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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Spiel mit dem Feuer

von Alex2303

۩ ۞ ۩


„. . . Hast du was dagegen, wenn wir uns auf die Terrasse setzen?“, begann Draco ein wenig vorsichtig. Katie schmunzelte.
„Warum nicht? Das schöne Wetter sollte man noch etwas genießen“, meinte sie und ließ ihren Blick nochmal neugierig über den alten, neuen Draco wandern. Es erinnerte wirklich nur die markante Haarfarbe an den Jungen von früher. Alles andere an ihm erschien ihr vollkommen neu, wie auch um vieles wärmer, freundlicher und so auch auf Anhieb eigentlich sehr sympathisch.
Schließlich verschwanden die Beiden auf der mit Grünpflanzen und Blumen ausgestellten Terrasse, wo sie sich dennoch ein ruhigeres Eckchen suchten, da ihr Gesprächsthema trotz allem kein kleiner Plausch übers Wetter war.
Draco wartete dann auch noch so lange, bis die Bedienung kam und nach ihren WĂĽnschen fragte. Den etwas garstigen Blick, der rundlichen Schwarzhaarigen, wie auch ihren unfreundlichen Ton seiner Person gegenĂĽber, versuchte er wie gehabt zu ignorieren.
„So eine blöde Ziege“, murrte Katie, kaum dass die Frau weg war, was Draco ein schwaches Lächeln entlockte. „Ich fang langsam an, mich daran zu gewöhnen.“ „Trotzdem. Die kennt dich doch gar nicht.“ „Das spielt für die meisten Menschen doch keine Rolle. Sie sehen, was sie sehen wollen und glauben das, was die Presse ihnen vorkaut“, erklärte er müde, was Katie ein wenig schweigsam stimmte, aber auch ganz leicht rot werden ließ, da sie sich zu Anfang ja auch auf die Behauptungen des Daily Prophet versteift hatte, bis Hermione ihr ihre Sicht der Dinge geschildert hatte, weswegen sie nun hier saß. Draco war der leichte Rothauch nicht entgangen.
„Der Mensch ist ein Gewohnheits- und Herdentier. Was die große Masse sagt, denkt und tut, färbt auf andere ab. Mehr und mehr, sodass sich der Blick schnell verklärt und man Dingen einfacher Glauben schenkt, ohne irgendwelche Einzelheiten zu kennen“, meinte er ruhig, worauf sich Katie noch etwas verlegener sah.
„Na ja, für Einzelheiten war ja dann Hermione zuständig.“ „Ja. Glück für mich, dass sie durch Potty und alles, was sie geleistet hat, so bekannt ist und ein recht hohes Ansehen unter der magischen Gemeinschaft genießt.“ „Leicht hat man es ihr dennoch nicht gemacht“, argumentierte Katie, als die Mittvierzigerin mit den Heißgetränken und einem Stück Erdbeersahnetorte für Katie zurückkam. Dracos Tee stellte sie allerdings recht hart ab, sodass ein Teil auf den Unterteller schwappte und sie mit gerümpfter Nase auf den Blonden sah.
„Noch was?“, fragte sie bissig, worauf er wortlos mit dem Kopf schüttelte und die Frau schließlich hoch erhobenen Hauptes abwackelte.
„Unmöglich!“, empörte sich Katie aufs Neue und sah zurück zu Draco. „Willst du wirklich nichts essen? Du siehst so aus, als ob du ein bisschen mehr auf die Rippen vertragen könntest.“ „Sagt Hermione auch immer“, schmunzelte er nun und nahm sich eine Serviette, auf die er stattdessen seine Tasse stellte, bevor er die ehemalige Gryffindor wieder ansah.
„Aber ich denke, du bist nicht extra hergekommen, um über mein kleines Essproblem zu reden?“ Daraufhin wurde Katie aufs Neue ein leicht rot, mehr als angenehm überrascht, dass sie sich tatsächlich so ruhig und gelassen mit ihm unterhalten konnte, wie sonst auch mit Freunden. Allerdings hatte sie ihm, wie Hermione auch, noch eine Chance geben wollen, die er bis jetzt sehr gut zu nutzen wusste.
„Bin ich nicht, nein“, meinte sie und musterte ihn. Sie fragte sich, was gerade in seinem Kopf vor sich ging, denn dass er etwas in Gedanken war, sah man ihm, anders als früher, recht deutlich an. Er versteckte sich nicht mehr hinter dieser kalten, undurchsichtigen Wand, was sie überraschte.
Sie war sich sicher, dass er das nach wie vor konnte, wenn er wirklich wollte. Doch er tat es nicht und ließ damit einen unverklärten Blick auf seine Erscheinung zu. Seine sonst so kalten und harten Augen wirkten dadurch um ein vielfaches weicher und sanfter. Ruhiger aber auch abgekämpft. Warum konnte sie sich denken. Schließlich sah er sie wieder direkt an.
