Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Veränderungen

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Irgendwann, es war schon nach 18:30 Uhr, begab sich Hermione zu Draco, um ihn zu wecken.
Als sie sein Zimmer betrat, stellte sie etwas bedrückt fest, dass zwei der drei Kissen in verschiedenen Ecken des Raumes lagen und die beiden Decken zu einem undefinierbaren Knäuel geworden waren. Mitten drin Draco, der quer im Bett auf dem Bauch lag. Sein rechter Arm diente als Ersatzkissen, während der Linke schlaff über der Bettkante hing. Er hatte also wieder Albträume gehabt. Aber was wunderte es sie? Schließlich trat sie zu ihm.
„Draco?“, hauchte sie und vergrub die Finger in seinem zerwühlten Haarschopf, durch den sie behutsam strich. Auf die kleine Geste zuckte er jedoch zusammen und fuhr verschreckt hoch.
„Was. . .“, begann er leicht panisch, sah dann allerdings Hermione und kippte in einem genervten Stöhnen nach hinten, wo er sich mit den Händen übers Gesicht und durch die Haare fuhr.
„Schlecht geschlafen?“, mutmaßte sie, worauf er knapp nickte. Schließlich sah er sie wieder an. „Wie spät ist es?“ „Kurz nach halb. Wir müssen uns langsam beeilen, wenn wir nicht zu spät kommen wollen.“ „Großartig“, stöhnte er und schaute sie ein wenig wehleidig an.
„Besteht irgendwie die Chance, dass du dich meiner erbarmst und ich hier bleibe?“ „Nein. Du isst was.“ „Ich kann mir auch was aus der Küche holen“, schlug er ihr einen Kompromiss vor. Hermione zog daraufhin nur skeptisch eine Augenbraue hoch.
„Warum willst du nicht mit Essen kommen?“ „Kannst du dir das echt nicht denken?“, zischte er, worauf sie beleidigt die Backen aufplusterte. Draco rückte dann aber mit der Sprache raus.
„Von Blaise, Charlie und dir abgesehen, dürfte kaum jemand begeistert davon sein, dass ich hier bin!“ Auf den Hinweis schwieg sie kurz, sodass er weiter meinte: „Genauso die Tatsache, dass sie mich zum Schulsprecher gemacht haben. Ich versteh noch immer nicht, was McGonagall sich dabei gedacht hat! Wieso hat sie dir nicht Potter, Longbottom oder sonst wen zur Seite gestellt? Warum ausgerechnet ich? Ich mein. . .“ Er stöhnte und zog sich das verbliebene Kissen über den Kopf.
Hermione begann sein Dilemma indes zu verstehen. Auch wenn sie sich jetzt mit ihm vertrug und angefreundet hatte, traf das keinesfalls auf den Rest der Schüler zu. Einige würden die Sache vermutlich neutral angehen. Ginny, Luna und Harry vielleicht. Die Anderen hingegen. . . Ja, die würden in der Tat keine Freudensprünge machen. Am Ende nahm sie ihm das Kissen weg und sah in ein leicht gequältes, schwermütiges paar graue Augen.
„Denkst du, dass sie dich zerfleischen?“ „Keine Ahnung. Gut möglich.“ Daraufhin schüttelte sie mit dem Kopf. „Du siehst das viel zu Schwarz. Ehrlich. Begeistert werden sie sicher nicht sein. Und dass es nicht ganz einfach werden würde, war ja auch abzusehen. Aber du bist doch nicht alleine. Du hast Blaise, Charlie und mich.“ Daraufhin horchte er auf.
„Am Anfang wird das alles vielleicht ein bisschen blöd sein, mit der Zeit werden die Anderen aber auch verstehen, dass sie dir Unrecht tun, wenn du dich benimmst. Zeig ihnen die Seite, die du mir gezeigt hast“, meinte sie aufmunternd, mit einem Lächeln und ergriff ihn schließlich bei der Hand, um ihn hochzuziehen.
„Los jetzt. Zieh dich um, sonst kommen wir wirklich noch zu spät.“ Damit hatte sie ihn halb aus dem Bett und verschwand in ihr Zimmer, um sich selbst ihre Schuluniform anzuziehen. Draco sah ihr noch kurz etwas nachdenklich hinterher.
Am Ende schlurfte er jedoch geschlagen an seinen Schrank, um sich, wie gefordert, fertig zu machen. Ein paar Minuten später trafen die Beiden in ihren Roben im Wohnzimmer wieder aufeinander. Rot traf auf Grün. Grün traf auf Rot, womit sich Hermione für einen winzigen Moment auf unbehagliche Weise in die vergangenen Jahre zurückversetzt fühlte, als sie ihn in der sonst so gewohnten Gestalt vor sich hatte. Das Wappen Slytherins direkt vor der Nase. Einzig und allein das leicht verstrubbelte Chaos auf seinem Kopf wirkte befremdlich und erinnerte sie daran, dass ihr ein anderer Draco gegenüber stand, als früher.
„Was ist?“, fragte er verwundert, da sie ihn anstarrte. Damit konzentrierte sie sich wieder richtig auf seine Züge, die nach wie vor recht blass waren, während seine Augen sie fragend musterten.
„Hm? Nichts. Alles in Ordnung“, lächelte sie. „Gehen wir?“ „Müssen wir ja“, murrte er noch immer. Er hatte absolut keine Lust, in die Große Halle zu verschwinden, wo ihn 100%ig jeder anstarren würde, sobald man ihn entdeckte.
Er hatte bereits jetzt das abfällige Getuschel in den Ohren und die zerstörerischen Blicke vor Augen. Da half ihm der Gedanke, dass er Blaise, Charlie und Hermione auf seiner Seite wusste, kaum. Und was die Löwin anging. . . Er fragte sich ohnehin schon die ganze Zeit, wie sie sich verhalten würde, wenn sie wieder unter ihren Freunden war?
Sie, als Teil des Trios und Kriegsheldin, würde die komplette Schule mit offenen Armen empfangen. Da konnte sie ihn nicht gebrauchen. Niemand würde es verstehen, noch weniger dulden, wenn sich ihre Heldin mit ihm, dem Death Eater, abgab.
Mit diesen Gedanken schlich er immer langsamer werdend die Treppen hinunter, wo er sich zunehmend versteifte und verkrampfte. Ohne, dass er sich dessen richtig bewusst war, fing er an eine kalte Mauer um sich herum aufzubauen.
Seine Züge verloren sich unweigerlich hinter der kühlen, emotionslosen Maske, die ihm all die Jahre einen gewissen Schutz geboten hatte. Distanz zu anderen, die ihn irgendwie hätten treffen und verletzen können. Er begann verstärkt in seine alten Muster zu fallen, was Hermione sah, als sie sich zu ihm umdrehte, da zwischen ihnen mittlerweile eine recht große Lücke klaffte.
„Draco!“, fuhr sie ihn an, wodurch seine Maske ein wenig verrutschte. Kurz darauf war sie bei ihm und nahm ihn bei der Hand, ehe sie warnend meinte: „Hör auf damit! Wenn du so guckst, ist es, als ob es 10° kälter geworden ist. Wenn du wieder diesen überheblichen Eisklotz raushängen lässt, wird es nur noch schwerer den Anderen begreiflich zu machen, dass du das nicht bist!“ Damit mochte sie Recht haben, dennoch konnte er es nicht verhindern. Es war trotz allem zu sehr eine alte Gewohnheit, anderen dieses Gesicht zu zeigen. Es war ein Reflex und damit irgendwo Selbstschutz. Bei Blaise und Charlie konnte er diese Maske ablegen, wie inzwischen ja auch bei Hermione. Aber bei anderen? Nein.
