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Fanfiction

Was im Verborgenen liegt - Bitterer Schmerz

von Alex2303

۩ ۞ ۩


Es waren nur drei Worte. Drei Worte, die einem Menschen die Welt bedeuten konnten, oder aber die Welt eines Menschen vollkommen zerstören konnten. Jetzt und hier war es Dracos Welt, die in einem hellen Scherbenregen auseinander barst, je länger er der Gryffindor in die Augen blickte. Es waren große, feuchte Augen, die ihn mit einer dumpfen Panik anstarrten, worunter sich ein bitterer Schmerz mischte, bis ihr die ersten Tränen über die Wangen kullerten.
Es waren keine Tränen der Freude oder Verlegenheit oder dergleichen, sondern bittere Tränen aus Schmerz. Einem quälenden Schmerz, der ihn selbst immer mehr überrannte, je länger er diese Dinge in ihren Augen las. Es war ein Schmerz, der sogar noch etwas schlimmer wurde, als sie ihm ihre Hand, und damit auch irgendwo ihre Nähe entzog, bevor sie schließlich schwach mit dem Kopf schüttelte. Ihm auf diesem Weg ihre Zurückweisung, ihr Nein, entgegen brachte. Ein Nein zu seinem Geständnis und allem was dieses beinhaltete. Hätte beinhalten können.
Draco konnte nicht sagen wie lange er sie so ansah. Stillschweigend, mit der Gewissheit, dass sämtliche seiner Träume und Hoffnungen endgültig wie eine Seifenblase zerplatzt waren. Da war schlagartig nur noch eine dumpfe, dunkle, kalte Leere in seinem Innern, die sich immer stärker seiner zu bemächtigen begann. Die ihn umhüllte und in dunkle Untiefen riss, denen er gehofft hatte entfliehen zu können. Jetzt aber war alles wieder verstärkt präsent, womit er geschlagen den Kopf senkte, und somit auch den bitteren Blickkontakt zu der Hexe abbrach, die ihm nichts zu sagen hatte.
„Okay“, murmelte er letztlich nur noch leise. Mehr für sich als an sie gewandt, bevor er sich wieder erhob und zurück ans Portrait trat, durch welches er vor nicht einmal einer halben Stunde erst gekommen war. Frohen Mutes, mit dem Gefühl der Lebendigkeit. Jetzt aber. . .
Es war eine Regung, die Hermione jetzt erst wieder gänzlich aus ihrer Schockstarre riss, als er Anstalten machte zu verschwinden. Ihr wurde in der Sekunde erst wirklich tief bewusst, was sie mit ihrem Schweigen, überhaupt ihrer ganzen Haltung und Reaktion, angerichtet hatte. Sie hatte ihm nur zu offensichtlich das Herz zerfetzt, was er ihr irgendwo schutzlos auf einem Silbertablett dargeboten hatte. Schlimmer noch, denn er hatte ihr nicht einfach nur gesagt, dass er sich in sie verliebt hätte, sondern dass er sie liebte. Das war gleich nochmal eine Steigerung. Die Ultimative schlechthin, denn wenn ein Mann so etwas sagte und einem zudem dann noch in die Augen sah. . . Mit einer bangen Hoffnung, wie auch grenzenloser Angst. . . Ihr wurde jetzt erst wirklich klar, dass es ihm tatsächlich ernst damit war. Dass es nicht vielleicht doch bloß eine Schwärmerei oder Verliebtheit oder sonstiges war. Jetzt aber ?
Merlin, sie konnte nicht sagen wie sehr sie sich selbst gerade verabscheute und hasste, für das, was sie ihm mit allem antat. Sie hatte ihm nicht weh tun wollen. Sie hatte ihn nicht verletzten wollen, all das aber mit ihrem verdammten Schweigen, und damit auch ihrer Zurückweisung erreicht. Und sie wusste, es würde noch schlimmer werden, wenn sie ihn jetzt einfach so gehen ließ. Sie würde damit wirklich alles zwischen ihnen zerstören und das war etwas, was sie nicht wollte. Sie wollte ihn nicht wieder verlieren. Auf keinem Weg. Das hatte sie ihm mehr als einmal gesagt und auch so gemeint. Nur war sie jetzt gerade drauf und dran auch noch die letzte Verbindung zerreißen zu lassen.
„Draco !“, rief sie ihn dann aber, als er das Portrait gerade öffnen wollte und so auch öffnete, womit sie hastig auf den Beinen war und zu ihm stolperte, bevor er wirklich ganz aus dem Raum, und damit auch einem nicht minder großem Teil ihres Herzens verschwinden konnte.
Sie fiel so fast über ihre Füße, als sie zu ihm stürzte und ihn nur einen Herzschlag später erreichte. Hastig schlang sie ihm die Arme von hinten um den Oberkörper und vergrub das Gesicht bitter in seinen Schulterblättern.
„Geh nicht. Bitte, geh nicht“, schluchzte sie ihm leise, wie auch mit leicht gebrochener Stimme in den Rücken, bevor sie den Kopf zur Seite legte und ihre Umarmung noch etwas verstärkte, obwohl das kaum noch möglich war. Hermione aber hatte das fürchterliche Gefühl, seine Gestalt würde sich im Nichts auflösen und ihr zwischen den Fingern zerrinnen.
„Es tut mir so leid. Bitte sei nicht böse. Bitte. Ich hab dich wirklich furchtbar lieb und ich will dich nicht wieder verlieren, aber das. . . Es gibt da jemanden, von dem ich weiß, dass ich ihn liebe. Mit dem mich etwas Besonderes verbindet und ich. . . Es tut mir leid. Wirklich. Du bist mir unwahrscheinlich wichtig geworden. Du bist einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben geworden und ich hab. . . Ich wollte dir nicht weh tun. Glaub mir bitte. Ich. . . Es tut mir so schrecklich leid. Bitte verzeih mir. Bitte. Ich. . .“, schluchzte sie mehr und mehr, sodass ihre Worte letztlich gänzlich in ihren bitteren Tränen erstickten. Auch wusste sie nicht mehr, was sie ihm noch sagen konnte. Was es vielleicht irgendwie besser, oder zumindest weniger schmerzhaft für ihn machte. Letztlich aber gab es keine Worte der Welt, die ihr in dem Moment hätten helfen können, den Scherbenhaufen zu ihren Füßen wieder zu fixen. Es gab keine Worte, die ihm den Schmerz hätten nehmen können. Im Gegenteil.
Hermione hatte das fürchterliche Gefühl, dass sie es mit ihren Worten sogar noch schlimmer machte. Dass ihm diese nur noch mehr weh taten, als dass sie ihm vielleicht in irgendeiner Art Trost spendeten. Das einzige, was sie sich jetzt überhaupt noch im Stande sah zu tun, war ihn festzuhalten, damit er ihr nicht weg lief. Dass er noch immer so regungslos, halb in der Öffnung des Portraits stand, überraschte sie ja auch. Genauso, wie es sie irgendwo ein wenig quälte, denn es wäre ihr schon fast lieber gewesen, er hätte sich umgedreht und sie angeblafft, was für eine gefühllose, kaltherzige, egoistische, dumme Kuh sie doch war. Sie hätte gewollt, dass er sie fertig machte, seinen Frust und den Schmerz an ihr ausließ. Sie hätte es ertragen und stillschweigend genickt. Sie hätte jeglicher Beschimpfung im Stillen zugestimmt und genickt. Doch Draco schwieg, was sie fast zur Verzweiflung trieb.
