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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Leben ... oder so ähnlich

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Die Tage, nach Hermiones letztem Besuch in Azkaban, waren für sie beinahe noch frustrierender, als die davor. Sie war wirklich so verpeilt, dass sie fast die ganzen zwei Stunden geschlafen hatte. Draco hatte sie auch nicht geweckt, sondern einfach nur warm festgehalten. Genauso, wie sie es sich im Grunde gewünscht hatte und das ärgerte sie. Sie ärgerte sich über sich selbst. Verdammt, sie hatte ihm doch ein bisschen helfen und ihn ablenken wollen! Sie wollte ihm etwas Ruhe versprechen und ihn aufmuntern und dann schlief sie einfach ein!
Dieser Schlaf hatte ihr gutgetan. Keine Frage. Mehr als gut sogar, denn ihre Dämonen waren geblieben, wo sie hingehörten. Nämlich weit und tief weggeschlossen. Dummerweise war dieser Effekt am Abend bereits wieder verpufft, denn als sie allein in ihrem Bett gelegen hatte, hatte es nicht lange gedauert, bis die Schatten zurückgekommen waren. Damit war der so egoistische Gedanke in ihr aufs Neue hochgeflammt, sich von Draco halten und behüten zu lassen.
Es war verrückt und ihr auch ein wenig seltsam, dass sie ausgerechnet bei ihm eine so tiefe Ruhe fand. Ebenso, dass sie eine derartige Nähe brauchte. Im Grunde gab es dafür eigentlich nur einen logischen Schluss, auch wenn sie sich lange geweigert hatte, diesen zu sehen und sich einzugestehen. Aber der Krieg, und alles was in ihm vorgefallen war, besonders für sie, hatte offensichtlich sehr viel mehr in ihr kaputt gemacht, als sie ursprünglich bereit war, sich zuzugestehen. Hatte Daniel das nicht auch gesagt? Als sie sich selbst aus dem Mungos entlassen hatte? Dass sie psychisch noch stark angegriffen war? Er hatte Recht behalten. Leider.
Die Flucht, die Suche nach den Horcruxen, dass ständige leben in Angst, wie auch als Gejagte. Dann die Belastung durch das Medaillon und zum Schluss die Tortur, der sie ausgesetzt war. . . Im Grunde war es da abzusehen, dass all diese Dinge Narben hinterlassen würden. Und das leider nicht nur sichtbare, die einen zeichneten. Die unsichtbaren auf ihrer Seele, waren um ein Vielfaches schlimmer, schmerzlicher und vor allem quälender. Es waren Narben, die sich mit der Zeit ihren Weg nach außen suchten und sich auf ihre Erscheinung legten.
Sie war kränklich blass, aufgrund der neuerlichen unruhigen, sowie teils schlaflosen Nächte, die ihr als Andenken dicke, dunkle Augenringe beschert hatten. Um diese zu kaschieren, hatte sie sich in der Winkelgasse eine spezielle Tinktur besorgt, die vitalisierend und belebend wirken sollte. Auch hatte sie sich gestern die Mühe gemacht und ein paar Rationen des Trankes der lebenden Toten zubereitet. Das Ergebnis dessen war relativ ernüchternd gewesen.
Sie hatte fast 24 Stunden durchgeschlafen, sah aber noch immer aus wie ein Vampir auf Drogen. Das Zeug war also auch keine Lösung. Es graute ihr davor, dennoch schien sie nicht drum herum zu kommen, Charlie nochmal um Tränke zu bitten, wollte sie nicht Gefahr laufen, zu einer Inferi zu mutieren, wie Draco so charmant gemeint hatte.
Als sie wieder an den Blonden dachte, wurde ihr ohnehin ein wenig schwerer ums Herz. Dieses blöde Arschloch von einem Wärter hatte ihr nicht einmal die Zeit gelassen, sich richtig von ihm zu verabschieden. Stattdessen hatte er sie wutschnaubend von ihm weggezerrt, obwohl sie noch gar nicht ganz bei Sinnen gewesen war.
Dass es den Typen gewaltig gegen den Strich ging, dass regelmäßig jemand nach Draco sah und seine Freunde zudem versuchten, ihn aufzumuntern, war unschwer zu erkennen. Die Sache jetzt schien dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt zu haben, denn der Kerl war doch tatsächlich beleidigend und ausfallend geworden, als er sie in den Vorraum gescheucht hatte.
Ob sie keinen Funken Stolz hätte? Wie sie sich derartig dem Abschaum der Magischen Welt hingeben könnte? Was für eine Schlampe sie wäre? Ob sie überhaupt noch in einen Spiegel blicken könnte? Letzteres vermied sie zurzeit in der Tat, jedoch aus gänzlich anderen Gründen.