So machte er sich im ersten Stock angekommen auch wieder von ihr los. Er wollte einfach nicht, dass die Übrigen sich auf den Anblick sofort auf sie stürzten und Hermione wegen dieser Dinge anklagten, verurteilten oder versuchten, ihr den Kopf zu waschen.
„Was denn?“, fragte sie, als er erneut stehen blieb. „Geh vor. Ich komm nach.“ „Warum?“ Daraufhin zog er, Slytherin like, eine Augenbraue hoch. Manchmal war sie wirklich schwer von Begriff. Am Ende schüttelte er über ihre Frage mit dem Kopf.
„Darf ich dich an etwas erinnern?“ „Was?“ „Du hast mir heute Morgen gesagt, dass von deinen Leuten keiner weiß, dass ich bei dir war. Dass du ihnen nichts gesagt hast, weil du Streit aus dem Weg gehen wolltest. Was denkst du aber was los ist, wenn wir zusammen in der Großen Halle auftauchen, wo wir alle beide nicht im Hogwarts Express waren?“, fragte er und legte den Kopf schief. Mehr noch als sie kurz etwas schluckte. Daran hatte sie gar nicht mehr gedacht.
„Wenn du deine Ansichten darüber in den letzten Stunden nicht geändert hast, wäre es besser, wir tauchen separat auf. Ansonsten werden die blöden Blicke, Sprüche und vor allem irgendwelches Gebrüll und Gefluche vermutlich nicht lange auf sich warten lassen. Willst du das?“, erkundigte er auch weiter mit einer Arschruhe, während sich in Hermiones Innern ein kleiner Knoten bildete.
Natürlich wollte sie das nicht! Sie wollte nicht schon wieder so einen riesen Streit, wie vor ein paar Tagen erst. Der würde allerdings kommen, wenn Ron irgendetwas in der Richtung ahnte. Und das würde selbst er, wenn sie zusammen mit Draco in der Großen Halle ankam. Ach, verdammt!, fluchte sie. Warum mussten sich manche Dinge auch immer so kompliziert gestalten?
„Wahrscheinlich hast du Recht“, murrte sie, bevor sie ihn schief ansah. „Du kommst aber?“, maß sie ihn warnend, worauf er seufzte und ergeben die Hände hob.
„Hab ich eine Wahl, ohne, dass du mich verfluchst?“ „Nein.“ Daraufhin deutete er ihr mit der Hand zu gehen. Erst als sie unten, und damit um die nächste Ecke verschwunden war, setzte er sich schleichend in Bewegung.
Zwischenzeitlich war die Gryffindor am Eichenholzportal, wo sie sich noch einmal nach ihm umsah, in der leisen Befürchtung, er hätte kehrtgemacht. Doch er kam. Zwar mies gelaunt, wie auch schlurfend, aber er kam. Damit verschwand sie in der Großen Halle, blieb dann allerdings wie angewurzelt stehen und blickte völlig überfordert auf das, was vor ihr lag.
„Hermione!“, echote es wenig später freudig aus einer Ecke. Es war Blaise, der mit Charlie ähnlich verloren zwischen den einzelnen Tischen stand, denn die vier langen Haustische waren weg. Stattdessen war die Halle, wie zu den Feiern, mit dutzenden runden Tischen ausgestattet, an denen bequem 10 Personen Platz hatten. Eher noch mehr. Momentan war die Bestuhlung aber auf 10 Leute ausgelegt.
„Hey Süße“, umarmten Blaise und Charlie sie zur Begrüßung, kaum dass sie bei den Beiden war. Zeitgleich fanden sich bereits die ersten fragwürdigen Blicke bei ihnen ein. Bei den zwei Jungs war es Hermione jedoch egal, die im Anschluss gleich ihre Fragen bei der Hexe abluden.
„Hast du eine Ahnung, was das hier soll?“, begann Charlie und deutete in den Raum, während Blaise etwas ganz anderes auf der Seele brannte.
„Wo ist Draco? Geht’s ihm nicht gut?“ „Doch. Ich denke, soweit schon. Er ist noch draußen.“ „Warum? Habt ihr euch gestritten?“, bohrte Blaise alarmiert. Hermione schüttelte allerdings beruhigend mit dem Kopf.
„Nein. Wir sind nur zu dem Schluss gekommen, dass es vermutlich besser ist, wenn wir separat in die Halle kommen“, erklärte die Löwin, worauf Blaise und Charlie sie fragend musterten. Kurz darauf entdeckte Charlie Draco, als er schlurfend durch das Portal trat und, wie Hermione kurz zuvor, verwundert stehen blieb.
„Da ist er“, murmelte Charlie und deutete dem Blonden mit einem knappen Wink, wo sie waren, während Blaise sich rege über Hermiones Erklärung wunderte.
„Warum separat?“, wiederholte Blaise. Draco rollte indes mit den Augen, da Hermione bei seinen Freunden stand und sie so ja nun doch wieder zusammen waren. Nicht, dass es ihn störte, nur waren da eben seine leisen Befürchtungen. Bis jetzt schien ihn allerdings keiner bemerkt zu haben. Die einzelnen Schüler waren vielmehr mit sich und der offensichtlich neuen Tischordnung beschäftigt.
„Ich glaube, das hätten wir uns sparen können“, flüsterte er der Gryffindor zu. Diese zuckte nur mit den Schultern. „Es war deine Idee.“ „Wie geht’s dir?“, mischte sich Charlie dazwischen, zu dem müde Draco sah.
„Gut soweit“, murmelte er knapp, was den Brünetten zweifelnd eine Augenbraue hoch ziehen ließ, während Blaise auch weiter seine Frage beantwortet haben wollte.
„Hallo? Warum schleicht ihr einzeln hier rum?“ „Weil Potter und Co. es bestimmt nicht gerne sehen werden, wenn ich mich in der Nähe ihrer Hermione aufhalte“, schnalzte der Blonde, worauf Blaise fragwürdig die die Stirn runzelte, bevor er zu seiner Freundin sah.
„Das ist jetzt nicht euer Ernst? Haben die zwei Idioten sich immer noch so stur? Hast du mir letztens nicht gesagt, Potter hätte angefangen sein Hirn zu benutzen und. . . AU!“, zischte Blaise, als Hermione ihm ziemlich energisch gegen den Arm schlug und auch ein wenig sauer anfunkelte.
„Wofür war das?“ „Das weißt du ganz genau! Ich mag es nicht, wenn du meine Freunde beleidigst.“ „Wenn die sich so albern haben“, mischte sich Charlie trocken dazwischen, den Hermione ebenfalls kurz strafend maß, bevor sie sich wieder auf Blaise konzentrierte.
„Davon abgesehen sieht Harry die Dinge schon etwas anders. Es ist nur. . .“ „Weasley“, warf Draco kühl ein, zu dem Hermione kurz schielte, während Blaise mit den Augen rollte und sich schließlich süffisant zu der kleinen Hexe beugte.
