Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Ăśber uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - ... und Schlangen

von Alex2303

۩ ۞ ۩


„. . . Komm schon, Süße. Was willst du mit so einer Schnarchnase?“, argumentierte Blaise, als sie sich dem Schulsprecherturm näherten.
Stephens Bitten zuvor gingen ihm gewaltig gegen den Strich. Erst recht, als Hermione tatsächlich in Betracht zog, mit dem Ravenclaw einen Nachmittag zu verbringen. Cornfoot wusste eindeutig nicht, was gut für ihn war, denn an die Freundin einer Schlange schmiss man sich nicht ungestraft ran!
„Ist doch bloß ein Tee. Warum soll ich da Nein sagen, wenn er mich etwas besser kennenlernen will? Ich hab dir schließlich auch nachgegeben“, sah sie leicht tadelnd zu Blaise, worauf er leise murrte, was noch mehr wurde, als Hermione zusätzlich meinte: „Und das, obwohl du mich regelrecht verfolgt und fast in den Wahnsinn getrieben hast. Ich hab mir da echt schon einen Zabini-Abwehr-Zauber ausgedacht.“ Daraufhin lachte Charlie und bekam zur Strafe einen eiskalten Blick von Blaise zu spüren, der sich gleich wieder auf Hermione konzentrierte.
„Ich hoffe, der ist dir inzwischen entfallen.“ „Irgendwo hab ich, glaube ich, noch ein paar Notizen darüber“, sinnierte sie schmunzelnd, was sich mehrte, als Blaise beleidigt das Gesicht verzog. Schließlich lachte sie hell auf, bevor sie sich dem Porträt Yvaines widmete.
„Zusammenhalt.“ „Nettes Passwort“, schmunzelte Charlie, was sie benickte und in den sonnendurchfluteten Raum trat. Ihr fiel gleich das offene Fenster ins Auge, wie auch der Sessel, der davor stand. Dieser offenbarte zudem noch ein paar lange Beine.
„Draco?“, rief sie ihn. Er reagierte jedoch nicht, sodass sich die Drei zu ihm begaben. Kurz darauf fing Blaise aufs Neue an zu grinsen.
„Nein, wie süß. Und ich hab wieder keine Kamera dabei“, meinte er neckisch, während er, Hermione und Charlie das friedliche Bild ein wenig auf sich wirken ließen.
Draco, der schlafend im Sessel zusammengesunken war, während Crookshanks es sich auf dem Rücken liegend, alle Viere von sich gestreckt, auf dem Bauch des Blonden gemütlich gemacht hatte. Dracos Hand lag auch noch etwas auf dem Kater. Die Finger leicht in dem roten Fell vergraben.
„Geprüft und für gut befunden, würde ich sagen“, meinte Charlie noch immer schmunzelnd, was Hermione warm lächeln ließ, als sie zu dem Brünetten sah.
„Als halber Kneazle hat er dafür eben ein besonderes Näschen.“ Besagter Kneazle-Kater wurde durch die Unterhaltung der Freunde dann auch wach und streckte sich erstmal genüsslich, sodass er noch etwas größer erschien, bevor er die drei Magier leicht vertrant anblinzelte. Allerdings machte er keine Anstalten, seinen Ruheplatz zu räumen. Auch nicht, als sein Frauchen ihn ein wenig hinter den Ohren kraulte.
„Hast du einen neuen Freund gefunden?“ Zur Antwort bekam sie ein gähnendes Mauzen zu hören, was sie erneut grinsen ließ, ehe sie sich an die Jungs richtete.
„Wollt ihr was trinken?“ „Gerne. Soll ich dir helfen?“, bot sich Charlie an. „Geht schon. Was wolltet ihr denn von uns?“ „Eigentlich nur ein bisschen quatschen“, meinte der Brünette und verschwand mit der Löwin im Kitchenette, während Blaise Crookshanks ein wenig mit seinem Finger ärgerte, den der Kater als Spielzeug missbrauchte.