Auch fragte sie sich, ob die Leute ihr Hirn und den gesunden Menschenverstand zu Hause ließen, wenn sie auf Arbeit gingen? Ein solch widerliches Verhalten war aber echt nicht mehr normal! Klar war eine Menge durch den Krieg passiert, allerdings konnte man doch nicht nur stur in Schwarz und Weiß einteilen? Man konnte doch nicht wirklich so hart- und kaltherzig sein? So gefühllos?
Sie seufzte. Sie konnte sich so viel darüber aufregen, wie sie wollte. Fakt war nun mal leider, dass es so war. Dass es solche Leute gab, die nur einen Blickwinkel hatten. Einen regelrechten Tunnelblick, der ihnen gestattete, vor anderen Dingen bequem und ungestört die Augen verschließen oder sich dem abwenden zu können.
Umzudenken, mehr zu sehen oder sich einfach einzugestehen, dass man falsch lag, war ja auch schwerer, als stur an seiner Meinung und den Ansichten festzuhalten.
Schließlich schob sie diese deprimierenden Gedanken beiseite und wollte es sich mit einem Eimer Vanilleeis und ruhiger Musik auf der Couch gemütlich machen, als es an der Tür klingelte.
Aufmachen oder ignorieren? Eigentlich hatte sie keine Lust auf Besuch. Am Ende überwog dennoch ihre Höflichkeit und die gute Erziehung.
So verschwand ihr schönes Eis postwendend wieder im Gefrierfach, bevor sie an die Tür trat. Als sie diese öffnete, stachen ihr als erstes rote Haare entgegen, die zu Ron gehörten, der sich sofort der Haustür zudrehte. Auf seinen Anblick versteifte sich Hermione jedoch.
„Uhm. . . Hey“, brachte er ein wenig unglücklich heraus und fuhr sich nervös mit der Hand über den Hinterkopf durch die Haare. Hermione stand noch immer in der Tür und sah ihn einfach nur stumm an.
„Kann . . . darf ich kurz rein kommen?“, fragte er weiter unsicher, worauf sie aus ihrer Lethargie erwachte. So wie er aussah, hatte er ein schlechtes Gewissen. Offensichtlich hatte Ginny ihn runderneuert, weshalb sie beiseite trat und ihm schweigend mit der Hand deutete hereinzukommen.
„Was willst du?“, fragte sie müde und verschränkte abwehrend die Arme vor der Brust. Ron spielte dann auch schon nervös an seinen Fingern herum. Dass er nicht gerade redegewandt war, wusste sie. Genauso, was das vorher über seine Worte nachdenken anging. Jetzt schien er allerdings nach den richtigen Worten zu suchen.
„Ich . . . ähm . . . also. . .“ „Was?“ „Wegen der Party neulich. . . Ich . . . also. . . Ginny meinte, ich hätte mich dir gegenüber wohl ziemlich . . . uhm . . . mies benommen.“ Daraufhin zog sie skeptisch eine Augenbraue nach oben. Mies würde sie es nicht unbedingt bezeichnen. Eher aufdringlich und unfair und herablassend und noch ein paar andere Sachen, wobei sie sich eingestand, dass sie auch nicht ganz unschuldig an seinem Wutausbruch war. Immerhin hatte sie ihn von sich weg in den Teich gestoßen. Da sie ihm nicht sagen konnte warum und er sich mal wieder seinen eigenen Mist gedacht hatte, war die Geschichte eben etwas unschön eskaliert. Allerdings fragte sie sich, was Ginny ihm gesagt hatte, dass er jetzt halb wie ein geschlagener Hund angekrochen kam?
„Hör zu, ich. . . Ich weiß, das ist keine Entschuldigung, aber ich hatte wohl schon ein bisschen zu viel getrunken“, kratzte er sich erneut verlegen am Hinterkopf. „Möglich“, gab sie ihm recht kühl zurück, worauf er nickte.
„Na ja und da. . . Wenn ich ehrlich sein soll, weiß ich gar nicht mehr so richtig, was alles war. Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, dass ich klatschnass war und. . . Ja, wir uns angeschrien haben. Warum wir uns gestritten haben, da . . . das. . . Ginny meinte, dir wäre es nicht so gut gegangen. Dass du . . . dass du irgendwie so was wie . . . wie eine Panikattacke gehabt hättest.“ Auf seine letzten Worte sah er sie besorgt, mit seinen blauen Augen an. Etwas, was ihr gewaltig an diesem Abend gefehlt hatte. Da war nichts von diesen jetzt wieder so warmen Augen zu sehen gewesen. Es war ihr, als hätte sie einen völlig anderen, fremden Menschen vor sich gehabt. Was zu viel Alkohol doch aus einem machen konnte?