„Schieß den Schwachkopf endlich in den Wind. Was anderes verdient der nicht.“ Daraufhin fing er sich erneut eine, nur zuckte er diesmal nicht, sondern sah seiner Freundin fest in die Augen, der es ein bisschen unheimlich wurde.
„Der Typ ist ein Trottel vor dem Herrn und das weißt du auch. Du verdienst etwas Besseres. Das hab ich dir mindestens schon 100-mal gesagt und ich werde es dir auch weiter sagen, bis das in deinem hübschen Köpfchen ankommt“, gab er ihr ruhig aber dennoch mit Nachdruck zu verstehen, sodass seufzte.
„Lassen wir das“, mischte sich Charlie schließlich in den kleinen Zwist ein und versuchte, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. So griff er die Frage auch wieder auf, wo ihre Haustische hin waren?
„Hat McGonagall euch heute Nachmittag gesagt, was das hier soll?“, deutete er in den Raum, worauf Hermione mit dem Kopf schüttelte. Im Grunde hatte die Schulleiterin ihnen durch den Streit gar nichts sagen können. Sicherlich hatte sie aber noch etwas mit ihnen besprechen wollen, als nur die Sache mit den Schulsprechern. Als sie daran dachte, schlug sie sich mit der flachen Hand vor die Stirn.
„Was ist?“, wunderte sich Charlie über ihre Reaktion. Hermione sah indes zu Draco, der das silberne Abzeichen mit dem H ebenfalls vergessen hatte. Oder. . . Weniger vergessen, sondern wohl bewusst nicht angesteckt hatte. Er war von der Schulsprechersache ja alles andere als begeistert. Bei Charlie entdeckte sie wiederum das P, was ihn als Vertrauensschüler auswies. Ebenso bei Blaise ein C, das ihn zum Quidditch Kapitän seines Hauses machte.
„Nichts. Ich hab nur was vergessen“, erklärte sie, was Charlie grinsen ließ. „Mal ganz was Neues.“ „Ha, ha“, gab Hermione ihm nur trocken zurück. Zeitgleich fiel Draco eine kleine, stark umschwärmte Gruppe von Personen ins Auge, von denen zwei leuchtend rote Haare hatten. Auf den Anblick schob er sich unwissentlich etwas mehr zwischen Charlie und Blaise. Sein dunkelhäutiger Freund bemerkte es.
„Was ist?“ Der Blonde sagte nichts, sondern deutete stattdessen mit dem Kopf in die entsprechende Richtung. „Showtime, würde ich sagen“, murmelte Blaise tief, während sich sein Blick ein wenig verfinsterte.
„Vielleicht gehst du lieber, ehe bei Weasley irgendwas zündet, wenn er dich bei uns sieht“, gab Draco der Löwin leise zu verstehen. Dabei musterte er den Rotschopf bereits unheilvoll.
Den Schwachkopf hatte er nach wie vor gefressen. Und das 1’000-mal mehr als Potter, der wenigstens etwas Hirn zwischen den Ohren hatte und das ab und zu auch mal benutzte.
Hermione schluckte auf den Anblick ihrer Freunde leicht, bevor sie knapp nickte und nur noch rasch meinte: „Wir sehen uns später.“ Kurz darauf trat sie zu den Anderen, die sie freudig in ihrer Mitte aufnahmen. Etwas, was Draco ein wenig gedrückt zur Kenntnis nahm. Dieses Gefühl schlug jedoch recht schnell in Wut um, als das Wiesel Hermione fest zu sich in die Arme zog und ihr einen feuchten Kuss auf die Wange drückte. Blaise bemerkte seinen Blick und zog zynisch eine Augenbraue nach oben.
„So wie du guckst, hast du ihr noch immer nichts gesagt.“ „Nein“, knurrte Draco. „Hat sich noch nicht so richtig ergeben.“ „Ah“, schnalzte Blaise nur, bevor er sich gefährlich zu ihm beugte.
„Wenn du nicht willst, dass ich das Schloss mit postergroßen Fotos tapezier, solltest du das allmählich ändern“, drohte er ihm. Draco sah ihn allerdings fragend an.
„Mit was für Fotos?“ „Von welchem werde ich wohl reden? Oder war dir das Bild noch nicht Motivation genug?“ „Welches?“, verstand der Blonde ehrlich nicht.
„Was dir Hermione gegeben hat.“ „Sie hat mir nichts gegeben.“ „Klar hat sie! Ich hab ihr einen Umschlag dagelassen, also tu nicht so unschuldig.“ „Der!“, fiel es Draco ein. Kurz darauf schenkte er Blaise ein zuckersüßes Lächeln.
„Ich muss dich enttäuschen. Deine Überraschung wollte ich mir lieber alleine zu Gemüte führen. Bei dir sollte man schließlich vorsichtig sein.“ „Wie wahr“, sinnierte Charlie. Blaise sah seinen Freund aber auch weiter warnend an.
„Du redest mit ihr. Ansonsten mach ich meine Drohung wahr. Und das willst du nicht. Glaub mir.“

„. . . Ich glaub das nicht!“, schnaubte Ron, kaum dass er sich von Hermione gelöst und in die Richtung gesehen hatte, aus der sie gekommen war.
„Dieses schmierige Frettchen ist tatsächlich hier!“, giftete er, den Blick auch weiter auf die drei Slytherins, allen voran Malfoy, gerichtet. Der blickte seinerseits finster zu ihm, bis Zabini sich zu ihm beugte und irgendetwas sagte, worauf er zu der anderen Schlange sah.
Hermione seufzte deprimiert auf die Aussage. Die Blicke der übrigen Anwesenden machten es zudem nicht besser, die bis eben noch eifrig mit Harry geredet hatten. Auf Rons abfällige Worte schauten nun aber alle zu den drei Jungs. Allen voran zu Draco, womit das erste Getuschel losging. Und das von einer Sorte, wie sie es nicht hören wollte, denn es waren Worte der Abneigung, des Hasses, der Verachtung und, und, und.
Ihre Mitschüler sahen es nicht. Sie wollten es trotz allem nicht wahrhaben und verstehen, was er noch getan hatte. Stattdessen überwogen die alte Abneigung und der Hass nach wie vor. Leider.
„Hat er dir was getan?“, hörte sie Ron wütend, zu dem sie kurz verwirrt sah, dann aber verstand, dass er von Draco sprach, was sie schnauben ließ.
„Natürlich nicht! Keiner von ihnen. Und ich wäre dir auch sehr verbunden, wenn du ihnen nicht ständig so etwas unterstellen würdest!“ Daraufhin murrte Ron, wo sich schließlich Harry zu Wort meldete, um einen erneuten Streit zu unterbinden. Denn darauf drohte es bereits hinauszulaufen.
„Das hat doch auch keiner“, richtete er sich beruhigend an Hermione und sah beschwörerisch zu Ron, dessen Gesicht noch immer zur Faust geballt war. Eine, die er Malfoy offensichtlich gerne ins Gesicht schlagen wollte.
„Sagt mal. . .“, erklang dann Lunas helles Stimmchen, zu der sich die Freunde drehten. Ihr Blick lag jedoch recht abwesend auf den ganzen Tischen, die sie mit schräg gehaltenem Kopf betrachtete.