„Wie sieht’s jetzt eigentlich bei euch aus?“, richtete sich Hermione an Charlie, als sie ein paar Tassen aus dem Schrank holte.
„Was meinst du?“ „Allgemein. Ich hab gestern in der Halle kaum jemanden von euren Leuten gesehen und. . . Na ja. . .“, brach sie hilflos ab und sah entschuldigend zu Charlie. Er lächelte müde.
„Die Stimmung ist nicht die Beste, falls du das meinst? Mit den vier Erstklässlern, sind wir auch nur knapp 30.“ „So wenig?“, hielt Hermione inne und sah doch etwas bestürzt zu Charlie, der nur mit den Schultern zuckte.
„Was hast du erwartet? Es ist ja nun leider kein Geheimnis, dass die Eltern der Meisten. . . Na ja. . .“, brach er wieder ab und zuckte erneut mit den Schultern.
„Selbst bei denen, wo es nicht der Fall ist, haben die Eltern ihre Kinder aus Angst auf andere Schulen geschickt. Vor allem die aus den Unterstufen. Aus dem Zweiten und Dritten sind nur sieben Leute da.“ „Oh.“ „Hm. Wir im Siebten sind auch nur sieben. Und dabei ist Astoria aus ihrem Jahr die Einzige. Daphne, Tracey, Theo, Blaise, Draco und ich wiederholen, wobei Theo eigentlich auch nicht kommen wollte.“ „Warum?“ „Was denkst du wohl?“, sah Charlie matt zu ihr, sodass es ihr wieder einfiel.
Notts Vater war bekanntlich auch ein Death Eater. Theodore selbst war, soweit sie sich erinnerte, aber nie auffällig gewesen. Bis auf die Sache mit dem Inquisitionskommando im Fünften, hatte er sich auch immer aus allem herausgehalten.
„Wenn es nach seinem Vater gegangen wäre, hätte er auch ein Death Eater werden sollen. Allerdings war der alte Nott wohl nicht weiter von Bedeutung für die und. . .“, brach Charlie kurz ab und lachte bitter, was Hermione nicht so recht behagte. Mehr noch als er meinte: „Als er mitgekriegt hat, was sie mit Draco abgezogen haben, war dieser Wunschgedanke offensichtlich ziemlich in weite Ferne gerückt. Theos Glück, wobei er trotz allem durch seinen Alten jetzt wahnsinnig Ärger an der Backe hat.“ „Kann ich mir vorstellen. Und sonst? Wo ist der Rest abgeblieben?“ „Millie ist in Frankreich, genauso wie Katelyn. Und was Parkinson angeht. . .“, grinste Charlie nun.
„Die wird sich nach ihrem Auftritt hüten, nochmal hier aufzutauchen. So wie ich Daphne verstanden habe, ist sie aber auch nicht in Frankreich oder Durmstrang. Scheinbar denkt sie, dass ein Abschluss nicht nötig ist, wenn sie sich irgendwie einen reichen Typen angelt.“ „Zum Beispiel Draco“, knurrte Hermione angefressen, überrascht über ihren eigenen Ton. Charlie entglitt auf ihre Worte jedoch die Tasse, sodass es klirrte. Keine Sekunde später hörte man es aus dem Wohnraum poltern, dem ein halb erstickter Schrei folgte.
Geschockt aufgrund dessen, sahen sich Hermione und Charlie kurz an, bevor sie aus dem Kitchenette ins Wohnzimmer stĂĽrzten. Dort war Draco mit dem Sessel umgekippt, denn der lag, nebst dem Blonden, auf dem Boden.
Draco starrte Blaise leicht getrieben, schon fast panisch an, während sein Freund mit Crookshanks kämpfte, der selbst verschreckt auf dem Slytherin herumturnte und ihm dabei ein paar saftige Kratzer verpasste. Wenig später sprang der Kater über die Schulter des Dunkelhäutigen hinweg herunter und verschwand, hoch erhobenen Kopfes und Schwanzes, auf der Treppe zu den Schlafräumen.