„Fehlt dir etwas?“, fragte er nach einer Weile, da sie ihm keine Antwort gab. Als sie erneut aufschaute, erkannte sie nach wie vor die Sorge in seinem Blick, der über ihre Erscheinung tastete und so vornehmlich auf ihren blassen Zügen und den Augen hängen blieb, was sie seufzen ließ.
„Nein. Ich. . . Ich schlaf zurzeit sehr schlecht und. . .“, wieder seufzte sie und verschwand letztlich in der Küche, um ihnen beiden einen Tee zu kochen. Ron beobachtete sie dabei nachdenklich.
„Was ist los? Also. . . Von schlecht schlafen sieht man doch nicht so . . . so . . .“ „Scheiße aus?“, nahm sie ihm das Wort aus dem Mund, worauf er verlegen rot wurde, dann aber nickte.
Schließlich nahm er Platz und musterte sie auch weiter, bevor er unsicher fragte: „Was meinte Ginny eigentlich wegen. . . Also, mit der Panikattacke? Was . . . was war denn? Also . . . ich äh. . . Ich weiß wirklich nicht mehr so genau, was und. . .“, wand er sich. Er musste tatsächlich einen totalen Filmriss haben. Aber hatte Ginny nicht schon so etwas angedeutet? Dass er fast zwei Tage mit seinem Kater zu kämpfen hatte? Dass Molly ihm nichts dagegen gegeben hatte, konnte Hermione nachvollziehen. Wenn’s ihm hinterher richtig Scheiße ging, lernte er vielleicht eher daraus und ließ die Finger in Zukunft von zu viel Firewhiskey.
„Ich . . . ich war in Gedanken. Es war dunkel und da hab ich mich vor dir erschreckt, weil . . . da war auf einmal eine Hand“, flunkerte sie etwas, sodass Ron skeptisch die Augenbrauen kraus zog.
„Seit wann bist du so schreckhaft?“ Daraufhin lachte sie bitter. „Ist das nicht offensichtlich?“, gab sie müde von sich, worauf er schwieg. Hermione goss indes den Tee auf und setzte sich mit zwei Bechern zu ihm an den Küchentisch. Ihr Blick verlor sich dabei teils in der Leere.
„Ich glaube jetzt, wo endlich Ruhe ist, kommt das Begreifen richtig durch. Der Krieg an sich und was alles in diesem passiert ist. Ich will das eigentlich nicht, aber bestimmte Sachen kommen jetzt verstärkt wieder hoch. Unsere Flucht damals von der Hochzeit. Überhaupt unsere Flucht, die Suche nach den Horcruxen in ganz England. Die Belastung durch das Medaillon und was nicht noch alles war. Ich habe diese Sachen seit einer Weile wieder verstärkt ihm Kopf und da. . . Ich war an dem Abend ohnehin nicht so in Stimmung. Ich wollte ein bisschen meine Ruhe und bin spazieren gegangen. Es war Dunkel und irgendwie. . . Irgendwie hab ich mich dann in all dem verloren. Dann war da auf einmal eine Hand, wo ich Panik bekommen habe. Dabei hab ich dich in den Teich geschubst. Deswegen warst du nass.“ „Oh“, kam es einfach nur von Ron. Ginny hatte ihm offensichtlich eine verschärftere Story erzählt. Egal.
„Du bist böse geworden und ich bin nicht mehr dazu gekommen, dir etwas zu erklären. Damit war unser Streit da“, endete sie. Dass sie sich letztlich wegen Draco gestritten hatten, da Ron ihr sonst etwas unterstellt hatte, musste er nicht wissen. Verstehen würde er es ja doch nicht.
„Und was. . . Also. . . Bist du noch sauer? Ich mein. . . Also. . . Ich weiß ja nicht, was ich dir gesagt habe, aber es tut mir leid. Wirklich. Ich. . . Weißt du. . . Ich versteh mich in letzter Zeit manchmal selbst nicht mehr richtig“, nuschelte er unsicher und drehte seine Tasse am Henkel hin und her.
„Ich war ja auch nicht ganz unschuldig an der Sache“, gestand sie ihm zu, worauf er sie wieder ansah. „Dann . . . dann ist alles wieder gut?“, fragte er hoffnungsvoll, worauf sie kaum merklich nickte.