„Draco, sag etwas. Bitte“, schluchzte sie ihm erneut in den Rücken, womit er langsam wieder etwas aus den kalten Untiefen seines Bewusstseins auftauchte, je länger sie weinte und sich selbst dafür zu geißeln begann, dass sie seine Gefühle nicht erwidern konnte. Sich dafür entschuldigte, dass sie jemand anderen liebte.
„Es ist nicht Weasley, oder ?“, begann er leicht gepresst, allein auf die Vorstellung und ballte so unwillkürlich die Hände zu Fäusten, die er gerne in dieses sommersprossige, dümmliche Gesicht schlagen wollte, sollte Hermione ihm einen Grund dazu geben. Alles und jeden anderen konnte er irgendwie ertragen, wenn es sie glücklich machte. Aber nicht diese Ausgeburt an Dummheit, Inkompetenz und vor allem Gefühllosigkeit.
„Bitte sag mir, dass du nicht wirklich immer noch etwas für diesen dreckigen Bastard. . . .“ „NEIN ! Merlin, nein. Nein, nein, nein, nein“, beruhigte sie ihn rasch und kuschelte sich zudem wieder stärker an ihn. Sie ließ ihre Hände so auch zu seinen wandern, nach denen sie griff, damit er aufhörte sich zu verkrampfen.
„Nein, das ist lange vorbei und. . . Es war ein riesen Fehler von mir dieser Vorstellung überhaupt so lange nachzujagen, dass ich mein ganzes Leben mit ihm verbringen könnte. Er hat mich immer wieder aufs Neue verletzt, wegen nichts eigentlich. Und ich war immer wieder so dumm, ihm zu verzeihen und ihm weiter nachzulaufen. Aber das ist vorbei. Endgültig“, erklärte sie ihm, worauf er etwas dumpf nickte. Wenigstens etwas.
Hermione wiederum sah bitter zu ihm auf und überlegte aufs Neue, wie sie ihm den Schmerz nehmen konnte. Die Enttäuschung. Allen voran aber wie sie verhindern konnte, dass er den Turm, verständlicherweise, doch noch verließ, denn er stand nach wie vor in der Öffnung des Portraits, mit dem Rücken zu ihr.
„Es tut mir wirklich leid. Ich. . .“ „Man kann keine Gefühle erzwingen“, unterbrach er sie dann aber leise, wie auch bitterlich traurig, was ihr erneut fast das Herz zerriss, wusste sie doch selbst, was das für ein Gefühl war, von jemanden, den man liebte, zurückgewiesen und verletzt zu werden. Sie wusste wie weh das tat. Und sie hatte ihm doch nicht weh tun wollen. Am allerwenigsten so ! Das hatte er nach allem absolut nicht verdient.
„Es tut mir so leid“, schluchzte sie ihm erneut leise in den Rücken und klammerte sich wieder schier verzweifelt an ihn, was er selbst allmählich nicht mehr ertrug. So drehte er sich schließlich um und schloss sie seinerseits in die Arme, sodass sie an seiner Brust lag und ihm ins Hemd weinte, während er sie nun tröstend hielt. Etwas, was ihr so falsch vorkam. Dass er jetzt, trotz allem noch so lieb zu ihr war. Ihr wäre es so viel lieber gewesen, er würde sie anschreien. Zumindest für den Moment.
Draco wiederum, versuchte sich innerlich wieder zur Ordnung zu rufen, auch wenn ihm selbst gerade zum Heulen zumute war. Am liebsten hätte er sich irgendwo verbuddelt, um zu sterben. Metaphorisch betrachtet. Stattdessen versuchte er sich irgendwie auf das Wesentliche zu konzentrieren. Auf das, was er bis vor einer halben Stunde noch hatte, und auch weiterhin nicht verlieren wollte. Nämlich ihre freundschaftliche Beziehung. Das war alles, was er jetzt noch hatte und was ihm erhalten bleiben konnte. Dass er nicht alles bekam, was er sich wünschte und ersehnte, hätte er wissen müssen. Ahnen müssen. Und im Großen und Ganzen, da. . . Er sollte einfach mehr das Positive in allem sehen.
Er war weitestgehend frei gesprochen worden, es herrschte Frieden, alte Feindschaften waren begraben worden und er konnte seinen Abschluss mit Freunden nachholen. Er hatte damit die Chance auf eine Zukunft und ein Leben. Nur leider nicht mit ihr. Dieser wichtige Punkt zu seinem persönlichen Glück blieb ihm verwehrt.
So wollte er sie wenigstens als gute Freundin halten. Wenigstens das, denn aus seinem Innersten verbannen konnte er sie nicht. Er hatte es lange versucht und seine Gefühle für sie verleugnet, womit es am Ende aber nur noch schlimmer geworden war. Diese Anziehung. Das Verlangen. Die Sehnsucht.
Nicht selten sprach man davon, dass es nur einen Menschen gab, der für einen geschaffen war. Der einen perfekt komplettierte und ausfüllte. Draco konnte ein Liedchen von diesem Gefühl singen, denn er hatte es in der Gryffindor gefunden. Er wusste, dass es sie und nur sie war, die er brauchte und wollte. Er wusste, dass er für keine andere Frau je so würde empfinden können. Es gab nur diese Eine. Und das würde für ihn auch so bleiben, solange er lebte. Es war ihm eine bittere Gewissheit.
„Ich hab dich lieb, Draco. Wirklich. Und ich will dich nicht wieder verlieren, nur. . .“ „Schon okay“, unterbrach er sie dünn. „Ich. . .“, stockte er kurz und zog sie noch etwas mehr zu sich, wo er das Gesicht halb in ihrem Schopf vergrub.
„. . . Ich bin nur froh, dass es jetzt raus ist. Diese Ungewissheit, das . . . das war noch schlimmer und. . .“, wieder stockte er und wurde zudem leicht unsicher, als er seine letzte Bitte anbrachte. Als er versuchte sich an den letzten Halt zu klammern, während Hermione verweint zu ihm aufblickte.
„Wir . . . wir bleiben Freunde. Oder ? Ich. . . Bitte. Das ist alles was ich. . .“, der Rest seiner Worte erstickte in ihrer neuen Umarmung, über die sie sich wieder ganz fest zu ihm zog und ihm aufs Neue in die Schulter schluchzte.
„Natürlich bleiben wir Freunde. Ich hab dir doch gesagt, dass ich dich nicht wieder gehen lasse“, gab sie ihm zumindest diese kleine Bestätigung, mit der er sie wieder fester hielt und das Gesicht erneut in ihrem Schopf barg. Aber auch das konnte letztlich nicht mehr verhindern, dass sich ihm doch noch ein paar bittere Tränen aus den Augenwinkeln stahlen, während er auch weiter mit dem Rücken an dem offenen Portrait lehnte, und die ebenfalls weinende Gryffindor warm in den Armen hielt.

