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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Erkenntnisse

von Alex2303

۩ ۞ ۩


„‘morgen“, gab Hermione ihren Freunden zu verstehen, als sie zu Zaubertränke erschien. Sie wurde so auch von allen normal begrüßt, bis auf Charlie. Der musterte sie verwundert.
„Wo warst du denn die ersten zwei Stunden?“ „Was? Ah. . . Verschlafen“, rettete sie sich in ein entschuldigendes Lächeln, was Charlie aber weiter fragend schauen ließ. Hermione und verschlafen waren zwei Komponenten, die nicht zusammen passten, von daher trat er näher zu ihr und bohrte schließlich genauer.
„War was mit Draco?“ Daraufhin zuckte sie zusammen und sah ihn ertappt an. Blaise, der es gesehen hatte, rückte nun auch wieder mehr auf.
„Wie geht’s ihm?“ „So weit gut, denke ich.“ Die letzten beiden Worte hatte sie ein wenig unsicher angefügt, worauf die beiden Slytherins sich kurz zweifelnd ansahen, bevor sie sich wieder an ihre Freundin wenden wollten, als Professor Slughorn auftauchte, weshalb sie sich vorerst nicht weiter unterhalten konnten. Sie ließ sich an ihrem Arbeitstisch nieder, zu dem sich Harry und Ginny gesellten, die ebenfalls nach ihrem Verbleib am Morgen bohrten.
„Wo warst du denn? Wir haben dich gar nicht beim Frühstück gesehen.“ „Hab im Turm gegessen“, nuschelte sie und machte sich ein paar Notizen. Harry und Ginny tauschten daraufhin etwas verwunderte Blicke miteinander, als sich Harry wieder mehr zu ihr neigte und leise fragte: „Wie geht’s Draco?“, worauf sie zu hart aufdrückte und die Spitze ihrer Feder zerbrach.
„Das heißt wohl nicht so gut“, murmelte Ginny. Hermione seufzte, legte ihr nun unbrauchbares Schreibutensil beiseite und drückte sich etwas die Nasenwurzel mit den Fingern zusammen. Im Anschluss lehnte sie sich zurück und sah kurz ausdruckslos nach vorn. Vor ihren Augen tauchten so wieder die Bilder der Nacht auf. Das Chaos, was er im Unterbewusstsein angerichtet hatte, aber auch seine völlig abwesende Erscheinung. Diese dumpfe Panik in seinen Augen.
„Nein“, gab sie Ginny schließlich recht leise auf ihre indirekte Frage Antwort. Diese legte ihrer Freundin tröstend eine Hand auf die Schulter und drückte diese kurz. Dass Hermione regelrecht mit dem Blonden litt, hatte Ginny die letzten Tage schon ziemlich deutlich gesehen. Und das, was sie gesehen hatte, kam ihr gefährlich bekannt vor. So sehr neben sich war sie zuletzt im Sechsten gewesen, als Ron wegen der Metvergiftung im Krankenflügel gelegen hatte. Ja, ihr kam das jetzt mit Draco sogar noch schlimmer vor. Viel schlimmer, was ihre Gedanken und Vermutungen nur noch mehr in Wallung brachte, die sich Ginny, je länger sie Hermione betrachtete, immer mehr bestätigt sah. Da konnte ihre Freundin ihr sagen, was sie wollte.
„Weißt du was, Hermione? Ich denke, du hast. . .“ „Miss Weasley?“, flötete Slughorn ihr dazwischen, zu dem sie ertappt sah. „Ich bin mir sicher, dass Sie Miss Granger etwas sehr Interessantes mitzuteilen haben, allerdings würde ich Sie bitten, dass auf die Pause zu verlegen. Wir wollen schließlich nicht wieder einen so unschönen Vorfall wie letzte Woche haben, nicht?“, erinnerte Slughorn sie an ihren Unfall. Dabei lächelte er zwar freundlich, sein Blick sagte aber deutlich, dass er keine weitere Störung ohne Konsequenz dulden würde.
„Natürlich, Professor. Entschuldigen Sie bitte.“ „Gut, gut. Also. Heute widmen wir uns dem Wolfsbann Trank“, erklärte Slughorn, womit sie sich ans Brauen machten. Ginny machte sich geistig allerdings eine Notiz, Hermione nach dem Unterricht auf diese Sache anzusprechen. Dummerweise wurde Hermione, auf dem Weg in die Große Halle, sofort von Blaise und Charlie in Beschlag genommen, die die Hexe doch recht beunruhigt ran zogen.
„Was war jetzt mit Draco? Hatte er wieder so einen Anfall wie im Krankenflügel?“, fragte Blaise eindringlich und durchbohrte sie förmlich mit seinen dunklen Augen, gleich so, als ob er dadurch die Antwort auf seine Frage in ihr lesen könnte. Hermione schluckte bitterauf seine Frage, da sie nochmal die Bilder dessen vor Augen hatte. Schließlich nickte sie, worauf sich Blaise und Charlie ernst ansahen. Es war ein Blick, der Hermione nicht behagte.
„Was genau war los?“ „Ich weiß es nicht. Als ich ins Bett bin, hat er noch ruhig geschlafen. Ich bin die Nacht dann aber durch einen lauten Knall wach geworden. Ich hab erst gedacht es ist sonst was. Dann ist mir Draco in den Sinn gekommen und ich bin zu ihm rüber. In seinem Zimmer sah es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Er war zwar wach, aber nicht wirklich ansprechbar. Er hat mich nicht erkannt. Zumindest nicht richtig. Ich konnt ihn dann zwar beruhigen aber. . . Als ich ihn heute Morgen danach gefragt habe, . . . Er konnte sich an nichts erinnern. Davon abgesehen ging es ihm dann aber soweit gut. Denke ich.“ Sie war sich darüber noch immer nicht ganz schlüssig, auch wenn er kurzzeitig wieder etwas frech geworden war. Vermutlich hatte er damit aber nur versucht seine Unsicherheiten . . . überhaupt alles, damit zu überspielen.
Als sie geendet hatte, warfen sich Charlie und Blaise erneut ernste Blicke zu. Inzwischen waren die Drei auch fast an der Halle. Die beiden Jungs machten allerdings keine Anstalten rein zu gehen, sondern dirigierten ihre Freundin in eine etwas ruhigere Nische.
„Was ist denn los? Was habt ihr?“ Blaise fuhr sich auf die Frage mit der Zunge etwas über die Lippen. Es war ihm anzusehen, dass er nach einem Ansatz suchte. Charlie war schneller, der wie immer die kalten Fakten auf den Tisch legte.
„Hör zu, er hat offensichtlich nicht nur in seinem Zimmer Schaden angerichtet, sondern im ganzen Schloss.“ „WAS?“, schrie sie auf die Aussage, kam aber nicht zu mehr, da ihr Blaise schnell den Mund zu hielt. Charlie nickte, womit sie Blaise’ Hand weg schob und ihren Freund fassungslos ansah.