Gut war für sie deswegen noch lange nichts, denn seine Worte, allen voran dieser kalte Blick, taten ihr auch weiter fürchterlich weh. Auch wenn er da betrunken war, aber manchmal zeigten Menschen gerade in dieser Verfassung ihre dunkelsten Gesichter.
Ron war früher ja schon immer aufbrausend, verletzend und oft auch jähzornig gewesen. Das an dem Abend war allerdings extrem. Sie hatte Angst vor ihm gehabt. Und Angst war nicht unbedingt eine gute Basis, für eine Freundschaft oder gar Beziehung. Und so wie das abgelaufen war, da. . .
Sie fragte sich einmal mehr, wie das zwischen ihnen funktionieren sollte? Sie stritten sich regelmäßig. Sie hatten sich die ganzen Jahre im Grunde immer gestritten. Er machte sich zudem kaum die Mühe, sie zu verstehen und verlor sich ständig in seinen sturen Ansichten. Dem was er wollte. Sie fragte sich oft, wo der Junge hin war, in den sie sich irgendwann im Laufe der Zeit verliebt hatte? Sie konnte ihn manchmal kaum noch sehen. Zu Harrys Geburtstag überhaupt nicht.
Wann hatte es angefangen? Wie viel hatte der Krieg wirklich zwischen ihnen zerstört? Dass etwas kaputt gegangen war, war für sie zweifelsfrei bewiesen. Aber es war eben nicht nur etwas zwischen ihnen, sondern auch in ihnen selbst zerbrochen. Was es bei ihr war, wusste sie nur zu bitter. Ron wiederum. . .
Sie fragte sich, was ihn hatte so hart und kalt werden lassen? Sie fragte sich, wo der sanftmütige, manchmal etwas naive dafür aber umso entschlossenere, liebenswürdige Junge hin war, der sie immer verteidigt und beschützt hatte? Dem sie wichtig war. Wo war diese Seite an ihm geblieben?
„Hermione?“ Auf seinen Ruf sah sie auf und konnte nun wieder ein wenig das Kind in ihm sehen. Den Menschen, den sie so gern hatte. Der ihr etwas bedeutete und dem sie vor allem auch nicht egal war.
„Es ist doch alles in Ordnung?“ „Hm? Ja, oder. . . Nein.“ Sie seufzte und ließ den Blick auf die Teetasse in ihren Händen fallen.
„Es hat sich so viel verändert. Wir haben uns verändert. Der Krieg hat uns verändert und da. . . Ich hab das Gefühl, mir wächst das alles gerade über den Kopf. Ich schlafe schlecht wegen der ganzen Scheiße und. . .“, brach sie ab und verbarg ihre Augen schließlich hinter einer ihrer Hände, in der mehr als schwachen Hoffnung, dass der Horror in ihrem Kopf so ebenfalls im Dunkel verschwand. Zwecklos.
„Ich fühl mich manchmal fremd. Ich hab das Gefühl, ich bin nicht mehr ich und. . .“, wieder brach sie ab. Verdammt, wie sollte sie ihm das denn erklären, ohne ihm die kalten Fakten sagen zu müssen, die sie so sehr belasteten und quälten? Über die sie einfach nicht reden wollte. Erst recht nicht mit ihm! Sein Feingefühl passte gerade mal auf einen Teelöffel! Wenn überhaupt. Und das war nicht unbedingt das, was sie jetzt gebrauchen konnte. Was sie brauchte und vor allem wollte, war nicht da!
Es war zum Haare ausreißen, aber was sie im Moment am meisten wollte, war sich wieder an Draco zu kuscheln. Sie wollte sich von ihm in die Arme nehmen lassen. Einfach nur von ihm halten lassen. Ohne Fragen oder sonstige Worte. Wieso? Verflucht nochmal, warum er? Warum wollte sie das von ihm?
War es wirklich nur, weil er es wusste? Weil es seine früher so garstige Person war, die ihr plötzlich so viel Gefühl entgegenbrachte, wie sie es sonst nur von Blaise kannte? Der Kerker, das Cottage, Arizona, Hogwarts. . . Verdammt, was hatte dieser blöde Kerl mit ihr gemacht?
Ja, sie hatte ihn inzwischen gern. Sie sah in ihm zweifelsfrei einen Freund. Nicht nur oberflächlich, sondern einen richtigen Freund, wie auch Harry, Blaise und die Anderen. Dafür war während des Krieges einfach zu viel zwischen ihnen passiert, als das es nichts weiter für sie zu bedeuten hätte.