„Ich weiß nicht genau, was Hermione dir alles erzählt hat, dass du mir den Vorfall mit der Halskette tatsächlich nachsehen kannst. Aber ich hatte wirklich nie beabsichtigt, irgendwen irgendwie in diese Geschichte mit reinzuziehen, geschweige denn zu schaden. Wahrscheinlich kannst du mir das jetzt nicht glauben, aber ich habe mich bereits in der Sekunde für meine Handlung verflucht, als ich von der Sache mit dir erfahren hatte. Dahingehend möchte ich mich jetzt auch nochmal richtig bei dir entschuldigen. Ich habe dir weder Schaden, noch sonst wie Leid zufügen wollen, kann es aber leider nicht mehr rückgängig machen, sondern dich lediglich um Verzeihung bitten. Der Vorfall tut mir wirklich furchtbar leid und. . .“ „Stopp, stopp, stopp“, unterbrach sie ihn rasch und schmunzelte letztlich.
„Du weißt doch eigentlich, dass ich dir deswegen nicht mehr böse bin?“ „Hermione sagte es damals, mir war es aber wichtig, nochmal selber mit dir zu reden und mich persönlich bei dir zu entschuldigen. Das hatte ich mir während der Schlacht schon vorgenommen, als ich dich in Hogwarts gesehen hatte. Wärst du bei Bewusstsein gewesen, hätte ich es zu dem Zeitpunkt bereits getan.“ „Stattdessen hast du in dieser Nacht noch ganz andere Dinge geleistet, wie ich mehrfach hören durfte“, schmunzelte Katie, was sich mehrte, als sich seine Mundwinkel schwach kräuselten, ehe sich wieder vermehrt eine dumpfe Schuldigkeit in seinen Blick stahl.
„War ja irgendwo das Mindeste nach allem“, murmelte er, was Katie allerdings noch in einer ganz anderen Richtung spitzen ließ.
„Das Mindeste also? Denkst du das wirklich?“ „Nein, aber ich weiß nicht, was ich noch hätte tun können“, murmelte er erneut schuldig, womit sich auch sein Blick etwas im Nichts verlor, während Katie ihn ruhig musterte.
„Ich glaube, du hast mich gerade ein bisschen missverstanden, Draco. Von dir hätte ich eher gedacht, ja schon erwartet, dass du dich entweder irgendwo feige verkriechst und wartest, bis alles vorbei ist oder das du die unterstützt. Nicht aber das, was tatsächlich war“, beschwor sie ihn ein wenig, sodass sein Blick wieder stärker ins Hier und Jetzt zurückfand und so die braunen Augen der ehemaligen Gryffindor kreuzte, die ihm aufmunternd zulächelten.
„Darüber hinaus war es auch alles andere als das Mindeste, was du für Hermione getan hast.“ Daraufhin horchte er auf.
„Was meinst du? Was hat sie dir gesagt?“ „Viel. Sehr viel“, lächelte Katie, was sich zu einem Schmunzeln wandelte, als sie sah, dass er sich ein wenig versteifte.
„Sie hat mir von diesem Fluch erzählt. Davon, wie du dich nach eurer Flucht die ganze Zeit um sie gekümmert hast und alles. Du hast mit allem, was du dann noch getan hast, ja auch dein Leben riskiert, was meiner Meinung nach nichts mit Schuldigkeiten oder so zu tun hat.“ „Es war doch aber ganz allein meine Schuld, dass es überhaupt erst so weit gekommen ist! Dass die sie so zugerichtet haben. Ich hab viel zu lange gezögert und gewartet und. . .“ „Hast du sie verflucht?“, unterbrach Katie ihn ruhig, da er drohte sich in Rage zu reden, wo er ihr auch gleich widersprach.
„Natürlich nicht! Ich. . .“ „Hast du sie verletzt?“ „Nein, aber. . .“ „Nichts, aber. Lad dir doch nicht noch mehr Schuld auf, als du am Ende wirklich an allem hast. Ich mein. . . Du hast doch schon zu einem Zeitpunkt die Seiten gewechselt, als noch alles offen war. Die Death Eater waren zu der Zeit doch sogar noch um vieles mächtiger und es hatte nichts, wirklich gar nichts, darauf hingedeutet, dass wir diesen Krieg gewinnen könnten. Wir waren ihnen da noch weit unterlegen und trotzdem hast du denen den Rücken gekehrt, sie verraten und uns geholfen. Das war nicht nur mutig, sondern zeigt, meiner Meinung nach, eigentlich recht deutlich, dass du nicht mit denen sympathisiert hast. Und um nochmal auf Hermione zurückzukommen. . .“, lächelte Katie nun ein wenig lauernd.
„Ich war bei diesen Dingen zwar nicht dabei und kann sie so vielleicht auch nicht ganz objektiv beurteilen, aber nach allem, was mir Hermione erzählt hat, und was ich im Nachhinein gehört habe, da. . . Was du alles für sie getan hast. . . So weit geht man nicht, wenn man jemanden nicht leiden kann und nur denkt, eine Schuld begleichen zu müssen oder um zu beweisen, dass man die Seiten gewechselt hat. So etwas würden wahrscheinlich nicht einmal die engsten Freunde riskieren. Das eigene Leben für einen anderen so sehr auf Messers Schneide zu legen und. . .“, brach sie ab und schüttelte leicht für sich mit dem Kopf. Noch immer schmunzelnd aber auch ein wenig überrascht und erstaunt über ihre Gedanken, Vermutungen und so sicher auch kleine Wahrheiten. Sie hielt sich diese noch einmal deutlich vor Augen, als sie ihn wieder lächelnd ansah.