۩ ۞ ۩


„Du kommst spät !“, blaffte Goyle Sr. Lucius an und musterte diesen, in seiner exklusiven Aufmachung, mit Argwohn. Lucius aber nahm es gelassen zur Kenntnis und trat mehr in den heruntergekommenen Raum, der ihm und den anderen bis Dato als Unterschlupf diente.
„Gewisse Dinge lassen sich nicht von jetzt auf gleich regeln. Es brauchte etwas, um sie von unserer Sache zu überzeugen“, erklärte er und ließ den Blick kurz über die übrigen Anwesenden schweifen.
„Aber diese Frau spielt mit ?“, erkundigte sich Dolohow etwas misstrauisch, worauf Lucius nickte. „Sie hat, wie erwartet, selbst ein recht großes Interesse daran, dass die alte Ordnung wiederhergestellt wird. Ebenso sinnt sie auf Rache, wie wir alle“, erklärte er und sah noch einmal in die Runde, die ihn irgendwo anwiderte.
Sie alle waren in gewisser Hinsicht zwar seine Brüder, das hieß aber noch lange nicht, dass er sie in irgendeiner Art achtete, weniger noch, dass ihm ihr Leben auch nur einen halben Knut Wert war. Nach der Schmach und Demütigung, die er im vergangen Jahr zu erdulden hatte, und an der sie sich alle, wie sie hier standen, beteiligt und gelabt hatten, würde er jedem einzelnen nur zu gern den Avada ins Gesicht brennen. Nur würde es im Moment seinen Interessen nicht weiter dienen. Immerhin konnte er alleine nichts ausrichten. Das musste auch sein Retter gewusst haben, wobei er noch immer rätselte, wer es war, dem er den Schwur geleistet hatte ?
Es war eine Frage, auf die auch keiner der Übrigen eine Antwort hatte, denn darüber hatten sie sich bereits kurz nach ihrer Flucht die Köpfe zerbrochen. Ihr Retter aber hatte sich niemandem von ihnen wirklich gezeigt. Zwar hatte Lucius eine Vermutung, nur konnte er nicht nachvollziehen, warum gerade dieser Mann ihm hätte helfen sollen ? Offensichtlich aber traute er den Übrigen nichts zu, denn er war, soweit er das verstanden hatte, der Einzige, dem ihr Retter etwas mehr erklärt hatte. Den Anderen schien er nur den unbrechbaren Schwur für die Freiheit und Ergebenheit abgenommen zu haben. Kein Wort schien über irgendwelche Pläne gefallen zu sein. Über die Rache. Zu diesem Schluss waren sie nach und nach selbst gekommen, aufgrund der Zeitungen, die, dessen war sich Lucius inzwischen sicher, bewusst hier deponiert worden waren, um die Rachegelüste der Übrigen zu schüren. Rache für ihren Fall, den Verrat, den Niedergang ihrer erhabenen Werte und Gesellschaft. Und in Crabbes und Goyles Falle, Rache für den Tod ihrer Söhne.
„Sie ist in der Tat bereit uns zu helfen. Gegen gewisse Gegenleistungen, versteht sich.“ „Was für Gegenleistungen ?“, schnaubte Jugson. Lucius aber lächelte gönnerhaft. „Leistungen, um die ich mich kümmern werde. Keine Sorge.“ „Und von wem sprechen wir hier ?“, bohrte Antonin Dolohow, dem Lucius’ Geheimniskrämerei nicht so ganz schmeckte.
„Niemanden, den ihr kennt. Und wo wir gerade dabei sind, sie legt keinen Wert darauf, direkten Kontakt zu uns zu haben. Sie wird uns lediglich aus dem Hintergrund mit den entsprechenden Mitteln unterstützen und zuarbeiten. Was das betrifft, ich konnte sie zudem auch davon überzeugen, uns einen etwas angemesseneren Unterschlupf zur Verfügung zu stellen. Ein kleines, verstecktes Anwesen in Wales. Nichts weiter Besonderes, aber es dient unseren Zwecken. Von dort können wir ungehindert agieren und planen“, erläuterte er weiter.
„Wieso hast du sie nicht einfach unter den Imperius gestellt ?“, verlangte Crabbe grunzend zu wissen, was Lucius müde belächelte. „Es war erstens nicht nötig, da sie recht willig war.“ Im wahrsten Sinne des Wortes, ging es Lucius amüsiert durch den Kopf, der die vergangene Nacht und den Morgen ausgiebig zu nutzen gewusst hatte. „Und zweitens ist unseren Interessen letztlich mehr gedient, wenn sie klar im Kopf ist. Jemanden, der unter dem Imperius steht, bestimmte prägnante Aufgaben erledigen und Besorgungen machen zu lassen, ist nicht selten recht auffällig, das solltest du eigentlich wissen“, höhnte Lucius leicht, worauf sein Gegenüber grunzte und schnaubte.
„Lassen wir das“, unterbrach Antonin den aufkeimenden Streit und richtete sich wieder an Lucius. „Wo genau ist dieses Anwesen ? Du wirst sicher verstehen, dass wir es lieber erst einmal prüfen“, sah er ihn eindringlich an, sodass Lucius den Schockierten spielte.
„Du denkst doch nicht etwa, ich würde euch reinlegen ? Wir sitzen schließlich alle in einem Boot.“ „Ja“, schnarrte Goyle und trat gefährlich auf den alten Malfoy zu, den er ruppig am Kragen seines neuen Anzuges packte und zu sich riss. In den Augen ein dunkles, fast mordlüsternes Funkeln.
„Und wessen Schuld ist das ? Die deiner Drecksbrut !“, zischte er und spuckte Lucius schließlich ins Gesicht, der dieses dann auch schon angeekelt verzog, während die anderen hämisch lachten, bis Antonin, ebenfalls ein dreckiges Grinsen im Gesicht, Goyle etwas zurück zog.
„Ich denke, Lucius weiß das. Nicht wahr ?“ „Ja“, knurrte der Blonde verbissen und wischte sich den Speichel mit seinem Einstecktuch weg, bevor er wieder auf die Übrigen blickte und schließlich mehr Goyle fixierte, der auch weiter schnaubte und sichtlich zu tun hatte, Lucius nicht wieder die Faust ins Gesicht zu schlagen.
„Und du kannst mir glauben, ich habe ein genauso großes Interesse daran, ihn für alles bluten und leiden zu lassen. Ich habe, wie ihr, keinen Sohn mehr. Wobei ihr wenigstens noch stolz darauf sein könnt, dass eure Söhne für die gerechte Sache ihr Leben gelassen haben“, versuchte er es von dieser Warte, um sich die anderen erstmal etwas vom Hals zu halten, nicht dass sie doch noch auf dumme Gedanken kamen. Letztlich aber wandte er sich zu Antonin, der, so hatte Lucius den Eindruck, etwas die führende Position an sich gerissen hatte. Aber es sollte ihm ganz recht sein. So konnte er ungehindert seinen eigenen Plänen nachgehen.
„Was ist jetzt ? Soll ich euch zu dem Anwesen führen, oder nicht ?“ „Amycos, Alecto, Travers. Ihr begleitet ihn. Sichert alles und fahrt entsprechende Banne hoch. Danach kümmern wir uns um alles Weitere.“