Sie hatte ihn näher und vor allem besser kennengelernt und sah ihn nun wohl so, wie Blaise und Charlie ihn die ganze Zeit über gesehen hatten. Und diesen Menschen hatte sie gern. Sehr gern. Aber warum. . . Warum bei Merlins letztem Willen fand sie ausgerechnet bei ihm solch eine wohltuende Ruhe? Das war doch nicht normal! Warum gingen ihre Gedanken stets als erstes zu ihm und nicht zu Harry, Ginny, Blaise. . .
„Ich glaube, ich weiß was du meinst“, nuschelte Ron plötzlich und riss sie damit abrupt aus ihrem hoffnungslosen Gedankenstrudel.
„Was?“, schrak sie auf und sah ihn verwirrt an. Was glaubte er zu wissen? Hatte sie vielleicht gerade laut gedacht? Sicher nicht, denn dann wäre er vermutlich schon lange die Wände hochgegangen. Aber was dann? Was hatte sie zuvor noch gesagt? Sie wusste es nicht mehr. Als sie versuchte, sich zu erinnern, kam nur wirres Gestrüpp dabei heraus.
„Was meinst du?“, fragte sie stattdessen und merkte jetzt erst, dass offensichtlich nicht nur sie mit ihren Gedanken ziemlich weit weg war, sondern auch Ron. Er guckte nach wie vor recht abwesend in seine Tasse und rührte sinnlos mit dem Löffel in dieser herum.
„Dieses Fremde. Weißt du, ich . . . uhm. . . Ich weiß nicht, wie ich das sagen soll aber. . . Manchmal da. . . Lach jetzt bitte nicht, aber mir ist es manchmal so, als hätte ich dieses verfluchte Medaillon wieder um den Hals hängen.“ „Wie meinst du das?“, stutzte Hermione nun wirklich. Ron blieb allerdings in sich gekehrt.
„Du weißt doch selber noch, dass uns das Ding immer Sachen einsuggeriert hat.“ „Ja.“ „Na ja, manchmal da hab ich das blöde Gefühl, dieses Teil ist immer noch da. Es ist dann wieder so, als ob. . . Als ob es mir etwas zuflüstert und. . . Oh man, das klingt bescheuert, aber. . . Du hast doch gerade selber gesagt, dass du dich fremd fühlst. Dass du nicht mehr du wärst und. . . Ich weiß echt nicht, wie ich das richtig beschreiben soll. Mir ist das ja auch komisch und . . . unheimlich. Ich mein. . . Dieses verfluchte Ding ist weg. Ich hab es ja zusammen mit Harry zerstört. Irgendwie hab ich aber. . .“, brach er ab und fuhr sich gestresst durch die Haare, sodass sie ihm sonst wo standen. Hermione bekam auf alles eine Ahnung von dem, was er versuchte ihr zu erklären, die sie recht deprimiert stimmte.
„Der Krieg“, gab sie ihm knapp zur Antwort, worauf er sie wieder ansah. Fragend. „Was?“ „Der Krieg“, wiederholte sie tonlos. „Er hat einen Teil von uns kaputt gemacht. Was wir alles gesehen und erlebt haben, das. . . Das sind Dinge, die man in einem normalen Leben eigentlich nicht wiederfindet. Das alles was war aber. . . Es sind keine Kleinigkeiten die wir erlebt und durchgemacht haben. So etwas vergisst man nicht von heute auf morgen. Wir haben alle mit den Kriegsnachwehen zu kämpfen. Manche mehr, manche weniger“, murmelte sie leise, während Ron ein knapp nickte.
„Klingt logisch“, nuschelte er. „Hm.“ „Und. . . Denkst du, das hört irgendwann auch wieder auf?“, fragte er unsicher, worauf sie mit den Schultern zuckte und etwas an ihrem Tee nippte.
„Ich weiß es nicht. Ich hoffe“, hauchte sie kaum hörbar, sowie tonlos und versank letztlich erneut in ihren Gedanken, in einer ganz bestimmten Ecke, während Rons Blick nachdenklich auf seine Tasse fiel.
Sie hatte Recht. Wie immer, wurde es ihm mal wieder bewusst. Es war so viel passiert. So viel hatte sich verändert. Er hatte einen seiner Brüder und auch Freunde verloren. Er hatte Menschen sterben sehen und wäre es selbst auch mehr als einmal. Er hatte Abgründe vor Augen gehabt und was nicht noch alles. Harry ging es irgendwo sicher ähnlich. Und Hermione. . .
Als er wieder zu seiner Freundin sah, war ihr Blick leer. Abwesend, um nicht zu sagen weit, weit weg. Sie sah in der Tat schlecht aus. Blass, dicke Ringe unter den Augen und auch so recht mager, wie er fand. Sie war jetzt nicht dürr, offensichtlich aß sie in letzter Zeit aber zu wenig. Hatte seine Mutter das zu der Feier nicht auch bemängelt? Dass sie mehr auf die Rippen vertragen könnte? Sie hatte Recht, wo ihm dann auch noch etwas einfiel.