„Du hast gelächelt.“ „Was?“ „Vorhin, als sie gegangen ist. Du hast verliebt gelächelt, als sie dich auf die Wange geküsst hat. Und genauso hast du ihr auch hinterher gesehen.“ „Das habe ich nicht“, gab er ihr gleich kühl, wie auch recht distanziert zu verstehen, während sich über seine Züge die allseits bekannte emotionslose Maske legte.
Katie beobachtete seine Regungen aufmerksam und sah sich dadurch ihre Ahnung nur noch mehr bestätigt, da er sich, und damit jedes noch so kleine Gefühl, wie früher hinter dieser leblosen Maske verbarg.
„Du verrätst dich gerade selber“, neckte sie ihn und lehnte sich schmunzelnd in ihrem Stuhl zurück, während Draco argwöhnisch eine Augenbraue nach oben zog.
„Ach?“ „Ja. Hättest du mich die ganze Zeit schon so blasiert angesehen, wie du es jetzt gerade tust, würde die Sache vielleicht ein wenig anders aussehen, so aber. . .“, schmunzelte sie und stützte sich schließlich mit den Ellenbogen auf dem Tisch ab, was Draco dazu veranlasste, sich von ihr weg, in seinem Stuhl zurückzulehnen. Katie ließ dann noch ihren Kopf auf die Hände sinken und betrachtete ihn weiter freundlich, wie auch ein wenig fasziniert.
„Du kannst gerne versuchen, es zu leugnen. Du hast allerdings eine sehr aufmerksame Gryffindor vor dir sitzen. Eine Frau, die diese kleinen, verräterischen Zeichen sieht und auch zu deuten weiß. Also? Wie und wann kam es denn? Ich vermute mal bereits vor deinem so deutlichen Seitenwechsel, denn das würde auch deine Fürsorge und diese Risiken erklären“, schmunzelte sie noch immer und sah ihn nun furchtbar neugierig an, was ihn schnauben ließ.
„Erstens, irrst du dich und selbst wenn, wüsste ich nicht, was dich das angeht! Ich. . .“ „Ach nee, das Frettchen hat Ausgang“, unterbrach ihn eine ätzende Stimme von Seiten der Straße. Katie blinzelte daraufhin verwundert, während Draco gefährlich den Kiefer anspannte. Sein Blick verdunkelte sich bedrohlich, den er nun stur geradeaus richtete.
Katie drehte sich unterdessen der Stimme zu und entdeckte auf der Straße neben dem Café, einmal den Ravenclaw Kevin Entwhistle, zusammen mit dem Hufflepuff Justin Finch-Fletchley. Die schauten abfällig grinsend zu Draco, der auch weiter unheilvoll einen Punkt hinter Katie taxierte. Schließlich traten die beiden Jungs näher.
„Belästigt dich der Arsch, Katie?“, begann Kevin, kaum dass er ganz an der Wildrosenrabatte stand, die das Café von der Straße abgrenzte.
„Schlimm, dass so ein Bastard von Death Eater unsere Straßen beschmutzt und die Luft verpestet“, setzte Justin nach und schob die Hände tief in die Hosentaschen.
„Willst du nicht vielleicht lieber wieder zu deinem Alten und anderen Freunden nach Azkaban? Die würden sich sicherlich freuen, dich zurückzuhaben.“ „Dann belästigst du wenigstens niemandem mehr mit deiner Drecksvisage.“ „So ein Gesicht kann echt nur eine Mutter lieben.“ „Seine Alte wird doch nicht einmal wissen, wie man das Wort schreibt“, lachte Kevin höhnisch.
„Die kann doch nur Geld ausgeben, wobei. . . Hab gehört, ihr sollt so ziemlich Pleite sein, was Malfoy?“ „Kommt davon, wenn man mit der dunklen Seite paktiert.“ „Du solltest lernen bescheidener zu sein. Schleimst du deshalb so bei den Mädels rum?“ „Versuchst du, dich aushalten zu lassen, oder machst du es ihnen gegen Bezahlung?“ „Spielst du jetzt auch den Schwanzlutscher?“, grölte Justin und schlug Kevin, der ebenfalls dreckig lachte, auf den Rücken.
In Draco begann es mit jedem Wort jedoch immer gefährlicher zu brodeln. Katie sah es. Sie erkannte deutlich, wie er die Worte, die nur zu offensichtlich aus ihm raus wollten, zwischen seinen Zähnen zermalmte und damit zunehmend eine nicht nur angespannte, sondern auch tief bedrohliche Atmosphäre heraufbeschwor, die dunkler wurde, je länger die beiden Idioten ihn beleidigten.
„Ich glaube kaum, dass sich das einer antut.“ „Nee, sicher nicht. Wenn du den Leuten wirklich einen Gefallen tun willst, dann hol dir einen Freiflugschein für den Astronomieturm.“ „Genau. Und zwar einen von der Sorte, wie du Dumbledore beschert hast!“ „ES REICHT!“, schrie Katie daraufhin aufgebracht und stand fuhr von ihrem Stuhl auf.
Ihre Hände schlug sie dabei so energisch auf den Tisch, dass ihre Tasse mit dem Wildrosentee umkippte und sich der Rest des Getränks auf dem Tisch verteilte. Kevin und Justin guckten sie, aufgrund ihrer plötzlichen Wut, stutzig an.