„Weiß jemand, wo wir uns hinsetzen sollen?“ „Gute Frage, Luna. Die Tische sehen alle gleich aus“, murmelte Harry, womit sich langsam die Anspannung löste und die Anwesenden zunehmend über diese Sache rätselten. Wenig später tauchte Minerva auf und klatschte kurz geräuschvoll in die Hände, um die Aufmerksamkeit aller auf sich zu lenken. Als die Schulleiterin am Pult stand, wurde es mucksmäuschenstill.
„Meine lieben Schülerinnen und Schüler. Ich freue mich, Sie alle hier in Hogwarts begrüßen zu dürfen. So auch all jene, die sich dazu entschieden haben, Ihr versäumtes Jahr nachzuholen. Wie Ihnen sicherlich schon aufgefallen ist, gibt es einige Veränderungen. So haben wir, die Professoren und der Schulbeirat, uns dazu entschlossen, die strenge Tischordnung, die die Häuser seit jeher zusätzlich spaltet, aufzuheben. Es hat sich in den vergangenen Jahren bereits gezeigt, dass auch häuserübergreifend Freundschaften geschlossen wurden. Diese wollen wir unterstützen und fördern, sodass der alte Platzzwang aufgehoben wird. Ich möchte Sie nun bitten, sich zu setzen wohin und zu wem Sie möchten. Es gibt keine Vorschriften in dieser Richtung mehr. Des Weiteren. . . “ „Das ist ja cool!“, stieß Neville begeistert aus und sah zu Luna, die unbändig strahlte, da sie so noch mehr Zeit mit ihren Freunden verbringen konnte. Zeitgleich fanden sich auch an den anderen Tischen die Schüler ein, die teils doch unterschiedliche Wappen auf ihren schwarzen Umhängen trugen.

„Uhm. . . Hey“, erklang eine etwas unsichere Stimme neben Blaise, Charlie und Draco, die sich auf Minervas Erklärung mit den Greengrass Schwestern an den erstbesten Tisch in ihrer Nähe gesetzt hatten. Wer nun zu ihnen gestoßen war, war Theodore Nott. Ein paar Schritte von ihm entfernt stand, ebenso unsicher, Tracey Davis.
„Habt ihr was dagegen, wenn ich . . . wir. . .“, deutete er auf Tracey. „. . . uns mit zu euch setzen?“, fragte er, während sein Blick hauptsächlich über die Züge der drei Jungs huschte und letztlich bei Draco kleben blieb, der seine Frage gar nicht für voll genommen hatte. Stattdessen schielte er zu einem der anderen Tische, wo sich die Löwenmeute, zusammen mit der zierlichen Lovegood, platziert hatte.
„Nein“, antwortete Blaise knapp, worauf sich die Beiden erleichtert zum Rest der Schlangen setzten, die ohnehin kaum noch vertreten waren. Zumindest, was die älteren Jahrgänge anging. Aber auch aus den Unterstufen fanden sich nur vereinzelt Schüler ihres Hauses wieder.
Es war nur zu offensichtlich, dass sich sehr viele nach dem Krieg gescheut hatten, nach Hogwarts zurückzukommen, da ihr Haus inzwischen unumstößlich am Pranger stand. Vermutlich hatten die Eltern der meisten ihre Kinder aus Angst entweder nach Durmstrang oder Beauxbaton geschickt.
„Wie geht’s euch?“, begann Daphne vorsichtig, um das angespannte Schweigen am Tisch zu durchbrechen. Theo und Tracey sahen sich daraufhin etwas unschlüssig an, bevor Theo mit den Schultern zuckte.
„Es geht schon. Irgendwie“, flüsterte er leise und schielte erneut zu dem Blonden, den er und Tracey, ebenso wie Daphne und Astoria zuvor, ein wenig musterten.
Dass er nicht gerade wie das blühende Leben aussah, war unschwer zu erkennen. Die Frage über das Warum stellte sich auch gar nicht erst. Er, wie auch die Anderen am Tisch, hatte die Presseberichte um Draco schließlich verfolgt und sich zudem einiges an Fragen gestellt.
Am Ende folgte Theo seinem Blick rüber zu den Löwen, zu Granger, die ihn aus der ganzen Scheiße irgendwie rausgeboxt hatte.

„. . . Ist ja mal wieder typisch, dass die unter sich bleiben“, schnarrte Ron bissig, während der Auswahlzeremonie der Erstklässler, als sein Blick zu den sieben Schlangen glitt. Daraufhin schauten sich Hermione und Ginny lauernd an, bevor sich Ginny übertrieben süßlich an ihren Bruder richtete.
„Also ich hätte kein Problem, wenn Charlie und Blaise uns ein bisschen Gesellschaft leisten.“ Sie hatte es noch gar nicht ausgesprochen, da prustete Ron auch schon in seinen Kürbissaft. Kurz darauf sah er sie entsetzt an.
„Das ist jetzt nicht dein Ernst?!“ „Oh doch. Und zwar mein Voller!“, gab sie ihm entschieden zurück und nippte ungestört an ihrem Glas, sodass Ron aufbrauste, allerdings noch recht leise, und seine Schwester anzischte.
„Das sind Slytherins!“ „Ja. Und? Hast du irgendein Problem damit?“, sah sie ihn herausfordernd an, während Hermione ihr Schmunzeln hinter vorgehaltener Hand verbergen musste, denn Ron würde gleich ein Donnerwetter erleben, so wie sie Ginny kannte. In ihren Augen loderte es bereits warnend, als sie ihren Bruder leise anfauchte und, wie schon in den letzten Tagen, erneut Tacheles mit ihm redete, indem sie ihn zur Schnecke machte.
„Jetzt hör mir mal gut zu, Ron. Du kannst die Jungs nicht leiden. Schön. Das ist deine Sache. Mione und ich kommen aber super gut mit ihnen aus. Sie sind unsere Freunde und ich würde mich freuen, wenn sie zu uns kommen. Aber das tun sie nicht, weil sie ganz genau wissen, dass vor allem dir. . .“, taxierte sie ihn gefährlich. „. . . das ordentlich in die Nase steigen würde und es nur Streit und Ärger gebe. Also fang nicht wieder mit dem Scheiß an! Sie bleiben nicht unter sich, weil sie es wollen, sondern weil die Anderen sie meiden wie die Pest!“, zischte sie und funkelte ihn wütend an, während der Rest der Anwesenden schwieg und etwas abwesend auf die vollen Teller starrte.