„Was ist denn bei euch los?!“, entwich es Hermione, die erstmal bei Draco war und dem Blonden etwas aufhalf, der sichtlich noch nicht ganz bei sich war.
„Alles okay“, hauchte sie ihm ruhig zu. Es war weniger eine Frage als einfach nur eine beruhigende Tatsache, worauf er nickte. Charlie stellte unterdessen den Sessel wieder auf, bevor er Blaise verarztete.
„Was musst du das Fellknäuel auch ärgern?“ „Das war nicht meine Schuld! Er ist mich auf einmal angesprungen, als Draco ihm eine verpasst hat.“ „Warum haust du Crookshanks?“, tadelte Hermione nun den Blonden.
„Hab ich nicht!“, verteidigte er sich. „Da war nur. . . Der Knall. . . Und da. . .“, keuchte er auch weiter leicht, womit sich Charlie ein Gedanke auftat.
„Die Tasse.“ „Was?“ „Ich hab die Tasse fallen lassen. Draco hat sich offensichtlich erschrocken, deinem Kater eine gelangt und der hat seinen Unmut an Blaise ausgelassen“, rekonstruierte Charlie, was durchaus Sinn machte, denn der Blonde war nach allem noch immer extrem schreckhaft. Das hatte sie gestern bereits zur Genüge gesehen.
„Geht’s wieder?“, richtete sie sich letztlich an ihren Mitbewohner, der ein wenig grummelte, dann aber nickte. „Ich mach dir einen Tee, einverstanden?“ „Hm“, kam es ihm nur tonlos über die Lippen, womit die Hexe im Kitchenette verschwand. Charlie folgte ihr, während Blaise sich seinen Freund etwas ran zog.
„Und? Fortschritte gemacht?“, sah er ihn lauernd an. Draco seufzte allerdings nur resigniert. „Das hat sich erledigt.“ „Was meinst du? Hast du mit ihr gesprochen?“

„Also zurück zum Thema Parkinson. Draco wäre der Allerletzte, bei dem sie Chancen hätte. Er würde sie nicht einmal nehmen, wenn sie ihm etwas dafür zahlen würde“, grinste Charlie zufrieden. Hermione guckte jedoch blöd.
„Aber er war doch mit ihr zusammen. Oder nicht?“ „Traust du ihm so eine Geschmacksverirrung zu?“, lachte Charlie, was zu einem amüsierten Grinsen wurde, da Hermione immer verwunderter schaute.

„Jein.“ „Was soll das heißen, Jein? Ja oder nein?“, bohrte Blaise und sah Draco gefährlich lauernd an. Dieser fuhr sich fertig durch die Haare und starrte schließlich mit leeren Augen sinnlos ins Nichts, bevor er recht leise, wie auch dünn „Sie will das nicht“ murmelte, was Blaise nur noch mehr irritierte.
„Dann hast du mit ihr geredet?“ „Nein. Das war nach allem auch nicht mehr nötig“, murmelte er bitter und ließ den Blick fallen, worauf sich ein dickes Fragezeichen in Blaise’ Gesicht stahl.

„Nein. Parkinson war. . . Wie könnte ich dir das am besten beschreiben. . . ?“, überlegte Charlie. „Ablenkung.“ „Ablenkung?“, sah Hermione ihn skeptisch an. Charlie nickte und versuchte, ihr die Sache etwas besser zu erklären.
„Natürlich war sie scharf auf Draco und alles, was mit ihm und seinem Namen zusammenhing. Allen vorn geldtechnisch. Draco hatte aber echt kein Interesse an ihr. Nie. Das hat er sie eigentlich auch oft genug spüren lassen. Nur hat sie das nicht gekümmert, obwohl ihr hätte klar sein müssen, dass sie ohnehin kein Anrecht auf ihn gehabt hätte.“ „Was meinst du?“, stutzte die Gryffindor. Nebenher machte sie den Aufguss fertig.