„Was meinst du damit, im ganzen Schloss?“, keuchte sie. „Genau das. Es ist mittlerweile zwar alles wieder gefixt aber. . . Es war beim Frühstück Thema Nummer eins. In sämtlichen Klassenzimmern, Gemeinschaftsräumen und Schlafsälen hat es die Fenster und Spiegel zerschlagen. Im Gryffindor Turm und bei den Ravenclaws muss es besonders schlimm gewesen sein. Da ist offensichtlich noch anderes Zeug zu Bruch gegangen. Wahrscheinlich, weil euer Turm in der Nähe ist. Bei uns in den Kerkern und bei den Hufflepuffs war es aber auch noch deutlich zu spüren, genauso auf den Ländereien.“ „Wie jetzt?“ „Sagen wir mal so, Hagrid musste in der Nacht vier fünf Bäume löschen“, bemerkte Blaise, den Hermione daraufhin mit derartig großen Augen ansah, dass sie damit Dobby hätte Konkurrenz machen können.
„Was?“, krächzte sie halb erstickend. Charlie nickte. „Von den Anderen scheint das keiner wirklich mit Draco in Verbindung zu bringen.“ „Woher auch?“, mischte sich Blaise dazwischen. „Immerhin hat außer uns, Tonks und Pomfrey, keiner den Zirkus im Krankenflügel mitbekommen.“ „Was auch ganz gut ist“, fügte Charlie an. Hermione hatte aber noch immer zu tun, das setzen zu lassen. Das konnte doch nicht sein? Er konnte doch nicht wirklich eine derartige Magiewelle freigesetzt haben? Oder?
„Hermione?“ „Hah?“ Sie sah noch immer vollkommen überfordert zu ihren beiden Freunden, denen die Sache genauso schwer im Magen lag wie ihr.
„Wie ist das möglich? Wie. . . Wie kann er im Unterbewusstsein so viel Schaden anrichten? Ich mein. . . Im Krankenflügel war es doch auch nicht so extrem.“ „Hat er gestern Abend noch irgendeinen von den Tränken genommen?“, fragte Charlie ernst, der Hermiones Antwort bereits erahnte, denn sie schüttelte mit dem Kopf.
„Nein.“ „Deshalb. Madam Pomfrey hatte ihn doch die ganze Zeit mit ihren Tränken ruhig gestellt. Da konnte sich seine Magie am Ende auch nicht voll entfalten. Das jetzt aber. . .“ „Merlin“, stöhnte Hermione und fasste sich an den plötzlich wild schwirrenden Kopf. Sie hätte nicht gedacht, dass sich das so extrem ausweiten könnte. Dass es ihm nicht gut ging hatte sie zwar gesehen, aber das. . .
„Miss Granger, hier sind Sie“, echote ihr plötzlich unverhofft die Stimme ihrer Direktorin in den Ohren nach, die sehr sehr ernst auf die junge Hexe blickte. „Professor, was. . .“ „Ich muss Sie sprechen. Dringend.“ Damit fiel ihr Blick auf die beiden jungen Männer. „Haben Sie ihr bereits von den Vorfällen berichtet?“ Daraufhin nickten die Beiden, was Minerva ihnen gleich tat.
„Dann folgen Sie mir bitte in mein Büro. Alle drei.“ Kurz darauf setzten sie sich in Bewegung. Das ganze stutzig vom Rest ihrer Freunde beobachtet. Und das gleichermaßen von den Slytherins, wie auch Gryffindors, wo Astoria dann doch mal unsicher zu Ginny trat.
„Wisst ihr was da los ist?“ „Nicht wirklich. Allerdings. . .“ „Was?“, klinkte sich Theo dazwischen. „Ich hab so das blöde Gefühl es geht um Draco.“

۩ ۞ ۩


„Bitte setzen Sie sich“, hielt Minera die Drei an, die im Büro der Direktorin auch noch auf Tonks trafen, die ziemlich nachdenklich und auch leicht in sich gekehrt bereits in einem der Sessel saß.
„Nun, ich gehe davon aus Sie können sich denken, warum ich Sie her gebeten habe?“ „Draco“, warf Blaise in den Raum, kaum dass alle vier saßen. Minerva nickte und konzentrierte sich nun gänzlich auf Hermione.
„Sie sind im Bilde über die Ausmaße der letzten Nacht?“ „Kaputte Fenster, Spiegel und brennende Bäume“, wiederholte Hermione tonlos, die es noch immer nicht so richtig fassen konnte. Minerva nickte ernst.
„Poppy hatte mich bereits über die Vorfälle im Krankenflügel unterrichtet. Dass es nun allerdings solche Ausmaße erreicht, ich denke, damit hat keiner von uns gerechnet.“ „Nein“, murmelte Hermione auch weiterhin dünn, was die Direktorin benickte.
„Sie hatten mit Poppy darüber gesprochen, dass es Draco in Ihrem Turm besser gehen würde. Offensichtlich scheint dies aber dennoch nicht der Fall zu sein. Es scheint eher noch schlimmer geworden zu sein.“ Auf den Kommentar klappte Hermione der Kiefer kurz runter. Allerdings meldete sich Charlie dann gleich noch zu Wort.
„Ist es nicht. Madam Pomfrey hat ihn die letzten Tage aber ununterbrochen mit Beruhigungstränken ruhiggestellt. Er hat gestern aber keinen genommen, weswegen sich alles diesmal wohl richtig entladen hat und nicht so gedämpft“ „Charlie hat Recht“, bestätigte Tonks ihm seine Vermutung. „Immer wenn er unruhig geworden ist und der erste Schaden entstand, haben wir ihm etwas gegeben.“ „Ich verstehe. Nichtsdestotrotz scheint mir die Situation noch um einiges ernster als ursprünglich vermutet. Ich hatte mich diesbezüglich bereits mit Poppy unterhalten und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es im Augenblick vermutlich für alle das Beste ist, wenn wir vorerst beantragen, dass Draco auf die Traumastation ins St. Mungos verlegt wird und. . .“ „Sie wollen ihn abschieben?!“, fauchte Blaise ihr furchtbar wütend dazwischen, während Hermione erneut fassungslos der Mund aufklappte. Aber auch Charlie schoss unheilvolle Blicke auf die Direktorin.
„Wir wollen ihn nicht abschieben, aber nach den Vorfällen im Krankenflügel, allen voran den Auswirkungen letzte Nacht, muss ich mir leider die Frage stellen, was das Beste für alle ist. Ich trage für jeden einzelnen Schüler hier Verantwortung. Aufgrund der Explosionen letzte Nacht hätten auch noch andere Schüler verletzt werden können und. . .“ „Es ist aber niemand verletzt worden!“, unterbrach Blaise sie. „Die scheiß Fenster hat es doch alle nach außen zersprengt!“ „Es hätte auch anders kommen können! Und ich möchte Sie bitten mich nicht noch einmal zu unterbrechen, Mr. Zabini!“, fuhr Minerva ihn aufgebracht, wie auch streng an, während Charlie ihn zurück auf seinen Stuhl zog.
„Hören Sie. Ich kann Sie und Ihre Ansichten verstehen. Deswegen wollte ich Sie in dieser Angelegenheit auch noch mit zu Rate ziehen. Ich weiß, dass Sie Draco helfen wollen, und dass er diese Hilfe braucht. Dass es Ihnen dreien offensichtlich auch möglich ist, weit genug zu ihm durchzudringen um ihm zu helfen.“ Damit richtete sich Minerva an Hermione.