„Nur weil sie Slytherins sind, werden sie von allen von vornherein in die Schublade der Bösen gesteckt, obwohl das nicht stimmt! Das sind nur dumme Vorurteile. Remus und Tonks haben es schon einmal gesagt. Das Haus Slytherin hat sich über die Jahrhunderte hinweg zwar einen schlechten Ruf aufgebaut, deswegen müssen die Menschen aber nicht zwangsläufig böse sein. Was war mit Snape? Auch wenn ihn keiner von uns leiden konnte, hat sich am Ende trotzdem gezeigt, dass er sich die ganzen letzten Jahre für das Gute und Richtige eingesetzt hat. Und was die Jungs angeht. . . Blaise, Charlie und Malfoy haben uns während der Schlacht ungemein unterstützt, auch wenn das nicht in deinen Dickschädel rein will! Und wo waren sie alle? Slytherin. Wo war der Verräter Pettigrew, der Voldemort erst hat wiederauferstehen lassen? Gryffindor. Verdammt Ron, das sind nur Namen! Nur weil der sprechenden Hut sie als Kinder in dieses Haus gesteckt hat, werden sie von allen ausnahmslos als schlecht hingestellt und diskriminiert. Blaise und Charlie sind aber völlig in Ordnung. Sie sind mir und Hermione seit Jahren wundervolle Freunde. Verdammt, sie haben sich um Hermione gekümmert, als es ihr so dreckig ging. Malfoy genauso!“, zischte sie, worauf Harry betreten auf seinen Teller sah. Ron hingegen war kurz vorm platzen. Allen voran aufgrund der wiederholten Erwähnung des Blonden.
„Malfoy ist doch der Grund für alles gewesen!“, fauchte er, worauf Ginny entnervt die Augen verdrehte und ihn ihrerseits erneut angiftete.
„Warum willst du das nicht kapieren? Menschen können sich ändern, wenn man ihnen die Chance dazu gibt, und nicht ständig die Tür vor der Nase zuknallt.“ „Aber nicht der!“, fauchte er etwas lauter und deutete anklagend zu den Sieben, die den Streit unter den Geschwistern bereits die ganze Zeit interessiert beobachteten.

Blaise grinste immer breiter, als er sah, dass Ginny ihren hirnlosen Bruder so schön zusammenfaltete. Sie hatte nach wie vor ordentlich Feuer im Arsch, genauso wie Hermione. Da hatte er eine Schwäche für, weswegen er damals, unter anderem, den Kontakt zu der Löwin gesucht hatte. Er hatte mit der Zeit ihr besonderes Wesen erkannt, was einen unweigerlich in seinen Bann zog. Allen voran, wenn man sie näher kannte. Und zwar ohne Anhängsel in Form von Potter und dem Wiesel.
Das hatte irgendwann auch Draco bemerkt, der, über die scheinbar unüberbrückbare Distanz zwischen ihnen, sogar begonnen hatte sehr viel mehr für die intelligente, hübsche Hexe zu empfinden. Und das mehr, als ihm lange Zeit lieb war.
Als er dann mal zu seinem besten Freund schielte, konnte er deutlich erkennen, dass er ein kleines, zufriedenes Grinsen im Gesicht hatte, da Ginny ihn irgendwo vor Ron verteidigte. Zwar wusste Blaise, dass die Füchsin noch immer nicht ganz so begeistert von Draco war. Allerdings hatte sie, als sie in Arizona waren, sehen müssen, dass sein Freund kein Unmensch war, sondern eher das Gegenteil.
Er hatte unglaublich viel riskiert, am Ende sogar sein Leben, um einem Menschen zu helfen, von dem die Rothaarige dachte, er würde sie hassen. Nur das es nicht an dem war. Während der Schlacht das Gleiche.
Zwar wusste er nicht, ob sie sich jetzt so offen zu ihm bekennen würde, wie Hermione es tat, allerdings schien sie ihre Abneigungen zunehmend zu begraben. Und das war gut. Es würde Draco unwahrscheinlich helfen, wenn er wusste, wirklich sicher wusste, dass er noch mehr Menschen hatte, die zu ihm standen.
„Was ist denn bei denen los?“, flüsterte Daphne, der es inzwischen auch aufgefallen war. Allen voran, dass die drei Jungs das Schauspiel amüsiert beobachteten.
„Hm? Ach, nichts weiter. Ginny bläst ihrem hirnlosen Bruder nur mal wieder den Marsch“, erklärte Charlie der Blonden mit einem Schmunzeln.
„Ist immer wieder aufs Neue amüsant.“ „Wie jetzt?“, stutzte Theo, der über die näheren Begebenheiten der Drei nicht so recht im Bilde war. Ganz anders Daphne und Astoria, die zu Dracos Verhandlung bereits deutlich die Stellungnahme Hermiones gehört hatten. Dass sie irgendwie enger mit Blaise und Charlie zu tun hatte und inzwischen wohl auch mehr im Reinen mit Draco war. Nicht zuletzt hatten sie damals, vor der Evakuierung der Schüler, ja schon gesehen, dass Blaise und Charlie irgendetwas mit der Gryffindor verbanden. Blaise hatte sie in der Nacht richtig provokant in die Arme geschlossen und auf den Schopf geküsst, worauf Pansy fast explodiert war. Ebenso einige andere, die es mit unverhohlener Abscheu aufgenommen hatten.
„Noch nicht mitgekriegt, Theo?“, lehnte Blaise sich ihm entgegen. In den Augen ein warnendes Funkeln, was den Dunkelhaarigen schlucken ließ.
„Ich weiß ja nicht wie deine derzeitige Einstellung aussieht. . . Allerdings, denke ich, dürfte es inzwischen kein Geheimnis mehr sein, dass wir Hermione und Ginny recht nahe stehen. Wir sind befreundet und das schon ziemlich lange. Von daher. . . Wenn du irgendein Problem mit den Mädels hast, dann hast du ein höllisches Problem mit uns.“ Blaise machte sich nicht wirklich die Mühe, seine Drohung zu verstecken und funkelte seinen Hauskameraden dementsprechend an. Theo schluckte daraufhin heftig und schüttelte schließlich mit dem Kopf.
„N-Nein. Natürlich nicht.“ „Dann ist ja gut.“ Mit diesen Worten lehnte sich Blaise wieder zurück. Theo sah man das Unwohlsein aber weiter an, der letztlich zu Draco linste. Blaise bemerkte es.
„Das Gleiche gilt für ihn“, raunte er dunkel, worauf der schüchterne Junge hart schluckte. „Aber wie. . . Ihr. . . Ich mein. . .“ „Was?“ „Ihr habt nie den Eindruck erweckt, dass ihr . . . also . . . dass ihr sie irgendwie . . . uhm . . . mögt“, brachte Theo unsicher hervor. Es war eine Tatsache, die die übrigen Drei am Tisch ebenso verwirrte, wie auch irritierte.
„Natürlich nicht. Du bist ein Slytherin. Du solltest wissen, warum man nichts gesehen hat“, gab Blaise ihm ein wenig überheblich zurück, worauf er nickte und nochmal zu dem Blonden schielte. Dieser bemerkte es.
„Was?“, knurrte er Theo gefährlich, mit dunklen Augen an, die eine deutliche Warnung aussprachen. „Nichts. Ich. . . Ich hätte nur nicht gedacht, dass du . . . also. . .“ „Was?“, knurrte Draco erneut bedrohlich, was nicht unbedingt förderlich war, um Theos Nervosität und Unsicherheit zu mindern. Stattdessen wurde es noch schlimmer. So schwieg der Dunkelhaarige dann auch, wo sich im Gegenzug Astoria behutsam zu Wort meldete.
„Na ja, nach allem. . . Du hast doch nie eine Gelegenheit ausgelassen, um über sie herzuziehen“, gab die jüngere Greengrass vorsichtig zu bedenken. Draco schnaubte, als er diese Dinge selbst wieder vor Augen hatte. Seine Beleidigungen und alles, womit er sie sonst noch verletzt hatte.
