die Pfoten von ihm!“ „Blaise. . .“ „Nein!“, knurrte der Dunkelhäutige nun auch seinen Freund in einer leisen Verzweiflung an, der sichtlich zu tun hatte, sich auf den Beinen zu halten. Auf den Anblick funkelte Blaise die Männer unheilbringend an.
„Sie können ihn nicht mitnehmen. Verdammt nochmal, er ist krank! Sehen Sie das nicht?!“, fauchte er wütend. Die Auroren rümpften aber nur überheblich die Nase.
„Sein Pech. Wer sich auf die Seite eines Massenmörders stellt, verdient kein Mitleid“, schnarrte einer der Beiden abfällig, was Blaise beinahe platzen ließ.
„Er hat sich nicht freiwillig auf deren Seite gestellt! Er hatte keine Wahl, verdammt nochmal! Davon abgesehen hat er sie die ganze Zeit von innen heraus versucht zu sabotieren!“ „Natürlich“, schnalzte der Auror erneut und versuchte ein zweites Mal, nach dem Blonden zu greifen, der von seinen Freunden auch weiter akribisch abgeschirmt wurde. Mittlerweile stand auch Hermione dem Griff des Mannes im Weg. In den Augen ein ähnlich dunkles Funkeln, wie das von Blaise, was die bulligen Typen innehalten ließ, da sich das Goldmädchen einmal mehr so deutlich vor den Death Eater stellte.
„Wird das heute noch was?!“, krächzte Umbridge ungeduldig in den Raum und schob sich schließlich an Daniel vorbei ins Zimmer. Ihr Blick fiel zuerst auf die beiden kräftigen Männer, die scheinbar nicht wussten, was sie mit den ehemaligen Hogwartsschülern machen sollten? Kurz darauf schaute sie zu dem Blonden, den man noch immer nicht in Gewahrsam genommen hatte. Sie rollte etwas mit den Augen, bevor sie ihren knubbeligen, kleinen Zauberstab zückte und als erstes Hermione recht rabiat mit einem Schlenker zur Seite stieß, sodass sie schmerzhaft gegen die Wand prallte.
„Hermione!“, japsten die drei Jungs zeitgleich, als sich Umbridge auch schon mit Blaise befasste und ihn auf die gleiche Art von Draco wegriss. Er hatte weniger Glück, denn er wurde gegen die Kommode geworfen, deren Knäufe sich spitz in seinen Rücken bohrten. Als sie ein drittes Mal ansetzen wollte, schrie ihr Draco wütend dazwischen. „Verdammt, aufhören!“ Umbridge lächelte daraufhin nur süß und verpasste zu guter Letzt auch Charlie einen Freiflug, sodass Draco schließlich alleine dastand.
Zwar musste er sich etwas an dem Bettgestell abstützen, in seinen Augen funkelte auf alles inzwischen aber der pure Hass. In ihnen war plötzlich nicht mehr das kleinste Zeichen von Schwäche, welche seinem Körper noch so sehr zu schaffen machte. Stattdessen waren sie so ausdrucksstark wie eh und je. Verzehrend. Verschlingend. Es war ein gefährliches Feuer, was in ihnen brannte. Mit diesem hätte er Umbridge am liebsten zerfetzt.
Die rosa Kröte lächelte allerdings auch weiter ihr eklig süßes Lächeln, bevor sie ein viertes Mal ihren Zauberstab schwang. Nur den Bruchteil einer Sekunde später, riss der Zauber Draco die Handgelenke auf den Rücken, um die sich im nächsten Moment raue Fesseln legten, die ihn in die Knie zwangen.
„War das nun so schwer?“, richtete sich Umbridge tadelnd an die beiden Männer und deutete letztlich mit dem Kopf auf den Blonden.
„Draco. . .“, keuchte Hermione, bei der Daniel als Erstes war, um nach ihr zu sehen. Sie, wie auch Blaise, Charlie und Daniel selbst, mussten jedoch hilflos mit ansehen, wie die Auroren ihn gewaltsam hoch zerrten, ehe sie mit ihm in der Mitte mittels Portschlüssel in einem dumpfen Plopp verschwanden.
Umbridge stand dann noch kurz vergnügt lächelnd im Raum, bevor sie mit einem erfreuten „Hmpf“ kehrt machte und das Zimmer verließ. An der Tür verweilte Heiler Wenthworth, der sich das Spektakel fassungslos, mehr und mehr schuldig, mitangesehen hatte. Sein Blick lag nun auf den drei jungen Leuten, die durch die rabiate Handlungsweise noch sichtlich benommen waren. Und warum? Nur weil sie ihren Freund schützen wollten, der sich nicht einmal gegen das Kommende gewehrt hatte, wo seine Freunde allerdings nicht so kampflos hatten aufgeben wollen. Jetzt aber. . . Jetzt lag in den Gesichtern der Drei eine dumpfe Verzweiflung.
Am Ende fiel sein Blick auf die Schachtel in seinen Händen, die Hermione mitgebracht hatte. Sie war noch warm, genauso wie aus ihr ein doch recht leckerer Duft emporstieg, was ihn dazu veranlasste, den Deckel zu heben. Was er dann sah, sorgte jedoch dafür, dass sich der Knoten in seinem Innern noch stärker zusammenzog und sich vermehrt eine quälende Schuldigkeit in sein Herz fraß.
Es war ein selbstgemachter Schokoladenkuchen, der offensichtlich frisch aus dem Ofen kam. Oben auf standen, mit silbernem Zuckerguss, nur drei Worte.
Happy
Birthday
Draco
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