„Habt ihr sie eigentlich noch alle? Was fällt euch ein, hier grundlos herumzupöbeln und ihn anzugreifen?!“ „Was? Komm schon, Katie. Das ist doch nicht dein Ernst? Hast du dich jetzt auch noch von dem Penner bequatschen lassen? Der hat versucht, dich umzubringen!“, schnappte Kevin, wofür sie ihm am liebsten eine geklatscht hätte. Nicht zuletzt auch, da auf diese Bemerkung, durch die so dunkel gewordenen Augen Dracos, noch etwas anderes huschte, was sie glaubte, als Schuldigkeit einordnen zu können. Schließlich konzentrierte sie sich wieder ganz auf die beiden Idioten.
„Es war ein Unfall! Eine Verkettung unglücklicher Umstände!“ Daraufhin schnaubte Justin „Ja, klar“ und sah angewidert zu Draco.
„Mit was für einer Masche hast du Katie rumgekriegt? Hast du ihr das Unschuldslamm vorgejammert? Sie gekauft? Verflucht?“ „Weder noch!“, zischte Katie und zog damit die Aufmerksamkeit der Zwei wieder mehr auf sich.
„Im Gegensatz zu euch, besitze ich lediglich gesunden Menschenverstand und weiß den auch zu nutzen!“, donnerte sie. Kevin schnaubte aber nur abfällig: „Der scheint ja gehörig gelitten zu haben, wenn du dich jetzt auch noch mit dem Penner einlässt!“ Auf die neue Beleidigung, die nun auch Katie zum Ziel hatte, war es bei Draco ganz aus.
Er stand schneller, als einer der Drei gedacht hätte, und packte Kevin ruppig am Kragen, denn er halb über die Rosenrabatte zerrte und todbringend anfunkelte.
„Wenn du nicht endlich dein Schandmaul hältst, Entwhistle, vergeß ich meine guten Manieren und sorg dafür, dass du dir ein neues Gebiss zulegen kannst!“, raunte Draco zwar leise und beherrscht, seine Stimme war allerdings um mehrere Nuancen dunkler und gefährlicher. Ein deutliches Zeichen ihn nicht noch mehr zu reizen. Darüber hinaus hatte der Ravenclaw nun massive Probleme, nicht vornüber in den dornenbehafteten Rosenbusch zu kippen.
„Was soll das!?“, donnerte dann auch noch die Besitzerin des Cafés, als sie sah, wie Draco Kevin am Schlafittchen hatte. Die rundliche Frau, die ihnen zuvor noch die Getränke gebracht hatte, machte dann auch gleich Nägel mit Köpfen und schleuderte einen Fluch auf den Blonden, der wie vom Schlag getroffen zusammenzuckte und Kevin ruckartig losließ. Der hatte dennoch Pech und landete mit dem Gesicht voran in der Rabatte, wo er prompt rum jammerte, während Draco nach hinten stolperte und gestürzt wäre, hätte Katie ihn nicht zu fassen bekommen.
„Ich dulde keine gewalttätigen Übergriffe in meinem Café!“, ätzte die Dame wütend und deutete aufs Neue gefährlich mit dem Zauberstab auf Dracos Gesicht. Der war noch immer etwas benommen von ihrem Fluch, sodass Katie versuchte, die Situation zu entschärfen.
„Er hat doch gar nichts gemacht! Die Beiden. . .“ „Ich habe ganz genau gesehen, wie dieser . . . dieser Death Eater. . .“, spuckte sie förmlich, während es in ihren Augen zornig funkelte. „. . . den armen Jungen grundlos angegriffen hat.“ „Grundlos?!“, schnappte Katie empört und begann ihrerseits, mit vor Zorn funkelnden Blicken um sich zu werfen.
„Die Zwei sind hier aufgetaucht und haben Streit angefangen! Sie. . .“ „Ich habe nichts dergleichen bemerkt. Nur wie dieser . . . dieser Abschaum handgreiflich wurde. Aber das war ja nicht anders zu erwarten“, rümpfte sie die Nase und taxierte Draco böswillig.
„Sie verlassen sofort mein Café. Ich will Sie hier nie wieder sehen, ansonsten werden Sie die entsprechenden Konsequenzen tragen!“, drohte sie ihm, worauf er sich, noch immer leicht wankend, erhob, kurz in seiner Hosentasche kramte und letztlich ein paar Galleonen auf den Tisch knallte, ehe er der Aufforderung nachkam und die Terrasse verließ.
„Das kriegst du wieder!“, keifte Justin ihm wütend hinterher, während Katie ebenso nach ihm rief. „Draco!“ Sie wusste nicht warum, irgendwie fühlte sie sich aber schuldig, konnte das Gefühl jedoch nicht weiter erfassen, da man sie nun auch vorwurfsvoll und zudem abwertend ansprach.
„Wie können Sie sich mit diesem Individuum abgeben? Wissen Sie überhaupt, was er getan hat!?“, empörte sich die Frau, worauf Kevin gleich nachsetzte.