„Tarnung“, meinte Blaise und zog damit erneut die Aufmerksamkeit der Übrigen auf sich, was Draco ganz lieb war. Er wollte so weit wie möglich seine Ruhe haben.
„Tarnung?“, wiederholte Astoria verwundert. „Ja. Ich glaube, ich muss euch nicht noch extra sagen, was los gewesen wäre, wenn irgendetwas in der Richtung herausgekommen wäre? Unsere Leute hätten es nicht verstanden, genauso wenig wie das Spatzenhirn Weasley und die anderen Hohlbirnen“, schnaubte Blaise und schielte kurz rüber zu den Löwen, um festzustellen, dass sie sich noch immer stritten. Inzwischen war Hermione auch etwas mehr in die Sache involviert.
„Es ist doch sogar jetzt noch so, oder was denkt ihr, warum die Mädels sich mit dem Schwachkopf streiten?“, deutete er mit dem Kopf zu den Löwen, dem die Vier mit Blicken folgten.
„Dem Idioten schmeckt die Verbindung nicht, die wir zu den Beiden haben. Eigentlich hätten wir uns nach dem ganzen Horror gerne offen zu allem bekannt und uns mit ihnen zusammengesetzt. Nur wäre das vermutlich in einer Katastrophe geendet“, murrte Blaise und stocherte wütend in seinem Essen herum.

„. . . Du bist unmöglich, Ron!“ „Entschuldige bitte, dass ich den Grund dafür erfahren möchte, warum McGonagall dich extra herbestellt hat!?“ Daraufhin fing Hermione an, auf ihrer Unterlippe herumzukauen.
Dass das Thema nochmal zur Sprache kommen würde, hatte sie bereits befürchtet. Sie konnte und würde Ron aber nicht sagen, wie und vor allem mit wem sie den halben Tag verbracht hatte. Mehr noch was McGonagall ihr und Draco zugeteilt hatte. Das würden ihre Freunde ohnehin früh genug herausfinden. Den Terror, den Ron deswegen machen würde, hatte sie schon jetzt deutlich vor Augen.
„Hallo, ich warte?!“ „Sie wollte was mit mir besprechen wegen . . . wegen des kommenden Jahres.“ „Und was?“ „Das ist meine Sache, also hör auf dich immer in meine Angelegenheiten einzumischen! Schnüffel ich hinter dir her?“, schnauzte sie ihn sauer an, was er ihr eingeschnappt gleich tat.
„Ich schnüffel überhaupt nicht, mich interessiert nur, was mit meiner Freundin ist, oder ist das neuerdings verboten?“ „Du machst einen Aufriss wegen nichts!“ „Dann verrat mir doch einfach, was dieses Nichts ist!?“, giftete er weiter, sodass es aus ihr rausplatzte.
„Merlin, nochmal! Sie hat mir den Posten der Schulsprecherin gegeben. Bist du jetzt zufrieden?!“ Daraufhin herrschte schlagartig Stille am Tisch. Neville, der bereits angefangen hatte zu essen, blieb der Mund offen stehen, weshalb ihm die Hälfte wieder raus fiel.
„Echt wahr?“, fing sich Ginny als erste und sah ihre Freundin aus großen Augen an. Hermione knurrte nur, verschränkte angefressen die Arme vor der Brust und rutschte stärker in ihrem Stuhl in sich zusammen.
„Du . . . du bist Schulsprecherin?“, fragte nun auch Harry, der kurz glaubte, etwas an den Ohren zu haben. Hermione seufzte und nickte schließlich knapp. Damit machte sich ein Strahlen auf Ginnys und Lunas Gesicht breit, die ihrer Freundin gleich gratulierten.
„Oh Süße, das ist doch toll!“, quietschte Ginny begeistert, worauf Hermione wieder ein wenig lächelte. „Deswegen solltest du eher nach Hogwarts?“, sah Ron sie verdutzt an, der so etwas überhaupt nicht auf der Kappe gehabt hatte. Und das sah man auch, was die Gryffindor noch mürrischer stimmte.
„Deshalb sollte ich früher reinkommen, Ronald. Sie hat es mir heute auch erst gesagt und ich sollte es vorerst für mich behalten, aber nein. . . Mein Freund muss mich ja terrorisieren, weil er denkt, ich verheimliche ihm irgendwas!“, sah sie Ron wütend an, obwohl eigentlich genau das der Fall war. Sie hatte ihre Freunde angelogen. Sie hatte wegen Draco gelogen, um den lieben Frieden noch etwas zu wahren.
Dieser drohte mit ihrem kleinen Geständnis jedoch frühzeitig zu zerbrechen, als Luna neugierig fragte: „Wer ist denn dein Partner?“ „Was?“ „Der zweite Schulsprecher. Wer ist es? Das muss sie dir doch schon gesagt haben.“ Problem, schoss es Hermione durch den Kopf, der sich gleich mehrmals nach rechts, wie auch links neigte und damit ein Nein zum Ausdruck brachte.
„Du weißt nicht, wer es ist?“, sah Harry sie stutzig, aber auch leicht misstrauisch an. „N-Nein“, kam es ihr unsicher über die Lippen, worauf sich die Freunde fragend ansahen. Hermione hatte in dem Moment zu tun, ihre Augen hier auf dem Tisch zu belassen und nicht kurz einen verstohlenen Blick zu Draco zu werfen.

„. . . Schade. Scheint wieder Friede, Freude, Heiterkeit zu sein“, murmelte Blaise enttäuscht, als die Gespräche am Nebentisch schlagartig ruhiger wurden und Rons Gesichtsfarbe wieder einen normalen Teint erlangte.
„Ginny hätte ihm echt noch länger in den Hintern treten können“, seufzte Blaise. „Der nächste Anfall kommt bestimmt. Weasley ist doch dafür prädestiniert, seine Schwester und Hermione zur Weißglut zu treiben“, grinste Charlie. „Primat“, murrte Draco, dessen Blick noch immer stinksauer an Ron festgefressen war, was ihm erneut Astorias Aufmerksamkeit sicherte. Allerdings sah er sie nicht an. Er sah auch sonst nichts weiter, sondern nur den Rotschopf, der nun wieder versuchte, sich bei Hermione einzukratzen, und zu allem Überfluss Anstalten machte, sie während einer Umarmung abzuknutschen.
Auf den Anblick entwickelte Dracos Hand, samt der Gabel, ein Eigenleben, die er mit ordentlich Nachdruck in den Tisch spickte. Und das keine 3cm von Charlies Hand entfernt. Aufgrund des dumpfen Geräusches sah der Brünette auf den Tisch und erkannte, was es war. Kaum dass das der Fall war, zog er rasch seine Hand weg, denn Draco holte erneut bedrohlich aus.
„EY! Verflucht, pass doch auf. Ich brauch meine Hand noch!“, schimpfte er in einer Schnappatmung. Sein Freund hörte aber nicht, sodass die Gabel ein weiteres Mal auf Holz traf.
In den grauen Augen funkelte es inzwischen auch schon mörderisch. Am liebsten wäre Draco aufgestanden, hätte das Wiesel von ihr gezerrt und ihm nochmal die Faust ins Gesicht geschlagen. Stattdessen verzogen sich seine Züge immer stärker zu einer Maske puren Zorns, weswegen Blaise seinem Blick folgte, und erkannte, was ihn gerade so sehr reizte. Zum Glück schob Hermione das rote Monster dann von sich, sodass sie nicht Gefahr liefen, dass Draco seine Gabel, oder noch etwas ganz anderes, zu den Sechs hinüber schleuderte.