„Würden Sie mir bitte erzählen, was genau alles letzte Nacht passiert ist?“ Daraufhin nickte die Hexe und gab alles bis aufs kleinste Detail wieder, bis hin zu ihrem Abschied am Morgen. Als sie geendet hatte nickte Minerva für sich.
„Ich verstehe. Was ich nun von Ihnen dreien wissen möchte ist, wie Sie seinen allgemeinen Zustand einschätzen?“ „Wir?“, stutzte Hermione. Minerva nickte. „Poppy kann ihm in dieser Verfassung nicht groß helfen. Sie ist auf dem Gebiet der physischen Verletzungen ausgebildet, nicht auf dem der psychischen und vor allem seelischen. Sie als seine Freunde kennen ihn sehr genau. Wie schätzten Sie seine psychische Konstitution ein?“ „Beschissen“, warf ihr Blaise wütend entgegen.
„Verdammt, was erwarten Sie nach so kurzer Zeit? Die Sache ist noch nicht mal eine Woche her. Er ist gestern erst wieder halbwegs zu sich gekommen und wir wissen immer noch nicht, wie sehr diese Schweine ihn noch gequält haben. Er hat in Askaban schon einen Haufen Scheiße durch, genauso bei den Todessern und seinem Alten. Denken Sie allen Ernstes, das gibt sich mal eben mit einem Fingerschnippen? Er ist innerlich kaputt. Die Sache im Raum der Wünsche hat dem Ganzen nur noch die Krone aufgesetzt. Wenn Sie ihn jetzt auch noch abschieben, wird er sich etwas antun! Verdammt, er braucht uns.“ „Sie denken also, Sie können ihm helfen?“ „JA, verflucht nochmal!“, schnauzte Blaise noch immer furchtbar wütend, den Hermione recht nachdenklich musterte und so seine Worte vermehrt sacken ließ. Minervas Blick wanderte zu Tonks.
„Was denkst du?“ „Das Blaise hat Recht. Er braucht einfach noch etwas Zeit. Gib ihm die, Minerva. Er hat im Raum der Wünsche wahrscheinlich die Hölle durchgemacht. Du kannst nicht erwarten, dass sich das innerhalb von ein paar Tagen gibt. Erst recht nicht mit so einer Vorgeschichte, wie Blaise sagte. Es grenzt für mich schon an ein Wunder, dass er das überlebt hat. Es wäre ein Fehler ihn mit diesen Dingen jetzt alleine oder Fremden zu überlassen. Dass du auf die anderen Schüler Rücksicht nehmen musst verstehe ich. Ich denke, das werden Hermione, Blaise und Charlie auch verstehen“, sah sie zu den Dreien die unisono nickten, wenngleich es bei Blaise mürrisch blieb, womit Tonks weiter sprach.
„Aber für Draco wäre diese Entscheidung keine Hilfe, sondern ein weiterer Schlag ins Kreuz, der ihm inzwischen das Genick brechen könnte. Warte noch ein bisschen ab. Lass ihm noch etwas Zeit, sich zu finden und zu fangen. So wie ich Hermione verstanden habe, schien es ihm heute Morgen ja bereits wieder etwas besser zu gehen, was ich ehrlich gesagt nicht gedacht hätte, nach allem, was im Krankenflügel passiert ist. Dahingehend muss ich Charlie auch wieder Recht geben. Er hatte dutzende Beruhigungstränke intus, damit sich sein Körper erstmal richtig erholen kann. Wenn ihm die die Nacht jetzt aber gefehlt haben, ist es kein Wunder was passiert ist.“ Damit sah Tonks zu Charlie.
„Vielleicht schreibst du deinem Vater auch nochmal. Unter Umständen hat er etwas, was Draco nachts besser hilft als Poppys Tränke. Ich hatte ehrlich gesagt nämlich den Eindruck, dass die von Mal zu Mal schlechter gewirkt haben.“ „Sein Körper wird sich einfach recht schnell daran gewöhnt haben. Und bei dem Schaden, den diese Typen bei ihm angerichtet haben ist es klar, dass sich da einiges angestaut hat. Wahrscheinlich musste das auch erstmal raus“, resümierte Charlie nachdenklich, worauf Tonks nickte.
„Gut, dann werden wir es so handhaben. Sollte sich dennoch mit der Zeit keine Besserung abzeichnen, dann. . . So leid es mir tut, aber dieses Risiko kann ich der Schule und den Schüler nicht auf die Dauer zumuten.“ „Sicher“, schnarrte Blaise noch immer furchtbar wütend. In den Augen ein giftiges Funkeln, mit dem er Minerva strafte. Diese sah es und nahm den dunkelhäutigen Slytherin nochmal genauer in Augenschein.
„Hören Sie, Blaise. Ich kann Ihre Wut auf mich und meine Entscheidungen nachvollziehen. Mir ist bewusst, dass Sie Ihren Freund schützen wollen und ganz offensichtlich denken, es würde mich nicht wirklich kümmern. Dass ich die Schüler Ihres Hauses vielleicht verurteile, allen voran Draco. Dem ist nicht so. Mir liegt sehr viel daran, dass sich die Häuser untereinander endlich vertragen. Dass es geht, sehe ich an Ihnen. Und gerade Draco hat eine äußerst bemerkenswerte Wandlung vollzogen.“ „Er war nie so ein Arschloch. Er hat die Ansichten von Lucius und diesen anderen Psychos nie geteilt. Er wollte das alles nicht!“, brachte Blaise die Sache nochmal sauer auf den Punkt, worauf Minerva nickte. Verständig.
„Ich wollte damit auch nur sagen, dass es nun deutlich zu sehen ist. Allen voran für den Rest Ihrer Mitschüler. Eben auch, dass gerade Sie und Draco sich nun so gut miteinander verstehen“, sah Minerva zu Hermione, die etwas gedankenverloren an ihren Fingernägeln puhlte und ihrer Direktorin ruhig lauschte.
„Wie dem auch sei. Ich denke, es ist soweit erst einmal alles geklärt. Sollte es doch noch irgendwelche Probleme geben oder wenn Sie spezielle Hilfe bei etwas benötigen, lassen Sie es mich bitte wissen. Ich habe ein genauso großes Interesse daran, dass Draco wieder zu einer normalen Gemütsverfassung zurückfindet wie Sie auch. Wenn Sie nichts mehr auf dem Herzen haben, dürfen Sie gerne gehen.“ „Nur zu gern“, murrte Blaise noch immer sauer vor sich hin, womit die Drei verschwanden. Kaum unten angekommen, kotzte sich Blaise nochmal richtig aus.
„So ein scheinheiliges Getue. Die tut doch geradeso, als ob Draco eine tickende Zeitbombe wäre! Wahrscheinlich kann sie es gar nicht abwarten ihn irgendwie loszuwerden.“ „Das stimmt nicht! Sie macht sich wirklich ihre Gedanken“, versuchte Hermione ihn zu beruhigen, worauf er sie anfauchte: „Auf wessen Seite stehst du eigentlich?“ „Hey Blaise, jetzt komm mal wieder runter!“, zog Charlie ihn knurrig am Arm zu sich und funkelte ihn warnend an.