„Na ganz einfach. Weil er Astoria heiraten sollte. Das war von seinem Alten und Astorias Vater schon vor Jahren so festgelegt worden.“ „Zwangsehen. Noch ein Grund, warum ich heilfroh bin, in keiner Reinblutfamilie zu sein“, schnaubte Hermione, worauf Charlie nickte.
„Die lieben Traditionen.“ „Wir leben nicht mehr im Mittelalter! Sollte denen mal jemand sagen!“, empörte sie sich. Charlie nickte, versuchte dann aber, auf ihr ursprüngliches Thema zurückzukommen.

„Warum nicht? Jetzt red mal Klartext.“ „Blaise. . .“ „Nein. Ich will jetzt wissen, was los war! Habt ihr euch gezofft oder so?“ „Nein.“ „Was denn dann?“ „Können wir das später bereden?“, sah Draco ihn verbittert an und schielte letztlich in Richtung Kitchenette, wo Charlie noch immer mit Hermione sprach. Blaise hatte auch so verstanden. Draco wollte keine weiblichen Zuhörer. Erst recht nicht die Person, um die es ging.
„Na schön. Dann eben in den Kerkern. Aber eins sag ich dir jetzt noch. Cornfoot hat sich vorhin auf ziemlich subtile Art an sie rangemacht.“ „Cornfoot?!“, stutzte Draco und sah Blaise ein wenig überfordert an. Sein Freund nickte unheilvoll und bastelte sich nebenher bereits eine neue Strategie zurecht.
So sehr ihm das mit Stephen gerade auch in die Nase stieg, vielleicht bekam er mit Hilfe des Ravenclaws Draco eifersüchtig genug, um dessen Kampfgeist zu wecken. Denn so viel war klar. Draco gab normalerweise nicht so schnell klein bei. Um nicht zu sagen, er akzeptierte kein Nein. Wenn er etwas wollte, kriegte er es auch, selbst wenn es manchmal längere Zeit dauerte und jede Menge Arbeit in Anspruch nahm.
„Er hat sie zum Tee eingeladen und Hermione war leider, leider nicht abgeneigt.“ „Wa. . .“, blieb dem Blonden der Mund offen stehen, was Blaise diebisch in sich hinein grinsen ließ, bevor er nickte und theatralisch meinte: „Ich hab noch versucht, es ihr auszureden aber. . .“, ließ er den Satz offen, zuckte mit den Schultern und sah Draco letztlich mit schräg gehaltenem Kopf an.
„Das wird in Zukunft sicher kein Einzelfall bleiben.“ „Was soll das heißen?“ „Komm schon, du bist doch sonst nicht auf den Kopf gefallen. Nach allem was passiert ist, dürfte Hermione für viele plötzlich außerordentlich interessant geworden sein. Ich mein. . . So als Kriegsheldin und Pottys rechte und irgendwo auch linke Hand. Da werden sich jetzt wahrscheinlich einige Typen die Finger nach ihr lecken. Du willst doch bestimmt nicht, dass sie an irgendeinen Arsch gerät, der sie ausnutzt und ihr am Ende ordentlich weh tut?“, bohrte Blaise und verzeichnete bereits nach einer Sekunde ein dunkles Feuer in den Augen seines Freundes.
Natürlich wollte er das nicht, genauso wenig wie Blaise derartiges zulassen oder gar dulden würde. Es war ja schon schlimm genug, dass sie das räudige Wiesel noch immer nicht in die Wüste geschickt hatte, was man ganz weit, irgendwo tief im Hinterkopf noch minimal vielleicht etwas verstehen konnte. Dass sie an etwas Altem festhielt. Wenn allerdings gerade in dem Moment, wenn sie den Hohlkopf abservierte, wo Blaise zur Not auch nachhelfen würde, sollte es nicht bald passieren, der Falsche da war, um sie aufzumuntern, konnte das richtig böse enden.