„Uhm. . . Hermione?“ „Hm?“, murmelte sie, den Blick noch immer in der Ferne. „Mom wollte am Sonntag einen Brunch machen. Einen Großen. Bill und Fleur werden auch da sein. Und Charlie. Harry sowieso und Neville und Luna hat sie auch eingeladen. Und. . . Was ich eigentlich sagen will. Du kommst doch auch, ja? Wir sitzen alle gemütlich zusammen. Reden, essen ein bisschen. Einfach nur ein ruhiger Sonntag mit Freunden. Was hältst du davon?“, fragte er und versuchte einladend, wie auch aufmunternd zu lächeln, was noch etwas mehr wurde, als Hermiones Blick wieder in die Gegenwart zurückfand und sie ihn eine Weile nachdenklich ansah, bevor sie nickte.
„Wann soll ich da sein?“

۩ ۞ ۩


„. . . Das wird dir gefallen. Wirklich“, meinte Ron enthusiastisch, während Hermione wenig begeistert mit den Zähnen knirschte. Seine Überraschung passte ihr gerade überhaupt nicht in den Kram. Am Allerwenigsten zeitlich. Aber seit dem Brunch am Sonntag war er wieder etwas mutiger geworden. Auch so. . .
Der Tag war im Grunde recht schön gewesen. Sie hatten, wie Ron ihr gesagt hatte, alle gemütlich zusammengesessen, geredet und gegessen. Die Jungs hatten mit der Zeit angefangen Karten zu spielen, während George sich an seinen ersten neuen Projekten versuchte, was Molly erstaunlicherweise geduldet hatte. Allerdings schien sie einfach nur froh zu sein, dass der zurückgebliebene Zwilling allmählich wieder mehr am Leben teilnahm und in dieses zurückfand. Dummerweise war sein Experiment etwas fehlgeschlagen, sodass sie das Wohnzimmer kurzzeitig räumen mussten, um nicht zu ersticken. Molly hatte ein Donnerwetter losgelassen. George hatte aber nur gegrinst.
Als alles wieder in Ordnung gebracht und sauber gemacht war, hatten sie sich draußen etwas zusammengesetzt, da das Wetter soweit mitgespielt hatte. Sie waren bis nach dem Abendessen noch zusammen geblieben. Alles in allem war die Stimmung auch ziemlich ausgelassen gewesen. So lebhaft, wie schon lange nicht mehr. Als es später wurde, hatte Molly ihr noch vorgeschlagen, doch gleich im Fuchsbau zu bleiben, dann wäre sie nicht so alleine. Hermione hatte dankend abgelehnt.
So sehr es sie auf der einen Seite zwar quälte, allein zu sein, so brauchte sie auf der anderen dennoch Abstand und ihre Ruhe. Im Grunde recht zwiespältig, trotzdem war es so. Die letzten Tage hatte sie die erhoffte Ruhe auch wieder etwas stärker erreicht.
Zwar hatte sie teils noch immer diese Erlebnisse vor Augen, seit dem kleinen Ausbruch war es aber wieder zurückgegangen. Es hatte, streng genommen, nach ihrem verpennten Besuch in Azkaban wieder begonnen nachzulassen.
Verrückt eigentlich, dennoch hatte sie in dem dunklen, kalten Loch tatsächlich besser schlafen können, als die Tage zuvor, sowie danach, in ihrem weichen Bett. Sie hatte sich, so bescheuert es klang, sicher gefühlt. Sie hatte dieses Gefühl bei Draco gefunden, zu dem sie heute auch wieder wollte und sich allmählich auch auf den Weg machen müsste. Aber nein. . . Ron meinte, er hätte eine Überraschung für sie, die nicht warten könnte und hatte sie mit Hündchenblick, und allem, was er sonst noch fähig war aufzufahren, rumgekriegt.
Du siehst dir an, was er dir zeigen will, sagst ihm „Danke“ und gehst dann erstmal. So war zumindest der Plan gewesen, da sie ihn auch nur ungern vor den Kopf stoßen wollte. Immerhin war sie ganz froh, dass sich alles zwischen ihnen wieder halbwegs beruhigt hatte. Nach allem, was er ihr letztens bei ihr zu Hause auch noch gesagt hatte, da hatte sie angefangen, ein gewisses Verständnis für ihn aufzubauen.