۩ ۞ ۩


Mittlerweile war es Nacht geworden. Draco aber konnte nicht schlafen. Nach der desaströsen Unterhaltung hatte er zwar noch eine Weile mit Hermione, einfach nur Arm in Arm am Eingang des Portraits gestanden und seinen geplatzten Träumen nachgetrauert, während die Löwin ihm auch weiter bitter ins Hemd geweint und sich abermals entschuldigt hatte. Er hatte es am Ende nicht mehr wirklich ertragen, und sich unter dem dussligen Vorwand, dass ihn das Training erschöpft hatte, in sein Zimmer verzogen, aus dem er seither nicht wieder herausgekommen war, und damit auch das Abendessen hatte sausen lassen. Ihm war ohnehin der Appetit vergangen.
So lag er nun seit Stunden in seinem Bett, starrte sinnlos, wie auch völlig ausdruckslos den dunkelgrünen Betthimmel über sich an und fühlte. . . Nichts. In seinem Innersten herrschte gähnende Leere, wie auch in seinem Kopf, der sich irgendwann ausgeklinkt hatte. Doch war es keine erholsame, sondern quälende, kalte Ruhe. Eine, die ihn gefährlich an diese vollkommene Leere und Kälte erinnerte, die ihn immer mal in Askaban überrannt hatte. Das Gefühl, in Einsamkeit, Kälte und Leere auf ewig vor sich hinzuvegetieren. In diesem zu zergehen. Es war widerlich.
Schließlich drehte er sich auf die Seite, wo sein Blick jedoch unweigerlich auf das Bild auf seinem Nachttisch fiel. Es war das Bild, was ihn und Hermione im St. Mungos zeigte, wie sie friedlich kuschelnd in einem Bett lagen und schliefen. Etwas, was vermutlich nie mehr passieren würde, denn Hermione war jetzt nicht hier. Sie war nicht wieder zu ihm gekommen, wie an den vergangenen Abenden, was er sich auch an einem Finger hätte abzählen können. Vermutlich würde sie sich jetzt nach allem lieber zu einem Bergtroll legen, als zu ihm. Verübeln konnte er es ihr nicht einmal. Woher auch ?
Diese Unbefangenheit, Leichtigkeit, mit der sie miteinander umgegangen waren, war mit einem Schlag weg und würde so auch nie wieder zurückkommen. Hermione würde ihm nie wieder so unbefangen gegenübertreten, da sie in ihm nun nie mehr nur einen einfachen Freund oder etwas Bruderähnliches sah. Sie würde immer einen Mann sehen, der sie liebte, für den sie aber nichts fühlte. Nicht das fühlte. Und zu so jemandem legte man sich nun mal nicht ins Bett. Bei einem Bruder oder guten Freund konnte man das schon noch, aber nicht bei . . . bei. . .
„Fuck“, stieß er bitter aus und schlug in einem Anflug dumpfer Wut mit der Faust in sein Kissen, bevor er das Bild wieder gequält betrachtete. Scheinbar für Stunden, sodass ihn nun doch wieder eine Welle des Schmerzes und der Trauer überrollte, die ihm zwei einsame Tränen aus den Augen trieben.
Als er sich dessen bewusst wurde, griff er nach dem Bild und klappte es letzten Endes mit der Bildfläche nach unten, bevor er sich auf den Bauch drehte und das Kissen über den Kopf zog. Es war vorbei. Alles.

۩ ۞ ۩


Nur zwei Türen weiter saß Hermione mit angezogenen Knien auf ihrem Bett, die kleine Spieluhr in der Hand, die den Raum mit sanften Klängen und den Feenlichtern ausfüllte. Doch sah sie nichts davon. Hörte nichts davon, sondern nur das, was sie am späten Nachmittag von Draco zu hören bekommen hatte.

„Ich liebe dich.“


Wieder und immer wieder, hallten ihr diese Worte im Kopf nach und begannen sie mehr und mehr zu quälen. Sie trieben ihr ständig aufs Neue die Tränen aus den Augen, die ihr unaufhörlich über die blassen Wangen kullerten, und so bereits ihre Decke hatten nass werden lassen.
Sie fühlte sich furchtbar und hätte sich am liebsten selbst mit dem Cruciatus gegeißelt, für ihre Gefühllosigkeit. Dafür, dass sie seine Gefühle nicht erwidern konnte. Dafür, dass sie nicht einmal gewillt war, diese Gefühle zuzulassen und ihm eine Chance in der Richtung zu geben. Und das, obwohl er ihr dennoch so viel bedeutete.
Sie konnte nicht verleugnen, dass er in der Tat seinen Reiz hatte und im Grunde da. . . Eigentlich fand sie in ihm, so wie er sich ihr nun zeigte, wie er nun war, all die Dinge wieder, die ihr wichtig waren. Die sie sich von ihrem Partner wünschen würde. Und dass er sie im Unterbewusstsein reizte, hatte ja schon mehr als einmal zu recht peinlichen Situationen geführt. Und dennoch. . .
So leid ihr Draco gerade auch tat, und so sehr sie sich selbst für ihre Entscheidung im Moment hasste, so war der Wunsch Ben wiederzusehen, an ihrer Seite zu sehen, dennoch etwas größer, womit ihr tränenverhangener Blick zu ihrem Sekretär ging, auf dem, neben Dracos Blumen, auch Bens Rose stand. Als sie diese nun aber sah, weiteten sich die feuchten Augen geschockt. Kurz darauf legte sie die Spieluhr beiseite und trat mit wackligen Beinen an den Tisch, um sich das Ausmaß von Nahem zu betrachten.
Die Rose blühte zwar, nur wie ? Hatten die Blütenblätter heute Nachmittag noch von innen heraus in einem Schneeweiß geleuchtet, so waren sie nun auf einmal bräunlich welk an den Rändern. Wieso ? Wie konnte das sein ? Was bedeutete das nun wieder ? War ihm etwa. . . Merlin, war ihm etwa etwas passiert ? Das durfte doch nicht wahr sein ! Warum ?
Hermione konnte es nicht begreifen und wollte es auch nicht mehr begreifen. Es war ihr inzwischen einfach alles zu viel. Stattdessen brach sie gänzlich in sich zusammen und lag im Kommenden zusammengekrümmt bitterlich schluchzend auf dem Parkettboden.