„Hermione kann doch auch nichts dafür. Davon abgesehen hat sie Recht. Dracos Verhandlung? Schon vergessen? McGonagall hat sich da genauso für ihn eingesetzt. Und das nicht wenig.“ „Scheiße, man. Ich weiß ja“, fuhr er sich gestresst mit den Händen übers Gesicht und durch die kurzen Haare. Schließlich sah er reumütig zu Hermione.
„Tut mir leid, es ist nur. . .“ „Ist schon gut. Es ist im Moment einfach alles ein bisschen viel und einfach nur scheiße.“ „Perfekt formuliert“, bemerkte Charlie trocken und sah kurz auf seine Uhr, um mit einem Murren festzustellen, dass ihre Mittagspause fast vorbei war. Sie mussten sich beeilen, wollten sie nicht auch noch zu ihrem jeweiligen Unterricht zu spät kommen.

۩ ۞ ۩


Die restlichen vier Stunden verliefen verhältnismäßig ruhig, sah man einmal davon ab, dass die Drei gänzlich in ihren eigenen Gedanken versunken waren und man sie vergeblich versuchte, auf irgendetwas anzusprechen. Hermione reagierte noch nicht einmal auf die Fragen von Professor Babbling. Auch nach dem Unterricht bekamen Harry und die Anderen keine Möglichkeit zu fragen was los war? Was McGonagall von ihnen wollte, denn die Drei verkrümelten sich recht schnell in den Gängen. Diese führten sie ohne Umwege in den siebten Stock zu den Schulsprecherräumen.
„Regentropfen“, murmelte Hermione, womit das Gemälde zur Seite schwang, während sich Blaise und Charlie verwundert ansahen. „Ein neues Passwort?“ „Ja. Ich hab es gestern Abend sicherheitshalber geändert.“ „Denkst du, wir haben es irgendwem weitererzählt?“, monierte Blaise ein wenig beleidigt. Hermione schüttelte mit dem Kopf.
„Nein, natürlich nicht. Aber für den Fall, dass es vielleicht mal jemand mitgehört hat. Ich hab es Harry und Ginny ja auch gegeben und. . .“ „Demzufolge könnte es euer ganzer Turm wissen“, warf Blaise ein, den Hermione nun doch mal böse ansah. „Die Beiden haben es garantiert niemandem weiter gesagt! Wenn doch, dann nicht bewusst“, verteidigte sie ihre Freunde. Charlie derweil versuchte den aufkommenden Streit zu schlichten.
„Jetzt kriegt euch wieder ein. Das Passwort zu ändern, warum auch immer, war auf alle Fälle keine schlechte Idee. Vielleicht behältst du das die nächste Zeit auch erstmal bei, bevor du ins Bett gehst. Immerhin wissen wir noch immer nicht, mit wem wir es zu tun haben. Ob es jemand aus der Schule war oder nicht.“ „Hm“, murmelte Hermione, die bereits die Treppen zu ihren Schlafräumen empor stieg, als sie etwas scherbeln hörten. Die Drei hielten daraufhin inne und lauschten. Dem Scherbeln folgte ein dumpfes Poltern und Krachen, worauf sie sich unsicher ansahen, bevor Blaise mit einer dumpfen Gewissheit „Draco“ flüsterte.
Damit waren die Drei ganz oben vor seiner Tür aus der scheinbar Kampfgeräusche drangen. Hermione schob diese gleich mit gezücktem Zauberstab auf und wollte blindlings hineinstürzen, als ihr ohne Vorwarnung eine Vase entgegen geflogen kam.
Mit einem verschreckten Aufschrei wich sie zurück und zog die Tür sofort wieder zu, an welcher die Vase lautstark zerschellte. In der nächsten Sekunde sah sie hilflos zu den beiden Jungs, die merklich schluckten. Wie sollten sie in das Zimmer kommen, wenn sie drohten, vom Mobiliar erschlagen zu werden?
„Was machen wir jetzt?“ Daraufhin schwiegen die Beiden kurz, bis Charlie „Schildzauber“ murmelte. Kurz darauf hatte Blaise einen recht großen, wie auch starken heraufbeschworen, der sie alle drei vor dem umherfliegenden Chaos schützen würde.
„Los“, meinte er nur noch zu Hermione, die die Tür erneut öffnete und nun die Ausmaße der kleinen großen Katastrophe richtig deutlich sah. Bücher, Pergamentrollen, seine Schreibutensilien, aber auch anderer Kleinkram wirbelte wie ein Tornado im Kreis um das Bett herum. Allerdings auch schwereres Mobiliar, wie einer der Sessel, der erneut zertrümmerte Spiegel und der Stuhl, fegten in einem erhöhten Tempo durch den kleinen Raum. Unter all diese Dinge hatten sich gefährlich spitz, scharf und funkelnd, die Scherben des Spiegels und Fensters gemischt, die mehr als einmal an dem Schild abprallten.
„Merlin“, keuchte Blaise aufgrund des Anblickes, bevor seine Konzentration auf das Bett fiel, in dem Draco wühlte wie ein Irrer. Er riss mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Decke herum und murmelte brüchig irgendetwas vor sich hin. Auf seinen Zügen glänzte vermehrt der kalte Schweiß, aber auch blutige Schnitte konnten die Drei erkennen.
„Scheiße“, entwich es Blaise wieder, als sie am Bett waren, wo er den Schild noch etwas ausweitete und vor allem verstärkte, um seinen Freund vor seiner eigenen Magie und Unkontrolliertheit zu schützen.
„Draco? Wach auf, es ist alles gut“, griff Hermione nach ihm. Sie rüttelte ihn vorsichtig bei den Schultern und versuchte schließlich, ihn mehr zu sich zu ziehen, als er in einem panischen Aufschrei hoch fuhr und gegen sie prallte. Zeitgleich löste sich der Tornado in einem lauten Knall in Luft auf. Dabei krachten sämtliche Einrichtungsgegenstände gewaltvoll gegen die Wände.
Die Drei hofften inständig, dass sich das Chaos diesmal nur auf sein Zimmer beschränkte und nicht wieder von der ganzen Schule Besitz ergriffen hatte. Nach dem Gespräch mit McGonagall wäre das äußerst ungünstig. Darüber würden sie sich aber später Gedanken machen. Zuallererst kam die Gesundheit ihres Freundes, der inzwischen wieder in sich zusammengesackt war und schwer atmend in Hermiones Armen lag.
„Draco? Hörst du mich? Wir sind’s. Blaise, Charlie und Hermione“, versuchte sie ihn behutsam anzusprechen und legte ihm schließlich beruhigend die Hand auf die blass-kalte Wange, über die sie sanft mit den Fingerspitzen strich. Der Blonde reagierte allerdings nicht, sondern lag nach wie vor regungslos mit geschlossenen Augen in den Armen der Gryffindor, die unsicher zu ihren beiden Schlangen sah. Charlie rückte damit etwas mehr auf und versuchte näher nach seinem Freund zu sehen. Sein Puls raste noch immer unwahrscheinlich.