„. . . Das hat sich inzwischen aber auch erledigt.“ „Was?“, stutzte Hermione und sah Charlie nun wieder interessiert an.
„Nach allem, was gerade das letzte Jahr war, ist diese Vereinbarung hinfällig. Zum einen sitzt Lucius in Azkaban und zum anderen ist der Name Malfoy mittlerweile extrem angekratzt, auch wenn Draco nichts dafür kann. So etwas ist Gift, um nicht zu sagen, der Todesstoß, in diesen gesellschaftlichen Kreisen. Draco und Astoria dürfte die Annullierung aber auch so recht lieb sein. Draco wollte sie vor dem ganzen Chaos schon nicht heiraten und so wie ich Daphne damals verstanden habe, war ihre Schwester auch nicht glücklich über die Wahl ihres Verlobten.“ „Aber Astoria ist doch sehr hübsch und Draco ist ja nun auch nicht so ein Monster, wie ich früher gedacht habe. Bei euch hat er sich doch garantiert nicht so aufgeführt, wie uns gegenüber?“ „Sicher. Das eine hat mit dem anderen aber nicht viel zu tun. Astoria ist zwar nett und alles, aber nicht das, was sich Draco vorstellt. Er will sich seine Partnerin selbst aussuchen und zudem ein Mädchen, was ihn um seiner selbst willen liebt und nicht, weil ein Wahnsinnsvermögen und dergleichen hinter seiner Person steht. Das dürfte allein schon schwierig genug sein. Na ja, und dann hat er natürlich auch noch ein paar Ansprüche.“ „Lass mich raten. Umwerfend attraktiv und gut im Bett“, warf Hermione angesäuert ein, worauf Charlie kurz matt grinste.
„Das hast du gesagt. Sicher hat er so etwas auch im Hinterkopf, aber ich denke, da haben ganz andere Sachen mehr Vorrang.“ „So?“, meinte Hermione skeptisch und zog die rechte Augenbraue nach oben. Charlie nickte.
„Er will eine Herausforderung. Jemand, der ihm ebenbürtig ist. Auf alle Fälle nicht irgendein Dummchen, für Heim und Herd, das Ja und Amen zu allem sagt, das kannst du mir glauben. So etwas ist langweilig. Er will jemandem, der ihm auch mal die Stirn bietet oder wie Blaise sagen würde, eine Hexe mit Feuer im Arsch“, grinste Charlie, als Hermione mit den Augen rollte.
„Ich frag mich gerade, wer von den Beiden auf den anderen den schlechteren Einfluss hat?“ „Blaise auf Draco. Eindeutig“, lachte Charlie, was Hermione abnickte. „Ja, so etwas hab ich fast vermutet“, sinnierte die Löwin theatralisch, was Charlie schmunzeln ließ.
Schließlich hatte die Gryffindor alles beisammen und trat mit dem Tablett ins Wohnzimmer. Dort saßen sich die zwei Jungs inzwischen ziemlich schweigsam gegenüber. Blaise mit einem seltsam berechnenden Lächeln auf den Lippen. Draco starrte hingegen finster vor sich hin, wo sie nicht wirklich wissen wollte, was Blaise angestellt hatte, um diesen Ausdruck heraufzubeschwören.
Davon abgesehen war Draco trotz allem noch immer recht blass um die Nase, dem sie gleich den Tee hinstellte. Im nächsten Moment legte sie ihm die Hand erst auf die Wange und letztlich auch die Stirn.
Mit dieser Geste riss sie ihn aus seinen dunklen Gedanken und der Anspannung, denn er schielte zu ihr auf. Hermione seufzte kaum hörbar, da er sich warm anfühlte. Zwar nicht so schlimm wie gestern, ein bisschen Fieber schien er aber nach wie vor zu haben.
„Hast du deinen Trank genommen?“ „Welchen?“ „Gegen die Lungenentzündung. Frühstück haben wir ja verschlafen“, erinnerte sie ihn, worauf er mit dem Kopf schüttelte. Kurz darauf drehte sie sich wortlos um und verschwand auf der Treppe, was sich die Drei verwundert besahen, bevor Charlie grinsend zu Draco schaute.