„Genau! Man Katie, das ist widerlich!“ „Die Einzigen, die widerlich sind und vor allem keine Ahnung haben, seid IHR!“, donnerte sie aufgebracht und eilte schließlich dem Blonden nach. Sie sah dann nur noch, wie er in einer der Seitengassen verschwand, die aus dem Dorf raus, hoch in Richtung des Schlosses führte. Keine zwei Minuten später hatte sie ihn ein und hielt ihn bei der Hand fest.
„Draco, warte“, meinte sie ruhig und konnte so nun wieder einen Blick auf seine Züge erhaschen. In seinen Augen loderte noch immer Wut und Zorn. Allerdings hatte sich darunter eine beinahe erschlagende Frustration gemischt, die noch zusätzlich etwas Schuldhaftes annahm, als er sie ansah.
„Ich. . . Tut mir leid, dass ich. . . Sie . . .“ „Was? Du hast nichts falsch gemacht“, mahnte sie ihn beruhigend und zog ihn letztlich zu einer der Bänke, die überall vor den Geschäften standen.
„Sie haben es doch nicht anders gewollt, zumal. . . Ich staune ja, dass du überhaupt so lange ruhig geblieben bist. Du bist doch sonst nicht auf den Mund gefallen“, versuchte sie ihn aufzumuntern, allerdings fing er an, mit den Zähnen zu knirschen.
„Ich hab Hermione versprochen, mich aus Ärger rauszuhalten.“ „Deswegen musst du dir doch nicht alles bieten lassen.“ „Ich kann keinen Ärger gebrauchen“, knurrte er erneut.
„Hermione wird das schon nicht so eng sehen.“ „Darum geht’s ja auch gar nicht!“ „Sondern?“, bohrte Katie, was ihn seufzen ließ und er schließlich sinnlos vor sich hinstarrte.
„Es ist viel mehr das Ministerium und die Strafverfolgung. Sie haben mir Auflagen gesetzt. Unter anderem, dass ich keine Flüche anwenden darf. Prügeleien oder so was. . . Wenn das zu denen durchdringt, dass ich Ärger mache oder in irgendeiner Form darin verwickelt bin, verfällt die Bewährung und. . .“, brach ab und presste die Kiefer fest aufeinander, während er die Hände wütend zu Fäusten ballte.
„Die Idioten müssen es letztens mitbekommen haben, als ich nochmal mit Hermione darüber gesprochen habe. Und das nutzen sie jetzt natürlich aus“, knurrte er gereizt, was sich Katie mit hochgezogener Augenbraue besah.
„Aber du kannst dir doch nicht alles gefallen lassen.“ „Muss ich aber“, knurrte er weiter, worauf sie mit dem Kopf schüttelte.
„Das geht so nicht. Wenn die merken, dass sie Oberwasser haben, wird das nicht aufhören, sondern bloß schlimmer werden!“ „Was du nicht sagst!?“, ätzte er, was sie stinkig gucken ließ.
„Sorry“, entschuldigte er sich gleich, obwohl er am liebsten laut gebrüllt und damit seine Wut herausgeschrien hätte. Katie legte ihm auf den Anblick tröstend die Hand auf den Rücken und rieb ein wenig darüber.
„Vielleicht redest du stattdessen mal mit McGonagall?“ „So weit kommt’s noch, dass ich mich bei der Direktorin ausheul!“ „Hast du früher doch auch gemacht“, neckte sie ihn leicht, worauf er schnaubte.
„Früher waren wir erstens noch Kinder und zweitens hatte ich eine bestimmte Rolle zu spielen, mit der ich nicht wirklich auffliegen wollte. Das wäre nicht bloß mir schlecht bekommen“, murrte er, was Katie fragend schauen ließ.
„Was meinst du?“ „Was wohl? Denkst du, ich hab die ganzen Jahre über nichts von den Treffen zwischen Blaise, Charlie und den Mädels gewusst?“, sah er sie ein wenig mürrisch an, worauf Katie ein geschlagenes „Oh!“ entwich, mit dem Draco den Blick senkte und wütend ein Steinchen weg kickte.
Damit kehrte unter den Beiden ein leicht angespanntes Schweigen ein, als jeder seinen Gedanken nachhing. SchlieĂźlich durchbrach Katie die Stille.
„Dann rede wenigstens mit Hermione darüber. Vielleicht hat sie ja eine Idee wegen der Idioten.“ „Nein“, murrte er erneut, sodass Katie mit den Augen rollte. Männer!, dachte sie, sah ihn dann aber wieder an.
„Warum nicht?“ „Es ist meine Sache. Davon abgesehen, hat sie mir mit allem schon genug geholfen. Ich will nicht, dass sie meinetwegen irgendwie in Verruf kommt oder sonst wie Ärger hat“, murmelte er immer leiser, was sich Katie nachdenklich besah, dann aber lächelte.
„Du überraschst mich wirklich“, schmunzelte sie, worauf er sie fragend ansah. „Was meinst du?“ „Du denkst tatsächlich nicht an dich, sondern an andere“, erklärte sie. Draco sah sie allerdings nur müde an und zuckte gleichgültig mit den Schultern, was Katie dazu animierte, ihm zu helfen.
„Rede mit ihr. Dafür sind Freunde schließlich da. Ich bin mir sicher, sie weiß Rat und. . .“ „Ich will das aber nicht, okay?“, fuhr er Katie leicht an.