۩ ۞ ۩


Es war ein lautes Krachen, unter dem Draco zusammenschrak und damit endlich aus seinen dunklen Träumen, den Untiefen der Hölle, gerissen wurde. Er saß von der einen Sekunde auf die andere im Bett und blickte sich keuchend, wie auch total desorientiert im Raum um. Kurz darauf entwich ihm auch schon ein Stöhnen, als er sah, was er im Unterbewusstsein erneut fabriziert hatte. Sein Zimmer glich mal wieder einem Kriegsgebiet.
„Scheiße“, entwich es ihm fertig, bevor er sich geschlagen wieder nach hinten in sein Kissen fallen ließ und ein zweites über sein Gesicht zog, in das er dann auch schon schrie. Ja, danach war ihm. Sich die Lunge aus dem Hals zu schreien, wenn er nicht so erschöpft wäre. Er fühlte sich wie gerädert.
Er musste irgendwann gegen 4:00 Uhr erst eingeschlafen sein und so düster, wie es draußen noch war, konnte er auch nicht sonderlich lange geschlafen haben. Ein müder Blick auf seinen Wecker bestätigte ihm seine Ahnung. Es war noch nicht einmal 6:00 Uhr, worauf er erneut stöhnte und den schweren Kopf wieder ins Kissen fallen ließ. So beschissen wie der Tag gestern geendet hatte, so scheiße ging der Nächste auch schon wieder los.
Als er dann auch mal bewusst an alles dachte, was gestern war, da versank er auch schon wieder in einen Zustand bitterer Depression, die einen quälenden Schmerz in seinem Innern zurückließ. Ein Innerstes, das wie ausgebrannt war. Ein Innerstes, das mit dem Scherbenhaufen seiner Wünsche und Hoffnungen gespickt war und ihn verbluten ließ. Zergehen ließ vor Schmerz. In dem Moment wurde ihm bitterlich bewusst, dass Lucius mit einer Sache am Ende leider doch Recht hatte. Zu lieben war die größte Schwachstelle, die ein Mensch aufweisen konnte. Eine, die zerstörerisch sein konnte. Es war eine Schwachstelle, die ihn erneut in einem scheinbar unaufhörlichen Strudel immer tiefer in die Dunkelheit riss.
Es war ein Strudel, gegen den er machtlos war, wie er aus bitterer Erfahrung wusste, denn er hatte es oft genug versucht. Er hatte versucht von ihr wegzukommen. Von ihrem stillen Sirenengesang. Ihrer Anziehung. Ihrem Wesen. Er hatte versucht, dieses Gefühl zu ersticken. Auszuschalten, doch es hatte nur so lange geklappt, bis sie sich wieder Gegenüber gestanden hatten.
Er hatte sie irgendwann einfach nicht mehr hassen können, da die Gründe dafür dumm und haltlos waren. Und er hatte sie auch nicht hassen wollen. Aber eben auch nicht lieben ! „Man kann Gefühle nicht abstellen“, hatte Charlie ihm einmal gesagt. Und es stimmte. Leider.
Diese Hexe war alles was er wollte, aber nie bekommen würde. Diese bittere Erkenntnis, mehr noch Gewissheit, fraß sich aufs Neue bis tief in sein Innerstes und legte sich wie ein dunkler, kalter Schatten aus Bitterkeit, einer dumpfen Verzweiflung, wie auch einem alles verzehrenden Schmerz, immer stärker um sein, in den letzten Wochen und Monaten so arg gebeuteltes Herz. Mehr noch aber über die zerrissene, gequälte Seele und drohte diese zu verschlingen. Zu ersticken.
Noch als das der Fall war, rappelte er sich wie unter dem Imperius auf, und schlich mit einer völligen Leere im Kopf ins Bad duschen. Doch weder Hitze noch Kälte schafften es irgendwie an seinem Bewusstsein zu kratzen, welches immer mehr in anderen Sphären versank. In so viel dunkleren.
Am Ende verließ er sein Zimmer, ohne das noch immer vorhandene Chaos um sich herum auch nur in irgendeiner Art und Weise wahrzunehmen. Da war nichts. Nur ein Gedanke. Nämlich raus. Er musste hier raus. Raus aus seinem Zimmer. Raus aus dem Schulsprecherturm, da er ihre Präsenz in jeder Ecke sah und spürte. Er ertrug das im Moment einfach nicht, denn es war ihm wie Messerstiche ins Herz.
So verschwand er in den noch verwaisten Gängen des Schlosses, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen. Er lief einfach nur. Treppen runter. Treppen hoch. Rechts durch einen Gang. Links durch einen Gang, bis er irgendwann vor einer Tür ankam, die ihm sehr vertraut war. Eine Tür, vor der er im Sechsten, wie auch jetzt, so oft gelandet war, ohne zu wissen wie. Ohne, dass er diesen Weg bewusst eingeschlagen hatte. Und wie schon aberdutzende Male während des Sechsten, öffnete er die Tür und stieg gedankenverloren die Wendeltreppe hinauf, die ihn auf die freie Aussichtsplattform führte, auf der am Ende doch noch ein Mensch das Leben verloren hatte.
Diese lag im düsteren Zwielicht des anbrechenden Morgens dar. Tief im Osten, hinter den Wipfeln des Verbotenen Waldes, konnte man die aufgehende Sonne schwach erahnen, die versuchte, sich gegen die dunklen, schweren Unwetterwolken durchzusetzen, die die ersten Herbststürme in die Schottischen Highlands trugen. Ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen, denn das Dunkel der Wolken türmte sich noch mehr auf und trieb die feuchtkalte Luft zu ihm hinauf. Es würde definitiv nicht mehr lange dauern, bis die schwarzen Massen das Schloss erreichten und überschütteten.
Die drohende Dunkelheit vor sich im Blick, trat er, wie schon so oft vor zwei Jahren, an die Brüstung des Astronomieturmes, wo er mit fahlen, leeren Augen über die scheinbar schwarzen Highlands blickte.
So schwarz. . .