„Als Krankenschwester 1 mit Sternchen, würde ich sagen.“ Daraufhin lächelte der Blonde ein wenig und nahm sich seinen Tee, als Charlie etwas eindringlicher meinte: „Aber jetzt was anderes. Als ich mich gerade mit ihr unterhalten habe, da. . . Sie denkt, du stehst auf Parkinson und. . .“ Mehr brachte Charlie nicht raus, als Draco auf den Schreck seinen Tee wieder rausprustete und Blaise so eine kleine Sprühdusche verpasste. Der sprang meckernd auf, während Charlie seinem Freund auf den Rücken schlug, da er noch immer röchelnd hustete. Kurz darauf sah er Charlie wie einen Irren an.
„Parkinson? Wie . . . wie. . . Scheiße man, vorher steht Merlin auf und lässt die Hölle zufrieren.“ „Hab ich ihr auch gesagt“, erklärte Charlie und grinste ein wenig.
„Vielleicht stellst du das bei Gelegenheit mal irgendwie klar? Hermione klang mir nämlich schon ein bisschen eifersüchtig.“ „Eifersüchtig?“, wiederholte Draco verdutzt. Das passte doch überhaupt nicht zu ihrer Reaktion vom morgen. Charlie nickte.
„Ich war dann noch so frei ihr zu sagen, dass deine unfreiwillige Verlobung mit Astoria hinfällig ist und du es vorziehst, dir deine Freundin selber auszusuchen.“ „Wa-Was hat sie dazu gesagt?“, wurde er ein wenig aufgekratzt.
„Nichts weiter. Warum?“ Da mischte sich Blaise leise dazwischen. „Dein nicht geführtes Gespräch, oder was auch immer, war wohl doch nicht so klar“, raunte er, während Draco nicht so richtig wusste, was er nun denken sollte?
Ihre schon fast panische Reaktion auf sein Geständnis war soweit eigentlich eindeutig. Das jetzt aber. . . Und auch die Sache in McGonagalls Büro. . .
„Außerdem kann ich dann ungestört ein bisschen mehr Zeit mit dir verbringen.“ Da konnte man alles Mögliche hineininterpretieren. Eben auch das, was sie in der Nacht zusammen erlebt hatten. In ihrem Suffzustand hatte sie so viel mehr von ihm gewollt. Aber nüchtern? Wie war diese Situation eigentlich gekommen?
Sie hatten sich über das Wiesel lustig gemacht und dann. . . Sie war auf einmal furchtbar traurig gewesen. Und das wegen des Idioten, oder. . . Nein, da war noch etwas. Verdammt, was genau hatten sie geredet, weswegen sie ihn geküsst hatte? Sie war geknickt aufgrund des Hohlkörpers und der Tatsache, dass sie außer ihm nichts bekommen könnte, wo er ihr widersprochen hatte und dann. . .
„Draco!“ „Was?“, schrak der Blonde zusammen und sah zu Blaise, der ihn durchdringend musterte. „Das frag ich dich. In deinem Oberstübchen rattert es nur zu deutlich, das kann ich förmlich hören. Was ist los? Was. . .“, brach er abrupt ab, als er Schritte auf der Treppe hörte, die ihm sagten, dass Hermione zurückkam.
Die Gryffindor war dann auch gleich bei den Jungs und reichte Draco erstmal die Phiole, bevor sie sich auf der Couch niederließ. Den Blick streng auf ihren Mitbewohner gerichtet, der sich das Gebräu sofort zu Gemüte führte und im Anschluss angeekelt das Gesicht verzog.
„Für das Zeug braucht dein Vater echt einen Waffenschein“, würgte er und sah Charlie schließlich an, der grinsend mit den Schultern zuckte. „Solange es hilft“, mischte sich Hermione dazwischen, wo Draco noch etwas anderes einfiel.