„Ich klär das auf meine Art!“ „Und der Ärger, den du vermeiden sollst?“ „Werd ich schon vermeiden. Wegen den Idioten geh ich aber ganz sicher nicht zurück nach Azkaban. Da können sie sonst was versuchen“, murrte er und begnügte sich vorerst damit, besagte Idioten gedanklich auf die unterschiedlichsten Arten zu massakrieren, während Katie ihn mitleidig musterte.
Dass die Anderen es ihm trotz allem schwer machen wĂĽrden, war irgendwo vorhersehbar gewesen. Dass das dann allerdings so weit ging, dass sie es bewusst provozierten, ihn nach Azkaban zu treiben, war so ziemlich unterste Schublade.
„Die kriegen auch noch ihr Fett weg. Und dann richtig“, meinte Katie aufmunternd und erhob sich letztlich, wo sie ihn mit zog, was er sich verwundert besah.
„Hat Hermione nicht noch was von den Three Broomsticks gesagt? Wenn ich einmal hier bin, würde ich den Anderen auch gerne kurz Hallo sagen und vielleicht ein Butterbier auf den ganzen Ärger trinken.“ Daraufhin knurrte Draco ein wenig, was sie fragend schauen ließ.
„Was denn?“ „Wenn du das willst, solltest du ohne mich gehen, bevor ich aus dem nächsten Lokal flieg“, grummelte er, was Katie für einen kurzen Moment schweigsam stimmte, ehe sie ihn weiter mit sich zog.
„Jetzt red keinen Unsinn. Madam Rosmerta kennt uns doch.“ „Eben.“ „Du hast ihr doch direkt nichts getan.“ „Ich glaube kaum, dass sie den Imperius als Nichts bezeichnen würde.“ „Du hast ihr damit aber nicht geschadet, sie verletzt oder sonst wie eingeschränkt. Wenn du dich bei ihr entschuldigst, wie bei mir, wird sie schon nicht so sein. Also komm.“ Damit zog sie den brummelnden Slytherin ein paar Schritte hinter sich her, wieder mehr zurück ins Dorf, bis er sich aus freien Stücken in Bewegung setzte und sie nebeneinander herliefen.
Draco hatte dabei die Hände tief in den Hosentaschen vergraben und grummelte. Zwar war es recht angenehm und aufbauend, wenn ihn nicht gleich jeder mit Blicken lynchte. Dennoch schmeckte es ihm nicht, wie sehr die Weiber ihn unter ihren Fittichen hatten und so nach ihrer Pfeife tanzen ließen. Erst Hermione, dann hatte die kleine Weasley angefangen, Loony Luna und jetzt auch noch Katie! Letztere bemerkte sein Stinkgesicht und lachte.
„Was?“, knurrte er. „Nichts. Nur. . . Verrat mir mal, warum du schon wieder so guckst, als hätte man dir in die Suppe gespuckt?“ „Willst du nicht wissen“, grummelte er, worauf Katie noch immer grinsend mit dem Kopf schüttelte.
„Komm. Lächle wieder. Das steht dir 1’000-mal besser, als dieses miesepe-“ „Miststück“, hörten die Beiden plötzlich gedämpft, aber dennoch leicht scheppernd, worauf sich Katie stutzig um sah, wer hier erneut Arschloch spielte? Nur entdeckte sie niemanden und wollte es schließlich mit einem Schulterzucken abtun.
Als sie zurĂĽck zu Draco sah, stand der jedoch wie vom Schlag getroffen da und starrte aus groĂźen Augen ins Nichts. In dem Grau flackerte es allerdings seltsam.
Da waren schlagartig die unterschiedlichsten GefĂĽhlsregungen, die von einer dumpfen Panik, ĂĽber Verwunderung zu einer brennenden Wut, ja schon flammenden Hass, umschlugen. Seine vorhin noch so weich und freundlich erscheinenden Augen, waren von der einen Sekunde auf die andere eiskalt und so hart wie Granit geworden. Genauso, wie sie es jahrelang ausschlieĂźlich von ihm gesehen hatte.
Es war ein Anblick, der Katie verunsicherte. Das wurde sogar noch schlimmer, als sie sah, dass er zu zittern begann und die Hände zu Fäusten ballte.
„Draco? Was ist?“, fragte sie vorsichtig, allerdings reagierte er nicht. Stattdessen jagten sich seine Gedanken und Emotionen gerade gegenseitig. Diese Stimme. . . Das konnte unmöglich sein. Der konnte nicht hier sein. Der. . .
„Stupefy“, hörte er erneut diese triefende, dunkle Stimme, die er wochenlang, Tag ein Tag aus, hatte hören und damit auch diesen widerlichen Typen und seine kranken Spielchen ertragen müssen. Vor allem zum Schluss, als diese Tortur ihr Ende genommen hatte. Als Hermione ihn. . .
„Nein!“, stieß er zischend aus und schubste Katie grob beiseite, die prompt auf ihrem Hintern landete. „Malfoy!“, rief sie ihm noch sauer nach. Doch der Blonde hörte nicht, sondern hetzte in die Richtung, von wo er diese grunzende Stimme vernommen hatte.