„Hey, komm. Ruhig Blut“, flüstere Blaise, sodass nur Draco ihn hörte, erntete dafür aber einen schier tödlichen Blick. „Auch wenn’s dir stinkt, mach jetzt keinen Blödsinn an. Das können wir nicht gebrauchen. Du am allerwenigsten. Weasley wird sich mit der Zeit selber ins Aus schießen. Und so sauer, wie Hermione im Moment schon wieder auf ihn ist, wird das nicht mehr lange dauern. Die Beiden passen einfach nicht zusammen und das wird sie früher oder später auch noch merken. Sie streiten sich doch nur! Das weißt du. Warte ab, auch wenn du jetzt lieber etwas anderes mit dem Wiesel anstellen willst. Das geht nur nach hinten los. Dann bist du der Arsch. Warte ab, bis Weasley Fehler macht. Und die wird er machen. In der Zwischenzeit kannst du dir überlegen, wie du ihr diese Sache erklärst. Und zwar bevor ich das mache“, drohte Blaise ihm, worauf er knurrte. Der Dunkelhäutige grinste allerdings, ehe er noch bohrte: „Aber davon jetzt mal abgesehen. . . Wie lief dein Tag heute eigentlich?“, fragte er neckisch, sodass Draco ihn schief von der Seite anschielte.
„Was meinst du?“ „Man, frag nicht so blöd. Wie lief’s? Du warst doch den halben Tag mit ihr alleine. Was habt ihr Schönes gemacht?“ „Was sollen wir gemacht haben? Wir haben zusammen gefrühstückt, dann ist sie mit mir diese blöden Auflagen durchgegangen, wo ich irgendwann eingepennt bin.“ „Eingepennt?“, sah Blaise ihn stutzig an, worauf er die Augen verdrehte.
„Merlin, ja!“ Daraufhin schüttelte es Blaise, bevor er Draco zweifelnd ansah. „Du bist seit ‘ner Ewigkeit mal wieder mit ihr alleine, völlig ungestört, und dir fällt nichts Besseres ein als zu pennen?“ „Verdammt nochmal, ich hab die letzten Wochen kaum geschlafen und alles! Ich bin am Ende sogar in der Wanne weggenickt“, murrte er, worauf Blaise kurz betreten schwieg.
Natürlich hatte er nicht vergessen, was sein Freund in den vergangenen Wochen und Monaten durchgemacht und hatte ertragen müssen. Allerdings hatte er zwischenzeitlich ein wenig den Eindruck gewonnen, dass ihm die Ruhe bei ihrer Freundin gutgetan hatte. Genauso, dass sie sich vielleicht auch etwas näher ausgesprochen hatten.
„Und sonst?“ „Was?“ „Ihr wart doch schon ein ganzes Stück früher hier.“ „Geschlafen“, murrte Draco erneut, als er zwangsläufig an das Gespräch im Schulleiterbüro zurückdachte. An Dumbledore, Snape und ihre Pläne, worauf sich wieder vermehrt die Wut in seine Züge stahl, was Blaise irritierte.
„Was ist denn jetzt?“ „Frag nicht“, knurrte Draco bloß, schloss die Augen und fuhr sich mit Daumen und Zeigefinger über die geschlossenen Lider. Charlie sah es.
„Alles klar?“ „Nein“, murrte er auch ihn an, sodass Charlie fragend zu Blaise blickte. Der konnte nur mit den Schultern zucken, womit sich Charlie etwas mehr zu Draco lehnte und näher nach ihm sah.
„Was ist los? Hast du Schmerzen? Ist dir schwindlig?“, begann er geschäftig flüsternd, damit der Rest nichts davon mitbekam. Dabei tastete er die blassen Züge seines Freundes vermehrt mit Blicken ab. Draco sah ihn lediglich müde an.
„Mir fehlt nichts.“ „Sicher?“, blieb Charlie skeptisch, worauf er knapp nickte, dann aber die Phiole mit seiner Medizin aus dem Umhang holte, bevor Hermione ihm wieder in den Hintern trat. Er schluckte das bittere Gebräu und verzog im Anschluss angeekelt das Gesicht.
„Boah, Charlie. Was hat dein Vater eigentlich alles hier reingetan?“, fragte er und spülte den Trank mit etwas Kürbissaft weg. Charlie lächelte mitleidig.
„Das willst du nicht wissen. Glaub mir.“ „Was war das denn?“, mischte sich Tracey vorsichtig dazwischen, was die Anderen nicht weniger interessierte.
„Nichts“, gab Draco ihr mürrisch zu verstehen, während sich Daphne und Theo skeptische Blicke zuwarfen. Sie wussten, dass Charlies Vater Heiler war. Demzufolge musste es irgendetwas Medizinisches gewesen sein, wo Daphne nicht weiter an sich halten konnte und behutsam in der Richtung bohrte.
„Wie geht’s dir eigentlich?“ Daraufhin sah Draco sie süffisant an. „Super! Wie soll’s mir sonst gehen?“ Auf den bissigen Kommentar schluckte sie und zog sich, mit peinlich rotem Gesicht, wieder mehr zurück. Draco rutschte dann noch etwas in seinem Stuhl zusammen und schloss kurz die Augen.
Das Zeug schmeckte widerlich, allerdings machte es Daniel alle Ehre. Er konnte recht deutlich spüren, wie das Brennen und Stechen in seiner Brust noch weiter zusammenschrumpfte, sodass er es kaum noch spürte. Morgen, spätestens am Sonntag würde in seinem Innern sicherlich alles soweit wieder in Ordnung sein.
So ging das Essen allmählich auch immer mehr seinem Ende entgegen, wo sich Minerva letztlich nochmal zu Wort meldete.
„Meine Lieben, dürfte ich noch einmal kurz um Ihre geschätzte Aufmerksamkeit bitten? Nun, da Sie alle gesättigt und gestärkt sind, möchte ich Sie, allen voran unsere Erstklässler, noch auf ein paar Dinge hinweisen. Der Verbotene Wald ist auch nach wie vor für jeden von Ihnen verboten. Ebenso der Westflügel des Schlosses, der stellenweise noch in Reparatur und damit teils unbegehbar ist. Des Weiteren möchte ich zu den Veränderungen im Kollegium kommen. Das Fach Verwandlung wird ab sofort von Professor Quent unterrichtet.“ Daraufhin erhob sich eine streng wirkende Hexe, mit blonden Haaren und dunklen Augen, die vom Alter vielleicht 50 war. Von der Ausstrahlung wirkte sie ähnlich autoritär wie Minerva.
„Das Fach Mugglekunde wird in Zukunft von Professor Monroe unterrichtet.“ Wieder erhob sich eine Hexe, die um einiges jünger, so Ende 20, und zudem äußerst attraktiv war. Sie hatte lange, leicht gewellte kastanienbraune Haare, dunkelbraune Augen, weiche Züge und sah freundlich lächelnd zu den Schülern.