„Apropos helfen. Hatte Pomfrey was Vernünftiges für deinen Kater?“ „Kater?“, stutzte Blaise und lehnte sich neugierig zu der Löwin.
„Wie das? Was habt ihr gestern Abend denn noch Schönes getrieben?“, linste er zwischen den beiden Schulsprechern hin und her, blieb dann allerdings bei Draco hängen und taxierte ihn mit hochgezogener Augenbraue, sodass der Blonde seine Frage bereits bereute. Hermione sah sich etwas in Verlegenheit.
„Wir haben lediglich ein bisschen was getrunken.“ „Von ein bisschen was trinken, kriegt man aber keinen Kater, Süße.“ „Von zwei Flaschen Firewhiskey schon“, gestand sie Blaise, dem fast die Augen rauskamen.
„Zwei Falschen?“ „Zu zweit!“, fügte Hermione rasch an, doch änderte es nichts an Blaise’ leicht geschocktem Gesichtsausdruck, der sofort auf seinen Freund fiel, der einfach nur nickte. Kurz darauf sah er zurück zu der Gryffindor. Und das breit grinsend.
„Ich wusste gar nicht, dass du so trinkfest bist?“ „Das war das erste und letzte Mal. Ich hab echt keine Lust auf nochmal so einen Kater“ „Ach, für solche Fälle hat Charlie immer was parat“, schielte Blaise zu dem Brünetten, was Hermione ihm gleich tat und argwöhnisch eine Augenbraue hob.
„Ich hab bereits von euren Sauforgien gehört.“ „Nix Orgien, Süße. Party, wenn dann schon“, korrigierte Blaise sie, dem damit eine zündende Idee kam, die ihn leise nuscheln ließ: „Warum eigentlich nicht?“, bevor sich etwas Durchtriebenes in seinen Blick stahl. Dieses Funkeln blieb auch dann noch bestehen, als er den Dreien seine grandiose Eingebung mitteilte.
„Was haltet ihr denn davon, wenn wir in den Kerkern eine kleine Privatparty veranstalten?“ „Du weißt, dass das verboten ist“, mahnte Hermione, Blaise winkte jedoch ab.
„Ach, nun sei nicht so. Immerhin haben wir ganz viel zu feiern und nachzuholen. Das wäre doch mal eine Maßnahme. Dir und Ginny wird es bei uns gefallen.“ „Luna könntet ihr auch noch mitbringen“, schlug Charlie vor, worauf Blaise nickte.
„Klar, warum nicht? Ihr versteht euch bestimmt auch mit Daphne und Astoria. Die Beiden sind eigentlich in Ordnung. Und dass der Rest sich benimmt, dafür sorgen wir schon“, versprach Blaise und zog sich Charlie etwas ran.
„Da können wir uns alle mal gänzlich ungestört unterhalten und alte Vorurteile richtig ausräumen“, schielte er halb zu Draco, der Böses ahnte, allerdings war es Hermione, die seine Begeisterung erneut ausbremste.
„Ist ja nett gemeint, nur sollen wir das nicht verstecken.“ „Was meinst du?“ „Uns. Unsere Freundschaften. McGonagall will nicht, dass sich jeder wieder in seinen Häusern verkriecht. Sie wollen einen stärkeren Zusammenhalt unter den Häusern und Schülern schaffen und mit gutem Beispiel vorangehen“, deutete sie auf sich und Draco, bevor sie weiter erklärte.
„Wir sollen den Anderen zeigen, dass man sich auch vertragen kann, so wie ich und Ginny uns schon die Jahre zuvor mit euch vertragen haben. Kein Versteckspiel mehr.“ „Schön und gut, nur vergisst du eine kleine Sache“, mischte sich Charlie dazwischen, zu dem die Drei schauten.
„Wo sollen wir sonst hingehen, außer in die Kerker? Die Bibliothek fällt ja mal gänzlich flach. Und euer Gemeinschaftsraum kommt für ein gemütliches Treffen erst Recht nicht infrage“, muffelte Charlie.