۩ ۞ ۩


Hermione wurde nur etwas später am Morgen mit wahnsinnig brennenden Augen wach, die noch immer total verquollen und blutunterlaufen waren. Sie hatte sich in der Nacht irgendwann wohl in den Schlaf geweint und so sehr, wie ihre Augen schmerzten und auch die Wangen feuerten, musste sie selbst im Schlaf geweint haben. Darüber hinaus fühlte sie sich noch elender als am Abend, denn sie hatte in der Nacht keinen Frieden gefunden. Ihre Albträume waren zurück gekommen und das schlimmer denn je.
Zwar konnte sie sich nur noch bruchstückhaft an das Grauen und den Schmerz erinnern, in dem sie scheinbar jahrelang verweilt hatte. Dieses hatte dann aber letztlich damit geendet, dass sie gezwungen war, machtlos mit ansehen zu müssen, wie die beiden jungen Männer, die ihr so viel bedeuteten, qualvoll zugrunde gerichtet wurden. Diese grauenvollen Dinge hatte sie noch immer überdeutlich vor Augen. Allen voran das letzte Bild, mit den bleichen Leibern, die in ihrem eigenen Blut lagen. Den leblosen blauen, wie auch grauen Augen, die fahl in ihre Richtung blickten. Das alles, es hatte sie innerlich zerrissen. Sie hatte den aufflammenden Schmerz in einem bestialischen Aufschrei in die Freiheit entlassen, bevor sich die schwarzen Schatten auf sie geworfen und sie in der Dunkelheit verschluckt hatten. Damit war sie endlich aus diesem Horror aufgewacht. Doch war sie das wirklich ?
Sie spürte, wie ihr aufs Neue die Tränen aus den Augenwinkeln kullerten und sich einen Weg über ihre Wange bis zum Kissen suchten, welches bereits etwas fleckig aussah, durch die ganzen vorangegangenen Tränen. Tränen, die nicht mehr aufhören wollten zu fließen, als ihr Blick auf ihren Schreibtisch, auf die Rose fiel.
Die Blüte war halb offen und die Blütenblätter ähnlich welk wie am Abend. Schlimmer noch, denn sie konnte sehen, dass ein paar der Blätter bereits abgefallen waren, worauf sie aufs Neue zu schluchzen begann und das Gesicht verzweifelt in ihrem Kissen vergrub.
Warum passierte das ? Warum passierte das gerade jetzt ? War es am Ende vielleicht die Strafe dafür, dass sie Draco so weh getan hatte ? Verdammt, ihr war diese Sache doch selbst unerträglich, warum musste das Schicksal sie dann auch noch in dieser Richtung quälen ? Warum strafte es noch einen dritten Menschen, nur um sie zu bestrafen ? Das war nicht fair ! Das war alles nicht fair !
Es war nicht fair, dass sie Draco so weh tun musste, wo er ohnehin schon durch alles viel zu sehr gelitten hatte. Es war nicht fair, dass Ben nach allem, nach diesem fürchterlichen Krieg, am Ende offensichtlich doch noch etwas zugestoßen war. Sie war doch kein schlechter Mensch. Warum also strafte das Schicksal sie so ab ? Erst verletzte und quälte es ihre eigene Person auf unermessliche Weise, und nun auch noch die Menschen, die ihr wichtig waren. Was also hatte sie verbrochen ? Was hatte sie in ihrem Leben Falsches getan, um diese Dinge heraufzubeschwören ? Sie wusste es nicht, und würde es vermutlich auch nie herausfinden.
Schließlich quälte sie sich irgendwann hoch unter die Dusche, um die Spuren der Nacht vielleicht etwas beseitigen zu können, was mal gründlich daneben ging. Als Hermione gut eine halbe Stunde später in den Spiegel blickte, schaute ihr ein Inferi ähnliches Wesen entgegen. Sie war blass, hatte dicke, dunkle Augenringe und zudem noch immer stark verquollene, blutunterlaufene Augen. Es war ein Anblick, der sich auch nicht mittels Kosmetik kaschieren ließ, von daher ließ sie es.
Sie trat lautlos aus ihrem Zimmer in den Flur und blickte damit unweigerlich auf Dracos Tür, die einen Spalt breit offen stand.
So war ihr erster Gedanke sich lieber leise zu schleichen, da sie keine Ahnung hatte, wie sie ihm gegenübertreten sollte. Gegenübertreten konnte. Dann aber wurde der Reiz übermächtig, ihn wenigstens kurz zu sehen. Und sei es nur im Schlaf, sodass sie zaghaft die Tür noch etwas weiter aufschob und einen Blick hinter diese riskierte, der am Ende recht ernüchternd, wie auch bitter ausfiel, denn sein Zimmer war leer. Sein Bett war gemacht, was ihr sagte, dass er sein Zimmer zu einem Zeitpunkt am Morgen verlassen hatte, an dem die Hauselfen noch nicht aktiv waren, denn die räumten für gewöhnlich auf, sobald die Bewohner verschwanden.
Bedrückt aufgrund dessen, zog sie seine Tür wieder ran und verschwand nach unten ins Wohnzimmer, in dem sie auch eine Weile wie hypnotisiert stand und den Blick schweifen ließ, was dafür sorgte, dass sich ein dicker Kloß in ihrer Kehle breit zumachen begann, denn sie sah ihn trotzdem überall. Allen voran auf der Couch, wo sie, als er flach gelegen hatte, irgendwo ja auch mit ihm gekuschelt hatte. Es waren Bilder, die ihr aufs Neue die Tränen aus den Augen trieben und einen schneidenden Schmerz in ihrem Innersten zurückließen. Es war ein Gefühl, als wäre er gestorben und nicht einfach nur . . . weg.
Letztlich machte sie sich auf den Weg nach unten, obwohl sie weder Appetit noch Lust hatte, dem Rest ihrer Freunde zu begegnen. Allerdings hoffte sie, dass sie ihn dort vielleicht kurz zu Gesicht bekam. Sie brauchte das. Diese Gewissheit, dass, trotz dieser desaströsen Sache, bei ihm weitestgehend alles in Ordnung war. Sie brauchte eine derartige Bestätigung. Diese Sicherheit, um ihren Albtraum auch wirklich als Albtraum abzutun, auch wenn es dumm war. Aber so lange sie ihn nicht sah. . .