Er hatte genauso seine Probleme. Auch er hatte mit den Folgen des Krieges zu kämpfen, wie sie alle, kam damit anscheinend aber nicht so gut klar, wie der Rest. Auf alle Fälle hatte sie sich vorgenommen, nicht alles, was er sagte oder tat, so sehr an sich heranzulassen. Vermutlich reagierte sie zurzeit selbst nur etwas überempfindlich auf alles. Jetzt war sie allerdings einfach nur wahnsinnig gereizt.
„RON!“, fuhr sie ihn an, da er sie seit fast einer halben Stunde hinter sich her, durch die überfüllte Diagon Alley zog. „Wir sind gleich da“, versprach er und deutete ihr auf noch ein paar andere Leute, die offensichtlich auf etwas warteten. Was Hermione an den Personen vermehrt ins Auge stach, waren die Quidditch Trikots, die einige trugen.
„Quidditch?“, sah sie ihn fassungslos an. Ron grinste begeistert. „Wart’s ab.“ „Oh nein. Ron!“ Zu mehr kam sie nicht, da der Rotschopf bei einem Mann mit einer ellenlangen Liste war, die bereits den Boden erreichte.
„Zweimal für Weasley“, erklärte Ron dem Zauberer und zeigte ihm zwei Karten. Daraufhin bekam er eine alte Teekanne.
„Halt dich schön fest“, gab er Hermione neckisch zu verstehen und zog sie frecherweise richtig an sich. „Ron, nein! Ich habe. . .“ Der Rest ihres Satzes verlor sich im Zug des Portschlüssels, der sie hinfort riss und nur etwas später alles andere als elegant landen ließ. Hermione verlor dabei das Gleichgewicht und fiel auf ihren, wie sie gerade fand, ziemlich hirnlosen Freund.
„Das glaub ich jetzt nicht!“, schimpfte sie und rappelte sich auf. Vor ihr, keine 50 Meter entfernt, baute sich das Stadion der Chudley Cannons, Rons Lieblingsmannschaft, auf.
„Du hast mich zu einem dämlichen Quidditchspiel geschleppt?“ „Hey! Das ist das Endspiel für diese Saison! Wenn die Cannons gewinnen, steigen sie auf und. . .“ „Weißt du eigentlich, wie egal mir das ist? Verdammt, Ron! Ich bin jetzt bloß mitgekommen, weil du gesagt hast, du hättest etwas Besonderes geplant, was nur jetzt geht! Ich bin mitgekommen, weil ich dir deine Überraschung nicht kaputt machen wollte!“ „Na das Spiel fängt doch auch gleich in einer Viertelstunde an. Ich hab erstklassige Plätze für uns. Und wenn die Cannons wirklich gewinnen, wollen sie eine Aufstiegsparty mit den Fans machen und. . .“ „Das interessiert mich nicht!“ Hermione hatte zu tun, ihre Wut nicht einfach laut herauszuschreien, was sie alleine, aufgrund der vorherrschenden Geräuschkulisse, fast tun musste, um sich Gehör zu verschaffen. Überall tröteten Vuvuzelas, man hörte Trommeln, Gelächter, Rufe, Pfiffe. Es war ein ähnlicher Aufmarsch, wie zu den Weltmeisterschaften. Eine ganze Ecke kleiner natürlich, aber was den Lärmpegel und die grölende Menge anging, sah sie keinen Unterschied.
„Jetzt sei nicht so. Zu den Weltmeisterschaften und sonst unseren Spielen bist du doch auch mitgekommen“, meckerte Ron, was sie schnauben ließ.
„Die Endspiel der WM war auch ein völlig anderes Kaliber, als dieser Kindergarten!“, deutete sie auf die teils orangefarben gekleidete Menge, wie auch das Stadion, was Ron das erste Mal schnauben ließ.
„Eines, worauf ich auch hätte verzichten können. Und zu euren Spielen in der Schule bin ich nur solidarisch mitgekommen, um euch anzufeuern. Eigentlich hätte ich da lieber ein gutes Buch gelesen. Ich hab es allerdings euch zuliebe getan. Das jetzt aber. . . Du weißt ganz genau, dass ich kein Fan von Quidditch bin und wenn das deine Überraschung ist. . . Tut mir leid, aber die hättest du dir sparen können. Du hättest mit Harry oder George her kommen sollen. Ich hab kein Interesse an diesem Tam-Tam und jetzt bring mich sofort zurück nach London!“, schrie sie ihn nun wirklich wütend an. Sie atmete hektisch, sodass sich auf ihrem Gesicht Hitzeflecken bildeten, während es in ihren Augen gefährlich loderte, was auch auf die Blauen Rons zutraf.