„Hol mal ein Glas Wasser und ein kaltes Tuch“, wies er Blaise an. Keine Minute später reichte Blaise ihm beides. Das Tuch gab Charlie an Hermione weiter, die es auf Dracos Stirn drapierte und etwas mit ihrer Hand fixierte, während Charlie versuchte ihm vorsichtig das Wasser zu reichen.
„Draco? Trink was“, redete er ihm gut zu und war dann doch angenehm überrascht, dass der Blonde die klare Flüssigkeit problemlos schluckte. Scheinbar war er doch nicht so weit weg, wie es schien. Nur einen Augenblick später bestätigte sich Charlies Verdacht, denn er blinzelte erschöpft mit kleinen Augen vor sich hin.
„Hey“, grinste Charlie erleichtert. Dieser Ausdruck verschwand jedoch nach und nach wieder, denn der Blick seines Freundes war seltsam verklärt.
„Draco?“, rief er nach ihm, wo sich nun auch Blaise stärker in das Blickfeld des Blonden schob. „Wir sind’s“, versuchte auch Blaise seine Aufmerksamkeit zu wecken, jedoch regte sich nichts in den trüben, grauen Augen. Diese blickten scheinbar durch die Beiden hindurch in weite Ferne, was Charlie schlucken ließ. Es war nur zu offensichtlich, dass ihr Freund noch immer nicht richtig bei sich war. Dass er geistig noch immer irgendwie, irgendwo fest hing. Und dieses wo, war alles andere als gut für ihn.
„Wo hast du die Tränke von Pomfrey hingeräumt?“, richtete sich Charlie an Hermione, die etwas betreten auf den nun leeren Beistelltisch deutete. Draco hatte die Phiolen in seinem Anfall offensichtlich genauso zerlegt, wie alles andere, worauf Charlie stöhnte. Hermione kam ein Gedanke.
„Dobby.“ „Was?“, stutzte Blaise, sie reagierte aber nicht, sondern rief nochmal deutlich nach dem Elf. „Dobby!“ Kurz darauf ploppte es und das kleine Wesen erschien in einer Verbeugung.
„Miss Hermione haben ge-“, verstummte er schlagartig, als er das Chaos und die Apathie Dracos bemerkte. „Was . . . was. . .“, stammelte der Elf, kaum dass er näher an das Bett heran getapst war.
„Kannst du uns etwas von Madam Pomfrey holen?“ „Natürlich! Was . . . was benötigt Miss Hermione?“ „Bring mich einfach zu ihr runter. Ich glaube, ich kann ihr das besser erklären“, mischte sich Charlie dazwischen, nach dessen Hand der Elf prompt griff und gehorsam nickte. Kurz darauf waren die Beiden weg.
„Was machen wir jetzt?“ „Warten bis Charlie zurück kommt“, murmelte Hermione und ließ ihren Blick erneut über den Blonden wandern, der leicht zu zittern begann. „Das meinte ich nicht. Ich. . .“ „Gib mir die Decke“, unterbrach Hermione Blaise, der ihr die Laken reichte, mit denen sie den Blonden umhüllte und ihn letztlich noch etwas fester zu sich nahm.
„Was ich sagen wollte. . . Was machen wir, wenn das jetzt wirklich länger so bleibt?“, musterte Blaise sie unsicher, womit ihr Blick auf Draco fiel, der die Augen mittlerweile wieder geschlossen hatte. Mit dem Kopf lehnte er inzwischen etwas stärker an ihrer Schulter.
„Ich weiß es nicht. Ihm ging es heute Morgen ja wirklich besser. Aber wenn er jedes Mal, wenn er schläft, in diesen Zustand fällt. . .“ „Na jedes Mal scheinbar nicht. Du hast doch gesagt, er war heute früh klar im Kopf.“ „Ja. So richtig versteh ich es zwar nicht aber. . .“ „Ich glaube, ich aber.“ „So?“ „Du hast doch gesagt, du bist in der zweiten Nachthälfte gleich bei ihm geblieben, falls doch nochmal was ist.“ „Ja.“ „Schätzungsweise hat er deine Gegenwart im Unterbewusstsein gespürt“, erklärte Blaise und bestätigte Hermione damit ihre leise Vermutung. Dass er irgendetwas von ihr bemerkt hatte, denn er hatte sie die ganze Nacht nicht wieder losgelassen.
„Möglich“, murmelte sie noch immer nachdenklich, als Charlie mit Dobby zurückkam. In der Hand ein kleines Päckchen mit Tränken. „Und? Hat er sich gefangen?“ „Nein. Ich glaube, er schläft auch schon wieder“, murmelte Hermione und sah auf Draco. Charlie nickte daraufhin nur und flößte ihm schließlich zwei Tränke ein. Im Anschluss legten die Drei ihn wieder richtig hin und versorgten seine Schnittverletzungen. Dobby kümmerte sich in der Zeit um das noch immer herrschende Chaos.
Als Draco soweit versorgt und das Zimmer wieder intakt war, setzten sich die Drei recht trübsinnig auf das Bett und hingen jeder ihren Gedanken nach, wie sie der verkappten Situation am besten Herr wurden? Wie sie Draco mit seinem Problem am besten helfen konnten. Nur kam keiner der Drei zu einem wirklich brauchbaren Schluss. Hier halfen keine Medikamente, sondern nur sehr viel Zeit. Zeit, die ihnen McGonagall hoffentlich auch ließ, denn mit einem hatte auch Tonks Recht. Nämlich, dass es ihm in einer fremden Umgebung, bei fremden Personen, die vermutlich nicht einmal wirklich Interesse an seiner Gesundheit hätten, höchstwahrscheinlich den Rest geben würde.
Schließlich verschwanden Blaise und Charlie zum Abend hin, denen Hermione nur noch das neue Passwort mit auf den Weg gab, bevor sie zurück zu Draco schlich, um den Blonden im Auge zu behalten. Das erschien ihr im Moment das Beste und auch Einzige, was sie tun konnte. Auf seine Regungen zu achten und ihn notfalls gleich zu wecken, sollte er sich wieder drohen, in dem Dunkel seines Geistes zu verlieren.
Sie war dann auch gerade mit dem Abendessen beschäftigt, was ihr Dobby netterweise gebracht hatte, als Draco anfing, zu murmeln. Sie ließ daraufhin alles stehen und liegen und setzte sich wieder zu dem Blonden aufs Bett, den sie vorsichtig versuchte aus seinem Schlaf zu wecken.
„Draco?“, hauchte sie leise und strich ihm etwas durch die Haare, wie auch über die Wange. Am Ende wurde sie dafür mit einem erschöpften Blinzeln belohnt, welches zur Abwechslung wieder unverklärt war.
„Hermione?“, murmelte er matt, was sie erleichtert lächeln ließ. „Ja. Wie fühlst du dich?“ „Als ob mir der Schädel gleich platzt“, stöhnte er kratzig und massierte sich die Schläfe, wo Hermione nun auch nochmal nach seinem Fieber sah. Es war noch immer nicht weg.
„Und sonst? Hast du Schmerzen?“ „Bloß Kopfschmerzen. Das mit den Büchern war wirklich ‘ne blöde Idee“, nuschelte er kaum hörbar und drehte sich letztlich auf den Bauch. Das Gesicht halb im Kissen vergraben. Hermione runzelte nur mit der Stirn, aufgrund seiner Aussage.