Ihre Hoffnungen aber wurden jäh enttäuscht, als sie an dem großen Portal ankam, dessen riesige Flügeltür weit genug offen stand, sodass sie einen ausschweifenden Blick in die Große Halle werfen konnte. Ihre Konzentration aber fraß sich an einem einzigen der runden Tische fest, an dem der Rest ihrer Freunde fröhlich quatschend saß und frühstückte. Charlie unterhielt sich mit Daphne, während Harry ein etwas verlegenes Gespräch mit Astoria führte, die ihm immer wieder ein kleines Lächeln entgegen brachte. Ginny und Blaise gingen wiederum recht unverfroren miteinander um, was damit endete, dass Ginny ihn ungeniert in der halbvollen Halle küsste. Blaise grinste dann auch schon in ihren Kuss hinein und sah sie im Anschluss recht provokant an. Auf den Lippen auch weiter dieses freche Grinsen.
Es war ein Anblick, der Hermione kurz schwach lächeln ließ, aufgrund der Tatsache, dass wenigstens der Rest ihrer Freunde im Moment ziemlich glücklich war. Von dem Blonden aber fehlte jede Spur, weshalb sie sich abwenden wollte, als Blaise aufblickte und sie in der Tür stehen sah.
„Ey, Mione !“, rief er gut gelaunt, doch sie ignorierte es und verschwand schließlich aus der Tür, was Blaise verwundert blinzeln ließ. „Was hat sie denn ?“, murmelte er irritiert, sodass Ginny ihren Blick wieder auf den Durchgang legte und so noch kurz sah, wie ihre Freundin, mit leicht hängenden Schultern, von dannen schlich. Schließlich stand sie auf, beugte sich zu Blaise, den sie noch kurz küsste „Wir sehen uns später“ und letztlich ihrer Freundin hinterher eilte, da sie ein etwas mulmiges Gefühl hatte. Hermione war gestern, als sie gegangen war, ja noch immer deutlich mitgenommen aufgrund dieser Erkenntnis.
„Mione !“, rief sie die Hexe dann auch noch, als sie bereits wieder auf der Treppe war. Die Ältere zuckte dann auch schon leicht zusammen und drehte sich schließlich unsicher zu Ginny, die mit ausgreifenden Schritten aufschloss und nun auch das Desaster sah, was sich auf den Zügen ihrer Freundin wiederspiegelte.
„Merlin, Mione. Was ist denn los ?“, erkundigte sie sich sofort, obwohl sie es ahnte, noch bevor Hermione leicht schluchzend „Draco“ hervorbrachte. „Du . . . du hattest Recht, er. . . Als er gestern zurückkam, da . . . er. . .“ „Schschsch“, beruhigte Ginny sie, da ihr bereits wieder die Tränen kamen, und schloss Hermione letztlich in die Arme.
„Nicht hier. Lass uns hoch gehen“, meinte sie ruhig und führte Hermione zurück in ihren Turm, der nach wie vor verwaist war. Sie verschwand mit Hermione in ihrem Zimmer und versiegelte zudem die Tür, damit sie auch wirklich unter sich blieben und von außen nicht gehört wurden, bevor sie wieder zu Hermione trat. Diese hockte mittlerweile auf ihrem Bett, die Knie zu sich herangezogen und die Arme darum geschlungen, schluchzte sie bitter vor sich hin.
„Hey, komm“, hauchte Ginny, als sie neben ihr Platz nahm. Kurz darauf lag die aufgelöste Gryffindor in den Armen der Füchsin. „Erzähl. Was war gestern nun ?“, forderte sie ruhig und hörte sich im Kommenden an, was vorgefallen, und wie das anschließende Gespräch verlaufen war. Nebenher strich sie Hermione beruhigend über Rücken, Schulter, wie auch durch den Schopf.
„. . . Er hat zwar gesagt, dass es okay ist, aber. . .“, schloss Hermione und verfiel in ein neues Schluchzen, während Ginny seufzte. Diese Sache war alles, aber ganz sicher nicht okay. Und das Draco es wirklich so sah, glaubte sie auch nicht. Dass es für ihn wirklich okay war. Man sagte das doch meist nur, um den Schmerz zu verstecken, in der Hoffnung, dass der Alltag einen schnellstmöglich wieder mit riss. Und die Tatsache, dass keiner von ihnen Draco bis jetzt gesehen hatte, und er zudem wohl auch schon recht früh den Turm verlassen hatte, bewies nur noch mehr, dass er mit sich selbst und diesen Dingen zu kämpfen hatte. Dass er vermutlich allein sein wollte.
„Ich hab keine Ahnung, was ich jetzt machen soll, Ginny. Ich wollte ihm doch nicht weh tun. Ganz besonders nicht so, weil. . . Ich hab in seinen Augen richtig sehen können, wie irgendwas in ihm kaputt gegangen ist und. . .“, wieder wurde sie von neuen Schluchzern gebeutelt, die sie eine ganze Weile nicht unter Kontrolle bekam. Ginny aber schwieg in der Zeit und hielt ihre Freundin einfach nur fest, wie auch warm in den Armen, die sich selbst immer mehr zu geißeln begann.
„Merlin, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich gerade selbst dafür hasse und . . . und. . . Als ob das mit Draco nicht schon schlimm genug wäre, da. . . Oh, Ginny“, schluchzte sie abermals. Die Rothaarige konnte ihr nun aber nicht mehr so ganz folgen.
„Was ist denn noch so Schlimmes passiert ?“, fragte sie von daher so ruhig und beruhigend wie möglich, worauf Hermione den Blick etwas hob und bitter auf ihren Schreibtisch schielte, dem Ginny schließlich folgte. Sie brauchte einen Moment, um zu sehen, was Hermione sah. Zu sehen, was ihr offensichtlich noch zusätzlichen Kummer bereitete. Als das dann aber der Fall war, öffnete sich ihr Mund in stummer Verwirrung, wie auch leichtem Entsetzen.
„Sie verwelkt“, erklärte Hermione dann noch leicht krächzend, bevor sie das Gesicht wieder schluchzend an Ginnys Schulter barg, die selbst erstmal schluckte, bevor sie ihre Freundin im Anschluss noch etwas fester in den Armen hielt, und ihr damit die Möglichkeit ließ, ihren Kummer, den Schmerz, wie auch eine dumpfe Verzweiflung herauszuweinen.