„Hast du eine Ahnung, wie schwer es war, noch ein paar Karten für das Endspiel zu bekommen?“ „Nein. Offen gestanden ist es mir auch egal. Ich habe kein Interesse an Quidditch!“, wiederholte sie, damit er es endlich kapierte.
„Wie oft hab ich dir das die vergangenen Jahre eigentlich schon gesagt? Meinetwegen guck dir das Spiel an und feier dann mit deiner Mannschaft, wenn dich das glücklich macht. Ich hab mit meiner Zeit Besseres anzufangen.“ Damit drehte sie sich um und wollte gehen, als ihre letzten Worte zur Gänze in Rons Bewusstsein ankamen. In der nächsten Sekunde ergriff er sie wütend am Arm und zog sie recht rabiat zu sich zurück.
„Besseres, ja?“, knurrte er tief. „Du ziehst jetzt ernsthaft das Frettchen mir vor?“, zischte er, worauf sich sein Blick ein gefährlich verdunkelte. Hermione war diesmal allerdings zu wütend, um auf irgendetwas anderes zu achten. Am allerwenigsten auf ihre Worte, über die sie gar nicht weiter nachdachte, sondern in ihrer Wut, ihre Emotionen und Gedanken rücksichtslos aus ihrer Kehle entließ.
„Ja! Ich ziehe ihn einem blöden Quidditchspiel vor. Verdammt nochmal, Ron! Du weißt ganz genau, dass ich nur diesen einen Tag in der Woche habe, um ihn kurz zu besuchen. Ich hatte eigentlich gedacht, du verstehst das endlich!? Dass ich ihm helfen will! Dass es mir nicht egal ist, was mit ihm wird! Er hat nicht verdient, was sie ihm antun.“ Daraufhin schnaubte Ron verächtlich.
„Du gibst dich wirklich lieber mit einem dreckigen Death Eater ab und verbringst Zeit mit dem, als mit deinem Freund?!“ „Bei Merlin, Ron“, stöhnte sie entnervt und verdrehte die Augen.
„Geht’s jetzt noch kindischer? Ich bin nicht dein Eigentum. Mit wem ich mich treffe oder abgebe, ist meine Sache! Davon abgesehen kannst du mit mir an jedem anderen Tag in der Woche, oder heute am Abend noch genug Zeit verbringen oder etwas unternehmen. Dir stehen sämtliche Freiheiten zur Verfügung, aber nicht mittwochs über den Nachmittag! Die Zeit gehört ihm. Und ich habe ihm versprochen, dass ich ihn auch weiter besuche. Wenn du mich jetzt also entschuldigst?“, riss sie sich aus seiner Umklammerung los und funkelte ihn aufgebracht an.
„Ich hab wegen des Blödsinns hier weiß Gott schon genug Zeit verloren!“ Damit drehte sie sich auf dem Absatz um und ging eiligst ein paar Schritte.
Rons wütendes „HERMIONE!“ ignorierend, versuchte sie, zurück nach London zu apparieren. Nur ging es nicht. Scheiß Apparierschutz! Schließlich stapfte sie sauer zu einem der Einweiser, von dem sie sich Hilfe versprach.
„Entschuldigen Sie, aber können Sie mir sagen, wo der Apparierschutz aufhört?“ „Sie wollen doch jetzt nicht gehen? Das Spiel fängt gleich an“, bekam sie halb entsetzt zur Antwort, was sie mit den Zähnen knirschen ließ.
„Doch, will ich. Also? Wo? Oder haben Sie einen Portschlüssel, der mich zurück nach London bringt?“ „Bedaure. Die Portschlüssel werden erst zum Ende des Spieles wieder aktiv. Und der Apparierschutz hat einen Radius von 10 Meilen rings um das Stadion.“ „Wie viel?“, japste Hermione. Das durfte doch wohl nicht wahr sein!?
„Um den Apparierschutz liegen noch andere Zauber. Unter anderem zur Muggleabwehr. Verstehen Sie?“ „Ja“, knirschte Hermione und begann an Zeiten und Entfernungen zu überschlagen. Am Ende kam sie zu einem recht frustrierenden Ergebnis.
Bis 16:00 Uhr war sie es kaum zu schaffen. 14:00 Uhr war damit gänzlich außer Reichweite. Sie würde ihr Versprechen heute nicht halten können, was sie zunehmend deprimierte und bedrückte. Zeitgleich flammte die Wut auf ihren blöden Freund und seine noch blödere Idee erneut hoch.
„Glückwunsch Ron. Das hast du super hinbekommen!“, zischte sie sauer und lief, entgegen der bitteren Logik, doch noch zügig in Richtung Appariergrenze los.

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