„Bücher?“ „Hm. Ich wollt bloß ein bisschen lesen. Ging nur irgendwie nach hinten los.“ „Ah. Korrigier mich bitte, aber hast du mir letzte Woche nicht selber noch verboten mit einer Gehirnerschütterung zu lesen?“, neckte sie ihn ein wenig. „Ja ja“, nölte er nur und zog sich schließlich das Kissen ganz über den Kopf. Hermione konnte daraufhin nicht anders, als schmunzelnd mit ihrem zu schütteln. Am Ende zog sie ihm das Kissen weg, worauf er sie tranig ansah.
„Schwindlig?“ „Hm“, murmelte er leise, worauf sie knapp nickte und sich zur Seite neigte, wo sie in dem Paket mit den Phiolen zu suchen begann. Schließlich hielt sie ihm eine hin.
„Charlie hat dir nochmal was von Madam Pomfrey geholt.“ „War da nicht noch was da?“, nuschelte er leicht abwesend und ließ sich die Phiole geben.
„War, ja. Allerdings hat dein Unterbewusstsein es vorgezogen, damit Twister zu spielen“, gab sie ihm ruhig zu verstehen, als er den Inhalt der Phiole schluckte und sich dadurch gleich verschluckte.
„Was?“, krächzte er in einem leichten Husten, da ihm der Trank etwas in die falsche Öffnung geraten war. Hermione seufzte nur und sah ihn besorgt an.
„Du erinnerst dich wieder nicht, oder?“ „Woran?“ „Das Charlie und Blaise nach dem Unterricht noch mit hoch gekommen sind. Deine Magie hatte sich da aber auch wieder mehr entladen und. . . Du hast uns nicht wirklich registriert?“ „Nein. Ich. . . Hab. . . Hab ich euch verletzt?“, fragte er unsicher, schon leicht geschockt, worauf sie beruhigend mit dem Kopf schüttelte.
„Nein. Nur dein Zimmer etwas neu dekoriert.“ Daraufhin blickte er sich in besagter Räumlichkeit um, konnte aber keine Veränderung feststellen. „Dobby war so lieb dann gleich wieder aufzuräumen.“ „Okayyy“, gab er gedehnt von sich und sah schließlich zurück zu seiner kleinen Hexe.
„Hab ich sonst noch etwas gemacht, was ich wissen müsste?“, fragte er unsicher. Es behagte ihm nicht, dass er derartige Erinnerungslücken hatte. Letzte Nacht erst und jetzt wieder. Hermione schüttelte daraufhin beruhigend mit dem Kopf.
„Nein. Du bist dann auch relativ schnell wieder eingeschlafen. Charlie hat dir dann nur noch zwei Tränke gegeben. Die scheinen auch ganz gut geholfen zu haben und. . . Wo wir gerade dabei sind, Madam Pomfrey meinte, ich soll deine Wunden morgens und abends mit der Salbe behandeln, damit sie optimal zu- und ausheilen. Es sah heute Morgen ja schon ganz gut aus“, lächelte sie ihm zu, was er kurz sacken ließ bevor er nickte, sich dann aber ganz hoch quälte.
„Ich geh bloß schnell duschen“, murmelte er und verschwand mit ein paar frischen Sachen im Bad. Zeit, die Hermione nutzte, um sich ebenfalls bettfertig zu machen. Wirklich alt würde sie heute auch nicht mehr werden, da sie die vorangegangen Tage und auch letzte Nacht, nicht allzu viel Schlaf abbekommen hatte. Als sie wieder bei Draco war versorgte sie, wie am Morgen, stillschweigend seine Blessuren. So auch seinen Arm, wo er sie diesmal gleich ohne murren machen ließ.
„Sieht schon besser aus“, meinte sie aufmunternd, als sie mit allem fertig war. Draco nickte allerdings nur etwas abwesend und zog sich ein frisches T-Shirt über, bevor er sich ergeben in sein Kissen und die Decke kuschelte.
„Hast du keinen Hunger?“ „Nein“, murmelte er müde und blinzelte bereits etwas tranig vor sich hin, was Hermione dazu verleitete, ihm durch die noch etwas feuchten Haare zu streichen. Für gewöhnlich konnte er das nicht leiden, erst recht, wenn Blaise der Übeltäter war. Jetzt schloss er die Augen und genoss diese fürsorgliche Berührung, die ihn immer mehr wegdriften ließ.
„Brauchst du noch etwas?“, fragte Hermione nach einer Weile leise, worauf er schon gar nicht mehr reagierte. „Draco?“, rief sie nach ihm, bekam aber nur ein undefinierbares Murmeln zu hören, womit sie sich mehr zu ihm beugte.
„Draco?“, hauchte sie nochmal, worauf er mehr schlafend als wach „Geh nich. . .“ nuschelte, was sie nachdenklich auf ihn sehen ließ. Zeitgleich gingen ihr ihre Gedanken, wie auch Blaise’ Worte, erneut durch den Kopf.
Schließlich verschwand sie ans Bettende an die Truhe und suchte dort die dicke Wolldecke für die kalten Wintertage und noch ein Kissen heraus, welches sie neben seinem drapierte. Mit der warmen Decke machte sie es sich neben ihm gemütlich, um zum einen ein Auge auf ihn zu haben aber auch, um seiner Bitte nachzukommen.
So lag ihre Konzentration noch eine ganze Weile auf dem Blonden, wo sie ihre Finger mal wieder nicht bei sich behalten konnte und diese noch etwas über seine Züge, wie auch durch die Haare wandern ließ. Irgendwann nickte auch sie weg.

۩ ۞ ۩


Es war ein undefinierbares Murmeln, gepaart mit hektischen Bewegungen, die sie mitten in der Nacht aus ihrem wohlverdienten Schlummer rissen.
Hermione brummte, rollte sich zur Seite und wollte die Decke über den Kopf ziehen, als ihr klar wurde, dass sie A) nicht in ihrem Bett lag und B) wer für die nächtliche Störung verantwortlich war. Damit war sie wach, drehte sich zu Draco und erkannte im fahlen Licht des Mondes, dass er schon wieder extrem unruhig schlief und an der Decke herum zerrte, wie auch brüchig murmelte.
Rasch machte sie etwas Licht und beugte sich über den Blonden, den sie mit Gesten und Worten versuchte aus seinen dunklen Träumen zu wecken.
„Draco? Draco, wach auf. Es ist alles in Ordnung“, rüttelte sie ihn sacht, dennoch fuhr er in einem Aufschrei hoch, was sich erneut negativ auf sein Fenster und den Spiegel auswirkte. Draco selbst saß keuchend, mit rasendem Herzen im Bett, während sich seine Hände zittrig in die Bettdecke krallten. Und das so sehr, dass die Knöchel weiß hervortraten. Seine Augen waren panisch weit aufgerissen, während sein Blick drohte sich in einer kalten Dunkelheit zu verlieren.
„Draco?“, hauchte Hermione vorsichtig und legte ihm behutsam die Hände auf die Schultern, worauf er wieder zusammenzuckte und den Kopf panisch zu ihr herum riss.