۩ ۞ ۩


„Boah, ey. Hört das auch mal wieder auf ?“, meckerte Blaise, als er später am Nachmittag mit Charlie auf dem Weg runter in Richtung Kerker war, und so nebenher aus den deckenhohen Fenstern blickte, hinter denen die Welt unterzugehen schien. Es schüttete seit dem frühen Morgen wie aus Eimern und gewitterte zudem auch noch in einer Tour. Die Gänge wurden so fast im Minutentakt durch die grellen Blitze noch zusätzlich erhellt.
„Blöd gelaufen, würde ich mal sagen“, stichelte Charlie etwas, denn Blaise hatte nochmal ein paar Runden im Stadion drehen wollen. Bei dem Unwetter aber kam das nicht wirklich in Frage. „Aber das Training gestern sah doch ganz gut aus.“ „Du hast doch bloß die Hälfte gesehen“, blubberte Blaise weiter, da sich Charlie nach zwei Stunden verdünnisiert hatte.
„Tut mir schrecklich leid, dass ich mit Astoria noch den neuen Plan für die Nachhilfestunden der Unterstufen ausarbeiten musste“, frotzelte Charlie etwas. „Du kannst froh sein, dass ich überhaupt so lange geblieben bin.“ „Ja, schon gut“, meinte Blaise beschwichtigend und schlich mit dem Brünetten den Gang weiter runter.
„Es ist nur, . . . Ich hab echt keine Lust gegen diese Luschen zu verlieren“, jammerte Blaise ein wenig, den Charlie zu beruhigen wusste. „Wird schon. Die waren doch noch nie das Problem, und ihr spielt besser als früher. Sie werden nicht damit rechnen, dass ihr trotzdem so gut aufgestellt seid und euch zudem sicher auch unterschätzen. Das kann euch im Endeffekt nur zum Vorteil gereichen. Auch so. Die Tatsache, dass sie keine Ahnung haben wie unsere Leute jetzt spielen.“ „Huh, das wird ein Spaß“, rieb sich Blaise innerlich die Hände, was sich Charlie schmunzelnd besah, dann aber stockte und stehen blieb, denn er hatte aus den Augenwinkeln etwas gesehen. Jemand.
„Was ist ?“, fragte Blaise verwundert und machte zwei Schritte zurück. Charlie gab ihm aber keine Antwort, sondern trat an eines der Klassenzimmer, bei dem die Tür etwas offen stand und ihm damit einen kurzen, flüchtigen Einblick gewährt hatte. Kurz darauf bestätigte sich dieser, als er die Tür richtig öffnete.
„Was machst du denn hier ? Und. . . Merlin, warst du bei dem Mistwetter etwa draußen ?“ erkundigte er sich zweifelnd, bekam aber keine Antwort. Ja, er schien nicht einmal gehört worden zu sein, was ihn und Blaise zunehmend irritierte, sodass sie ganz zu ihrem Freund traten. Dieser saß blass, mit Augenringen, wie auch klatschnass, die Beine angewinkelt und an den Körper herangezogen, auf der steinernen Fensterbank. Sein Blick wiederum verlor sich leer hinter der Scheibe in der Dunkelheit des tosenden Sturmes.
„Draco ?“, rief Blaise ihn vorsichtig, dem das Ganze gerade recht unheimlich war. Charlie nicht weniger, der sich dann auch gleich etwas mehr vortastete und Draco behutsam etwas bei der Schulter rüttelte. „Alles okay ? Hey.“ Reaktion aber blieb weiter aus, sodass er einen verunsicherten Blick mit Blaise tauschte, dessen Gedanken sich bereits jagten, denn Hermione hatte sich am Morgen auch schon recht seltsam benommen.
Anscheinend war Draco am Ende doch seinem Rat gefolgt. Und so wie er jetzt hier saß, schien da gehörig etwas schief gelaufen zu sein, wenngleich sich Blaise nicht wirklich erklären konnte was ? Sein Freund aber stand nur zu deutlich neben sich. Und so wie er aussah, da. . . Er brauchte als erstes eine heiße Dusche und danach am besten noch einen doppelten oder dreifachen Feuerwhiskey.
„Draco ? Lass uns runter gehen“, meinte Blaise beruhigend und schob sich zudem etwas in das Blickfeld des Blonden, dessen fahle Augen aber auch weiterhin kaum etwas erfassten, sodass Blaise Dracos Gesicht etwas mehr in seine Richtung zwang und er so nun versuchte, den Blick seines Freundes einzufangen.
„Draco“, rief er ihn nochmal. Diesmal mit etwas Nachdruck, worauf es in den grauen Augen kurz ein wenig flackerte, bevor der Blonde Blaise schwach zu fokussieren begann. Als das der Fall war, presste er die Lippen zu einem dünnen Strich zusammen, bevor er den Blick wieder nach draußen legte. Blaise aber ließ ihn nicht.
„Los komm. Du brauchst eine heiße Dusche. Danach reden wir.“ „Worüber ?“, brachte Draco aber nur matt hervor, die Stimme vollkommen emotionslos. Gebrochen. „Über den Grund, warum du hier hockst. Los“, drängte Blaise und zog ihn letztlich hoch, wie auch mit sich. Dass er es so leicht konnte, bereitete ihm noch mehr Unwohlsein, denn wenn Draco gänzlich ohne jeden Widerstand nachgab, dann war ordentlich was im Argen.
So verschwanden die Beiden mit ihrem leicht apathischen Freund in der Mitte in die Kerker zu Charlie ins Zimmer, da sie dort gänzlich ihre Ruhe hatten. In diesem dirigierte Blaise Draco wie angedroht in das angrenzende Bad, damit er aus den nassen Klamotten raus kam und sich eine heiße Dusche gönnte. Als das der Fall war, erkundigte sich Charlie näher bei Blaise.
„Weißt du was mit ihm los ist ?“ „Ich hab eine ziemlich ungute Ahnung.“ „Und wie sieht die aus ?“ „Na ja, . . .“, begann Blaise unsicher und erzählte schließlich alles. Eben, was Draco am Freitagabend mit Hermione unternommen hatte, und dass er ihm gestern nochmal verstärkt dazu geraten hatte, Hermione endlich reinen Wein einzuschenken, was nun offensichtlich der Fall, und damit gründlich schief gegangen war.
„Ich fass es nicht. Man, Blaise !“, schimpfte Charlie aufgebracht, als er alles gehört hatte. „Ich dachte, wir waren uns darüber einig, dass es das Beste ist, wenn Draco die Sache ruhig angeht, damit Hermione für sich selbst begreift was Fakt ist ?!“ „Ja toll. Hermione begreift es aber nicht ! Sie kann es nicht, oder will es nicht. Keine Ahnung warum“, muffelte Blaise, dem Charlie erneut die Stirn bot.
„Und was hat DAS jetzt gebracht ?“, fauchte der Brünette. „Was hat es gebracht, dass er es ihr gesagt hat ?“ Daraufhin schwieg Blaise, denn er hatte nicht wirklich mit einem derartigen Ausgang gerechnet, wobei er und Charlie ja noch immer nicht wussten, was genau denn nun tatsächlich abgelaufen war ? Dass es alles andere als gut gegangen war, war überdeutlich. Nur wie schief war es nun wirklich gelaufen ? Es war eine Frage, die ihnen nur Draco beantworten konnte. Nur machte der keinerlei Anstalten, wieder aus dem Bad zu kommen, in dem er inzwischen schon seit reichlich einer halben Stunde war, sodass Blaise dann doch mal an die Tür trat.
„Draco ? Alles in Ordnung ?“ „Sehr intelligente Frage“, frotzelte Charlie, den Blaise stinkig anfunkelte, bevor er die Tür öffnete und den Kopf vorsichtig in das leicht vernebelte Bad steckte. Die Dusche lief noch immer, nur entdeckte er Draco anfangs nicht in dieser.
„Draco ?“, rief er wieder nach dem Blonden und trat letztlich ganz ein. „Er kann doch nicht weg sein“, murmelte Charlie auf den Anblick des scheinbar verlassenen Badezimmers, während Blaise richtig an die Dusche trat und die mattierte Glastür beiseite schob. Was er dann aber sah, war ein gebrochenes Häufchen Elend, was ähnlich zusammengekrümmt in der Duschwanne hockte, wie schon zuvor oben in der Fensterausbuchtung des Klassenzimmers.
„Mensch Draco“, seufzte Blaise bitter und ließ sich neben ihm in die Hocke sinken, kaum dass er das Wasser abgestellt hatte. Charlie derweil besah es sich kopfschüttelnd, bevor er eines der Handtücher holte, während Blaise versuchte seinen Freund anzusprechen und wieder ein wenig zu ihm durchzudringen, denn dass er nicht wirklich bei sich war, war deutlich zu erkennen. Seine Augen gingen erneut trüb, wie auch stumpf ins Leere.
„Draco ? Komm, das wird wieder. Lass den Kopf nicht hängen. Wir lassen uns was einfallen und dann. . .“ „Blaise“, unterbrach Charlie ihn dann aber ruhig und reichte ihm das große Handtuch, was er im Kommenden dem Blonden über Schulter und Rücken legte.
„Ich glaube nicht, dass das jetzt viel bringt. Lass ihn erstmal wieder halbwegs zu sich kommen und alles verdauen. Hermione scheint ihm da ja wirklich eine ziemlich bittere Pille zu schlucken gegeben haben“, erklärte er seine Ansichten leise, worauf Blaise nickte und sich seinen wieder so apathischen Freund etwas mehr ran nahm, bevor er ihm auf die Beine half und die Drei damit zurück in Charlies Schlafzimmer verschwanden. Sie steckten Draco in ein paar frische, warme, wie auch bequeme Sachen, bevor Charlie ihn richtig in sein Bett verfrachtete und einen Trank verabreichte, mit dem der Blonde augenblicklich in Tiefschlaf fiel. Blaise besah es sich etwas beunruhigt.
„Hältst du das für eine gute Idee ?“ „Was ?“, erkundigte sich Charlie, nachdem er Draco hingelegt und zugedeckt hatte. „Ihn mit einem Trank ruhigzustellen ?“ „Was hättest du denn gemacht ? Ihm Feuerwhiskey gegeben, damit er seine Depressionen ertränken kann ?“, schnarrte Charlie leicht bissig, sodass Blaise wieder grummelte.
„So wie er aussieht, braucht er jetzt allen voran erstmal Ruhe. Wenn er wach wird, denke ich, sollte er auch wieder richtig ansprechbar sein. Dann sehen wir weiter. Und je nachdem, was nun wirklich passiert ist, überlegen wir uns etwas.“ „Hm“, brummte Blaise und warf sich in einen der beiden Sessel. Den Blick stur auf das Bett gerichtet, während Charlie in dem anderen Platz nahm und seinerseits ein Auge auf die verletzte Seele hatte, die bereits nach kürzester Zeit wieder von dunklen Albträumen gequält wurde.

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Am schwierigsten fand ich, das Tauchen technisch zu bewältigen und dabei auch noch zu spielen. Ich durfte nie vergessen, dass Harry Kiemen hat, also gar nicht atmet. Also hatte ich sorgsam darauf zu achten, dass ich keine Luftblasen ausatmete. Um mich herum konnte ich überhaupt nichts erkennen, ich hörte nur Jamies völlig unwirkliche Stimme. Ein absolut bizarres Erlebnis, aber ich fand es echt toll.
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