„Heiß“, murmelte Theo, worauf Blaise ihn blöd angrinste. „Na? Lust auf ihr Fach bekommen?“, fragte er dreckig grinsend, während Draco desinteressiert mit einem Auge zum Tisch der Professoren schielte. Theo hatte Recht. Schlecht sah sie nicht aus, allerdings wurde dieses dämliche Fach für ihn deswegen auch nicht interessanter.
So stützte er sich gelangweilt mit dem Ellenbogen auf dem Tisch ab und ließ den Kopf auf die so entstandene Stütze sinken. Sein Blick wanderte rüber zu den Löwen, wo Hermione ihm aufmunternd zulächelte und mit dem Kopf auf die junge Professorin deutete. Draco machte jedoch weiter ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.
„Nachfolgend möchte ich Ihnen Professor Dippet vorstellen.“ Nun erhob sich ein Zauberer Ende 30, der kräftig und muskulös gebaut war. Er hatte schwarze, kurze Haare und ein streng wirkendes, recht markantes Gesicht. Im Gegensatz zu der neuen Verwandlungsprofessorin, aber dennoch eine freundliche, offene, warme Ausstrahlung, die man damals auch bei Remus wiedergefunden hatte. Auch er lächelte den Schülern gleich zu, wo einige Mädchen kicherten.
„Er hat sich in den letzten Jahren als Auror verdient gemacht und damit äußerst wichtige Kenntnisse gewonnen, die er Ihnen im Fach Verteidigung gegen die Dunklen Künste beibringen wird und. . . Nun ich hoffe, Sie bleiben uns etwas länger erhalten als Ihre Vorgänger“, richtete sich Minerva an den Herrn. Dieser lächelte.
„So waren eigentlich meine Pläne.“ „Schön. Ebenso freue ich mich, Ihnen mitteilen zu können, dass sich Professor Slughorn dazu entschlossen hat, doch noch ein paar Jahre Zaubertränke zu unterrichten. Damit bleibt er Hauslehrer für Slytherin, während Professor Quent von nun an das Haus Gryffindor betreuen wird.“
„Super“, stöhnte Ron, worauf Hermione fragend zu ihm schaute. „Was denn?“ „So wie die aussieht, ist die vom gleichen Kaliber wie McGonagall.“ „Professor McGonagall hat uns immer gerecht behandelt und ihren Unterricht interessant gestaltet“, gab Hermione ihm mit dunklem Blick zu verstehen. „Ja, ja“, nölte er.
„. . . Wie ich bereits zu Anfang erwähnte, werden einige Veränderungen stattfinden, die hoffentlich dazu beitragen, das gemeinsame Miteinander zu stärken. So hat der Schulbeirat unter anderem beschlossen, ein paar Feierlichkeiten auszurichten. So wird es in diesem Jahr wieder einen Halloweenball, aber auch einen Winter- und Frühlingsball geben. Für die Abschlussklasse findet zudem wie gewohnt ein Abschlussball statt.“ Daraufhin brach das erste freudige Gemurmel und Applaus los.
„Wahnsinn“, strahlte Ginny. Und damit war sie nicht die Einzige. Überall an den Tischen, hauptsächlich unter den Mädchen, brach aufgeregtes Gerede los. Ginny richtete sich derweil an Hermione.
„Hast du davon gewusst?“ „Es stand in den Unterlagen, die sie mir gegeben hat.“ „Da bleibt doch sicher eine Menge an Planung bei dir hängen, oder?“, sah Neville zu ihr. Hermione zuckte mit den Schultern.
„So schlimm stell ich mir das nicht vor. Ihr könnt mir ja ein bisschen helfen.“ „Ja, klar“, lächelte Neville, während Minerva wieder das Wort ergriff und dabei etwas lauter wurde, um die angeregten Gespräche einzudämmen.
„Meine Lieben, bitte. Ich weiß, dass Sie diese Bekanntmachung freut, dennoch möchte ich noch einen Moment um Ihre Aufmerksamkeit bitten, bevor Sie Ihre Gemeinschaftsräume aufsuchen und sich weiter austauschen können.“ Damit wurde es nochmal kurz etwas ruhig, wenn auch nicht ganz still.
„Ich möchte so noch kurz auf die Hogsmeade Wochenenden zu sprechen kommen, was ausschließlich die Schüler des siebten Jahrganges betrifft, die ihr Jahr wiederholen. Ihnen steht es frei, das Dorf auch außerhalb der geplanten Wochenenden für Besorgungen oder andere Dinge zu besuchen. Darüber hinaus möchte ich Sie dennoch bitten, Ihre schulischen Leistungen und Pflichten dadurch nicht zu verletzen. Auch für Sie bleibt die Ausgangssperre für 21:00 Uhr bestehen, womit ich zum Schluss und damit den Vertrauensschülern für dieses Jahr komme. Ich würde Sie bitten kurz aufzustehen, damit unsere Erstklässler wissen, an wen sie sich bei Problemen wenden können. Für das Haus Hufflepuff bleiben Miss Kane und Mr. Duncan. Das Gleiche gilt für Ravenclaw, Miss Barrett und Mr. Block, sowie für Gryffindor, Miss Weasley und Mr. Longbottom. Für das Haus Slytherin werden diese Aufgaben dieses Jahr Miss Greengrass und Mr. Harper übernehmen. Des Weiteren. . .“ „Merlin sei Dank, ist Malfoy kein Vertrauensschüler mehr“, murrte Ron leise und schielte bedrohlich zu dem Blonden rüber, worauf Hermione ordentlich schluckte.
Ihr Blick verlor sich dann ebenfalls bei den Sieben, wo Blaise noch grinsend irgendetwas zum Besten gab, was die jüngere Greengrass rot werden ließ. Draco hatte die Hände wiederum auf dem Gesicht und rutschte etwas in sich zusammen. Kurz darauf stützte er sich mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab. Das Gesicht, allen voran um die Augen, hielt er hinter der rechten Hand verborgen, um das Elend nicht auch noch sehen zu müssen.
„. . . Zum Schluss möchte ich zu unseren diesjährigen Schulsprechern kommen, die ich noch kurz zu mir bitten möchte um. . .“ Oh nein, schoss es Hermione panisch durch den Kopf, der sofort zu Minerva flog. Sie würde es wirklich vor versammelter Schule sagen, was sie bleich werden ließ.
„Nicht so schüchtern“, versuchte Harry sie, aufgrund ihrer scheinbaren Aufregung, aufzumuntern. Nur hörte sie ihn schon gar nicht mehr, sondern sah wieder zu den Jungs. Draco war inzwischen mit dem Kopf noch weiter nach unten gesunken und so wie er wirkte, wünschte er sich gerade meilenweit weg.
„. . . Dieses Amt werden bekleiden, Miss Hermione Granger. . .“ Daraufhin brandete tosender Beifall los, in dem Ginny ihr noch einen kleinen Schubs versetzte, sodass Hermione schneller stand, als ihr lieb war „. . . wie auch Mr. Draco Malfoy.“
Damit erstarben schlagartig sämtliche Geräusche und es kehrte für einen Augenblick eine beinahe tödliche Stille ein, in der irgendjemand seinen Becher fallen ließ und es lautstark schepperte.

۩ ۞ ۩



Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich je etwas anderes als Buchautorin werden wollte.
Joanne K. Rowling