Miststück, war das Erste, was er gehört hatte. Verdammt, dieses Aas hatte doch nicht etwa Hermione aufgelauert? Auf den bloßen Gedanken, dass es mögliche wäre, kochte ihm die Galle hoch. Wut, Zorn, abgrundtiefer Hass stiegen in ihm auf, als er ihn nochmal hörte. Nun deutlicher aber nicht mehr so laut wie zuvor.
„Na, was machst du jetzt, Missy?“, lallte er belustigt, wobei Draco nur dieser dämliche Name in den Ohren widerhallte. So hatte dieses Schwein Hermione immer genannt, wenn sie ihn besucht hatte.
„Ich bring dich um“, knurrte Draco blind vor Zorn, als er nach einer gefühlten Ewigkeit, die keine Minute war, an einer schmalen Seitengasse ankam, welche im Halbdunkel lag. Im hintersten Teil der Gasse, die zudem eine Sackgasse war, entdeckte er zwischen ein paar Kisten tatsächlich Gibson. Er lachte dreckig und kniete auf dem Steinboden, wo seine linke Hand nach etwas griff.
Halb von seiner gebeugten Gestalt und den Kisten verdeckt, konnte Draco noch ein paar schlanke Beine in einer dunkelblauen Röhrenjeans ausmachen, deren Füße in schwarzen Stiefeletten steckten, um das kleine Persönchen künstlich größer zu machen. Kurz darauf erkannte er auch, nach was der Bulle gegriffen hatte. Er sah einen braunen Lockenschopf, wie auch Rot. Blutrot, worauf irgendetwas bei ihm aushakte.
Ohne weiter darüber nachzudenken, was er tat, wie oder wohin es führte, stürzte er in die Gasse. Gibson hörte zwar noch die Schritte, kam aber nicht mehr dazu, sich dem Störenfried zuzuwenden. Stattdessen war Draco sofort bei ihm und schlug dem Bastard die Faust direkt ins Gesicht. Es knackte kurz, als sich die zertrümmerte Nase schief zur Seite schob, wodurch auch das Jochbein brach.
Sein Gegner jaulte daraufhin elendiglich auf und fasste sich wimmernd ins Gesicht, als er nach hinten kippte und sich vor Schmerz zusammenrollte. Hermiones Kopf knallte dadurch hart auf die gepflasterte Straße und gewährte Draco so nochmal einen überdeutlichen Blick, auf ihre blutende Nase und die aufgeplatzte Unterlippe.
„Du mieses Schwein!“, knurrte der Slytherin tödlich. In seinen Augen loderte ein gefährliches, dunkles Feuer, als er den kräftigen Mann am Kragen packte, herumriss und ihm erneut die Faust mit aller Gewalt ins Gesicht schlug.
„Oh Gott. . . HERMIONE!“, hörte Draco noch eine andere Stimme, die panisch rief, allerdings bekam er sie nirgends zugeordnet. Zu sehr vernebelten ihm noch immer Zorn und Hass den Geist.
In ihm kochte ein Blutdurst, eine Mordgier hoch, die er zuletzt während der Schlacht verspürt hatte. Greyback, Bellatrix, Lucius, Voldemort selbst. . . All diese Gestalten, die Hermione damals verletzt und gequält hatten. . . Denen er am liebsten eigenhändig das Genick gebrochen hätte. . . Es lief alles wieder bei ihm zusammen. All die Emotionen und Bilder kompensierte er über seine Schläge und keifte Gibson schließlich an.
„Du widerlicher Bastard! Was hast du ihr angetan?“, donnerte er mit erhobener Faust. Sein Gegner sah für den Moment aber nur noch Sterne und war inzwischen bereits mehr K.o. als alles andere.
„Spuck’s aus, oder ich brech dir das Genick!“, drohte Draco, als plötzlich zwei weiche Hände nach seiner geballten Faust griffen und diese hastig, wie auch fest umschlossen. Als er den Kopf daraufhin wütend nach hinten riss, sah er Katie, die ihn flehend ansah.
„Merlin, hör auf! Du brichst dir bloß selber das Genick!“, beschwor sie ihn, worauf er kurz bedrohlich auf die blutende Gestalt unter sich sah, zurück zu Katie und letztlich hinter die Gryffindor, wo Hermione noch immer regungslos auf dem Boden lag.
Am Ende ließ er den dreckig, fleckigen Kragen Gibsons los, der sich stöhnend auf der Seite zusammenrollte. Draco schenkte dem Mann jedoch keine Beachtung mehr, sondern kniete sich stattdessen neben Hermione, die er vorsichtig in die Arme schloss. Im nächsten Moment hielt er Katie auffordernd die Hand hin.
„Gib mir deinen Zauberstab!“, forderte er in einem gebieterischen, kalten Ton, worauf Katie kurz zuckte und verunsichert auf ihn blickte. Als sie auch weiter nicht reagierte, sah er sie aus dunklen Augen an und bellte schon halb „BELL!“, was sie nochmal zucken ließ. Allerdings gehorchte sie ihm diesmal und händigte ihm ihr Eigentum aus.