„Sch. Alles okay“, gab sie ihm beruhigend zu verstehen. Zeitgleich wanderte ihre Hand ein wenig und legte sich schließlich auf seine Wange, über die sie beruhigend strich. Sie konnte so deutlich erkennen, wie der Schrecken aus seinen Augen wich und diese langsam einen Weg zurück ins Hier und Jetzt fanden.
„Hermione?“, krächzte er heiser, worauf sie nickte. Erleichtert darüber, dass er richtig bei sich war. „Du hast geträumt.“ „Was?“, keuchte er noch immer schwer. Darunter mischte sich ein immer stärkeres Zittern. Sie sah es jetzt erst, aber er war schon wieder völlig verschwitzt.
„Ein Traum. Du bist im Schulsprecherturm. In deinem Zimmer“, erklärte sie und strich ihm nebenher die nassen Haare aus der Stirn, auf die sie letztlich ihre Hand legte und seufzte.
„Ich bin gleich wieder da“, hauchte sie ihm beruhigend zu und kletterte rasch aus dem Bett, noch bevor er dazu kam irgendetwas zu erwidern. Er sah ihr keuchend nach, wie sie im Bad verschwand. Von dort hörte er kurz darauf Wasser rauschen, bevor sie mit einem feuchten Tuch zurück kam und nur noch schnell ihren Kopf in seinen Kleiderschrank steckte. Als sie aus diesem wieder auftauchte, hatte sie in der anderen Hand ein frisches T-Shirt, was sie fürs Erste achtlos auf das Bett legte. Sie selbst hockte sich wieder zu ihm und strich ihm mit dem kalten Tuch etwas über den Nacken, bevor sie ihn richtig zu sich zog und das kühle Tuch auf seiner Stirn drapierte.
„Besser?“ „Hm. . .“, seufzte er matt und ließ sich einfach nur von ihr halten, beruhigen und wärmen. Letzteres brauchte er immer mehr, denn er begann vermehrt zu frieren und zu zittern. Hermione bemerkte es und angelte nach der Decke, die sie ihm über den Körper zog. Als er warm umhüllt war, legte sie ihm zusätzlich noch die Arme um.
Er blieb so etwas dämmrig in ihren Armen liegen und blickte ausdruckslos vor sich hin, womit sich sein Herzschlag nach und nach auch wieder beruhigte, als er plötzlich leise „Warum. . .“ murmelte, sodass sich ihr Blick wieder verstärkt auf ihm verlor.
„Was?“ „Warum ist das . . . warum haben die. . .“, begann er wieder mehr zu zittern und schaffte es so auch nicht seinen Satz zu beenden, da sich dieses Dunkel erneut drohte seiner zu bemächtigen, sodass er stattdessen mit einer schmerzlichen Gewissheit fragte: „Bin ich so ein Arsch?“ Daraufhin wusste Hermione kurz nichts zu sagen, worauf er bitter die Augen schloss und sich aus der warmen Umarmung lösen wollte, nur zog sie ihn gleich wieder zu sich, als ihr Hirn ihr deutlich machte, dass sie ihm eine Antwort schuldig war.
„Nein. Merlin, nein“, hauchte sie und küsste ihn auf die Schläfe, bevor sie ihn wieder fest in den Armen hielt. „Dann wär ich jetzt nicht hier und du auch nicht“, gab sie ihm ruhig zu verstehen und begann ihm durch die Haare zu streichen.
„Warum dann diese . . . Sache?“ Er konnte es einfach nicht anders ausdrücken. Zu sehr quälten ihn die Gedanken an das Durchlebte. Hermione seufzte daraufhin schwer und legte ihren Kopf noch etwas mehr auf seinen.
„Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, was in den Köpfen mancher Menschen vor sich geht. Ich will es auch nicht wissen. Mir ist derartiges zuwider“, erklärte sie ihm ruhig und zog ihn noch etwas fester zu sich. „Lass dich davon nicht fertigmachen. Tonks wird die Typen finden und dann kriegen sie ihre gerechte Strafe für das, was sie dir angetan haben“, meinte sie aufmunternd und wiegte ihn unbewusst etwas in ihren Armen.
„Sie meinten es wäre gerecht“, begann er nach einer ganzen Weile sehr sehr leise, wie auch irgendwie tonlos, als sie bereits dachte, er wäre wieder eingeschlafen. Auf seine knappen Worte blickte sie wieder auf ihn. Sie erkannte da erst, dass er mental aufs Neue begann abzudriften. Dass er diese Dinge erneut durchlebte.
„Ich dachte erst, es ist bloß ein kranker Streich von Entwhistle und den anderen Idioten. Aber so gestört ist nicht mal der Schwachkopf. Sie haben irgendwas gefaselt von wegen sie würden Gerechtigkeit ausüben, und dass mir diesmal keiner den Kopf aus der Schlinge zieht, indem er alles schön redet und die Tatsachen verdreht.“ Als er sprach klammerte er sich verstärkt an Hermione, um sich ihrer Gegenwart und damit der jetzigen Realität erneut richtig bewusst zu werden.
„Da gab es nichts schön zu reden. Es war die Wahrheit, auch wenn das manche nicht sehen wollen“, erklärte sie ihm auf seine gequälten Wort beruhigend und hauchte ihm noch einen sanften Kuss auf den Haaransatz, was ihn zum weiterreden animierte.
„Sie meinten das Dunkle Mal wäre Beweis genug für alles, was ich getan hätte. Dass das Mal mit nichts zu rechtfertigen wäre. Sie haben dann angefangen, es zu zerstechen und zerschneiden. Als ich versucht hab was zu zu sagen, haben sie mich geschlagen und getreten und mir die Luft abgedrückt. Sie meinten, dass sie mich für alles zur Rechenschaft ziehen würden“, begann er zu zittern und klammerte sich noch etwas stärker an seine Löwin, die vermehrt das Gefühl hatte, er könnte in ihren Armen zerbrechen.
„Sie meinten es wäre nur Gerecht, wenn ich . . . wenn ich das Gleiche zu ertragen habe, wie all die Unschuldigen.“ Mit der Erklärung bestätigte sich für Hermione Tonks’ Verdacht. Dass es sich hier tatsächlich um ein Opfer der Todesser handeln musste, welches blutige Rache wollte. Frei nach dem Motto: Auge um Auge, wie Tonks schon gesagt hatte.
„Sie haben mich die ganze Zeit mit allen möglichen Flüchen traktiert und. . .“, brach er ab, schluckte und kuschelte sich wieder fest an seine liebe Löwin, die ihm auch weiter im Stillen lauschte. Dabei strich sie ihm beruhigend durch die Haare und über den Rücken, was ihm half.
„Als ich kaum noch konnte, hatte ich irgendwann einen Zauberstab im Nacken. Sie meinten, es wäre genug und wollten es beenden. Als sie dann den . . . den Avada gesprochen haben, da . . . da. . .“ Er schluckte und kniff die Augen fest zusammen, als sich die Kälte aufs Neue in seinem Körper auszubreiten begann. Zeitgleich verkrampfte sich sein Herz aufs Neue, nur um in der nächsten Sekunde unter Schmerzen weiter zu hämmern.