Auf die Erklärung keimte in Hermiones Kopf allerdings eine Idee heran, die sie gleich zu Papier bringen wollte, ehe ihr die plötzlich so klaren Einzelheiten, die sie vor Augen hatte, wieder entglitten.
„Was ist?“, wunderte sich Draco, als sie ohne Kommentar zu ihren Schreibtischen huschte und sich eifrig Notizen machte. Die Jungs besahen es sich verwundert, bevor sie zu ihr traten und ihr über die Schulter linsten.
„Was wird das?“ „Du brauchst nix planen. Um die Party kümmern wir uns“, hielt Blaise sie an, doch sie schrieb weiter, erklärte ihm nebenbei aber: „Ich plane nicht, mir ist nur gerade eine Idee gekommen.“ „Und was?“, fragte Draco, zu dem sie sich schließlich drehte.
„McGonagall hat doch gesagt, dass wir uns etwas überlegen sollen, wie wir die einzelnen Häuser in ihrer Freizeit mehr zusammenbekommen.“ „Und?“ „Charlie hat es eben gesagt. Wir können gar nicht in Ruhe zusammensitzen, weil jedes Haus seinen eigenen Gemeinschaftsraum hat und so zwangsläufig unter sich bleibt. Wir haben gar keine Chance, uns mal in Ruhe irgendwo in eine gemütliche Ecke zu setzen.“ „Stimmt. Und weiter?“, mischte sich nun auch Blaise interessiert dazwischen, sodass Hermione sich richtig zu den Dreien drehte und ihnen ihre Idee offenbarte.
„Was haltet ihr davon, wenn wir noch einen fünften Gemeinschaftsraum hätten? Einen, für alle Häuser? Einen, ohne Passwort, wo jeder kommen, sich zusammensetzen und treffen kann, mit wem er will.“ „Du meinst so etwas wie einen Salon?“ „Ja. Einen Raum für alle eben. Ohne Häuserzwang. Einen, wo jeder willkommen ist.“ „Klingt gut“, meinte Blaise sofort begeistert und auch Charlie nickte, sodass sich Hermione am Ende nur noch an Draco richtete.
„Was hältst du davon?“ „Hm? Von mir aus. Damit wäre McGonagalls Sonderaufgabe ja schon erledigt“, grinste er. „Du bist einverstanden?“ „Ja, klar. Wer nicht will, hat Pech gehabt.“ „Dann mach ich mir nur noch ein paar Notizen, da kann ich es McGonagall heute Abend noch vorbeibringen und. . .“ „Ey, Mione! Jetzt mach nicht so eine Hektik“, hielt Blaise sie an und nahm ihr kurzerhand die Feder weg.
„Es ist Samstag! Der zweite September. Du musst doch jetzt nicht alles auf Biegen und Brechen erzwingen.“ „Gib mir die Feder zurück!“, forderte sie warnend, was er pflegte zu überhören.
„Nein. Du setzt dich und legst heute und morgen schön die Füße hoch. Wir hatten alle die letzten Monate genug Stress. Und die nächsten Monate werden garantiert auch wieder richtig stressig. Also sollte man die Ruhe nutzen, die man hat.“ Damit schob er sie zu ihrer Sitzecke und zwang sie unter leisem Protest auf die Couch.
Draco dirigierte Charlie geschickt daneben, bevor sich die beiden Jungs in die Sessel fallen ließen. Im Kommenden zettelten sie ein Gespräch nach dem anderen an, sodass Hermione irgendwann nicht mehr anders konnte, als sich ganz darauf einzulassen. So wurde es letztlich doch noch ein recht amüsanter Abend.

۩ ۞ ۩


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Wie genau ich auf das Denkarium, eine Verbindung von "denken" und "Aquarium" gekommen bin, lässt sich schwer rekonstruieren, das geschieht nur zum Teil bewusst, manchmal muss man drüber schlafen. Aber in diesem Fall bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Klaus Fritz