Draco konzentrierte sich im Kommenden ganz auf Hermione und murmelte „Rennervate“, worauf ein sonnengelber Strahl aus dem Zauberstab kam, welcher sich kurz über die junge Hexe legte und schließlich in ihren Körper eindrang. Wenig später kam ihr ein tonloses Murmeln über die Lippen. Sie blinzelte erst schwach, kniff dann aber fest die Augen zusammen, als ihr ein dumpfer Schmerz durch den Kopf schoss, an den sie sich fasste.
„Episkey“, murmelte Draco weiter, womit ihre Blessuren verschwanden und ausheilten. Als sie das nächste Mal die Lider hob, erkannte sie Draco und Katie deutlich. Als sie ihn ansprechen wollte, entwich ihrer Kehle jedoch nichts, an die sie sich stattdessen fasste. Draco besah es sich stutzig, aber auch Katie, die sich ihren Zauberstab wieder genommen hatte.
„Was war los? Was hat dieses Arschloch getan?“, verlange Draco zu wissen, während Hermione ihm hilflos auf ihren Hals deutete. Aus den Augenwinkeln sah sie jedoch noch etwas anderes, was ihre Augen riesengroß werden ließ. Allerdings kam sie nicht mehr dazu, ihre Freunde zu warnen, als Gibson auf sie deutete und „Expelliarmus!“ zischte. Kurz darauf riss der Zauber Katie ihren Stab aus der Hand, der irgendwo hinter Gibson in den Schatten der Gasse landete.
Als sich die Beiden daraufhin dem Typen zuwandten, schwang er erneut seinen Zauberstab murmelnd. Keine Sekunde später traf Draco ein unsichtbarer Hieb direkt ins Gesicht, auf dem sich sofort ein dicker, roter Striemen zeigte, dem ein dünnes Blutrinnsal folgte, welches sich einen Weg über seine Wange suchte.
Auf den Anblick grinste Gibson gehässig, was jedoch zu einer schmerzlichen Grimasse wurde, die sich in einen verhassten Gesichtsausdruck verwandelte. Dabei funkelten die dunklen, tückischen Augen nur so vor Mordlust und Blutgier.
„Du kleine Dreckskakerlake“, begann er mit schwerer Zunge und wischte sich mit dem dreckigen Hemdärmel über die Lippen. Nebenher spuckte er etwas Blut aus, während er bedrohlich auf die Drei, vornehmlich Draco, deutete.
„Ich hätte echt auf die alte Schabracke hören und dir das Genick brechen sollen, als ich die Gelegenheit dazu hatte! Keinen hätte es gewundert oder interessiert, wenn so einer wie du in Azkaban verreckt. Aber deine kleine Hure musste ja unbedingt auf die Barrikaden gehen, nicht Missy?“, sah er zornig zu Hermione, die Draco gleich mehr umschloss, sodass sie halb in seinen Armen verschwand. Aber auch Katie versuchte er stärker hinter sich zu bekommen, während Gibsons Blick und der Zauberstab bedrohlich auf ihn gerichtet waren.
„Dank dir und deinem hörigen Miststück bin ich meinen Job los!“, brüllte er wütend und schwang seinen Zauberstab nebenher wie eine Peitsche. Aus der Spitze stoben dabei tiefrote Lichtblitze, die auf Draco zuschossen, der nur noch rasch den rechten Arm schützend hoch riss. Mit dem linken drückte er Hermione fest an seinen Körper, die wie Katie automatisch den Kopf einzog.
Das darauffolgende Zischen Dracos, verriet den jungen Frauen, dass der Zauber ihn getroffen hatte. Glücklicherweise nur am Arm, wo der Ärmel der Sweatjacke nun an zwei Stellen der Länge nach zerfetzt war und seinen nackten Unterarm zeigte. Dieser begann nur eine Sekunde später zu bluten und färbte den Ärmel dunkelrot, was sich der Bulle dreckig grinsend besah.
„Tut’s weh, häh? Kennste ja noch, nicht?“, fragte er spöttisch lallend. In den Augen auch weiter ein gefährliches Funkeln und Blitzen, mit denen er gierig die Mädchen betrachtete. Am Ende sah er wieder zu Draco, der den Mann bedrohlich anfunkelte.
„Zum Glück lassen sich Fehler ja korrigieren. Und sobald ich mit dir fertig bin, werd ich mich ein bisschen mit deinen kleinen Flittchen beschäftigen. Die scheinen es ja richtig nötig zu haben, wenn sie sich auf solchen Abschaum einlassen“, zischte er und sah erneut zu Hermione. Dabei leckte er sich genüsslich über die Lippen.
„Dann können wir ein wenig deinen Vorlieben frönen, Missy. Ein Fick in einem dreckigen Kerker hat dich doch so angeturnt, nicht wahr?“, lallte er und nahm grinsend zur Kenntnis, wie die Hexe schlagartig aschfahl wurde und sich ihr Blick verklärte.
Draco spĂĽrte recht deutlich, dass sie zu zittern begann, worauf er wieder hasserfĂĽllt zu Gibson blickte. Auf dessen Lippen formte sich bereits ein Spruch, als seine rechte Hand von einem grellen gelben Lichtblitz getroffen wurde, der seinen Zauberstab wegschleuderte.
„Verflucht!“, zischte Gibson und hielt sich schmerzlich die Hand, als jemand fragte: „Täusch ich mich oder brauchst du Hilfe, kleiner Drache?“

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