Hermione sah, dass er sich unwahrscheinlich mit dem Erlebten quälte. Und das so sehr, dass sich ihm ein paar Tränen in die Augen stahlen. Zeitgleich nahm auch sein Zittern zu, wo sie bereits nicht mehr wusste, wie sie ihn noch weiter beruhigen konnte.
„Sie haben nicht auf dich gezielt“, flüsterte sie und strich ihm auch weiter durch die Haare, während Draco leicht hysterisch lachte. „Nein. Stattdessen haben sie gelacht und gemeint, dass sie mich nicht so leicht davon kommen lassen würden. Sie haben dann wieder ihre Flüche gewirkt, bis sie der Ansicht waren es jetzt doch zu tun, aber. . .“, schluckte er und drückte sich wieder vermehrt an seine Hexe. So kehrte kurzzeitig Stille ein, in der er versuchte sich zur Ordnung zu rufen und zu beruhigen. Vergebens.
„Ich weiß nicht mehr wie oft sie das gemacht haben. Ich dachte jedes Mal aufs Neue, jetzt nur. . .“ „Es ist nie passiert. Zum Glück“, hauchte sie warm und schenkte ihm noch einen kleinen, sanften Kuss, den sie ihm auf die Schläfe drückte, bevor sie sich in seinen zerwühlten Schopf kuschelte. Nebenher kraulte, streichelte und wiegte sie ihn ein wenig.
„Kannst du dich sonst noch an irgendetwas erinnern?“, fragte sie nach einer Weile behutsam. „Wie viele oder ihre Stimmen?“ „Nein“, murmelte er gleichermaßen matt, wie auch noch immer tonlos. Seine Augen waren dabei auch weiter seltsam leer.
„Es waren mindestens zwei. Zumindest waren es zwei unterschiedliche Stimmen. Es hat alles aber ständig so dumpf geechot. Die Stimmen waren blechern und verzerrt und kamen auch irgendwie von überall.“ „Wahrscheinlich ein Zauber“, murmelte Hermione nachdenklich.
„Ich weiß es nicht.“ „Ist dir sonst vielleicht noch irgendwie etwas . . . aufgefallen? Kam dir irgendetwas bekannt vor?“, bohrte sie behutsam, da er gerade mehr von sich aus angefangen hatte zu erzählen. Sie wollte ihn damit nicht bedrängen, da sie selbst nur zu gut wusste, wie schwer es war über derartiges zu reden. Wie sehr es die Seele quälte und belastete alles nochmal auch nur ansatzweise zu durchleben. Allerdings hatte sie die leise Hoffnung, dass er vielleicht etwas bemerkt haben könnte, was auf die Täter hinwies oder sie gar verriet. Wenn Tonks sie hatte, es würde ihm sicher auch helfen und beruhigen. Genauso wie sie ihm auch weiter helfen und ihn beruhigen würde.
„Nein“, gab er ihr nach einer kleinen Weile jedoch leise zurück. „Okay. Es ist nur. . . Tonks denkt, dass es wahrscheinlich jemand war, der den Todessern vielleicht entkommen ist, oder aber gewisse Dinge gesehen und vielleicht auch selbst durchlebt hat und. . . Ich weiß ja, was Lestrange für Vorlieben hatte oder Greyback und. . . Na ja, vielleicht sind sie bei dir auch ein bestimmtes Muster durchgegangen. Irgendeine Marotte, die einer der Todesser hatte um . . . uhm. . .“ „Keine Ahnung. Verdammt, ich . . . ich. . .“, fing er wieder an zu zittern und auch etwas hektisch zu atmen, was ihr deutlich machte, dass sie gerade zu tief gegraben hatte.
„Schschsch. Ist schon gut. Ich wollte dich damit jetzt nicht nerven. Tut mir leid.“ Sie holte etwas Luft und legte schließlich die Lippen an sein Ohr, wo sie ihm erleichtert zu verstehen gab: „Ich bin froh, dass du lebst. Dass die mit ihrem kranken Spiel keinen Erfolg hatten, nur. . .“, brach sie ab und kuschelte sich abermals halb in seinen Schopf.
„Ich hab wahnsinnige Angst, dass sie es wieder versuchen. Ich will, dass Tonks sie findet, damit sie dir nicht nochmal etwas antun können. Weil. . . Ich will keinen Freund mehr verlieren. Ich will dich nicht wieder hergeben müssen“, flüsterte sie immer leiser und verstärkte ihrerseits ihre Umarmung.
„Ich hab dich lieb, Draco. Ganz gleich was die Anderen über dich sagen oder denken. Ich weiß, was sich wirklich hinter der Fassade von Slytherins Eisprinzen versteckt“, schmunzelte sie, da sie die Bezeichnung schon ewig nicht mehr benutzt hatte und nun auch etwas völlig anderes damit verband.
„Ich hab den richtigen Draco gesehen. Den liebevollen Menschen mit dem großen und starken Herzen, der sich Sorgen um seine Freunde macht. Der bereit ist etwas für andere, die ihm wichtig sind, zu riskieren und auch zu opfern. Mit all dem, da. . . Da hast du einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Mein kleines, süßes Frettchen“, fügte sie noch neckisch an, was seinen Zweck nicht verfehlte, denn er grinste schwach und lachte leise, bevor er sie sanft in die Seite zwickte.
„Biber“, warf er ihr leise zu, worauf sie seine Blödelei letztens zu ihrem Geburtstag nach machte und kurz Biber für ihn spielte, bevor sie ihm nochmal durch die Haare strich und beruhigend auf die Stirn küsste.
„Versuch noch ein bisschen zu schlafen.“ „. . . Bleibst du hier?“, fragte er verunsichert und linste ebenso zu ihr auf, worauf sie lächelte und nickte.
„Ja. Ich kümmer mich bloß schnell um das Fenster. Okay?“ „Hm.“ Daraufhin ließ er sie los und folgte ihr kurz mit Blicken, wie sie zu besagtem Fenster trat und den Schaden wieder in Ordnung brachte. Das gleiche bei seinem Spiegel. Kurz darauf war sie zurück, wo sie sich erst die Mollydecke nehmen wollte, Draco hielt dann aber seine Decke etwas hoch. Die war zum einen wärmer und zum anderen wollte er sie richtig bei sich haben.
Hermione kroch nach einer kurzen Sekunde des Zögerns dann auch unter diese und rückte ganz zu ihm auf. Sie schlang ihm die Arme etwas um die Mitte, was er ihr gleich tat.
„Okay, so?“ „Mehr als okay“, hauchte er ergeben, wie auch glücklich darüber, dass sie ihm diese Nähe ließ, womit er sie noch ein ganz klein wenig mehr zu sich zog und die Nase, wie auch das Gesicht am Ende halb in ihrem Schopf vergrub.
„Danke.“ „Aber nicht dafür“, gab sie ihm ruhig zurück und kuschelte sich ihrerseits an seine Brust. Es war ein äußerst angenehmes Gefühl, was diese Nähe bei beiden zurückließ. Es war etwas Beruhigendes. Etwas Warmes. Die simple, aber dennoch so bedeutsame Gewissheit nicht allein zu sein.

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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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